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| inderPupilleellipuPredni | Verantwortung ... ich möchte gerne über VERANTWORTUNG sprechen ... mit Euch. Verantwortung ist ein "schweres" Wort ... ... und ich assoziiere - gerade - damit Pflicht Eingebunden / GebundenSein Nicht-Gehen-Können wann es beliebt Enge Hmmm ich denke jetzt einfach mal laut ... unausgebrütet ... immerhin habe ich ja hier keine Dozentur zum Thema angenommen sondern bin mensch wie Ihr alle und ... unfertig. Merke jedenfalls: Ich mag sie nicht, die Verantwortung die ich mir da oben entworfen habe ... ... . Im grassen Mißverhältnis dazu, dass ich eigentlich Verantwortung so wie sie mir hier gerade vorkommt nicht mag, stand, dass ich mir immer sehr viel Verantwortung aufgeladen habe ... aufladen habe lassen. Also ein pflichtbewusster Mensch bin ... örgs Wofür hatte/habe ich in meinem Leben Verantwortung ?? Da ist insbesondere mein Sohn ... also ein Mensch, der von mir ab-hängt , den ich ... in dies Leben ... gebracht habe für den ist die Verantwortung astrein klar. Hmmmm andererseits gibt Verantwortung auch Struktur ... erdet sozusagen auch schafft Verbindlichkeit, Verbindung. Wie ist das mit Liebesbeziehungen / Freundschaften / Bekanntschaften?? Wo sind da die Grenzen für Verantwortung. Der Fuchs - glaube ich - ist es, der in "Der kleine Prinz" sagt: "Man ist sein Leben lang verantwortlich dafür, was man sich vertraut gemacht hat." Demnach wäre ich für sehr viele Menschen verantwortlich ... in diesem o.g. "schweren" herkömmlichen Sinne. Das erschlägt mich ja schier, wenn ich nur daran denke Ich habe also beschlossen das "ver" aus dem Wort herauszunehmen. Dann wird es nämlich gleich einfacher. Antwort sein ... ... Antwort ... sein ... ist leicht ... finde ich. Denn das kann ich nur jetzt ... so wie ich bin .... im Augen-Blick. Einer fragt, - ich antworte ... einfach so ... Wenn viel gefragt wird ... hmmmm ... mag ich vllt. irgendwann nicht mehr antworten ... Wie in einem Gespräch, wenn ich anderweitig zuviel um die Ohren habe .... So ... jetzt wüsste ich gerne, wie es bei Euch mit der Verantwortung ist ... wem antwortet Ihr ? Für wen übernehmt Ihr die Verantwortung ?? Wie weit geht Eure Verantwortung? Regenbogen - neugierig auf Erzählungen ist
__________________ "Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo Geändert von Regenbogen (28.06.2009 um 16:31 Uhr) |
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| Bragitru | Hm, ein nicht ganz leichtes, aber wichtiges Thema! ![]() Ich denke... (eigentlich müsste ich sagen "ich fühle"...) , es gibt einen großen Unterschied zwischen Verantwortung und Verpflichtung. Verpflichtung empfinde ich als etwas von außen aufgesetztes, als eine von Außen herangetragene Erwartung an bestimmte Verhaltensweisen, und an sich eher oberflächlicher Natur. Was ich denke und fühle spielt bei einer Verpflichtung keine Rolle, werden oft sogar als störend empfunden, was dazu führt, dass ich mich bei einer solchen Verpflichtung nicht voll zu Ausdruck bringen kann, da ich einen Teil von mir mit mehr oder weniger viel Kraft kleinzuhalten verpflichtet bin. Verantwortung hingegen empfinde ich als etwas von mir ausgehendes. Wenn ich mich für etwas verantwortlich fühle, kann ich mich darauf voll einlassen und auch die Dinge so tun, wie ich sie für Richtig halte. Wenn mir etwas nur in einem engen Rahmen ohne Handlungsalternativen und mit hohen Sanktionen (Sozial, Arbeit, Geld, ...) gestattet ist, ist es eine Pflicht. Habe ich aber die Freiheit auf meine Art, wie du so schön sagst, zu antworten, dann ist es Ver-antwortung. Meistens vermischen sich Verpflichtung und Verantwortung. Dann ist es an uns, welchem von beiden wir den Vorzug geben. Beide haben ihren Preis... Liebe Grüße Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] |
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| Grossmeistergeier Registriert seit: 27.01.2007 Ort: Oberbergisches Land Alter: 31
Beiträge: 342
