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Thema: Holunderdrama

  1. #41
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Gegen Läuse hilft wegmachen. Entweder den betroffenen Trieb oder die Läuse, mit deiner Spülilösung z.B. Oder die Läuse von räuberischen Larven fressen lassen.
    Wertmut ist ein Mittel zur Vergrämung von Ameisen. Entweder als Jauche, 30g trockene oder 300 g frische Pflanze in 10 l Wasser 14 Tage gären lassen (deine Nachbarn werden dich lieben *g*) oder als Brühe gleiche Menge, aber nur 24 h ziehen lassen und dann auskochen und abkühlen lassen. Jeweils unverdünnt anwenden. Hilft lt. Marie-Luise Kreuter gegen Ameisen, Läuse und ganz nebenbei auch Säulenrost an Johannisbeeren. Frau Kräuter schreibt auch noch, dass man im Juni/Juli auch mit 3-fach verdünntem Wermuttee gegen Blattläuse und Apfelwickler und im Herbst gegen Brombeermilben spritzen kann, aber ich will ja einen großen Ameisenstaat vergrämen, da helfen wohl eher die harten Zubereitungen, obwohl ich insgesamt skeptisch bin bis ich Ergebnisse sehe.
    insprinc schublandun.

  2. #42
    nimmt sich eine Auszeit Avatar von Morag
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    Ah ok, das wäre was für unsere Brombeeren, die sind schwarz am stamm..aber meine Nachbarn lieben mich eh, wegen meines Beinwell-Eimers..der riecht auch "toll". Und zieht sogar libellen an..die viecher sind regelrechte Hubschrauber...allerdings auch die Mücken.

    Egal. bin ja gewohnt wenn ich gestochen werde, kenne ja den Weg zum Doc.

    Lg!
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  3. #43
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Naja, wenn deine Nachbarn schon das Vergnügen mit Beinwelljauche haben (Brennesseljauche auch schon in der Mache? ^^) dann spritzt du vielleicht besser mit Wermuttee oder Brühe?
    insprinc schublandun.

  4. #44
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Weil ihr hier so fleißig eure Ideen und Meinungen mitteilt, will ich jetzt im Gegenzug auch mal was positives berichten, was sich seit dem Wochenende getan hat.
    Nachdem ich etwas ratlos und uninspiriert in Bezug auf die zu bringenden Opfer war und sich um die vage Idee mit Artemisia absinthium nichts weiter wirklich substantielles ergeben hatte, fielen mir beim Unkrautjäten die ersten reifen Himbeeren in die Hände. Oder vielmehr lies ich sie erst mal hängen, weil ich sie gleich nach der Entdeckung zum opfern auserkoren hatte. Was eignet sich besser, als die ersten reifen Früchte? Der Rest hat sich dann mehr oder weniger von selbst ergeben: ich habe ziemlich viele Beifußzweige geschnitten (über Mangel an Beifuß konnte ich noch nie klagen *g*) und mit geflochtenen Schnüren aus meiner besten und schönsten handgesponnenen Wolle zu einem Kranz gebunden. (Es ist übrigens nicht ohne Ironie, dass die Rottöne von Cochenille-Schildläusen stammen, die werden ja auch systematisch gezüchtet, allerdings von Menschen auf Kakteen. Das wurde mir aber erst später bewusst, ausgesucht hatte ich die Wolle nach Optik, Qualität und meiner Mühe bei der Herstellung.) Das Ganze reichlich geschmückt mit den schönsten Blüten, die mein Garten gerade zu bieten hat, die reifen Himbeeren natürlich, und mit Absinthlikör reichlich begossen dem gefällten Holler und seinem Schössling geschenkt.
    Eine kleine Ansprache gehalten, was dieser Garten für tolle Dinge hervorbringt und wie stolz und glücklich mich das macht und die Holunder gebeten, daran teil zu haben. Und meine Haus- und Schutzgöttinnen um ihren Segen gebeten.

