Genetische Abstammung und die Geschichte Europas, im Licht der persönlichen Spiritualität

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      P.S.: Gerade gesehen, dass bei meinem 1. Absatz im letzten Post die Hälfte fehlt.

      Der Satz sollte vollständig lauten: "... und drittens, weil auch die externen Vorraussetzungen andere sind."

      Wenn man die alten Berichte über Naturgeister als wahr betrachtet, muss man konsequenter Weise auch all die Zeugnisse als wahr betrachten, die davon berichten, dass besagte Wesen entweder aus den vom Menschen besiedelten Gebieten gewaltsam vertrieben wurden oder freiwillig fortzogen.

      P.P.S.: Man sollte nicht unter Zeitdruck schreiben. Mein letzter Absatz klingt so, als würde ich das "so tun als ob" für albern oder kindisch halten. Gar nicht. Das halte ich eher für eine natürliche Reaktion von allen, die kein rein materialistisches Weltbild haben.

      Das Ziel, auf spiritueller Ebene zu wachsen, schließt ja das parallele "so tun als ob" auch nicht aus. Nur sollte man sich bewusst sein, wann genau man was von beidem macht.
      "Learn and learn, ask and ask, do not be ashamed." — Paracelsus

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      Umo schrieb:

      Das halte ich für nicht möglich, da wir einmal nicht wissen, was die Leute damals wirklich glaubten und dachten (da ja auch vieles com Christentum verfälscht ist), zweitens, weil wir unter anderen Bedingungen leben und drittens, weil

      Als Beispiel mit dem Bauopfer: Wir sind ja nicht mehr in der selben Situation wie z.B. die Germanen mit ihren Hallenhäusern, die die alle 50 Jahre an einem anderen Ort neu bauten, wenn das Holz des Ständerwerkes durchgefault war. Die konnten ein Orakel entscheiden lassen, an welcher Stelle, das neue Haus errichtet wurde, damit auch klar war, dass sie sich da nicht auf dem Ort eines Landgeistes breitmachten und den anpissten.
      Heute kann man seinen Baugrund nicht danach wählen, mal eben sein Pferd frei laufen zu lassen, und da wo du es am nächsten Morgen stehen siehst, da baust du dann dein Hause. Die wenigstens haben ein Pferd, könnten das frei am Rande der Stadt herumlaufen lassen dann Gelegenheit oder auch nur das Geld, da Baugrund zu kaufen, wo sie das Pferd am nächsten Tag grasend finden. Dummer weise müssen die meisten von uns doch in Mietwohnungen leben, und haben auf die Wahl des Bauplatzes und die Art des Hauses keinen Einfluss. (Ob da nun überhaupt ein Landgeist lebte oder sich ein hier noch verbliebener Hausgeist einzuziehen entschließt, rede ich gar nicht erst.)
      Alles was wir machen können, ist ein wenig "Feng Shui" zu adaptieren und unsere Wohnungen wenigstens ein wenig "spirituell" zu dekorieren.


      Beim Bauopfer hast Du sicherlich recht. Es gibt ja noch anderes Brauchtum, wie zum Beispiel am Johannestag (24. Juni) nicht schwimmen zu gehen, weil dann der Wassermann sein Opfer holt, ihm dafür an diesem Tag aber eben etwas Schwarzes opfern, um vorm Ertrinken beschützt zu werden.

      Sicherlich kann man auch hier einwenden, dass das ein Relikt ohne Bedeutung wäre:
      - vielleicht galt dieses Badeverbot, weil es bis zum 24. Juni noch ziemlich kalt sein konnte und man sich leicht erkälten konnte (was damals auch eine Todesursache sein konnte);
      - wir habe heute beheizte Badeanstalten... und ich gehe eigentlich wöchentlich, wenn ich es schaffe, schwimmen. In dem Sinne kann man es scheinheilig nennen, wenn ich just an diesem Tag NICHT schwimmen gehen würde;
      - inwiefern ist dieser Tag überhaupt ursprünglich heidnisch? Es kann natürlich sein, dass am Tage der Sommersonnenwende den Göttern geopfert wurde und das diese Opfer in Mooren und Seen versenkt wurden, kann aber auch sein, dass der phantasievolle Bauer den Tag des Johannes des Täufers (24. Juni) einfach mit den Geisterwesen aus den Sagen verbunden hat... wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Alte Götter, christliche Heilige und volksbrauchtümliche Geisterwesen brauchen nicht per se etwas miteinander zu tun haben.

