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In welcher Welt leben wir eigentlich Ein Tounge-in-Cheek-Board. Was es ist? Findets heraus!

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Alt 18.06.2009, 19:49   #1 (permalink)
Traumfängerin
 
Benutzerbild von Lohe
 
Registriert seit: 10.06.2007
Beiträge: 234
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Wir Krisenkinder

Hallo,
ich habe mir heute den Spiegel zugelegt, groß ist die Aufschrift auf dem Titelblatt: "Wir Krisenkinder"
Wie junge Deutsche (zwischen 20 und 35) ihre Zukunft sehen.
Jetzt interessiert mich, wie ihr eure aktuelle Lage und die Zukunft seht.

Einen kurzen Überblick zur Diskussion findet ihr hier:
Junge Deutsche: "Diese Generation ist visionslos" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL

Bin gespannt.

Grüße
__________________
Liebe Dich selbst,
dann können alle anderen Dich gern haben.


Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern,
als ihr treu zu bleiben.
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Alt 18.06.2009, 20:07   #2 (permalink)
Skaldenmetbrauerlehrling
 
Benutzerbild von Bernd
 
Registriert seit: 08.01.2008
Ort: Südpfalz
Alter: 46
Beiträge: 875
Ich seh die Zukunft im Moment so:

Hoffe auf das Beste aber bereite Dich auf das Schlimmste vor.

Was das Schlimmste wäre?
Z.B.
- wirtschaftlicher Total-Crash
- Energieversorgung im Eimer
- Zusammenbruch des sozialen Systems
- ...

Bernd
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Alt 18.06.2009, 20:22   #3 (permalink)
inderPupilleellipuPredni
 
Benutzerbild von Regenbogen
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.112
Blog-Einträge: 27
... da darf ich mich Dir anschliessen Bernd.

Mit dem Unterschied, dass ich nicht
"Hoffen" auf das Beste sagen würde,
sondern
"Glauben an das Beste"


Der Zusammenbruch des sozialen Systems wäre schlimm ...
und
wenn sich das zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen hochschaukelt,
dann wäre dies noch grasser.

Im Glauben an das Beste
versuche ich den Gedanken der Vernetzung
in jedweder Hinsicht in meinem Leben zu stärken.

Den Gedanken und das praktische Tun .... .

Regenbogen
__________________
"Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo

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Alt 19.06.2009, 00:13   #4 (permalink)
Krieger des Namenlosen
 
Benutzerbild von Dragon of Dark H
 
Registriert seit: 22.01.2007
Alter: 23
Beiträge: 30
Ich kann keine wirkliche Krise bei uns erkennen. Wir haben keine Millionen von Arbeitslosen (die es nicht vorher auch schon gab), unser Geld ist nach wie vor genug wert.
Die Nahrungsmittel- und Spritpreise sind teilweise gesunken. Uns geht es schlicht und ergreifend gut. Die wahre Krise spielt sich in der Natur und in Schwellen bzw. Drittweltländern ab. Alles weit weg. Die haben wirklich Grund zum Meckern. Wir müssen uns eigentlich um deren Krise kümmern, denn wir werden in naher Zukunft die Konsequenzen zu spüren bekommen.

Ich zitiere mal einen Verein, dessen Meinung ich voll und ganz zustimmen kann...

Jahrhundertkrise? - Jahrhundertchance!

Schaut euch mal das Video an

Global Change 2009 ...A film about the chance of a lifetime

Die Lösungen liegen bereits auf dem Tisch. Jetzt müssen wir nur noch die alten Knacker von ihren Stühlen schupsen und das Ruder in die Hand nehmen!
Ich seh mich als Teil einer Generation die mehr bewirken kann als jemals jemand zuvor überhaupt die Möglichkeit dazu hatte.

Um mich herum sehe ich viele aktive Leute und viele Initiativen die aus dem Boden schiessen und auch überall junge wie auch ältere Leute, die es leid sind zu meckern, sondern kleckern wollen!

Dies kommt sogar in den Medien an. Man schaue sich "Ich kann Kanzler" an. Man mag von der Sendung halten was man will. Aber die Teilnehmer und die Sendung stiften zu einem neuen politischen Bewusstsein an.

Sind wir doch mal ehrlich. Es ist alles so schlimm gekommen, weil wir den Vollhonks da oben alles erlaubt haben und keine Stimme ergriffen haben.
__________________
Das uneingeschränkte, exakte Befolgen aller Normen und Vorschriften der Staatsgewalt macht den Menschen zu einer Marionette, die - überdrüssig - irgendwann ihre Fäden abschneidet und sich entweder Schlaftabletten oder eine Schrotflinte kauft...Amok.

