![]() |
| | #1 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Ich habe in einem anderen Forum mal dies Thema aufgemacht --- mit dem Ergebnis, dass ich zum Schluss das Rumpelstilzchen des Forums war .... geschulmeistert wurde ... und mich zurückgezogen habe. Vielleicht ist es hier anders möglich ... (oh wie gut, dass niemand weiss Ich war zeitlebens ein sehr ruhiger, ja sanfter Mensch ... so sah ich mich ... das war ein feines Bild ... uuuund eine Menge Zorn, ja Hass wurde da untergebuttert . Göttin Dank taucht das peu a peu auf ... Zorn und manchmal grenzenloser Hass ... auf meine Eltern und diverse Menschen, denen ich die Möglichkeit gegeben habe, mich zu verletzen, weil ich keine Grenze gesetzt habe. Oder aus anderen Gründen ... . Zwar gehe ich damit um ... mit Bachblüten u.a. .... und doch ist es in manchen Situationen so, dass der Zorn mich eher hat , als ich ihn ... sprich die Gäule gehen mit mir durch. Ich halte Zorn für eine der Emotionen, die --- wenn ständig am Köcheln ebenso wie wenn ständig unterdrückt --- grosse krankmachende Energien besitzt . Der ewige Zyniker schadet sich genauso wie diejenige, die ständig nur gut ist . Wie erlebt Ihr Euren Zorn, wie geht Ihr mit dieser mächtigen Emotion um? Was hat Euch geholfen krankmachenden Zorn zu transformieren, Wunden heilen zu lassen und Menschen zu vergeben? Ich würde mich freuen von Euch zu hören ; vielleicht ist es sinnvoll eine Interessensgemeinschaft dazu aufzumachen.
__________________ "Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo |
| | |
| | #2 (permalink) |
| Fliegevieh Registriert seit: 30.01.2007 Ort: Nähe Freiburg Alter: 20
Beiträge: 219
| Erstmal gedanklich ausleben. Wenn ich eine Person gerade am liebsten an die Wand klatschen würde dann stelle ich mir (mehr oder weniger) genau das vor. Oder wie ich sie in einem Dialog richtig wegputze. Dazu ordentlich Metal laufen lassen ![]() Nun ernster: Ich versuche meist rauszufinden und in ein Wort zu fassen, was genau ich gerade hasse oder woher meine Wut kommt. Wenn ich weis, was ich hasse, dann weis ich auch, dass ich das Gegenteil davon liebe und dorthin kann ich meine Energie schicken. Habe das in der Jugend oft falsch gemacht. Wurde mir mit Abneigung begegnet, tat ich das selbe. Habe also das was mich kaputt macht zu einem Teil von mir gemacht. Mittlerweile versuche ich es einfach "besser zu machen". Je mehr ich hasse, desto mehr strenge ich mich an, das Gegenteil auszuleben. Kann manchmal wirklich motivierend sein.
__________________ Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt Licht? |
| | |
| | #3 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 20.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 2.370
| mit dem thema rennst du bei mir offene türen ein. zorn galt bei meinen eltern als unmädchenhaft, oder anders: "mädchen machen das nicht!". jahrelang den zorn und allerlei anderes geschluckt mit der folge: morbus basedow / chronische schilddrüsenentzündung. nachdem das gesundheitlich bei mir eskalierte, auf körperlicher ebene, kam erst im anschluß der entscheidende ruck, den zorn endlich rauszulassen. ich glaube, das war nicht nur für mich selbst ein schock, sondern auch für meine familie, für freunde und bekannte. wenn man nicht gewohnt ist, daß jemand zurückbrüllt, klingt das brüllen halt dreimal so laut. ich glaube auch, daß zorn nicht gleichbedeutend mit daueraggression und alles-doof-finden ist. ich empfinde mich nicht als aggressiv, obwohl ich pampig werden kann. seit etwa anderthalb oder zwei jahren hab ich meinen zorn kultiviert. auffällig: seit genau der zeit ecke ich an, bin unbequem und gar nicht mehr mädchenhaft zurückhaltend. in der folge gibt's jetzt einen haufen leute, die mich fies und gemein finden. aber damit kann ich allemal besser leben als mit diesen zornknoten in mir. ja, so ist das |
| | |
| | #4 (permalink) | ||
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Hallo liebe Regenbogen, Zitat:
Zitat:
Mir hat es geholfen, die Wut, auch die, die ich schon lange in mir trug, einfach rauszulassen und auszuleben. Ich bin dafür in den Wald gegangen und hab mal so richtig gewütet - hab mir quasi Luft gemacht. Das hab ich so beibehalten. Wenn es nicht weise ist, den Ärger beim Verursacher rauszulassen lass ich ihn einfach später zu Hause raus. Das hilft und man befreit sich von den schädlichen Wirkungen. Wichtig ist zu unterscheiden zwischen Zorn, Wut, Ärger und Hass. Die ersten drei sind kurzlebige Gefühle die, wenn man sie auslebt, wieder gehen. Sie bleiben nur wenn man sie immer wieder nährt und unterhält. Dann aber müsste man mal gucken warum man das macht. Welchen Nutzen zieht man draus seine Wut oder seinen Zorn zu kultivieren? Hass dagegen ist etwas das bleibt, auch wenn man z.B. Rache übt. Und Hass zerfrisst einen innerlich. Daher macht es wenig Sinn Hass auszuleben. Man muss ihn loswerden und das hat etwas mit einer Entscheidung zu tun. Oft auch mit Vergebung. Du fragst wie ich Menschen vergebe. Ich vergebe nicht Menschen, ich vergebe mir selbst. Vergebe mir das, was ich glaube falsch gemacht zu haben (z.B. keine Grenzen gesetzt zu haben, etc.). Wenn ich mir vergebe kommt oft die Vergebung für andere Menschen fast wie von selbst. Aber auch wenn sie nicht kommt - wichtig ist sich selbst zu vergeben. Das ist die Grundlage aller Vergebung. Liebe Grüße Wölfin | ||
