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| Symbole und alte Schriften Ihr habt Fragen zu Symbolen und alten Schriften, die im Heidentum oder heidnischen Kulturen verwendet werden und wurden? Hier ist der Platz |
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| | #1 (permalink) |
| Herrin der Jagd Registriert seit: 22.01.2007 Alter: 34
Beiträge: 36
| gekreuzte Pferdeköpfe Bei uns in Norddeutschland findet man noch an den Giebeln vieler alter Bauernhäuser zwei gekreuzte Pferdeköpfe . Weiß vielleicht jemand, wo dieses Symbol seinen Ursprung hat ? Ich frage mich, ob es vielleicht von den Nidstangen herstammt. Oder ist es doch ein Symbol,das auf die Altsachsen zurückgeht ? Bin gespannt auf eure Antworten. Skadi |
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| | #2 (permalink) |
| pööhse Registriert seit: 20.06.2007 Ort: Neumünster Alter: 24
Beiträge: 134
| Moment, da hab ich doch mal was drüber gelesen *im bücherregal wühl* Laut Wolf Dieter Storl ist das ein alter Brauch, der daher rührt, dass man früher gerne mal Pferde und anderen Tiere den germanischen Göttern als Opfer gebracht hat. Die Köpfe dieser geopferten Tiere wurden dann an heilige Bäume oder Eingangstore gehängt und schützen die Dorfgemeinschaft. Diese Pferdegiebel gibts wohl auch nicht nur hier in Norddeutschland....irgendwann hat sich das halt so umgewandelt. Mehr kann ich dazu aber auch nicht sagen -_-
__________________ Das größte Problem der intelligentesten Rasse auf Erden ist ihre Dummheit... |
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| | #3 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Bei Stilkam ist eine mögliche Erklärung zu finden: http://www.asentr.eu/schaman.htm Daß die Bretter mit den Pferdeköpfen als Windschutz für den Giebel dienen scheint einleuchtend. Alles weitere ist leider Spekulation. lg SF
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. |
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| | #5 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 21.06.2007 Ort: Hannover
Beiträge: 74
| Naja also zumindest der Raum Hannover war ja früher bekannt für die Zucht von Hanoveranern. vllt ist das einfach so, dass man als "pferdevolk" auch diese an seine gibel gebaut hat... is aber nur ne theorie. wo bei sich mir da die Frage aufwirft, warum man weiter nördlich auch manches mal einen drachenkopf an den Häusern findet? hat das den selben grund wie hier ? dass man sie als art schutzsymbol verwendet hat?
__________________ Wie auch die Waffen des vorigen Jahrhunderts werden auch wir überflüssig werden; schade denn dafür habe ich gelebt (Underworld) |
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| | #6 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 20.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 2.370
| ...oder man hat da drachen gezüchtet entschuldigung... ![]() im netz habe ich dazu nichts relevantes gefunden, aber ich bin ohnehin nicht so eine google-meisterin. meiner ansicht nach wird man vermutlich nie historisch korrekt klären können, was die drachengiebel sollten. ich persönlich würde mutmaßen, daß drachen ebenfalls für schutz stehen sollten - oder vielleicht auch für eine art spirituelle verbindung nach oben? ein drache auf dem dach eines hauses läßt mich denken, daß es sich um einen luftdrachen handelt - vielleicht wollte man stürme, hagel, blitz und donner mit dem drachen besänftigen - oder vielleicht auch abschrecken. |
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| | #7 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 541
| zu den pferdeköpfen gibt es leider keine feste wissenschaftliche erkenntnis....nur ein paar theorien.......und die klingen alle nich schlecht.... drachen finden sich ja viele in der nordischen bauweise....ich! glaube aber eher weniger das es eine spirituelle verbindung sein soll. da denken viele heutzutage denk ich zu abstrakt und esotherisch. drachen sehen im nordischen raum eher abschreckend aus....also werden sie denk ich mal auch für selbiges sein....um feinde oder böse geister abzuschrecken und/oder die enorme kraft des drachens zu symbolisieren.......aber machen wir leider da weiter worum es hier geht, nämlich die hottehühs.... |
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| | #8 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 21.06.2007 Ort: Hannover
Beiträge: 74
| naja aber ich denke genau da ist der schlüssel, wenn wir wissen wozu die drachenköpfe da sind, dann wissen wir warscheinlich auch wozu die pferde...
