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Alt 11.03.2007, 11:11   #21 (permalink)
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gute frage!

ich denke man kann einen baum oder andere solche wesen fragen.....aber wissenschaftlich erklären kann ich es nicht wirklich...
nur anhand meiner eigenen erfahrung mit pflanzen.
und bis jetzt konnte ich immer ganz gut herausbekommen wo sie wachsen möchten.

ich glaube schon das es so etwas wie einen kontakt zwischen "verschiedenen"
wesen geben kann wenn man offen für sie ist und umgekehrt natürlich.
allerdings hab ich das gefühl das pflanzen einem da manchmal noch was vorraus haben in sachen offenheit....und man selbst meist mehr schwierigkeiten hat sich zu öffnen für den geist eines anderen wesens...


aber unabhängig davon....sind wir nicht alle ein teil der natur?

und sollten wir dann untereinander nicht auch kommunizieren können?

ich denke nicht das man so alleine ist in der welt....nur ob man sich einsam fühlt liegt bei einem selbst......


l.g.
die-viele
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Alt 11.03.2007, 11:47   #22 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
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@ Waldbaum

Hat uns jemand gefragt, ob wir in diese Kultur gepresst werden wollten? Tradiertes, aufgepfropftes Gedankengut, geformt von Vorstellungen und Regeln, die nicht die unseren sind? Gezwungen in gleichförmige Schemata? Ich sehe da Parallelen.

Es gibt viele unterschiedliche Methoden, einen Bonsai zu formen. Die schnelle, brutale Methode ... Äste mit Draht in Form zwingen, Kronen kappen, Stämme spalten, usw.

Dann gibt es noch die Schule, bei der das tatsächlich nicht nur 10-15 Jahre dauert, sondern tatsächlich 100 -150 Jahre. Da werden die Äste vorsichtig mit Holzstäbchen in Position gehalten, selten beschnitten und die künstlichen Umgebungsvariablen sehr sorgsam denen angepasst, die der Natur in kargen und rauhen Gebieten entsprechen.

@ die-viele
Bäume und Tiere denken und fühlen anders als Menschen, da sie die Welt anders wahrnehmen als wir. Vor allem nicht so eng

lg
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Alt 11.03.2007, 18:46   #23 (permalink)
Amalas Wikinger
 
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@Starfire, Feela, die-viele: Ja, mag sein, dass ich das enger sehe als Mensch, als es vielleicht ein Baum sehen würde. Ich bin kein Baum und weiss nicht viel vielleicht oder auch nichts über ihre Wünsche. Mag sein oder ist wohl sicherlich so. Was ich sehr wohl fühlen konnte, war der Zorn, den ein Wald einem ganz fremden (und in meinem Falle unbeteiligten) Spaziergänger entgegenwarf, als der Wald scheinbar am Tag zuvor mit der Kettensäge gemartert wurde. Das war kein gutes Gefühl und es sagte mir deutlich, dass das nicht in Ordnung war. Das soll nicht heissen, dass ich das Zusammensägen eines Waldes nun mit den verschiedenen oder allen Arten der Bonsai-Pflege/Herstellung gleichsetzen wollte. Nun, ich bin auch kein Radikaler Irrer, der sich stellvertretend für seine eigenen Probleme, sich in einen Baumfolterskandal hineinsteigern will . Aber egal, welchen Umwelteinflüssen man als Mensch, Tier, Pflanze unterliegt, fühlt es sich für mich nicht richtig an, einen Baum "zum Spaß" zusammenzuschneiden, so liebevoll wie es auch immer sein soll. Und selbst, wenn es dem Baum egal ist, muss ich es denn tun, bloss weil ich es kann? Muss man einem Welpen unter Betäubung (bestenfalls) den Schwanz kupieren, bloss, weil es dem Hund nicht weh tut und ihm später "egal" sein wird? Ich kenne Menschen, für die ist das Schneiden ihrer Zehennägel ein total unangenehmer und teilweise auch schmerzhafter Prozess, obwohl es keine sichtbaren Verletzungen gibt. Da wird dann auch gern gesagt: Hab Dich nicht so. Aber wenn man das selbst so empfindet, ist es sicherlich plötzlich ganz anders. Komisch, Komisch.

