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Alt 31.01.2008, 19:06   #41 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Raajn
 
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Kinder und Haustiere nach Göttern benennen... na ich weiß nicht. Verbieten kann man's niemandem, aber ich runzle da schon die Stirn. Für mich wird die Götterstellung auf diese Weise schon etwas ins Lächerliche gezogen. Das entspricht in gewisser Weise ja einer Gleichsetzung, und das ist absurd. Darüber hinaus, ein Vorname wie Thor oder Odin klingt auch nicht sehr gewitzt als Deutscher:

Thor Müller? Wotan Schwerdtner? Skadi Hänsel? Lieber nicht...

Bei Namen wie "Dana", "Lilith" oder "Freya" ist ein wichtiger Aspekt, denke ich, dass die Götter gar nicht so bekannt sind. Deshalb klingt's auch nicht so befremdlich, wenn jemand einen solchen Namen trägt.

Wenn sich Künstler an Götternamen angelehnte Pseudonyme geben, wirkt das für mein Empfinden albern und unkreativ.

Bei Kindern finde ich das dann noch übler. Kommt immer so verkrampft heidnisch rüber, quasi "mein Kind muss auch ja einen germanischen (etc.) Namen tragen." Besser finde ich da "klassische" Namensgebilde wie "Sigrun" oder "Volker"... die haben ebenfalls einen Sinn, haben Tradition und sind trotzdem "heidnisch" genug, wenn man seinem Sprössling unbedingt einen Namen aus dieser Rubrik geben will.

Was in Skandinavien klappen mag, ist hier mitunter zum Scheitern verurteilt. Versetzt euch mal ins Kind, wenn es in der Schule ist:

"Haha, da kommt Thor! Hahahaha... zeig uns doch mal deinen Hammer! Hahahaha!!!"

Das muss doch nicht sein.

Bei Tieren kann ich's soweit akzeptieren, wenn es "passt", also wenn z.B. ein Bauer seine Ziege "Heidrun" nennt oder so, hehe! Oder eben 'ne Katze namens "Isis".

Aber ein Hund namens "Odin" oder ein Goldfisch mit Namen "Heimdall"... not my cup of tea.


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Alt 31.01.2008, 22:22   #42 (permalink)
Drachenseele
 
Benutzerbild von JadisS
 
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Also ich finde es nicht schlimm wenn man menschen oder Tiere nach göttern benennt. In alter zeit war es auch üblich das könige die namen der götter annahmen. Z.b. Bei den Atztheken gab es einen könig Quetzalcoatl. Ich denke nicht das es die götter in lächerliche zieht, sondern viel ehr das es wie eine art segenswunsch für die benannte person ist. Und da tiere nicht weniger wert sind als menschen auch macht es auch hier keinen unterschied.
Aber wenn man sich selbst unsicher ist kann man ja den betreffenden gott fragen ob, man jemanden nach ihm benennen darf.
__________________
„An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.“ William Shakespeare (1564 – 1616)
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Alt 01.02.2008, 14:57   #43 (permalink)
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Ich mag es eigentlich nicht, wenn sich jemand mit den Namen 'meiner' Götter schmückt, und dann Dinge vom Stapel lässt, die sich mit meinem Glauben nicht vereinbaren lassen. Doch für Verbote bin ich erst recht nicht - sie sind die Vorstufe von Zensur, und die dient der Unfreieit (...und davon haben wir - ganz allgemein - wirklich genug!).

Und: Wie weit wäre solch ein Verbot wohl von der (teilweise) muslimischen Reaktion auf die Mohammed-Karrikaturen entfernt?

Lasst sie sich nennen, wie sie wollen! Darüber kann man hinwegsehen, wenn man selbst nicht zu den Fanatikern zählt, die hier doch eigentlich niemand will, oder?!
Whyatt W. Bornagan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 17:54   #44 (permalink)
Tawarhel
 
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Lese ich mir Vornamens-Bedeutungs-Listen durch, erkenne ich, dass die überwiegende Zahl dieser Vornamen nach Heiligen, nach Propheten, nach Königskindern, u. ä. Hochwürden kommt.

Aber wie "heilig" sind manche Menschen wirklich, die Namen tragen wie Michael oder Georg? Ist der betreffende Heilige dadurch dann beleidigt?

