PanPagan
 


Zurück   PanPagan > Heidentum und heidnische Richtungen > Symbole und alte Schriften

Symbole und alte Schriften Ihr habt Fragen zu Symbolen und alten Schriften, die im Heidentum oder heidnischen Kulturen verwendet werden und wurden? Hier ist der Platz

Thema geschlossen
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
Alt 11.11.2008, 17:08   #41 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Registriert seit: 21.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 349
Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Die Chritianisierung war nicht immer friedlich, weil sich viele Heiden gewehrt haben. Man hat schon immer anders Denkende und andere Religionen bekämpft. Und ein Heide, der einen Christen umgebracht hat, wurde auch umgebracht. Dann war er ein Mörder. Wer was gegen den König sagte, wurde hingerichtet. Wenn ein Christenkönig damals regiert hat und ein Heide sagte, "der muß weg", wurde der Heide wegen Königsbeleidigung getötet.
Ob Heide oder jeder andere der das sagte. Diese Hinrichtungen gab es schon lange vor dem Spätmittelalter.
Nein nicht immer friedlich aber wenn wir jetzt davon sprechen, dass auch Heiden Christen umgebracht haben sind wir genauso weit, mit der Zeigefingertaktik...
Mag auch sein das immer Menschen gab,welche mit Bäumen sprachen, aber für die meisten wird es immer ein Rohstoff gewesen sein zu jeder Zeit.

Und Hel ist eigentlich schon sehr christlich beeinflusst.

Ich finde diese verklärte Romantik nicht besonders fördrlich...
freies Radikal ist offline  
Alt 11.11.2008, 17:41   #42 (permalink)
Wiccander
 
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: bei Pasewalk
Alter: 50
Beiträge: 152
Asathor, ich hatte beide Hände voller Warzen, rechts waren es 41 und links 39 dicke fette Warzen. kein Arzt konnte sie dauerhaft entfernen, nicht mit vereisen, nicht mit ausbrennen und auch nicht mit einer richtigen Operation in Vollnarkose. Erst eine kleine alte Frau, die damals in Müß bei Schwerin lebte, hat sie wegbekommen. Sie hat sich die Warzen angesehen, hat einen Spruch gemurmelt, den ich nicht verstehen konnte, dann hat sie drei mal über meine Schulter gespuckt und ich konnte wieder gehen. Nach 7 Tagen fingen die Warzen an, schwarz zu werden und nacheinander abzufallen. Das war 1976. Sie kamen nicht wieder.
Ein anderer Fall liegt garnicht lange zurück.
Mein Hund hat Krebs. Der Tierarzt meint, das es sich nicht lohnt, einen 15 Jahre alten Dackel noch zu operieren. Wenn er zu schneiden beginnen würde, wäre es vier Wochen später eh zu Ende. Also bin ich zu Schnigge, ein Heiler auf den Märkten, auf denen ich auch arbeite. Er hat sich meinen Hund angesehen und hat mir eine Badematte mitgegeben, die er zuvor besprochen hat.
Ich sollte die Badematte in den Schlafkorb des Hundes legen und jeden Tag ein mal in Richtung rechts drehen, damit die Energie erhalten bleibt.
Also hab ich es ausprobiert. Was kann schon passieren?
Tja, das ist jetzt 2 Jahre her, der Krebs ist zwar nicht weg, aber auch nicht weiter gewachsen. Meinem Hund gehts gut, sie ist richtig fit für ihr Alter.
Und meine Frau hatte eine Blutwarze unter dem rechten Arm. Drei Sitzungen bei Schnigge und die Warze ist weg.

Alles Zufall oder Aberglaube, jedenfalls hats funktioniert.
Es scheint wohl mehr zwischen Himmel und Erde zu geben, als wir es uns erklären können.
krawalloo ist offline  
Alt 11.11.2008, 17:56   #43 (permalink)
Wiccander
 
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: bei Pasewalk
Alter: 50
Beiträge: 152
Freies Radikal
Übrigends ein irrer Nick...gefällt mir sehr...

