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In welcher Welt leben wir eigentlich Ein Tounge-in-Cheek-Board. Was es ist? Findets heraus!

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Alt 27.03.2009, 23:40   #61 (permalink)
Rude Boy Action
 
Benutzerbild von Sarevok
 
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Zitat:
Wer hingegen schon immer ganz gut "den Lehrer gespielt" hat, wird auch keine pädagogische Ausbildung brauchen.
Das trifft höchstens auf einen minimalen Prozentsatz zu. Ich persönlich habe in Pädagogik äußerst viel dazu gelernt, auch wenn ich schon vorher 'den Lehrer gespielt' habe.


Zitat:
Die die fleißig gekrochen sind bekahmen die guten noten. wohingegen Leute die sich zwar redlich bemüht haben aber nur leicht aus dem rahmen fielen gnadenlos gebügelt wurden.
Das halte ich für unwahr. Wie will ein Mathelehrer denn bitte nach Sympathi bewerten? Ich hatte in Mathe auch mal einen Lehrer, der mich nicht leiden konnte und mir wohl am liebsten die Pest auf den Hals gewünscht hätte(Der mochte keine Punker ), aber ich habe eben meine Einsen und Zweien konstant geschrieben und er konnte mir einfach keine andere Note geben. Wenn doch, dann wär ich zum Direx gegangen oder hätte Anzeige erstattet. Wer das nicht tut, der ist selbst dran Schuld.


Zitat:
Schule ist ein Ort von Demütigung, machtspielchen und gewalt. Ein microcosmus dessen was in unserer gesellschaft alles schief läuft, in dem man sehr schell den halt verlieren kann.
Du glaubst also im Ernst, dass unsere Gesellschaft besser werden würde, wenn man Konkurrenzdenken abschafft?
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Alt 28.03.2009, 09:49   #62 (permalink)
Skaldenmetbrauerlehrling
 
Benutzerbild von Bernd
 
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Zitat:
Zitat von Sarevok Beitrag anzeigen
Du glaubst also im Ernst, dass unsere Gesellschaft besser werden würde, wenn man Konkurrenzdenken abschafft?
"Miteinander anstelle gegeneinander" wäre doch eine überdenkenswerte Alternative.
Oder meinst Du nicht?

Bernd
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Alt 28.03.2009, 10:11   #63 (permalink)
inderPupilleellipuPredni
 
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Zitat:
Zitat von Sarevok Beitrag anzeigen
Das halte ich für unwahr. Wie will ein Mathelehrer denn bitte nach Sympathi bewerten?

Oh, da gibt es viee subtile Mechanismen,
Schüler links liegen zu lassen und ihnen zu vermitteln
dass sie die letzten sind.
Ihre Beiträge zu ignorieren, abzuwerten, lächerlich zu machen.

Ich war in Mathe immer Mittelfeld bis schlecht
in der 10ten hatte ich einen wundervollen Lehrer,
der meine Gesamtpersönlichkeit achtete und mich wertschätzte
--- wurde fast zur 1 er Schülerin in Mathe
und dies Fach - böhmische Dörfer bislang -
konnte auch einer bisherigen Matheuninteressierten näher kommen

Du glaubst also im Ernst, dass unsere Gesellschaft besser werden würde, wenn man Konkurrenzdenken abschafft?


Diese Gesellschaft und ihre crazy-machenden Ausbeutungsmechanismen basieren doch auf Kokurrenz ... besser .... schneller ... höher ... weiter fliegen / siegen und verbiegen
insofern
ist es auch meine Überzeugung, dass ein Wegdenken und - handeln davon
wieder in eine menschlichere Gesellschaft führt.

allerdings: Die Schulen sind doch eigentlich nicht mehr sehr viel mehr
als Rekrutierungsanstalten für eine sich immer kranker
und schneller drehende Produktionsmaschinerie.

Und von letzterer sind Schüler,
die nicht auf nach der grösseren Möhre Männchen machen
eher unerwünscht

Regenbogen
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Geändert von Regenbogen (28.03.2009 um 10:31 Uhr)
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Alt 28.03.2009, 10:59   #64 (permalink)
Rude Boy Action
 
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@Regenbogen: Sicherlich sind das Methoden, die ein Lehrer anwenden kann, um einen Schüler zu diskreditieren oder ihm den Mut zu rauben. Aber es ist ihm nicht möglich, von vorneherein schlechte Noten zu geben. Wie gesagt, mein Lehrer konnte mich auch nicht leiden und hat mir wenig bis nichts beigebracht. Dann habe ich selbst eben mehr gebüffelt und mir Nachhilfe geholt und hatte meine Eins immer noch. Aber um nochmal auf meine Aussage zurückzukommen: Ein Lehrer kann dir keine schlechten Noten geben, nur weil er das will.