      Ich hoffe, dass ich damit klar machen kann, dass ich da schon drüber nachdenke. Dennoch finde ich es ein ganz nettes Brauchtum, der Pflege wert.

      Nachtrag: Oder zum Beispiel zu Pfingsten einen Birkenzweig an die Tür hängen, zum Schutz vor bösen Geistern (ein Brauch aus meiner Region jedenfalls)... ich kann nicht genau sagen, was mich daran fasziniert... Es ist eben so. Mir persönlich sind solche kleinen magischen Rituale irgendwie ganz lieb und nett. Ich bin auch nicht so ein großer Geist, vielleicht deshalb, vielleicht habe ich auch eher das schlichte Gemüt eines Bauern...



      Umo schrieb:

      Absolut nicht! Nicht um sonst überschneidet sich die "Neuheidenszene" zum großen Teil mit Mittelaltermarktgängern, der LARP-Szene und anderen Gruppierungen die gerne "so tun als ob". Ich denke das Bedürfnis nach "Reenactment" - im wahrsten Sinne des Wortes - ist in der Heidenszene prozentual wesentlich höher als beim Rest der Bevölkerung.

      Da gibts z.B. ganze Threads mit Überlegungen, Fotos und Bauanleitungen für Winkel und Häuschen, die man Hausgeistern basteln kann, damit die sich im eigenen Haus einstellen oder wohlfühlen, um bei dem Thema "Hausgeist" zu bleiben.


      O, dann habe ich wohl schlecht recherchiert. Vielen Dank, jedenfalls, das freut mich!

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      Artjom schrieb:


      - vielleicht galt dieses Badeverbot, weil es bis zum 24. Juni noch ziemlich kalt sein konnte und man sich leicht erkälten konnte (was damals auch eine Todesursache sein konnte);


      Das wäre die profane oder rationale Deutung. :D

      Eine andere wäre die, das der Johannistag - also die Sommersonnenwende, wie viele andere astromomisch bedeutsame Zeiten, als solche angesehen wurden, an denen die Grenze zwischen der materiellen Welt und der Anderswelt durchlässiger wurde. Da glaubte man vielleicht, dass der Wassermann oder die Nixe, die vielleicht einstmals als genius loci an dem entsprechenden Gewässer verehrt worden aber verbannt worden war, an dem Tag ihre alte Macht zurückgewannen.

      Man muss etwas abgehen, sich einfach nur von den Sammlungen zur Mythologie aus dem 19. Jahrhundert inspireiren und informieren zu lassen, die das meist so dargestellt haben, als ob ein Brauch überall galt. Wenn man sich mit der Geschichte und Entwicklung vor Ort beschäftigt, kommt man meist viel weiter. Auch mal "fachfremd" gucken: Onomastik, Archäologie, Siedlungsgeschichte und so weiter, kann eine ganze Menge mehr verraten. Wenn zum Beispiel der Ortsname da auf ein vorchristliches Heiligtum hinweis und im neuzeitlichen Volksglauben etwas vorkommt, was sich damit verbinden lässt, oder von der üblichen christlichen Praxis abweicht, dann liegt nahe, dass das nicht einfach nur Aberglaube praktiziert wurde, sondern etwas umgedeutet wurde.

      Artjom schrieb:

      Alte Götter, christliche Heilige und volksbrauchtümliche Geisterwesen brauchen nicht per se etwas miteinander zu tun haben.


      Wenn man sich mit der Materie genauer befasst, merkt man aber, dass sie das meistens haben bzw. die Indizien dafür sehr hoch sind. ;)

      Artjom schrieb:

      O, dann habe ich wohl schlecht recherchiert.


      Och, einfach mal weiter umgucken, nicht nur hier, auch in anderen Foren (die deutssprachigen werden nicht mehr so "bespielt" wie noch vor zehn Jahren, habe ich den Eindruck) und nicht nur in Heidenforen, auch in Hexen- und Esoterikforen. Oder bei Tumblr und in anderen social-media oder privaten Homepages und Blogs zu dem Thema. Da wirst du schnell merken, dass du mit deinem Wunsch Bräuche und Rituale zu schaffen und auszuleben definitiv nicht allein bist.
      "Learn and learn, ask and ask, do not be ashamed." — Paracelsus

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      Umo schrieb:

      Man muss etwas abgehen, sich einfach nur von den Sammlungen zur Mythologie aus dem 19. Jahrhundert inspireiren und informieren zu lassen, die das meist so dargestellt haben, als ob ein Brauch überall galt.