Zitat:
Nein nicht immer friedlich aber wenn wir jetzt davon sprechen, dass auch Heiden Christen umgebracht haben sind wir genauso weit, mit der Zeigefingertaktik...
Es gibt das Recht auf Selbstverteidigung. Wer angegriffen wird, darf sich wehren. Das war schon damals so. Im Gegensatz zu den Juden haben sich die Heiden gewehrt.

Zitat:
Mag auch sein das immer Menschen gab,welche mit Bäumen sprachen, aber für die meisten wird es immer ein Rohstoff gewesen sein zu jeder Zeit.
Nicht jeder Baum ist so stark, das man ihn verehren muß. Klar ist Holz ein Rohstoff. Aber dann gibt es eben auch Donareichen. Die schlägt man heutzutage nicht und man hat sie auch damals nicht geschlagen.

Es gibt das Lied "Donareiche" von Varg.
Aber Vorsicht, das Lied ist nichts für weiche Gemüter...

YouTube - Varg - Donareiche

Zum mitlesen der Text:

Sorry - Vollzitate, vor allem von Liedtexten ist gegen das Urheberrecht - SF

Geändert von StarFire (12.11.2008 um 11:42 Uhr) Grund: Zitat gelöscht
krawalloo ist offline  
Alt 11.11.2008, 18:25   #44 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Myrkwid
Alter: 47
Beiträge: 1.423
Blog-Einträge: 1
"... für der Falschheit Vernichtung
... die Lügner zu richten
"

bild ich mir das ein oder klingt das irgendwie ... messianisch ... alttestamentarisch ... ?
__________________
insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline  
Alt 11.11.2008, 22:00   #45 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 153
Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Warum sollen unsere Vorfahren nicht die großen starken Bäume verehrt haben? Und warum soll man heute nicht die großen starken Bäume verehren?
Ich halte unsere Vorfahren nun mal nicht für Leute, die Steine und Bäume angebetet haben, sondern die ein durchaus differenziertes Verhältnis zu Bäumen hatten. Wenn z.B. Tier- und Menschenopfer in Uppsala an einen Baum gehängt wurden, dann sicherlich nicht, um dem Baum an sich ein Opfer zu bringen. Ähnliches vermute ich auch bei der besagten Donarseiche. Das war sicher keine Eiche, die, weil sie so schön und stark und groß war, nach donar benannt wurde, sondern die im Kult eine Funktion hatte, um die selbst aber kein Kult gemacht wurde.
Deine zweite Frage im Anschluss finde ich recht polemisch. Niemand hat was dagegen gesagt, dass heute Bäume verehren sollten, das Thema war, dass heutige esoterische Geflogenheiten nicht die der Altforderen gewesen sein mussten.

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Es mag sein, das um viele große Bäume Parklandschaften gestaltet wurden. Aber zeugt das nicht auch von Respekt dem alten Baum gegenüber? Man hat ihn als Mittelpunkt des Parkes genommen. Warum wohl?
Parklandschaften wurden im 19. Jahrhundert gestalltet, im Zeitalter (nach) der Industrialisierung, als deutlich wurde, welche Auswirkunken Raubbau an der Natur hat. Dem Zeitalter, als die Nationalromantik aufkam, um man sich unter Natur eben so etwas wie tolle große Bäume und Parks und ähnliches vorstellte, da die Natur so gezähmt war, dass man - im Gegensatz zu unseren Ahnen - in gewalttätiges oder auch nur wildes Gesicht kaum mehr kannte.
(Vergleichbar, die Romantik, die heute z.b. um Wölfe betrieben wird - wer keine Angst mehr haben muss, dass die eigenen Viehbestände von den Wölfen dezimiert werden, der sieht nichts negatives mehr in ihnen, sondern kann sie schön als Sinnbild für Freiheit und Wildheit und Co romantisieren.)

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Meinst du nicht, das sie Respekt verdient hat? Wenn dir das zu albern ist, dann soll es so sein.
Wie gesagt, dass ist entweder Polemik, oder du hast meinen letzten Beitrag nicht verstanden: Heutige Heiden können meinetwegen rosa Häschen verehren, solange sie nicht postulieren, unsere Ahnen hätten das sicher auch gemacht.


Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Willst du etwa sagen, das der Yggdrasil nicht zum heidnischen Glauben gehört und eigendlich eine Erfindung der Neuzeit ist?
Im Yggdrasil sieht man, wie sehr große Bäume verehrt wurden.
Ich siedele unsere Ahnen auf einer etwas anderen Kulturstufe an, und zwar einer, die einen Unterschied macht zwischen der Sache und einem Symbol. (Christen beten auch kein t-förmiges Stück Holz an um des Holzes willen.)

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Von Schamanen habe ich kein Wort gesagt.
Nein...?

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Nett scheinen die Christen jedenfalls auch damals nicht gewesen zu sein.
So haben sie zum Beispiel die alten Kraftbäume abgeholzt und ihre Kirchen auf die Plätze gestellt. Sie haben die Schamanen als Ketzer und die Kräuterfrauen als Hexen verbrannt.
(Hervorhebung von mir)

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Die Chritianisierung war nicht immer friedlich, weil sich viele Heiden gewehrt haben.
Bitte, tue mir einen großen Gefallen, und beschäftige dich ein wenig mit der Christianisierung der Germanen. Du wirst feststellen, dass es viele Völker gab, die das Christentum freiwillig annahmen.

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Man hat schon immer anders Denkende und andere Religionen bekämpft.
Stimmt, ich erinnere mich da an so einige heidnische Könige, die Christen wegen ihres Glaubens umgebracht haben.

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Und ein Heide, der einen Christen umgebracht hat, wurde auch umgebracht. Dann war er ein Mörder. Wer was gegen den König sagte, wurde hingerichtet. Wenn ein Christenkönig damals regiert hat und ein Heide sagte, "der muß weg", wurde der Heide wegen Königsbeleidigung getötet.
Ob Heide oder jeder andere der das sagte. Diese Hinrichtungen gab es schon lange vor dem Spätmittelalter.
Kannst du mal ein wenig deutlicher werden, auf welche Zeit du dich da genau berufst? Das klingt mir zu Wischiwaschi, zudem kann man ja wohl in diesem Teil "Heide" und "Christ" beliebig austauschen.


Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Und ja, man hatte damals Angst vor Hexen, weil man nicht verstanden hat, was diese Frauen machen.
Guck dir mal die heutige Lage in Kulturen an, wo es sowohl traditionelle Hexen gibt als auch den traditionellen Glauben an Hexen (Indien, Afrika, ect.). Die Angst der Leute dort kommt nicht daher, dass sie nicht verstehen, was die Hexen machen.

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Man glaubte daran und man hatte Angst davor.
Du meinst, die Hexen, die im Zeitalter der Hexenverfolgung verbrannt wurden, waren WarzenwenderInnen und ähnliches?
Tue mir einen zweiten Gefallen: Lies ein wenig über die historische Hexenverfolgung, vor allem die Prozessakten und Anklagepunkte. Ich kenne keinen einzigen Fall, in der einer vermeintlichen Hexe irgendwelche Heilkünste vorgeworfen worden waren.
Wælceasig ist offline  
Alt 12.11.2008, 08:51   #46 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Registriert seit: 21.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 349
Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Es gibt das Recht auf Selbstverteidigung. Wer angegriffen wird, darf sich wehren. Das war schon damals so. Im Gegensatz zu den Juden haben sich die Heiden gewehrt.
Das halte ich auf alle Fälle für eine sehr alte Überzeugung!
Deswegen ist soviel Brutalität in den Überlieferungen, wenn sich irgend jemand auf den Schlips getreten fühlte hat er ausgeteilt.
Wie es heißt Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Davon stand sich früher keiner was nach, zumindest ist es in unseren breiten heute ein wenig sittlicher *G*

Aber ich finde Deine sorglose Argumentation immer noch beeindruckend.
freies Radikal ist offline  
Alt 12.11.2008, 09:01   #47 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Registriert seit: 21.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 349
Wenn Du irgendein Interesse hast was über Historie zu erfahren, würde ich dies Pandabärenbands meiden!
Die sind reinster Ideologietransfer, in die Richtung germanophil blonde Übermenschen.
Hier wird Blut und Boden gepredigt…
Die ist leider eigenste Erfahrung!
freies Radikal ist offline  
Alt 12.11.2008, 11:43   #48 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
Benutzerbild von StarFire
 
Registriert seit: 20.01.2007
Ort: Fürth
Alter: 46
Beiträge: 2.699
Blog-Einträge: 34
Ihr seid ganz weit Off Topic.

