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| Die Wege der Kelten Hier ist der Platz, um rund um die Themen Celtoi, CR, heutiges Druidentum, keltische Mythologie und Religion usw. zu diskutieren |
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| | #1 (permalink) |
| Drachenseele Registriert seit: 19.05.2007 Ort: NRW Alter: 28
Beiträge: 303
| Fragen zu Druiden Im internet findet man ja mittlerweile einige infomationen und communitys die sich mit shamanismus oder dem hexentum auseinander setzen. Was Druiden betrifft so findet man dort nur relatief sporadische informationen zu. Daher hätte ich mal ein paar fragen an die druiden unter euch, da mich dieses thema sehr interessiert. Bei reisen nach irland und südengland habe ich schon einiges von dieser kultur und der keltischen mythologie mit bekommen, da dort unten diese kultur stellenweise noch sehr lebendig ist. Micvh würde deswegen vor allem auch persöhnliche erfahrungen und einschätzungen interessieren. Was macht einen/e Druiden/ Druidin aus? Was sind die eigenheiten des druidischen weges gegenüber anderen paganischen richtungen? Welches weltbild liegt dem zu grunde? Was verbindet ihr persöhnlich mit dem druidischen weg? Wie lebt ihr ihn in der heutigen zeit?
__________________ „An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.“ William Shakespeare (1564 – 1616) |
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| | #2 (permalink) |
| Grinch vom Dienst Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Bremen Alter: 40
Beiträge: 753
| Einen Druiden macht, für mich, in erster Linie erst mal aus, das es ihn heutzutage eigentlich gar nicht mehr gibt. Die Druidischen Traditionen sind ausgestorben und was seit dem 16 Jahrhundert "wiederbelebt" wurde dürfte mangels Quellen wenig bis nichts mit dem "echten" Druiden zu tun. Druiden gaben, nach Cäsar, ihr Wissen nur Mündlich weiter, und dieses Wissen ist leider mit der existenz der Druiden ausgelöscht worden. Man kann sich zwar ein wenig zusammenreimen, aber das dürfte nicht zu tatsächlichen Wiederbelebung dieses Amtes reichen. Auch werden heute entscheidende merkmale des Druidischen "Berufsbildes" von anderen, spezialisierten Berufsgruppen getragen. Genannt seien hier Seelsorger, Arzt, Apotheker(Kräuterkunde) u.s.w. Nicht zuletzt waren sie auch Berater der Mächtigen(Könige und Fürsten)... Eine Rolle die einem Druiden niemand heutzutage antragen würde. Von daher sehe ich diesem Amt jeden Grund entzogen. Mag jetzt hart klingen, aber so sehe ich das. |
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| | #3 (permalink) | |
| Z.Z. away (Admin) | Zitat:
![]() Sorry für das OT... Aber das erinnert mich auch irgendwie an einen gewissen Obergoden... ![]() @ Topic. Naja, ich persönlich beäuge auch im druidischen Bereich solche pseudo-authentischen Gruppierungen ziemlich skeptisch, nicht zu Letzt auch aus eigener Erfahrung. Ich kann mich eigentlich in der Hinsicht Cele nur anschließen. Die heutigen Druiden haben mit denen von damals soviel zu tun, wie ein Kamel mit Stickerei. Es gibt wenigsten einige wenige, die tatsächlich auch so ehrlich sind, und sagen, dass ihre "druidische" Tradition "neu" ist und rekonstruiert und zusammengeflickt aus unterschiedlichen anderen Traditionen... Aber grade bei denen, die der Meinung sind, jahrtausend alte Familientraditionen zu lehren, wäre ich extremst vorsichtig. Vielleicht wäre diese Diskussion im Celtoi.net was für Dich? LG Siat
__________________ Ich bin zur Zeit selten online, bei wichtigen Dingen bitte eMail schreiben oder StarFire anschreiben! Von den Hohen erschaffen zu lernen, zu lehren, zu wachen Geboren in der Sterne Welten Wandern und wandeln sie Die Drachen ©Siat Forenregeln Unsere MemberMap | |
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| | #5 (permalink) |
| zeitweilig abwesend (Urlaubssperrung) Registriert seit: 28.04.2007 Ort: Nürnberg
Beiträge: 11
