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Die Welt der Ägypter Wer waren Isis und Osiris? Wie ehrt man diese Götter heute? All diese und noch mehr Fragen sollen hier diskutiert werden.

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Alt 17.02.2007, 18:25   #1 (permalink)
Guggeda
 
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Ägyptische Feste und Traditionen

Ja ich hätte da mal ne frage
gibt es irgendwelche Feste oder traditionen die überliefert wurden?
Ich würde nämlich gerne solche feste feiern (wenn es sie gibt), doch leider kenn ich nichts.
kennt ihr feste oder Traditionen die man als ägyptischer Neuheide feiern kann?
wenn ja könntet ihr es auflisten?
wär echt lieb!

liebe Grüße!
Isis Priesterin
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Alt 18.02.2007, 17:46   #2 (permalink)
Sängerin der Bastet
 
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Hallo Du,

es wurden einige Feste überliefert, aber Aufgrund ihrer Vielfälltigkeit und der Tatsache das der Ägyptische Kalender (zB 10 Wochentage und nicht 7) wäre es schon wichtig wenn du genauer schreiben würdest, welche Feste , für welche Gottheit du meinst. Es gibt in der ägyptischen Götterwelt eine unzahl an Gottheiten und deren Feste.

em hotep

Solina Sara
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Alt 18.02.2007, 19:03   #3 (permalink)
Guggeda
 
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Zitat:
Zitat von Solina Sara Beitrag anzeigen
Hallo Du,

es wurden einige Feste überliefert, aber Aufgrund ihrer Vielfälltigkeit und der Tatsache das der Ägyptische Kalender (zB 10 Wochentage und nicht 7) wäre es schon wichtig wenn du genauer schreiben würdest, welche Feste , für welche Gottheit du meinst. Es gibt in der ägyptischen Götterwelt eine unzahl an Gottheiten und deren Feste.

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Solina Sara


also ich möchte gerne etwas für Isis und Osiris haben, aber auch gern über
Toth, Anubis, Maat, Chons, Horus, Ra, Sobek und Chnum.
also wenns was gibt natürlich
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Alt 19.02.2007, 13:38   #4 (permalink)
Sängerin der Bastet
 
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Nochmal Hallo,

grundsätzlich kann man zu jedem Vollmond Osiris opfern, dann gibt es noch Feste wenn der Nil überschwemmt ist ( 26 Tag des 4 Achet Choiak) und andere.

Kurze Frage hast du schon mal was über die Art der Feiern gelesen ? Die alten ägyptischen Feiern waren meistens orgiastische Feste die von 1 Tag bis zu Monaten dauern konnten und heute in unseren Breitengraden kaum mehr nachzuvollziehen sind .

Wenn du deine Gottheiten ehern willst dann mach es doch , richte ihnen einen schönen Platz ein, räuchere gut und vorallem auch wohlriechend und dergleichen, nach deinem Gefühl.

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Solina Sara
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Alt 03.03.2007, 22:51   #5 (permalink)
Ägyptomanin
 
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Hi du

Wie Solina schon bemerkte, es gibt eine Vielzahl ägyptischer Feste. Wenn man alle Feste aus allen ägyptischen Städten aus allen Epochen zusammenfasst, dann kannst du jeden Tag als Festtag feiern
Von den meisten ist uns allerdings nur der Name überliefert und auf welche Weise genau sie alle gefeiert wurden ist nur schwer zu rekonstruieren. Außerdem kann man aufgrund der diversen Verschiebungen im Kalender kaum die exakten Tage für die einzelnen Feste rauskriegen...
Ich schau mal, ob ich eine Liste an Festen zusammenbekomme, die dich interessieren könnten und die man heute noch gut feiern kann. Große Prozessionen von Götterbarken quer durch die Stadt sind ja heutzutage nicht mehr so einfach zu organisieren, leider.
Auf Anhieb fallen mir ein:

Das große Neujahrsfest natürlich, welches man praktischerweise astronomisch datieren kann (wenn nämlich der Stern Sirius kurz vor der Sonne am Osthimmel sichtbar ist).

Regelmäßige Festtage zu jedem Voll-, Halb- und Neumond.

Die Osirismyterien im Choiak - da kann man viel Spaß haben mit Kornmumie basteln: Man baue ein kleines Osirisgestaltiges Blumenbeet und lasse darin Getreidekörner keimen. Die Auferstehungssymbolik ist denke ich offensichtlich... Wenn man's ganz genau nehmen will darf man die gekeimten Getreidekörner samt ihrer Blumenerde dann auch noch in aller Form in Mumienbinden wickeln und feierlich bestatten. Eine genaue Anleitung hierzu findet man in den Osiriskapellen auf dem Dach des Tempels von Dendera.