Vielleicht ist es aber auch einfach egal und solange eine Pflanze nicht daran eingeht, ist vielleicht auch alles in Ordnung.

Ich finde es nur nicht unwichtig, darüber nachzudenken bevor man die Schere in die Hand nimmt. Besonders dann, wenn man behauptet seine Pflanzen durch das Stutzen usw. zu hegen und zu lieben.

der
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Alt 11.03.2007, 22:19   #24 (permalink)
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hmmm.....diesen gedankenansatz finde ich interessant.....auch wenn ich die pflege ( und auch das richtige schneiden ) meiner pflanzen, soviel meine zeit es zulässt, aus voller leidenschaft pflege und geniesse.....

ich erinnere mich bei deinen worten gerade daran gehört zu haben, das man z.b. kühen nicht die hörner schneiden sollte da sonst ihr gesunder/natürlicher energiefluss gestört würde.......und auch an die religionsgruppe der "sing" fühle ich mich erinnert. diese schneiden bekanntlich ja auch nicht ihre haare etc...wenn ich mich recht erinnere.

und wenn ich ehrlich bin und ganz tief in mich hineinfühle......seit ich vor ungefähr fünf jahren aufgehört habe meine haare zu schneiden ( nicht aus religiösen gründen) fühle ich mich auch ...hmmmm......irgendwie freier/natürlicher/ irgendwie ganzer?!
bin mir nicht 100 % sicher aber irgendwie schon.

und wenn ich schon beim erinnern bin.....im "jin shin jyutsu" (oder wie es sonst geschrieben wird ) heißt es doch auch, das schmuck/uhren/piercings etc.... den fluss der "universellen energien" stören und blockaden auslösen können ....

aber wie ist das jetzt bei bäumen?
irgendwie schwierig......

l.g.
die-viele
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Alt 11.03.2007, 22:41   #25 (permalink)
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ich kenne es vom reiki. die energie fließt immer und man kann auch reiki geben und empfangen, wenn man metallketten, -ringe oder uhren trägt, aber am freisten fließt die energie, wenn man das metall bzw. die uhr mit der batterie ablegt.
ich selbst empfand / empfinde meine piercings nicht als energiestörer, eher im gegenteil. mit ihnen kann man energien bündeln und lenken. auch die erfahrung, daß ein verzicht auf das haareschneiden eine gewisse freiheit beschert, habe ich nicht gemacht, eher im gegenteil. kannst du das näher erklären, die-viele? finde ich sehr interessant.
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2007, 00:23   #26 (permalink)
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ich "unterhalte" mich mit Bäumen bzw. mit Pflanzen, lange habe ich nur fühlen können, das hat sich verändert. Doch ehrlich mit meinem Bonsai hab ich noch nicht gesprochen. Das muß ich nachholen.
Es gibt doch diesen Tee yogi Tee gell?
Na darauf auf diesen Packungen ist immer eine Geschichte abgedruckt die heißt " Gespräch mit einem Landschaftsdeva"

darüber gibt es auch ein Buch das bei Heyne erschienen ist von Dorothy Mclean der Mitbegründerin der Findhorn Gemeinschaft.

Na das ist so ungefähr die Richtung dessen was ich meine...


@ Haigal

das kenne ich, diese Emotion war vor Jahren so mein Ansatz dazu zu verstehen daß Bäume reden.

Bei mir war es eine Rankpflanze die mir "nahe" kam. und ganz banal wußte ich auf einmal daß Pflanzen mich mögen das war ein so starkes Gefühl ich kann das schlecht beschreiben.

