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Schamanismus Grundlegende Informationen und Diskussionen über Schamanismus und seine praktische Anwendung, seine Herkunft, wie man daran eilhaben kann...

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Alt 06.07.2008, 15:04   #1 (permalink)
Zaubein
 
Benutzerbild von Ajana rincewind
 
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Nahtoderlebnisse und Schreckensbilder

Hallo-

ich setze dieses Thema unter Schamanismus , da meine Frage sich auf Aussagen von Faulstich beziehn.
Das "Innere Land" ist eine Bezeichnung die Faulstich für die NAW gewählt hat-
oder auch für den Ort, wo wir seien werden , wenn wir sterben.
Unteranderem habe ich bei ihm eigentlich das erste mal gelesen, dass Nahtoderlebnisse nicht immer die "Friede-Freude" Erlebnisse sind Tunnel-Licht-Freude-Liebe- sondern es auch Menschen gibt , die den puren Schrecken erlebt haben.
Nach dem lesen , viel mir ein, das möglicherweise auch in tibetischen Totenbuch in dieser Form etwas erwähnt wird, aber das weiß ich nur von Hörensagen.......

Faulstich geht auch auf die über viele Jahrhunderte reichenden Aufzeichnungen von christlichen Mönchen ein, die sorgfältig die Nahtoderlebnisse von Christen aufgezeichnet haben. Zeitraum- muß ich noch mal nachlesen - frühes Mittelalter und davor.
Und dort wird sehr oft von schrecklichen Ängsten gesprochen und Dömonenangriffen.
Er führt das auf die damals ja besonders ausgeprägten Ängste der Menschen vor Hölle und Verdammnis zurück.
Und mir graute es bei der Vorstellung, was das Christentum damals den Menschen angetan hat, dass sie noch nicht einmal ohne Angst den Weg zum "Himmel" beschreiten konnten.

Mir stellt sich jetzt die Frage , wie geprägt sind wir durch unsere Einstellung zum Sterben - wie stark beeinflussen uns Schuldgefühle-

Wie haben schamanisch Reisende hier in diesem Forum ,den Ort erlebt, wo wir sind, wenn wir dieses Leben verlassen haben.
Das ist natürlich eine sehr persönliche Frage und auch ich kann und werde meine Reise hier nicht komplett erzählen.

Nur soviel- ja - man sollte diese Reise nicht leichtfertig machen- so in dem Stiel- suchen wir heute mal das Totenreich auf-
Ich habe sie mit anderen zusammen gemacht und wir alle hatten uns verpflichtet , zurückzukommen- kein Scherz-ja wir hatten unserem Seminarleiter sogar ein sehr persönliches Ankerwort zurückgelassen, so dass er uns besser im Notfall zurückholen kann.

Nur soviel zu meiner Erfahrung:

Für mich war es kein Ort in der Natur ,sondern ich fand mich im Weltraum wieder-
es war ein Ort voll unendlicher Gelassenheit..........
Und ja , ich bin sehr unwillig zurückgekommen.
Und ich werde diesen Ort nicht noch einmal einfach so aufsuchen.
Es kommt mir einfach nicht richtig vor.

Ajana



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Ajana rincewind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2008, 15:57   #2 (permalink)
~ ermüdet ~
 
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für mich besteht ein deutlicher unterschied zwischen einer reise an diesen ort und einem echten nahtoderlebnis. bei letzterem weiß man nämlich nicht, daß man zurückkehren wird. im körper finden ganz andere prozesse statt als bei einer reise. man kann nicht mehr objektivieren, weil es tatsächlich passiert. ehrlich gesagt hege ich starke zweifel daran, ob dieser ort wirklich anreisbar ist. man mag andere orte anreisen können, die mit dem tod oder den toten in verbindung stehen, aber ich kenne keinen westlichen schamanen, der so tief in trance fallen kann.

