Samhain versus Halloween, oder wie man alles unter einen Hexenhut bringt

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      Momentan feiert das Netz den Beginn des Spooktobers, und ich freute mich zu lesen wie viele unterschiedliche User aufklärten, dass Halloween kein amerikanisches Verkleidungsfest ist, sondern im Ursprung ein keltisches Fest. Es wurde sogar zwei Mal Samhain erwähnt, und dass es in Europa heutzutage wieder gefeiert wird, auch dank des Neopaganismus. Es läuft so langsam. ;)
      Bin kein Freund von Halloween. Hauptsächlich weil ich mit Horror nicht kann....schlaf so schon kaum.

      Heuer hat es noch einen mieseren Beigeschmack weil am 31.10 die Hochzeit meiner kleinen Sis und ihrer Freundin gewesen wäre....dank der Wu Flu leider abgesagt, zumindest die Feier, Hochzeit am Standesamt machen sie. Hab ich wenigstens keinen Stress in den Anzug zu passen.

      Generell mag ich die Jahreszeit selbst...auch wenn ich hoffe dass es zumindest am 17. noch warm genug ist und nicht regnet. Drills im Regen machen keinen Spaß.... Aber Nebel ist cool.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      wolfpack-alpha wrote:

      Bin kein Freund von Halloween. Hauptsächlich weil ich mit Horror nicht kann....schlaf so schon kaum.

      Heuer hat es noch einen mieseren Beigeschmack weil am 31.10 die Hochzeit meiner kleinen Sis und ihrer Freundin gewesen wäre....dank der Wu Flu leider abgesagt, zumindest die Feier, Hochzeit am Standesamt machen sie. Hab ich wenigstens keinen Stress in den Anzug zu passen.

      Generell mag ich die Jahreszeit selbst...auch wenn ich hoffe dass es zumindest am 17. noch warm genug ist und nicht regnet. Drills im Regen machen keinen Spaß.... Aber Nebel ist cool.


      Das mit der Hochzeit tut mir unsagbar leid. Zur Beerdigung meiner geliebten Mutter durften dieses Jahr nur sehr wenige kommen, und wir waren froh das es überhaupt stattfinden konnte. Die Pandemie zerstört gerade so ziemlich alles.

      Mit Horror habe ich auch nicht viel am Hut, denn dies ist für Menschen, die unbedingt den Kick brauchen, aber nicht erkennen wie die Welt wirklich ist (und es in unserer Gesellschaft schon genug Horror gibt).

      Nebel finde ich auch sehr faszinierend. So auch gestern früh:
      Files
      Ich sehe das ähnlich. Dieser amerikanische Horrorkram hat nichts mit Samhain zu tun (und ganz persönlich kann ich dem auch nichts abgewinnen).

      Samhain ist ein Ahnenfest, ein Spätherbstfest, das letzte Erntedankfest und, zumindest für mich, der Beginn des neuen Jahres. Es ist das wichtigste Fest des Jahres für mich. Ein Neubeginn, der Weg in die dunkle Jahreszeit, der Weg ins Reich meiner Göttin auf das wir uns auf uns besinnen, zu uns kommen und uns neu ausrichten.

      Es ist ein Fest das ich ganz allein begehe auf der Grenze zwischen den Welten (die keine wirkliche Grenze ist). Ich spreche mit den Geistern, danke für das vergangene Jahr und alles, was ich lernen konnte. Ich bitte um einen neuen Lernauftrag für das kommende Jahr. Zu Beginn der Dämmerung lösche ich mit Danksagung das Licht der Kerze die für das alte Jahr steht und nach Anbruch der Dunkelheit entzünde ich das neue Licht mit der Bitte um Begleitung, Hilfe und Schutz. Danach gehe ich die Welt der Geister und erfahre was ich erfahren soll.

      Es gibt eine alte Erinnerung aus einer Zeit in einem Land oberhalb Albions in dem die Druiden zu Samhain in die heiligen Haine gingen um mit den Göttern zu sprechen, zu beten, zu bitten und zu fragen was kommen wird. Die Menschen blieben zu Hause, aßen mit den Ahnen, erzählten die alten Geschichten und tauschten Erinnerung an die Verstorbenen aus. Ins Fenster stellten sie ein Licht. Dieses Licht hielt die unfreundlichen Geister ab die in dieser Nacht über die Erde zogen und leuchtete dem Druiden den Weg zurück in die Welt der Menschen.

      Das ist mein Samhain, meine heilige Nacht, und die braucht mir kein amerikanischer Horrorhumbuk auch nur anzutasten.
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Halloween finde ich zwar ganz nice,ist für mich aber eine Art dunkles Fasching.
      Wenn es bei mir klingelt, verteile ich auch gerne Süßigkeiten.Habe mindestens einen leuchtenden Kürbis bei mir herum stehen.
      Samhain ist da etwas anderes, ich gedenke den Verstorbenen,entzünde Kerzen und gehe am 1. 11 (Dia de los Muertos) auf den Friedhof (das tue ich auch so sehr gern).
      Ich finde es wunderbar ,wie dieser Tag in Mexico gefeiert wird.
      An diesem Samhain haben wir einen blauen Mond!....Episch.

      Traumwurzel wrote:


      Samhain ist da etwas anderes, ich gedenke den Verstorbenen,entzünde Kerzen und gehe am 1. 11 (Dia de los Muertos) auf den Friedhof (das tue ich auch so sehr gern).
      Ich finde es wunderbar ,wie dieser Tag in Mexico gefeiert wird.


      Hierzulande, beziehungsweise in unseren Gefilden, gehen wir meiner Meinung nach vollkommen falsch mit dem Tod um. Da stirbt ein Mensch, aber man soll dann möglichst nicht zu lange trauern und in Beruf und Familie schnell wieder Leistung erbringen und weiter machen. Die Toten sind dann auf dem Friedhof verscharrt, und werden dann meist vergessen. Ab und an pflegt mal einer das Grab, aber das tun die Wenigsten, weil keine Zeit.

      Das ist respektlos gegenüber den Toten, und dem Leben welches sie hier einst hatten.

      Dadurch wird das Leben als solches auch bedeutungslos. Aus diesem Grund habe ich meinen kleinen Ahnenschrein neben meinem Bett, wünsche meinen Liebsten jeden Abend eine Gute Nacht oder rede kurz mit ihnen. Zu besonderen Anlässen zünde ich Kerzen an, und selbst mein Vater, der kein Heide ist, hat seinen Altar mit den Fotos seiner kürzlich verstorbenen Mutter und seiner Anfang des Jahren gestorbenen Frau (meiner Mutter) und zündet jeden Sonntag zwei Kerzen für sie an.

      Samhain ist dieses Jahr ein ganz besonderer Moment, bei welchen ich mir Liebe, Geborgenheit und Wärme für all meine fortgeganenen Liebsten wünsche, und sie ehre.

      Traumwurzel wrote:


      An diesem Samhain haben wir einen blauen Mond!....Episch.


      Darauf freue ich mich auch sehr, und es ist ein besonders magischer Moment, welcher den Schleier zur Anderswelt noch dünner wird erscheinen lassen.



      Im Oktober 2020 kann man am Himmel ein seltenes Phänomen beobachten.
      Gleich zwei Mal im Oktober 2020 wird ein Vollmond am Himmel zu sehen sein.
      Das kalendarische Phänomen wird „Blue Moon“ oder auch „blauer Mond“ genannt.


      Quelle: fr.de/wissen/blue-moon-blauer-…0Mond%E2%80%9C%20genannt.