![]() |
| |||||||
| Die Welt der Träume Was wollen Euch die Träume sagen? Welche Möglichkeiten gibt es, sie zu deuten? Fragen und Antworten um die Welt der Träume kommen hier rein |
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
| | #1 (permalink) |
| Teilzeit-Muse Registriert seit: 12.09.2007 Ort: Weimar - wenn ich nicht gerade irgendwo auf der Welt unterwegs bin... ;)
Beiträge: 19
| Bedrückender Alptraum Puh, was für eine Nacht... Seit ich vor nunmehr zwei Monaten in Norwegen angekommen bin, wohne ich in einem aufgegebenen Hotel, welches jetzt als Bauarbeiterunterkunft dient. Da es dort doch zeitweise recht laut zugeht und alle Fenster nicht wirklich schliessen, habe ich die ganze Zeit hier ziemlich schlecht geschlafen. Jetzt habe ich mir endlich Ohrstöpsel zugelegt und vorletzte Nacht damit wunderbar geschlafen. Doch die letzte Nacht war vollkommen anders. Nachdem ich mich in Vorfreude auf einen tiefen, entspannten Schlaf in mein Bett eingerollt hatte, bin ich wahrscheinlich auch postwendend eingeschlafen - bis ich auf einmal im dunklen Zimmer hinter mir eine flehende Frauenstimme flüstern höre: "Hilf mir - bitte, hilf mir!". Mich beschlich ein ziemlich mulmiges Gefühl, da ich alleine in dem Zimmer wohne und die Tür von innen verriegelt habe. In der Angst, ein paar Einbrecher hinter mir stehen zu sehen, deren Worte ich vielleicht durch meine Ohrstöpsel nur etwas vernuschelt mitbekommen habe, drehte ich mich langsam um. Natürlich war das Zimmer hinter mir dunkel und leer. Irgendwie schaffte ich es dann, wieder einzuschlafen. Bis ich wieder genau diese flüsternde Frauenstimme hinter mir eindringlich um Hilfe flehen höre... Selbstverständlich war der Raum hinter mir wieder völlig harmlos und ruhig. Ich habe auch jedesmal die Ohrstöpsel herausgenommen, um zu lauschen, ob sich vielleicht ein anderes Geräusch (laufender Wasserhahn, Dusche, etc.) als Flüstern in meinen Schlaf gestohlen hatte - doch auch davon war nichts zu hören. In der Schlafphase zwischen diesen beiden Flüsterstimmen hatte ich einen ganz merkwürdigen Traum, der für mich absolut real und erst nach dem erneuten Erwachen als Traum identifizierbar war: Ich stand aus meinem Bett auf und lief im Zimmer umher, auf der Suche nach dieser Flüsterstimme. Das Zimmer war für mich eindeutig mein "Hotel"-Zimmer, nur standen die Möbel irgendwie ein wenig anders. Vor allem irritierte mich, dass das Bett an der falschen Wand stand. Allerdings wurde mir zwischendurch auch immer wieder bewusst, dass das überhaupt nicht stimmte und das Bett sich genau da befand, wo es in der "wachen" Realität hingehörte. Doch mein Traum-Ich war durch die (für es scheinbar neue) Möbelstellung sehr stark irritiert. Es war ein wirklich merkwürdiger Zustand: In meinem Kopf überlagerten sich permanent zwei Bewusstseinszustände, welche parallel zueinander abliefen. Mein Traum-Ich schien mit der aktuellen Realität absolut nicht vertraut und durch diesen Umstand sehr verwirrt zu sein - und mein Wach-Ich nahm diese Verwirrung war und wunderte sich darüber. Dabei war das Wach-Ich nur eine leise Stimme in meinem Hinterkopf, da mein Traum-Ich ja glaubte, wach zu sein und ganz real in meinem Zimmer herumzulaufen. Ziemlich verwirrend... Die gesamte Nacht war zusätzlich von einem sehr schweren, bedrückenden, traurigen und (spätestens nach dem zweiten Flüstern) "unheimlichen" Gefühl überschattet, welches