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In welcher Welt leben wir eigentlich Ein Tounge-in-Cheek-Board. Was es ist? Findets heraus!

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Alt 05.02.2009, 18:08   #1 (permalink)
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Benutzerbild von Lidania
 
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Katholiken gegen Ostermarkt

Stellt euch vor: Der Ostermarkt in Ingelheim darf auf Intervention der katholischen Kirche nicht Ostern stattfinden, sondern muss um eine Woche verschoben werden!
Nun müssen alle Planungen umgeändert werden.
Sowas Hirnrissiges!
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Alt 05.02.2009, 18:20   #2 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
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Versteh ich nicht.
Sind Märkte und Kirmes zu Kirchweih, Festen und sonstigen wichtigen Ereignissen nicht eine jahrhundertealte Tradition im "christlichen Abendland"?

*diespinnendiekatholen*
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insprinc schublandun.
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Alt 05.02.2009, 18:23   #3 (permalink)
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Tja - vielleicht sehen die das bei Mittelaltermärkten irgendwie anders? Ist ja nicht so religiös eingefärbt und es könnten unter Umständen ja auch kritische Liedlein zu Mönchen und ähnlichem ertönen.....(zum Beispiel von Triskehle und anderen dort gebuchten Gruppen.....)
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Alt 05.02.2009, 19:06   #4 (permalink)
Bragitru
 
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Warum eröffnen die Katholiken nicht selbst einen Stand auf dem Markt, oder stellen einen Priester/Mönch dahin, der der Mittelalterszene nicht ganz abgeneigt ist und dort für die willigen eine mittelalterliche Osterzeremonie abhält? Das könnte das Sendungsbewusstsein der Kirche befriedigen und gleichzeitig eine Bereicherung für den Mittelaltermarkt sein, da er so ein kleines bischen "authentischer" wird? Ich würds toll finden auf einem Markt auch mal echten Mönchen über den Weg laufen zu können.
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Alt 05.02.2009, 19:07   #5 (permalink)
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Ach die haben sie doch nicht alle am leuchten!

Genauso deppert finde ich, dass an christlichen Feiertagen nicht mal mehr Bäckereien morgens öffnen dürfen, außer man wohnt in einem Wallfahrtsort

Manchmal treiben die es mit dem Schutz der Feiertage echt ein bisschen zu bunt. Es könnt ja einer was negatives sagen. Schon mal daran gedacht, dass durch solche Verbote genau das passiert?
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Alt 05.02.2009, 19:14   #6 (permalink)
Bragitru
 
Benutzerbild von Thalion
 
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Wo du gerade den Schutz von Feiertagen erwähnst, Ilfirin, frage ich mich wie es generell um die Feiertage aus nichtchristlichen Religionen in diesem Land bestellt ist? Sind alle gesetzlichen Feiertage bei uns rein christlich, abgesehen vom Tag der Arbeit und dem Tag der deutschen Einheit? Wenn ja, kann man vom Arbeitgeber an den für die eigene Religion wichtigen Feiertagen frei bekommen ohne dafür einen Urlaubstag opfern zu müssen?
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Alt 05.02.2009, 19:49   #7 (permalink)
auf dem Weg
 
Benutzerbild von Morrighann
 
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Wie es im normalen Arbeitsalltag ist, weiß ich nicht, aber die muslimischen Schüler bekommen an Bayram immer frei.

LG, Morrighann
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Die Hoffnung stirbt zuletzt
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Alt 05.02.2009, 20:11   #8 (permalink)
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Benutzerbild von Lidania
 
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Zitat:
Zitat von Thalion Beitrag anzeigen
Warum eröffnen die Katholiken nicht selbst einen Stand auf dem Markt, oder stellen einen Priester/Mönch dahin, der der Mittelalterszene nicht ganz abgeneigt ist und dort für die willigen eine mittelalterliche Osterzeremonie abhält? Das könnte das Sendungsbewusstsein der Kirche befriedigen und gleichzeitig eine Bereicherung für den Mittelaltermarkt sein, da er so ein kleines bischen "authentischer" wird? Ich würds toll finden auf einem Markt auch mal echten Mönchen über den Weg laufen zu können.
Ich nehme an, dass die an Ostern sehr anderweitig beschäftigt sind .......
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Alt 05.02.2009, 20:24   #9 (permalink)
Asperula odorata
 