Arthur Schopenhauer, (1788 - 1860), deutscher Philosoph
Dragon of Dark H ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2009, 03:39   #5 (permalink)
'Tis some visitor
 
Benutzerbild von Israfel
 
Registriert seit: 09.04.2009
Ort: King's Forest
Alter: 27
Beiträge: 162
Hmm, also ich sehe es schon mal ambivalent. (Womit ich ja laut diesem NEON Autor voll in die "Krisenkinder" Generation passe *lach*)

Zum einen ist das Tal wirtschaftlich nicht erreicht, die Zocker zocken weiter, eine Regulierung wird immer der "internationalen Gemeinschaft" zugeschoben, was extrem utopisch (und opportunistisch) ist, man will halt Verantwortung abschieben. Es wird oberflächliche Symbolpolitik gemacht, grundlegend bleibt das Meiste gleich.

Zum anderen blüht der Lobbyismus mit Hilfe der Mediokratie und echte Entscheidungen, gerade auf die Zukunft (in Jahrzehnten/-hunderten) betrachtet werden entweder falsch getroffen, oder halbherzig (Gesundheitswesen, Renten, der Beamtenapparat, Steuern, Ölpolitik, Atomkraft...)

Dann kommt hinzu das (imho) die Globalisierung... hmm.. wie soll ich sagen, teilweise in einer Art "Survival of the Richest" Spiel mündet...

Die im Artikel angesprochene "Visionslosigkeit" würde ich ersetzen mit "Ernüchterung". Ein Volksentscheid auf Bundesebene wird wohl auch nie zustande kommen. (wobei ich auch da nicht soo sicher bin wie gut das wirklich am End wäre, oder ob wir nicht einfach in die reine Mediokratie schlittern würden dadurch)

Und ich würde mir wirklich wünschen wenn die drei beschworenen "Grundsätze" aus dem Artikel wirklich für eine ganze Generation Gültigkeit hätten. Davon sehe ich leider nicht so viel

[selbige waren: das Folterverbot, der Kampf gegen den Klimawandel, die Ablehnung von Angriffskriegen] Zudem würde ich mir noch wünschen das "Angriffskrieg" durch "Krieg" ersetzt wird. An Verteidigungskriege glaube ich irgendwie nicht.

Die angesprochene Schwierigkeit mit Langzeitplänen, die vor einigen Jahrzehnten noch eher realistisch umzusetzen waren sehe ich auch. Die Welt wird nunmal immer globalisierter, da weiß man einfach nicht genau, wo in 20 Jahren die neuen Slums sind, wo die neuen Milliardäre/Firmen/Arbeitsplätze etc.

Nun zu meiner persönlichen Sicht: Ich sehe meine aktuelle Lage (wie die der Meisten hier Lebenden) als immernoch extrem priviligiert an.

Es geht alles in eine hmm... Richtung, die Orwell mal in seinem Roman angedeutet hat, aber momentan geht es uns im globalen Vergleich noch gut. Und Big Brother komt ja doch relativ schleichend voran, daher ist das (noch) zu verkraften

Ich bin (relativ) jung, (relativ) gut ausgebildet und selbst wenn ich tatsächlich nicht in der Lage sein sollte einen Lebensunterhalt, wie ich ihn mir vorstelle zu bestreiten, dann bin ich (im Grunde global) flexibel und suche mir eben ein anderes Fleckchen Erde, wo ich mein Glück villeicht eher finde.
(Neuseeland ist ganz nett, meine Schwester ist nach Australien, da sie hier unglücklich war, meine zweite in die Schweizer Berge...)

Wo ein Wille, da ein Weg.

Hmm... also im Grunde bin ich da recht optimistisch.

Was einen richtigen Zusammenbruch angeht (des Geldsystems, des sozialen ~, des Staates, der Staatengemeinschaft/-en). Da wiederum, ist ein Teil von mir davon überzeugt, dass es zwar sicher erstmal schlimm wäre (womöglich auch "erstmal" die nächsten 100/200 Jahre), aber dann wiederum auf lange Sicht... auch eine (positivere) Neuordnung mit sich bringen könnte.