Oftmals sind Vornamen Abwandlurngen von Götternamen; Bspl.: "Markus" kommt vom Kriegsgott Mars; und Marc/Marco ist auch eine Abwandlung von diesem Götternamen Mars.
Ist ein Markus, der den Frieden lebt, also eine Blasphemie für Mars alias Jupiter? Soll er deshalb verboten werden?
Weil er in unserem Sprachraum gebräuchlich ist, wie Thor in Skandinavien und Mohammad in Ägypten, fragt niemand danach. Wenn aber ein Deutscher seinen Sohn Mohammad nennt, dann grummeln einige schäbig (so geschehen in meiner Nachbarschaft). Ich denke jedoch nicht, dass der alte Prophet sich durch Erinnerung an ihn mittels Namensverwendung unwohl berührt fühlt.

Ebensowenig denke ich, fühlt ein Gott sich unwohl berührt, wenn mittels Namensgebung an ihn erinnert wird. Das zu verbieten bedeutete in der Konsequenz, auch alle Heiligennamen zu verbieten und auch solche Namen wie "Wolf", denn der Geist des Wolfes könnte sich dadurch reichlich diskriminiert fühlen anstatt gewürdigt.
__________________
Ahimsa Satya Asteya Brahmacharya Aparigraha
Schwer zu erkennen die dunkle Seite ist. Yoda
Thorleif ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 20:32   #45 (permalink)
____________________
 
Benutzerbild von Sternenwoelfin
 
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Beiträge: 1.401
Zitat:
Zitat von Raajn Beitrag anzeigen
Aber ein Hund namens "Odin" oder ein Goldfisch mit Namen "Heimdall"... not my cup of tea.



Das muss man sich da auch mal in der Realität vorstellen:


"Odi, komm her! - Oooodiiii - komm her!!!! - SOFORT KOMMST DU HER DU KLEINER BASTARD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

"Nein, Odi, nein - nicht an der Tante schnüffeln. Das macht man nicht!"



Nee, dann vielleicht doch einen etwas unverfänglicheren Namen für ein Tier. Es muss ja nicht unbedingt ein Götter- oder Göttinnenname sein.

Allerdings glaub ich nicht dass Götter unbedingt beleidigt sind wenn man ihre Namen trägt. Die werden Humor genug haben das zu Fassung zu tragen.
Sternenwoelfin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 21:16   #46 (permalink)
Skaldenmetbrauerlehrling
 
Benutzerbild von Bernd
 
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Odi? - Odie! Garfields Sabbertöle!

Wow, hier erlangt man ja ganz neue Einblicke.
Bernd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 22:01   #47 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Raajn
 
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Zitat:
Zitat von Bernd Beitrag anzeigen
Odi? - Odie! Garfields Sabbertöle!

Wow, hier erlangt man ja ganz neue Einblicke.

Muhaha, geniale Assoziation!
Raajn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 23:58   #48 (permalink)
fee
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na ich kenne ein paar Jäger, die ihren Hunden schon götternamen verpasst haben;
Kampfnamen, einen Rehpinscher Wotan zu taufen find ich etwas frivol*g*
bei einem Rottweiler sieht das schon ein bisschen anders aus.
Auch bei Kindern kommt es auf das Kind an, der Name meines Kindes bedeutet auf Deutsch zum Beispiel "die Mächtige" passt, denn das repräsentiert sie nach aussen.
Ich kenne eine Menge Regina s und manche sind königlich und bei anderen "kann ich das nicht sehen" manche Menschen wachsen in ihre Namen auch erst hinein.
ein Maximus macht als Kind auch in die Windeln*lach* und wird später doch ein "Großer"
Ich kenne übrigens auch ein Pferd das Sleipnir heisst. Was für ein toller Name für eine gute Jagdhündin wenn die Skadi heisst.
Oder ein zahmer Rabe namens Munin, ach und da fällt mir der Schäferhund namens Donnar ein, der Name passte super zu diesem freundlichen würdevollen Hund.

na das ist mein Senf, so pauschal ja oder nein zu sagen liegt mir nicht es kommt halt immer drauf an.

grüssle von der fee
fee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2008, 00:35   #49 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von Wodanhlif
 
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Zu den Götternamen:

Zusammengesetzte Namen sind imho kein Problem, auch Götternamen wie "Dagda" sind prinzipiell keines, weil sie sehr oft auch für Herrscher etc. verwendet wurden. Stellt euch einfach mal jemand mit dem Namen "Gott" oder "Buddha" vor: Es geht um Namen. Mein persönliches Bedauern mit dem armen Kind wär ihm sicher, aber welches Elternteil benennt Kinder und Hunde schon nach Gottheiten? Entweder haben sie viel Humor oder sind unheimlich ... na ja.