__________________ Wie auch die Waffen des vorigen Jahrhunderts werden auch wir überflüssig werden; schade denn dafür habe ich gelebt (Underworld) |
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| | #9 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 541
| ja ich denke auch das sie ihren ursprung in den nidstangen haben.....irgendwann waren pferde einfach zu wertvoll als sie für so etwas zu opfern, bzw. aus pferdemangel bei der einfachen bevölkerung hatte man auch keine natürlich gestorbenen pferde zu verfügung und hat sich nen nidstangenersatz an die hütte genagelt.....aber auch dies ist wie vieles nur ne theorie.... |
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| | #10 (permalink) | |
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| Zitat:
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca | |
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| | #11 (permalink) |
| Herrin der Jagd Registriert seit: 22.01.2007 Alter: 34
Beiträge: 36
| Ich denke nicht nur,daß es etwas damit zu tun hat,daß die Pferde zu wertvoll wurden. Vielleicht liegt der Ursprung auch im Anbeginn der Christianisierung. Es wurde der Bevölkerung ja verboten, Pferdefleisch zu essen bzw. ihren Pferdekult auszuüben. Und ich könnte mir vorstellen,daß die Leute dann einfach, um weiterhin den Schutz für ihr Heim zu erhalten, dieses Symbol erfunden haben. |
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| | #12 (permalink) |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 21.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 349
| Ich weiß zwar nicht, wieso das was mit Christen und Heiden zu tun haben muß. Allerdings sind Pferde gerade im Frühmittelalter reiner Luxus, nur zum reiten gut (nicht für den Pflug oder Wagen), somit sind Pferdezeichen und alles damit zusammenhängende Statussymbole. Wäre also wie heute der Mercedesstern am Auto oder um den Hals... Neben Schutz einfache Aussage, wir sind wer... |
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| | #13 (permalink) |
| Narr und Suchender Registriert seit: 23.07.2007 Alter: 39
Beiträge: 14
| Also im Buch "Götter, Mythen und Bräuche von der Insel Rügen" von Ingrid Schmidt wird die Vermutung aufgestellt, daß die Pferdeköpfe am Giebel eine Ablösung der ehemals am Zaun von Gehöften aufgehängten Pferdeschädel sein könnten. Die Pferdeschädel schauten immer vom Hof weg und waren wohl zur Ovätter- (Dämonen) Abwehr gedacht. Interessanterweise habe ich jetzt in Niedersachsen Varianten der Giebel-Pferdeköpfe gesehen (an zwei nebeneinander stehenden Bauernhäusern). Bei der einen Variante schauen die Köpfe dachabwärts (üblicherweise) und bei der anderen schauen sich die Köpfe an. Muß nächste Woche mal den Besitzer fragen, was da dahintersteckt (Zufall oder Sinn). Mephisto
__________________ Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum! |
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| | #14 (permalink) | |
| Weltenreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: NRW Alter: 43
Beiträge: 601
| Zitat:
*im Gedächtnis kram* Ich glaube, die eine Variante soll wohl wendisch und die andere (nieder)sächsisch gewensen sein (????) Das müsste weiter recherchiert werden, da es, wie gesagt, nur Erinnerungen aus einer meiner "dunklen" Kindheitserinnerungs-Ecken ist Schwarze Wölfin
__________________ "Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind." Mahatma Gandhi zu Albert Einstein, als der nach der Bedeutung von "Namaste" fragte. | |
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| | #15 (permalink) |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Mein Opa, stämmig aus Ostpreussen, hat mir damals von diesen Pferdeköpfen erzählt. Er sagte die seien zum Schutz vor bösen Geistern und die Menschen würde auch regelmäßig Opfergaben dort aufhängen. Sowas wie die berühmten Werzwisch (Sträuße, gebunden aus verschiedenen Kräutern), die man sich vorher in der Kirche weihen lies. Auch zu den Rauhnächten kam ein Opfer dort oben hin damit das wilde Herr den Hof verschont. Zu Anfang hat man wohl noch Pferdeschädel verwendet ging dann aber irgendwann dazu über Holzbalken mit Pferdeköpfen zu verzieren. Woher aber der Brauch genau kam wusste er nicht zu sagen. Liebe Grüße Wölfin |
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| | #16 (permalink) |
| Herrin der Jagd Registriert seit: 22.01.2007 Alter: 34
Beiträge: 36
| Mhhh...das es diese Pferdeköpfe auch in Ostpreussen an den Häusern gab, wußte ich noch gar nicht. Ich hab das bis jetzt für ein rein norddeutsches Erscheinungsbild gehalten. Aber eigentlich ist das nicht verwunderlich. Ostpreussen ist wie Niedersachsen ein Pferdeland. Man denke nur an die berühmten Trakener. |
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| | #17 (permalink) |
| Kinderaugen sehen besser! Registriert seit: 10.03.2008 Alter: 34
Beiträge: 10
| Hier in unsere Gegend gibt es auch das Gerücht das die Richtung der Köpfe etwas mit dem "Herr" des Hauses zu tun hat. Hat die Frau oder der Mann das sagen, damit die arbeitssuchenden -Knechte und Magte- wußten an wehn sie sich zu wenden hatten. Also völlig unspektakulär..... Ich komme aus Nordniedersachsen, Landkreis Rotenburg/ Wümme
__________________ Sein wir realistisch und tun das Unmögliche! |
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| | #18 (permalink) |
| inderPupilleellipuPredni | Spur in Märchen ? Guten Tag zusammen las gerade diesen Thread mit großem Interesse. Meine erste Assoziation beim Threadtitel war das Märchen "Fallada" - oder heißt es "Die Gänsemagd" von den Gebrüdern Grimm. Darin wird ein Pferdekopf unter einem Durchgang aufgehängt und dieser kann sprechen und der Königstocher Auskunft erteilen. Kennt Ihrs?? Es war eines meiner Lieblingsmärchen als Kind. voila: Die Gänsemagd Regenbogen |
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| | #20 (permalink) |
| Drachenmütterchen Registriert seit: 17.04.2007 Ort: Nähe Rosenheim Alter: 26
Beiträge: 50
| Mein Mann...Norddeutscher erklärte mir die Pferde. Es gibt zwei Varianten davon...einmal wo die Pferde zueinander schauen, und einmal wo sie von einander weg schauen. Das waren Zeichen für Bauern die entweder Frei oder unter einem Lehensherren waren. Ich kann leider nur nicht mehr sagen weches für was Stand. BB |
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