    Mir ist dabei einiges klar geworden. U.a., dass es noch einige "lose Enden" gibt, die zu verknüpfen sind und noch einige Taten die zu tun sind.
    Glücklich und zufrieden geht anders, aber die Situation ist schon deutlich entspannter. Ich hoffe nur, dass ich den Schuss noch rechtzeitig gehört habe.
    Geändert von wetterleuchten (02.06.2014 um 13:23 Uhr)
    insprinc schublandun.

  5. #45
    nimmt sich eine Auszeit Avatar von Morag
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    Liebes Wetterleuchten,

    ich halte den Daumen.

    Das wird schon.

    Drücks!
    Morag
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  6. #46
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    Verstehe ich das richtig, Ragnor, du hältst es für möglich, dass es gar nicht meine Vorgänger auf dem Grundstück waren, die den Holunder auf dem Gewissen haben, sie hatten "nur" die Ameisen nicht im Griff?
    Es gibt ja mehrere Möglichkeiten warum sie ihn absägten: er war im Weg, das halte ich für nicht ausgeschlossen, so wie sie das Grundstück gestaltet haben. Wenn die Ameisen damals schon zugange waren, dürfte es ihnen nicht allzu schwer gefallen sein, "das verlauste Elend" abzusägen, könnte ich mir vorstellen. Fragen konnte ich sie nicht, weil der Stumpf erst n a c h der Übergabe entdeckt wurde. Die Vorbesitzer hielten das wohl nicht für erwähnenswert. Altlasten
    Nun, was auch immer der Grund fürs absägen gewesen sein mag, seien es optische Vorlieben (wobei ich mich dann frage, warum man ihn auf so unansehnliche Art und Weise stehen ließ und nicht ggf. ganz ausgerissen hat) oder ein vorheriger Lausbefall, den man bekämpfen wollte: An und für sich reicht das, was da übrig blieb aus, damit sich die Pflanze anständig hätte erholen könne, solange sie weiterhin gute Standortbedingungen vorfindet und nicht unnötiger Belastung ausgesetzt wird.

    Jetzt habe ich überall im Garten sowohl gelbe als auch schwarze Wegameisen und deren lausigen Nutztiere.
    Mein Beileid. Falls es dir nicht schon bekannt ist: Lasius flavus hält sich auch unterirdisch Wurzelläuse, hegt und pflegt sie im Austausch für Nahrung Falls die Ameisen in deinem Garten also nun tatsächlich einmal stark an Überhand gewinnen sollten, würde ich mir schon einmal etwas überlegen. Manchmal hat man das Pech, dass sie es ausgerechnet bei einem selbst zu gleich zu mehreren besonders schick finden.

    Nicht so an diesem Holunder vor der Küche (der scheint ein Schössling des abgesägten zu sein). Den Ärger mit Ameisen und Läusen hatte ich dort von Anfang an und vielleicht liegt es auch daran, dass der Ameisenstaat dort zu groß geworden ist für einen jungen traumatisierten Holler, der erst noch groß und stark werden muss?
    Das war ja bisher meine Strategie, den Holler groß zu pflegen dass er durch schiere Masse den Ameisen besser gewachsen ist.
    Das wird so einfach nicht funktionieren. Je größer die Pflanze wird, desto mehr Läuse wird sie natürlich auch potenziell ernähren können und durch den Schutz eines ganzen Ameisenstaates, gegen den die üblichen Fressfeinde kaum eine Chance haben sich großartig gütlich zu tun, wird die Lauspopulation entsprechend ansteigen. Ggf. werden die Ameisen sogar aktiv Läuse eintragen und quasi ihre "Herde" vergrößern. Ein etwaiger Puffer, den das Wachstum der Pflanze bilden könnte, wird von einem ausreichend großen Ameisenstaat und dessen Lauszucht ratz fatz wieder aufgebraucht, vor allem dann, wenn die Pflanze selbst noch vergleichsweise klein ist.