| sehe ich auch wie thalion.....wahre verantwortung ist etwas persönliches... im besten fall, alles daran zu setzen , dass man glücklich wird/ist. das kann zwar andere mit einbeziehen... insofern, dass man im umgang mit ihnen so verfährt, dass man sich keine selbsvorwürfe machen muss, indem man ihnen schadet.... um z.b. kurzfristige oberflächliche und zweifelhafte profite daraus zu ziehen..... aber wirklich verantwortung für andere, kann man gar nicht übernehmen und wenn man es trotzdem versucht, nimmt man ihnen die freiheit zur persönlichen entfaltung und macht sie zu sklaven, vorausgesetzt sie sind bereit ihre verantwortung abzugeben. so gesehen hat verantwortung mit freiheit zu tun und ist nichts einengendes, so lange man sie nicht abgibt oder versucht sie anderen zu nehmen. auch die erziehung eines kindes, sollte ja nicht darauf abzielen dem kind die verantwortung zu nehmen.... sondern dazu verhelfen, schritt für schritt mit ihr umgehen zu können, damit es später ein glückliches selbstbestimmtes leben führen kann..... liebe grüße baboy
__________________ Die kriechende Mittelmäßigkeit kommt weiter als das geflügelte Talent Friedrich von Schiller |
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| inderPupilleellipuPredni | Mir fallen bei Deinem Beitrag Badboy folgende Erzählungen ein --- aus dem Freundeskreis bzw. früher mal selber erlebt. Das erste ist eine Frau - ca. 35 - die ihren Mann verlässt und alles dreingibt für die grosse Liebe --- einen Mann mit 55 etwa. Der entwickelt nach zwei, drei Jahren eine Krankheit, die ihn an den Rollstuhl fesselt und über kurz oder lang zum Pflegefall werden lässt. Die beiden haben gemeinsam die Zukunft geplant , gemeinsam gebaut ... etc. So . Die Frau ist jung, die Frau möchte Kinder. Wenn sie geht ... wird er ... vermutlich nie mehr eine Beziehung haben - eine Liebesbeziehung. Ihr geht es zunehmend schlecht und sie möchte einerseits gehen ... andererseits ist sie in der Verantwortung. Solche "Situationen" finde ich fürchterlich "vertrackt". Hmmmm ... und jetzt gerade wo ich darüber nachsinne, warum ich so eine lange Story von anderen erzähle, fällt mir auf, dass ich ein permanent schlechtes Gewissen habe, weil ich mich in gewisser Weise ähnlich empfinde im Verhältnis zu meinem letzten Freund wie diese Frau ... also mit "viel besseren Karten" auf dem "Beziehungsmarkt". Und ... ... das ist für mich ein ... ... Tau, das mich mächtig bindet. Obwohl ich schon sieben Jahre getrennt bin ... ... fühle ich mich ... i.wie gebunden ... verantwortlich. Hoffe, dass ich mein eigenes Thema damit nicht zu sehr verwässere ... hmmm ... nö , ich glaube das führt nochmal zu nem anderen Thema ... weil ... ich ja ... keineswegs zurückgehen werde ... ... also die Verantwortung nicht mehr aufnehmen werde Also ... den eigentlichen Kern des Pudels suchen geht um dann wieder ein Thema zu eröffnen ... (habe ja noch keine Abmahnung ) Regenbogen
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| Grossmeistergeier Registriert seit: 27.01.2007 Ort: Oberbergisches Land Alter: 31
Beiträge: 342
| Yoaar beziehungen sind meistens vertrackt also was deine erste geschichte angeht..... ich persönlich würde mich verdammt schlecht fühlen, wenn jemand aus purem mitleid mit mir zusammen bleibt und nicht aus liebe bzw. wenn er es gar nicht will.... ich glaub auch nicht , dass man`s auf dauer verstecken kann usw..... keine ahnung ob (wäre ich der mann im rohlstuhl) mich trotzdem drauf einlassen würde in so einer situation..... aber ich glaube glücklich werden so beide bestimmt nicht und dass was du verantwortung nennst macht es für beide noch schlimmer. vielleicht ist die "vermutung" auch ganz falsch, dass der mann keine beziehung mehr finden wird oder vielleicht ist es auch gar nicht wichtig.... mhhh, nicht böse sein wenn ich das jetzt sage..... aber kann es sein dass hinter deinem verantwortungsgefühl für deinen exfreund nicht in "echt" die angst dahinter steckt, die "kontrolle" über ihn zu verlieren ? oder redet er dir immer noch ein schlechtes gewissen ein, weil du ihn damals verlassen hast, da er keine verantwortung für seine gefühle übernehmen will ? liebe grüße badboy