Ehrlich gesagt habe ich Hemmungen, so deutlich und ehrlich über diese Dinge zu sprechen vielleicht weil ich das noch nicht von vielen Menschen gehört habe daß es Ihnen wie mir geht und ich mag auch nicht als verschroben gelten.
also gut die feela aus der Hecke
fee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2007, 00:54   #27 (permalink)
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Zitat:
Zitat von amala krähenfeder Beitrag anzeigen
ich kenne es vom reiki. die energie fließt immer und man kann auch reiki geben und empfangen, wenn man metallketten, -ringe oder uhren trägt, aber am freisten fließt die energie, wenn man das metall bzw. die uhr mit der batterie ablegt.
ich selbst empfand / empfinde meine piercings nicht als energiestörer, eher im gegenteil. mit ihnen kann man energien bündeln und lenken. auch die erfahrung, daß ein verzicht auf das haareschneiden eine gewisse freiheit beschert, habe ich nicht gemacht, eher im gegenteil. kannst du das näher erklären, die-viele? finde ich sehr interessant.
tja..........
haare.....wie gesagt, ich merke da einen unterschied .
ich bin mir nur nicht sicher ob das wirklich was mit den haaren allgemein zu tun hat oder eher mit meinem persönlichen lebenswandel der eigendlich naja fast parallel stattgefunden hat.

mit jin shin jutsu hab ich vor ca.sieben jahren erfolgreich meine nikotinsucht auflösen können .

und danach hab ich beschlossen mit ein paar anderen dingen auch aufzuhören um einfach mich selbst und den fluss meiner energien besser spüren zu können.
ich hab mich da einfach von meinem gefühl leiten lassen und hab erst den kaffe, dann schwarzen tee und alle arten von alkohol weggelassen.
dann hab ich aufgehört schmuck zu tragen und schweinefleisch/rindfleisch zu essen und auch meine haare die ich vorher immer im millimeterbereich getragen hatte liess ich wachsen wohin sie wollten....(extrem, aber zu der zeit das richtige ) so konnte ich mich frei fühlen ,meine energien besser spüren und vor allem ich selbst sein.

nun, ich glaube darum geht es...
man selbst sein zu dürfen und nicht das zu sein was die umwelt aus einem zu machen versucht.
ich finde jedes wesen auf unserer welt sollte das herrausfinden dürfen.
und nicht einfach irgendwo reingezwängt werden.
um dann wieder zum bonsai zu kommen
ich muss da gerade an so indianer geschichten denken in denen die seele eines tieres bei der jagt vorher gefragt wird ob es in ordnung ist wenn es zur nahrung wird und so sein leben lässt....
ich finde das irgendwie richtig auch in bezug auf pflanzen.
und ich denke man kann eine pflanze "fragen" ob es in ordnung ist sie zu schneiden oder ihren wuchs mit stäben o.ä. zu lenken.
genauso wie man einen baum fragen kann ob es in ordnung ist sein holz für ein haus ein boot oder eine skulptur zu nutzen....

ich denke nur, das es dabei eben wichtig ist ein offenes herz zu haben und sich nicht vor der antwort zu verschliessen.
denn er kann ja ebenso nein sagen.
und das zu übergehen wäre doch betrug.
einmal am baum und zum anderen am eigenen herzen.
wie will man denn da erreichen das dieses herz sich nicht verschliesst?
und das tut doch ein herz, schon allein aus selbstschutz um nicht wieder betrogen und ausgenutzt zu werden.


nun........ kaffee trinke ich mittlerweile wieder und auch manchen alkohol in maßen.und auch wild verschmähe ich nicht....

nur mit dem schmuck und dem rest fühle ich mich nicht wohl.und meine haare
empfinde ich als richtig wenn ich sie nicht schneide.
das mag vielleicht kleinlich klingen aber ich fühle das es so richtig für mich ist.

ich stimme dir dabei zu, das du sagst man kann so gut energien bündeln und manchmal mache ich davon auch gezielt gebrauch wenn ich mir schmuckstücke anfertige. aber schmuck ständig zu tragen bedeutet für mich ,das sich an diesen stellen die energien "verknoten" , besonders bei metallschmuck.ich kann sie von dort nicht steuern . sie steuern sich dann selbst und das mag ich nicht. das kommt mir dann wie ein "energieaneurisma" vor....