Benutzerbild von silberquell
 
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An der Verschiebung des Termines für dieses Jahr werdet ihr wohl nichts mehr ändern können.
Habt ihr vor die Besucher, die zu dem neuen Termin erscheinen über die Verschiebung aufzuklären?
Wenn darüber in der Lokalzeitung berichtet würde, könnte man eine Diskussion anregen und vielleicht den Termin für nächstes Jahr zurück in Richtung Ostern bekommen.
Hier bei uns haben viele Leute kein Verständnis für solche Eingriffe der Kirche, eben weil sie ja alle selbst nur an den Feiertagen frei haben und nicht eine Woche später. So wurde der Ostermarkttermin beibehalten (war allerdings kein Mittelaltermarkt, sondern offener Sonntag).
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werde was du warst
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Alt 05.02.2009, 21:38   #10 (permalink)
Waldmeister
 
Benutzerbild von Silvanus
 
Registriert seit: 17.11.2008
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Beiträge: 103
Die Idee von Thalion würde mir auch sehr gefallen.
Grade so ne katholische Osternacht hätte doch einiges Flair, und den Katholen wär doch eigentlich ein bisschen öffentlicher Pomp zuzutrauen... schade schade.
Wo bleiben die Passionsspiele??
Wär mir allemal lieber als irgendein Müslihexen-Ostara-Bohei.
Die "germanische Frühlingsgöttin Ostara" ist übrigens möglicherweise eine Erfindung der Romantik. Stört mich nicht, sollte man aber wissen.
Silvanus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2009, 22:26   #11 (permalink)
Bragitru
 
Benutzerbild von Thalion
 
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Zitat:
Ostara ['o:stara] ist ein von Jacob Grimm durch philologische Vergleiche als Name hergeleiteter Begriff für eine vermeintliche germanische Frühlingsgöttin. Als Quelle bezog sich Grimm dabei auf den angelsächsischen Mönch und Kirchenhistoriker Beda, der das Wortes „Easter“ (Ostern) mit einer früheren germanischen Göttin namens "Eostrae" erklärte.
Ostara ? Wikipedia

Ich bin bei Ostara echt zwiegespalten. Die Fachwelt sagt, es gibt keinen mythologischen Beleg für Ostara, bzw. zweifelt den einzigen historisch greifbaren Beleg in einer Schrift des Beda Venerabilis, Christ und Kirchenhistoriker im 8. Jahrhundert in Englang, an. Doch egal ob sie nun authentisch ist, oder in der Romantik erfunden wurde, sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts (1905 - 1930) von Jörg Lanz von Liebenfels als Namenspatronin für seine rassistische Zeitschrift "Ostara" missbraucht, die (die Zeitschrift) glaube ich nicht ganz unschuldig daran war, dass die Nazis in der Weimarer Republik so gut Fuß fassen konnten. Vielleicht sorgt auch dieser Hintergrund bei mir immer wieder für unbehangen, wenn ich von Ostara lese...
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Alt 06.02.2009, 09:32   #12 (permalink)
VfGH-Mitglied
 
Benutzerbild von Svear
 
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Ach wie schön, wieder eine Diskussion zu Ostern. Nehmen wir doch Weihnachten gleich mit:

http://www.weltvonmorgen.org/artikel/ano.pdf
http://www.weltvonmorgen.org/artikel/iwc.pdf

Ich habe beim Internetstöbern neulich mal eine noch krassere Seite von Hardcore-Christen gefunden auf denen nahezu gegen jedes neu-christliche Fest als heidnisches Teufelszeug gewettert wurde. War nett und mit Befriedigung für mich als germanische Heidin zu lesen. Wirklich amüsant. Leider finde ich den Link spontan nicht mehr.

Und was die christlichen Feiertage angeht, die nehme ich gerne mit als kleinen Ausgleich für die vielen christlichen Ungerechtigkeiten die unsereiner so hinnehmen muß. Meine Feste sind mir so wichtig das ich dafür gerne Urlaub nehme. So lange das Christentum in Deutschland Staatsreligion ist, wird es niemals einen Feiertag für die Anhänger anderer Religionen geben. Oder macht sich da einer von Euch andere naive Hoffnungen?