Dann gibt's da noch das Isis-Lichterfest, da werden kleine Schiffchen mit Kerzen drauf in den nächsten Fluss oder Teich gesetzt, um Isis symbolisch bei der Suche nach ihrem Gatten zu helfen.

Und die Feste für Sachmet, Hathor und Tefnut sind auch auf jeden Fall ein großer Spass: Viel alkoholische Getränke als Opfergaben, die man nach der Zeremonie praktischerweise selber trinken darf, und dann eine Menge Musik und Tanz umd die Göttin zu besänftigen...

Aber ich glaube wirklich, das Hauptproblem liegt darin, dass die meisten ägyptischen Feste entweder geheime Riten waren, die von speziell ausgebildeten Priestern mit eine Menge rituellem Aufwand usw tief im Tempelinneren durchgeführt wurden, oder eben große Festmähler und Prozessionen, die mit nur ein bis fünf Personen nicht wirklich praktikabel sind.
Wenn es nur darum geht, irgendwie mit den Göttern in Kontakt zu treten oder Ihnen eine besondere Freude zu machen - das kann man an jedem Tag des Jahres tun, denke ich.


liebe grüße

Ma'en
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sondern besprich dich mit dem Unwissenden so gut wie mit dem Weisen."
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Alt 03.03.2007, 23:05   #6 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
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Zitat:
Zitat von Ma'en Beitrag anzeigen
Aber ich glaube wirklich, das Hauptproblem liegt darin, dass die meisten ägyptischen Feste entweder geheime Riten waren, die von speziell ausgebildeten Priestern mit eine Menge rituellem Aufwand usw tief im Tempelinneren durchgeführt wurden, oder eben große Festmähler und Prozessionen, die mit nur ein bis fünf Personen nicht wirklich praktikabel sind.
Wenn es nur darum geht, irgendwie mit den Göttern in Kontakt zu treten oder Ihnen eine besondere Freude zu machen - das kann man an jedem Tag des Jahres tun, denke ich.
Neugierige Frage: was weiß man denn so eigentlich über ägyptisches "Haus- und Hofbrauchtum" der einfachen Leute, also ich meine sowas wie häusliche Ahnen- und Geisterverehrung, alltägliche Riten im landwirtschaftlichen Kalender, da wird es ja sicher auch einiges gegeben haben - und das wäre doch vielleicht eher ein Fundus, aus dem heutige ägyptisch orientierte Heiden sich inspirieren lassen könnten? Oder ist sowas zu wenig belegbar?
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Alt 04.03.2007, 10:20   #7 (permalink)
Spiellöwe
 
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Jetzt muß ich euch Studentenköppe doch mal was fragen,ohne das ihr mich falsch versteht.
Also ruhig und gelassen lesen. Ich wetter nicht, ich sage blos.
Könnt ihr auch mal eine Antwort ohne Zahlen und Umschweife geben. Ich als nicht Studierter habe von mehreren Festen gehört, die gefeiert wurden. Auch wenn wir uns nicht an den Kalender der Alten,sondern an unseren halten gibt es Schlüsselereignisse.
So zum Beispiel die Sonnenwenden und die Tag-Nachtgleichen. Seit doch mal etwas kreativ und vergleicht die alten Feste Weltweit.
Ich will nicht Pharaos Geburtstag, oder Thronbesteigung, sondern Götterfeste feiern.
Davon müssen es nicht alle sein und auch nicht unbedingt 100% historich korrekt.
Sorry wenn ich euch vor´n Kopf knalle, aber ich mag es lieber direkt.
Kann ja auch sein, das es zu viel Arbeit ist. Dann sagt das lieber und ich kümmer mich mal um Daten. Ist ja auch OK.
Gut. Das war der Löwige Rundumschlag. Ihr seit drann:
P.S.: Wobei ihr ja mit den Mondphasen nicht unrecht hattet. Aber auf´s Rheinhochwasser warten....hmmmm.
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Alt 04.03.2007, 12:10   #8 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
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Zitat:
Zitat von Thoron Beitrag anzeigen
Ich will nicht Pharaos Geburtstag, oder Thronbesteigung, sondern Götterfeste feiern.
Davon müssen es nicht alle sein und auch nicht unbedingt 100% historich korrekt.
In der Ausgangsfrage war aber von überlieferten Festen und Traditionen die Rede, und darauf wurde geantwortet. Ich finde das alles sehr interessant
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Alt 04.03.2007, 23:49   #9 (permalink)
Spiellöwe
 
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Verdammte Axt. Da hat mich doch heute morgen der Löwe gebissen.
Nachdem ich mir die Antworten mal mit anderer Laune durchgelesen habe, klangen sie tatsächlich doch schlüssig.
Fehler soll man zugeben und das tue ich hiermit und entschuldigen muß ich mich wohl auch. Normalerweise bin ich nicht ganz so impulsiv.
Jedenfalls nicht in "komunikativen Sachen"
Also nochmal:
"Sorry".
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Alt 05.03.2007, 07:55   #10 (permalink)
Sängerin der Bastet
 
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@Thoron,

ich werd jetzt nicht gleich die Sachmet auspacken, aber ägyptische Feste mit denen anderer Länder vergleichen, dafür bräuchte es dann schon eine ganze Kolonie von studierten Köpfen.

