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Umfrageergebnis anzeigen: Leben Heiden in der Regel in (polyamoren) Mehrfachbeziehungen?
Ich lebe selbst in Mehrfachbeziehungen. 8 14,29%
Ich kenne viele Heiden, die das tun. 3 5,36%
Manche Heiden machen das, aber wenige. 17 30,36%
Habe ich noch gar nichts von gemerkt. 32 57,14%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 56. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 16.11.2007, 00:56   #21 (permalink)
FLUFFY BUNNY? ARGH
 
Benutzerbild von Abtacha
 
Registriert seit: 12.11.2007
Ort: Großherzogtum Oldenburg
Beiträge: 15
Ich kamm Amala in Bezug auf BDSM nur zustimmen.
__________________
Ich bin in Gottes Werkzeugkasten die Drahtbürste!
Abtacha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2007, 15:44   #22 (permalink)
Brachial-Drache
 
Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 264
Hallo zusammen.

Um polyamore Bindungen zu verstehen (u.a. vielleicht auch den Wunsch nach einer polyamoren Partnerschaft) sollte man sich u.a. die Entwicklung in Erotik und Sexualitaet in den letzten 200 Jahren bis heute anschauen. Wie viel hat sich da getan! Seit 2000 Jahren wurde mit der Liebe und der Sexualitaet nicht mehr so unverkrampft umgegangen, wie es heute der Fall ist. Sicher, es gibt bestimmt noch dass eine oder andere was geaendert werden koennte - aber dass kommt bestimmt noch...

Ich selber habe manche "Heiden" kennengelernt, welche ihr "gelebtes" Heidentum in sexueller Hinsicht als Alibi benutzt haben - um eben einfach zu bekommen, was immer sie/er in diesem Moment benoetigte/suchte(n). Fuer mich persoenlich ist dass nichts anderes als gelebter Egoismus, wobei ich jedoch der Unterschied zwischen sexuellen Eskapaden und Polyamory schon verstehe, und dass das eine an sich mit dem anderen nichts zu tun hat. Es ist mir aber auch klar, dass Liebe und Sexualitaet sowie der jeweilige Ausdruck derselben, immer auch der jeweiligen Anschauung von Moral und Zeitgeist unterworfen waren (und sind).

Auf der anderen Seite haben wir in der Geschichte der Menschheit schon oefters umfassende Veraenderungen gesehen: von vorheriger "Verdammung" bis zur Akzeptanz und wieder zurueck, war da beim Thema zwischen Minne und Sex schon so ziemlich alles vertreten.

Ich denke, dass unsere bis heute gueltige christliche Auspraegung von Liebe, Ehe, Sex etc. noch immer - oder gerade bei Heiden! - einen ueberraschend hohen Stellenwert geniesst. Ganz abgesehen davon, dass ich noch nie von einer "heidnischen" Gesellschaft/Kultur gehoert habe, bei der die Polyamory Standard gewesen ist. Was besagte Polyamory mit dem Heidentum an sich zu tun haben soll, ist mir auch nicht so ganz klar.

Klar ist aber auch, dass Liebe nie Besitzwut sein darf, dass aufrichtige und tiefe Liebe nie verletzen darf, sondern dem Anderen den Halt im Leben gibt, welcher SIE/ER gerade - oder in einem bestimmten Moment - besonders braucht. Und ich denke, dass die Polyamory den Leuten, die sie leben, durchaus bieten kann. Warum auch nicht?

Ich habe Euere Antworten gelesen - und finde die Standpunkte absolut nicht kontraer, sondern plausibel und einleuchtend. Ich denke, dass beide "Lebens- und Liebesmodelle" ganz gut funktionieren koennen. Nicht notwendig zu bemerken, dass jede(r) dass Recht hat, nach eigenem Gusto gluecklich zu werden.

Meine Frage waere, wie es wohl auf dieser Welt mit der Ehe aussehen wuerde, wenn es nicht den "Gruppenzwang" der Monogamie gaebe? Stellt Euch doch einmal eine Gesellschaft vor, in der die Polyamory bis hin zu einer "Gruppen-Ehe" nichts ungewoehnliches ist: wie wuerden die Leute Leben? Sexuell befreit? Wahrscheinlich. Eifersuchtsslos? Vielleicht. Auf jeden Fall aber insgeamt wahrscheinlich geborgener und mehr Kindern als heute.

