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      Habe Eschbachs ›Herr aller Dinge‹ letztens ausgelesen. Der Autor wurde mit seinem sensationellen Debütroman ›Die Haarteppichknüpfer‹ und dem Bestseller ›Das Jesus-Video‹ bekannt.

      Ich fand, dass er nach dem Teil, indem die Kindheit der Protagonisten beschrieben wird, den zweiten Teil hätte kürzer halrten können. Damit hätte die Geschichte mehr Fahrt aufgenommen.
      Ansonsten wieder eine tolle Idee des Autor, so bin ich es bei ihm gewohnt.

      Worum geht es in dem Buch? Hiroshi verspricht seiner Kindheitsfreundin, dass er alle Menschen reich machen kann. Die Tragik der Geschichte liegt darin, dass sie nie wirklich ein Paar werden, obwohl er sein Versprechen zu halten versucht. Das Zauberwort sind sich selbstreplizierende Nanoroboter. Diese übernehmen alle notwendigen Tätigkeiten, so dass nicht nur die Bedürfnisse aller Menschen auf umweltverträgliche Art gestillt werden, es soll auch niemand mehr in Bereichen arbeiten müssen, die ihm widerstreben. Der erste Versuch Hiroshis scheitert noch, doch schon bald erhält er Hilfe, auf die er gar nicht gehofft hatte.

      Wer leicht zu lesenden Urlaubslektüre sucht, macht mit dem Griff zu diesem Buch nichts falsch. Kleine Kritikpunkte habe ich dennoch. Das Verhalten der Protagonistin ist nur schwer nachvollziehbar. Manche Handlungsfäden hätte man sein lassen können, oder, und dass wäre die Alternative gewesen, diese Fäden länger spinnen müssen. Es hätte mir auch besser gefallen, wenn man ohne ›fremde Hilfe‹ ausgekommen wäre. Dazu bestand durchaus die Möglichkeit. Groß war auch die Möglichkeit, eine größere Gesellschaftkritik in dem Buch zu thematisieren. Immerhin würde durch Hiroshis Pläne Geld überflüssig werden, doch diese Chance ergriff der Autor nicht und ging lieber in eine andere Richtung.

      Am Ende war es ein unterhaltsames, flüssig zu lesendes Buch, ohne kitschiges Happyend, eben ein typischer Eschbach-Roman.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.