    Spülilösung
    Davon würde ich aber abraten :P Das kann nicht nur die Pflanze schädigen, sondern ggf. in den Boden eingedrungen diesen verunreinigen und somit auch weiter die Pflanze.

    Ich würde dir eher raten vielleicht - falls du ja ohnehin mit dem Gedanken gespielt haben magst - um die Pflanze herum ein paar Kräuter zu säen bzw. direkt zu pflanzen. Ob das nun genau bei deiner Lausart hilft, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, doch einige reagieren empfindlich auf so manch ätherisches Öl anderer Pflanzen, die ja gerade zur Insektenabwehr gebildet werden. Die größten Helfer sind zumindest meiner Erfahrung nach Lavendel und Knoblauch bzw. Zwiebeln. Bei deinem Befall wäre aber ggf. eine größere Anzahl notwendig. Man könnte es auch nach dem Befall prophylaktisch anlegen.
    Eine Alternative und was ich vornehmlich versuchen würde ist das begießen mit entsprechenden Auszügen. Knoblauch und Zwiebel wirken (zugegebenermaßen auch verschreckend auf Menschen) gegen so manche Lausart und eine simple Jauche aus Brennnesseln stärkt die wurzeln und düngt gleichzeitig. Das wäre ein klein wenig Aufwand, aber die simpelste Methode, wenn man nicht mit der chemischen Keule an den Garten rangehen will. Egal ob synthetisch oder nicht, großflächig muss es bei solchem Getier immer sein, aber ich persönlich nehme da dann zuerst lieber die ökologische Variante.
    Ludlul bel nemeqi - Ich will preisen den Herrn der Weisheit

  7. #47
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Zitat Zitat von Ragnor Beitrag anzeigen
    (wobei ich mich dann frage, warum man ihn auf so unansehnliche Art und Weise stehen ließ und nicht ggf. ganz ausgerissen hat) oder ein vorheriger Lausbefall, den man bekämpfen wollte: An und für sich reicht das, was da übrig blieb aus, damit sich die Pflanze anständig hätte erholen könne, solange sie weiterhin gute Standortbedingungen vorfindet und nicht unnötiger Belastung ausgesetzt wird.
    Och, ein gerade noch ein paar Zentimeter aus dem Boden herausragender und kreuzweise eingehackter Stumpf ist nicht unbedingt unansehlich, weil er von Jungfer im Grünen oder was immer damals da wuchs (weiß ich gar nicht mehr genau) locker überwuchert wird. Das was übrig blieb, nämlich die Wurzel brauchte ein paar Jährchen um neu auszutreiben und das auch ein Stück weit weg vom ursprünglichen Standort.



    Mein Beileid.
    Danke.

    Falls es dir nicht schon bekannt ist: Lasius flavus hält sich auch unterirdisch Wurzelläuse, hegt und pflegt sie im Austausch für Nahrung
    Doch, hab ich erwähnt mein ich

    Falls die Ameisen in deinem Garten also nun tatsächlich einmal stark an Überhand gewinnen sollten, würde ich mir schon einmal etwas überlegen. Manchmal hat man das Pech, dass sie es ausgerechnet bei einem selbst zu gleich zu mehreren besonders schick finden.
    Tjo, bei mir finden es anscheinend eine ganze Menge Volk ziemlich schick. "Beliebte" und weniger "Beliebte". Es ist eine Frage des biologischen Gleichgewichts meine ich und im Moment scheint gerade ein Überhandnehmen einer Art an einem Standort statt zu finden. Das hat Gründe und die muss ich finden, und ja, ich überlege mir ja. Grundsätzlich finde ich Schwankungen im Ökogefüge nicht weiter dramtisch, passiert halt und es ist Abwägungssache ob man einschreitet oder abwartet, dass sich die Dinge selbst regeln. Hier scheint's ein Fall für einschreiten zu sein.



