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| | #81 (permalink) |
| hem netjer tepi Registriert seit: 01.10.2008 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 336
| Hallo Siat, genauso sehe ich das auch. Soll ich meine Mutter jetzt mit einer anderen Anrede ansprechen nur weil Mutter nicht nur eine Anrede, sondern auch der Eigenname einer meiner Göttinnen (Mut) ist? Ich denke nicht. Wie soll ich denn den Satz "Die Sonne steht am Himmel" formulieren wenn ich Sonne (Ra) und Himmel (Nut), da sie im ägyptischen eben auch Götternamen und nicht nur Bezeichnungen für Sonne und Himmel sind, aus übetriebener Gottesfurcht nicht nennen darf? Das geht nicht!!! Deswegen ist diese ganze Namensdiskussion unsinn. Wir haben den Göttern die Namen gegeben, die ihre Eigenschaften beschreiben, die wahren Namen der Götter sind uns gar nicht bekannt. Und Menschen geben wir die Namen um sie unter den Schutz einer Gottheit zu stellen oder um eine Bestimmte Bindung zu einer Gottheit zu zeigen. Nach der Verbreitung des Christentums hätten wir, wenn wir Götternamen und insbesondere die heidnischer Götter fürchten, dann ja fast alle Namen nicht mehr nutzen dürfen. Dann würden wir alle Christian und Christiane heissen oder so ähnlich. Ausserdem müssten wir sämtliche Planeten (die ja nach römischen Göttern benannt sind) und alle Sternbilder umbenennen. Fast alle Namen beziehen sich auf irgendeine Gottheit aus irgendeiner Kultur. Es ist das normalster der Welt diese Namen zu verwenden... Wir müssten Die Monate Januar (Ianus), März (Mars), Mai (Iupiter Maius), Juni (Iuno), Juli (Divus Iulius Caesar), August (Divus Augustus) umbenennen weil sie sich auf Römische Gottheiten beziehen. Der Februar müsste ebenso umbenannt werden, da er nach dem römischen Götterfest der Reinigung "Februa" benannt wurde... Einige Blumen müssten umbenannt werden, wie zum Beispiel die Narzisse, da sie nach dem Gott Narciss benannt wurde. Manche Ortsbezeichnungen müssten geändert werden. Selbst in der katholischen Welthauptstadt Rom trägt das Marsfeld nochimmer den Namen des römischen Kriegsgottes. Ärzte dürften den Eid des Hippokrates nicht mehr schwören da dieser angeblich von Heilgott Asklepios abstammte und der Eid ursprünglich dem Asklepios geschworen wurde... Athleten dürften nicht mehr an den Olympischen Spiele teilnehmen, da diese Spiele ursprünglich zu Ehren des Zeus abgehalten wurden. Das könnte ich jetzt noch weiterspinnen, aber ich glaube als Erklärung reicht das. Die heidnischen Religionen, egal aus welchem Kulturkreis, sind im allgemeinen für ihre Toleranz den Gottheiten gegenüber bekannt. Genau wie nie unter Heiden ein Glaubenskrieg geführt wurde. Also warum bei der Namensverwendung katholischer sein als der Papst??? Wenn wir die Namen der Götter nicht benutzen dürften, müssten wir es so machen wie Juden und Christen und die Gottheiten nicht mehr mit ihren Namen ansprechen. Also gebt euren Kindern doch einfach den Namen, den ihr für richtig haltet. Meine Tochter heisst Victoria und das obwohl ich nicht an die römischen Götter glaube... (Was nicht heisst, dass ich diesen Glauben nicht auch achte) Ich weiss nicht ob sie mal eine Siegerin wird, aber ich wünsche mir dass die Stärke des Namens ein wenig auf sie abfärbt, genauso wie sich ihre Eigenschaften in ihren späteren Zusatznamen (Spitznamen) niederschlagen werden... Und die Göttin Artet hat sich bisher auch nicht darüber beschwert dass wir Victoria manchmal auch "Zicke" nennen. Also wo ist das Problem??? LG Merienptah
