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Ganesh Chaturthi-Ein Fest zu Ehren Ganeshas (Lesezeit: ca. 7 Min.)

  •  Siat
  • 1. August 2021 um 22:00
  • 602 Mal gelesen
  • 4 Antworten
  • 0 Minuten

Ganesh Chaturthi feiert die Geburt von Ganesha und kann je nach Region (und persönlichem Zeitfenster der Gläubigen) bis zu 5, 7, 10 oder seltener 12 Tage andauern.​
​Es wird auch Ganesh Utsav (1) oder Vinayaka Chaturthi genannt und wird von allen Hindus, aber auch von Jainas und manchen Buddhisten rund um den Erdball gefeiert.

Antworten 4

 Sternenwoelfin
2. August 2021 um 15:07

Vielen Dank für den interessanten Artikel, Siat.

Es ist immer wieder spannend über andere Religionen und/oder Wege zu lesen. Eine Passage im Text lies mich leicht verwirrt zurück.

Man soll zu bestimmten Zeiten den Mond nicht ansehen da das Unglück bringt. Warum gerade der Mond? Gibts eine Erklärung dafür?

Liebe Grüße

Wölfin ( die der Anblick des Mondes immer glücklich macht)

 Lidania
2. August 2021 um 15:30

Das mit dem Mond würde mich auch mal interessieren - bin sehr positiv mit dem Mond verbunden.... :zwink:

 Siat
2. August 2021 um 18:44

Hallo Ihr beiden,

also, das die Menschen an Ganesha Chaturthi den Anblick des Mondes vermeiden sollen (und wenn sie es doch tun, Ganesh um Verzeihung bitten (sollen)) hat damit zu tun, das Ganesh Chandra, den Mondgott, verflucht hat.

Dazu gibt es (natürlich) eine kleine Geschichte (zu der es diverse Varianten gibt, aber letztlich ist die "Moral von der Geschicht" immer dieselbe):

Ganesha war von Kubera, dem Gott des Reichtums und dem Schatzmeister der Götter, zu einem rauschenden Fest eingeladen worden. Dabei wurde natürlich auch nicht an Speisen und Modaka (eine kleine Teigtaschen, die (traditionell) mit Kokosraspeln und Jaggery (unraffiniertem Rohzucker gefüllt sind), die Ganeshas Lieblingssüßigkeiten sind, gespart, an denen Er sich gütlich tat.

Spät in der Nacht, der volle Mond stand hoch am Himmel, war Ganesha auf dem Heimweg. Er hatte sich mit Seinen Lieblingssüßigkeiten vollgestopf, und Sein Reittier, Mushika, hatte an Seinem Gewicht, das Er zugelegt hatte, ganz schön zu tragen, denn Mushika ist eine Ratte (manchmal wird er auch als Maus interpretiert).

Wie Sie also so Ihres Weges wanken, quert auf einmal unvermittelt eine Kobra Ihren Weg. Mushika, verschreckt von der Schlange, gerät in Panik und ins Stolpern, was schleßlich dazu führt, dass Ganesha von Seinem Rücken fällt.
Und nicht nur das! – Ganeshas dicker Bauch, der eh zum Bersten mit Modaka gefüllt ist, platzt auf, und all die schönen Süßigkeiten kullern heraus.

Ganesha, der auf Grund Seines fülligen Körpers etwas unbeholfen dabei ist, wieder auf die Beine zu kommen, beginnt, nachdem er dies geschafft hat, schnell wieder Seine geliebten Modaka in Seinen Bauch zurück zu stopfen und bindet sich schließlich die Schlange um den Bauch, um ihn zusammenzuhalten.

Plötzlich erklingt von Himmel ein schallendes Gelächter.
Chandra, der als besonders gutaussehend, aber sehr eitel geltende Mondgott, hat natürlich die gesamte Szene, die sich Ihm geboten hat von Seinem Himmelsgefährt aus beobachtet, und macht sich nun über Ganesha lustig. Nicht nur über die Situation an sich, sondern auch darüber, wie unbeholfen der dicke, elephantenköpfige Gott doch ist, der sich bei dem Fest einfach nicht beherrschen konnte und sich auch noch den eh schon dicken Bauch mit Süßigkeiten so voll schlagen musste, das er bei einem Sturz aufplatz. Er spottet so lange über Ganesha und macht sich so lange über ihn lustig, dass es Ganesha schließlich so sehr erzürnt, das Er Chandra verflucht:
Niemand sollte Ihm je wieder zu Seinen Ehren Opfer und Rituale abhalten, geschweige denn einen Blick auf den strahlenden schönen Mond am Himmel werfen. Sollte es doch jemand tun, würden dieser Mensch sich zukünftig falscher Anschuldigungen und üblen Nachreden ausgesetzt sehen.

Diese harte Strafe, die Ihm für Sein überhebliches Verhalten auferlegt wird, erschüttert und bestürtzt den Mondgott zutiefst, und Er erkennt, das Er mit Seinem eingebildeten und überheblichen Verhalten zuweit gegangen ist, und er bereut mit einem Schlag Seine Gemeinheiten und seine Arroganz.

Er bittet und fleht Ganesha um Verzeihung an und Ganesha, der die ehrliche Reue des Mondgottes erkennt, nimmt schließlich dessen Entschuldigung an und erlöst ihn wieder von Seinem Fluch. Allerdings mit einer Einschränkung:
Zu jeder Zeit des Jahres sollten die Menschen dem Mond wieder huldigen und Ihn und Seine Schönheit betrachten können, nur nicht zu der Zeit, an der Ganeshas Geburtstag gefeiert wird.
Sollte ein Mensch in dieser Zeit den Mond betrachten, sollte er von dem Fluch getroffen werden.
Doch so, wie Chandra durch seine Reue und Seine Entschuldigung von dem Fluch befreit wurde, so würde auch jeder, der Ganesha dann um Verzeihung bitten würde, auch von dem Fluch befreit werden.


LG

Siat

 Sternenwoelfin
4. August 2021 um 20:09

Hallo liebe Siat,

vielen Dank für's Erklären und die schöne Geschichte von Ganesha. :knuddel:

Liebe Grüße

Wölfin

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