| | |
| | #5 (permalink) |
| VfGH-Mitglied Registriert seit: 04.06.2008 Ort: Südliches Midgard Alter: 39
Beiträge: 148
| Zorn ist nicht gleich Zorn. (5 Euro ins Phrasenschweinderl... Ich habe die Erfahrung gemacht das Wutausbrüche oder auch mal laut brüllen bei Männern als markant und "männlich" empfunden wird und bei Frauen kommt sowas rüber wie: hysterische Zicke. Da kommt ein Spruch zum tragen den ich früher immer gehaßt habe: Wenn zwei das Gleiche machen ist es noch lange nicht das Gleiche. Ich versuche eher erst mal Dinge gütlich, nett aber bestimmt zu regeln.Nichts kommt stärker rüber als jemand der es nicht nötig hat sich wutschnaubend bemerkbar zu machen. Ich fühle mich selbst winzig und lächerlich wenn ich mich in Wutausbrüchen ergehe. Danach habe ich oft das Gefühl wenig damit erreicht zu haben. Manchmal geht es allerdings nicht anders. Es gibt Menschen die sind absolut Gesprächsresistent. Abgrundtiefen Hass habe ich bisher noch nicht erleben müssen und bin auch nicht scharf drauf. Wenn dann könnte ich mir aber vorstellen das die grauen Zellchen ganz schön ins rotieren kommen um sich wirksame Angriffsstrategien auszudenken ![]() PS: Oh, die Wölfin hat auch grade was geschrieben *wildwink*
__________________ Die Realität liegt irgendwo zwischen Fakten und Wahrheit - umzingelt von der Persönlichkeit des Betrachters. ©SVEAR Asentreu und Spaß daboi! Asatru Stammtisch in Pforzheim - Ziuewa.Wordpress.com. Jeden 1sten Do im Monat. |
| | |
| | #6 (permalink) |
| Zaubein Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Köln Alter: 51
Beiträge: 1.132
| Regenbogen- wie erlebe ich meinen Zorn? Inzwischen- nach vielen Jahren- gieße ich Ihn aus- wie ein Gefäß mit zäher ,zerfressender Lava- Ich bin das Gefäß und die Lava ist der Zorn. Wenn ich das nicht mache- ergießt sie sich in mein Inneres und wird zum Hass und der Hass läßt nur noch Asche zurück . Vernichtet meine Gefühle, macht mich kleiner und kleiner. Gelingt es mir zu vergeben - fange ich wieder an zu wachsen. Ach - und die Wut- ja die Wut ist das Streichholz , welches den Zorn entfacht. Und zur Zeit . ich gestehe - genieße ich es meinen Zorn auszugießen-beobachte mich und freue mich über mich selber- dass es mir glingt zu handeln- nach so vielen Jahren Lieb- sein .Das mag nicht immer gerecht sein- und oft finde ich noch nicht das richtige Maß- aber mir tut es gut- und das ist jetzt für mich die richtige Zeit. Ajana |
| | |
| | #7 (permalink) | |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Zitat:
Ich seh das ganz ähnlich und ärger mich auch immer wieder darüber. Frauen werden in ihrem Zorn einfach nicht ernst genommen. Kennt ihr diesen Satz: Na, die wird wieder ihre Tage haben? In derart abfälliger Form wird die Wut der Frauen einfach abgetan. Das macht es uns schwer uns durchzusetzen und unseren Ärger adäquat zu zeigen. Ein Frau muss wesentlich heftiger reagieren als ein Mann bis sie endlich ernst genommen wird. Tut sie dass, so heißt es sie hätte überreagiert. Tut sie es nicht wird sie noch weniger ernst genommen. Ein Teufelskreis dem man, je nach Situation, nur schwer entkommen kann. Sorry, das war jetzt ein bisschen OT Regenbogen. Ich will auch gar nicht vom eigendlichen Thema abkommen aber irgendwie denk ich es ist wichtig auch diese Dinge mal aufzuzeigen. Liebe Grüße Wölfin | |
| | |
| | #8 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Nur kurz überfliegen konnte ... und was mir jetzt grade zurückbleibt ist Zorn bei Männern & Zorn bei Frauen --- die unterschiedliche gesellschaftliche Wertung. Finde ich gar nicht OT Mein Zorn , der manchmal Waldbrandartig wüten könnte, hat damit zu tun, in eine ladylike Weibchenfigur reingezwängt worden zu sein. Das ist zwar jetzt schon so lange her, dass mensch sagen könnte ... "es war einmal" .... uuund ich schau es schon lange an, habe auf viele Kissen getrommelt ... etc. pp. uuund er ist immer noch da, der Zorn. Darin ist meine Lebensenergie gebunden, so empfinde ichs ... ... und es geht schon viel leichter, das rauslassen. Aaaber immer noch gibt es Tage / Situationen / Menschen ... da merke ich ned, wenn ich verletzt werde ... ... da ist mir vllt. nur schummrig ... oder irgendwie komisch ... ... und abends fühle ich mich kraftlos. Wenn ich dann --- durch ein Gespräch, einen Traum oder anderswie - darauf komme, dass mir dies & das über die Grenze gelaufen ist, dann werde ich wütend. Regenbogen
__________________ "Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo |
| | |