    Das wird so einfach nicht funktionieren. Je größer die Pflanze wird, desto mehr Läuse wird sie natürlich auch potenziell ernähren können und durch den Schutz eines ganzen Ameisenstaates, gegen den die üblichen Fressfeinde kaum eine Chance haben sich großartig gütlich zu tun, wird die Lauspopulation entsprechend ansteigen. Ggf. werden die Ameisen sogar aktiv Läuse eintragen und quasi ihre "Herde" vergrößern.
    Ist das deine Erfahrung? Das fände ich bedauerlich. Meine Erfahrung ist nämlich genau das Gegenteil. Wenn du dir die Bilder im Eröffnungsbeitrag anschaust, verstehst du vielleicht was ich meine. Im rechten Bild kannst du normal gewachsene kräftige Büsche sehen. Da kann ich ganz gemütlich beobachten, ob ich befallene Triebe herausschneide oder auf Nützlinge warten soll. Das macht nicht wirklich Unterschied und funktioniert von Anfang an so, also schon seit Jahren. Wichtig für eine derartige Vorgehensweise ist halt auch die Gartengesamtsituation. Und die ist bei mir schon insgesamt sehr insektenfreundlich, sowohl was Nahrungsangebot als auch Unterschlüpfe angeht. D. h., nicht nur die Larven der Nützlinge sondern auch die ausgewachsenen Tiere können ihr Auskommen finden, ich muss also meist nicht warten, dass sie von "irgendwo einfliegen", die sind schon da.
    Deswegen haben mich die Vorgänge um den abgesägten Holler wohl auch so geschockt, weil das an dem speziellen Standort so nicht gegeben ist. Ändert sich aber gerade.

    Ein etwaiger Puffer, den das Wachstum der Pflanze bilden könnte, wird von einem ausreichend großen Ameisenstaat und dessen Lauszucht ratz fatz wieder aufgebraucht, vor allem dann, wenn die Pflanze selbst noch vergleichsweise klein ist.
    Jupp. Und fatalerweise kam dann das Überhandnehmen des Ameisenstaats, der da ansässig ist noch dazu. Definitiv einer der Fälle, wo man schon regulierende eingreifen kann und soll.


    Davon würde ich aber abraten :P Das kann nicht nur die Pflanze schädigen, sondern ggf. in den Boden eingedrungen diesen verunreinigen und somit auch weiter die Pflanze.
    Ich versprüh dat Zeuch ja nicht wild und literweise . Das sind schon "chrirurgische Eingriffe" (ja, doch, genau dieser Euphemismus, denn bei so einem Eingrigff überlebt keine Laus) mit Spülilösung im Wasserglas und Pinselchen. Eben auch, weil die Triebe wenige sind und man mit so einem Pinsel auch gut in die Blattachseln kommt ohne Pflanzengewebe zu verletzen. Praktisch heißt das, dass ich mit dem Spüliwasser getränkten Pinselchen in der einen Hand da hocke, während die andere vorsichtig Blätter und Zweige hebt. Wo ich Läuse entdecke, pinsel ich die vorsichtig ab und wasche den Pinsel im Glas aus. Bei einer Menge von ca. 100ml Spüliwasser im Glas, tropft nur eine sehr minimale Menge bis ins Erdreich. Das ist übrigens auch eine ganz gute Gelegenheit, sich mit der Pflanze ein wenig zu unterhalten
    Anschließend gibts noch ne kleine Spülung mit Wasser, das ein Schüsschen Apfelessig enthält.
    Hat mir bis jetzt noch keine Pflanze ernsthaft geschädigt.