wenn du dich für nahtoderlebnisse interessierst, solltest du dich mmn auch mal mit dmt befassen. dmt (dimethyltryptamin) ist sozusagen der stoff, aus dem das bewußtsein ist. schamanen vieler kulturen verwenden dmt (z.b. im bufotenin von kröten oder auch in der wurzel des schilfgrases enthalten), um nahtoderlebnisse zu simulieren. der dmt-trip ist in der tat so ziemlich das beeindruckendste erlebnis, das man haben kann...ein in-moleküle-zerlegt werden und im kosmos aufgehen.

jaaaa, aber es ist trotzdem nur ein trip, eine simulation, die zeitlich begrenzt ist, wenn sie auch weitreichende folgen haben kann.

ich hab einfach die erfahrung gemacht, daß man über nahtodlerlebnisse eigentlich nur mit anderen leuten reden kann, die ebenfalls welche haben. sonst bleibt es theorie, ein denkspiel.
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Geistereiche
Schlampengöttin
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2008, 16:04   #3 (permalink)
Komatöses Kiffkudu
 
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In der Magie ist ja allgemein bekannt, dass man sich seine Realität selbst erschafft durch Gedankenmuster, Emotionen etc. Dabei manifestieren sich diese Gedankenmuster zunächst in erster Linie in der astralen Welt. Deshalb ist es für mich durchaus plausibel, dass auch Nahtod - Erfahrungen sehr stark vom eigenen Innenleben geprägt sind und die eigene Vorstellungs - und Gefühlswelt widerspiegeln. Gerade das Mittelalter war ja eine Zeit, wo die Kirche die Menschen extrem unter ihrer Fuchtel hatte und ihre Vorherrschaft hauptsächlich dadurch sicherte, indem sie den Menschen Angst einjagten mit Bildern von Höllenqualen, Fegefeuer etc. Diverese Gemälde aus dieser Zeit greifen die Vorstellungen der Menschen aus dieser Zeit über Hölle, Teufel und Co. auch immer wieder sehr plastisch auf. Ich kann mir vorstellen, dass das Sterben damals mit der Angst verbunden war, eben dieser Höllenbrut gegenüberzustehen und deshalb hat sich dieser innere Film, der in den Menschen abgelaufen sein muss, auch manifestiert.
Es wäre vielleicht auch interessant, nicht nur Nahtod-Erlebnisse verschiedener Epochen, sondern auch verschiedener Kulturkreise miteinander zu vergleichen.
Bellatrix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2008, 16:13   #4 (permalink)
Zaubein
 
Benutzerbild von Ajana rincewind
 
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Zitat:
Es wäre vielleicht auch interessant, nicht nur Nahtod-Erlebnisse verschiedener Epochen, sondern auch verschiedener Kulturkreise miteinander zu vergleichen.
sowohl bei Fr. Kübler-Ross-die dieses Thema gelebt hat, wie auch bei Faulstich , wird immer wieder aufgeführt , dass sich bestimmte Faktoren in allen Kulturkreisen und unabhängig vom spirituellen Hintergrund geleich darstellen.
Entfernen vom Körper - Tunnelerlebnis- helles Licht- tiefe Freude- oft Freunde/Verwandte , die die Person abholen- und eine wunderschöne Landschaft.
Ajana rincewind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2008, 19:18   #5 (permalink)
Feuerteufel
 
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ich gratuliere dem seminarleiter zu der entscheidung, den leuten das wort abzuverlangen, zurückzukehren.
es ist nämlich keineswegs so absurd, zu denken, das man bei dieser reise ev. nicht zurück kommt.
entweder hab ich hier schon mal darüber gepsotet, oder im alten panpaga-forum,weiß nicht mehr, bin mir aber sicher es in einem von beiden schon mal geschrieben zu haben, wie ich in einem seminar fast nimmer zurück gekommen wäre.
da gings um ritualhaltungen und das war eine todeshaltung. nicht um zu sterben, sondern um ins land der toten zu kommen.
nix desto trotz wären ich und zwei weitere teilnehmer fast nicht zurück.
unser lehrer fragte uns auch später genauenstens danach aus, ob uns dort wesen begegnet wären, ob wir versprechungen erhalten hätten, wenn wir ganz rüber gehen oder ob sonst was verlockendes gewesen wäre.
was nämlich drauf hinweisen würde, das man da nicht mehr hin sollte, solang man nicht in sich gefestigt ist.
also zu denken "na, ich mach ja nur eine reise und komm zurück, keine vorsichtsmaßnahmen nötig" ist nicht das gelbe vom ei.
es ist ja schon bei "normalen" reisen net einfach trallala..... die naw ist kein disneyland wo die gefahren nur show sind.