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| | #6 (permalink) | |
| inderPupilleellipuPredni | Zitat:
seitdem Du auf Promotiontour bist - als Trockener Böser darfst Du mich auf alles ansprechen deshalb tausche ich mich ja aus ... und nicht, um meine eigene Meinung zu hören Tja ... was Du oben schreibst, ist mM nach der Fall aber wer weiss .... ich habe noch einige Schatten ... (bin ja noch hier und die Sonne scheint auch noch) die Frage ist nur: "wo hat er mich da?" ... denn dass Menschen keine Verantwortung übernehmen ... kommt ja den ganzen Tag lang vor aber dass ich mich da "haben" und "kriegen" lasse ... ... da darf ich noch genauer hingucken. @ allgemein: Noch ne andere Idee zu Verantwortung habe die ist aber nicht ganz von dieser Welt .... ... sprich: Wie sieht es aus mit Ver-Sprechen (schon wieder diese Silbe - ver - ) aus anderen Zeiten? und: In welchem Zusammenhang seht Ihr Erzählungen wie die, dass Indianische Heiler bevor sie eine Heilungszeremonie durchführen mehrerer Tage Bedenkzeit sich ausbedingen und dann evtl. eine Heilung ablehnen weil die Seele des Anfragenden etwas anderes braucht .... Regenbogen
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| Drache vom Dienst (Admin) | Hm - auch wenn ich eine gewisse Verantwortung meinen Mitmenschen gegenüber habe - so habe ich auch eine große Verantwortung mir selbst gegenüber. Das ist die Sorte Verantwortung, die in einer christlich geprägten Gesellschaft gerne mit "Egoismus" gleichgesetzt wird. "Bloß nicht an dich selber denken - die anderen sind wichtiger". Es gibt viele Menschen, die sich darüber selbst vergessen und vernachlässigen. lg SF
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. |
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| | #8 (permalink) | |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 27.01.2007 Ort: Oberbergisches Land Alter: 31
Beiträge: 342
| Hallo... also regenbogen nur kurz und trocken, weil ich bin ein bissel spät dran... Zitat:
liebe grüße p.s. : das mit den indianern , hab ich in dem zusammenhang jetzt nicht ganz kapiert ....
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| | #9 (permalink) | ||
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.402
| Hallo liebe Regenbogen, ein schönes Thema - Verantwortung. Für mich stellt sie sich so dar: Zu allererst habe ich Verantwortung für mich selbst - und das vor allem anderen. Ich bin verantwortlich dafür zu sorgen dass es mir gut geht und ich mich weiterentwickele. Jedes Wesen hat diese Verantwortung für sich selbst als Priorität. Wer, wenn den nicht wir selbst, wüssten denn am Besten was wir brauchen und wie wir es bewerkstelligen das zu bekommen? Wir können und dürfen diese Verantwortung nicht an andere abtreten. Tun wir das, und viele tun es ja, geben wir einen Teil unserer Selbstbestimmung aus der Hand, lassen andere das für uns tun was unsere Aufgabe ist und zwängen damit anderen eine Verantwortung auf, die ihnen nicht zusteht. Im Hinblick auf die Geschichte mit dem Mann die Du erzählt hast erscheint mir das passend. Da hat jedemand, bewußt oder unbewußt, die Verantwortung für sich selbst an Dich übergeben. Du hast sie angenommen - vielleicht, aus einem "falschen" Gefühl der Verantwortung heraus? Gerade wir Frauen neigen dazu auch da Verantwortlichkeiten zu sehen, wo es keine gibt. Es ist immer wieder nötig da selbst nachzuforschen und in sich zu gehen um zu sehen dass wir uns keine falsche Verantwortung aufhalsen lassen. Noch einen Punkt gibt es warum die Eigenverantwortung so wichtig ist und über der Verantwortung für andere steht. Wenn wir nicht gut für uns sorgen bluten wir aus. Es bleibt nichts mehr für uns und wir verlieren unsere Kraft. Ohne Kraft aber - wie sollen wir da Verantwortung für andere übernehmen? Daher ist es so wichtig zuerst an sich selbst zu denken bevor wir unsere