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Alt 10.10.2009, 17:22   #21 (permalink)
aus Köln
 
Benutzerbild von Onyxdragon
 
Registriert seit: 05.10.2009
Ort: Köln
Alter: 29
Beiträge: 101
Dieser text war es, der mir den Weg in meinen Glauben gezeigt hat, weil einfach so viel mit meiner eigenen Vorstellung übereinstimmt.

Ich nehme keineswegs irgendetwas wörtlich aber der Gedanke dahinter scheint mir doch recht plausibel.

Der Text ist auch nur ein Ausschnitt...
Dass Starhawk feministisch ist, ist mir wohl bewusst und ich musste auch das eine oder andere mal stutzen, während ich las.

Wenn ich Informationen bekomme (lese/sehe/höre- wie auch immer), behalte ich die Information in ihrem "Originalzustand" im Hinterkopf und zerpflücke sie dann. Ich beginne mit den Verschiedenen Aspekten der Info zu "puzzeln" und versuche einfach sämtliche möglichen Bedeutungen zu finden.

Klingt grässlich aber so denke ich nunmal^^
Das Ergebnis des Ganzen ist dann, dass ich Bestandteile, die für mich nicht schlüssig sind oder unglaubwürdig wirken, bei seite schaffe und mir meine eigene Meinung aus dem übrigen bilde.

Ich glaube ebensowenig, dass alles aus dem weiblichen kommt, wie ich glaube, dass Gott Eva aus Adams Rippe "fertigte".
Die Christliche Mythologie klingt, zumindest bei diesem Thema, für mich nach Puppenzauber... mehr nicht.

Für mich war der überzeugenste gedanke im Text:
Die Göttin wurde von Liebe erfüllt, sie ward rund und warm vor Liebe und gebar einen Regen leuchtender Geister, welche die Welten erfüllten und zu Geschöpfen wurden.

Die Wissenschaftler versuchen den Ursprung des lebens zu ergründen... aber wo kamen die ersten Einzeller her?

Ich finde den Gedanken naheliegend, dass sich der Geist seinen Körper schuf... und diese Körper wurden komplexer und entwickelten sich weiter und weiter. Und sie tun es noch... die Evulution ist nicht "beendet"... das einzig beständige ist der Wandel.

Was das wissenschaftliche untermauern von Glaubensfragen angeht...
Ich sehe kein Problem darin einen Eindruck oder eine religiöse Erkenntnis mit etwas zu untermauern, dass sogar greifbar und bewiesen ist. (Auf keinen Post bezogen sondern einfach nur prinzipiell)

Blessed be!


Onyxdragon
__________________
Lacht wenn es zum weinen nicht reicht!
Skepsis und Glaube schließen sich nicht aus!
Nur wer hinterfragt kann seinen Weg finden.
Falls wer Schandmaul nicht kennt, muss das geändert werden^^
http://www.youtube.com/watch?v=UixKr...eature=related
Und noch mein Geburtstagslied
http://www.youtube.com/watch?v=-DhMl5SekLA

Geändert von Onyxdragon (10.10.2009 um 19:10 Uhr)
Onyxdragon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2009, 18:56   #22 (permalink)
Seax-Wica
 
Benutzerbild von Akretia
 
Registriert seit: 19.07.2009
Ort: Essen
Alter: 39
Beiträge: 86
@Holle:
Ich möchte vorweg schicken, dass es mir hier keinesfalls um das Austragen irgendwelcher Vorurteile gegen die Geschlechter über Glaubensfragen geht! Wenn gleich ich glaube, aber das ist meine persönliche Ansicht, dass es männliche und weibliche Mysterien gibt, die es gilt, in der menschlichen Individuation zu erfahren und zu 'bewältigen'. Das mag man über spirituelle Themen oder über psychologische Erkenntnis hinweg diskutieren.

So, ich hoffe, hiermit mit einem möglichen Mißverständnis aufgeräumt zu haben.

Dann will ich gleich mit einem eventuellen zweiten Mißverständnis aufräumen: Ich habe Dich hier im Forum als durchaus kompetent und belesen erlebt. Deshalb lag mir mit meiner Kritik an der Methodik bzw. Deiner Argumentationfolge nichts ferner, als Dich irgendwie anzugehen oder zu beleidigen. Ich habe Deine Ironie durchaus verstanden und möchte deshalb Kommunikationsstörungen zwischen uns bereinigen.

Grundsätzlich: Nach meinem Dafürhalten muss man zwei Sachverhalte auseinander halten.
Dass man naturwissenschaftliche Erkenntnis für die Untermauerung glaubensbezogener Sachverhalte hernehmen kann, davon gehe ich aus - und ich mache es auch (insofern bin ich weder Gegner von Wissenschaft noch der Meinung, man könne beides nicht miteinander verquicken[@William!])! Da gibt es auf der einen Seite persönliche Erfahrungen mit beispielsweise der Art und Wirkungsweise von Energien im Ritual oder physikalische Erklärungen zum Phänomen der Astralprojektion. Das ist das eine. Der zweite Sachverhalt ist der, dass ich nicht glaube, etwas, was nicht direkt erfahrbar ist, wie Schöpfungsmythen im Allgemeinen und Starhawks poetische Beschreibung dazu im Besonderen, folgerichtig mit Puzzelbausteinen naturwissenschaftlicher Theorien zu unterstützen. Energien sind real wahrzunehmen und bisweilen auch zu messen und es gibt ein entsprechendes gegenseitiges Korrelat. Schöpfungsmythen hingegen sind das Ergebnis psychologischer oder philosophischer Fragestellungen. Schöpfungsmythen können deshalb nach meinem Verständnis zwar mit analogen Erkenntnissen aus der Naturwissenschaft 'umrandet' werden, schlussendlich sind diese aber kein Beweis, ja noch nicht einmal ein Hinweis für die Richtigkeit der glaubenshaften Vorstellungen. Deshalb kann man sich nach meinem Verständnis diesen Fragen auch nur mithilfe psychologischer -oder besser philosophischer- Erkenntnisse oder 'Methoden' nähern. Das ist das zweite.