vieleicht ist die hauptaussage dabei...: "ich bin ich und ich bin froh darüber das ich mich so, frei von diesen zwängen machen konnte.denn nur ich selbst kann so für mein glück sorge tragen wie es sonst keiner so kann wie ich
selbst. und ich wünsche jedem anderen wesen das es diese erfahrung mit offenem herzen für sich machen darf, ohne von jemandem gegen seinen willen beschnitten und am wachsen gehindert zu werden."




aber vielleicht ist es manchmal auch wichtig feinde zu haben....nämlich um an ihnen zu die eigene grösse zu erkennen...siehe natürliche bonsai und ihre manchmal wirklich mächtige ausstrahlung.( auch im übertragenen sinne)

aber so etwas bewusst im haus zu veranstalten finde ich nicht richtig ......(da sag ich auch:"baumquälerei!!!")

ich denke meine pflanzen sind (bis jetzt) einverstanden...
aber wer weiß?!

l.g.
die-viele
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Alt 12.03.2007, 13:48   #28 (permalink)
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danke für deine ausführliche erklärung, die-viele. werde über das ein oder andere nochmal nachdenken...
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2007, 14:34   #29 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
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wie viel erfahrungen darf ich einem (baum)wesen vorenthalten, bis er sich selbst fremd wird? was veranlasst mich dazu einem baum(wesen) ungebeten und ohne eigene not auf diese eindringliche art, in seine existenz hinein zu spielen? warum will ich so tiefe spuren in einem anderen (baum)wesen hinterlassen?


kennt ihr das märchen von den bonsaikatzen?

diese körperverformung nach einem individuellen schönheitsideal ist laut wikipedia nur ein recht langlebiger scherz.


kennt ihr die wahrheit über die bonsaifüße?

generationen von frauen, eingeschränkt in ihrer freiheit, mit einem aktionsradius der sich auf haus, hof und eine umgebung erstreckt, die mit der sänfte erreichbar ist. liebevoll beschütz und in abhängigkeit gehalten. und trotz der körperlichen behinderung ganz mensch, und mit der gebündelten energie, anmut, und ausstrahlung einer lotusblume. zumindest für die, die es so sehen wollten / konnten / musten...


mir geht es hier wohl so wie Waldbaum und Haigal

ich geb mir wirklich mühe bei solchen themen, aber ich erwischen nicht einen zipfel erkenntnis darüber was die treibt, die so denken und handeln. auch nicht darüber was die treibt, die sollches mit sich geschehen lassen ohne sich zu wehren oder zu weichen. wie aber wehrt sich oder weicht ein baum?




zitat aus wikipedia

Lotosfuß - Wikipedia

„Zuerst wurde der Fuß massiert und dann der Fußknochen mit einem Stein gebrochen. Der Fuß wurde dann so eng mit Bandagen umschlungen, dass er nicht nur im Wachstum gehemmt und zum Klumpfuß verformt wurde, sondern oft auch teilweise oder ganz abstarb. Mit Ausnahme der großen Zehe, wurden alle Zehen unter die Fußsohle gebogen. Den jungen Mädchen wurden die Zehen dabei mit nassen Bandagen (die beim Trocknen immer enger wurden) unter die Fußsohle geschnürt, damit sie schmale, spitze Füße bekamen. Wenn es gelungen war, die Füße auf diese Weise zu deformieren, konnten die Frauen keine weiten Strecken mehr gehen. Frauen, die so zugerichtet waren – als ideale Fußlänge galten 10 cm, was etwa der Schuhgröße 17 entspricht –, waren nicht mehr in der Lage, ohne fremde Hilfe das Haus zu verlassen. Zu dieser Zeit galt es als unschicklich für eine wohlhabende Frau, das Haus zu verlassen. Die reichen Frauen ließen sich sowieso in einer Sänfte tragen, die von allen Seiten verhängt war. Mit der Zeit verband sich das Schönheitsideal kleiner Füße mit der Tugend, das Haus nicht zu verlassen, so dass das Füßebinden in den oberen Bevölkerungsschichten allgemein üblich wurde. Es kam sogar vor, dass Männer gar nicht mehr auf das Gesicht ihrer Braut achteten, wenn nur die Füße klein waren. Der kleinschrittige Gang solcher Frauen wurde von chinesischen Dichtern und Poeten als erotisch beschrieben. Angeblich weckten die hilflosen Bewegungen dieser Frauen den „Beschützerinstinkt“ der chinesischen Männer. Die Prozedur der Verformung resultierte in einer verminderten Fortbewegungsfähigkeit der Frau, was wahrscheinlich ähnlich erotisierend auf Männer wirkte wie Bondage-Szenarien. Zudem bewirkte sie Trippelschritte, deren erotische Ausstrahlung der von Stöckelschuhen ähnelt.“
Puck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2007, 14:35   #30 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
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Hi,