Naja @Thalion. Da müßte aber eine ganze Menge anderes auch für "unbehagen" sorgen. Wie wäre es mit dem Kirchenglockenbimmeln alle viertelstunde, die daran erinnern wie Abertausende im Zeichen des Kreuzes abgeschlachtet wurden?

Zitat:
www.vfgh.de
Ostara ist ein Fest des Aufbruchs, der Erneuerung und Erwartung. Die ersten Blumen, Baumknospen und der Gesang der Vögel künden vom Wiedererwachen des Lebens.
Svear
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Die Realität liegt irgendwo zwischen Fakten und Wahrheit - umzingelt von der Persönlichkeit des Betrachters. ©SVEAR

Asentreu und Spaß daboi! Asatru Stammtisch in Pforzheim - Ziuewa.Wordpress.com. Jeden 1sten Do im Monat.

Geändert von Svear (06.02.2009 um 09:48 Uhr)
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Alt 06.02.2009, 10:24   #13 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
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ich kenne die burgkirche in ingelheim.

dort feiern die ortsansässigen christen an ostern den tod und die auferstehung von jesus dem sohn ihres einzigen gottes.

das sie sich zu dieser zeit in ihrem trauerfreudenritual gestört fühlen, wenn quasi auf dem ritualsplatz ein illusteres feierndes völkchen sein unwesen treibt, kann ich gut verstehen.

es gibt bei mir auch bestimmte plätze an denen ich es an gewissen tagen nicht schätzen würde, wenn plötzlich eine horde jubelnder gospelsänger beschlossen hätte mein fest mit ihrer lebensart zu bereichern.

so schön der platz, und so toll das ambiente dort auch für mittelaltermärkte ist, es ist der (empfundene) kirchhof der burgkirche.

die rücksicht an einem speziellen datum dort nicht zu stören kann ich gut aufbringen.
Puck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2009, 13:21   #14 (permalink)
Bragitru
 
Benutzerbild von Thalion
 
Registriert seit: 01.02.2009
Ort: Hamburg
Alter: 25
Beiträge: 647
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@Svear
Ich wollte die Göttin Ostara und ihre Anhänger keinesfalls in ein schlechtes Licht rücken! Versteh mich da bitte nicht falsch. Wenn ich es getan habe, so tut es mir leid! Das lag nicht in meiner Absicht.

Wie gesagt, meine zwiegespaltenen Gefühle Ostara betreffend liegen vielleicht an dieser Zeitschrift, in dessen Kontext ich den Namen das erste mal hörte. Anscheind hab ich mich immer noch nicht von dem Bild meiner Kindheit befreien können, dass "Nazis" und alles was mit ihnen in Verbindung steht, der Archetyp des abgrundtief bösen ist. Ich denke vielen heute geht es ebenso, was vielleicht mit ein Grund ist, warum diese kranke Ideologie immer noch in manchen Kreisen beliebt und in anderen Kreisen dämonisiert ist. Wie ein dunkler Schatten taucht der Braune Dämon immer wieder auf...

Zitat:
Zitat von Svear Beitrag anzeigen
Naja @Thalion. Da müßte aber eine ganze Menge anderes auch für "unbehagen" sorgen. Wie wäre es mit dem Kirchenglockenbimmeln alle viertelstunde, die daran erinnern wie Abertausende im Zeichen des Kreuzes abgeschlachtet wurden?
Es gibt Orte und Zeiten, da stört mich das Kirchgebimmel tatsächlich. Da tut der melancholisch freudigtrauernde Klang zu Ehren eines ans Kreuz genagelten richtig weh. Vor allem an Orten, von denen ich weiß, dass die Kirche auf einem alten nicht-christlichen Heiligtum/Ritualplatz errichtet wurde. Oder wenn ich in einem Park, oder Wald bin und ich das Gefühl habe, dass durch das Gebimmel irgendetwas kaum wahrnehmbares vertrieben wird..