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| | #82 (permalink) | |
| Z.Z. away (Admin) | Zitat:
genau das frage ich mich auch. Ich denk mal, dass es einerseits einfach mit einem gewissen Verständnis von Gottesfurcht zu tun hat, andererseits aber auch mit dem Glauben oder der Angst, dass Menschen, die diese "speziellen" Namen tragen mit der entsprechenden Energie nicht umgehen können oder ähnliches. Als höchst interessant empfand ich in gewisser Weise Dealachs Einwand, dass es gegenüber Andersgläubigen respektlos sei, seinen Kindern Götternamen zu geben, weil es die "magische Arbeit" der Gläubigen erschweren würde, weil es dann zu falschen oder störenden Assoziationen kommen würde. Ich finde es höchst interessant und offengestanden auch ein wenig belustigend, dass man sich heute solche Gedanken darüber macht, wo die Menschen "früher" anscheinend viel lockerer und entspannter damit umgegangen sind, ohne dem anderen gleich mit den Keulen "Rücksichtslosigkeit" und "Ellenbogen-Gesellschaft" zu kommen. Ich frag mich, warum? Vielleicht weil sie auch ein anderes, unverkrampfteres Verhältnis zu ihrem Glauben, zu Religion und zu den Göttern hatten? LG Siat
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| | #83 (permalink) |
| hem netjer tepi Registriert seit: 01.10.2008 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 336
| Genau... Man sollte lockerer und toleranter mit dem Thema umgehen. Warum etwas unnötig verkomplizieren, was nie kompliziert war und eigentlich auch nicht kompliziert ist???
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| | #84 (permalink) |
| 'Tis some visitor Registriert seit: 09.04.2009 Ort: King's Forest Alter: 27
Beiträge: 162
| Hmm, also ich empfinde es schonmal als sehr sehr subjektives Thema. Ich bin dagegen. Was irgendwelche abgeleiteten Namen angeht, von mir aus, aber nicht die eigentlichen Götternamen. Wegen der Energie, wegen dem (von mir empfundenen) Respekt, weil es sich (imho) falsch anfühlt. ´ Interessanterweise war ich auch sehr gestört davon, das in einem wohl den Meisten bekanntem Film der Name eines mir sehr wichtigen Traumgottes verwendet wurde. Wiederum reine Gefühlssache, aber das empfand ich irgendwie als "blasphemisch", auch wenn ich dieses Wort im Grunde nie benutze. Und ich finde meine Ansicht weder unlocker noch intolerant im Übrigen: Suum cuique- wie immer. Ich würde auch Niemanden anfeinden deswegen. Aber so empfinde ich es einfach
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| | #85 (permalink) |
| ein Suchender Registriert seit: 19.04.2007 Ort: Braunschweig Alter: 53
Beiträge: 382
| Ich persönlich finde die Namen der Götter auch als Tabuzone. als Nick, als realName, egal. Selbst der Name Jesus, früher sicher gebräuchlich, käme für mich nicht in Frage. Und die Namen der alten Götter sind als Nick für mich unggegnet. Wer es mag, bitte, aber ich würde mich nie als Donarxx oder so anmelden. Man kann auch anders den Göttern huldigen. Ansonsten, wieso eine Diskussion darüber, wir haben alle unsere Meinung, wer denn unbedingt mit nem Nick eines Götternamens hier eintauchen will, lassen wir ihn doch. Ich werde jedenfalls weiter der Nachtfalke bleiben, und ich denke mal, es würde doof aussehen, wenn ich meinen Nick ändere. Müsste ja dann was christliches bei mir sein, aber da Jesus als nick tabu ist, soll ich etwa hier als Bruder Johannes auftauchen. Ach ne, lieber nicht. vielleicht Pan Sagittarius?