lucia
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Lucia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2008, 23:28   #6 (permalink)
Zaubein
 
Benutzerbild von Ajana rincewind
 
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Hi,Lucia-

ja, jetzt kann ich mich daran erinnern- dass du das mal geschrieben hast-

nicht wahr- es ist ein merk- würdiges Gefühl- nicht zurück zu wollen-

eigentlich wiederspricht es ja, unserem Überlebenswillen- der möglicherweise nur auf "Körper" fixiert ist- fällt mir gerade ein-
oder der Überlebenswille ist die Klammer , die unseren Körper und die Seele zusammenhält-
Ajana rincewind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2008, 00:09   #7 (permalink)
Feuerteufel
 
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Zitat:
Zitat von Ajana rincewind Beitrag anzeigen
nicht wahr- es ist ein merk- würdiges Gefühl- nicht zurück zu wollen-
nene, ich wollte schon zurück... und wie!
ich häts nur fast nicht geschafft. weils so schön und angenehm war und so ruhig vor sich hin plätscherte.... ich ließ mich da völlig einlullen, bis ich fast nicht mehr umkehren konnte - und dann war es ein kampf zurück zu kommen.
selbst wie ich die augen bereits wieder offen hatte und die leute und die umgebung registrierte, brauchte es noch fast zwei stunden, bis ich da war.
versuche zu schreiben waren kritzel, keine möglichkeit sich zu konzentrieren, eigentlich nicht wissen, was man hier macht, völlige desorientierung. die versuche des lehrers mich durch anschreien und andere aktionen wütend zu machen waren fast völlig wirkungslos, weil nix ankam. gaaaaaar nix. das war dann merkwürdig und sogar unangenehm.
und die körperreaktionen waren im nachhinein auch nicht ohne.
nä, ehrlich - seitdem ist mir erfahrungsgemäß klar, was ich vorher inner theroie wußte - naw ist kein eidideidiland und reisen ist nicht mal eben kinderkarussell fahren.


grützli
lucia
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Lucia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2008, 12:33   #8 (permalink)
Trancetanzbär
 
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Ein guter Buchtipp...

Hallo zusammen,

Ihr werdet lachen, aber ich hab genau über diese Thematik gerade sehr ausführlich in einem Buch gelesen. Und zwar in einem der Astralreisen-Klassiker "Der Mann mit den zwei Leben" von Robert Monroe.

Er beschreibt darin beide Situationen:
Sowohl das Gebiet in dem die Dämonen und Schreckensbilder sitzen als auch das Gebiet, von dem wenn man länger dort ist, nicht mehr zurückkehren mag.
Er beschreibt das erstere Gebiet als ein Gebiet, vergleichbar mit dem, was wir uns klassisch unter einer Hölle vorstellen. Dieses Gebiet muss durchschritten bzw. durchreist werden, um in das zweite Gebiet zu kommen, das er auch sehr eindrucksvoll beschreibt. Und obwohl er das Wort "Himmel" nicht ausspricht gleicht seine Beschreibung sehr der klassischen Auffassung davon.

Er selbst ist nur dreimal an diesen Ort gereist, weil er wie hier auch schon beschrieben, am liebsten geblieben wäre und nur mit äußerster Anstrengung zurück konnte. Und als er wieder in seinem Körper war, dauerte es oft Tage und Wochen in denen er wirklich unter extremer Leere und Traurigkeit litt, so dass er beschloss, nicht mehr dorthin zu reisen.