Was das Konkurrenzdenken angeht: Konkurrenz bringt Fortschritt und mehr Leistung. Ohne Konkurrenzdenken wäre unser Leben wohl um einiges unangenehmer. Natürlich weiß ich, was ihr meint, aber ich bin der Meinung, dass ihr es euch da ein wenig einfach macht. In einem gewissen Maße empfinde ich das als vollkommen in Ordnung.
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Alt 28.03.2009, 13:14   #65 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
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Sowohl Konkurrenz, als auch Kooperation können die Leistung steigern. Es kommt auf den Einzelfall und die individuelle Prägung an. Unterrichtet ein Lehrer einseitig auf Leistung, dann kann er damit rechnen, daß weniger leistungsfähige Schüler durch das Raster fallen. Es gibt mehr als genug Fälle wo Kooperation zu besseren Ergebnissen führt als reine Konkurrenz.

Die beste Methode wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Ein guter Lehrer wird den Typ seiner Schüler erkennen und die beste Mischung der Methoden herausarbeiten.

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Alt 28.03.2009, 19:47   #66 (permalink)
Rude Boy Action
 
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Zitat:
Die beste Methode wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Ein guter Lehrer wird den Typ seiner Schüler erkennen und die beste Mischung der Methoden herausarbeiten.
Türlich, sehe ich auch so. Ich halte es nur für falsch, wenn man Konkurrenz generell als etwas Schlechtes sieht.
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Alt 28.03.2009, 22:48   #67 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
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Es ist, den ich, so eine Sache, wie man "Konkurrenz" definiert. Und ob es wirklich so toll sein kann zu sagen das (jegliche Art) von Konkurrenz das "Geschäft" belebt.
Oder eine "Konkurrenzfähigkeit" ja... zu fördern.

Mal ein Beispiel aus eigenem Erleben:

Mäxchen, Anna, Valerie und Carola sind mit einander verwandt und haben relativ viel Kontakt zu einander. Sie sind unterschiedlichen Kinder-und Teenager-Alters und die Elter und Großeltern empfinden es als ihre "Pflicht" ihnen auch "Konkurrenzdenken" beizubringen (bewusst oder unbewusst, sei jetzt dahin gestellt und spielt für die Geschichte auch nicht wirklich eine Rolle).
Sie stellen es wie folgt an:
Da die Kinder unterschiedliche Begabungen haben, wird vor jedem Kind in den aller höhsten Tönen immer wieder diese Begabung vor dem entsprechenden Kind hervorgehoben, ohne dabei die ""Qualitäten"" und Begabungen des entsprechenden Kindes zu würdigen.
Für ein bessers Bild:
Valerie ist eine hervorragende Sängerin und wird vor Anna von den gemeinsamen Großeltern und von ihren (also Anna) Eltern ganz bewusst und ständig hervorgehoben.
Wie toll sie singen kann, was sie für eine super Stimme hat, das Anna sich an ihr ein Beispiel nehmen soll. Das Valerie gesanglich vor allen anderen so absolut riesig talentiert ist.
Anna, deren Talent ebenso im Gesang liegt, wird wegen dieses Talentes nicht oder ganz selten mal verhalten gelobt bzw. bekommt Anerkennung, so dass ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wachsen kann.
Sie bekommt halt immernur vorgehalten, wie gut Valerie ist, wie toll sie ist, wie super und talentiert, und somit vermittelt, wie "wertlos" sie im Vergleich zu ihrer Cousine ist.
Andersherum läuft es ähnlich:
Von ihren eigenen Eltern und von den Großeltern bekommt Valerie immerwieder vorgehalten, wie toll und super Anna singt, was sie hier für tolle Sachen macht und dort für tolle Sachen macht, aber ihre eigenen Stärken und Talente werden nur in klitze kleinen Dosen, wenn überhaupt, gefördert oder gar gewürdigt.
Immer sind es die anderen, die besser und toller sind, als Valerie selbst und die sie erst mal "erreichen" muss.
Was Mäxchen und Carola anbelangt, so läuft es 100% zum gleichen Schema ab, sowohl in Hinblick auf den jeweiligen anderen, aber auch im Hinblick auf Anna und Valerie.
Carola, die einerseits eine erstklassige, zeichnerische Künstlerin ist, aber auch nebenbei das Keyboardspielen lernt (und das ebenfalls sehr gut), verliert daher irgendwann die Lust. Zumindest am Keyboardspielen (schließlich kann das Valerie ja sowieso besser als sie).
Anna traut sich in der Gegenwart von Valerie bald schon gar nicht mehr richtig, den Mund auf zu machen und zu singen usw. usf.