SF
__________________
Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.

Bitte die Forenregeln lesen! - Eine Spende für das Forum

StarFire ist offline  
Alt 13.11.2008, 22:30   #49 (permalink)
hat einen Heiden Spass
 
Benutzerbild von Faol
 
Registriert seit: 03.10.2008
Ort: Nordstetten
Alter: 19
Beiträge: 12
Daumen runter

Zitat:
Zitat von Wælceasig Beitrag anzeigen
[...]Hm, wenn der Wolf das Kreuz fräße, dann wäre doch sein Maul dem Kreuz zugewandt, anstatt dass es quasi aus seinem Hals heraus draus hervorwächst.
Es könnte auch sein das der Wolfshammer den Untergang der Heiden symbolisieren soll und Quasi die Christen als "Fenriswolf" darstellt.

Hoffentlich hab ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.
Faol ist offline  
Alt 14.11.2008, 07:52   #50 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 153
Zitat:
Zitat von Faol Beitrag anzeigen
Es könnte auch sein das der Wolfshammer den Untergang der Heiden symbolisieren soll und Quasi die Christen als "Fenriswolf" darstellt.
Was ich für ungefähr genauso wahrscheinlich halte, wie die Möglichkeit, dass irgendein Christ ein Schmuckstück/Amulett trug, dass den (drohenden) Untergang seines Glaubens symbolisiert.
Überleg doch mal, was da für eine geistige/sympatiemagische Haltung hinterstecken müsste!
Wælceasig ist offline  
Alt 15.11.2008, 04:22   #51 (permalink)
Wiccander
 
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: bei Pasewalk
Alter: 50
Beiträge: 152
So sympatiemagisch, wie die Darstellung und Verehrung eines Folteraktes?
Ohne den Gekreuzigten stellt es immer noch das Folter/Mordwerkzeug dar.
Tausende wurden am Kreuz hingerichtet. So gesehen gehören Kreuze auf die Friedhöfe zu den Toten.
Kennt jemand ein Amulett, auf dem die Auferstehung Christi dargestellt ist?

Ich glaube, das wir darüber schreiben können und niemals ein für alle anzunehmendes Ergebnis finden werden. Immer wird es ein "Ja aber" geben.
Anderen Teils, wenn man weiter freundlich bleibt, könnte es ein sehr langer und interessanter Thread werden.

Vielleicht hat das Kreuz mit dem Wolf echt nichts zu bedeuten.
Ich weiß es nicht.
krawalloo ist offline  
Alt 15.11.2008, 10:46   #52 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 153
Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
So sympatiemagisch, wie die Darstellung und Verehrung eines Folteraktes?
Entweder ist das wieder Polemik, oder du hast tatsächlich nicht verstanden, dass ein Symbol unterschiedlich belegt sein kann. Für Heiden mag es ein Folterwerkzeug sein, für die Christen symbolisiert es den Opfertod Jesu mit der letztendlichen Konsequenz der Erlösung der Menschen.

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Ohne den Gekreuzigten stellt es immer noch das Folter/Mordwerkzeug dar.
Tausende wurden am Kreuz hingerichtet.
Ah ja. Wenn man dann konsequent auf dieser einen Schiene argumentieren möchte, dann symbolisiert Yggdrasil (und als Mutter aller Bäume somit auch der Rest der Baumheit) natürlich auch ein Folterwerkzeug, schließlich hat Odin da verwundet dran gehangen...
Du siehst, was es bringt, eingeschränkt zu deuten?

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Kennt jemand ein Amulett, auf dem die Auferstehung Christi dargestellt ist?
Wie würdest du denn so etwas abstraktes wie "Auferstehung" darstellen wollen? Aber sicher gibts auch andere Darstellungen von Jesus, z.B. die hier, als Cristo Redentor. Interessant ist auch, dass er im Mittelalter z.b. nicht leidend und nackt am Kreuz hing, sondern eher mit ausgebreiteten Armen davor stand, in kostbare Gewänder gekleidet und mit einer echten Königskrone auf dem Kopf, anstatt einer aus Dornen.