LG

Uwe
Wodanhlif ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2008, 13:51   #50 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von SchwarzerHerzog
 
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Mein richtiger Name istn e Verniedlichungsform eines Götternamens. Also mal im Ernst. Wie kommt man darauf dass es nicht "usus" gewesen sein soll?


Allerdings stimme ich zu dass namen passen sollte.
Eine Katze Sleipnir zu nennen hat doch etwas merkwürdiges.

Einen Hund zB Geri, oder einen Vogel Hugin zu nennen find ich da weit weniger dramatisch.
Einen Nick nach einem Gott mit einem kleinen Zusatz versehen wäre schön. Ich würde es sonst vielleicht anmaßend nennen.
Usus war es allerdings schon Kindern quasi mit dem Namen einen Patron mit auf den Weg zu geben.
Wenns um Kinder geht gibts kein Problem mit den Namen wenn entsprechende Zusätze bei sind. Allerdings sollte man dann vielleicht auch im Alltag nicht einfach kürzen. Einen Thorsten einfach Thor zu rufen ist schon was... seltsam in meinem Gehör ^^
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Alt 02.02.2008, 14:24   #51 (permalink)
Drachenseele
 
Benutzerbild von JadisS
 
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Wir hatten mal nachbarn deren Dogge den namen Zeus Trug.

Allerdings gibt es auch kurioseres. Neulich im park hat ein ner seinen Dackel beim namen Fenrir gerufen. War zwar kein Göttername aber ein schmunzel konnte ich mir dennoch nicht verkneifen.
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JadisS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2008, 16:12   #52 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von SchwarzerHerzog
 
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Ok, der Hund sollte vielleicht ne gewisse Statur haben. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob kläffende Bifis wirklich als Hunde zählen
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Alt 03.02.2008, 03:05   #53 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von Wodanhlif
 
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EIgentlich ... so betrachtet ... ist es doch humorvoll seinen Rehpinscher "Wotan" zu nennen, denn die Götter haben ja Humor. Wieso hätten sie sonst das Schnabeltier in die Welt gesetzt ... abropo: Was wäre denn da ein geeigneter Name ?

LG

Uwe
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Alt 03.02.2008, 13:26   #54 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
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Zitat:
Zitat von SchwarzerHerzog Beitrag anzeigen
Einen Nick nach einem Gott mit einem kleinen Zusatz versehen wäre schön. Ich würde es sonst vielleicht anmaßend nennen.
Usus war es allerdings schon Kindern quasi mit dem Namen einen Patron mit auf den Weg zu geben.
Wenns um Kinder geht gibts kein Problem mit den Namen wenn entsprechende Zusätze bei sind. Allerdings sollte man dann vielleicht auch im Alltag nicht einfach kürzen. Einen Thorsten einfach Thor zu rufen ist schon was... seltsam in meinem Gehör ^^
Öhm, da frage ich mich allerdings schon, was bei Dir der Unterschied ist.
Ich persönlich trage die weibliche Form einer ägyptischen Gottes (Sia), dessen Name übersetzt "Erkenntnis" bedeutet.
Ich habe sowohl zu Sia eine sehr... spezielle Beziehung, als auch zum Thema Erkenntnis *g*
Wobei allerdings Letzteres (also die "Namensbedeutung") bei mir jetzt entscheident für die Wahl des Namens gewesen ist.

Aber die Wahl eines Nicks ist bei manch anderen auch nicht viel anderes, als die Wahl eines Namens für ein Kind.

Von demher... Sehe ich persönlich da keinerlei Unterschiede oder Probleme.

Vor allen Dingen, wenn man sich primär mit der NamensBEDEUTUNG auseinander setzt... öhm... selbst Götternamen erhalten dann eine sehr interessante Dimension =^^=
Um mal einige Ägyptische als Beispiel zu nehmen:
ast (=Isis)=Thron
hr-p-chrd (=Hor/Har-pa-chered)=Horus, das Kind
hr-wr (=Hor/Har/Her-wer)=Horus, der Große
jabt (=Jabet) = Osten, die Wünschende
jadt-ta (=Jadet-ta) = Tau der Erde
jmn (=Amun) = Verborgener
jmn-ta-mjt (= Amun-ta-mit) = Amun des Weges
jmn-n-ta-wmt (=Amun-en-ta-wemt) = Amun von der Türlaibung
am-mwt (=Ammut/Ammit) = Große Verschlingerin
jnpw (=Anubis) = Hündchen
jrj-m-jb=f (=Iri-em-ibef) = der nach seinem Willen handelt