Und nicht nur das:
Das führt dann so weit, das die Kinder und Teenager mit einander gar nichts mehr zu tun haben wollen, weil die Gegenwart des anderen einen nur daran erinnert, das man "nichts wert" ist, egal wie sehr man sich auch anstrengt.


Meiner Meinung nach, wie gesagt, durch Erfahrung:
Konkurrenz mag zwar schön und gut sein, aber übertreiben darf und sollte man es nicht, weil es ganz gewaltig, besonders bei Kindern nach hinten los gehen kann!

Nicht zu vergessen, das eine gewisse stabile Grundlage der Persönlichkeit vorhanden sein muss, damit man mit Konkurrenz überhaupt richtig umgehen kann.


LG
Siat
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Ich bin zur Zeit selten online, bei wichtigen Dingen bitte eMail schreiben oder StarFire anschreiben!


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Alt 28.03.2009, 23:21   #68 (permalink)
Wiccander
 
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@JadisS: du hast es auf den Punkt gebracht. Gerade nach dem Amoklauf in Winnenden, habe ich mir überlegt, dass doch in unserer Gesellschaft, und hier insbesondere bei den Schulen etwas ganz total falsch laufen muss. Und da kann mir jetzt keiner erzählen, Computerspiele und Pornos (welcher männliche Jugendliche in dem Alter hat die nicht auf dem PC) seien schuld dran. Abgesehen davon, dass sowas erst passieren kann, wenn jemand Zugang zu Schusswaffen hat (und die braucht ja auch kein normaler Mensch!), liegt es meiner Meinung nach zu einem großen Teil an auch den Schulen. Ich sehe es an meinen Mädels, dass es z.B. auch den Klassenzusammenhalt wie früher einfach nicht mehr gibt. Die Klassen haben teilweise kein eigenes Klassenzimmer, werden in verschiedenen Fächern mit Teilen von Parallelklassen immer wieder neu zusammengesetzt. Die Krönung ist dann die "Abschlussfahrt" in der Realschule, um den Zusammenhalt zu stärken. Was brauche ich denn noch Klassenzusammenhalt, wenn man ein paar Monate sowieso auseinandergeht? Wäre vielleicht in früheren Jahrgangsstufen sinnvoller gewesen...
Und es motiviert keinen, wenn Lehrer einen als sowieso blöd abstempeln und das dann auch noch sagen.
Ich bin sehr gerne zur Schule gegangen, damals, aber heute ???
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Alt 29.03.2009, 00:26   #69 (permalink)
Rude Boy Action
 
Benutzerbild von Sarevok
 
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Bei Klassenfahrten geht es doch zum Großteil doch sowieso nur um's Saufen. Deswegen fand ich die auch immer so Spitze!

PS: Bei Städtefahrten ist ein wenig Kultur natürlich auch angesagt, aber bei Trips nach Amsterdam oder Lloret kann mir doch keiner erzählen, dass er da wegen etwas anderem wie Drogen oder Fußball mitfährt.
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Alt 29.03.2009, 10:11   #70 (permalink)
Forums Oma
 
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Habt ihr alle nur Klassenfahrten in der Oberstufe gemacht? Wir fangen damit in Klasse 4 und 5 an - eben um den Kindern auch Gelegenheit zu geben, einander und den Lehrer besser kennenzulernen, mal in anderen als unterrichtlichen Situationen. In der Mittelstufe finden Klassenfahrten dann im zweijährigen Rhythmus statt und in der Oberstufe (bei uns die Klassen 9 und 10) gibt es dann meist noch eine Abschlussfaht oder es fahren die 9er und 10er gemeinsam.
Also mit Saufen ist da nix. Da sind die noch nicht alt genug dafür (ist ja keiner über 18) und werden auch entsprechend beaufsichtigt.
Städtereisen ins Ausland können sich unsere Eltern eh nicht leisten und wenn ein Drittel der Klasse nicht aus Deutschland raus darf, weil kein deutscher Pass vorhanden ist, verbieten sich solche Fahrten von allein, denn eine Klassenfahrt, an der nur wenige teilnehmen können ist ja wohl keine.