Die Zeit wyrd s zeigen. Und ich denke, gerade in solchen etwas extremeren Situationen doch meistens: Ah, deshalb wolltest du diesmal hier unten inkarnieren


Aber das ist wohl eine recht subjektive (unter Anderem religiös geprägte) Einstellung...

Grüsse
__________________
Is all that we see or seem but a dream within a dream? ~Poe
Israfel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2009, 14:41   #6 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Miu Tsukino
 
Registriert seit: 04.07.2008
Ort: Augsburg
Alter: 29
Beiträge: 44
Meine eigene Ansicht scheint nicht positiv. Allerdings denke ich mir, sollte sich auch einiges verändern. Das soziale System funktioniert schon länger nicht mehr so gut und manchmal frage ich mich, was man den durchschnittlichen Hauptschüler noch ehrlich sagen soll - wenn er nach einer Chance für Ausbildungplätze fragt. In Bezug auf Bedingungen für Jobs sind einfach solche Kriterien in Moment (flexibel, jung, gut ausgebildet usw.), das eine Reaktion dazu einfach nur langsam logisch wäre.
Aber vielleicht verändert sich der Kurs der Wirtschaft und Regierung ja noch. *grübel*
__________________
.....es kann ja nicht immer regnen.
Miu Tsukino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2009, 17:48   #7 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Benutzerbild von Vetch
 
Registriert seit: 20.06.2009
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Beiträge: 395
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Wir leben in interessanten Zeiten...

Ich fühle ähnlich wie Israfel: "Ah, deshalb wolltest du diesmal hier unten inkarnieren"
Dabei bin ich nicht mehr so jung, habe keine tolle Ausbildung, bin arbeitslos, kann nicht einfach so weg, etc.

Immer wenn der Film der allgemein geteilten Realität mich einholt, kriege ich die Krise: Angst, Depression, Lähmung.
Immer wenn ich einen Schritt zurücktrete und mein Leben in einem größeren Zusammenhang betrache, dann fasse ich wieder Mut, finde Kraft und Zauber in der Wirklichkeit.

Wenn ich in der Wirklichkeit geerdet bin, kann ich in der Realität heilsam agieren. Heilsam für mich persönlich; das hat aber Auswirkungen auf die Menschen (und Wesen), mit denen ich in Kontakt komme, und auf den Planeten. Das ist die Basis meines Glaubens - der Craft. <|8)

Ich denke nämlich schon, dass wir alle Hier und Jetzt eine Riesenchance haben.


Weia, ich ringe um Worte, aber es macht Spaß. <|8)
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Alt 21.06.2009, 23:10   #8 (permalink)
Wiccander
 
Benutzerbild von Wolfjunge
 
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Meiner Meinung nach ist die Krise nicht soooo groß. Ich kenne einige Unternehmen, die ordentlich Gewinne einfahren, aber im gleichen Atemzug Leute, auch junge Menschen entlässt.
Und leider ist es in meinen Bekanntenkreis so, dass besonders junge Menschen unter den Auswirkungen der "Krise" leiden. Androhung von Entlassung, Lohnkürzungen, Überstunden.

Meiner Meinung nach haben wir eine Krise, egal, ob die küstlich herbei geredet wird oder wirklich existiert. Aber nicht nur eine Wirtschaftskrise, sondern auch eine Sozialkrise, eine Bildungskrise, eine Umweltkrise.

All diese Szenarien greifen in einander: Die Bewegungen, die hier aus dem Boden schießen, die sich gegen das herrschende System und damit die erneute Klassenbildung richten, gegen Ungleichbehandlung, gegen Umweltverschmutzung usw.
Gleichzeitig haben wir aber eben auch das Ausland, die dritte Welt, die bedeutend härter die Auswirkungen zu spüren hat.

Dass es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen oder auch "nur" großen Straßenschlachten kommt, halte ich für unrealistisch. In Frankreich, Griechenland oder Italien ja, aber in Deutschland nein! Es müsste schon stark im Argen liegen, bevor die Deutschen mal ihren Hintern hochbekommen...

Aber wir junge Menschen haben eben jetzt auch die Möglichkeit, das Ruder herum zu reissen! Wir können Einfluss nehmen. Wenn wir wollen, können wir die Verhältnisse zum Besseren ändern. Wenn wir verlieren...