      O ja, davon kann ich ein Liedchen singen: Wenn dann plötzlich in den Berichten über das Heidentum bei den Prußen, die vom Deutschen Ritterorden bekehrt wurden, dann plötzlich identische Beschreibungen auftauchen wie vom deutschen Volksglauben (gerade im Hinblick auf den Holunder), dann fragt man sich schon, was ist nun was :-).

      PS: Gerade bei den Prußen ist ja interessant, dass da gerade viel Katholisches anscheinend einfach so nebenbei als Heidnisches gewertet worden sein soll... aber jetzt entferne ich mich wohl zu sehr vom ursprünglichen Thema dieser Diskussion!

      Danke für den Tipp mit den Homepages und Blogs!

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      Mischlingskind schrieb:

      In den USA spielen diese Technologien eine zunehmende Rolle bei einheimischen Stämmen, um sich vor "Betrügern" zu schützen.


      Um da noch mal drauf zurückzukommen. Sie haben da ja auch allen Anlass zu. Nicht nur, weil es um ganz konkrete Belange geht wie z.B. dringend nötige finanzielle Unterstützung, sondern vor allem auch wenge so etwas: Weiße, die sich als Nativs ausgeben. Das ist keine Sache von "Och, lasse doch Indianer spielen, tut doch keinem weh."

      blog.psiram.com/2013/07/rachel…-das-eigene-portemonnaie/

      Wenn man liest, was die da abzieht und was das für Konsequenzen für die Leute hatte, die sie als ihre Ahnen ausgibt, da kann man gar nicht so viel fressen wie man kotzen möchte.
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      Artjom schrieb:

      Ich hätte jetzt spontan geantwortet, weil es im Glauben der Kelten vielleicht (genau wie bei Römern und Griechen/Athenern) genau darum geht: Dass die von den Vorfahren ererbten Rituale zu Ehren der Götter eben beachtet und gepflegt werden...


      Da liegt eines der großen Probleme. Selbst bei den Griechen und Römern sind nicht alle Rituale, nicht alle Gebete oder bei einer Zeremonie nicht alle gesprochenen Worte im genauen Wortlaut überliefert. Dabei sind der Hellenismos und die Religio Romanum im Vergleich zu den Kelten oder den heidnischen Religionen der Germanen noch recht gut überliefert. Aber eben doch voller Lücken. Hier sind die Gläubigen der heutigen Zeit gefragt, denn sonst wird alles nur bruchstückhaft bleiben. Ein Stückwerk, wird aber niemand ernst nehmen.

      So stellt sich die Frage, ob sich in den Glaubensgruppen nicht einige Leute finden, die mit Sachverstand und Kreativität, im ständigen Gespräch mit den anderen Gläubigen, die entstandenen und nicht mehr behebbaren Lücken (woher sollen auch plötzlich überlieferte Texte kommen), schließen können. Nur eine in sich geschlossene Religion, wird auch als solche und nicht als verträumte Spinnerei wahrgenommen.

      Somit stellt sich auch gleich heraus, dass ein entscheidender Nachteil der heidnischen Religionen sicher auch darin besteht, dass sie seit langer Zeit nicht (vollständig) gepflegt und weiterentwickelt wurden.

      Mit der Pflege alter Rituale, zumal diese leider nur unvollständig überliefert wurden, scheint es mir nicht getan zu sein. Da müsste im Heidentum mehr geschehen, als das nur Räucherwerk verbrannt und Opfer gebracht werden. Damit möchte ich nicht gegen die Riten sprechen, die jeder für sich entwickelt haben mag, und die auch ihre Berechtigung haben, aber hinter jeder Religion steckt auch ein Lebensgefühl, eine Sicht des Universums, des Lebens, wenn man so will, eine Philosophie. Heute ist der Mensch so anspruchsvoll, in der Religion etwas Ganzes zu erwarten.

      Womit wir bei der schon gestellten Frage wären, was sich der Heide von seiner Religion erhofft. Aber für heute möchte ich es bei diesen Anmerkungen belassen.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.

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      Agnosco schrieb:

      Mit der Pflege alter Rituale, zumal diese leider nur unvollständig überliefert wurden, scheint es mir nicht getan zu sein. Da müsste im Heidentum mehr geschehen, als das nur Räucherwerk verbrannt und Opfer gebracht werden. Damit möchte ich nicht gegen die Riten sprechen, die jeder für sich entwickelt haben mag, und die auch ihre Berechtigung haben, aber hinter jeder Religion steckt auch ein Lebensgefühl, eine Sicht des Universums, des Lebens, wenn man so will, eine Philosophie. Heute ist der Mensch so anspruchsvoll, in der Religion etwas Ganzes zu erwarten.


