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| Die Wege der Kelten Hier ist der Platz, um rund um die Themen Celtoi, CR, heutiges Druidentum, keltische Mythologie und Religion usw. zu diskutieren |
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| | #1 (permalink) |
| Grinch vom Dienst Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Bremen Alter: 40
Beiträge: 753
| Thesen Mal wieder habe ich ein Interessantes Dokument gefunden. Das ganze ist zwar in einigen Punkten nicht bis zum ende durchdacht, aber geht teilweise in eine Richtung über die ich mir auch schon Gedanken gemacht habe. ich denke auf jeden fall das einige interessante Denkanstösse da drinne sind. Was denkt ihr? http://www.gruenverlag.de/Keltmyth.pdf |
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| | #2 (permalink) |
| Draco Nobilis Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Berlin (Nordrand) Alter: 39
Beiträge: 175
| Ein grobes Überfliegen des Textes hat meine Aufmerksamkeit gefesselt. Nach vielen Monaten Abstinenz von keltisch-religiösen Themen will ich mir das mal zu Gemüte führen. Danke Celeborn, für die Anregung! Später schreibe ich wahrscheinlich etwas dazu.
__________________ Grüße Harser |
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| | #3 (permalink) |
| Sepanios (kelt."Schüler") Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
| hmm... der Autor hat merkwürdige Ansichten. Er weist den mittalelterlichen Sagen der christlichen Ära Britanniens und Irlands grössere Beweiskraft zu als den Spätantiken Überlieferungen. Komisch finde ich die Formulierung einer "kontaminierten" Religion... als ob es soetwas wie "reine Religion" geben würde. Auch die Definition von Schamanismus ist recht merkwürdig. Letztendlich leugnet der Autor eigentlich die Indo-Europäische Herkunft der keltischen Religion und versucht eine ältere frühkeltische Religionsschicht zu rekonstruieren die VOR unseren frühesten Quellen über die Kelten gelegen haben soll... das finde ich eine absurde ansicht und eine sehr erschreckende Beweisführung ohne jegliches Verständnis von Chronolgie. |
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| | #4 (permalink) |
| Grinch vom Dienst Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Bremen Alter: 40
Beiträge: 753
| Das ganze stellt ja auch wenig Anspruch auf Richtigkeit...Es sind in meinen Augen nur mal einige Gedankenspiele ein wenig abseits des Mainstream. nur halte ich einige Ideen durchaus mal für Prüfenswert. |
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| | #5 (permalink) |
| Sepanios (kelt."Schüler") Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
| naja aber DAS ist ja genau mein Problem... das mit dem Prüfen. Da wird eine "reine" ("unkontaminierte") frühkeltische Religion konstruiert für eine Zeit aus der wir wirklich NICHTS Wissen ausser vielleicht hallstadtzeitliches Kunsthandwerk... was will man da überprüfen? Anhand von Was? |
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| | #6 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| Da scheint jemand ein paar Wunschvorstellungen zu pflegen, und wieder einmal werden es viele Leute aufnehmen und für fundierter halten als es ist. Bezeichnend ist, dass kaum moderne Fachliteratur auf aktuellem Forschungsstand in den Quellen aufgelistet ist, die antiken und mittelalterlichen Quellen werden nicht kontextkritisch betrachtet, und dafür werden dann so Schmankerl wie Iolo Morganwg aufgeführt. Im Text selber steht ganz ganz viel, was aus esoterischer Literatur übernommen ist, ohne dass diese in den Quellen angeführt ist.
__________________ omnia mutantur ~ nihil perit ~ mare aeternum est |
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| | #7 (permalink) |
| Grinch vom Dienst Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Bremen Alter: 40
Beiträge: 753
| Nachdem ich jetzt zeit hatte mir das ganze mal nicht nur Quergelesen sondern noch mal in Ruhe anzuschauen muß ich zugeben das die ganze sache doch etwas unkrittisch daherkommt... Allerdings sind die ansätze eine Verbindung zwischen einer Art Schamanismus und den ollen Druiden doch nicht völlig von der Hand zu weisen. |
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| | #8 (permalink) |
| Sepanios (kelt."Schüler") Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
| einige magische Praktiken die von den irischen Filidh und aus der schottischen Volksmagie überliefert sind weisen schamanoide Züge auf... allein von der gesellschaftlichen Funktion der Druiden auf Schamanismus schliessen zu wollen geht IMHO garnicht... es gibt/gab in zu vielen Stammesgesellschaften Berufs- und gesellschaftsgruppen mit ähnlichem ansehen und ähnlicher Funktion... ohne ,daß man denke ich sofort von "Schamanen" sprechen muss... mein Problem bei dieser Schamanen-Sache ist irgendwie ,daß man bei "Schamanen" gleich ein Bild vor sich hat von Stammesmagiern aus Sibirien oder Südamerika die mit dem was wir über Druiden so wissen eigentlich GARNIX gemeinsam haben... immerhin waren die Druiden sehr wohlhabende und angesehene Adlige und hatten eher wenig gemeinsam mit irgendwelchen Schamanen die in Zelten der sibirischen Steppe oder irgendwelchen Brujos in Regenwald Dörfern leben. Irgendwie sträubt sichs da bei mir... das passt nicht finde ich. Auch was die religiöse Sachkultur der Kelten angeht sicht die -wie ich finde- ganz anders aus als bei den Völkern die man umganssprachlich so mit Schamanismus in Verbindung bringt. Geändert von Samonios (06.08.2007 um 20:39 Uhr) |
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| | #9 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| So ist das aber sehr oft. "Schamanen" sind eben schick und toll und mystisch und verkaufen sich gut. Guck dich mal um, was heutzutage alles "schamanisch" ist. Selbst der Begriff des Schamanismus im ethnologischen Sinne geht ja weit über den Ursprungsbegriff hinaus, der aus einer ganz bestimmten Kultur kommt. Natürlich gibt es da in vielen Kulturen Ähnlichkeiten und Parallelen, und das alles als "schamanisch" zu bezeichnen, sozusagen als fachlichen Oberbegriff, ist schon okay. Aber in der Esoterik und im neuheidnischen Bereich ist "Schamanismus" ein ziemliches Gummiwort geworden, und es wird an allen Ecken und Enden etwas "Schamanisches" herbeigeredet - da fehlt meist sowohl das genauere Verständnis des Schamanismus-Begriffs als auch eine tiefere Einsicht in die jeweilige Kultur, in die man die schamanischen Elemente hineinzuinterpretieren versucht. Druiden sind in der Tat ein sehr schlechtes Beispiel für schamanische Aspekte, da sie eine ganz andere gesellschaftliche Stellung und Funktion hatten als die sogenannten Schamanen in ihren jeweiligen typischen Kulturen. Rituelle und magische Praktiken, die mit Trancezuständen und "Anderwelt"-Erfahrungen zu tun haben, gibt es nahezu universell, sie stehen aber in jeder Kultur in einem bestimmten religiösen, mythologischen und sozialen Kontext, und es ist ein bisschen naiv, das alles mit dem Etikett "schamanisch" zu versehen, weil es, wie Esuvassos schon sagte, falsche Assoziationen und Verallgemeinerungen auslöst. Wenn man sich mit einer bestimmten alten Kultur beschäftigen will, sollte man sich erst mal auf das stützen, was faktisch vorhanden ist - und nicht mit Wunschvorstellungen, was man gern in dieser Kultur finden würde, wie es leider viele tun, auch dieser Artikelschreiber da.
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