Auf jeden Fall sollte man den Kopf nicht hängen lassen, egal wie hart uns scheinbar die Zukunft scheint. Letzen Endes liegt es an uns, was wir aus der Situation machen... Der Bildungsstreik war ein Wegweiser in diese Richtung... Mögen ihm noch viele folgen!
__________________
Glaube mir, denn ich habe es erfahren,
du wirst mehr in den Wäldern finden
als in den Büchern
Bäume und Steine
werden dich lehren,
was du von keinem Lehrmeister hörst
Bernhard von Clairvaux
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Alt 22.06.2009, 09:15   #9 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
Benutzerbild von StarFire
 
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Meiner Meinung nach ist die Lawine erst im anrollen. In den Giftschränken der Banken lagern noch massenhaft Derivate und andere miese Papiere. Opel ist staatlich gerettet - was erfahrungsgemäß bedeutet, daß der Laden innerhalb der nächsten 2 Jahre den Bach runtergehen dürfte. Einige große Firmen machen grade pleite und reißen Dutzende, ja hunderte von kleineren Firmen mit. Kommunen zahlen die Handwerker nicht, die schon längst in Vorleistung gegangen sind, bzw. Leistung erbracht haben und auf ihr Geld warten.

Die "offiziellen" Stellen beschwören, daß das Ende der Talsole erreicht ist und es nur noch aufwärts gehen kann. Ich persönlich glaube das nicht. Wir dürfen uns vermutlich auf eine lange Durststrecke einstellen.

lg
SF
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StarFire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 09:47   #10 (permalink)
Hedgewitch
 
Benutzerbild von nightwing
 
Registriert seit: 30.08.2007
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Beiträge: 129
Zitat:
Zitat von StarFire Beitrag anzeigen
Opel ist staatlich gerettet - was erfahrungsgemäß bedeutet, daß der Laden innerhalb der nächsten 2 Jahre den Bach runtergehen dürfte.
Entspricht zu 100% meiner Einschätzung!
nightwing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 09:55   #11 (permalink)
argumentatives Grauen
 
Benutzerbild von Carda
 
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also soweit wie ich das von Opel mitbekommen hab war das völlig selber schuld. Mir wurde das mal so berichtet (in der Kurzversion für kaufmännische Nullnummern wie mich ^^) dass die sich einfach von General Motors Mutterkonzern lossagen wollten und die einfach nur meinten "Aha? Na dann viel Glück -__-" und dann hats natürlich nicht geklappt. Falls das tatsächlich so war, war das einfach nur dämlich. Aber wie gesagt, die Geschichte ist ohne Gewähr. ^^
In diesen kriselnden Zeiten haben weder mein Mann noch ich Arbeit in Deutschland gefunden und sind nach Frankreich gegangen. Wir sehen uns, mit unseren aktuellen Plänen, eigentlich in einer abenteuerlich-positiven Zukunft. Wenn ich dann von meinen Verwandten in Deutschland höre, dann sieht das ganze erschreckend aus. Hier in FR blüht alles (klar, Großraum Paris...), neue Häuser entstehen, und daheim macht ein Laden nach dem anderen dicht, wenn, dann entstehen die 99cent-Läden die nach spätestens 6 Monaten wieder weg sind, Traditionsgeschäfte die schon seit 40-50-60 Jahren da waren sind weg, in Deutschland sehe ich für mich kaum Zukunft. Wir sind unglaublich dankbar dass wir die Chance hatten international zu werden und die Erfahrung, sich im Ausland durchgeschlagen zu haben macht sich auf nem Lebenslauf natürlich prima. Wir haben dabei jetzt wirklich stark an uns gedacht. Natürlich sehen wir auch zu dass wir in Deutschland der Familie helfen wo's nur geht. Aber sein Glück suchen zu gehen kann funktionieren. Wir wollten uns dem, was wir in Deutschland hatten, nicht länger geschlagen geben weil das einfach lähmendes Ämtergift war.
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Mancher sagt, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht können. Ich sage, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht müssen.
Carda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 12:19   #12 (permalink)
Traumfängerin
 