| | #9 (permalink) |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Huhu Regenbogen, ich glaub es braucht Übung. Zum einen Übung zu lernen wie man Zorn und Wut raus lässt. Das haben wir älteren Semester damals ja noch gar nicht gelernt. Es war uns nicht gestattet und heute tun wir uns am Anfang schwer es uns selbst zu gestatten. Dass braucht einfach Übung. Übung braucht aber auch zu lernen zu sehen wo unsere eigenen Grenzen sind und wann sie verletzt werden. Auch das haben wir nicht gelernt. Ich hab die Erfahrung gemacht dass auch das mit der Zeit des Übens besser wird. Früher hab ich nur die grobsten Grenzverletzungen bemerkt (und oft nicht mal die). Heute, nach jahrelangem Üben bin ich schon sehr hellhörig geworden und achte auf die Worte der Menschen sehr genau. Man könnte sagen ich sei empfindlich geworden für Grenzverletzungen - aber empfindlich finde ich in diesem Zusammenhang gar nicht so schlecht. Je früher man erkennt wo Grenzverletzungen auf einen zukommen umso schneller kann man gegensteuern. Es arbeitet ihn Dir, Regenbogen. Auch wenn Du noch nicht gleich alle Grenzverletzungen sofort erkennst, Dein Unterbewusstsein tut das jetzt schon und zeigt das mit diesen Gefühlen von Seltsam-fühlen und Kraftlos-sein. Du wirst sehen, mit der Zeit wirst Du immer besser im Aufdecken von Grenzverletzungen aller Art und dadurch wirst Du Dich auch besser und besser schützen können. Es ist ein Lernprozess, aber einer der sich sehr lohnt. Liebe Grüße Wölfin |
| | |
| | #10 (permalink) | |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Liebe Regenbogen, hallo an alle, Zitat:
Jahrelang hatte ich mich an die Wünsche u. Vorstellungen Anderer angepasst - bis ich quasi "implodiert" bin, die Wut, die Aggression gegen mich selbst gerichtet habe. Man verwendete gezielte Druckmittel gg. mich, denen ich mich unterworfen habe/unterwerfen musste, z. B. um meinen Hund vorm Sterben zu bewahren. Der Schmerz steigerte sich im Laufe der eineinhalb Jahre andauernden unklaren Erkrankung so stark, dass ich kaum noch gehen konnte. Mir fielen Dinge aus der Hand, mein ganzer Körper schmerzte unaufhörlich u. über alle Maßen. Wochenlang hatte ich rund um die Uhr heftigste Kopfschmerzen, sodass ich oft den Kopf an die Wand geschlagen hab, einfach um mal einen anderen Schmerz zu spüren. Dazu dunkelste Depressionen, teilweise auch leicht wahnhafte Anwandlungen bis zu einmaligem stundenweisen Identitätsverlust. Das alles zusammen hat mich über den Rand meiner seelischen u. körperlichen Belastbarkeit gebracht. Im Rahmen einer psychosomatischen Kur erkannte ich, dass es sich um geschluckte Aggressionen handelte. Mithilfe von Körpertherapie u. anderen Psychotherapiearten lernte ich, mich selbst wieder zu spüren, eigene Gefühle überhaupt erst wieder zuzulassen und ihre Qualität zu erkennen. Das war der Anfang eines lange währenden Prozesses, der bis heute anhält. Es war schwer, meine eigene Körpersprache deuten zu lernen. Bisher hab ich mithilfe von weiteren Psychotherapien einen besseren Umgang mit der Krankheit gefunden. Mittlerweile bin ich darin so gut geschult, dass ich verschiedene Schmerzqualitäten sehr gut zuzuordnen weiß. Ich verfüge mit diesen psychosomatischen Beschwerden, die immer wieder kehren u. mittlerweile chronisch sind, über ein eingebautes, körpereigenes Alarmsystem, was mir hilft, gerade mit aufkommendem Ärger u. Wut umzugehen. Ich spüre also an meinem eigenen Körper, wenn ich mich über diese negativen Emotionen mal wieder unbewusst hinweg gesetzt habe, dass ich dringend die Ursache für diese Schmerzen finden muss, um sie zu überwinden. Ab u. an erlaube ich mir auch, das Sofa zu schlagen oder etwas zusammen zu treten, weil dabei eine Menge negativer Energie verloren geht u. ich damit Linderung des Schmerzes erfahre. Holzhacken hat jahrelang sehr gut geholfen ![]() Obwohl der Beginn der Erkrankung nun schon mehr als 15 Jahre zurück liegt, muss ich immer noch üben. Manchmal verfalle ich in eine Art "Starre", vergleichbar Depression, aus der mich erst der krasse Schmerz wieder heraus zu führen vermag, der mir hilft, an die Ursache u. damit zum Grund für Ärger u. Wut zu gelangen. Auch heute noch kippt der Ärger eher in Trauer um als in - gegen unbelebte Gegenstände gerichtete - Aggression. Eine Art "Beißhemmung", die ich aber mittlerweile schneller bemerke u. demnach auch rascher überwinden kann. Ich habe im Lauf der Zeit festgestellt, dass ich Aggression auch als Triebkraft für interessante z. B. heilende Projekte verwenden kann, wenn es mir gelingt, die darin enthaltene Energie in konstruktive Bahnen zu lenken. Hass empfinde ich nicht. Und dem, was oben schon mehrmals über Vergebung geschrieben wurde, möchte ich mich anschließen. Genau wie Du, Regenbogen, in Deinem Eröffnungsbeitrag schreibst, bin auch ich der Meinung, dass ständig köchelnde Wut/Ärger genau so krank macht wie ständiges Gut-sein-wollen, Harmoniesucht und Anpassungs-"Wahn". Wichtig ist, einen passenden u. für Alle gesunden u. lebbaren Mittelweg zu finden.