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| | #86 (permalink) | |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 30.03.2009 Alter: 24
Beiträge: 9
| Zitat:
![]() Leider musste der Name "Frieden-Mit-Gott-Allein-Durch-Jesus-Christus" zugelassen werden, aber mal ehrlich, wird einem nicht schlecht davon? Mein Kater heißt Azrael, was ich mit seiner Funktion als "Todesengel" für recht passend halte. (So war's sicher auch bei den Schlümpfen gedacht.) Mein "Janina" wird meistens zu "Nini" oder "Jana" abgekürzt, mein Freund hat "Djinni" (im Sinne des Dschinns) draus gemacht. Spitznamen fliegen einem eben zu, wenn's irgendwie passt. Wer könnte sagen, es verletze die Pietät, göttliche oder dämonische Namen tragen? Bei Heiligen ist es sogar ausgesprochen üblich, deren Namen abzukupfern. Die müssen schon Humor haben, schließlich fährt Maria auch nicht wie eine Furie dazwischen, wenn jede grenzdebile Dorfpomeranze nach ihr benannt wird, und Mohammed müsste sich sicher auch ständig übergeben, angesichts seiner Verehrer (http://www.prochoix.org/cgi/blog/ima...%20mahomet.jpg). | |
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| | #87 (permalink) | |
| Bragitru | Zitat:
Ganz zu schweigen von Jesus, Moses, Abraham, Isaak und dem Erzengel Michael.^^ Was ich viel seltsamer finde, ist dass man seinem Kind bereits vor der Geburt, bzw. um die Geburt rum, einen Namen geben muss, obwohl man diesen Menschen noch gar nicht kennt.. Bei manchen Naturvölkern ist es so, dass sie ihre Namen erst später durch ihnen eigene Besonderheiten und/oder Eigenschaften bekommen. Finde ich persönlich eigentlich viel sinniger...
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| | #88 (permalink) |
| ein Suchender Registriert seit: 19.04.2007 Ort: Braunschweig Alter: 53
Beiträge: 382
| Ui, Thalion, das ist ein super Argument. Da kommen indianische Erinnerungen auf. Und ich überlege mal, ich heiße im RL Jörg, Kurzform von Georg, der Drachentöter. Öhm, wieso lebt meine Schwiegermutter noch?
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| | #89 (permalink) | |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 30.03.2009 Alter: 24
Beiträge: 9
| Zitat:
das kannst Du hier doch auch machen. Aufgrund von Besonderheiten gibst Du Dir einen Spitznamen oder kriegst einen verpasst. Und einen Künstlernamen kannst Du Dir sogar im Pass eintragen lassen (was nur zur Folge hat, dass Du damit rechtsverbindlich unterschreiben darfst). | |
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| | #90 (permalink) | |
| hem netjer tepi Registriert seit: 01.10.2008 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 336
| Zitat:
Da muss ich dich leider enttäuschen... Das mit dem Künstlernamen im Pass gibt es seit diesem Jahr leider nicht mehr. Bin seit neuestem gezwungen wieder mit meinem bürgerlichen Namen zu unterschreiben... LG Meri
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| | #91 (permalink) | |
| Bragitru | Zitat:
Thalion, der die Sache mit den Künstlernamen völlig vergessen hatte...^^
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| | #92 (permalink) |
| hem netjer tepi Registriert seit: 01.10.2008 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 336
| Hi Thalion... Ja, das ist echt blöd. Unter meinem bürgerlichen Namen kennt mich auch sogut wie keiner. Arbeite jetzt schon seit gut elf Jahren mit dem Namen der jetzt nix mehr gilt... Ich hab auf dem Meldeamt erst gedacht die wollen mich verschaukeln als ich meinen neuen Pass beantragt hab. Aber die Zeile für Ordens- und Künstlernamen ist ersatzlos aus allen Ausweisdokumenten gestrichen worden und es ist auch nicht mehr erlaubt mit diesem Namen zu unterzeichnen. Ehrlich gesagt finde ich das mehr als beschis***... Aber was will man machen??? Soweit ich weiss ist das Gesetz jetzt aber schon wieder gekippt und ab 2010 kann man den Künstlernamen dann (wohl unter erheblichem Kostenaufwand) wieder in die Ausweispapiere eintragen lassen... Aber warten wir's mal ab.. LG Meri