Nur Feste feiern mit dem Hintergrund der ägyptischen Gottheiten ist aber eigentlich recht einfach (selbst wenn man nicht die ca 160 Festtage pro Jahr , je nach Dynastie versteht sich, berücksichtigt).

Du kannst jeden Abend für die Gottheiten ein kleines Fest feiern wenn sie auf den Weg in die Unterwelt sind. Am Morgen wenn sie wieder aus der Unterwelt kommen.Zu jeder Mondphase. Wenn die ersten Pflanzen wachsen, etc.
Das einzige was zählt ist je eigentlich die Gottheit an die du glaubst. Und es gibt genügend Geschichten, Mythen, etc.. die das Leben und Wirken der einzelnen beschreiben.

Also als Neu-Heide und das im ägyptischen Bereich kann man schon etwas mutig sein und die Feste selber festlegen. Denn was die Alten durften, warum sollten wir das nicht ?

Kreativität ist auch ein Ausdruck von Glauben und wenn uns die alten Ägypter etwas lehren können, dann das nichts fest steht.


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Solina Sara
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Alt 05.03.2007, 12:15   #11 (permalink)
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Zitat:
Neugierige Frage: was weiß man denn so eigentlich über ägyptisches "Haus- und Hofbrauchtum" der einfachen Leute, also ich meine sowas wie häusliche Ahnen- und Geisterverehrung, alltägliche Riten im landwirtschaftlichen Kalender, da wird es ja sicher auch einiges gegeben haben - und das wäre doch vielleicht eher ein Fundus, aus dem heutige ägyptisch orientierte Heiden sich inspirieren lassen könnten? Oder ist sowas zu wenig belegbar?
Im Vergleich zu Staatskult und Königsideologie sind die Quellen zu Volksbrauchtum und persönlicher Frömmigkeit eher mager - was nicht nur an der Zahl der Funde liegt sondern vor alllem auch daran, dass die Archäologen in Ägypten lange Zeit die weniger spektakulären Funde stark vernachlässigt haben (Wer interessiert sich für kaum noch lesbares hieratisch auf einem Ostrakon oder krude Votivfigürchen aus Nilschlamm, wenn es Schlachtenberichte auf einer monumentalen Stele oder feinen Goldschmuck zu finden gibt)

Ich kann jetzt hier keinen fundierten Rundumschlag aus dem Ärmel schütteln, aber hier mal so ein paar Sachen von denen ich weiß:

Stadtgott/göttin:
Der 'Hauptgott' eines einfachen Ägypters war wohl in den allermeisten Fällen nicht der offizielle Reichsgott sondern die lokale Gottheit ihrer Stadt oder ihrer Region. Deren Feste wurden in der Stadt groß gefeiert, dieser Gottheit fühlte man sich zugehörig und an diese wandte man sich mit allen Arten von Anliegen (Weswegen auch die Einteilung des ägyptischen Pantheons nach Funktion so schwierig ist - Thoth ist eben nicht nur der 'Herr der Gottesworte' sondern auch der 'Herr von Hermopolis')

Magie:
Magie war für die Ägypter nichts 'übernatürliches' sondern ein selbstverständlicher Bestandteil der Welt. Es gab eine Vielzahl an Zaubersprüchen, Amuletten und magischen Praktiken die in allen Bereichen des Lebens eingesetzt wurden. Zum Beispiel gehört zu den meisten medizinischen Behandlungsmethoden als wichtiger Bestandteil auch ein Zauberspruch;
Rund um Schwangerschaft und Geburt gab es eine Menge spezialisierter Gottheiten und spezifischer Praktiken: z.B. die Göttinnen Heqat, Meschenet, Thoeris, die 7 Hathoren; 'Zaubermesser'http://www.dainst.org/medien/de/DAIK_DAN_8_s.jpg, die wohl der Schwangeren auf den Bauch gelegt wurden;
der Geburtsziegel, auf den sich dei Frau bei der Geburt stützte und auf dem, so hieß es, das ganze Schicksal des Kindes schon eingetragen sei;
Zaubersprüche mit Götterbedrohungen, um das Überleben des Kindes zu sichern
Auf Reliefs sind Hirten zu sehen, die bei der Überquerung eines Flusses mit ihrer Herde den Arm in einem Zaubergestus über das Wasser strecken um die lauernden Krokodile fernzuhalten (wie aus dem begleitenden Text hervorgeht).