__________________ Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt. Gautama Buddha | |
| | |
| | #11 (permalink) |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Interessant für mich zu lesen, dass auch Ihr - Regenbogen u. Sternenwölfin - übt u. damit lernt, im Laufe der Zeit immer besser mit Grenzverletzungen klar zu kommen. Dafür bedank ich mich, denn das hilft, zu erkennen, dass der Weg richtig ist u. Frau nichts übers Knie brechen kann/ muss. Und... ich find auch wichtig, dass der Unterschied "Frau" - "Mann" gesehen wird, denn das ist ja gravierend.
__________________ Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt. Gautama Buddha |
| | |
| | #12 (permalink) |
| *gähn* Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
| Also mir fällt auf, dass letzthin immer mehr Frauen beginnen sich mit Wut, Ärger und Hass auseinanderzusetzen und ich finde das gut. Ich habe auch damit angefangen. Vorallem in diesem Jahr, als ich immer mehr Schwierigkeiten hatte das "Feuer im Bauch" zu löschen. Es brannte wirklich, in mir drin wüteten ganze Waldbrände und ich spürte das auch physisch. Seit ich eine Methode gefunden habe meine überschäumende Wut - also jene Wut, die nicht mehr durch Schreien, verschlüsselte Wörter fluchen etc. frei gelassen werden kann - zu wandeln, geht es mir besser. Ich finde das alles, was bei Freilassung zu großen Schaden anrichtet (zB. wenn man wirklich gezielt flucht oder gar jemanden eine Watschn gibt) gewandelt oder komplett aufgelöst werden kann/sollte. Es ist für mich persönlich sehr wichtig die Funktion meiner Ventile zu kultivieren, nicht meine Emotionen, die kommen und gehen aber lassen sich mehr oder weniger auch lenken. Wenn sie einmal da sind dürfen die Ventile nicht verstopft sein, dass sind meine Notausgänge und somit überlebenswichtig. Ich kann eure Erfahrungen sehr gut nachvollziehen, nicht nur den psychosomatischen Teil (dito), sondern auch den Unmut über diese sinnlose Wertung, die total mittelalterlich daherkommt, aber überall up to date ist: Frauen die wüten sind Zicken; brauchen Sex oder haben einfach nur ihr "Zeug". ![]() Manchmal gibt es Situationen, die mich heute noch zum kochen bringen. Wie neulich als meine Katze angefahren wurde (jetzt eingeschläfert)... ich hätte ausrasten können, aber ich habe es "geschluckt", mit dem Wissen das ich es später ohne der Anwesenheit meiner Katze herauslassen werde. Bis jetzt hab ich es noch in mir... ja manchmal kann es dazu kommen das ich wieder lichterloh in Flammen stehe.