Also allen, die sich mit dem Thema näher beschäftigen wollen, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Ich denke, dass der Unterschied zwischen Astralreisen und schamanischem Reisen hier sehr gering sein dürfte.

Liebe Grüße

Rhiannan
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Alt 07.07.2008, 12:50   #9 (permalink)
Feuerteufel
 
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hmmm.... weder dämonen noch himmlische gefilde, da wo ich war .... bin ich wahrscheinlich falsch abgebogen?


lucia
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Lucia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2008, 13:22   #10 (permalink)
Trancetanzbär
 
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Hihi

Keine Ahnung, war selbst noch nicht dort. Und werde es mich vorerst auch nicht trauen da hinzugehen.
Fand aber die Beschreibung von Monroe gut.....kann ja auch sein, dass jeder das erlebt und vorfindet, was er innerlich mit diesem Platz verbindet, ich weiss es nicht.

Aber mich würde interessieren, was Du da dann genau vorgefunden hast, Lucia. Magst mal erzählen? Wenn es sich denn überhaupt mit Worten beschreiben lässt.

LG

Rhiannan
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Alt 07.07.2008, 14:24   #11 (permalink)
Nordic Shaman
 
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ich denke je tiefer man durch die sphären dringt desto schwieriger wird der rückweg (was einer sehr tiefen trance gleichkommt imho).deswegen sollte man IMMER einen guide mithaben der einen leitet wenn man sich zu sehr von "zuhause" entfernt.

da Amala ja das DMT angesprochen hat, möchte ich kurz anschliessen:
dieses molekül (und auch alle anderen psychoaktiven teilchen) ist ein schlüssel, das türen in unsrem bewusstsein öffnet und uns eine jenseitige, nicht-alltägliche welt präsentiert.
DMT ist auch der "hauptschlüssel" von Ayahuasca.
Vorsicht aber mit solchen substanzen.
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Alt 07.07.2008, 15:38   #12 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
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Man bekommt auf der Reise ja auch das zu sehen, was man mitbringt *g*
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StarFire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2008, 21:59   #13 (permalink)
Nordic Shaman
 
Benutzerbild von Donnerschlag
 
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Zitat:
Zitat von StarFire Beitrag anzeigen
Man bekommt auf der Reise ja auch das zu sehen, was man mitbringt *g*
erinnert mich irgendwie an den film "Event Horizon"....
hui, wenn man so eine sch*** wie ausm film von seiner reise mitbringt dann sag ich nur viel glück!




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Donnerschlag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2008, 23:42   #14 (permalink)
schamanenwelten
 
Benutzerbild von moorschatten
 
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Mein erstes Nahtoderlebnis hatte ich mit 15 Jahren gehabt und bis zu dem Zeitpunkt war es nicht wirklich Thema gewesen in meinen Gedanken.
Später unterhilt ich mich in Krankenhäusern und auch im Hospitz mit Menschen die auch schon ein Nahtoderlebnis hinter sich hatten und das wann und ob man vorher sich damit beschäftigt hatte, weil in der Famile häufig der Tod Gespräch war oder oder oder.

Dabei fiel mir auf, je mehr die Menschen vorher gewußt hatte und jemehr sie an Informationen bekamen um so deutlicher trafen sie auch ein. Diese Verbindung hatte allerdings auch die Zeitfrage. Wenn jemand als Kind es durchlebte, so ist die Reaktion eine andere als die als Erwachsener...

Die meisten Kinder sind dabei entspannt und haben keine Angst etwas zu verlieren, sondern sie denken maximal daran, wie die anderen sie fühlen. Später haben sie große Angst etwas nicht mehr machen zu können, ode erleben zu dürfen und so weiter und dieses beeinflußt das innere ICH.
Diese Ängste erzeugen dann Ungeheuer.