Dorfschreine und heilige Orte
Es gab in Ägypten nicht nur die großen, zentral organisierten und vom König gestifteten Tempel des Staatskultes sondern auch eine Menge kleinerer Tempel, Kapellen und Schreine. So hatte wohl jedes Dorf mindestens eine kleine Kapelle und auch viele Orte in der Natur waren bestimmten Göttern heilig (was aus dort hinterlassenen Stelen, Gaben oder Felsinschriften hervorgeht). Einige Orte wurden sogar selbst als Gottheit personifiziert, das berühmteste Beispiel ist Merseger, die Göttin der pyramidenförmigen Berspitze über Theben West.

Votivgaben und Orakel:
Eine beliebte Praxis um einen Gott oder eine Göttin um Hilfe zu bitten bestand darin, dass man Votivgaben zum lokalen Tempel brachte. Diese Gaben konnten kleine Gefäße, Schmuckperlen oder schön geformte Steine sein, aber auch oft Figuren des von der Gottheit erwünschten (meist ein Kind oder ein Partner) aus Ton oder Faience, manche von feiner Qualität, andere eindeutig aus Nilschlamm selbstgebastelt.
Ebenfalls sehr beliebt waren Götterorakel, am bekanntesten ist wohl das Barkenorakel: Dabei wurde der von zahlreichen Priestern getragenen Götterbarke eine Frage vorgelegt, ein Zurückweichen der Barke bedeutete 'Nein', eine Neigung der Barke nach vorne hieß 'Ja'. Oft wurden auch zwei Tonscherben, die mit alternativen Urteilen beschriftet waren, vor der Barke ausgelegt und der Gott wandte sich der einen oder der anderen zu. Mit dieser Methode wurden aller Art Fragen entschieden, von "Wer soll neuer Hohepriester werden?" bis zu "Hat X mit einen Sack Getreide geklaut?"
Andere Formen des Orakels waren Vorhersagen aus dem Verhalten heiliger Tiere (z.B. des Apisstiers) oder das Traumorakel im Serapeum (da musste man im Tempelgelände schlafen und bekam dann von bestimmten Priestern seinen Traum gedeutet).

Persönliche Frömmigkeit
Ab dem Neuen Reich kennt man von der Mittel- und Oberschicht Zeugnisse persönlicher Beziehungen zu einzelnen Gottheiten: Stelen, die eine Privatperson bei der Verehrung der Gottheit zeigen (das war ein Tabubruch, weil vorher stets nur der Pharao im direkten Kontakt zur Gottheit abgebildet wurde); Berichte, dass einem ein Gott im Traum erschienen ist; Selbstverfasste Hymnen und Gebete; etc.

Toten- und Ahnenkult
Für die Ägypter waren die Toten keineswegs 'aus der Welt': Verehrte Ahnen konnten ihren Familien Glück und Wohlstand bescheren, unzufriedene Totengeister konnten Unruhe stiften und sich als Poltergeist betätigen. Die Familien hinterließen Speiseopfer für ihre Verstorbenen, wer es sich leisten konnte hinterließ eine Stiftung für den eigenen Totenkult oder zumindest eine Statue im Tempelvorhof, um an den Opfern an die Götter teilzuhaben.
Jeder Mensch konnte in den Grabkapellen der Nekropolen den Toten begegnen, einige reiche Leute ließen in ihren Kapellen sogar Anrufe an die Grabbesucher zurück, in dem Sinne "Jeder, der in mein Grab eintritt und dies hier lesen kann: Sage doch für mich ein Gebet, dann bringe ich dir Glück".
Man konnte den Verstorbenen auch Briefe schreiben und diese beim Grab zurücklassen.
Manche berühmten Personen wurden vergöttlicht, zum Beispiel Imhotep, Amenophis, Sohn des Hapu oder Hekaib von Elephantine, das bedeutet, sie wurden ähnlich wie katholische Heilige allgemein verehrt.


okay, mehr fällt mir grade nicht ein und die Arbeit wartet...


liebe grüße

Ma'en
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Alt 05.03.2007, 12:37   #12 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
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Wow, das war doch schon ein ziemlicher "Rundumschlag" Jedenfalls hast du ein ziemlich lebendiges Bild dieser Kultur gezeichnet... ich kann mir gut vorstellen, dass einige interessante Anregungen für heutige "ägyptische Heiden" dabei sind.
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