__________________ - meow - |
| | |
| | #13 (permalink) |
| ]TtUpAk HcIlMeIz[ | Ohje, für mich ein sehr brisantes Thema. Triggert grad auch ein bisschen, muss ich sagen, aber ich will mich dazu äußern. Ich habe nie gelernt mit Zorn, Wut oder Hass richtig (also für mich richtig) umzugehen. Ich bin im Grunde einfach nur ein großer Speicher, in den immer mehr dieser Emotionen hereingeschüttet wird, bis er irgendwann explodiert. Meistens passiert das, wenn ich etwas getrunken (da reicht schon ein Schluck!) habe oder so. Dann fallen alle Hemmschwellen, viel platzt einfach aus mir raus. Deswegen meide ich Alkohol mittlerweile für gewöhnlich. Meine Eltern gehören ebenfalls zu der "EinMädchenmachtsowasnicht"-Riege. Ich habe von ihnen nur gelernt, Zorn, Wut usw nicht kontrolliert wieder rauszulassen, sondern zu unterdrücken, runterzuschlucken, in mich reinzufressen. Und mittlerweile zerfrisst es mich von innen. Ich spreche hier nicht von Dauerausrastern, obgleich ich momentan einem Fass voll Nitroglyzerin sehr nahekomme (einmal zu fest dranstoßen und boom). Nein, ich meine damit eher, dass ich meine Emotionen gar nicht mehr richtig steuern kann. Ich bin viel zu sehr damit beschäftigt, meine Depressionen und Agressionen und was weiß ich noch vor meinen Mitmenschen zu verstecken. So wurde es mir beigebracht. Lass andere nicht an deinem Elend teilhaben, halte sie davon fern. Ich würde am liebsten alle, die mich das "gelehrt" haben, darin ertränken! Anfänglich habe ich zur Behandlung meiner Depressionen - die Therapeuten sind sich nicht mal einig, welche Form der Depression vorliegt, am wahrscheinlichsten ist die chronifizierende, weil sie schon so lange andauert und nur von kleinen normalen Phasen unterbrochen ist, bei mir unterbricht quasi nicht die Depression das normale Leben sondern andersrum, hin und wieder schleicht sich normales Leben ein - noch Medikamente bekommen, die eher schlecht als recht anschlugen, der damalige Therapeut hatte mMn einfach keine Ahnung was er mir da verschrieb und es war ihm auch egal. Mein jetziger weigert sich mir Medikamente zu verschreiben, sieht darin auch keine Notwendigkeit. Aber das ist wohl auch meinen "Schauspielkünsten" zuzuschreiben, ich kann mich nicht öffnen, zumindest nicht außerhalb des Internets und auch hier halte ich mich zurück. Wenn ihr wüsstet was mir die meiste Zeit durch den Kopf geht, ihr würdet schreiend davonlaufen und von weit weit weg die netten Männer mit den Kitteln rufen. Ich könnt's euch nicht verdenken. Eigentlich hätte ich momentan nichts lieber als irgendein Medikament, das mich emotional so wegbläst, dass mir erstmal alles egal ist. Einfach nichts spüren. Oder die Variante "Happypills", alles ist schön. Wär mir nur recht, schlimmer als momentan geht es fast nicht mehr, ich bin eine tickende Zeitbombe. Mir helfen keine Phantasiegemälde, jemanden verbal fertig zu machen oder in der Phantasie wirklich mal an die Wand zu klatschen. Ich möchte mir sowas nicht vorstellen. Das hat schon einmal dazu geführt, dass ich das irgendwann wirklich umgesetzt habe, weil ich mich nicht mehr zurückhalten konnte. Da habe ich einen 1,50m hohen Spiegel nach meinem Ex geworfen. Mit einem Sprung aus dem Zimmer entkam er dem Teil, sein und mein Glück. Das soll nicht noch einmal passieren. Deswegen habe ich Angst, meine Wut, meinen Zorn, meinen Hass (ohja, den auch, davon ist genug da) rauszulassen, ich habe Angst dann die Kontrolle zu verlieren. Sobald ich allein bin, bricht alles raus. Ich beginne zu weinen, kann nicht aufhören, spüre die Wut und den Zorn in mir hochwallen und wieder abschwellen, wieder hochwallen ... Irgendwann beruhige ich mich. Oder es kommt plötzlich jemand und ich zwinge mich dazu. Darin bin ich perfekt. Mit diesen Emotionen umgehen zu lernen ist ungeheuer wichtig. Ich bin eines der perfekten Negativbeispiele, was passiert wenn man das nicht tut. An manchen Tagen versagt mein Körper den Dienst. Ich habe Schmerzen, kann die Arme kaum heben, ein dumpfer Druck zieht sich von den Schultern bis in die Fingerspitzen, mein Nacken ist steinhart. Mein Magendarmtrackt schleudert alles einfach durch, will nichts richtig aufnehmen. Ich bekomme pusteligen Ausschlag an den Armen (bei mir sind keine Allergien bekannt), Juckreiz an den Beinen, manchmal kratze ich mich richtiggehend wund. An anderen Tagen bin ich total aufgekratzt, weiß nicht wohin mit meiner Energie, bin rastlos, kann mich aber zu nichts durchringen. Eines haben aber alle Tage gemein: es gibt keinen, an dem ich nicht weine. Oder köchle. Echt, wenn man Probleme mit seinen eigenen Emotionen, speziell Wut und dergleichen hat: Hilfe suchen! Keiner sollte so an sich selbst verzweifeln. Dazu braucht es keinen Krebs oder andere schwerwiegende Krankheiten. Man kann mühelos für sich selbst zur Krankheit werden. In hoffentlich wenigen Wochen begebe ich mich in stationäre Therapie. Mein Verlobter ist (außerhalb des Internets) abgesehen von zwei guten Freundinnen der einzige, der mich darin voll unterstützt. Meine Familie hat dafür kein Verständnis. Ich wäre noch jung, ich müsste psychische Strapazen doch mühelos wegstecken. Ihrer Meinung nach haben nur ältere Leute Anrecht auf psychische Instabilität und Krankheit. Wer mit sowas mit knapp 25 oder jünger (so wie ich) um die Ecke kommt, will entweder nur Aufmerksamkeit oder ist zimperlich. Puh, ich hab jetzt wohl ziemlich viel geschrieben. Ich hoff es war nicht zu offtopic, ich wollte das mal loswerden.