Liebe Grüßße
Thalion
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Alt 06.02.2009, 14:19   #15 (permalink)
VfGH-Mitglied
 
Benutzerbild von Svear
 
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@Thalion
Aber nicht doch! Ich habe dich schon richtig verstanden. Alles Bestens keine Sorge.

Was mich immer wieder wütend macht ist, daß heidnische Dinge nur durch die perverse, selbstgemachte Ideologie der Nazis mit selbigen in Vebindung steht. Aber das ist eine andere traurige Geschichte und zumindest hier off-Topic.

*****************

Erzchristen wollen an "ihrem Ostern" bestimmt kein buntes weltliches Markttreiben. Fairnesshalber will ich aber hier sagen das so ein Markt ja auch beispielsweise eine Woche vorher eingeplant werden kann. Schließlich wollte ich beim Ritual zu Ostara auch keine christliche Messe in Sichtweite.

Svear
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Alt 06.02.2009, 16:23   #16 (permalink)
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Benutzerbild von Raven
 
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Ja, aber statt gleich den Termin zu verlegen, hätte man da nicht stattdessen den Standort etwas verschieben können? Ich weiß ja nicht, wie die Gegebenheiten da sind. Bei uns im Örtchen würde das zum Beispiel etwas schwieriger werden, die beiden Plätze wo jedes Jahr die Kirmes aufgebaut wird, zum Bleistift, liegen beide direkt an einer Kirche, einmal evangelisch, einmal katholisch. Und das sind bei uns so die zentralsten Punkte in der Stadt, wo man einen Markt aufziehen kann.

Bei uns wurde der Weihnachtsmarkt durch einen Mittelaltermarkt ersetzt. Der wurde letztes Jahr aber aus der Stadt ausgelagert und auf das Gelände eines ehemaligen Klosters gelegt, weil das Ambiente dort besser ist. Und keiner von der Kirche hat gemeckert. Das einzige Gemecker in unserem eigentlich sehr christlich angehauchten Dörflein (wir sind ja auch Wallfahrtsort) war, dass der Markt außerhalb der Stadt so schlecht zu erreichen ist. So geht's auch.
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Alt 06.02.2009, 17:40   #17 (permalink)
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Benutzerbild von Lidania
 
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Zitat:
Zitat von Puck Beitrag anzeigen
ich kenne die burgkirche in ingelheim.

dort feiern die ortsansässigen christen an ostern den tod und die auferstehung von jesus dem sohn ihres einzigen gottes.

das sie sich zu dieser zeit in ihrem trauerfreudenritual gestört fühlen, wenn quasi auf dem ritualsplatz ein illusteres feierndes völkchen sein unwesen treibt, kann ich gut verstehen.

so schön der platz, und so toll das ambiente dort auch für mittelaltermärkte ist, es ist der (empfundene) kirchhof der burgkirche.

die rücksicht an einem speziellen datum dort nicht zu stören kann ich gut aufbringen.
OK - ich kenne den Ort (noch) nicht. Wenn das so ist, wie du es beschreibst, kann ich die Entscheidung in etwa nachvollziehen. Allerdings war der Markt schon seit fast einem halben Jahr in Planung. Die Beschwerde kam etwas kurzfristig, nämlich erst letzte Woche.
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Alt 06.02.2009, 22:55   #18 (permalink)
Ewiger Zweifler
 
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Hallo,

hab schon seit ewigkeiten nix mehr gepostet, aber das ist doch mal wieder eine gute Gelegenheit.

Und zwar, um mal wieder auf das berühmte Glashaus hinzuweisen, aus dem so gerne Steine geworfen werden. In dem Sinne kann ich Puck nur zustimmen.

Warum muß hier eigentlich großzügigst/herablassend zugestanden werden, das die pöhsen Christen auch ihre Feiertage in der feierlichen Stimmung abhalten dürfen, wie das hier allenthalben für sich selbst gefordert wird.

Keine Frage, die Katholische Lobby hat hierzulande mehr zu sagen, als der gemeine Heide, aber sich an der bloßen Macht der einen Glaubensgruppe zu reiben ist eine Sache, ihr dann das abzusprechen, was man für sich lautstark fordert, nämlich in Würde und Respekt seinen Glauben an seinen Gott zu zelebrieren, ist ein anderer Schuh.