Kraft anderen zur Verfügung stellen. Wenn wir jetzt davon ausgehen das jeder für sich selbst verantwortlich ist und diese Verantwortung nicht übertragen werden kann, dann bleiben sehr viel weniger übrig für die wir Verantwortung übernehmen können. Kinder z.B., oder Menschen die in irgend einer Form von uns abhängig sind (z.B. geistig behinderte Menschen die sich alleine nicht zurecht finden würden, Schüler (so man Lehrer ist), Auszubildende, Arbeitnehmer (soweit wir Chef sind und die Verantwortung das Unternehmen und die Arbeit betrifft), usw. Wir müssen immer darauf achten, Menschen nicht die Verantwortung für sich selbst abzunehmen. Zitat:
Zitat:
Ich verstehe schamanisches Arbeiten nicht als "Heilen auf Teufel komm raus". Es braucht nicht die großen Heilerfolge über die die Menschen sprechen und mich damit im Ansehen heben. Auch nehme ich kein Geld für meine Arbeit und schon alleine das befreit mich von dem Erwartungszwang den Andere an mich haben können (Ich bezahl die doch - dann soll sie mich auch heilen.) Ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln und mein Wirken nach meinen Vorgaben und die sehen vor Begleiter und Helfer der Seele derer zu sein, die zu mir kommen. Daher lehne ich ab wenn ich sehe dass die Seele behindert wird durch mein Wirken. Liebe Grüße Wölfin | ||
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| Nebelkrähe | Ich finde das Beispiel mit dem pflegebedürftigen Mann und seiner jungen Frau recht krass aber solche Sachen passieren. Leider. Nicht selten. Verpflichtung, Verantwortung. Klar ist jeder erst mal selbst für sich verantwortlich. Deshalb sollte auch niemand leichtfertig Verpflichtungen eingehen. "Die beiden haben gemeinsam die Zukunft geplant , gemeinsam gebaut ... etc." Da ist sie schon, die pöhse Pflicht. Man plant eine gemeinsame Zukunft, zementiert die Pläne buchstäblich. Man webt seine Schicksale ineinander, geht gemeinsam langfristige finanzielle Verpflichtungen ein, (be)wyrkt mehr, als man sich das vielleicht am Anfang so denkt. Dann schlägt das Schicksal zu und man hängt da drin. Zusammen. Gemeinsam. "Die Frau ist jung, die Frau möchte Kinder." Die Uhr tickt ... Ob sie sich diesen Wunsch jemals wird erfüllen können, ist zumindest fraglich. So hatte sie sich ihr Leben, unabhängig davon mit wem, nicht vorgestellt. "eine Krankheit, die ihn an den Rollstuhl fesselt und über kurz oder lang zum Pflegefall werden lässt. ... Wenn sie geht ... wird er ... vermutlich nie mehr eine Beziehung haben - eine Liebesbeziehung." Ob mit oder ohne Liebesbeziehung, er wird Tage haben, da ist er ganz mutterseelenalleine mit sich und seiner Krankheit. Es ist seine Krankheit, seine Einsamkeit, egal mit oder ohne wemauchimmer. "Ihr geht es zunehmend schlecht und sie möchte einerseits gehen ... andererseits ist sie in der Verantwortung." Klar, ist sie in der Verantwortung. Genau so wie er. Der Scherbenhaufen, den ihnen das Schicksal hingeschmissen hat, ist ihr gemeinsamer. Kraft der Opfer, die sie brachten, der Liebe für die sie das taten und der finanziellen Verpflichtungen, die sie dabei evtl. eingingen, müssen sie sich zusammen darum kümmern. Ob sie zusammen bleiben oder sich trennen, verantwortlich für eine Lösung sind beide. Schuldgefühle sind da völlig fehl am Platz. Sorry, wenn das jetzt etwas zynisch rüberkommt. Aber ich habe das schon zu oft erlebt, dass Menschen in solchen oder ähnlichen Situationen in Panik gerieten (was ja einerseits verständlich ist), sich an Träume klammerten, die sie besser ad acta legten, aus Schuldgefühlen nicht in der Lage waren, die Situation konstruktiv zu gestalten oder einfach davon liefen. Oder alles zusammen. Verantwortung heißt eben auch, sich einer Situation zu stellen und das Beste daraus zu machen. Für sich und auch den Menschen, den man mal so sehr geliebt hat, dass man sein Schicksal mit ihm verband. Ob einem das zum damaligen Zeitpunkt klar war oder nicht, ist einigermaßen irrelevant. Schließlich kann man nicht immer mit allem rechnen.