__________________ Childhood is not from birth to a certain age and at a certain age The child is grown, and puts away childish things. Childhood is the kingdom where nobody dies. ~Edna St.Vincent Millay, 1937~ Meine Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kur-... oh, ein Vögelchen! |
| | |
| | #14 (permalink) |
| Gefriergetrocknet Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Im leeren Raum Alter: 28
Beiträge: 1.030
| tobsuchtsanfall gefällig?!*gg* ![]() ich vermeide es auch zuoft meinen ärger kundzutun und sammle ihn. bis dann ein unschuldiger des weges kommt und ahnungslos von dem wirbelsturm zerzaust wird der sich da in der hintersten ecke verteckt bis er nicht mehr anders kann und einfach hervorbricht. aber das funktioniert bei mir auch andersrum*gg* ich vermeide es auch oft meine freude zu zeigen und bleibe doch meist recht kühl. auch das sammelt sich an und überfällt irgendwann mich und den nächsten der mir über den weg läuft. nur leider fault die freude auch zu ärger wenn ich sie zu lange aufhebe. was ich sagen möchte ist, daß ich es für mich als wichtig empfinde direkter zu sein und alles rauszulassen was da ist. egal wie klein und wie wertlos ich es erachte. rauslassen sonst erstickt man. mir geht es nach so einer ärgerorgie meist prächtig, wenn ich wieder getobt bin wie mein vorbild herr kinski. aaaber ich fühl mich genausogut, wenn ich auch die kleinen dinge die einen so ärgern gleich wieder loslasse. nur blöderweise ist das nicht so auffällig und deshalb merke ich mir das wohl auch nicht so leicht. vielleicht solte ich mir zettel in die wohnung hängen und an den spiegel im bad wo drauf steht "für die freude das ärgern zwischendurch nicht vergessen" oder mir briefchen schreiben mit ärgerlichen dingen.........genauso aber auch schöne und hübsche kleinigkeiten.............. manchmal schaffe ich es aber auch meine freude zu zeigen und meine gefühle rauszulassen. ich finde es gibt nichts schöneres im leben. klar habe ich auch immer wieder zweiffel ob das jetzt wirklich richtig ist. aber was ist schon wirklich richtig. ich denke die einzige wirklichkeit ist direktheit. und das spürt man wenn man direkt war. wenn man wirklich ganz da war. ( ein beispiel was jeder kennen sollte und wo es den meisten am leichtesten fällt ganz da zu sein ist wohl der sex.)< nur mal so am rande.......... oft denke ich und grüble ich ob ich jetzt jemandem schreibe das mir ein text sehr gefallen hat oder was auch immer. und das hindert mich dann wenn ich immer denke was wäre wenn.... aber dieses grübeln ist kein teil meiner persönlichkeit der interesse an meinem wohlergehen hat. also warum sollte ich diesen teil das zepter halten lassen. tja und so bekommt dieser teil in mir einen besonderen namen. immerhin ist er ein teil in mir. da er aber nicht sehr ehrenvoll mit seiner position umgeht bekommt er keinen bedeutsamen namen. eher einen lächerlichen. das fühlt sich dann schon wieder direkt an und ich kann weiter meinen dingen nachgehen die mir guttun. dieser teil in mir stellt mein lächeln für mich da, wenn man es genau betrachtet. dieses system hilft mir sehr dabei direkt zu sein im täglichen leben......und wenns mal nicht klappt dann ebend nicht. muß darüber hinaus ja nicht vergessen, das es noch wichtigere, größere anteile in mir gibt die zum glück nicht verschwinden und immer da sind. auch wenn sich wieder mal so ein brüllaffe versucht wichtig zu tun und sich aufzublasen. alles nur heisse luft...................... warum zweiffeln.....lieber laufen sage ich mir da...und siehe da es klappt............. und den rest .....................den bringt schon die übung und eine portion vertrauen. ach und was mir noch hilft, wenn ich sauer bin und nicht weiß warum ist mich auszudrücken und meine energie einfach fliessen zu lassen. beim schreiben, malen usw...........oder einfach reden. kurz mich zu bewegen....innerlich wie äusserlich. das produkt bringt immer einen fortschritt. ich denke leben ist bewegung. und leben ist auch glücklich sein. seine gefühle in sich reinzufressen ist dagegen ziemlich lebensfeindlich und man sollte sich die frage stellen was man gegen das leben hat, das man diesen zweiffeln und grübeleien so viel raum gibt. ich denke unsere gründe dafür sind nicht sehr standhaft wenn man sie mal ins kreuzverhör nimmt........................ glückszornige grüße die-viele @Naur Ilfirin................mach was du für richtig hälst. wer sollte so gut wie du selbst wissen was gut für dich ist. gib doch deinen selbstzweiffeln nicht auch noch verbündete in form deiner familie. ich finde man sollte sich lösen davon, immer andere bestimmen zu lassen was gut für einen ist oder anderen zu sagen was gut für sie ist und was sie tun sollen. jeder weiß das für sich selbst und trägt zum glück selbst seine eigene verantwortung für sich selbst. das macht ganz schön frei und kann auch angst machen...............aber ich finde es gibt nichts schöneres als man selbst zu sein. wenn ich diese erfahrung nicht immer wieder machen könnte wäre mein leben für mich nichts mehr wert und würde den sinn verlieren. |