    Ich würde dir eher raten vielleicht - falls du ja ohnehin mit dem Gedanken gespielt haben magst - um die Pflanze herum ein paar Kräuter zu säen bzw. direkt zu pflanzen.Ob das nun genau bei deiner Lausart hilft, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, doch einige reagieren empfindlich auf so manch ätherisches Öl anderer Pflanzen, die ja gerade zur Insektenabwehr gebildet werden. Die größten Helfer sind zumindest meiner Erfahrung nach Lavendel und Knoblauch bzw. Zwiebeln. Bei deinem Befall wäre aber ggf. eine größere Anzahl notwendig. Man könnte es auch nach dem Befall prophylaktisch anlegen
    Zumindest die Kamillen und Zitronenmelissen, die da wachsen, beeindrucken die Ameisen nicht sonderlich. Ich könnte mal Lavendel probieren.Eventuell auch Eberraute. Wenn die Veranda dann mal fertig ist ^^
    .
    eine simple Jauche aus Brennnesseln stärkt die wurzeln und düngt gleichzeitig.
    Jupp, Brennesseljauche ist normalerweise ein probates Mittel. Bei der speziellen Situation will ich aber zusätzlichen Stickstoffeintrag unbedingt vermeiden (es könnte sogar durchaus sein, dass der Boden an der Stelle durch die jahrelange Ziegenhaltung eher über- als unterdüngt ist. Der Zeigepflanzenbewuchs und der Habitus der anwesenden Kräuter spricht zumindest für Düngung bis zu Anschlag. Und ja mit diversen Starkzehrern habe ich da schon einiges rausgezogen. Aber ich werde am Wochenende mal mit Wermutbrühe gießen, mal schauen wie den Ameisen das schmeckt Das Absinthopfer fanden sie jedenfalls nicht so toll. *g*

    Das wäre ein klein wenig Aufwand, aber die simpelste Methode, wenn man nicht mit der chemischen Keule an den Garten rangehen will. Egal ob synthetisch oder nicht, großflächig muss es bei solchem Getier immer sein, aber ich persönlich nehme da dann zuerst lieber die ökologische Variante.
    Jupp, ich bevorzuge auf jeden Fall die ökologische Variante
    insprinc schublandun.

  8. #48
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Da kann ich ganz gemütlich beobachten, ob ich befallene Triebe herausschneide oder auf Nützlinge warten soll. Das macht nicht wirklich Unterschied und funktioniert von Anfang an so, also schon seit Jahren.
    Diesen groben Erfahrungswert habe durch mehrmals tägliches und nächtliches beobachten die letzten Tage erhärtet. Weil ich ja mit dem Gedanken spielte, mir eine Portion räuberische Larven zu bestellen, habe ich an den befallenen Pflanzen im gesunden Teil des Gartens mal durchgezählt, also versucht zu schätzen, ob ich die gekauften Fresslinge überhaupt werde ernähren können und wieviele davon. Stark befallene Triebe waren von einem Tag auf den anderen wie blank geputzt, an anderen hatte die Blattlauskolonie deutliche Lücken, nur das massive Vorhandensein von Honigtau auf den regengeschützten Teilen der Pflanze deutet auf ehemalige Anwesenheit. Die Ameisen sind Tag und Nacht aktiv, aber nach der Dämmerung beginnt das große Fressen: Marienkäfer, deren Larven, Schwebfliegenlarven, Spinnen, Ohrzwicker, Rosenkäfer .. und noch allerhand zu bestimmendes Getier.
    Das ist ein Hin-undher, das sich einigermaßen die Waage hält und wenn man nicht gerde eine bestimmte Kultur oder einen bestimmten Ertrag schützen muss, braucht man gegen Blattläuse nicht unbedingt vorgehen, mein ich.
    Ein gewisses Reservoir in einer "wilden Ecke" dürfte sogar unabdingbar sein um deren Prädatoren bei Laune und Gesundheit zu halten.

    Dort, wo der Holunder vor sich hinkümmert ist dieses Gleichgewicht massiv gestört, da schließen sich die Kreise nicht.