Benutzerbild von Lohe
 
Registriert seit: 10.06.2007
Beiträge: 234
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Danke für eure interessanten Antworten.
Ich denke nicht, dass nur die Generation von 20-35 die Arschkarte gezogen hat. Zur Zeit stecken alle im Sumpf. Ich finde es nur merkwürdig, dass nur gerade jetzt bemerkt wird, wie schwierig es ist einen Job zu bekommen und zu halten, besonders in jüngeren Jahren. Ich bin 27 und war in meiner Karrierelaufbahn schon 3 mal ohne Job, davon einmal Hartz IV. Ich möchte mich nicht beklagen, wir können froh sein, dass es diese Stütze überhaupt gibt. Ich halte mir dann immer vor Augen, dass es Generationen gab, die viel weniger hatten und nebenbei noch 5 Kinder grossgezogen haben. Ich bin da sehr genügsam und komme mit sehr wenig aus und wenn wir wieder zu zweit auf 30 qm leben müssen, na und? Mich hat immer eher belastet, sich angestrengt und alles gegeben zu haben für einen Tritt ins Gesicht. Nach der Ausbildung mit sehr guten Noten sofort bei Hartz IV zu landen hat mich nicht gerade motiviert. Das hat mich eine Zeit sehr depressiv und mutlos gemacht. Ich hätte jeden Job angenommen. Erst in Bayern bekam ich eine Chance und ich danke den Göttern, nicht von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein. Und so hoffe ich irgendwann auf eine Festanstellung, ich mag es überhaupt nicht, ständig von einer Firma zur nächsten geschoben zu werden. Nie hatte ich eine Festanstellung, nach spätestens einem Jahr hiess es, weiter ziehen. Ausser in der Ausbildung. Ich will nicht hoch hinaus, ich möchte mich einfach nur selber ernähren können, und bloss nicht vom Staat abhängig sein. Und bei den Aussichten soll man noch freudestrahlend an Familienplanung denken? Mich lähmt diese permanente Unsicherheit, etwas in diese Richtung zu tun. Das Beste zu glauben und sich auf das Schlimmste vorzubereiten, halte ich für eine gute Idee. Dann kann man nur positiv überrascht werden . Manche würden es Negatives Denken nennen, ich nenne es Realismus. Ich bewundere Menschen, die einfach ihre Sachen packen und ins Ausland gehen. So viel Mut habe ich nicht. 600 km waren für mich schon heftig, total entwurzelt zu sein halte ich schlecht aus.
Ich denke, der Supergau kommt noch auf uns zu. Auch wenn angebliche "Experten" anderer Meinung sind.

Zitat:
Zitat von StarFire Beitrag anzeigen
Opel ist staatlich gerettet - was erfahrungsgemäß bedeutet, daß der Laden innerhalb der nächsten 2 Jahre den Bach runtergehen dürfte.
Dem stimme ich voll zu und ich glaube, nicht nur Opel wird es so ergehen.

Liebe Grüsse
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Lohe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 14:11   #13 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
egal wie schlimm es kommen mag, die angst vor der angst macht es noch schlimmer. ich spiele da nicht mit.

dort wo etwas zerbricht entsteht platz für neues. wer dem zerbrochenen zu lange nachweint oder sich aus angst vor dem kommenden von der zukunft abwendet verliert jede chance sie aktiv mit zu gestalten.

aber manche gestalten ja auch mit, in dem sie ihr favorisiertes horrorszenario wie ein mandra aufsagen.

...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...das kind wird in den brunnen fallen...

aber auch das ist nichts für mich.

manchmal frage ich mich warum es mir so schwer fällt zu resignieren. ich denke es liegt an meinem spiegelbild. in mir tobt seit jeher ein kampf der sich nach und nach in mein gesicht prägt. ich tue halt was ich kann damit letztendlich die ehrlichen lachfalten den sieg erringen.

Puck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 14:53   #14 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Myrkwid
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Zitat:
Zitat von Puck Beitrag anzeigen
egal wie schlimm es kommen mag, die angst vor der angst macht es noch schlimmer. ich spiele da nicht mit.
Volle Zustimmung. Auch das mit dem Mantra übrigens.

Wobei, je älter mensch wird, desto anstrengender wird es, den Kopf oben zu behalten. Dafür kann ich mir dann sagen, es gab Zeiten, da hätte ich um alles in der Welt nicht dabei sein wollen. Und diese Zeit ist das definitiv nicht.
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insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 19:42   #15 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Benutzerbild von Vetch
 
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>> Pucks Beitrag <<

Volle Zustimmung!