Es geht mir nicht darum, erlebtes als nicht wirklich erlebtes dazustellen, sondern einfach nur mal die Frage an sich selber stellen, wie fühlte ich mich, als ich das Ritual machte?
Wenn ich eine Droge nehme, so verstärkt die Droge meinen Zustand und wenn mein Zustand nicht ausgeglichen und gefäßtigt ist, dann hat man solche Reisen in einem Ritual nicht zu machen!
Ganz einfach!

Konstantin
moorschatten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2008, 01:01   #15 (permalink)
trank aus Odins Waldquell
 
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Beiträge: 103
Zitat:
Zitat von Ajana rincewind Beitrag anzeigen
Hallo-

Mir stellt sich jetzt die Frage , wie geprägt sind wir durch unsere Einstellung zum Sterben - wie stark beeinflussen uns Schuldgefühle-
Zunächst:
Was aus Robert Monroes Buch hier beschrieben wird halte ich für seine höchstpersönliche Erlebenswelt, die für anders gelagerte Menschen kaum genauso gelten kann. Wie ich bei Bernard Jakoby ("Das Leben danach") gelesen habe, sehen Verschiedene, die aus dem Nahtod zurückgekehrt waren, "ihr" Jenseits so wie es ihrem Glaubenssystem angemessen ist; Arabische Muslime sahen z. B. Blumengärten mit großvolumigen Blüten während Europäer grüne Wiesen oder Meer und Strand sahen.

In Mellen Thomas Benedikts Nahtoderfahrung ([http://www.initiative.cc/Artikel/2004_11_08%20Nahtoderfahrung.htm[/url]) lässt sich einiges sehr interessantes darüber lesen.

In einem Ayahuasca-Experiment wird berichtet, die Seele sei durch DMT zeitweilig vom Körper befreit und nur noch "Schrecken, Euphorie und neutrales Grundgefühl" gäbe es. Der Berichtende "wusste plötzlich, dass es möglich ist, diese Späre der Götter auch ohne DMT zu erreichen und dass man dazu jeden Glauben und jede Erklärung verlieren muss."(aus "Psychoaktive Pflanzen", von Bert Marco Schuldes)

Hierzu möchte ich sagen, dass mein Leben einmal eine absolute Unlogik bewies und ich just in dem Augenblick, da ich mich geistig in diese fügte ich durch den Tunnel gesogen wurde und auf das beste aller Lichter zu kam ohne vorher den eigenen Körper von oben zu sehen.
Ich würde dafür nicht zu Ayahuasca greifen, denn im Ayahuasca-Bericht kommt auch ein Dämon vor, der vom Berichterstatter Besitz ergreifen wollte und es könnte gut in eine schamanische Erlebnisgeschichte der unguten Art passen.

Stimuliert das Gehirn das Bewusstsein oder das Bewusstsein das Gehirn?
Der Neurowissenschaftler Vilayanur Ramachandran schreibt in seinem Buch "Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn": "Wenn ich beispielsweise Ihren rechten Parietallappen mit einer Elektrode stimuliere (während Sie bei Bewusstsein und wach sind), haben Sie vorübergehend das Gefühl, dass Sie unter der Decke schweben und Ihren eigenen Körper von oben betrachten."
Stimuliert ein Bewusstsein, das den sterbensnahen Körper verlässt, den rechten Parietallappen?

Um die Lebensrückschau nach dem Sterben kommt, meiner Information nach, niemand von uns herum, und in dieser erlebt man jenes, was man anderen Menschen im Guten wie im Unguten angetan hat selbst so, wie diese Menschen es erlitten oder genossen haben. Diese könnte sich dann schon als eine gewisse "Hölle" entpuppen. Und vonwegen Schuldgefühle: es gibt offenbar Seelen, die von ihrem irdischen Dasein nicht lassen wollen oder können ("unerledigte Geschäfte" halten sie) und dann als unglückliche Spukveranstalter ganz nah in unserer Ebene bleiben. Das beste ist, man erlebt den eigenen Tod nicht unter Betäubung sondern vollwach und willens, offen auf neue Erfahrungen zuzugehen.