      Das stimmt sicherlich. So viel ich weiß, pflegen viele moderne Hellenisten und "Römer" ja nicht nur die überlieferten Riten, sondern sind auch Anhänger praxisnaher Philosophien wie des Stoizismus. Was ich persönlich sehr begrüßenswert finde.

      Und die germanischen Heiden bauen sich auf der Grundlage der Edda ihr eigenes Weltbild und ihre eigenen neun Tugenden und teilweise eine Art Kriegerphilosophie zusammen. Hauptsache germanisch...

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      Umo schrieb:

      Mischlingskind schrieb:

      In den USA spielen diese Technologien eine zunehmende Rolle bei einheimischen Stämmen, um sich vor "Betrügern" zu schützen.


      Um da noch mal drauf zurückzukommen. Sie haben da ja auch allen Anlass zu. Nicht nur, weil es um ganz konkrete Belange geht wie z.B. dringend nötige finanzielle Unterstützung, sondern vor allem auch wenge so etwas: Weiße, die sich als Nativs ausgeben.



      So dann mach ich mal einen provokanten Einwurf:

      Ich habe eine eindeutig germanische Abstammung, zudem auch noch eine 100% europäische nach heutigen Maßstäben, meine näheren Vorfahren müssen aus Skandinavien oder Norddeutschland stammen.

      Ich bin in einer sozial sehr schlechten Lage, ich wohne an einem Ort der in meiner Kindheit ruhig war, jetzt aber völlig zugebaut wurde. Reiche Leute haben das Gebiet zersiedelt, die Kulturlandschaft hier zerstört. Die Stadt möchte zusammen mit der Sparkasse nur Geld verdienen und macht alles platt. Wärend die Reichen in ihrem neuen Wohngebiet Geschwindigkeitsbegrenzungen und keine Bushaltestelle haben, darf ich nun an einer stinkenden, vielbefahrenen Strasse wohnen, wo nachts herumgeschrien wird und der Garten vermüllt.

      Habe ich nun etwa eurer Meinung nach das Recht, hier als zertifizierte einheimische Person, auf ein eigenes, naturnahes Grundstück für meine Familie?

      Habe ich das Recht auf eine Staatsbürgerschaft in Dänemark, Schweden und Norwegen? Ich würde sie sofort nehmen und abhauen aus dieser konservativen Hölle.

      Darf ich Schafe züchten und den Hahn krähen lassen, auch wenns die Nachbarn stört? Die Nachbarn hier beschweren sich über Hühner, aber nicht über donnernde Porsche.

      Habe ich nun das Recht Mythen auszulegen, diese vielleicht sogar politisch gegen andere Menschen zu gebrauchen, weil ich und Snorri Sturluson in den letzten 7000 Jahren einen gemeinsamen Vorfahren hatten?
      Kriege ich einen Abgeordnetenplatz im Bundestag, für die Anliegen „Meiner Leute“?

      Darf ich Gegenstände aus rituellen Gründen in geschützten Moorlandschaften versenken? Ich würde gerne Land beanspruchen, damit die Stadt dort nicht bauen kann. Darf ich geschlachtete Tiere an Bäume aufhängen? Darf ich Zeichen benutzen und zur Schau stellen, die anderen verboten sind?
      Kriege ich Sonderrechte für Fischerei oder Jagd?

      Meine ethnische Minderheit macht etwa 16% der Bevölkerung in Deutschland aus, ist das wenig genug?

      Umo schrieb:


      Das ist keine Sache von "Och, lasse doch Indianer spielen, tut doch keinem weh."


      Die meisten Leute die heute Germanen spielen, tun sehr gerne leuten weh, öfters so sehr, dass sie nie wieder aufstehen. Sehen sich als "Das Volk" und bereichern sich mit Runenschamanismus, germanscher Medizin, Rechter Musik mit mythologischen Anspielungen, "Odin statt Jesus T-Shirts" oder anderem Krams. Ist das wirklich so ok? Ich würde da schon von einem massiven Handlungsbedarf ausgehen, wenn man das als Missbrauch von Kultur betrachtet.

      Wem gehört das alles? Wer darf es verwenden?