| Im englischsprachigen Netz gibt es sehr gute Informationen über das moderne Druidentum in seinen vielen Facetten, ein guter Einstieg ist das Druid Network. Für eine angemessene Antwort auf deine Fragen brauch ich etwas Zeit und bitte deshalb um Geduld ![]() peace /|\ Sonja |
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| | #6 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| Phantasievolle Irre im Internet, die immer mal wieder für amüsante "Diskussionen" sorgen Wer sich mir gegenüber "Druide" nennt, hat schon verloren. Klingt jetzt wahrscheinlich sehr krass, ist halt meine gesammelte Erfahrung der ca. letzten 10 Jahre. Mit kaum einem Begriff wird im esoterischen / neuheidnischen Bereich soviel Unsinn getrieben wie mit diesem. Was ein Druide im historischen Sinne gewesen ist, lässt sich heutzutage in unserer Gesellschaft nicht umsetzen. Ich kenne 2 oder 3 Menschen, die recht nah da dran sind, aber sie würden wohl vom Stuhl fallen vor Verblüffung, wenn ich sie als Druiden bezeichnen würde.
__________________ omnia mutantur ~ nihil perit ~ mare aeternum est |
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| | #7 (permalink) |
| Drachenseele Registriert seit: 19.05.2007 Ort: NRW Alter: 28
Beiträge: 303
| Naja das dürfte wohl zumindest den mangel an informationen zu dem thema erklären. aber welche spirituelle richtung kann sich heute wirklich noch 100% authentität erfreuen. Zumal ja viele der alten mythologie oftmals mündlich überliefert wurde. Das traf auch auf große teile der edda zu, wenn ich mich nicht irre.
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| | #8 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| Jede, die Spiritualität ehrlich lebt, im Hier und Jetzt, sich nicht aus angeblichen Überlieferungen rechtfertigen muss, historische Einflüsse vielleicht aufgreift und als Inspiration verwendet, aber sich selbst mit Inhalt füllt.
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| | #9 (permalink) |
| Z.Z. away (Admin) | Liebe Nachtwölfin, das kann ich nur unterschreiben. ![]() Danke! LG Siat
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| | #10 (permalink) |
| Grinch vom Dienst Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Bremen Alter: 40
Beiträge: 753
| Im endeffekt kann man sich z.B. im Keltischen am ehesten an die CR halten wenn man versuchen will autentisch, oder nahe drann zu sein....denn hier wird eben Rekonstruktion betrieben und was an lücken besteht(und die sind gewalltig) wird vorsichtig und so logish wie möglich versucht zu schließen... Natürlich ist man auch hier nicht vor Irrtümern sicher und muß eventuell mal was falsches über Bord werfen, und sicherlich muß man auch an Zeit und Gesetze, wie auch Moral unseres Jahrhunderts anpassen. Alles andere ist nicht ehrlich. Das ganze hat dann natürlich auch ein bissel was von Wissenschaft, aber ich habe nie behauptet das das eine das andere ausschließt. Ich wieß gar nicht ob es bei Astaru u.s.w. auch eine recon Bewegung gibt, aber das wäre sicher auch eine interessante Sache. |
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| | #11 (permalink) |
| Drachenseele Registriert seit: 19.05.2007 Ort: NRW Alter: 28
Beiträge: 303
| Es hängt aber wohl auch davon ab in wieweit tradition und authentizität im kontext heutiger paganer spiritualität noch gegeben sein muss. Denn wie Nachtwölfin ja auch schon sahte leben wir im hier und jetzt. Insofehrn hat sich sicher auch das heidentum mit der zeit verändert. Viele mythologische systheme haben über die jahrhunderte einen langen traditionsbruch erlebt, (Abgesehen von einigen nativen Stammes kulturen vieleicht.) Von daher währe ein anküpfen an alte mythologie auch eine neu bindung an die götter und geister des alten weges. Der alte weg, wäre somit auch gleichsam ein neuer. Insofehrn liegt es sicher auch stark im ermessen des einzelnen was er jetzt möchte. Ob man jetzt möglichst nah an das heran kommen möchte was war, um dort anzuküpfen. Oder ob man für sich lieber einen neuen zugang sucht und sich dabei von dem was war inspirieren lässt.