Der Bedeutungsinhalt von Symbolen wandeln sich, wie man sieht. So mag der Baum als Symbol für viele Neuheiden heute halt ein Kraft- und Wohlfühlort sein - für mich sprechen jedoch alle Indizien dagegen, dass vor und in der Wikingerzeit Bäume (allen voran Yggdrasil) ein Symbol für Baumkuschler war.

(Womit ich nichts gegen Baumnkuschelei gesagt haben will: Ich finde alte Bäume auch toll und beeindruckend.)
Wælceasig ist offline  
Alt 15.11.2008, 21:00   #53 (permalink)
Katzenschwester
 
Benutzerbild von Arctica
 
Registriert seit: 14.11.2008
Ort: Hammerfest\Norwegen
Alter: 60
Beiträge: 74
Möchte auf das Thema "heilige Bäume" zurückkommen.... Ich glaube, die meisten die an Bäumen nur ihr Holz schätzen, finden wir in der heutigen Zeit und im westlichen Kulturbereich. Den Kelten waren Bäume heilig. In Griechenland wohnten die Dryaden in ihnen und der Olivenbaum war Athenes eigener Baum. Nur um zwei Beispiele zu nennen. Und was ist mit unserem Weihnachtsbaum? Auch, wenn wir den lebenden oft mit einem aus Plastik ersetzen, so ganz ohne BAUM geht es eben doch nicht. In der Verehrung der Bäume kommt ja doch etwas Grösseres zum Ausdruck: Ein natürlicher Respekt des Menschen gegenüber der Natur. In den Alten Religionen war das selbstverständlich. Der christliche Gott, der über seiner Schöpfung thront und das Gebot sich die Erde untertan zu machen, haben diesen Respekt leider bei Vielen zerstört.
Was den Thorshammer anbelangt: Bei uns wird der meisten als Halsschmuck von Männern gebraucht. Und nicht nur von Asatruern.
Arctica ist offline  
Alt 15.11.2008, 21:47   #54 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 153
Zitat:
Zitat von Arctica Beitrag anzeigen
Möchte auf das Thema "heilige Bäume" zurückkommen....
Den Kelten waren Bäume heilig. In Griechenland wohnten die Dryaden in ihnen und der Olivenbaum war Athenes eigener Baum. Nur um zwei Beispiele zu nennen.
Definiere "heilig"... Der Glaube, dass ein Baum, oder sonst eine Pflanze, oder aber auch die gesamte Natur beseelt ist, ist an sich kein Grund, dieses beseelte gesondert zu verehren.
Hm, ich fürchte es wird nicht ganz klar, was ich sagen will, aber wenn ich die gesammt Schöpfung als heilig sehe, zieht das nicht zwangsläufig nach sich, dass ich einen gesonderten Teil der Schöpfung (eine bestimmte Pflanze, ein bestimmtes Tier) nehme, und das gesondert verehre.

Zitat:
Zitat von Arctica Beitrag anzeigen
Und was ist mit unserem Weihnachtsbaum?
Keine Ahnung, sag du es uns, was mit dieser Erfindung des 19. Jahrhunderts sein soll.

(Ah, nein halt Moment! Ich erinnere mich an einen Si-Fi Film, wo ein Außerirdischer die ganzen Weihnachtsbäume sieht und ein Mensch ihm den Brauch zu erklären versucht, und der Alien antwortete: "Die Menschen beten also Bäume an?" )
Wælceasig ist offline  
Alt 15.11.2008, 23:53   #55 (permalink)
Katzenschwester
 
Benutzerbild von Arctica
 
Registriert seit: 14.11.2008
Ort: Hammerfest\Norwegen
Alter: 60
Beiträge: 74
Werde so gut wie möglich versuchen.....
Heilig ist für mich etwas das Bezug zum Göttlichen hat. Das Birkenholz das ich im Ofen verfeuere, ist mir so wenig heilig wie Dir. Es kann aber ein Baum eine ganz besondere Bedeutung haben, evt. sogar der Sitz einer Gottheit sein. Dann wäre er mir heilig. Dann würde ich mit ihm reden und von ihm lernen.