    Und ich denke, ich werde mir trotzdem Florfliegenlarven bestellen (aber nicht in der "Todeszone" aussetzen, also dort, wo ich gerade alle Aktivitäten am kranken Holunder unterbinde durch absammeln der Blattläuse, vergrämen der Ameisen und Pflege der Pflanze. Dass der Holunder langfristig nur in einem gesunden lebendigen Ökosystem wird überleben können ist mir klar, aber jetzt braucht er erstmal "Luft").
    Also zusätzlich Florfliegen und zusätzlicher Unterschlupf für den Winter. Aber das hat glaub eher sentimentale Gründe. Die Florfliege gehört zu den Insekten, die ich als Kind sehr früh bewusst wahr nahm, Ich hielt die immer für die Elfen aus den Märchenbüchern und als ich das erste Mal den Begriff "Grüne Fee" hörte, dachte ich nicht an Absinth sondern an Florfliegen.

    Und jetzt geh ich noch ne Runde jäten-ernten, bevors zu heiß wird.
    insprinc schublandun.

  9. #49
    (*>MOD<*) Avatar von fee
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    @ moin moin,

    jetzt bin ich ja auf Blattläuse getunt und seh die natürlich mehr!!! ( verschiebefocüsse ) vorne an den alten Rosen waren enorm viele an allen Knospen...grüne die sind jetzt weg,- dann als weide Tiere werden an den Spizten meiner Weide bräunliche gezüchtet und gewartet von ziemlich dunklen und grossen Ameisen...ist das die Niger?

    Um die alten Holzscheiben von der Tanne rennen nämlich teils noch viel grössere rum das könnten Waldameisen sein...zoo und am wilden Baldrian am Parkplatz wohne schwarze Blattläuslein...
    Dann freue ich mich sehr über einen Rosenkäfer der sich kürzlich hier verflogen hat ähem... ja ehrlich weil ich habe mal vor etlichen Jahren ein wunderschönes Bild mit einem dicken Rosenkäfer auf meiner gelben Rose gemacht und so ein Bild hätte ich gerne nochmal...und stimmt an einem Tag ist die Pflanze noch übersät mit Lausis am nexten sind se weg,-

    liebe grüsse vonner fee
    Das Leben ist unheilbar (r)

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  10. #50
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Zitat Zitat von fee Beitrag anzeigen
    gewartet von ziemlich dunklen und grossen Ameisen...ist das die Niger?

    Um die alten Holzscheiben von der Tanne rennen nämlich teils noch viel grössere rum das könnten Waldameisen sein...
    *smile*
    Weißt du wieviele Ameisenarten es alleine in Deutschland gibt?

    Die Vermutung Lasius niger und "irgendeine gelbe Wegameise" bei mir im Garten beruht im Moment auf dem Zutreffen so grober Merkmale wie Lebensraum und Lebensweise, Aussehen und Häufigkeit der Verbreitung, also der statistischen Wahrscheinlichkeit des Vorkommens.
    Zu grundsätzlichen Feststellung typischer Merkmale und speziell für Waldameisen finde ich aber diese Seite Deutsche Ameisenschutzwarte e.V. informativ.
    Dann gibts noch jede Menge wahre Ameisenfans, die die Viecher auch halten (meine können sie gerne geschenkt haben, müssen sie nur abholen und die Königin nicht vergessen ), die findet man z.B. im Ameisencafe.de oder auf dem Ameisenportal.eu
    Ansonsten könnt ich mich in Popo beissen, dass ich mir bei meiner letzten Traubbestellung nicht auch nen neuen Fadenzähler gönnte. Das alte Klapperding taugt nix mehr. Aber ich leihe mir heute in der Firma mal die 30-fach Lupe mit und ansonsten bemühe ich mal wieder die Fernleihe meiner Stadtbib. Da gibts nämlich auch gute Bestimmungsbücher.

    Also spannend finde ichs auf jeden Fall, da mal genauer hinzuschauen.
    insprinc schublandun.

