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Die Welt der Ägypter Wer waren Isis und Osiris? Wie ehrt man diese Götter heute? All diese und noch mehr Fragen sollen hier diskutiert werden.

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Alt 23.04.2007, 02:11   #1 (permalink)
Sängerin der Bastet
 
Benutzerbild von Solina Sara
 
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esoterisch Ägyptisch

Hallo zusammen,

auf meiner Reise durch die Weiten des Internet ist mir in letzter Zeit immer mehr eine neue ägyptische Richtung aufgefallen.
Ich nenne sie esoterisch Ägyptisch.
Warum ?
Ganz einfach, ihr haupt augenmerk liegt auf einigen wenigen populären ägyptischen Gottheiten, mischt sie mit bekannten christlich gefärbten Denkweisen und erklärt es zum einzig Wahren.

Nehmen wir Isis, sie wird hier zu einer Zentralen Göttin erklärt wobei sie nach "altem" ägyptischen Glauben zwar eine Wichtige aber nicht die Rolle hatte. Genauso wie man Ma'at zum Waagmaß mit der Feder macht. Wobei Ma'at diese Rolle nur sozusagen nebenbei inne hatte. Sie war die all umfassende Balance in der ägyptischen Glaubenswelt. Sie ordnete das Chaos , hielt die Waage zwischen Licht und Dunkelheit und sorgte dafür das es dem ägyptischen Volk gut ging.

Oder Osiris, der grüne Gott , der der von seinem Bruder Seth ermordet wurde und den seine Schwester Nephtys und seine Schwester/Frau Isis suchten, fanden und wieder zum Leben erweckten.

Nicht erwähnt werden jedoch große Göttinnen wie Nut oder Heket, auch sie gehörten zu der riesigen Götterwelt und waren in alter Zeit wichtig und sie sind es auch für viele Neo-ägytisch Gäubigen heute noch.

Auch versteht diese neue Richtung es nicht das es eben viele Wahrheiten und Schöpfungsgeschichten gab und das sie alle sozusagen wahr waren. Da es keine einheitliche Glaubenswelt gab nur ein gemeinsames, friedliches Leben miteinander und nebeneinander.

Im Moment sind Isis - Tarot Karten, Isis - Elfen anhänger, Isis - Engel Kärtchen, Wunde der Isis (die Abtrennung von Gott) so einige Schlagwörter, mit denen ich als neo-Ägytische garnichts anfangen kann.

Nicht das ich jemandem auf die Füße treten will, aber muß man eigentlich immer irgendwo borgen gehn nur damit sich was verkauft ???
Man kommt sich einfach ziemlich doof vor wenn man seinen eigenen Glauben den man nicht in irgend einem Workshop bekommen hat verteidigen muß, bzw. warum man ihn nicht genau so ausübt wie die guten es gelernt haben.

nix für ungut aber das mußte mal gesagt werden.


em hotep

Solina Sara
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Alt 23.04.2007, 10:36   #2 (permalink)
Celta Schamagierin
 
Benutzerbild von Dana
 
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Zitat:
Zitat von Solina Sara Beitrag anzeigen
Ganz einfach, ihr haupt augenmerk liegt auf einigen wenigen populären ägyptischen Gottheiten, mischt sie mit bekannten christlich gefärbten Denkweisen und erklärt es zum einzig Wahren.

Nehmen wir Isis, sie wird hier zu einer Zentralen Göttin erklärt wobei sie nach "altem" ägyptischen Glauben zwar eine Wichtige aber nicht die Rolle hatte. Genauso wie man Ma'at zum Waagmaß mit der Feder macht.
Mal ne Frage dazu, denn ich hatte das bisher ein wenig anders begriffen. Ich hatte immer den Eindruck, dass grade in Ägypten lokale Fokussierung auf "eine einzelne Hauptgöttin" und gleichzeitige Vernachlässigung des Rests ein zentrales Element zumindest in der späteren, ägyptischen Religionsausübung gewesen ist. Sei es entweder durch regionale Aufteilung (so müsste man ja auch Ogdoad und Ennead eigentlich räumlich trennen), oder durch die Bildung von Kulten (das ist mir am ehesten von Hathor und Isis bekannt). Isis hatte in späterer Zeit wohl auch eine sehr weite Verbreitung über die Grenzen von Ägypten hinaus.

Da stelle ich mir die Frage, was ist eigentlich "Authentizität", oder was ist das, was du als "esoterisch" bezeichnest.

Ich glaube dass das Kultwesen, das es gegeben hat, genauso dazu berechtigt, eine moderne "Retro-Bewegung" darauf zu gründen, als der "komplette Pantheon". Beides ist "ägyptisch".