Oder um mal etwas unverfänglichere Übersetzungen zu nehmen:
awt-jb (=Aut-ib) = Freude
achy (=Achi) = Strahlender
jabw (=Jabu/Jobu) =Schenkender
jbaw (=Jbau) = Tänzer
ancht (=Anchit) = Lebende
wpscht (=Wepshet) = Strahlende
wnw (=Unu) = Kind
mwt (=Mut) = Mutter

Was ich eigentlich damit ausdrücken möchte:
Heute benutzen wir Namen, die es bereits gegeben hat.
Damals haben die Menschen (vermutlich) den Kindern Namen gegeben, die sie sogesehen "geschaffen" haben.
Wenn vielleicht nicht klar war, ob das Kind die Geburt überlebt und es die Geburt dann doch überlebte, wurde ihm vielleicht der Name "Lebende/r" gegeben.
Wenn das Kind unter den Schutz einer Gottheit gestellt wurde, wurde das ebenfalls durch Wendungen wie "Geboren von Re/Kind des Re" (Ra-mss (=Ramses)) oder "Amun ist zufrieden" (jmn-htp (=Amenhetep/Amenophis)) oder ähnliches ausgedrückt.

Ich bezweifle ernsthaft, dass sich die Menschen damals wirklich groß Gedanken darüber gemacht haben, wenn sich die eigenen Namen oder die Namen ihrer Kinder mit denen von Göttern überschnitten haben.

Vielleicht sollte man bei solchen ganzen Diskussionen auch mal daran denken, dass es halt bei manchen eben nicht nur allein um darum geht, das Kind nach einer Gottheit zu benennen, sondern das auch die BEDEUTUNG des Namens durchaus eine Rolle spielen kann.

Betrachten wir uns doch mal die Namen, die heute noch so vergeben werden.
Meiner ist Daniela.
Hätten mich meine Eltern "Gott ist mein Richter" getrauft, wären sie unter Garantie von den Leuten ziemlich schräg angeguckt worden (obwohl sich meine Eltern für den Namen wohl eher des Klangs wegen dafür entschieden haben, denn wegen der Bedeutung *ggg*), davon mal ganz abgesehen, das sie mit der Namensgebung wohl kaum durchgekommen wären :crazy:

Vielleicht sollte man damit also doch etwas entspannter umgehen?


LG
Siat
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Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2008, 15:34   #55 (permalink)
Trancetanzbär
 
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Thorsten ist der Bezug zu einem Gott, Thor wäre die Anmaßung sich (bzw das Kind) für diesen Gott zu halten.
So gering find ich den Unterschied da wirklich nicht.

Mir fallen auch nicht allzu viele Namen ein die einen Gott bezeichnen und für Menschen ohne Abänderung üblich sind.
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SchwarzerHerzog ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2008, 18:15   #56 (permalink)
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Hierzulande selten, aber im recht fanatischen US-Amerika kommt es vor: Moses (ehem. Privatsekretär des jüdisch/christlichen Gottes: "Zum Diktat: Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst ...") heissen da viele, und sogar Jesus ist ein halbwegs gängiger Name.

Was soll man sich drüber aufregen? Hätte ich einen Hund, würde ich ihn vielleicht - schon aus reinem Spaß an den Reaktionen - "Jehova" oder "Jahwe" nennen...

Nein, solange Telefongesellschaften "Isis", Kanalreiniger "Orpheus" und so weiter genannt werden können, ist zumindest eines noch in Ordnung: Das Maß, das man diesen Kleinigkeiten zuerkennt!

Obwohl, wenn man einen Motiv-Lolly am Stiel "Jesus" nennen würde, hätte man ruck-zuck das gegenteilige Beispiel: fanatische Gewaltausbrüche... "Mars macht mobil" rechtfertigt (zu recht) keinen Glaubenskrieg gegen Masterfoods!


Ach, da fällt mir ein älterer Stefan-Raab-Nippel ein:

Straßenumfrage: "Welcher Schoko-Riegel trägt den Namen eines antiken Gottes?" - Die Antwort: "Snickers ???" *lachmichwech*

... also weiß man heute nicht einmal mehr, daß man quasi alltäglich gotteslästerliches Treiben unterstützt ...
Whyatt W. Bornagan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2008, 18:23   #57 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
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Zitat:
Zitat von SchwarzerHerzog Beitrag anzeigen
Thorsten ist der Bezug zu einem Gott, Thor wäre die Anmaßung sich (bzw das Kind) für diesen Gott zu halten.
So gering find ich den Unterschied da wirklich nicht.