Was den Weihnachtsbaum angeht, so ist der ein Symbol für die Unvergänglichkeit des Lebens. Manche Forscher meinen sogar, dass er auf Yggdrasil zurückgehen soll. Die wintergrünen Zweige sind sollen uns an die Wiedergeburt des Lebens erinnern und der Schmuck an die Früchte der Erde. "Mitten im kalten Winter, wohl zu der halben Nacht" wird in Christus das Licht der Welt geboren, und darum ist der grüne Baum Zeichen dieser Geburt.

Und er ist keine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Die ersten geschmückten Bäume tauchen 1510 in Riga auf. Die Leute tanzten um den Baum auf dem Marktplatz.Ähnliches Brauchtum finden wir zu dieser Zeit in Bern im Elsass und im Freiburger Raum. Es handlet sich darum aber um einen Brauch der verschiedenen Zünften vorbehalten war. Aber in der Mitte des 18. Jahrhunderts ist der Weihnachtsbaum ein fester Bestandteil vieler bürgerlicher Familien. Und von Deutschland aus wurde er in alle Welt "exportiert".

Ich meine nicht, dass der Weihnachtsbaum heilig ist, aber ist es ein Zufall dass es eben gerade ein Baum ist, der der Träger dieser Symbolik ist?
Arctica ist offline  
Alt 16.11.2008, 00:13   #56 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 153
Zitat:
Zitat von Arctica Beitrag anzeigen
Werde so gut wie möglich versuchen.....
Heilig ist für mich etwas das Bezug zum Göttlichen hat. Das Birkenholz das ich im Ofen verfeuere, ist mir so wenig heilig wie Dir. Es kann aber ein Baum eine ganz besondere Bedeutung haben ...
Der Baum kann eine besondere Bedeutung haben? Er wird zum Symbolträger? Der Mensch macht ihn zu etwas heiligem?
Da sehe ich wieder den Unterschied zwischen Animismus, wo alles beseelt ist, der alten Kulturen, wo in jedem Baum eine Dryade wohnte, wo jeder Baum um Entschuldigung gebeten wurde, der gefällt wurde, dem erklärt wurde, das aus ihm ein Kanu werden sollte, damit die Menschen fischen gehen und sich ernähren und überleben konnte, und Kulturen, wo entschieden wird, welcher Baum denn nun weniger heiliger ist, als ein anderer, welcher Baum zum Symbol für etwas werden soll, was über sein bloßes Baumsein hinaus geht.


Zitat:
Zitat von Arctica Beitrag anzeigen
Manche Forscher meinen sogar, dass er auf Yggdrasil zurückgehen soll.
Mit Forschern nehme ich an, meinst du andere Leute als ich, oder? Du meinst keine Kulturwissenschaftler, sondern irgendwelche Neuheiden, die so etwas immer wieder "erforschen"?

Zitat:
Zitat von Arctica Beitrag anzeigen
Die ersten geschmückten Bäume tauchen 1510 in Riga auf.
Schön. Die ersten Halloweenfeiern hier und da finden heutzutage auch im dt. Sprachraum statt. Trotzdem wäre es inkorrekt für spätere Forschergenerationen zu behaupten, das sei der Beweis, das zur Jahrtausendwende in Deutschland der Brauch herrschte, Halloween zu feiern, auch wenn es hier und da Schriftzeugnisse von einer Party sprechen. Genauso ist es mit dem Weihnachtsbaum.


Zitat:
Zitat von Arctica Beitrag anzeigen
Ich meine nicht, dass der Weihnachtsbaum heilig ist, aber ist es ein Zufall dass es eben gerade ein Baum ist, der der Träger dieser Symbolik ist?
Natürlich nicht. Das etwas immergrünes im ansonsten vegetativ "totem" Winter das Symbol für Leben ist, ist klar. Aber was hat das mit Yggrasil zu tun?
Und ich rätsel immer noch warum der Weihnachtsbaum "heilig" ist - ich kenne niemanden, für den der mehr ist als schmückendes Beiwerk, das so zu Weihnachten gehört wie Plätzchen und Lichtpyramiden aus dem Erzgebirge. Ich kenne niemanden, der den Weihnachtsbaum verehrt oder anbetet oder sonst etwa macht, um auszurücken, dass der "heilig" wäre.
Wælceasig ist offline  
Alt 16.11.2008, 03:43   #57 (permalink)
Wiccander
 