Ich finde Klassenfahrten aber auch für Lehrer unheimlich wichtig, denn man bekommt viel besseren Kontakt zum einzelnen Schüler und lernt ihn mal aus einem anderen Blickwinkel kennen. Das ist oft sehr förderlich für die spätere Arbeit im Unterricht.
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Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2009, 14:15   #71 (permalink)
Rude Boy Action
 
Benutzerbild von Sarevok
 
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Doch, sicher gab's bei uns auch schon vorher Klassenfahrten. Beispielsweise nach Frankfurt in den Zoo. Da ist man dann auch in kleinen Grüppchen rumgelaufen und das war's dann. Also nichts mit eingeschworener Klassengemeinschaft.

In der zehnten Klasse gab's die erste längere Fahrt an die Costa Brava. Die, die 16 waren, durften dann aber selbstverständlich auch Bier konsumieren. Man war ja alt genug dafür...
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Alt 02.04.2009, 14:22   #72 (permalink)
Ze'ev ha-shalom
 
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Zitat:
Zitat von Sarevok Beitrag anzeigen
Das trifft höchstens auf einen minimalen Prozentsatz zu. Ich persönlich habe in Pädagogik äußerst viel dazu gelernt, auch wenn ich schon vorher 'den Lehrer gespielt' habe.
Das ist deine Wahrnehmung. Meine Wahrnehmung ist die folgende:

Meine Professoren an der Universität haben keine pädagogische Ausbildung erhalten, da sie ja ihr Kernfach studiert haben. Jegliche pädagogischen Kenntnisse haben sie sich also entweder autodidaktisch oder durch evtl. Kernkompetenzschulungen im pädagogischen Bereich nach der Habilitation erlangt (wobei mir nicht bekannt ist, ob es das tatsächlich gibt). Dennoch gibt es unter ihnen hervorragende Didaktiker.
Genauso gab es bei mir an der Schule damals Lehrer, also vollwertig ausgebildete Pädagogen, die inem gar nichts vermitteln konnten.

Insofern bin ich mir sicher, dass primär eine Veranlagung (biologisch, durch soziale Umstände anerzogen, whatever) zum Pädagogen bestehen muss, auf der eine pädagogische Ausbildung aufbaut. Ist diese nicht gegeben, wird man kaum zum brillianten Didaktiker, auch wenn einem dann die theoretischen Konzepte und Modelle der Pädagogik bekannt sind.

Das ist vielleicht meinerseits ein nicht präzise gezogener Schluss, da ich Schulpädagogik und Universitätspädagogik, also zwei doch stark unterschiedliche Bereiche -Kinder-/Jugendlichenbildung und Erwachsenenbildung- durcheinandergeworfen habe, aber ich glaube, was ich meine, ist klar.

Weder deine eigene Erfahrung noch meine Beobachtungen taugen irgendwas als allgemeingültige Aussage, dafür bräuchte es eben eine statistische Erhebung - aber nach welchen Kriterien? Es grenzt ans Unmögliche, dieses Thema objektiv zu analysieren.
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Iblis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2009, 22:53   #73 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
Registriert seit: 20.01.2007
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Lehrer sind nicht im eigentlichen Sinne ausgebildete Pädagogen, da Pädagogik nur ein Teilbereich ihrer Ausbildung ist. Den größeren Teil bilden Fachstudium und Didaktik/Methodik - ausgenommen bei der Ausbildung zum Sonderpädagogen - also Lehramt an Förderschulen.
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Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2009, 02:26   #74 (permalink)
Ze'ev ha-shalom
 
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Zitat:
Zitat von Lidania Beitrag anzeigen
Lehrer sind nicht im eigentlichen Sinne ausgebildete Pädagogen, da Pädagogik nur ein Teilbereich ihrer Ausbildung ist. Den größeren Teil bilden Fachstudium und Didaktik/Methodik - ausgenommen bei der Ausbildung zum Sonderpädagogen - also Lehramt an Förderschulen.
Ah, danke für die Klarifikation. Könntest du bitte, da du dich ja mit der Materie auskennst, vielleicht eben kurze Definitionen der einzelnen Aspekte einer Lehrerausbildung geben? Ich schmeiße da nämlich des öfteren was durcheinander, befürchte ich...z.B. der Unterschied zwischen Didaktik und Pädagogik ist mir so auf Anhieb nicht ersichtlich. Didaktik ist ja, salopp gesagt, die Kunst des Lehrens, bzw. des Vermittelns fachspezifischen Wissens, oder?
Inwiefern hebt sich davon die Pädagogik ab? Ist das eher die Wissenschaft, die sich mit dem Lernprozess als solchem, seinen biologischen, psychologischen und soziologischen Aspekten beschäftigt, oder wie? Und was sind dann reine, tatsächliche Pädagogen, was sind ihre Aufgaben und wo trifft man sie an?

