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Thema: Juffern und Matronensteine

  1. #1
    User ist nicht aktiv
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    Nest in Nordwestdeutschland
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    145

    Juffern und Matronensteine

    bei meinen Recherchen zu einem Thema, bin ich auf eine interessante Internetseite gestoßen.

    Wingarden.de

    Hierbei geht es um die Juffern und den Matronenkult.

    Meine persönliche Frage:

    Besitzt jemand "altes Wissen" zu diesem Thema? ( googlen kann ich selbst! )

    Kann eine Verbindung zu den "Nornen" hergestellt werden?

    Danke und der Göttin zum Gruß Northraven
    [CENTER][FONT=Century Gothic][COLOR=dimgray]Carpe noctum ! --- sprach der Rabe[/COLOR][/FONT][/CENTER]

    [CENTER][FONT=Palatino Linotype][COLOR=darkolivegreen]"In den Pflanzen liegt die ganze Kraft der Welt.[/COLOR][/FONT][/CENTER]
    [CENTER][FONT=Palatino Linotype][COLOR=darkolivegreen]Derjenige, der ihre geheimen Kräfte kennt,[/COLOR][/FONT][/CENTER]
    [CENTER][COLOR=darkolivegreen][FONT=Palatino Linotype]der ist allmächtig."[/FONT] [I]aus Indien[/I][/COLOR][/CENTER]

  2. #2
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
    Registriert seit
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    Myrkwid
    Beiträge
    3.757
    Hi Rabe,

    "Altes Wissen?" *grins* Dir ist schon klar, dass die Matronenverehrung vor knapp zweitausend Jahren praktiziert wurde? *)
    Allerdings handelt es sich dabei um einen der besser dokumentierten Teile antiker germanisch-keltischer Glaubenswelt, weil er eben im romanisierten Rheinland praktiziert wurde, d.h. u.a. es wurden nach römischer Sitte Weihesteine gesetzt, mit Inschriften versehen und Tempel errichtet, die teilweise heute noch erhalten sind.
    Da gibt es auch entsprechend Literatur und Forschung darüber. (Muss mal wenn ich wieder auf Arbeit bin auf meinem dortigen Rechner schauen was da an links und Buchtipps so rumwest^^)

    Zum Einstieg kannst ja mal bei Sophie Lange vorbeischauen.

    Zur Verbindung mit den Nornen: Jain .
    Die Nornen sind ja die skandinavisch-germanischen Schicksalfrauen, Matronen weiter südlich angesiedelt. Da die Drei- oder auch mehr-Gestalt von Mutter-Hüter-Landgöttinen sowohl bei den Kelten als auch den Germanen Tradition hat, gibt es bei den Matronen, Nornen aber auch Walküren, Idisi oder auch den Morrigan ziemlich viele Querverbindungen, Parallelen, Übereinstimmungen aber eben auch Unterschiede. Nach meinem Dafürhalten sind das schon jeweils eigene, individuelle Persönlichkeiten, die aber jeweils ähnliche Auffassungen von Ahnmüttern, Land und Schicksal sowie Schutz und Notwende vertreten.


    *) Wobei es Menschen gibt, die sehen in den Fides-Spes und Caritas-Nebenaltären rheinischer Kirchen die alten Nothelferinnen, die während Pestepidemie und Bombennächten wohl auch sehr viel gefragter gewesen sein sollen als des Herrn Jesu Hauptaltar.

    Ich hoffe, das hat jetzt mehr erhellt denn verwirrt.
    insprinc schublandun.

  3. #3
    Heiliger Mittagesser
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    Also an die Nornen denke ich bei den Matronen nicht.

    Eher eine Verwandtschaft mit den Dísir - auch diese haben eine Schutzfunktion für Land und Leute, Fruchtbarkeit, Wachstum, mütterliche Attribute, Jahreszeiten/Flora...

  4. #4
    Heidschnuckel
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    Die Matres mag ich sehr gerne. Ihr Kult ist in vielen keltisch und germanisch besiedelten Gebieten belegt. Besonders in den Orten der Nordeifel wie im Eingangspost erwähnt. (Obwohl, Muttergöttinnen sind wohl fast in keiner Religion so recht wegzudenken.) Auch ihre unzähligen Beinamen sind meist der keltischen oder germanischen Sprache zu zuordnen. Mindestens einmal im Jahr schaue ich nach Pesch/Nöthen zufahren. Mit diesem Ort verbinde ich ein für mich besonderes Erlebnis das überhaupt dazu geführt hat sich näher mit keltischer Religon(en) zubeschäftigen.