mich bis zum Morgen nicht mehr loslassen wollte. Hat da mein Unterbewusstsein irgendwie um Hilfe gerufen oder was könnte sonst in der letzten Nacht meinen Schlaf überschattet haben? Aufarbeitungen aus dem Alltag können es eigentlich nicht gewesen sein, da ich hier nicht mit so "dramatischen" Situationen zu tun habe und auch nicht fernsehe. Eigentlich habe ich gar keine Lust, mich heute Nacht wieder in mein Bett zu kuscheln - wahrscheinlich werde ich die ganze Nacht halbwach liegen und auf irgendwelche Stimmen lauschen... Herzliche Grüsse aus Norwegen Mondlichtjägerin |
| |
| | #2 (permalink) |
| Interdimensionaler Zwölfender Registriert seit: 09.03.2007 Alter: 62
Beiträge: 656
| Du scheinst Dir nicht einig zu sein. Auf der einen Seite hast Du Angst. Dein Hinweis auf die Einbrecher kann sehr wohl aus einer allgemeinen Angst entstanden sein. Bedenke eines: Wenn Du schläfst hörst Du Einbrecher eben immer "genuschelt". Ob mit oder ohne Ohrstöpsel ist egal. Auf der anderen Seite willst Du diese Ängste nicht. So kommt es bei mir an. Du willst, daß alles "normal" ist. Aber das ist es nicht. Du mußt Dich in einer fremden Umgebung und in einem fremden Land zurecht finden. Das erzeugt immer Ängste. Sie zu unterdrücken ist alles andere als gut. Besser wäre es, wenn Du Dich Deinen Ängsten stellst. Wie heißt es so schön: Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Nun darfst Du Dich entscheiden was Du willst. Normalität oder Angst, die für Dich irrational ist. Sie ist aber eine Form der Realität, Deiner Realität.. Wie wäre es damit: Deine Ängste als innere Normalität anerkennen? Es ist im Augenblick so. Es kann nur besser werden. Einer der Altmeister der Psychologie sagte einmal: Nur das kann man ändern was man anerkennt. Das hieße also, daß Du zu Deinen Ängsten ja sagst und sie zuläßt. Welche Schlüße Du draus ziehst oder ob das was bei mir ankommt richtig ist mußt Du entscheiden. Du bist bei Dir Zuhause, nicht ich. Eines ist jedoch sicher: Du liegst im Clinch mit Dir selber. Deshalb der Hilferuf. Grüßlies swanie
__________________ Heiden für Demokratie, Menschenrechte und Meinungsvielfalt Stolzes Mitglied und offizielle Ansprechpartnerin des VfGH für Baden-Würtemberg http://www.vfgh.de |
| |
| | #3 (permalink) |
| Teilzeit-Muse Registriert seit: 12.09.2007 Ort: Weimar - wenn ich nicht gerade irgendwo auf der Welt unterwegs bin... ;)
Beiträge: 19
| @swanhildja: Vielen Dank für Deine Antwort! Zum Glück war die vergangene Nacht wieder ruhig und friedlich. Deine Empfindung ist sehr nahe an der Realität: Ich habe Angst. Allerdings bin ich mir dessen nur allzu bewusst und stelle mich ihr jeden Tag, da ich seit einigen Monaten an einer Angsterkrankung leide und meine Therapie in Deutschland gleich zu Beginn abbrechen musste, um die Stelle hier annehmen zu können. Und natürlich sehne ich mich aus dieser Situation heraus nach einem Mindestmass an Sicherheit und "Normalität" in meinem Leben. Aus dieser Richtung gibt es durchaus eine ständige Diskrepanz zwischen der "Soll"- und der "Ist"-Situation. Doch bisher hat sich das noch nie (zumindest nicht für mich wahrnehmbar) in meinen Träumen gezeigt. Und nachdem ich mich hier nach zwei Monaten bereits weitestgehend eingelebt habe (und es ja auch nicht mein erster längerdauernder Auslandsaufenthalt ist), würde ich eigentlich auch nicht vermuten, dass der Traum in einem direkten Zusammenhang mit meinem Aufenthalt in Norwegen steht. Auch die Sache mit den vermuteten Einbrechern ist aus meiner Sicht eher eine ganz pragmatische Erwägung, wenn ich in einem verschlossenen Zimmer plötzlich fremde Stimmen höre - das ginge mir zu Hause ebenso. Daher ist mir noch immer nicht ganz klar, was mir dieser Traum gerade jetzt und gerade in dieser Situation sagen will. Hast Du eventuell noch eine andere Idee dazu? Ganz liebe (und herbstsonnenverwöhnte) Grüsse! Mondlichtjägerin |