Welchen Einfluss hat eigentlich die Institution "Ehe" auf Gesellschaft und Staat? Und wie wuerde dieser Einfluss aussehen, wenn die Gesellschaft auf einem ganz anderen Moral- oder Wertebild fussen wuerde?

Seit den Tagen der 68er und der Hippie-Bewegung haben sich immer wieder Leute zu Gruppen formiert um den Versuch zu wagen die Gesellschaft zu aendern - oder aber ihre eigene Gesellschaft zu bilden. Dass hat sich nicht nur auf dem sexuellen Gebiet, sondern auch im Schutz fuer unsere Umwelt und auch in der Friedensbewegung bemerkbar gemacht. Alles in allem, waren und sind da grossartige Errungenschaften herausgekommen!

Heute sehe ich wieder so einen Beginn, der zu einer Veraenderung fuehrt: die Leute stehen wieder zu ihren spirituellen und religioesen Ueberzeugungen, und wenn diese nicht christlich gepraegt sind, bzw. nicht konform dem religioesen Mainstream sind: oh, well.....!

Genauso sehe ich es bei der Polyamory: wenn frau.man(n) tut, was einem dass Herz sagt, oder genanntes fuer zwei oder mehr Partner schlaegt, so ist dass "auch gut so"!

Habt ein schoenes Wochende!

LG
PadDraig
-derzeit zwischen Okzident und Orient hin-und-her-fliegender Drache...

. Entschuldigt, aber ich schweife ab.
PadDraig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2007, 16:19   #23 (permalink)
*gähn*
 
Benutzerbild von Abendstern
 
Registriert seit: 20.01.2007
Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
Was ich ja manchmal schon etwas komisch finde, ist die Behauptung Monogamie sei christlich. Da muss ich schmunzeln, denn so pauschal kann man das meiner Meinung nach nicht sagen. Ich habe nämlich noch nie gehört, dass Krähen oder spanische Kaiseradler gern den Gottesdienst besuchen, es seidenn da verwest einer im Beichtstuhl.

Ich mein, man kann doch bitteschön akzeptieren das Menschen lieben, wie sie es wollen und können - so lange niemand dabei (unwillentlich) verletzt wird. Das dann immer wieder Leute hergehen - ja da muss ich sagen die meisten sind aus der Eso oder Heidenecke - und meinen einem "Mono" die Beziehung wertlos sprechen zu müssen, weil Monogamie ja eine christliche Zwangsjacke ist. So ein Blödsinn. Nebenbei - Zwang kann überall entstehen und manche Leute sehen es gar all zu heidnisch genauso wie es andere all zu christlich sehen.

Anders herum giltet das natürlich auch. Da sind es dann aber tatsächlich sehr oft Christen, die nicht nur die Polys nicht verstehen, sondern auch noch als krankhaft abnormal betiteln.

Im Übrigen halte ich den Einfluss seltsamer christlicher Werte für garnicht so hartnäckig, wie immer behauptet wird. Ich bin sehr katholisch aufgewachsen - auch wenn ich nicht in die Kirche ging. Sehe mich aber durchaus nicht als "verkorkst" an, sondern bin fast schon verblüffent aufgeschlossen.

Ich finde der Mensch macht die Religion, und nicht die Religion den Menschen.
__________________
- meow -

Geändert von Abendstern (16.11.2007 um 16:40 Uhr) Grund: RS Fehler
Abendstern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2007, 13:55   #24 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 2.370
hallo sternchen,

richtig, monogamie ist kein christliches gebilde, aber es ist eine tatsache, daß der staat, in dem wir leben, sich selbst als christlicher versteht, und es den polys verdammt schwermacht.