ich selbst mag keine Bonsai Kunstbäume.
Nein, ich sehe es nicht als Synthese zwischen Mensch und Natur.
Ich sehe vielmehr die gequälte Baum-Natur.
Ob man das abschneiden und drahten von Wurzeln, Stamm, Ästen und blättern mit dem Haareschneiden gleichsetzen kann?
Ich glaube kaum.
Ist es nicht so, dass hinter jedem Bonsai ein Thema steht.
Zu den Bäumen, die verkrüppelt wachsen, sie stehen an falscher Stelle. Mesit handelt es sich um eine Stelle, an der der Mensch mal wieder hilfreich in den energiefluss der Natur eingegriffen hat.

Genausowenig wie ich es für richtig empfinde, das hunden Ohren und und rute abgeschnitten wurden. Zum Glück hat sich dieser Wahn reguliert.
Was sich noch nicht reguliert hat, ist die Schnauzenform der Pekinesen.

ich grüße euch

Jürgen
der Reisende ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2007, 16:44   #31 (permalink)
Amalas Wikinger
 
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@Reisender: Jep, das sehe ich auch so. *zustimm*

@Waldbaum: Da sind wir uns ja einig. Freut mich sehr.

@Puck: von diesen Frauen und dieser sonderbaren Sitte (Lotusfüsse) habe ich auch vor einiger Zeit was gelesen und fand es ziemlich daneben.

@die-viele: Als polarisierender Satz zu den gebündelten Energien von Bonsai-Bäumen: Tja, ein Zwang oder eine Einengung staut Druck auf. Klar, dass das dann als Energie verstärkt spürbar sein kann.

In alten und neuen Märchen ist es oft so, dass der böseböse (!!!) Zauberer eine magische Kreatur einsperrt, um aus dieser aufgestauten Energie Gewinn zu ziehen. Wie gesagt in Märchen und Geschichten über sehr böseböse Zauberer und so (Das war keine Anfeindung, bitte, nur so eine lustige Parallele )

der
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Haigal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2007, 23:09   #32 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Haigal Beitrag anzeigen
@Reisender: Jep, das sehe ich auch so. *zustimm*

@Waldbaum: Da sind wir uns ja einig. Freut mich sehr.

@Puck: von diesen Frauen und dieser sonderbaren Sitte (Lotusfüsse) habe ich auch vor einiger Zeit was gelesen und fand es ziemlich daneben.

@die-viele: Als polarisierender Satz zu den gebündelten Energien von Bonsai-Bäumen: Tja, ein Zwang oder eine Einengung staut Druck auf. Klar, dass das dann als Energie verstärkt spürbar sein kann.