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      Mischlingskind schrieb:


      Habe ich nun etwa eurer Meinung nach das Recht, hier als zertifizierte einheimische Person, auf ein eigenes, naturnahes Grundstück für meine Familie?


      Du möchtest ein bestimmtes Stück Land zum Wohnen zugewiesen bekommen, weil du einer Minderheit angehörst? Was darf's denn sein?
      Wohl eher nicht das städische Ghetto, mit Ausweiskontrolle, wer rein und raus darf, wenn du es "naturnah" haben willst. Dann wird's wohl eher ein Reservart in einem öden Landstrich werden, der landwirtschaftlich kaum genutzt werden kann und den man dir wieder aberkennt, sobald man da Bodenschätze findet.

      Mischlingskind schrieb:

      Habe ich das Recht auf eine Staatsbürgerschaft in Dänemark, Schweden und Norwegen?


      Da seit zweihundert Jahren das Gesetz der Freizügigkeit hier in Europa gilt, hast du wie jeder andere das Recht zur freien Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes. Du kannst also wie jeder andere auch im entsprechenden Land einen Antrag auf die jeweilige Staatsbürgerschaft stellen.
      Da wir aber nicht mehr in der Zeit des Nationalsozialismuses und der Rassehygieniker leben, gehen die entsprechenden Behörden da nicht danach, wer die blausten Augen und die blodesten Haare und die "reinsten Gene" hat, sondern wer auf dem Arbeitsmark ihres Landes gerade gebraucht wird.

      Mischlingskind schrieb:

      Darf ich Schafe züchten und den Hahn krähen lassen, auch wenns die Nachbarn stört?


      Das musst du beim zuständigen Amt deiner Gemeinde erfragen, da es dazu keine landsweiten Verordnungen gibt.

      Mischlingskind schrieb:

      Habe ich nun das Recht Mythen auszulegen, diese vielleicht sogar politisch gegen andere Menschen zu gebrauchen, weil ich und Snorri Sturluson in den letzten 7000 Jahren einen gemeinsamen Vorfahren hatten?


      Du darst sogar glauben, dass wir von Echsenmenschen beherrscht werden und die auserwählte arische Rasse in der Hohlwelt unter uns lebt. Du darst nur keine Volksverhetzung betreiben, egal was für einem Glauben du angehöst oder welcher kruden Weltsicht du anhängst.

      Mischlingskind schrieb:

      Kriege ich einen Abgeordnetenplatz im Bundestag, für die Anliegen „Meiner Leute“?


      Hm... wenn ich so sehe, was du hier so schreibst, würde ich sagen, dass deine Chancen da nicht all zu groß sind. Dazu ist nämlich doch ein gewisses Maß an... sagen wir "Know-how" und Anstrengung vonnöten, um sich in die Position zu bringen, die notwendig sind, um auf so einen Posten gewählt zu werden. Selbst die Rechten verfügen da zumindest über eine gewisse Bauernschläue.

      Mischlingskind schrieb:

      Darf ich Gegenstände aus rituellen Gründen in geschützten Moorlandschaften versenken? Ich würde gerne Land beanspruchen, damit die Stadt dort nicht bauen kann. Darf ich geschlachtete Tiere an Bäume aufhängen? Darf ich Zeichen benutzen und zur Schau stellen, die anderen verboten sind? Kriege ich Sonderrechte für Fischerei oder Jagd?


      Kann dir alles die für deinen Wohnort entsprechende Behörde (Naturschutz, Bauordnungsamt, ect.) verraten.

      Mischlingskind schrieb:

      Meine ethnische Minderheit macht etwa 16% der Bevölkerung in Deutschland aus, ist das wenig genug?


      Das musst du jetzt aber mal genauer ausführen. Wo hast du denn deine Daten zur "eindeutig germanische Abstammung" her? Was genau hast du überprüfen lassen und von wem?
      Was ist "europäisch nach heutigen Maßstäben" in Bezug auf genetische Abstammung? Was sind das für Maßstäbe? Wer hat die aufgestellt?
      Was sind das für 16 %? Wie errechnen die sich? Und wer hat das errechnet?

      Genug für was? Solltest du einen speziellen Schutz für dich einfordern, weil du für dich in Anspruch nimmst, Vertreter eines bedrohten Volkes zu sein, dann solltest du endlich mal klar kriegen, dass es dabei nicht um Gene geht, sondern um religiöse, sprachliche und ethnische Minderheit.
      Weist du was eine Ethnie ist, und somit auch, was ethnische Minderheiten sind?
      Lies doch mal wenigstens den ersten Absatz des Wikipedia-Artikels zur "Ethnie". Das sind nur ein paar Sätze.