z.b. soll liebe der grund für eine heirat sein. das finde ich spitze. aber was ist, wenn man zwei oder mehr menschen liebt? warum darf ich diese dann nicht auch heiraten und damit mehrere gleichwertige ehen führen? ich gebe zu, daß es steuerangelegenheiten zunächst mal verkomplizieren würde, bis da einheitliche gesetzliche regelungen getroffen worden wären.

aber wieso darf ein christlicher staat darüber entscheiden, daß ich nur einen mann heiraten darf? ich liebe zwei und wäre gern beiden als ehefrau verbunden.
gut, als heiden kann man dann ja handfasten, aber das ist vor dem gesetz keine anerkannte ehe!
bevor jemand fragt: ich brauche keinen trauschein, um glücklich zu sein, denn glück macht sich nicht anhand von papieren fest, aber ich würde mir wünschen, daß auch haigal und ich eine ehe mit all ihren vorteilen führen dürften (die nachteile macht man sich vermutlich eh selbst ).

ich rede hier von steuervorteilen, rentenansprüchen, besuchsrechten auf der intensivstation etc. pp. - wirklich wichtige dinge, wenn man eine tragfähige und langfristige beziehung führen will! liebe heißt für mich nämlich auch: sich um den anderen kümmern und dafür sorge tragen, daß es ihm gut - auch für den fall meines ablebens.

lg,

amala
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2007, 17:20   #25 (permalink)
*gähn*
 
Benutzerbild von Abendstern
 
Registriert seit: 20.01.2007
Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
Amala,

da stimme ich dir vollkommen zu - leider auch in Sachen Ratlosigkeit.

Leider: In den fortschrittlichen Industrienationen ist es schon ein unermesslich großer Akt, überhaupt eine gleichgeschlechtliche Mono-Ehe zuzulassen, mit Steuer-Vorteilen und allem Pipapo. Ich denke bis eine gleichberechtigte Poly-Ehe neben Homo und Mono-Ehen bestehen kann, wird noch viel Zeit vergehen.

Es mag bestimmt zum Teil auch an die vom Mensch so ausgelegte Staatsreligion, dem Christentum, liegen. Aber wenn man bedenkt das in der Geschichte und Gegenwart des Christentums ja mehr "Ausschweifung" betrieben wurde, als heute allein gesetzlich möglich wäre, kann es das allein nicht sein.

Einer von bestimmt mehreren Gründen liegt vielleicht darin, dass sich insgesamt in den letzten Jahrhunderten kaum um das Menschliche gekümmert wurde. Vielleicht um Lebensverlängerung und Erleichterung - aber Gefühle sind meiner Meinung nach total vernachlässigt worden.

Nur so eine Theorie.
__________________
- meow -
Abendstern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2007, 18:22   #26 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
Benutzerbild von Nachtwölfin
 
Registriert seit: 23.01.2007
Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
Es ist ja schlicht mehr Verwaltungsaufwand. Wenn 2 Personen miteinander verheiratet sind, gibt es also eine Beziehung von Person A zu Person B und umgekehrt. Wenn aber Person A, B und C miteinander verheiratet sind, erweitert sich das sozusagen auf 6 Wechselwirkungen (Person A zu B, Person A zu C, Person B zu A, ... usw.), das ist wahrscheinlich zu kompliziert für arme Verwaltungsangestellte oder deren vorsintflutliche Computer Zumal, wenn dann noch Kinder hinzukommen, samt Namensgebung, Erziehungsberechtigung, usw.

Es ist natürlich ganz klar, wie Abendstern sagt, sehr oft so, dass menschliche / emotionale Aspekte untergehen bzw. ignoriert werden im reinen Papierkram. Da ließe sich sicher noch viel verbessern, in Bezug auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften tut sich da ja auch schon einiges.
__________________
omnia mutantur ~ nihil perit ~ mare aeternum est
Nachtwölfin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 01:24   #27 (permalink)
Draco Nobilis
 
Benutzerbild von Harser
 
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Alter: 39
Beiträge: 175
Zitat:
Ich kann nicht so ganz folgen, was das Liebesleben mit der heidnischen Religion zu tun hat
Die Essenz von Religion, die Rückbindung an das Nichtnennbare, mag jenseits von Liebe und Liebesleben stehen. Aber die Religion ist eingebettet in ein System von Moral, Weltanschauung, Ethik, Idealen, Zielen, Wünschen, und damit gibt es schon potentiell viele Überschneidungspunkte mit dem Liebesleben.