Entschuldige das Fragenbombardement, aber ich glaube, du kannst da endlich mal Licht reinbringen in die Sache
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Iblis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2009, 11:11   #75 (permalink)
Freifliegerin
 
Benutzerbild von Holle
 
Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 356
Huhu Iblis, hier mal einige Begriffserklärungen zu den Erziehungswissenschaften:

Didaktik wird definiert als die „Theorie des Lehrens und Lernens“. Die ihr zugehörige Methodik befasst sich mit eher praktischen Fragen, z.B. „Mit welchen Mitteln kann ich die Inhalte des Lernstoffes verdeutlichen?“
Quelle: Didaktik ? Wikipedia
Beide Begriffe sind Unterbereiche der Pädagogik.

Pädagogik (von griechisch παιδεία paideia = Erziehung, Bildung bzw. παίς pais =Knabe, Kind griechisch άγειν agein = führen) oder Erziehungswissenschaft sind Bezeichnungen für die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinandersetzt.
Quelle: Pädagogik ? Wikipedia

Sowas lernt man z.B., wenn man Sozialpädagogik studiert ;-).

Ein - nach meinem Verständnis - echter Pädagoge ist jemand, der weiß, dass die Info über den Lerninhalt in einer Lehr-/Lernsituation niemals nur vom Lehrenden zum Lernenden geht, sondern dass beide voneinander lernen und sich hierdurch verändern. Er hat die Aufgabe, den theoretischen Stoff so darzubieten, dass er sich dem Lernenden erschließt. Der Lernende sollte fähig sein, sich den Stoff zu eigen zu machen und ein echtes Interesse und Verständnis zu entwickeln. Beide - Lehrender sowie Lernender - sollten eine offene, respektvolle Haltung füreinander pflegen.

LG, Holle
Holle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2009, 08:30   #76 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Alter: 61
Beiträge: 3.029
Danke Holle - treffender hätte ich es nicht erklären können. Das Pädagogikstudium als solches ist erheblich umfangreicher als eine normale Lehrerausbildung. Lehrer lernen in ihrer Ausbildung einiges über allgemeine Pädagogik und etwas mehr über Schulpädagogik. Sozialpädagogik und Sonderpädagogik werden nur angeschnitten - es sei denn, man studiert speziell diese Fächer.
Dafür muss in den Fächern, die man später unterrichten wird, das wissenschaftliche Fachwissen erworben werden, das man ja später vermitteln soll. In der Sek. 2 kommt dafür meiner Meinung nach die Methodik etwas zu kurz und das hat dann Auswirkungen auf die Art, wie man unterichtet - über welches methodische Repertoire man verfügt. Eigentlich müsste man in der Lage sein, Schülern den Stoff auf sehr unterschiedliche Weise nahezubringen und zu erklären, weil jeder anders lernt. Aber das stößt häufig an Grenzen. Lehrer sind halt auch keine Übermenschen, die alles können.
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Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2009, 10:57   #77 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
Benutzerbild von StarFire
 
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Beiträge: 2.699
Blog-Einträge: 34
Dass es auch anders geht, zeigt dieser Artikel:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...628411,00.html

lg
SF
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StarFire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2009, 12:06   #78 (permalink)
Hedgewitch
 
Benutzerbild von nightwing
 
Registriert seit: 30.08.2007
Ort: Erlangen
Beiträge: 129
Interessanter Artikel - Danke für den Link.
Es wundert mich allerdings nicht wirklich, daß in unserem Staate jemand bestraft wird, der Engagement beweist. Ist ja nicht das erste Mal. Das mit den "Notenquoten" haben wir bereits früher mal (in der Schule) vermutet - aber daß es mal so deutlich geschrieben wird, hat mich auch überrascht.
nightwing ist offline   Mit Zitat antworten
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