__________________ insprinc schublandun. |
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| | #11 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Ups viele Antwort ... mal schauen, ob ich das ver-antworten kann @ Badboy ... jaja ... das mit dem Bemuttern gell ... . Ich erkannte es sehr schnell ... nämlich als ich ... anfing ... seinen Bürokram für ihn zu erledigen ... Da wusste ich eigentlich Bescheid ... und habe mir aber nicht zugehört. .... Tja ... und ... ich konnte lange Mutterersatz spielen ... bis ich ein richtiges Kind kriegte und er gefragt war seine Rolle als Vater zu nehmen. Da kam es dann zum Crash ... ... weil ich zwei Kinder einfach nicht schultern konnte (Meine Güte, was für eine maßlose Selbstüberschätzung .... ) Ich habe ihm allerdings viel zu verdanken ... u.a. einen wundervollen Sohn ... den wir gemeinsam ins Leben gerufen haben ... und auch dass er mir für die ganzen Jahre wunderbar ... meinen Vater gespiegelt hat .... Vielleicht war dies die Antwort, die wir uns ... zu der damaligen Zeit und in der damaligen "Reife" sein konnen ... nicht mehr und auch nicht weniger .... Dankeschön C. --- snüff!!! Deine Frage nach dem Indianischen beantwortet Sternenwölfin weiter unten . @ Sternenwölfin Danke für Deine Erläuterung warum Schamische Heiler sich oft eine Bedenkzeit ausbedingen. Hmmm das Eheversprechen .... ich las mal vor einiger Zeit einen wundervollen Text wo es darum geht, dass mensch sich eben nicht bis ... in den Tod bindet wenn er /sie nicht weiss ... aber ... da ist dann wieder die Frage nach ... wie weit gehe ich mit ... ?? wie weit trage ich mit Gehe ich, wenn der andere morgen unters Auto kommt und im Koma liegt ... Hmmm .... vllt. gilt es da ... einen gangbaren Mittelweg zwischen "Es - sich - selber - gut -gehen lassen" und "Den anderen in guten Händen wissen" zu gehen . Also ... mein Leben weiterzuleben heisst ja ned automatisch, den anderen vor die Hunde gehen zu lassen .... Ja!!! So ist es ... ... Licht aufgeh ... Also ... mein Bestes geben ... aber nicht um den Preis draufzugehen dabei .... @ Wetterleuchten Brauchst Dich wg. Zynismus nicht entschuldigen ... Ein bisserl ätzend kann ja auch adstringierend wirken ... ... .... Und das ... ist manchmal halt not-abwendend ... Dieses Bsp. mit dem Haus finde ich sehr bemerkenswert. Ich habe schon sooooooooooo oft von Menschen gehört, denen ihr Haus eigentlich mehr Last als ... ... Hilfe scheint. Vielleicht rede ich mich leichtfertig als Nicht-Häusle-Besitzerin ... aaaaber ... da gab es Menschen, die sich nicht trennen wg Häus Menschen, die bei psychopathischem Schwiegervater wohnen bleiben und seinen bösen und gehässigen Geist ertragen wg. Haus .... Menschen, die ackern müssen wegen Haus ... ... und bis ins 77.Lj. verschuldet sind ... Das ist mir rätselhaft ... solch eine Bindung..... Aber ich muss ja nicht alles verstehen ... nur mich selber und dass ich hier laut mit mir selber sprechen darf und mit Euch hilft vllt. a bissel dabei dafür Danke Regenbogen
__________________ "Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo Geändert von Regenbogen (29.06.2009 um 18:15 Uhr) |
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| | #12 (permalink) |
| Bragitru | Des Menschen Habgier, verführende Sucht, lockt mit Glanz und Heil und bietet doch nichts, als Angst und Leid. Sie bindet, fordert mehr und mehr. Und ist es Zeit zu gehen ruft sie sirenengleich: Bleib nur! Bleib! Eingesperrt hinter unsichtbaren Stäben von Prunk und Traum verkümmert nun des Menschen Herz und dient, sklavisch... Ob Ding, ob Traum, ist einerlei. Der Käfig, selbstgeschmiedet, schnürt zu und macht nicht frei.