| | |
| | #15 (permalink) |
| Oberons Weberknecht Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
| fragment einer begegnung... aus meinem alten reisetagebuch... „Die Daumenschrauben sitzen noch ein weinig zu locker“ sagte ich zu meinem Folterknecht. Aber das war nur so dahin gesagt. Das Fleisch unter meinen Nägeln hatte schon längst die Farbe von überreifen Pflaumen angenommen. Doch ich musste etwas sagen, ich komme mir nämlich bisweilen sehr unhöflich vor wenn ich zu lange schweige. Ich bemühte mich meinen Schmerz zu verbergen, als er die Flügelschrauben noch zwei Umdrehungen fester anzog. Ich wollte ihn ja nicht unnötig mit meinen Problemen belästigen. Es ist bestimmt keine schöne Arbeit zu foltern. „Haben Sie eine Familie?“ fragte ich und versuchte ein lächeln, um so ein wenig Konversation in Gang zu bringen; –vielleicht aber auch, um mich ein wenig von den Qualen abzulenken. Es gelang. Bald plauderte er munter drauf los. So erzählte er mir beispielsweise von seinem verfallenen Häuschen vor der Stadtmauer und vom letzten Geburtstag seiner Tochter, während er verschiedene Eisenstangen in der Glut seines Kohlebeckens vergrub. Und als er mir wenig später das hell glühende Eisen in der rosaroten Farbe des Sonnenaufgangs in gleichmäßigen Streichen über den Rücken zog war es mir doch sehr peinlich, dass ich seine einfühlsamen Schilderungen mit meinen Schmerzensschreien unterbrechen musste. Aber er war nicht nachtragend und sah mir großherzig meine unbeherrschten Ausbrüche nach. „Ich habe selbstverständlich nichts gegen Sie persönlich“ sagte er schließlich, als er mir die Beine mit dem Rad zerbrach. „Das weiß ich doch!“ presste ich heraus, „Das ist nun mal Ihr Job. Machen Sie sich wegen mir bloß keine Sorgen!“ Dann verlor ich das Bewusstsein. Irgendwann brachten sie mich aus dem Alptraumland der Schmerzen wieder in meine Wohnung zurück. Sie hatten wohl entschieden, dass ich unschuldig bin. Vielleicht war ihnen aber auch die Lust vergangen Hand an mich zu legen. Möglicherweise hatten sie ja in Wirklichkeit gar nicht mich gemeint. Wer kann schon wissen warum sie mich für ihre Wahrheit Foltern mussten. Es brauchte schon einiges an Disziplin mich nach all dem wieder aufzuraffen und nicht über den Schmerz verrückt zu werden. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass das alles nicht so ganz in Ordnung war. Aber sicher bin ich mir nicht, -und wenn ich mich jetzt beschwere tue ich vielleicht jemanden unrecht. Zum Glück ist auch Niemandem wirklich etwas Schlimmes passiert, ich meine ich kann ja schon was wegstecken; -ne wirklich, mir geht’s gut; -doch könnt ihr mir ruhig glauben! Nein, ich bin nicht abgestumpft. Ich weiß was Schmerzen sind. Bei andern ließe ich so was natürlich niemals durchgehen, -aber hier ging es ja nur um mich. der goldene käfig, der verbannten gefühle ist gar kein käfig sondern ein irrgarten mit goldenen wänden. wer in ihm nach seiner freiheit sucht, verläuft sich immer und immer wieder in zahllosen sackgassen. es ist falsch einen ausweg zu suchen. |
| | |
| | #16 (permalink) |
| Heiden-Zicke Registriert seit: 02.03.2008 Ort: München Alter: 39
Beiträge: 215
| Ich kenne dieses Thema auch und ich schließe mich an, ich glaube, dass Frauen anders umgehen als Männer mit diesem brisanten Thema. Der Grund ist die geschlechtsspezifische Erziehung (ich wurde noch so "typisch" erzogen und kann ein Lied "singen"). Mir machen die Gedankenspiralen zu schaffen und ich versuche sie ainfach "auszublenden". Wenn ich merke, ich habe diese Gedanken, dann sehe ich sie mir an und reflektiere. Bei mir wurde letztens ein zu hoher Adrenalin-Spiegel festgestellt, ich stehe permanent unter Spannung und führe diese Gedanken darauf zurück. Aber, wer weiß? |
| | |
| | #17 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Ich danke Euch herzlich für Eure Erzählungen ; scheint, dass ich da ein Wespennest gefunden habe ... ... ... . Es tut mir gut zu hören, dass auch Ihr diesen Zorn kennt ... Akascha, ich nehme scbhon an, dass der hohe Adrenalinspiegel mit nicht rausgelassner Wut bzw. Aktion zu tun hat (was ja manchmal das gleiche ist ... also Grenze setzen um sein Revier zu sichern erfordert ja die eine oder andere Aktion ... zB. Bein heben *ggg* oder Keule ziehen) Aber im Ernst : Wir sind noch ähnlich angelegt wie unsere Brüder und SChwestern anno Neandertal --- bei Gefahr werden die Systeme hochgefahren zu Flucht oder Verteidigung. Die Gefahren heutzutage sind subtiler --- ein LKW, der einem fast die Vorfahrt nimmt bspw. Die Aktion die erfolgt ist es, die Bremse zu treten .... ... der Körper hat sich aber auf ganz was anderes vorbereitet und entsprechend Adrenalin produziert. Der Chef, dessen unangenehmes Äussere eine ständige Provokation ist und der vor einigen tausend Jahren vllt. eins mit der Keule drübergekriegt hätte, muss geschont werden ... wieder Adrenalinproduktion ohne Mass und Abbau ... ... . Was am Ende eines solchen Tages bleibt ... ... viel zu viel Power im System ... ... Über Deinen Beitrag Puck bin ich rückhaltlos in Tränen ausgebrochen .. mir kommt das sehr bekannt vor, die Folterknechte auch noch verstehen zu müssen bzw. bei Laune halten zu müssen. Das tut verdammt weh und das eigene Ich geht sehr früh verloren bzw. versteckt sich hinter Masken . Meine Masken sind mir so fest am Gesicht angewachsen, dass ich manchmal nicht mehr unterscheiden kann, welche nun Ich bin ... ... . Der Zorn und die Trauer darüber könnten an manchen Tagen Städte auslöschen. Naur Ilfirin ..Dein Beitrag macht mich sehr betroffen und ich werde später noch dazu schreiben. Regenbogen
