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Die Wege der Kelten Hier ist der Platz, um rund um die Themen Celtoi, CR, heutiges Druidentum, keltische Mythologie und Religion usw. zu diskutieren

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Alt 13.03.2007, 21:19   #1 (permalink)
Trancetanzbär
 
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Anderswelt

Habe mal eine frage über die keltische anderswelt es ist mir aufgefallen das die kelten die anderswelt als paradiesischen jenseits gesehen haben wo die menschen weiterexistieren und man sorglos von allem problemen ist.Aber auch an wiedergeburt.
Muss man jetzt annehmen es gab beide richtungen bei den kelten also weiter leben im paradies und wiedergeburt oder zu erst leben im paradies und dann wiedergeburt nach einige zeit wenn man wieder auf die welt wolte .
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Paganer ist offline  
Alt 14.03.2007, 09:21   #2 (permalink)
Mediomatrikerin
 
Registriert seit: 22.01.2007
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Ich habe das immer so verstanden, dass die keltische Anderswelt eine Zwischenstation bis zur nächsten Wiedergeburt ist. Sozusagen ein Rastplatz, an dem man sich erholen kann.
LadyAliset ist offline  
Alt 14.03.2007, 20:41   #3 (permalink)
Trancetanzbär
 
Registriert seit: 24.01.2007
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ich zwar auch aber es könnte ja auch sein das beide richtungen da war/ist das z.b. jeder selbst wählen kann ob er lieber im paradies ist/bleibt oder widergeboren wird
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Paganer ist offline  
Alt 14.03.2007, 22:25   #4 (permalink)
wanderer zw. den welten
 
Benutzerbild von ravenshadow
 
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ich kenn das auch nur so wie LadyAliset es beschrieb...
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ravenshadow ist offline  
Alt 15.03.2007, 10:36   #5 (permalink)
°Celtoi°
 
Registriert seit: 30.01.2007
Beiträge: 611
Blog-Einträge: 6
Das habe ich dazu noch auf meiner Festplatte gefunden, die Quelle kann ich leider nicht mehr genauer benennen.

Bei den Kelten nannte man das Jenseits Anderwelt. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele und an die Wiedergeburt. Darum gaben sie ihren Toten auch allerlei Gegenstände und Nahrungsmittel mit ins Grab, damit sie sie in die jenseitige Welt mitnehmen konnten. Meist wird die jenseitige Welt freundlich und friedlich dargestellt, als Ort der mit Gesang, Tanz, Liebe und vielen weiteren schönen Dingen erfüllt ist. Hierher kamen die Seelen der Verstorbenen um sich auszuruhen, bevor sie erneut in einen Körper einkehren um wiedergeboren zu werden.

Aber Anderwelt war nicht gleich Anderwelt. Es gab nicht nur eine, sondern viele verschiedene, die sich alle an unterschiedlichen Orten befanden und alle von unterschiedlichen Wesen bewohnt waren.

Die Anderwelten der Fomori zum Beispiel werden als düstere Vorhölle beschrieben, die sich unter Seen und Meeren befindet.
Die Anderwelten der Tuatha de Danann wiederum, sind unter den grasbewachsenen Hügeln zu finden, die man Sidhe nennt. Sie werden als glitzernd und wunderschön beschrieben.
Wieder andere sind Inseln, die kaum zu finden sind, wie die "Insel der Frauen" oder die "Insel des Vergnügens", die in der Legende von Bran (dem Sohn Febals) erwähnt sind.

Im keltischen Glauben waren die Grenzen zwischen der diesseitigen und der Anderwelt fließendund zerbrechlich. Barden und Druiden aber auch einige Helden konnten zwischen ihnen relativ gefahrlos reisen.
Für die Dichter und Seher waren diese Reisen mehr seelischer Natur. Sie zogen aus diesen Besuchen Kraft und Inspiration und manchmal auch die Fähigkeit einen Blick auf die Zukunft zu erhaschen. Bei den Heldensagen stößt man dagegen meist auf Reisen, in denen eine Person die Anderwelt tatsächlich körperlich betrat und wieder verlies. Doch dies war nicht ohne Gefahr.
Der Weg in diese Welten war schwierig zu finden, sowohl hinein als auch hinaus. Er führte über schmale Stege, durch Wasser oder Brunnen oder unter Erdwälle. Die Zeit verging auf der anderen Seite wesentlich schneller, so daß viele Jahre vergangen sein konnten, bis die Helden die Anderwelt wieder verließen.