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| | #13 (permalink) |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Hallo Regenbogen, hallo an alle für mich gehört Verantwortung zum Leben dazu. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, in jeglicher Hinsicht, zu allererst für mich selbst aber natürlich auch für Andere. Wie nervig ist es, wenn z.B. Kollegen sich immer heraus reden, wenn sie was verbockt haben, nicht nur Kollegen, alle Menschen, mit denen wir zu tun haben Nun kennen wir das ja: für alles, das gut gelungen ist, übernimmt mensch sehr gern die Verantwortung, freut sich an der Anerkennung, die das mit sich bringt. Für Negatives allerdings, für Dinge, die nicht gelungen sind, für verbockte Dinge, für Fehler wo auch immer, übernimmt mensch äußerst ungern die Verantwortung u. ist bereit, einen anderen „Schuldigen“ zu finden bzw. verleugnet seine eigene fehlerhafte Tätigkeit/Ergebnis. Klar ist es unschön, dafür z.B. im Arbeitsleben gerügt zu werden, denn jeder erhält natürlich lieber Anerkennung als Tadel (weil alle Menschen gemocht werden wollen!), aber m.E. ist die Übernahme von Verantwortung nicht nur in solchen Momenten ein großes Zeichen von Reife u. (selbst-)reflektiertem Handeln. Seltsamerweise gibt es immer viel mehr Leute, die die Übernahme von Verantwortung ablehnen. Und damit m.E. stark die eigene Unreife zu erkennen geben. Das passt auf jede Menge Themen: eigene Lebensumstände, Arbeit, Konsumverhalten (Leben über die eigenen Verhältnisse u. einfach nicht hinsehen, bis alles im A****), Beziehung, Sexualität – hier heutzutage insbesondere unverbindliche Beziehungen u. die fehlende Information über „safer sex“ wie über „Schwangerschaft/Verhütung“… und und und… Wenn jemand allerdings ungefragt den Schriftkram eines Partners erledigt, Bürgschaften übernimmt u. sich damit zuviel auf-bürde-t, überfordert u. möglicherweise darin untergeht, dann hat er sich das m.E. selbst zuzuschreiben u. die eigene Vorgehensweise zu verantworten. Der Betreffende sollte sich m.E. mit dem Thema „Co-Abhängigkeit“ und „Kontrollsucht“ beschäftigen, da 'Sich-verantwortlich-fühlen-für-den-Murks-des-Partners' u. das 'Sich-für-die-Umstände-des-Partners-aufopfern' u. 'Sich-von-den-Stimmungen-des-Partners-abhängig-machen' in den Bereich des Helfer-Syndroms rückt u. meist viel mit den eigenen seelischen Gegebenheiten desjenigen, der sich verantwortlich fühlt, zu tun hat. Dieser sollte eine klare Unterscheidung der Themen Verantwortung/Verantwortlichkeit und Co-Abhängigkeit/Abhängigkeit inkl. ihrer möglichen Ursachen finden z.B. im Rahmen einer Psychotherapie. Wenn einer der Partner einer zerbrochenen Beziehung danach allein bleibt u. nie wieder eine Gefährtin findet/finden will, so liegt das m.E. allein in dessen Verantwortung. Der andere Partner sollte sich m.E. nicht schuldig/verantwortlich fühlen (bzw. sollte lernen, sich nicht verantwortlich zu fühlen), denn es liegt ganz einfach nicht in seiner Verantwortung. Wenn ein Mensch entscheidet, allein zu bleiben, weil der/die "eine" gegangen ist, dann hat das m.E. sehr viel mit ihm selbst zu tun, mit Verlustängsten, Kontrollverlust u. ä.. Es ist m.E. nicht die Aufgabe dessen, der gegangen ist, weiter für den Zurückbleibenden die Verantwortung für dessen Leben zu übernehmen. Dies sollte er m.E. selbst tun oder bleiben lassen. Wenn er es doch tut, dann hat ER/SIE selbst sich dazu entschieden u. wird dafür die volle Verantwortung übernehmen müssen. Oder wenn z.B. ein Paar feststellt, dass es nicht mehr miteinander leben kann, dann gehört es für mich zum verantwortlichen Handeln sich miteinander auszutauschen u. evtl. auch eine Trennung zuzulassen. Hört sich hart an, aber ich kenne die Themen aus eigener Erfahrung. So wie StarFire oben schon schreibt, ist es nötig, egoistisch zu sein/zu werden - gesund egoistisch! Selbst-Achtung u. Selbst-Liebe sowie klare Grenzen (für sich selbst u. Andere) u. die Übernahme von Verantwortung im gesunden u. emotional reifen Rahmen tragen zu diesem Thema maßgeblich bei. Schöne Grüße