Nun ist es für einen Christen oder einen Moslem außerordentlich schwierig, die Brücke zu Mehrfachbeziehungen im Sinne von Polyamory zu schlagen, denn Bibel und Koran sind mit den Grundwerten von Polyamory tiefgreifend unvereinbar. Es mag vielleicht möglich sein, aber unter den Polys habe ich noch keinen Christen oder Moslem gefunden.

Nun gibt es aber in den verschiedenen Mythologien, die für Heiden relevant sind, sehr viel mehr Anknüpfungspunkte. Asatru wurden erwähnt. In den altirischen Sagen denke ich an Königin Medb aus dem Ulsterzyklus, auch die Unterweisungen von Scathach an Cuchullain, deuten auf einen Umgang mit der Sexualität jenseits von Ausschließlichkeit. Ich sage nun nicht, jeder Celtoi solle Königin Medb nacheifern, aber es wäre möglich, dass es etwas weniger undenkbar ist als für einen Christen oder Moslem.
Zitat:
Der offensichtlichste Unterschied scheint zu sein dass Nicht-Heiden ihre Beziehungen, egal wie sie gestaltet sind, als privat und intim ansehen und sie daher nicht öffentlich diskutieren. Heiden dagegen scheinen eher mit ihren Beziehungen in die Öffentlichkeit zu gehen.
Du wirst solche Erfahrungen gemacht haben, aber mich verblüfft diese Aussage sehr. Ich bin da skeptisch, allerdings habe ich keinen besonders umfassenden Überblick über die Heiden, um dir fundiert widersprechen zu können.

Ich kann aber besten Gewissens behaupten, dass die allermeisten Polys ihre Beziehungen nicht öffentlich diskutieren, nur sehr wenige sehen es als eine politische Aufgabe an, Polyamory bekannter zu machen, und gehen dann an die Öffentlichkeit.

Ich selber lebe schon recht lange nach den Polyamory-Werten, wesentlich länger als ich mich für heidnische Religion interessiere. Darum ist bei mir auch die Euphorie schon verflogen, dafür zu werben, und ich rede darüber nicht häufiger als andere von der Monogamie-Vereinbarung ihrer Liebesbeziehung. Ich hatte nur kürzlich von den Poly-Pagans in den U.S.A. gehört, das war die Motivation für meine Frage.

Meine eigene Antwort lautet so: die meisten Polys, die ich kenne, sind ausgesprochene Atheisten mit Interesse für Psychologie, manche sind aber auch religiös nach einer sehr weitgefassten, individuellen Religion, die sich wenig an kulturellen Vorgaben orientiert. Mit Interesse am Heidentum habe ich erst einen (persönlich) kennengelernt.
__________________
Grüße
Harser
Harser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 01:30   #28 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
Benutzerbild von Nachtwölfin
 
Registriert seit: 23.01.2007
Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
Zitat:
Zitat von Harser Beitrag anzeigen
Nun ist es für einen Christen oder einen Moslem außerordentlich schwierig, die Brücke zu Mehrfachbeziehungen im Sinne von Polyamory zu schlagen, denn Bibel und Koran sind mit den Grundwerten von Polyamory tiefgreifend unvereinbar.
Naa, der Witz ist ja, in den älteren Traditionen dieser Religionen kommt das durchaus vor - in manchen islamischen Kulturen sogar bis heute, und in manchen christlichen "Randgruppen" auch. Also, ich meine jetzt schlicht das Konzept, dass ein Mann mehrere Frauen heiraten kann, andersrum wohl eher nicht, was mit der soziokulturellen Situation zu tun hat.