| |
| | #4 (permalink) | |
| Interdimensionaler Zwölfender Registriert seit: 09.03.2007 Alter: 62
Beiträge: 656
| Ich denke immernoch, daß Du bislang Deine Angst unter scheinbarer Kontrolle hattest. Aber Dein Unbewußtes hat die jetzige Situation genütz um Dir klar zu machen, daß es nicht so ist wie Du es gerne hättest. Man kann solcherlei Dinge NIE unter Kontrolle bringen. Sie schlagen dann erneut zu, wenn man es nicht erwartet. So sehe ich das. Zitat:
Ja, ich kenn das selber. Oft bin ich des Nachts aus dem Schlaf aufgeschreckt und bekam keine Luft mehr und hatte Herzrasen. Der Puls schlug mir bis zum Hals. Ich meinte zu sterben. Soweit ging das. Das ist der Streß pur - ich weis es nur zu gut! Die Angst kommt aus Dir und Dingen, die Du nicht verarbeitet hast. Wenn Du in ein anderes Land gehst bist Du Deine Ängste ja nicht los. Sie gehen mit Dir. Angst hat sehr viele Formen. Welche bei Dir zutreffen mußt Du selber klären. Was ich dagegen getan habe? Als erstes habe ich gelernt zu sagen: Diese Panikattacken sind zwar unangenehm, aber sie bringen mich nicht um. Sie sind ein Teil von mir und nur ich kann sie abstellen - weil sie eben aus mir heraus kommen. Ich habe es aufgegeben danach zu fragen aus welcher Ecke das kommt. Die Ursachen für eine Panick verändern sich mit den Jahren. Das was in der Kindheit gilt muß nicht unbedingt auch heute noch gelten. Wenn man nun ständig danach fragt wo die Ursachen liegen kommt man vom hundertsten ins tausendste. Nicht gerade das Gelbe vom Ei. Sie sind heute so wie sie sind und dort habe ich angefangen und nicht in der Vergangenheit. Die kenne ich gut genug. In der ersten Zeit, als ich das bearbeitet habe, hatte ich die schwersten Panickattacken. Das hat mich an die Aussage erinnert, daß man erst durch die Hölle gehen muß bevor es besser wird. Manche Leute geben an dieser Stelle auf. Besser wird es dadurch nicht - eher schlechter. Ich bin so gelassen geblieben wie ich nur konnte. DAS BRINGT MICH NICHT UM! Ist nur verdammt arg unangenehm. Wenn Du aufhörst Dich selber unter Druck zu setzen (die Ängste müßen weg, ich muß sie kontrollieren) wird es besser. Fakten soll man als das was sie sind anerkennen: Eben Fakten. Was mir geholfen hat ist, daß ich die ganzen Erlebnisse nicht vergessen habe und sie in die richtige "Schublade" eingeordnet habe. Sie sind da und kommen unvermittelt wieder. Nein, habs nicht vergessen. Als ich im Krankenhaus lag mußte ich feststellen, daß sie in milderer Form da waren. Nicht so das was ich wollte! Aber gut, es ist eben so. Das geht auch wieder. Grüßlies swanie
__________________ Heiden für Demokratie, Menschenrechte und Meinungsvielfalt Stolzes Mitglied und offizielle Ansprechpartnerin des VfGH für Baden-Würtemberg http://www.vfgh.de | |
| |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Alptraum? Habt ihr eine Deutung für mich? | Lokis_Dienerin | Die Welt der Träume | 10 | 01.04.2007 03:08 |