Mir fallen auch nicht allzu viele Namen ein die einen Gott bezeichnen und für Menschen ohne Abänderung üblich sind.
Naja, aber das, ehrlich gesagt, finde ich schon ein sehr eingeschränktes denken.
Und denjenigen, der sein Kind (oder sich selbst) dann für einen Gott hält, den würde ich dann schon gerne mal sehen.

Was die Namen anbelangt:
Üblich sind zum Beispiel:
Diana ist zum Beispiel sehr gängig.
Aber auch Astarte oder Ishtar, eine Tiamat ist mir auch schon begegnet, von Devi oder dergleichen mal ganz abgesehen.
In nordischen Ländern ist es zum Beispiel auch Gang und Gebe, Götternamen zu vergeben (Loki und Heimdal seien hier mal genannt).

Und da glaube ich kaum, dass sich irgendwer für den Gott hält, der mit diesem Namen angesprochen wird.


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Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2008, 07:29   #58 (permalink)
Pipou
 
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"Hierzulande selten, aber im recht fanatischen US-Amerika kommt es vor: Moses (ehem. Privatsekretär des jüdisch/christlichen Gottes: "Zum Diktat: Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst ...") heissen da viele, und sogar Jesus ist ein halbwegs gängiger Name."

Hmm ich kannte in der Grundschule einen der hieß Moses, und der war auch nicht religiöser als die anderen Kinder. Ich fand das nie besonders da ich nicht christlich aufgewachsen bin und keinen blassen Schimmer davon hatte wer Moses sein soll. Von Jesus hab ich auch nur so nebenbei irgendwann erfahren... Jesus wiederrum ist übrigens in Spanien ein gebräuchlicher Name.

Ich finde man sollte seine Kinder so nennen dürfen wie man will (ok, von Namen die dem Kind schaden mal abgesehen, gibt ja Leute die ihr Kind Pumuckel nennen wollen). Wenn ich von namen wie Tiamat lese könnte ich schon neidisch werden; ich hätte gerne so einen schönen Namen! Mein Name ist hebräisch, damit kann ich mich null identifizieren und die Bedeutung geht in Richtung "Gott ist groß"... na toll. Übrigens haben doch die meisten Namen noch irgendeine göttliche Bedeutung, wenn ich da an all die Namen mit "Christ" denke... warum also nicht auch Namen aus anderen Götterkulturen als der Christlichen?

Ob es einem persönlich dann gefällt ist was anderes... so wie hier einige leute außergewöhnliche Namen kritisieren finde ich zu normale Namen schlecht. Bei uns an der Uni gibt es in einem Jahrgang wohl 50 Alexander ! Die trauen sich ja kaum noch sich vorzustellen, da muss dann eben auf den Nachnamen zurückgegriffen werden. Dann lieber einen selteneren Namen aber dafür etwas Individualismus.
ToraNeko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2008, 14:44   #59 (permalink)
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Zitat:
Zitat von ToraNeko Beitrag anzeigen
Bei uns an der Uni gibt es in einem Jahrgang wohl 50 Alexander ! Die trauen sich ja kaum noch sich vorzustellen, da muss dann eben auf den Nachnamen zurückgegriffen werden. Dann lieber einen selteneren Namen aber dafür etwas Individualismus.

Alexander heisse ich auch. Ich habe mir schon oft gewünscht, ich hätte als Kleinkind nur einen vorübergehenden Namen erhalten, den ich irgendwann selbst ändern dürfte...

Mich erinnert das Thema gerade an die CD "Die Verrückten sind in der Stadt" von In Extremo. Da spricht man von einer mittelalterlichen "Marienschwemme". Ob Junge, oder Mädchen, jedes Kind hieß "Maria". Man sah sich damals (lt. In Extremo) genötigt, die vielen kleinen Marien öffentlich zu ersäufen...
Whyatt W. Bornagan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2008, 11:04   #60 (permalink)
Tawarhel
 
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Ja, den Namen im Laufe des Lebens an die individuelle Wesensveränderung anpassen, so wie es - glaube ich - die nordamerikanischen Indianer taten - das gefiele mir auch.

Wie kann im Christianisierungswahn des Mittelalters jemand namens Maria gefährdet sein? Das wundert mich.
Thorleif ist offline   Mit Zitat antworten
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