      Guck mal, ich kopiere sie dir hier rein und markiere dir das wichtigste:
      Eine Ethnie oder ethnische Gruppe ist [...] eine abgrenzbare Menschengruppe, der aufgrund ihres intuitiven Selbstverständnisses und Gemeinschaftsgefühls eine eigenständige Identität als Volksgruppe zuerkannt wird. Grundlage dieser Ethnizität können gemeinsame Eigenbezeichnung, Sprache, Abstammung, Wirtschaftsweise, Geschichte, Kultur, Religion oder Verbindung zu einem bestimmten Gebiet sein.

      Hast du da was von "Genen" oder "Blut" gelesen?

      Wenn du dich für erhaltenswert siehst, weil du deine Art der Gene einzigartig findest, solltest du dir ein Gehege im Zoo zuweisen lassen. Da werden vom Aussterben gedrohte Rassen gehalten, deren Gene als für erhaltenswert angesehen werden.

      Umo schrieb:

      Die meisten Leute die heute Germanen spielen, tun sehr gerne leuten weh, öfters so sehr, dass sie nie wieder aufstehen.


      Wofür oder wogegen soll das ein Argument sein?

      Umo schrieb:

      Sehen sich als "Das Volk" und bereichern sich mit Runenschamanismus, germanscher Medizin, Rechter Musik mit mythologischen Anspielungen, "Odin statt Jesus T-Shirts" oder anderem Krams. Ist das wirklich so ok?


      Da die Ethnien, deren Kultur-Überbleibsel dafür als Ideengeber verwenden werden, nicht mehr existieren, schadet das denen nicht. Die sind tot. Im Gegensatz zu noch heute existenten etnischen Gruppen, deren Kultur man ausbeutet und vermarktet.

      Hast du eigentlich immer noch nicht verstanden, dass du genauso rassistisch bist - oder rüberkommst - wie die Neofaschisten mit ihrem germanophilen Gesabbel, wenn du dich deren Weltbilder bedienst und auf deren argumentativen Basis begibst?
      "Learn and learn, ask and ask, do not be ashamed." — Paracelsus

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      Umo schrieb:

      Da [im Zoo, Anm. v. m.]werden vom Aussterben gedrohte Rassen gehalten, deren Gene als für erhaltenswert angesehen werden.

      Doch eher bedrohte Arten. Menschenarten gibt es aber nicht und damit nicht mal ein Plätzchen im Zoo ;)

      Mischlingskind schrieb:

      Ich habe eine eindeutig germanische Abstammung, zudem auch noch eine 100% europäische nach heutigen Maßstäben, meine näheren Vorfahren müssen aus Skandinavien oder Norddeutschland stammen.

      Ich bin in einer sozial sehr schlechten Lage, ich wohne an einem Ort der in meiner Kindheit ruhig war, jetzt aber völlig zugebaut wurde. Reiche Leute haben das Gebiet zersiedelt, die Kulturlandschaft hier zerstört. Die Stadt möchte zusammen mit der Sparkasse nur Geld verdienen und macht alles platt. Wärend die Reichen in ihrem neuen Wohngebiet Geschwindigkeitsbegrenzungen und keine Bushaltestelle haben, darf ich nun an einer stinkenden, vielbefahrenen Strasse wohnen, wo nachts herumgeschrien wird und der Garten vermüllt.

      Ist das jetzt ein konstruiertes Beispiel? Oder sprichst du von dir?
      Also erst mal husch, husch, ab mit dir nach Skandinavien oder Norddeutschland, wo du angeblich hingehörst. Es sei denn, du willst hilfsweise irgendwo anders in Europa wohnen, da du ja 100% Europäer bist. Auch mir drängt sich die Frage auf, wie das definiert ist und was damit bewiesen werden soll, bzw. zu was dieser Wert in welcher Situation berechtigen soll. Und der Ort hat sich verändert, seit die Aliens von der Sparkasse und der Stadt und die reichen Spiders from Mars einfielen? Zumindest aber scheinen die nicht aus Skandinavien, Norddeutschland oder Europa zu kommen, hilfsweise nicht germanischer Abstammung zu sein, sonst würden sie dir das ja kaum antun wollen ?(
      Ansonsten helfen vielleicht auch Schallschutzfenster?
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.