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| | #12 (permalink) |
| Freizeitkeltin Registriert seit: 12.02.2007 Ort: Wien Alter: 38
Beiträge: 37
| Druiden?? Slania, würde man das, was die Druiden lt. antiker Autoren ausmachte auf die heutige Gesellschaft umlegen, hätten wir es mit Menschen (Männern) zu tun, die - Wissenschafter sind (und mind. einen akademischen Grad haben) - Juristen sind - ein hohes religiöses Amt (z.B. Bischof, Rabbiner oä.) - auf keltisch halt - innehaben (hier spiest es am meisten, da es eben kein überliefertes kelt. Heidentum gibt, und heutige "Kelten" zum großen Teil Christen sind). - politischen Einfluss haben oder selbst Politiker sind - Philosophen sind - und einiges mehr Jene, die sich heutzutage Druid/innen nennen und/oder in Orden vereint sind, machen was völlig neues, was im 17./18. Jhdt. begonnen hat, und zwar als Männerorden, ähnlich den Freimaurern. Und wenn ich mir Druiden-websites anguck, was die für Riten machen, machen die nix anderes als ich auch, bloß nenn ich mich nicht Druidin. Ich persönlich sehe keinen Grund, ein dermaßen hoch dotiertes antikes Amt in einer Art und Weise wiederbeleben zu wollen, das tatsächlich nicht mehr als "Kultleiter" oä. beinhaltet. Wenn die Neo-Druid/innen zumindest so ehrlich wären und sagten, dass das was sie machen eben neu ist, und auch ihr Druidentum ne Neuerfindung, dann isses mir ja wurscht. Aber fast überall wird die "alte Tradition" bemüht, wenn auch nur im Geist (was weiß ich, durch Wiedergeburten oder durch geheime Überlieferungen, die im Untergrund irgendwo in schottischen oder irischen Enklaven weitergelebt haben, oder durch Gedankenweitergabe oder was weiß ich....). Das ist halt m.E. unredlich, zumal dieser Titel ja nicht "Trottel vom Dienst" bedeutet sondern wahrscheinlich "hochweise Person" (zusammen mit dem ganzen Zeugs, was die damals offenbar wirklich waren). Angenommen, die katholische Kirche würde verboten und der Großteil der Bücher verbrannt. In 1500 Jahren kommen dann Leute und wollen den Katholizismus wiederbeleben. Und weil sie nur unzureichende Quellen haben und Bischof so toll klingt, und so pathetisch, machen sie dann lauter Bischofsorden und erfinden die Bischofologie als Wiederbelebung geistig weitergegebenen katholischen Christentums. Ungefähr so kommt mir das vor. Irgendwie ist das mit den Neodruiden ne neokeltische Krankheit (so wie die nicht ausrottenbarer Völkischheit in einigen Asatru-Bereichen). Während (mit wenigen Ausnahmen) Asatru in erster Linie Asenliebhaber/innen vereint, muss man bei den Kelten dauernd irgendwie die Druiden bemühen....? Als ob kelt. Religion und Spiritualität nur über das zu erfahren ist, wo man am wenigsten weiß, nämlich die antiken Druiden! so viel mein Ketchup dazu. subuta Mc Claudia
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| | #14 (permalink) |
| Zeitreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Nordhessen Alter: 41
Beiträge: 212
| Wenn man überlegt was die damaligen 20 Jahre Wissen erwerben, für einen heutigen "Druidenlehrling" bedeuten würden...vieeel zu lernen... Ich verstehe sowieso nicht, weshalb es ausgerechnet immer die Druiden sein müssen- soweit ich richtig informiert bin, war es kein allzu langer Zeitraum,in dem die Druiden "an der Macht" waren... Aber die Dinge, über die man am wenigsten weiß sind ja immer die interessantesten...