In alten und neuen Märchen ist es oft so, dass der böseböse (!!!) Zauberer eine magische Kreatur einsperrt, um aus dieser aufgestauten Energie Gewinn zu ziehen. Wie gesagt in Märchen und Geschichten über sehr böseböse Zauberer und so (Das war keine Anfeindung, bitte, nur so eine lustige Parallele )

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Haigal
ich kann das alles gut nachfühlen puck,haigal und der reisende.
ich finde es auch nicht richtig ein wesen einzuengen geschweige denn zu beschneiden .
und darum geht es mir auch gar nicht.
vielmehr geht es mir darum eine pflanze darum zu bitten mir gesellschaft zu leisten in meiner wohnung und meinem näheren umfeld.
es ist mir ein starkes bedürfniss, pflanzen um mich herum zu haben .
eine wohnung ohne pflanzen käme mir sehr steril vor und ich würde mich dort nicht wohlfühlen können. (dann lebe ich lieber draussen im wald.)
und dieses bedürfniss möchte erfüllt werden..
aber auf kosten eines anderen wesens?
da fühle ich ein klares nein .

aber was denke ich dazu...?


mir fällt grade auf das es mir sehr schwer fällt beim thema bonsai noch meine stellung zu halten.
und das beispiel mit dem zauberer, tja ......, passt dann doch irgendwie.wenn es auch erstmal böse klingt..es ist gut...aber wenn ich richtig verstehe diskutieren wir hier oder?

es gibt zwar sehr sanfte methoden einen bonsai zu formen ......aber die grundsatzfrage ob dies richtig/natürlich ist wird dadurch nicht automatisch beantwortet.
und meinen vergleich zu meinen pflaumenbäumen ziehe ich damit zurück...ich glaube sie haben irgendein spezielles bedürfniss(welches auch immer, egal),
vielleicht im gegensatz zu einem bonsai der durch ewiges geformt werden gar nicht weiss was eigene bedürfnisse sind und somit logischer weise auch nicht frei entscheiden kann was für ihn am besten ware....
in dem fall wäre es auch nicht fair ihn zu fragen ob es in ordnung wäre wenn man dies oder das mit ihm macht ....egal wie sanft es ist .....man würde ihn daran hindern ,vergleichen zu können

(vorrausgesetzt ein baum muss überhaupt vergleichen und sein wissen ist nicht schon im samen enthalten...da bin ich mir noch nicht schlüssig und das würde vielleicht etwas an der fragestellung ändern)

das wäre ,wie ein kind in einer sekte grosswerden zu lassen und es erst gar nicht vor die wahl zu stellen ob es das möchte ( was wiederum vorraussetzt das es erst mal erwachsen werden darf.)...und dann zu behaupten das es das selber möchte und sich sehr wohlfühlt und gar nichts anderes möchte...

nun, vielleicht sollte mensch sich nicht die frage stellen ob sich der bonsai wohlfühlt.... sondern eher ob er wirklich ein bonsai sein möchte....aus freien stücken ....

allerdings ist das eine schwierige frage denn wer weiss schon zu welchem zeitpunkt sich ein baum wirklich entscheiden kann? hmmm...

und eine andere frage wäre ob es überhaupt "nötig" wäre einen bonsai zu formen......was für einen grund könnte man haben wenn nicht ein gewisses maß an eigennutz...und der zwang alles zu beherrschen und zu formen.....

ich glaub ich will grad keinen bonsai /keine lebendige skulptur
ich begnüge mich dann lieber damit welche zu zeichnen wenn mir der sinn danach steht....



l.g.
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was denkt ihr anderen dazu?
die-viele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2007, 00:31   #33 (permalink)
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erm...naja, ich will die diskussion nicht schmälern, aber irgendwie frage ich mich gerade, ob das ganze herumtheoretisieren noch sinn macht...ich meine, es geht um miniaturbäume und nicht um frauenfüße oder die welthungerkrise oder das hiv-problem oder straßenkinder in rußland...

ja, ich weiß, das klingt jetzt etwas dramatisierend, aber ich frage mich einfach, in welchem verhältnis diese diskussion zu den wirklich bedeutenden themen steht. und nein, ich halte bäume nicht für trivial, ganz im gegenteil...aber trotzdem hab ich dabei ein seltsames gefühl...

amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2007, 10:48   #34 (permalink)
Heidschnuckel
 
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bonsai ist mit einigen gedanken platons zu vergleichen. wenn ich mich richtig auf den baum einlasse, schickt er mir ein bild, wie er als ur-eigene anlage aussehen möchte/wird. das ist das bild, was ich als künstler mit dem baum zusammen erarbeite.

das hat nichts mit vergewaltigen usw zu tun - kostet nur eine menge zeit und mühe und initiative. also nichts zum "mal eben schön anschauen". dafür sind die bäume zu kostbar.
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Cuchulainn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2007, 19:40   #35 (permalink)
Interdimensionaler Zwölfender
 
Benutzerbild von Salzliebe
 
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Ich habe seit Dezember auch ein kleines Bäumchen. Kannst du ihn denn nicht auf eine größere Fläche umtopfen? Vielleicht macht das ja ein ganz anderes Bild. So ein Bonsai hat ja in der Tat nicht wirklich viel Platz, aber von Baumquälerei in diesem Sinne habe ich so auch noch nichts gehört.
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Wenn dir alle Stricke reißen, bleibt dir immer noch der Galgenhumor...
Salzliebe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2007, 13:35   #36 (permalink)
Sturmwind - Kräuterfrau
 
Benutzerbild von Ajnar
 
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Ich denke Euch allen sehr. Meine Gedanken zu diesem Thema haben sich nun geklärt, durch Eure ausführlichen Erläuterungen.

Es wurde ein Bonsai als eine starke Persönlichkeit mit starkem Geist bezeichnet. Man stellt es sich erfüllend vor, solch intensiven Kontakt mit einer Pflanze aufzunehmen. Ein mikrokosmischer Baum, der doch ein Baum bleibt, wenn auch klein und mir vielleicht telepathisch sugeriert, wie er gerne sein möchte.
Auf der anderen Seite die Frage, ob es sich überhaupt noch um einen Baum handelt, der ohne sinnlichem Empfinden, ohne Erfahrungen machen zu können, sich selbst fremd werdend, eingesperrt leben muß, wie ein Vogel im Käfig, mit gefesselter Seele, in Qual, verglichen mit gebundenen Füssen. Eine eingesperrte Kreatur, die vom Magier gefesselt und energetisch entladen wird.
Die Frage was dazu veranlasst einem Baumwesen ungebeten und ohne eigene Not auf diese eindringliche Art in seine Existenz zu spielen und warum so tiefe Spuren in einem anderen Wesen hinterlassen werden wollen.

Da ich keinem Lebewesen Schaden zufügen möchte und der Ansicht bin, daß Freiheit und die Selbstbestimmung über das eigene Leben JEDEM LEBEWESEN! zustehen muß, weiß ich nun sicher, daß dies für mich nicht der richtige Weg sein kann. Jedes Lebewesen muß ein sinnvolles, selbstbestimmtes und sinnreiches Leben führen können. Ein Baum, ein nichtmenschliches Wesen, ein menschliches Wesen...

Habt Dank!
Ajnar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.2007, 15:45   #37 (permalink)
Gesperrt
 
Benutzerbild von Waldbaum
 
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Zitat:
Zitat von Ajnar Beitrag anzeigen
Da ich keinem Lebewesen Schaden zufügen möchte und der Ansicht bin, daß Freiheit und die Selbstbestimmung über das eigene Leben JEDEM LEBEWESEN! zustehen muß, weiß ich nun sicher, daß dies für mich nicht der richtige Weg sein kann. Jedes Lebewesen muß ein sinnvolles, selbstbestimmtes und sinnreiches Leben führen können. Ein Baum, ein nichtmenschliches Wesen, ein menschliches Wesen...
Eine gute Entscheidung!
Waldbaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 20:41   #38 (permalink)
Trancetanzbär
 
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Schonmal überlegt, ob Bäume sowas wie ein kollektives Bewusstsein haben?