Im Übrigen, so seh ich das, finden jeden Tag Wahlen statt: in den Geschäften, Läden, Internetshops...
Seis ne Packung Kekse oder ein neues Auto. Durch unser Konsumverhalten (oder Konsumverzicht) beeinflussen wir die Politik mehr als durch Stimmabgabe alle paar Jahre.
Vetch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 20:36   #16 (permalink)
Traumfängerin
 
Benutzerbild von Lohe
 
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Zitat:
Zitat von Vetch Beitrag anzeigen
>> Pucks Beitrag <<
Im Übrigen, so seh ich das, finden jeden Tag Wahlen statt: in den Geschäften, Läden, Internetshops...
Seis ne Packung Kekse oder ein neues Auto. Durch unser Konsumverhalten (oder Konsumverzicht) beeinflussen wir die Politik mehr als durch Stimmabgabe alle paar Jahre.
Da geb ich dir recht, leider bedenken dies zu wenige Menschen.

Ich bin auch gegen totale Schwarzmalerei, irgendwie wird es schon weiter gehen. Aber alles positiv sehen, kann ich auch nicht.
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Lohe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2009, 14:06   #17 (permalink)
Träumer
 
Registriert seit: 29.08.2008
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Alter: 21
Beiträge: 20
ich bin so glücklich dass ich faktisch bei Vater Staat angestellt bin. Für mich ist die Krise nicht spürbar (ausser dass die Medien dauernd verstopt sind).

Jedoch haben viele unserer Lieferanten auf Kurzarbeit umgestellt und sind um jeden Auftrag froh. Die Arbeitslosenzahl wird in der schweiz steigen, und unsere Politiker sorgen nur dafür dass das Gesundheitswesen noch teurer wird. *seufz*

Ich denke das wird so wie nach der Grossen Depression in den 20ern sein... alles am Boden, und Musikgruppen covern "wir steigern das Bruttosozialprodukt".

Ich blicke alles in allem zuversichtlich in die Zukunft.

Ich habe mehr Angst vor Nordkorea und dem Iran bzw. Israel.

Gruss
Siharyan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2009, 21:02   #18 (permalink)
oder nicht?
 
Benutzerbild von Augur
 
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Zitat:
Zitat von Bernd Beitrag anzeigen
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- ...

Bernd
- Bürgerkrieg
- Massenpanik
- Chaos
- Zerstörung ....


Ich fühl mich wirklich wohl und bin recht entspannt, die Wirtschaft ist nicht so besch** wie es uns die Medien glauben machen wollen (Ebenso die pöse pöse Schweinegrippe, 350 Tote WELTWEIT, und die normale Influenze raft 10.000 bis 100.000e jeds Jahr dahin? ooooh die pöse pöse Schweinegrippe, zuhülf! zuhülf!....).

Sollte aber der große Zusammenbruch der Gesellschaft kommen, das Sozialgefüge zerbrechen, die Wirtschaft Weltweit darnieder liegen - ich bin gewappnet....

PS:
Zitat:
und Musikgruppen covern "wir steigern das Bruttosozialprodukt".
Oh Gott, alles nur das nicht!!!!!
__________________
Azotad!

Geändert von Augur (04.07.2009 um 21:04 Uhr) Grund: Nachtrag
Augur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2009, 10:51   #19 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
Benutzerbild von StarFire
 
Registriert seit: 20.01.2007
Ort: Fürth
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Beiträge: 2.699
Blog-Einträge: 34
Für die, die mit dem Allerschlimmsten oder vielleicht auch nur mit kleineren lokalen Katastrophen, Unruhen oder einfach Versorgungsproblemen rechen:

Human-Survival-Project
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StarFire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2009, 15:04   #20 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 2.370
ich find's interessant, das alles hier zu lesen. seit etwa zwei jahren schaue und lese ich keine nachrichten mehr (tv, netz, zeitung, radio), bekomme vieles allein durch foren und blogs mit. aufgehört habe ich mit den nachrichten, weil ich den negativismus, den diese verbreiten, nicht mehr ertragen habe. nachrichten erzeugen angst - und das sollen sie wohl auch.

in meinem direkten umfeld bekomme ich von der vielzitierten krise nicht allzu viel mit, was sicher nicht daran liegt, daß ich in einem wattekokon lebe oder mir das alles schöndenken muß.

in meiner familie arbeiten zwei menschen in großen konzernen. zu vermelden ist, daß die aufträge seitens der industrie ausbleiben, aber die vorhandenen arbeitskräfte werden dadurch genutzt, daß in projekte für die zukunft investiert wird. es gibt also noch unternehmen, die weiterhin nach vorn schauen. schade, sowas findet man wohl nicht in den nachrichten.

ich mach bei der hysterie auch nicht mit. kommt aber daher, weil ich mir keine illusionen mache: völkerwanderung, überleben im wald oder ohne medikamente funktioniert bei mir eh nicht.
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
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