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| | #15 (permalink) |
| Sepanios (kelt."Schüler") Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
| das ist auch das Hauptproblem was ich mit GROSSEN Teilen der Druidenszene habe... da wird behauptet das Druidentum von heute sei eine URalteTradition... da wird behauptet man stamme aus Atlantis oder sei irgendeine Wiedergeburt von was weiss ich wem da werden weiterhin Ansichten nach aussen getragen die NACHWEISLICH Fälschungen Iolo Morganwgs waren und als "original keltisch (TM)! ausgegeben... DAMIT hab´ich allerdings ein Problem! Das ist nämlich wenn mans un-nett ausdrücken möchte Bauernfängerei... der Wicca-Kult behauptet heutzutage ja auch nicht mehr (zumindest der grösste Teil) überbleibsel eines mittelalterlichen Hexenkultes zu sein der direkter Nachfahre Steinzeitliocher Fruchtbarkeitskulte darstellte... mir fehlt da in der "Druidischen Szene" ein entsprechender selbstkritischer Umgang mit der eigenen Überlieferung. |
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| | #16 (permalink) |
| Zeitreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Nordhessen Alter: 41
Beiträge: 212
| Na ja, wenn sie selbstkritisch wären, könnten sie sich nicht mehr Druiden nennen ! Es gibt sicher auch Ausnahmen, aber der Titel "Druide" ist im Neo Heidnischen Bereich sowas wie der Ferrari im normalen Leben...wer´s braucht Aber mal zurück zu den Druiden...also den echten...es gibt ein Buch von Francoise Le Roux und Christian-J. Guyonvarc´h Die Druiden Arun Verlag das ich persönlich sehr informativ finde. Ist nicht unbedingt spannend geschrieben, aber man erfährt doch viel über das Leben und die Aufgaben der Druiden. LG Galadriel
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| | #17 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| Ist aber auch schon etwas überholt bzw. war auch schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung etwas locker im Umgang mit den Quellen ![]() Falls es was Deutschsprachiges sein soll, würde ich einen Blick in die entsprechenden Kapitel bei Bernhard Maier, Helmut Birkhan oder Andreas Hofeneder empfehlen. Ansonsten gibt es gerade auf Englisch mehrere neue sehr umfangreiche Nachschlagewerke zur keltischen Kulturgeschichte, mit denen man anfangen kann, sich durchzuwühlen, z.B. das hier: Amazon.de: Celtic Culture: A Historical Encyclopedia: English Books: John Koch
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| | #18 (permalink) |
| Zeitreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Nordhessen Alter: 41
Beiträge: 212
| Danke für die Info, letzteres kenne ich noch nicht (muß man bei dem Preis aber wohl besser ausleihen ). Wenn Du noch andere Bücher empfehlen kannst, sei doch bitte so lieb und schreib sie mir mal auf.Lieben Gruß Galadriel
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| | #19 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 04.02.2008 Ort: Mein Wohnort liegt in Lahr.
Beiträge: 27
| Ein kleines Gedicht von/über Druiden. >>Es lebt der Druide eins mit dem Land Der dunkeln Erde, auf der stolz er seit Urzeit stand Eins mit dir ,Mutter , die uns gesäugt Mit Strömen und Bächen, eins ungebeugt- Eins mit dir , Vater , von des´ eichengetrag`nen Himmelsgezelt Ewig dein Auge tagtäglich betrachtet die Welt.<< |
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| | #20 (permalink) |
| Z.Z. away (Admin) | Hallo dridorium, ist das Dein eigener Text? LG Siat
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