__________________ Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt. Gautama Buddha |
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| | #14 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Hmmmm ... ja ... Co-abhängig bin ich in der o.g. Beziehung sicherlich gewesen ... andererseits ... ist ja nicht alles, was ich an Verantwortung für einen / eine andere Mensche übernehme ... co-abhängig. Keiner würde eineR Mutter, die "voll" für Kind da ist Coabhängigkeit nachsagen. Einem Psychologen, der für die Dauer der Therapiestunde empathisch in den Welten seines Anvertrauten surft --- prima ... ist auch nicht coabhängig .... Um sich mit einem andern auszutauschen ... ist es vllt. auch mal not-wendig tiefer in seine / ihre Welt einzutauchen und meine eigenen Grenzen für eine Zeitlang dreinzugeben. Kritisch wird es, wenn ich nicht mehr auftauchen kann und zu lange ... "auf dem Trockenen" bleibe also nicht in meine "Heimat" zurückkehre Da sind vermutlich auch die Rhythmen ... unterschiedlich. Regenbogen --- Wasser trinken geht *ggg*
__________________ "Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo |
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| | #15 (permalink) |
| Oberons Weberknecht Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
| @ Thalion "Des Menschen Habgier, verführende Sucht, lockt mit Glanz und Heil..." ein schönes gedicht in dem viel zu finden ist. danke schön. mir ist dazu ein satz eingefallen den ich irgendwo mal aufgeschnappt habe. vielleicht ein zitat? irgendwie so... „alles was du besitzt und nicht mit leichtem herzen wieder loslassen kannst, das besitzt du gar nicht, sondern es besitzt dich.“ ...YouTube - Mercedes Benz - Public Parking - Janis Joplin... |
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| | #16 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Ja ... so ist das wohl @ Puck was mensch nicht loslässt, hat ihn Soviele Bilder gehen mir gerade durch den Kopf ... Ja ... habe viel falsch gemacht ... in o.g. Be-Zieh-ung ... snüff. Hier nochl das Märchen von der Nachtigall, weil es ... so deutlich spricht vom ... Haben-Wollen ... sich-festkrallen ... http://www.maerchen.net/classic/a-nachtigall.htm “Community is the next Buddha.” Thich Nhat Than Und nun den Redestab zum Thema zurückgebe an den Kreis Regenbogenwanderer ... die gerade eine Idee im Kopf hat ... dass jeder Mensch ein ganz eigenes "Trommellied" ist .... .... und ... mensch den Rhythmen lauschen darf, um einander ... näher zu kommen
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| | #17 (permalink) |
| TGVJumpy mit Reisestopp Registriert seit: 22.01.2007 Ort: da wo man den "klenkes" zeigt Alter: 39
Beiträge: 1.617
Blog-Einträge: 92 | ..Verantwortung für den anderen... ja, gutes Thema. Ich habe das letzte Mal, als ich im Spital war, versucht, meinem Mann das klar zu machen, dass ich es verstehen würde, wenn er irgendwann sagt "ne, ich gehe". Damals wies er das weit von sich...mal sehen was er nun tut.. Es ist so, dass wir uns für den anderen verantwortlich fühlen, ihm helfen wollen, wenn er mit einer situation nicht parat kommt. Logo. Nur, ich gehe jetzt von meiner Situation aus: Bin ich als "kranker" Teil der Beziehung (ich passe halt grad so schön in das Muster der Geschichte jetzt rein) dafür verantwortlich, dass er mit dem thema umgehen lernt? NEIN! Bin ich nicht! Wenn er für sich entscheidet "Ich kann nicht" dann kann er ebend nicht. Punkt. Wenn er sagt "Ich kann nicht gehen, ich bin verantwortlich für sie" dann muss/soll er bleiben. Aber auch mich dann machen lassen,was für mich wichtig ist. Soviel von mir dazu. Morag
__________________ Verfechterin des Neutrachats 3x3 Wahrheiten: Keiner hat Rechte an mir, und ich an keinem. Ich lebe frei, zufrieden und ehrlich Ich bin mein Weg, ich erkläre mich nicht. Ich strebe für Mich, nicht für andere (copyright: Morag) http://helstochter.blog.de/ http://moragsschatzkiste.blogspot.com http://kochen-im-jahreskreis.blogspot.com/ |
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| | #18 (permalink) |
| Freifliegerin Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 356
| Verantwortung übernehmen: unsere Antwort auf Lebensaufgaben? Alles fließt – panta rhei..... so werden wir im Fluss des Lebens mit immer neuen Situationen und Befindlichkeiten konfrontiert und sind aufgefordert, uns dazu zu verhalten. Entscheiden sollen wir zwischen verschiedensten Optionen vom „alles Nötige tun“ bis zum „nichts tun“, aus unserem je-individuell verschiedenen „Ich“ hinaus zum „Du /Ihr“, oder vom „Wir“ zum Du/ Ihr, wenn wir uns in einer Gruppe befinden. Immer sucht unser Ich Wege, die ihm am angemessensten erscheinen, was unseren eigenen Willen und die Erforderlichkeiten des zu Tuenden angeht. Mit denen wir dann gut weiterleben können. Es geht sozusagen von der Umsetzung dessen, was wir für das Gelingen unseres eigenen Lebens auf der einen und das Miteinander mit anderen Menschen auf der anderen Seite erkannt haben, also