Zitat:
Nun gibt es aber in den verschiedenen Mythologien, die für Heiden relevant sind, sehr viel mehr Anknüpfungspunkte.
Würde ich gar nicht mal sagen. Wie gesagt, in den Schriften der Buchreligionen taucht das durchaus auch auf, und ich würde nicht sagen, dass es in den europäischen heidnischen Mythen unbedingt häufiger auftaucht.
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Nachtwölfin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 11:13   #29 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
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Zumal es grad in der Bibel (um mal beim Beispiel zu bleiben) ganz, ganz viele Beispiele für polyamuröse Beziehungen gibt.
Wo sich bei mir eh die Frage auftut, wie die daraus die Auslegung von "Du sollst nicht ehebrechen" im Sinne von "Du darfst nur eine einzige Frau haben" folgert...
Nun gut... Aber ich glaube, diese Frage sollte in einem christlichen Forum diskutiert werden


LG
Siat
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Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 11:16   #30 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Alter: 61
Beiträge: 3.029
Ich habe beides im Laufe meines Lebens erlebt. Ich habe eine Zeitlang gleichzeitig Liebesbeziehungen zu mehreren Männern gehabt, die sich zwar nicht kannten, aber davon wussten und die ihrerseits zu gleicher Zeit zum Teil auch Liebesbeziehungen zu anderen Frauen hatten, von denen ich ebenfalls wusste. Irgendwann wurde es mir zu stressig und zeitaufwändig und ich habe alle Beziehungen zeitgleich beendet.
Dann hatte ich später noch zweimal die Situation, dass mein Mann gleichzeitig eine Beziehung mit einer anderen Frau hatte. Das hat mich und meine Gefühle für ihn nicht beeinträchtigt, aber die andere hat das jeweils nicht lange ausgehalten. Sie war eher monogam und wollte ihn für sich. Die erste hat sich zurückgezogen und die zweite hat verlangt, dass er sich von mir trennt. Das wollte er zwar nicht, aber mich hat das Gezicke angenervt und da bin ich gegangen.
In diesen jeweiligen Beziehungen war ich die einzige "Heidin" also nehme ich mal an, dass es das so ziemlich überall gibt - unabhängig von der Religion.
__________________
Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist.
Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten.

Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2007, 09:55   #31 (permalink)
blümche
 
Benutzerbild von Kuchen
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Ukraine
Alter: 22
Beiträge: 375
ich bin eifersüchtig... ich würde eher von einem zum anderen gehen als mit zwei gleichzeitig sein. und ich würde gehen, wenn mein mensch eine andere hätte und das mir sagen würde.
Kuchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2007, 23:30   #32 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 2.370
kuchen, du bist aber auch noch sehr jung. in deinem alter hätte ich das auch nicht gekonnt - muß ich ehrlich zugeben.
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 10:43   #33 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.09.2007
Ort: Frankfurt
Alter: 37
Beiträge: 161
ich habe lange überlegen müssen ob oder ob nicht..tatsächlich gab es in meiner Vergangenheit eine Zeit in der ich zwei Menschen von ganzem herzen geliebt habe..und es auch gelebt habe..heute lebe ich monogam und das sehr glücklich, was sicherlich nicht ausschließt , dass mir sowas nicht wieder passieren kann. In Verbindung mit dem Heidentum würde ich das Ganze jedoch nicht unbedingt bringen. Ob Heide, Christ oder was auch immer, polygam leben viele Menschen, dass hat nicht viel mit dem Glauben oder "Nichtglauben" zu tun.
Caillan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 13:27   #34 (permalink)
FLUFFY BUNNY? ARGH
 
Benutzerbild von Abtacha
 
Registriert seit: 12.11.2007
Ort: Großherzogtum Oldenburg
Beiträge: 15
Zitat:
Zitat von amala krähenfeder Beitrag anzeigen
kuchen, du bist aber auch noch sehr jung. in deinem alter hätte ich das auch nicht gekonnt - muß ich ehrlich zugeben.
Ohohoh! Das hört sich gefährlich an ... und zwar nach: "Du bist noch so jung, in deinem alter konnte ich auch noch nicht so frei durch die gegend poppen."

Ich werde mich auch im alter nicht an sowas gewöhnen. ^^
__________________
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Abtacha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 14:01   #35 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
was der fluss von der treue weiß...