Vergeistigte Grüße
Thorleif
Thorleif ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2008, 02:09   #16 (permalink)
~ ermüdet ~
 
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ich denke, nicht alle menschen bekommen die chance, ihren tod vollwach und nicht bedröhnt zu erleben - zumindest die nicht, die das pech haben, im krankenhaus zu sterben. man bekommt zwar nicht genug medikamente, um starke schmerzen nicht mehr zu spüren, aber high wird man davon schon - vorausgesetzt, es hat sich keine toleranz aufgebaut. grundsätzlich stimme ich thorleif aber zu: schön wäre es in der tat, wenn alle ihren tod bewußt, gelöst und wach erleben dürften / könnten.

daß das leben nochmal kurz vorm exitus an einem vorbeizieht oder daß man überhaupt irgendwas sehen muß, halte ich für ein gerücht. mein gehirn war sicherlich nicht jungfräulich und von jenseitsvorstellungen diverser kulturen unbeeinflußt (ich meine, hallo - ich habe theologie studiert...). keine blümchen für amala

übrigens finde ich, ayahuasca ist vielleicht für den anfang ein bißchen tief in die psychoaktive trickkiste gegriffen - der trip dauert stunden bis tage und wird u.u. noch viel länger erlebt. ein bufotenin-trip dauert gerade mal 10 bis maximal 40 minuten realzeit, kann aber natürlich auch viel länger erscheinen. naja, und wenn wir ehrlich sind, dann wohnt jeder psychoaktiven substanz ein dämon inne - auch den synthetischen drogen.
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amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2008, 09:19   #17 (permalink)
Zaubein
 
Benutzerbild von Ajana rincewind
 
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@Moorschatten-
Zitat:
Dabei fiel mir auf, je mehr die Menschen vorher gewußt hatte und jemehr sie an Informationen bekamen um so deutlicher trafen sie auch ein
Das würde dazu passen, dass ,um mal wieder auf das tibetische Totenbuch zu kommen- es sinnvoll ist sich vorher mit der Thematik auseinander zusetzen-

Zitat:
Diese Ängste erzeugen dann Ungeheuer.
das passt zu den Aufzeichnungen der christlichen Mönche- jemehr Ängste-um so mehr Dämonen-
das wirft die Frage auf , ob die Ängste, die Dämonen anziehn- was immer Dämonen sind-
Moorschatten- du hast in einem Hospiz gearbeitet? Darf ich dich dazu per PN ansprechen?

@Thorleif-
Zitat:
Stimuliert das Gehirn das Bewusstsein oder das Bewusstsein das Gehirn?
Der Neurowissenschaftler Vilayanur Ramachandran schreibt in seinem Buch "Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn": "Wenn ich beispielsweise Ihren rechten Parietallappen mit einer Elektrode stimuliere (während Sie bei Bewusstsein und wach sind), haben Sie vorübergehend das Gefühl, dass Sie unter der Decke schweben und Ihren eigenen Körper von oben betrachten."
Stimuliert ein Bewusstsein, das den sterbensnahen Körper verlässt, den rechten Parietallappen?
Das Gefühl haben , seinen Körper zu sehn-- ich fand die Aussagen der Menschen , die Nahtoderlebnisse hatten, immer interessant- die ihren eigen Körper von aussen sahen und dann weitergingen , in andere Räume und dort Gegenstände -Ereignisse - beschreiben konnten- das hat ja nichts mit "Gefühl" zu tuen- passt zu Erlebnissen von Reisen in die Mittlere Welt und zum RemoteViewing-

Das Schreiben hier hat mich noch mal dazu gebracht in Wiki über Frau Kübler Ross nachzulesen- sie hat es geschafft zu sterben-
Ich habe vor Jahren eine Dokumentation über ihr Leben gesehn und sie hat mir unendlich leidgetan- von Schlaganfällen zur unbeweglichkeit gezwungen ,kam sie nicht wie eine dultsame, ihr Schicksal annehmende alte Frau rüber- sondern sie haderte mit ihrem Gott, dass er sie so lange warte lasse.