    An die Nornen denke ich eigentlich auch nicht bei den Matres. (Ich weiß allerdings auch nix wirklich gescheites über die Nornen, außer das sie eher Schickalsgöttinnen sind?) Gefundene Inschriften und Abbildungen zumindest aus gallo-römischer Zeit sowie die entsprechenden Beinamen lassen die Matres als Spennderinnen von Fruchtbarkeit, Erntesegen aber auch als Schutzgottheiten von Familien bis hin zu ganzen Stämmen erscheinen. Genaueres zum Kult ist wie so oft nicht bekannt.

    Vom "Heidentempel" in Pesch sind nur noch Reste erhalten. Die Anlage liegt mitten in einem Waldstück in wunderschöner Landschaft eingebettet. In seinen Anfängen hat der Tempel wohl ein Baumheiligtum geborgen. In ihm wurden die Matronae Vacalinnehae verehrt. In späteren Bauabschnitten kam auch ein Umgangstempel hinzu von dem jedoch nur noch Reste erhalten sind. Die Matres haben aber im Laufe der Tempelgeschichte ihre Bedeutung mehr und mehr verloren zugunsten anderer gallo-römischer Kulte. So ganz richtig ist es nicht von einem reinen "Matronentempel" wie er heute gerne genannt wird zu sprechen. Aber ich finde es gut ,mag ich die Matres und diesen Ort sehr. Es sind immer viele Opfergaben in Form von Blumen und Früchten zufinden. Ich denke das hier auch viele "Große Mutter"- AnhängerInnen Gaben darbieten. Sind die Matronen als Dreigestaltige Göttin in der feministischen Spirit Szene sehr beliebt. Es berührt mich immer das zu sehen schnurz wer wie was in diesem Ort sieht.

    Eine kleine Tafel am Eingang der Anlage weist auf die vielen unterschiedlichen Bedürfnisse und Anliegen hin mit denen dieser Ort aufgesucht wird. Ich finde den Text ein schönes und gelungenes Beispiel von gegenseitigem Respekt und Toleranz.

    “Auch ohne Steine, Bäume, Quellen als beseelt oder als Sitz diverser Gottheiten zu betrachten, mögen die Vor- und Frühgeschichtlichen Heiligtümer manchen etwas bedeuten, das es zu achten gilt:
    Die Archäologen wollen ihre Ausgrabungsstätten bewahrt sehen, die Anhänger des Neuen Zeitalters auf für sie heiliger Erde ihre Jahreskreisfeste feiern und die Neuen Heiden an vorchristlicher Kultstätte ihre alten Götter anbeten. Und mancher mag an alter Stätte unter freiem Himmel wieder den Kontakt zur Natur, sich selbst zu Gott suchen- wie andere in der Kirche. Oder er hält ganz einfach inne, die Heimat, die Schöne zu ehren, auch wenn da “nur” Natur ist.”
    "Ich glaube, ich habe nie den Sinn des Lebens gesucht, sondern die Erfahrung des Lebendigseins." (Cambra Skade)

    http://www.bluehende-landschaft.de/

  5. #5
    Drache vom Dienst (Admin) Avatar von StarFire
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    Der Spruch berührt mich sehr. Da hat sich jemand Gedanken gemacht.
    Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.


  6. #6
    Heidschnuckel
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    Ja, das denke ich auch.
    "Ich glaube, ich habe nie den Sinn des Lebens gesucht, sondern die Erfahrung des Lebendigseins." (Cambra Skade)

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  7. #7
    gwyllt
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    Pesch ist auf jeden Fall einen Besuch wert, ebenso Nettersheim. Ich fahre oft dorthin (auch einfach zum wandern mit dem Hund, die Gegend ist wirklich toll)
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  8. #8
    Weise Alte Avatar von Nimue
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    Wenn Ihr die Matronen sucht: Die gibts auch mitten in Köln! Zwar nur als Replik, aber trotzdem in Betrieb, siehe mein Avatar. Er liegt an der Kreuzung von Schildergasse und Nord- Süd- Fahrt, am Schuhgeschäft links rein durch die Passage, dann auf der rechten Seite an einer Hauswand.

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