Beiträge von Avena

    Die Organisatoren und Künstler dort haben sich wirklich Mühe gegeben. All die positiven Dinge, die Du angesprochen hast, haben wir auch so wahrgenommen.

    Das Foto zeigt das Neanderthaler Landbier, welches seit sechs Jahren dort regional zu kaufen ist. Geschmacklich ein Mittelding aus Kölsch und Weißbier, naturtrüb, sehr mild, etwas fruchtig, mit Vierkommaneun Prozent. Eigentlich trinkt man es aus der Bügelflasche, das Foto ist also gestellt. Der Brauort ist nicht in Erfahrung zu bringen.

    Im Museum kostet das Fläschchen stolze 2,29! Im Rewe oder auch Getränkefachmarkt ist es sehr viel billiger.

    Noch eine wissenswerte Änderung: jeden ersten Freitag des Monats dürfen am Nachmittag Hunde mit ins Museum! Ist vielleicht wichtig für Hundephobiker.

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    Weitere Themen gibt es zu Religion und Bestattung, zu Werkzeugen, Migration und Ernährung usw.

    Der Herr der da steht, ist kein Besucher.

    Etwas abseits steht ein Turm exakt über der Fundstelle, in der exakten Höhe befindet sich die Nachbildung von dem da. Das Dach ist der damals aufgefundenen Schädeldecke nachgebildet, nur größer.

    Wir haben das Museum besucht, es ist sehr informativ. Bitte erwartet nicht zuviele Ausstellungsstücke, die meisten Infos gibt es über Kopfhörer als Hörbeiträge, außerdem Abgüsse, Repliken und nachgebildeten Urmenschen.

    Die junge Frau stammt aus Gibraltar (40000 Jahre ist doch kein Alter!), der Mann ist DER Neanderthaler vom Fundort, das Mädel von sonst woher.

    Ich bin auf nicht-römischem Gebiet aufgewachsen und lebe seit 30 Jahren in der römischen Hemisphäre. Und ja, es gibt da einen Unterschied.

    Vor allem erstaunlich dass sich das über die langen Jahre nicht angeglichen hat. Weniger erstaunlich wird es, bedenkt man dass der allergrößte Teil der Bevölkerung immer noch da wohnt, wo die Vorfahren im Mittelalter gelebt haben. Allerdings mit stark abnehmender Tendenz, heutzutage verlassen ja viele den angestammten Wohnort.

    Ein sehr guter Filmbeitrag mit überraschenden Erkenntnissen! Wir Europäer haben ja nur 1 - 3 % an Genen des Neandertaler in uns, die Papua-Bewohner dagegen gleich bis zu 5 % des Denisova! Sakra, wer hätte das gedacht?

    Und das alles wegen eines vorderen Fingergliedes.

    Solche Dokus finde ich unheimlich spannend.

    Jetzt aber wieder ernsthaft.

    Mit meinen Kursteilnehmern jage ich zwar nicht, deswegen muss der direkte Vergleich ausfallen.

    Es gibt bei Männern und Frauen im Survival erhebliche Unterschiede in der Herangehensweise. In Kurzform: die Frauen sind hartnäckiger.

    Es fällt immer beim Feuermachen auf. Bei Misserfolg bzw wenn sich der Erfolg noch nicht einstellen will, werfen die Männer relativ schnell das Equipment in die Ecke und geben auf. Ungefähr 85 % halten durch.

    Die Frauen dagegen halten zu 100 % durch.

    Das hat zwar nichts mit Jagd zu tun, aber ich gehe jede Wette ein, dass sich diese Erkenntnis darauf übertragen lässt.

    Mit "Abneigung gegen Technik" meine ich digitale Technik. Und irgendwelcher Elektro-Schnickschnack.

    Ich ziehe ja furchtbar gerne in den Wald, mit Hölzchen und Stöckchen mache ich da so ziemlich alles Machbare. Technische Ausrüstung sind dann Messer, Säge, Handbeil. Die Orientierung erfolgt nach Sonne, Mond und Sternen, nur im Notfall nach dem Kompass.

    Nach dem gleichen Prinzip sind die Zeremonien zusammengestellt.

    An dieser Stelle möchte ich einwerfen dass die Männer vermutlich sich nicht nur bei der Jagd oder mit dem Schnitzen von Pfeilen amüsiert haben. Sondern auch Essbares eingesammelt haben.

    Ich mache das ja auch. Und ich jage nicht.

    Interessant an der Stelle ist auch noch dass so manch nordamerikanischer Indianerstamm eine sehr eindeutige Unterscheidung zwischen typischer Frauenarbeit und Männerarbeit gemacht haben. Aber nicht wegen irgendwelcher Geschlechterrollen, sondern um grundsätzlich im Team arbeiten zu müssen. Damit ein jeder und jede auf Partnersuche geht.

    Vielen Dank an Siat! Dies sind die ersten Fotos, die ich jemals in einem Forum hochgeladen habe! Premiere!

    Nochmals würde ich den Kylie nicht mehr aus Ahorn bauen, sondern lieber aus Buche. Ist genauso hart, hat aber weniger Ästchen im Bereich der Astgabel - deswegen auch die Flickstellen. Da sind die Ästchen ausgerissen von der Bearbeitung mit dem Handbeil. Im rechten Bild halbwegs das Profil zu erkennen, abgeflachte Rückseite, Vorderseite rund. Wie eine halbierte Tropfenform.

    Ja, ich sehe mich auch ein Stück weit als Experimentalarchäologen. Aber leider hat es nicht mal zum Abi gereicht, ich bin halt auch ne faule S..

    Eine beliebte Jagdwaffe der Frauen ist bzw. war der "Kylie". Nein, nicht die Minogue.

    Sondern eine Art Bumerang, der nicht zurückkehrt. Das Ding ist schwer, rotiert, bricht die Knochen von Wasservögeln. Verflixt, da ist meine Abneigung gegen Technik mal wieder ein Problem, ich hab mir nämlich so ein Ding geschnitzt und begreife das mit den Fotos online stellen einfach nicht. Meine HP habe ich auch von jemand anderes machen lassen.

    Die Beschreibung: ein V, ca. 70 Grad-Winkel, für Rechtshänder, ein Schenkel etwa eine handbreit lang, der andere doppelt so lang, aerodynamische Form (Tragflügel). Reichweite ca. 34 m, in Hüfthöhe geworfen fliegt er etwa 20 parallel zum Boden, steigt anschließend hoch auf etwa drei Meter und fällt dann langsam ab. Geschnitzt aus Kölner Ahorn, lediglich mit Handbeil, Messer und Säge.

    Jagdmethode: ein Schwarm Wasservögel sitzt friedlich am Uferrand. Ein paar Kinder klatschen, die Vögel stieben auf. Aus dem Hintergrund rauschen im geeigneten Moment mehrere Kylies gleichzeitig heran, schlagen rotierend in den Schwarm. Jetzt brauchen die Damen nur noch bequem die Beute aufsammeln, gegebenenfalls noch erschlagen, anschließend gibt es Gänsebraten, während die Männer mit leeren Händen von der Jagd zurückkehren.

    Es wäre dumm zu glauben, daß die Menschen früher auf den Einsatz der Frauen bei der Jagd grundsätzlich verzichtet hätten. Ich nehme an, daß in den meisten Fällen beide Geschlechter zusammen das gleiche Wild gejagt haben - je mehr Speere, desto besser - aber bestimmtes Wild die Frauen im Durchschnitt häufiger als Männer gejagt haben. Bzw. anders herum.