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: bei Pasewalk
Alter: 50
Beiträge: 152
Arctica, Danke für deinen Beitrag. Frischer Wind.
Zitat:
Werde so gut wie möglich versuchen.....
Heilig ist für mich etwas das Bezug zum Göttlichen hat. Das Birkenholz das ich im Ofen verfeuere, ist mir so wenig heilig wie Dir. Es kann aber ein Baum eine ganz besondere Bedeutung haben, evt. sogar der Sitz einer Gottheit sein. Dann wäre er mir heilig. Dann würde ich mit ihm reden und von ihm lernen.
Berkana steht für die Birke. Birken symbolisieren die Fruchtbarkeit.
Und ihr Holz brennt auch wenn es frisch und nass ist. Wärme im Winter ist heilig. Die Asche, wenn sie nicht mit Kohlenasche vermischt ist, ist ein hervorragender Dünger. Das Laub ist guter Kompost.

Wælceasig
Schon das bloße Baum sein ist heilig. Schließlich hat Gott persönlich auch die Bäume gemacht. Denk nur an den Apfelbaum im Paradies. Somit sind sie heilig und selbstverständlich beseelt.
Hey, wenn du einen Baum verletzt, blutet er. Er hat sozusagen einen Blutkreislauf. Im Holz wird nicht nur Wasser transportiert. Bevor du weiter was sagst, man nennt das Blut auch Harz.

Wer sich bei dem Baum entschuldigt, bevor er ihn schlägt, zeigt dem Baum so seinen Respekt. Dabei ist es egal, ob der Baum etwas versteht, wichtiger ist, das der Mann der den Baum schlägt etwas verstanden hat. So ist Raubbau vermeidbar.
Wenn unsere Ahnen nicht so respektvoll mit der gesamten Natur umgegangen wären, hätten wir keine mehr. Auf den Osterinseln kann man sehen, wie die Ahnen auch Raubbau machen konnten, wegen der Götzenfiguren!!!

Odin war vom Speer verletzt. Aber im Gegensatz zu Jesus hat Odin sich selber den Speer in die Seite gehauen. Er wollte die Weisheit erlangen.

Zitat:
Odin ist beharrlich auf der Suche nach Weisheit. Er gibt ein Auge als Pfand gegen einen Schluck aus Mimirs Brunnen, um seherische Kräfte zu bekommen. Er raubt von der Riesin Gunnlöd den Skaldenmet Odrörir und bringt ihn in Adlergestalt zu den Göttern. Als Opfer für die Menschen hängt er im Weltenbaum Yggdrasil, verwundet von seinem eigenen Speer. Er hängt dort während neun Tagen und Nächten („Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, mir selber ich selbst, am Ast des Baums, dem man nicht ansehen kann, aus welcher Wurzel er spross“; aus Odins Runenlied 138), wobei er die Runen ersinnt (Odins Runenlied in der Hávamál der Lieder-Edda).Quelle:Odin ? Wikipedia
Das ist wohl etwas anderes als die Qualen des Jesus von Nazareth.
Odin hing 9 Tage in einem Baum, an einem Ast, von dem man nicht mehr wußte, aus welcher Wurzel der Ast entstammte. Ein uralter Baum also.