Ja, den Kirchen (und besonders der Katholischen) passt der ganze heidenkram überhaupt nicht, keine Frage, aber Kirchenglocken als Lärmbelästigung zu bezeichnen ist auch nicht grade der Gipfel der Toleranz.

Nach dem Motto, ich ertrage zwar täglich die Einflugschneiße und die Autobahn neben mir, aber wenn die Konkurrenz zum Gebet ruft, da seh ich dann rot.

gibt bestimmt noch einen anderen Platz, wo der Markt abgehalten werden kann. (zumal das Ambiente sicher auch davon getragen wird, das hinten dran so eine schöne Kirche steht, )

Sorry, kam grad so spontan
Gruß, Theoderich (nicht katholisch )
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"Ich glaube, die Erschlagenen [Toten] kümmert es wenig, ob sie schlafen oder auferstehen werden." (irgend so ein alter Grieche)

"Audiatur et altera pars." (ein alter Römer)

"Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern. (Adenauer, ein alter Rheinländer))
Theoderich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2009, 00:04   #19 (permalink)
Bragitru
 
Benutzerbild von Thalion
 
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[QUOTE=Theoderich;91823]

Ja, den Kirchen (und besonders der Katholischen) passt der ganze heidenkram überhaupt nicht, keine Frage, aber Kirchenglocken als Lärmbelästigung zu bezeichnen ist auch nicht grade der Gipfel der Toleranz. [/quote

Es gab irgendwo in Deutschland mal einen Fall, da hat die Bevölkerung erfolgreich gegen das Läuten geklagt. Ich weiß nur leider nicht mehr wo ich das im Netz gelesen hatte. Ich such bei Interesse morgen mal danach.

Zitat:
Nach dem Motto, ich ertrage zwar täglich die Einflugschneiße und die Autobahn neben mir, aber wenn die Konkurrenz zum Gebet ruft, da seh ich dann rot.
Kirchenglocken kann man abstellen, oder nur zu bestimmten Zeiten läuten. Autobahnen nicht... Verglichen mit Autobahnen und Flughäfen sind Kirchenglocken vollkommen unnötig. Mit Kirchenglocken kann man weder Waren noch Personen transportieren, dein Vergleich ist in etwa so sinnvoll wie der Vergleich einer Tafel Schokolade mit einem Fahrrad. Ein Fahrrad ist nützlich, aber eine Tafel Schokolade ist nur ein Genuss für den der sie mag.

Zitat:
gibt bestimmt noch einen anderen Platz, wo der Markt abgehalten werden kann. (zumal das Ambiente sicher auch davon getragen wird, das hinten dran so eine schöne Kirche steht, )
Darum geht es nicht! Natürlich kann der Markt auch woanders abgehalten werden. Aber das bedarf meist einer längeren Plan, die die katholische Kirche den Marktbetreibern aber nicht zugesteht. Lidania hat geschrieben, dass der Markt, von dem die Stadtverwaltung seit Monaten weiß, erst letzte Woche. Hätte die Kirche von Anfang an etwas gesagt, wäre es sicherlich kein Thema gewesen. Die Kirche handelt hier respektlos, nicht die Marktbetreiber die sich darüber aufregen, dass sie nun vielleicht ihre Urlaubstage neu einreichen müssen oder eine Woche später vielleicht überhaupt nicht mehr frei bekommen für den Markt!
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Alt 07.02.2009, 00:48   #20 (permalink)
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Es ist vor allem ein Problem wegen der Spielleute und Schausteller, die zum Teil schon seit Dezember ihre Jahresplanung fest haben. Die können nicht so mir nichts dir nichts alles umschmeißen. Vielleicht sind sie an dem nächsten Wochenende schon woanders unter Vertrag. Das ist dann schade für die Veranstalter, wenn viele der Teilnehmer nicht mehr umbuchen können.
Und ein Mittelaltermakt ist ja nun mal kein Heidenfest - also warum die Kirche sich da gestört fühlt versteh ich nicht so ganz. Ich sag ja - Karfreitag wär es selbstverständlich nicht gegangen. Einen fröhlichen Markt wenn andere den Tod ihres Glaubensstifters bertrauern - das wär natürlich nicht das Wahre.
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