Mir fällt bei Recon-Themen in letzter Zeit verstärkt auf, dass oft davon ausgegangen wird, was "das Volk" als Ganzes praktiziert hat, um davon Authentizität abzuleiten. Ich glaube aber, da die regionale Kommunikation zu der Zeit wohl etwas schleppender war als heute, dass die lokale Diversifikation grade zu den damaligen Zeiten recht groß gewesen ist.

Liebe Grüße

Dana
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Alt 23.04.2007, 21:41   #3 (permalink)
Sängerin der Bastet
 
Benutzerbild von Solina Sara
 
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Hallo Dana,

esoterisch ägyptisch ist für mich das Komerzialisieren einer sagen wir exotischen Glaubensrichtung.

Hauptgottheiten gab es nur insoweit sie vom Pharao ausgingen, das heißt nicht, das nicht jeder Haus seinen eigenen Schutzgott hatte.

Es alles genauso zu machen wie man es früher Praktiziert hat ist unmöglich, es sei den man beschränkt isch auf einen kleinen Teil der Ägyptischen Götterwelt, nur eine einzige Dynasie und nur auf einen einzigen Gau.

Was jeder macht ist natürlich seine Sache, frei nach seinem Glauben (das ist zumindest soweit Authentisch) solange man sich daran hält das jeder seinen eigenen Weg hat und jeder davon Richtig ist. Nur überall eine Isis oder einen Osiris draufzukleben , wo vorher vieleicht mal eine Hekate oder Demeter oder was auch immer war, nur weil es gerade in ist, das finde ich einfach übel und um nichts anderes ging und geht es mir.

em hotep

Solina Sara
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Solina Sara ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2007, 21:54   #4 (permalink)
Celta Schamagierin
 
Benutzerbild von Dana
 
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Ich find den Kommerz ja auch Mist.

Auf der anderen Seite muss ich einfach immer wieder zugeben, dass meine Spiritualität auch seltsame Wege gegangen ist. Wo zieh ich jetzt die Grenze zu urteilen, ob jemand "echt" ist, oder es "ernts und ehrlich" meint? Sind wir nicht grade dabei eine Gesellschaft zu bauen, in der man diesen Unterschied nicht mehr wahrnehmen kann, da in streng barocker Manier ein gutes Imitat besser bezahlt wird als das Original?

Ach, ich weiß einfach nicht.

Liebe Grüße

Dana
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2007, 22:40   #5 (permalink)
Wanderer
 
Benutzerbild von Taliessin
 
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Beiträge: 111
Bei dem Ganzen steht doch dasselbe Problem wie bei allen Retro-Glaubensrichtungen: Es ist keiner mehr da, der damals dabei war, und erklären könnte, was denn nun echt ist und was nicht. Auch wenn die Quellenlage bei altägyptischer Religion sicherlich besser ist als z.B. bei altkeltischer oder altskythischer Religion, wird gerade in der heutigen Zeit, wo jeder im Supermakrt Esoterik sein Tetrapak Spiritualität kauft. Jeder nimmt eine Protion authentisches, und die neueste Strömung ist halt Ägyptisch. So laufen halt jetzt neben Neodruiden auch selbstgeweihte Amun-Priester rum, und nach einer gewissen Zeit wird wohl auch der Monotheismus des Echnaton eine Renaissance feiern.
So schlimm das zur Zeit für Dich ist - jeder, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt muß irgendwann feststellen, daß es von Scharlatanen nur so wimmelt.
Und in gewissen Bereichen sind ja Teile der ägyptischen Mythologie schon länger in Gebrauch, ob in Deinem Sinne, das kann ich nicht beurteilen.

Liebe Grüße,
Tali
__________________
Manchmal ist die Liebe der Menschen grösser als die Weisheit der Götter, und doch schmeckt manchmal der Wein süsser als die Liebe.
Taliessin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2007, 12:02   #6 (permalink)
Spiellöwe
 
Benutzerbild von Thoron
 
Registriert seit: 22.01.2007
Ort: Bergstraße
Beiträge: 128
Dabei dreht sich mir der Magen um. Ich halte einige Gottheiten zwar auch "nur" für Aspekte von anderen, aber gebe es nicht in die Welt als einzige Wahrheit.
Ich finde grundsätzlich jeden, der glaubt die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben,zum brechen und manchmal auf gefährlich.
Also wenn schon Götter dann alle. Sonst ist man genau so absolutistisch wie die anderen. In diesem Sinne:
Möge Shiwa sie verbrennen und die große Eule sie verschlingen, nachdem Thor sie mit dem Hammer verprügelt hat.
Hallali!
__________________
"Trotzdem!" Zit.:Thot
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