Ich hoffe, liebe Holle, unser 'Disput' hat sich damit erledigt!

Gesaelth,
Akretia
Akretia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2009, 19:40   #23 (permalink)
freeflying stardust
 
Benutzerbild von Holle
 
Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 393
Danke Akretia jetzt kann ich viel besser verstehen, was du ausdrücken wolltest. Alle kommunikationswissenschaftlichen Hindernisse wurden hinweggefegt

Wenn ich mich spontan in solche Dispute einmische (was ich bis vor einiger Zeit gar nicht mehr getan hab), tue ich das nie mit der Intention, ich "wüsste" irgendetwas, sondern eher so, wie ein Fährtensucher. Ich schreibe oft Blödsinn, der nicht weiterbringt. Jedenfalls kommt es mir so vor, wenn ich die Postings mit Abstand oder in einer anderen emotionalen Verfassung betrachte. Insofern kann auch ruhig alles, was ich schreibe, auseinandergenommen und widerlegt werden.

Herauskommen sollte für mich - ganz egozentriert - nur eines: Argumente, die mich mehr in Resonnanz mit dem bringen, was ich als Göttlich empfinde. Ich habe kein Interesse an noch so okkulten Lehren oder Mysterien, will nicht die Macht beherrschen (höchstens mich selbst^^) aber ich will, und das unbedingt, in Einklang sein mit dem Göttlichen. Von dort aus regelt sich alles ganz natürlich.

Diese Materie/Energie ist sooo schwer in Worte zu fassen. Ich folge schon sehr lange ihren Spuren und habe nicht das Gefühl, klüger oder gar weiser zu sein als am Anfang.

"Wo" ist die Göttin (das Göttliche aus meiner Perspektive, wobei die Formulierung nicht so wichtig ist)? Wie sie im Großen ist, so ist sie im Kleinen. Wie oben, so unten. Wie innen, so außen. Wie in mir, so in dir. In uns. Um uns herum. Und überall.

Wie sie, so ich und du und alle und alles? Das versuche ich zu erfassen.
__________________
Zitat:
Sonnenschein fiel auf die Lichtung herab, als die alte Hexe lachte, klar wie ein Tieflandbach.
Terry Pratchett 2005: "Ein Hut voller Sterne", S.344
Holle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2010, 22:47   #24 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Ekletia
 
Registriert seit: 06.02.2007
Ort: nähe Sindelfingen/Tübingen
Beiträge: 35
Die Göttin mit der Erde (als Planet als Element) zu verbinden und sie gleichzeitig nicht nur auf unseren kleinen Planeten beschränkt zu sehen ergibt für mich keinen Widerspruch. Deshalb find ich die Frage Tschuldigung etwas kleinlich, aber okay, gehen wir sie mal an.
Früher als "zum ersten Mal" von der Göttin gesprochen wurde, gab es nichts außer der Erde zu deinen Füßen und den Himmel über dir. Es gab noch nicht die Vorstellung von einem Planeten in einem System mehrerer Planeten in einer Galaxis mit noch mehr Planeten und vielleicht - wer weiß - ich nicht - irgendwo extraterrestrischem anderen Leben. Trotzdem glaube ich nicht, dass sich die Menschen schon damals die Göttin nur als die Erde zu ihren Füßen vorstellten. Sie war die Erde aus der das Korn spriest, so wie das Kind aus dem Mutterleib.
Und wenn wir die Göttin sowohl in der Erde zu unseren Füßen, als auch in einem Mutterleib sehen können, oder in den heißen Quellen in der Tiefsee wo es Mikroorganismen gibt, die genau hierfür erschaffen worden sind um diesen scheinbar unbelebten Ort eben zu beleben dann ist es in das Weltall, in alle Galaxien, an jeden auch nur denkbaren Ort (und nicht denkbaren Ort) - finde ich - nur noch ein kleiner Schritt.

Das wir die Göttin manchmal mit der Erde assoziieren ist für mich ein Entgegenkommen eines viel größeren. So groß, dass wir es mit unserem beschränkten Geist nicht erfassen können - also macht sie sich so klein, dass sie in unseren Geist passt und wir etwas haben, was wir denken können. Dafür bin ich ihr sehr dankbar und auch dafür, dass wenn ich es dann mal schaffe über meine SChranken zu denken, weiter zu gehen, dass sie mich dann bisher immer mit offenen Armen empfangen hat *lach*

KOnnten wir dir mit unseren Gedanken helfen, Neugieriger Frager?
__________________
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Alt 07.07.2010, 23:04   #25 (permalink)
Selbstredend Mensch
 
Benutzerbild von Regenbogen
 
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Wo ist die Göttin?

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Regenbogen
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