~*~
woher soll ich vorher ahnen
was ich nachher wohl umspiele
wie soll ich die wege planen
wenn ich fließe und nicht ziele
~*~~~~~*~
aus der mitte meiner seele
springt mein quell und wird nicht leer
und obwohl ich gar nicht wähle
finde ich den weg zum meer
~*~~*~*~~*~
sag, warum willst du mich hemmen
warum soll ich stille steh´n
will anstatt zu überschwemmen
lieber wasserrädchen dreh´n
~*~~*~**~~~~~~*~
sag, warum die geraden deiche
warum soll ich mich nicht winden
nimm ein boot und tu das gleiche
lass dich treiben, um zu finden
~~~~~*~~*~**~~~~~*~*~
soviel flüsse sind schon gerade
wohlstandsmüll schwappt grau und still
an die uferpromenade
so geschieht, was keiner will
~*~~~*~~**~~~~~~*~~~*~*~~~~
ich will lieber plätschernd fließen
murmeln, glitzern, und mäandern
will mich winden, mich ergießen
flüsse bleiben wenn sie wandern

~*~~~*~~**~~~~~~~~*~~~*~**~~~~~
ich bin jeden tag der neue
und zugleich, der der ich war
eins nur weiß ich von der treue
ich geh fort, -und bleibe da
~*~~*~~~*~~**~~~~~~~~*~~~*~**~~~~~~
Puck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 14:03   #36 (permalink)
Eichelhäher
 
Benutzerbild von scréachóg
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Zürich
Alter: 41
Beiträge: 633
Deine Gleichsetzung von Polyamorie mit
Zitat:
Zitat von Abtacha Beitrag anzeigen
frei durch die gegend poppen
halte ich nach allem, was Amala bisher zum Thema geschrieben hat, für etwas dreist...

Hm... Und weisst du, nach was sich das für mich anhört:

Zitat:
Ich werde mich auch im alter nicht an sowas gewöhnen.
Als hieltest du Polyamorie für etwas Unnatürliches - etwas von der Sorte, das man nur mit spitzen Fingern, Handschuhen oder besser gar nicht anfasst...


@Puck: wunderschön!
__________________
der firno situ - alte sitte schweiz
scréachóg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 14:31   #37 (permalink)
Ptan
 
Benutzerbild von schatten
 
Registriert seit: 10.05.2007
Ort: Rheinland
Beiträge: 42
@Puck
ja wirklich. Total schöööööön
schatten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 15:11   #38 (permalink)
Amalas Wikinger
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: im blanken Loch
Alter: 37
Beiträge: 322
@Abtacha: reiß Dich am Riemen und bleib sachlich ...

Außerdem glaube ich, daß Du trotz der erläuternden Posts nicht verstanden hast, wie eine ernste Poly-Beziehung so funktioniert.

der
Haigal
__________________
Von Insel zu Insel steuernd
jeden Tag eine neue Welt entdecken und nun endlich
angekommen.
Haigal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 15:24   #39 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
@ schatten

danke fürs knuddeln
Puck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2007, 15:42   #40 (permalink)
Ptan
 
Benutzerbild von schatten
 
Registriert seit: 10.05.2007
Ort: Rheinland
Beiträge: 42
@Puck
Rechnung folgt

Zum Thema:

die Heiden, die ich kenne leben nicht in polyamoren Beziehung. Von daher denke ich nicht unbedingt, dass es hier verbreiteter ist.

Für mich käme es nicht in Frage, ich habe dafür ganz einfach gar keine Zeit. Ich hab ja so schon kaum Zeit. Abgesehen davon, wäre ich aber auch nicht der Typ dafür. Denke ich wäre dann doch eifersüchtig irgendwann. So würde ich mich zumindest einschätzen.

Jedoch kann ich auch nichts verwerfliches o.ä. dran finden, wenn andere lieber in polya. Beziehungen leben oder leben möchten. Wenn das für alle Beteiligten ok ist und alle voneinander wissen, warum nicht.

Geändert von schatten (23.11.2007 um 16:00 Uhr)
schatten ist offline   Mit Zitat antworten
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