  11. #51
    (*>MOD<*) Avatar von fee
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    hm ich könntee ja mal eine fotofieren...aber die halten net still...hm ^^ der Baldrian ist nun auch leer keine laus mehr da, ...die Rosen auch...der nexte regen spült dann die braune Lausherden von der Weide,- mal sehn wie.s weitergeht...
    Geändert von fee (10.06.2014 um 16:49 Uhr)
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  12. #52
    (*>MOD<*) Avatar von fee
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    *smile*
    Weißt du wieviele Ameisenarten es alleine in Deutschland gibt?
    Ja, ich bin mir dessen bewusst wieviele Ameisenarten es gibt.


    allzoo die Balkonameisen (vom ehemaligen) zu Hause hab ich ja bösartigerweise in den Garten umgesiedelt..
    Die Ameisenfreakseiten hatte ich auch schon mal vor einiger Zeit angeklickt,-

    im Prinzip gibt es nur eine Sorte Ameisen, die mich stört wenn die im Haus einziehen ... *g* dann ist rum. Ansonsten bewundere ich die rückhaltlos,-

    Ophiocordyceps unilateralis
    Programmierte Beute: Pilz macht Ameisen zu willenlosen Zombies - SPIEGEL ONLINE

    da frag ich mich doch sofort welcher Pilz mich steuert Candida Albicanis???*g*


    lach und wech,- fee
    Geändert von fee (11.06.2014 um 10:25 Uhr)
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  13. #53
    (*>MOD<*) Avatar von fee
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  14. #54
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Und ich dachte bisher, CoolAid und Co. würde nur zum Wolle färben taugen ... erinnert mich irgendwie jetzt an die verblauenden Maden, die ich mal aus einer traditionell verküpten Waidpampe kriechen sah^^

    Und tolle Makroaufnahmen sind das.
    ob ich meinen auch mal Kontrastmittel zur Gastergrafie füttern soll?
    insprinc schublandun.

  15. #55
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Zitat Zitat von fee Beitrag anzeigen
    hm ich könntee ja mal eine fotofieren...aber die halten net still...hm ^^
    *hehe* das stimmt allerdings.
    Aber man kann sie ködern, dann sind sie beschäftigt. Die hier ist eigentlich von der schnellen Sorte wurde aber irgendwie aufgehalten *g*

    Was auch prima geht: welche einfangen in einem wirklich gut verschließbaren Gläschen, für jede Art ein Extraglas, und über Nacht in den Kühlschrank, ganz nach hinten, wo's wirklich kalt ist. Am nächsten Morgen kann man sie schön gemütlich im Gläschen ablichten, weil sie durch die Kälte echt langsam geworden sind. Wenn sie sich aufgewärmt haben, hat man hoffentlich schon seine Fotos und kann sie da wieder freilassen wo man sie gefangen hat.

    Gute Tipps gibt's auch hier: Makrofotografie: Insekten fotografieren | foto-howto.de
    insprinc schublandun.

  16. #56
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Kleines Update.

    Dem Dramaholunder geht es soweit gut, die Blätter hatten die Entlausung überstanden, die paar Blütendolden tragen Früchte, die aber größtenteils schon wieder vom Gartengetier weggefressen sind, also soweit bestens
    Artemisia-Opfer, Komposterde, Frau Holles Quellwasser und gesteigerte Aufmerksamkeit scheinen ihre wohltuenden Wirkungen zu entfalten und ich will jetzt auch gar nicht bewerten, was welchen Anteil hat, ist einfach das Gesamtpaket.


    Nächste Stufe:
    In meinem Garten gibt es ja auch noch die Ecke mit den gesunden, wüchsigen Holundern. Und die musste ich gestern ziemlich zurückschneiden. Die Hauptstämme/äste habe ich stehenlassen, und auch die Früchte, die dranhängen. Den Wildwuchs habe ich abgesägt. Die Früchte dazu habe ich geerntet, weil das ungefähr dem Anteil entspricht, den ich mir ohnehin genommen hätte. Dass ich aus dem daraus zubereiteten Chutney einen Anteil opfern werde, scheint mir sinnig zu sein.