@Amala-auch Frau Kübler-Ross hat aufgezeichnet, dass nicht jeder zurückgekommende etwas "Gesehen" hat-warum, dafür habe ich jetzt noch keine Erklärung gelesen und mag auch nicht darüber spekulieren.
Die Beschreibungen - von Licht- Sog-Rückschau- wurden aber, um es noch mal zu verdeutlichen, bei Menschen jeglicher Religionszugehörigkeit, kulturellen Hintergrund und ,um das zu betonen, auch bei sogenannten
Hardcore Atheisten beschrieben .

Ajana
Ajana rincewind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2008, 12:27   #18 (permalink)
Trancetanzbär
 
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Beiträge: 27
Zitat:
Stimuliert das Gehirn das Bewusstsein oder das Bewusstsein das Gehirn?
Der Neurowissenschaftler Vilayanur Ramachandran schreibt in seinem Buch "Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn": "Wenn ich beispielsweise Ihren rechten Parietallappen mit einer Elektrode stimuliere (während Sie bei Bewusstsein und wach sind), haben Sie vorübergehend das Gefühl, dass Sie unter der Decke schweben und Ihren eigenen Körper von oben betrachten."
Stimuliert ein Bewusstsein, das den sterbensnahen Körper verlässt, den rechten Parietallappen?
Ja, dazu habe ich auch Experimente gesehen..die genau solche Dinge simulieren (stehen sogar auf Youtube), natürlich bei lebenden und nicht bei sterbenden Menschen.

Wie viele Fachleute wehre ich mich aber, diesen "naiven Biologismus" (Matthias Wenke) einfach so zu schlucken. Er sagt z.B.

Zitat:
Er (der naive Biologismus) unterstellt z. B. dem Denken und Fühlen rein instrumentelle Hilfsfunktionen für das „Überleben“. Letzten Endes werden psychosoziale Sinnprobleme zu Hirnstörungen umdefiniert und die Leute zu bioneuronalen Mechanismen entmündigt.
Das ganze Interview kann man auf psychophysik.com: Online-Magazin für Bewusstsein & bewusst sein nachlesen.

Ich denke, die meisten hier, können das nicht so einfach glauben bzw. haben das sichere Gefühl bzw. den festen Glauben, dass dem nicht so ist. Sonst könnten wir uns 99% der Beiträge hier wohl sparen, weil ja eh alles nur von der Stimulation der Neuronen abhängt.

Liebe Grüße

Rhiannan
Rhiannan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2008, 12:30   #19 (permalink)
geflügelter Geist
 
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Zitat:
Zitat von moorschatten Beitrag anzeigen
Es geht mir nicht darum, erlebtes als nicht wirklich erlebtes dazustellen, sondern einfach nur mal die Frage an sich selber stellen, wie fühlte ich mich, als ich das Ritual machte?
Wenn ich eine Droge nehme, so verstärkt die Droge meinen Zustand und wenn mein Zustand nicht ausgeglichen und gefäßtigt ist, dann hat man solche Reisen in einem Ritual nicht zu machen!
Ganz einfach!

Konstantin
genau so sehe ich das auch.

Weiter stimme ich StarFire zu. Wir sehen das, was wir mit hineinbringen.

Morag
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Alt 09.07.2008, 12:32   #20 (permalink)
geflügelter Geist
 
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Zitat:
Zitat von amala krähenfeder Beitrag anzeigen
daß das leben nochmal kurz vorm exitus an einem vorbeizieht oder daß man überhaupt irgendwas sehen muß, halte ich für ein gerücht.

sorry, dass ich - mal wieder - den advocatus diaboli spiele...aber das stimmt nicht. Ich hatte das "privileg" mich mit jemand unterhalten zu können, der so ein erlebnis hatte. Diese Person hat definitiv ihr Leben an sich vorbeiziehen sehen.

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