__________________ "Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo |
| | |
| | #18 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 03.02.2007
Beiträge: 52
| Also ich glaub, ich schwanke das zwischen zwei Extremen... in der Kindheit/Teenagerzeit hab ich nie was gesagt, hab vermittelt bekommen, dass meine Gefühle eh falsch sind und hab daher nie Gefühle gezeigt. Jetzt weiß ich manchmal nicht mehr, wie ich den Sturm in mir zügeln soll... Aber ich finde Wut in einer Frau gut und richtig, nur manchmal hört sie nicht mehr auf. |
| | |
| | #19 (permalink) |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 27.01.2007 Ort: Oberbergisches Land Alter: 31
Beiträge: 342
| als kind war ich sehr leicht wütend bzw. in rage zu bringen. ich bin regelrecht von emotionen überflutet worden und hatte keine möglichkeiten diese zu kontrollieren.... bei provokationen bzw. als solche empfundenen, sind mir zügellos die sicherungen durchgebrannt und ich habe dabei auch nicht vor erwachsenen halt gemacht , wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe. ..... das bedeutete natürlich , das ich überall angeeckt bin und ich habe schon früh gelernt mich für meine emotionen zu schämen. im laufe der zeit habe ich sie dann immer mehr emotion geschluckt um gesellschaftlich irgenwie tragbarer zu werden bzw. dazuzgehören... so dass ich mich von mir selbst entfernt habe....ich habe früh mit drogen herum experimentiert , um meine emotionen zu betäuben, bin aber zum glück immer und dank meiner hin und wieder aufblitzender vernunft, mit einem fuss auf der spur geblieben und mehr schlecht als recht mit dem strom geschwommen bzw. ich hab mich treiben lassen, weil mir alles egal war. naja, das habe ich mir zumindest eingeredet, in wirklichkeit gings mir übelst damit weil meine emotionen natürlich innerlich gründlich weitertobten und sich gegen mich selbst richteten....wut an sich habe , ich da schon längst gar nicht mehr empfunden sondern depressive niedergeschlagenheit, trauer, angst vor der gesellschaft und vor mir selbst bzw. meiner existenz.... ich habe mich dann gefragt... was stimmt nicht mit dir , woher kommt das , wer ist schuld... und ich habe erstmal angefangen jedem die schuld zuzuweisen .... meinen eltern,der gesellschaft sogar einigen freunden.... aber das war alles gar nicht tragbar und hat mir nicht weitergeholfen.... dann habe ich mich plötzlich gefragt... was ist eigentlich aus deinem willen und deiner wut , aus kinderzeiten geworden und habe damit angefangen das regelrecht zu vermissen und zu suchen.... naja, da stand sie plötzlich vor mir die emotion und ich bin völlig heissgelaufen, fast tranceartig zwar nicht ganz unkontollierbar aber sehr schwer zu kontollieren... erst dachte ich jetzt ist soweit und du wirst verrückt... damit bin ich dann losgezogen, habe mir luft verschafft und grenzen gezogen.... das hat mir dann sogar noch eine gehaltserhöhung meines völlig verdatterten chefs verschafft, der mich sonst immer für meine scheinbare, spartanische ruhe gelobt hatte. naja, ich wusste dann aber... jetzt musst du dich wieder runterspulen, weil ich kurz davor stand es auf die palme zu treiben , das hat einige tage gedauert und ich war richtig erleichtert als ich wieder auf dem boden angekommen bin, bevor ich mir wieder alles versaut hatte. ich habe einem heidenrespekt vor meiner wut bzw. emotion die schnell zu einer art selbstläufer werden kann , wenn ich sie freilasse und ich neige dazu mich völlig in sie hineinzusteigern, womit ich mir dann selbst schade.... oder sie völlig zu schlucken , womit ich mir dann auch schade... der mittelweg fällt mir eigentlich am schwersten.... aber irgendwie wäre der auch langweilig , sag ich mir jetzt ..... und das hilft mir mich selbst viel besser zu akzeptieren und versuche das ganze als herrausforderung im leben zu sehen. |
| | |
| | #20 (permalink) |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | ... upps, vertan ... PN @ die-viele, Eigenverantwortung übernehmen u. Direktheit leben, find ich auch mit eins der wichtigsten Dinge im Leben. Authentisch sein ist das Beste, was es gibt. Für alle. :smile:
__________________ Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt. Gautama Buddha |
| | |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Wut, Zorn und Furcht | morag | Morags Mastaba | 0 | 02.01.2010 19:31 |
| Pollen - was kann man damit machen? | Irrlicht | Hexenküche | 8 | 04.11.2009 22:51 |
| Der Zorn der Götter | Wolfgard | Wahrnehmung | 43 | 09.08.2007 14:55 |