Die bedeutenderen Anderwelten hatten sogar eigene Namen. So wurde zum Beispiel in Annwn ein Wunderkessel der Tuatha de Danann aufbewahrt, der Kranke heilen und Tote wieder zum Leben erwecken konnte. In Carbonek befand sich die sogenannte Gralsburg. Der Legende nach wurde in dieser Burg der heilige Gral aufbewahrt, bewacht von einer Reihe von Engeln und Geistern. Die Sidhe dagegen (die Grashügel) bewohnten die Elfen und Feen. Auch die Insel Avalon gehört zu den Anderwelten. Dort wird der Leichnam König Artus' aufbewahrt. Beherrscht wird Avalon von Morgan Le Fay.

Der dünne Schleier, der das Diesseits von der Anderwelt trennt, wird nach dem alten Glauben einmal im Jahr zu Samhain (31.10.) aufgehoben, so daß die Geister hervorkommen und in die Welt der Lebenden eintreten können. Noch heute wird im angelsächsischen Sprachraum dieses Fest als "Tag der Toten" begangen, besser bekannt unter dem Namen Halloween.
Bran ist offline  
Alt 19.03.2007, 12:51   #6 (permalink)
Sepanios (kelt."Schüler")
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
hmm...

ich halte Anderswelt und Reinkarnation eher für Metaphern...

die Anderswelt ist für mich das verschmelzen meines Geistes mit den göttlichen Kräften nach meinem Tod

die reinkarnation sind für mich meine unverwendeten Energien die in dieser Welt bleiben und weiterwirken.
Samonios ist offline  
Alt 19.03.2007, 13:39   #7 (permalink)
Mediomatrikerin
 
Registriert seit: 22.01.2007
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Also du meinst, ein Teil von dir wird eins mit dem Göttlichen/ den Göttern und ein Teil existiert weiter auf der Erde?
LadyAliset ist offline  
Alt 19.03.2007, 14:43   #8 (permalink)
Sepanios (kelt."Schüler")
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
in veränderter Form, ja.
Samonios ist offline  
Alt 19.03.2007, 19:41   #9 (permalink)
Kobaltkern
 
Benutzerbild von Friesenjung
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Hunsrück
Alter: 29
Beiträge: 96
Vergleiche mal mit Pwylls Reise an Arawns Hof durch die "Welt des halben Lichtes" im ersten Zweig des Mabinogi. Es gibt da wohl auch durchaus in einer einzelnen der Anderwelten sehr subjektive Erfahrungen, abhängig davon, was jemand in "den Abgrund" mitbringt.
Ebenfalls im ersten Zweig ist auch gleich eine *zweite* Anderwelt beschrieben, die "Welt des vollen Lichtes", wo die erleuchteten dieser Welt hingehen, die in dieser Welt "ausgelernt" haben. Oder auch nicht, siehe Rhiannons Rückkehr in unsere Welt.
Auffällig ist vielleicht auch, daß lediglich unsere Welt eine derart große Angst vor dem Grauen Mann (-> Tod) hat, daß wir uns des Grauen Mannes einer anderen Welt bedienen, der die Toten in seine Welt holen muß und von dort zurückschicken.
__________________
ssu shih ssu ssu shih shih
Friesenjung ist offline  
Alt 23.03.2007, 01:52   #10 (permalink)
Sepanios (kelt."Schüler")
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 342
hmm...

"Welt des Halben Lichts"?

IMHO regierte Pwyll doch nur für ein Jahr in Annwn und kehrte dann nach Dyfed zurück.

"grauer Mann"?
Samonios ist offline  
Alt 29.03.2007, 21:32   #11 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
Registriert seit: 22.01.2007
Ort: Wien(Österreich)
Alter: 23
Beiträge: 482
Auch ich sehe es als Zwischenstation, aber als eine ganz Besondere.

Ich glaube, dass die Anderswelt viele unterschiedliche Gesichter haben kann, je nach dem was man im Leben so angestellt hat. Vielleicht wartet eine Prüfung auf einen, oder auch einfach nur eine kurze Zeit in der reflektiert wird oder etwas völlig anderes.

Aber ich denke, dass man nach einem Aufenthalt in der Anderswelt in die nächste Welt kommt, sprich Reinkarnation. Wahrscheinlich ist es auch möglich auf ewig in der Anderswelt zu verweilen und sich praktisch ins göttliche Aufzulösen(auch wenn die Formulierung etwas zu sehr nach Nirwana klingt). Das halte ich jedoch eher für die Ausnahme die viele vorhergehende Leben und unterschiedlichen Welten vorraussetzt.

Naja, meine Meinung halt.
Wolfgard ist offline  
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