    Allerdings habe ich auf das angefallene Holz ein sehr starkes Tabugefühl. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das auf keinen Fall für persönliche Zwecke (Spindel basteln, verheizen, was auch immer) verwenden darf. Die Lösung, die sich mir als spontane Idee anbietet, lautet: zurückgeben.
    Das Laub und die dünnen Äste habe ich zum mulchen der Holler verwendet, den Rest auf den Kompost gegeben. Aber da sind noch die Äste/Stämme von 5 bis 2 cm Durchmesser und 1 bis 2 m Höhe.
    Aus den dicken will ich Pfahlgötter schnitzen und evtl auch einen Pfahl als Halterung für eine Opferschale und um sonstige kleinere Gaben daran zu befestigen. Also jetzt nicht solche Riesendinger aus gegabelten Stämmen sondern eher sowas in der Art http://de.wikipedia.org/wiki/Anthrop...oor_Stelen.jpg
    Das Kopfende ausgearbeitet, den Stab beschnitzt.

    Jetzt meine Fragen dazu:
    Kann ich das Holz frisch verarbeiten oder wird das Probleme geben? Muss ich erst trocknen?
    Außerdem überleg ich, aus den dünneren Stäben, also den 2 bis 3, 4 cm dicken ein Windspiel oder sowas zu bauen. Mit oder ohne Klang, keine Ahnung.
    Hat da wer Erfahrungen und hilfreiche Tipps?
    insprinc schublandun.

  17. #57
    (*>MOD<*) Avatar von fee
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    allzoo...ich hab jetzt letzte Woche meine orangenen und roten DingsWimpel aufgehängt. Gebetsfähnchen...

    Ich hatte grade beim Windspiel so ein Bild von einem klappernden Skelett, ( weiss ich doch nicht wieso...) doch Ton ja, ich kann mir vorstellen dass es Leut gibt die so ein Windspiel ein bisschen gruslig finden würden.

    und ich habe wenn denn mal ein Ast vom Holler beim Schneiden mit dabei war den auch einfach zurück ( mulchen ja klar!) in die Hecke gesteckt ...Schade ich habe noch nie was mit Holunderholz gemacht, kann Dir also keine Erfahrungen mitteilen.

    lg fee
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  18. #58
    Edelschwirre
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    Aus abgesägten Aststückchen lassen sich gut Perlen machen, da das Mark leicht zu durchbohren ist. (Sehr hübsch mit bunten Holzperlen zu kombinieren.)
    Das Holz ist recht spröde, also für stärkere mechanische Belastung nicht unbedingt zu gebrauchen.

    Ich habe bisher immer den Holler gefragt, und mal die Erlaubnis bekommen das Holz zu nutzen, in anderen Situationen wieder nicht.
    Einfach fragen.
    the songs slept inside us - until we called them out !....
    and spirits move mountains - when you call them out... - [I]Cassandra Wilson[/I]

  19. #59
    Nebelkrähe MOD Avatar von wetterleuchten
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    Ich bin mir fast sicher, dass das starke "Tabugefühl" bereits die Antwort war.

    Inzwischen lese ich ja ein bisschen zum Thema Grünholz schnitzen rum. Holunderholz neigt wohl stark zu Spannungsrissen.
    Also das Windspiel scheint mir machbar, irgendwie für Stele(n) muss ich mir wohl was einfallen lassen.

    Das mit den Perlen klingt gut, das lass ich mal sacken. Ich denke, das ist inspirierend, doch, ja.
    insprinc schublandun.

  20. #60
    nimmt sich eine Auszeit Avatar von Morag
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    wenn du hollerholz bearbeiten willst, bitte erst trocken lassen und die Rinde dran lassen, (vor allem wenn du scheiben oder perlchen machen willst) weil: das reißt

    Ist mir schon x mal so passiert, ich hab das sofort entrindet und dann reißt es.

    schleifen geht und mit brandeisen bearbeiten - also brennpeter - geht problemlos. bitte aber beim schleifstaub bischen vorsichtig sein, am besten im freien bearbeiten.

    viel spass!
    Morag
    ich werde was ich bin
    ich bin was ich werde
    was ich werde bin ich

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