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| | #93 (permalink) |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 22.04.2009 Alter: 19
Beiträge: 8
| Ich bin kein Theist, mir ist es also im Prinzip egal, wenn sich Jemand solche Namen aussucht - Namen sind für mich sowieso nur Schall und Rauch *g* Aber ich kann verstehen, wenn sich Jemand darüber aufregt oder ärgert... Was ich etwas seltsam finde, ist, dass es im Christentum im Allgemeinen (bei den Meisten) verpöhnt ist, seinen Sohn z.B. Jesus zu nennen, während Namen wie z.B. Maria Gang und Gebe sind... Dabei kommt die Heiligenverehrung (insbesondere Marienverehrung) der katholischen Kirche schon einem Henotheismus nahe... |
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| | #94 (permalink) | |
| ein Suchender Registriert seit: 19.04.2007 Ort: Braunschweig Alter: 53
Beiträge: 382
| Zitat:
das geht doch absolut nicht als Vorname. Auch als Christ sträuben sich mir die Haare. Okay, mein Sohn sollte ursprünglich Jonathan heißen, na, es ist ein Manuel draus geworden, hat aber absolut nichts mit Bibel zu tun gehabt. Aber Azrael und als Todesengel bei den Schlümpfen, das ist ja niedlich. Sehe ich gerne mal wieder an. Und, o.T., wie haben sich die Schlümpfe vermehrt, bevor Schlumpfinchen da war?
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| | #95 (permalink) |
| Komatöses Kiffkudu Registriert seit: 05.03.2009 Ort: 91634 Wilburgstetten Alter: 37
Beiträge: 17
| Hallo, nachdem ich hier nun einige Beiträge komplett, andre nur überflogen habe, möchte ich meine Meinung hier auch noch kundtun. Aus Rücksicht und Respect vor denjenigen die es nichtgerne sehen/hören/lesen das man sich einen Namen einer Ihrer Götter gibt habe ich darauf verzichtet. Ich persönlich habe nichts dagegen wenn sich jemand mit dem Namen einer Gottheit "schmückt". |
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| | #96 (permalink) | |
| ein Suchender Registriert seit: 19.04.2007 Ort: Braunschweig Alter: 53
Beiträge: 382
| Zitat:
Also, Jesus würde ich nicht gut finden. Aber, es gibt im christlichen Bereich ne Menge Namen, die biblisch sind. Sohn der Gartennachbarin heißt Joshua, ein Name, der ja eigentlich der Name des Jesus ist. Meine erste Frau hieß Iris, also auch ein Name einer Götterbotin. Meine Mutter, mit bürgerlichem Namen Erika, aber auf Grund ihrer Tätigkeit als Kirchenvögtin hat sie den Spitznamen "Hanna", Hüterin des Tempels. Gibt noch mehr so Beispiele, etwa Jonathan, Rahel, Gabriela usw. Komisch, warum würde mich Jesus stören? Na, ich würde mich sicher auch an Anubis oder Osiris stören. Und Amun oder Apophis, ne, das sind Namen, die für mich nie in Frage kämen, ebenso wenig wie: Isis, Seth, Mjölnir, Toth, Wodan.
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| | #97 (permalink) |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 22.04.2009 Alter: 19
Beiträge: 8
| Wenn wir schon bei biblischen Namen sind... Vom Klang her ist ja Kaiphas mein absoluter Lieblingsname - aber das würde ich meinem Kind auch als Nicht-Christ dennoch aus naheliegenden Gründen nicht antun... mal abgesehen davon, dass die Bedeutung nicht sicher ist und sowas ist mir auch wichtig. |
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| | #98 (permalink) | |
| ein Suchender Registriert seit: 19.04.2007 Ort: Braunschweig Alter: 53
Beiträge: 382
| Zitat:
Aber ich denke mal, wir sind uns hire ziemlich einig, gewisse Namen sind tabu. Wer würde seinen Sohn Judas nennen? Und Leute, wir driften zu sehr ins Christliche ab. Tja, noch ein Name, der für mich nicht in Frage kommt: Ragnar, finde ich schön, aber irgendwas sträubt sich.
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| | #99 (permalink) | |
| Bragitru | Zitat:
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