die Umsetzung von theoretischer Erkenntnis in die Praxis. Je nach Erkenntnisstand, Fähigkeiten/Fertigkeiten, Sozialisation und Wollen agiere/reagiere ich auf diese Situationen und verändere andere und mich durch mein Tun. Ich lerne, aus meinem Ich heraus ein Du anzuschauen, seine Situation einzuschätzen und zu beurteilen, ob das Du wie auch immer geartete Unterstützung braucht. Ich lerne auch durch andere Menschen, wenn ich beobachte, ob und wie sie „Verantwortung“ übernehmen. Am Begriff „Karma“ habe ich z.B. gelernt, dass ein Großteil der Menschen eigene Hilfe zurückhält, weil der Mensch ihnen gegenüber ihrer Meinung nach sich irgendwann einmal schlecht / böse verhalten hat und nun die Konsequenzen trägt, indem er leidet oder sich in einer unangenehmen Situation befindet. Sie sagen: ich trage für die Konsequenzen des Tuns meines Gegenübers keine Verantwortung. Ich jedoch möchte mir selbst überlegen, was ich in diesem Falle tun will. Ich bin frei, aus einem großen Spektrum von Verhaltensmöglichkeiten zu wählen und will mich nicht auf solch ein Dogma wie „schlechtes Karma / gutes Karma“ zurückziehen. Also: mein Wille bestimmt in diesem Moment, ob ich mich aus dieser Situation zurückziehe oder wie auch immer geartete Hilfe leiste. Verantwortung für das, was aus meinem Verhalten resultiert, trage ich in jedem Fall, egal, ob und wie ich helfe oder nicht. Wie sich die Konsequenzen meines Tuns auswirken, kann ich nur in ganz geringem Maße abschätzen. Verantwortung, die richtig eingesetzt wird, ist ein großer Gewinn. Wenn jemand für mich Verantwortung übernimmt in einem Moment, in dem ich schwach bin, gewinne ich zunächst einmal Stärke. So, wie ein Baby, das darauf angewiesen ist, dass die Bezugsperson sich umfassend um es kümmert. Vielleicht kann ich/das Baby dann die Situation das nächste Mal eigenständig meistern. Vielleicht bin ich aber auch lebenslang auf Hilfe und einen anderen Menschen, der für mich Verantwortung übernimmt, angewiesen. Auch die Person, die Verantwortung übernimmt, gewinnt durch diese Leistung. Egal, ob sie dadurch (öffentliche) Anerkennung erfährt oder nicht. Mir erscheint es so, als ob die diese Person an (zunächst innerer) Stärke gewinnt. Zum vielfach erwähnten „Helferkomplex“: Menschen, die ihren Eigenwert einzig durch Übernahme von Verantwortung für andere beziehen, befinden sich aus meiner jetzigen Perspektive in einer Art Schieflage. Die Resultate, die sie hervorbringen, helfen ihnen selbst nicht – oder nur in ganz geringem Umfang - , Selbstachtung zu gewinnen. Sie brauchen zunächst einmal die Erfahrung ihres einzigartigen Wertes, ihrer Liebens-Würdigkeit..... also die Erfahrung, so, wie sie sind, geliebt zu werden, mit ihren Stärken und Schwächen. Das heißt: wenn andere Menschen für mich Verantwortung übernehmen und mir mein „Geliebt-Sein“ glaubwürdig spiegeln, lerne ich, dasselbe für andere zu tun. Ohne Verantwortung für mich selbst zu übernehmen funktioniert mein Leben nicht, ich bleibe bedürftig. Ohne Verantwortung für andere Menschen / die Gesellschaft zu übernehmen (wie auch immer die aussehen mag) funktioniert Gesellschaft nicht. Just my 2 cents, Holle |
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| Bragitru | Zitat:
Anders zb. bei einem Kind, dass beim Laufenlernen auf den Po fällt, weint und nicht sofort wieder aufgesammelt, aber dennoch von der Mama tröstend und ermutigend in den Arm genommen wird. Es ist schwer zu entscheiden, welche leidvollen Erfahrungen ein Mensch in einem Moment selbst durchmachen muss und welche von anderen abgewendet werden sollten. Auf sein Herz zu hören ist glaube ich die einzige wirklich sinnvolle Art sich für Handlungen zu entscheiden. "Ich darf ihm nicht helfen, weil er gestern böse zu mir war" ist keine Entscheidung des Herzens. Sondern eine des Verstandes, die sich am dualistischen und wandelbaren Konstrukt "Gerechtigkeit" orientiert. Entscheidungen des Herzens sind meiner Meinung nach Ausdruck von Mitgefühl. Liebe Grüße Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] | |
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| | #20 (permalink) | |
| Eichelhäher Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Zürich Alter: 41
Beiträge: 633
| Zitat:
Ansonsten halte ich es mit dem kleinen Prinz resp. mit dem Fuchs...: Tu deviens responsable pour toujours de ce que tu as apprivoisé. Grüsse aus dem schattigern Unterholz scré
__________________ der firno situ - alte sitte schweiz | |
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