Wie erkennt man "artgerechte Haltung" oder "Tier- / Baumquälerei"?

Sieht so Untitled Document eine "gequälte Kreatur" aus?

Für eine artgerechte Tierhaltung muss man fachkundig sein (da sind wir uns wohl alle einig...) für eine Artgerechte PFLANZENhaltung aber auch!
Dementsprechend sollte, wer einen Bonsai pflegen will sich UMFASSEND informieren. (...und dem, der was dagegen hat, dem könnte ein bißchen Information auch nix schaden, damit nicht alle platten Vorurteile wieder durchgekaut werden müssen.)

Gruß vom Luz
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luzullus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2007, 13:21   #39 (permalink)
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@luzullus: Tja, ich weiß nicht, wie Du es siehst, aber Qualen lassen sich nicht immer am Gesicht ablesen

Ob ein Baum sich gequält fühlt, ist eine Frage die Du sicher nicht beantworten kannst (ich auch nicht), wir Menschen können das allenfalls nur vermuten. Aber ich finde es ziemlich komisch, daß es immer noch eine Menge "Naturverbundener" gibt, die nicht auf Idee kommen, die Planze/den Baum zu fragen, bevor man damit herumfuhrwerkt. Vielleicht steht der Bonsai ja drauf, ok, warum nicht Vielleicht aber auch nicht. Es ist von Menschen schon immer sehr überheblich gewesen andere Wesen so zu behandeln wie es uns passt und nicht nach deren Wünschen zu fragen.

Ach ja, und um einen Baum zu fragen braucht man sich technisch rein gar nicht zu informieren.
Ich denke, das kriegt man auch hin, wenn man kein Botaniker ist.

der, der gerne mit Bäumen redet,
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Alt 20.07.2007, 19:44   #40 (permalink)
Trancetanzbär
 
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*Seuftz* Ja, @Haigal da hast du völlig recht.
Allerdings bist du ja auch nicht der einzige "Baumkuschler" und ich habe auch zu keiner Zeit behauptet Qualen am Gesicht ablesen zu können. Trotzdem kann man bei einem Tier schon gänzlich Un-Esoterisch vermuten, ob es ihm gut geht oder nicht (glänzendes Fell, glattes Gefieder, glänzende Augen, vitaler Allgemeinzustand, trockene oder feuchte Nase (je nachdem) und so weiter) wenn man den "siebten Sinn" noch dazunimmt, kann man denke ich schon eine ganz gute Aussage darüber treffen ob ein Tier "glücklich" ist. (in Ermangelung eines besseren Wortes und weil ich nicht schon wieder von "artgerechter Haltung" reden wollte)
Bei einer Pflanze ist das (davon bin ich fest überzeugt) kein bißchen anders. Hier sind die (unmagischen) Kriterien sogar recht ähnlich: glatte, ebenmäßige Rinde mit den artentsprechenden "Krusten", eine dicke, schützende Wachsschicht auf den Blättern, dadurch wenig oder kein Befall durch Insekten oder Pilze, also keine Flecken, Beulen oder Löcher in den Blättern, gleichmässige, artgerechte Verzweigung, guter Kronen- und Wurzelaufbau, Blüten- und Fruchtmenge und noch vieles mehr. Auch hierbei kann man natürlich nochmehr sehen (wenn man kann) eine gesunde Aura z.B. oder (bei einer 300jährigen Bonsai(!)-Eiche) eine Dryade.
Ich denke, das sind alles Beweise dafür, das der Unterschied zwischen einer Pflanze, die an einem Hang in einer Felsspalte wächst und einem gestalteten Bonsai eher gering sind und die jahrelange intensive Beschäftigung mit einer Pflanze die in einer Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird eher einem magischen Akt nahekommt als die Haltung eines Hundes oder einer Katze (über deren Artgerechte Haltung sich sicherlich auch vortrefflich streiten liesse...)

Der, der AUCH gern mit Bäumen redet
Luz
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