Holz hat auch damals schon für Wärme im Winter und für heiße Speisen gesorgt. Man hat daraus Hütten gebaut, Schiffe und Werkzeuge, auch Waffen und Schmuck. Holz hat das Leben hier erst ermöglicht. Deswegen war es heilig und sollte es immer heilig sein. Ohne Holz ist es hier bald aus. Und jeder Forstmann, der seinen Job und seinen Wald liebt, wird alles dafür tun, um ihn zu erhalten. Wer Bäume fällt, säht auch gleich neu aus.
In Brielow bei Brandenburg gibt es eine riesige Linde, die Schwedenlinde.
Man verehrt sie.Brandenburgs dickster Baum - die "Schwedenlinde" in Brielow - Nachrichten DIE WELT - WELT ONLINE
Und so wie man bestimmte Menschen heiliger als den anderen einstuft, so kann man auch Bäume einstufen. Ab einem gewissen Alter, einer gewissen Größe und Dicke ist ein Baum kein einfacher Baum mehr, sondern etwas das man bestaunen kann. Man sollte mal bedenken, was diese Bäume alles überlebt haben, einige waren schon da, als der 30jährige Krieg tobte. Sie haben zwei Weltkriege überlebt, vielleicht sogar Waldbrände. Wenn das nicht heilig sein soll, was denn? Etwa der Papst? Der schafft es nicht, die Amis endlich in ihre Schranken zu weisen. Er schafft es nicht, die Israeli in ihre Schranken zu weisen. Klar, das schafft auch ein alter Baum nicht, aber ein alter Baum maßt sich auch nicht an, so viel Macht zu haben.

Du bist also Kulturwissenschaftler...und zweifelst daran, das unsere Ahnen Bäume verehrt haben? Zweifelst du auch, das man die Sonne verehrt hat?
Ich behaupte jetzt mal ganz frech, das die Sonne am heiligsten von allem war und immernoch ist.

Zitat:
Schön. Die ersten Halloweenfeiern hier und da finden heutzutage auch im dt. Sprachraum statt.
Ich hab da was gegoogelt...wenn ich dir das geschrieben hätte, hättest du kein Wort geglaubt. Also googele ich eben...
Zitat:
Meyers Konversations-Lexikon schreibt zur Herkunft des Festes: „Legendenhaft und historisch nicht exakt zu beweisen ist eine direkte Verbindungslinie zu dem keltisch-angelsächsischen Fest des Totengottes ‚Samhain‘.“[1] Aus der Verbindung mit diesem Totengott sollen sich die Gebräuche zu Halloween ableiten, vor allem der Bezug auf das Totenreich und Geister.[2] In der neueren Forschung wird jedoch die Existenz eines Totengottes namens Samhain bezweifelt. Cäsar erwähnt zwar einen keltischen Totengott, aber nicht seinen Namen; wegen der Herkunft des Wortes Samhain handelte es sich bei dem Fest wohl eher um die Feier des Sommerendes (keltisch samos, gälisch samhuinn für „Sommer“),[3] oder um das irogälische Wort für Versammlung, samain.[4] Der älteste, wenn auch unsichere Hinweis auf das Samhain-Fest entstammt dem Kalender von Coligny aus dem 1. Jh. n. Chr. Der Bezug zum Totenreich ergibt sich bei dieser Interpretation aus der Schlachtung des überzähligen Viehs zu Beginn des Winters (um das Überleben der verbliebenen Population durch den Winter hindurch zu sichern).[5] Einer gegenteiligen Interpretation nach ergibt sich der Bezug von Halloween zum Totenreich aus den darauffolgenden katholischen Feiertagen. So wird an Allerheiligen traditionell der Gemeinschaft der Heiligen gedacht, das heißt all derer, die – nach christlichem Glauben – das ewige Leben erlangt haben, und an Allerseelen (2. November) sollte durch Gebete und Fürbitten sowie durch gute Taten (zum Beispiel Geschenke an bettelnde Kinder) das Leiden der Toten im Fegefeuer gelindert werden
Klar ,es ist nicht vollständig erforscht, aber das Fest gab es lange Zeit früher, bevor es nach Amerika kam und dort Halloween genannt wurde. Selbst die Christen feierten es lange vorher schon.
krawalloo ist offline  
Alt 16.11.2008, 10:26   #58 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 153
Sorry, aber ich steige aus. So einen Wust von Wunschdenken, unbelegten Behauptungen, durcheinanderwerfen von Begrifflichkeiten und teils wirklich absurden Behauptungen haben ich auf die Dauer keine Zeit und Lust zu entwirren.

Hier nur was zu ein paar wirklich absurde Highlights:
Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Schon das bloße Baum sein ist heilig. Schließlich hat Gott persönlich auch die Bäume gemacht. Denk nur an den Apfelbaum im Paradies.
Ja klar, weil der christliche Gott (der mit dem "macht euch die Erde untertan") auch Bäume geschaffen hat, sind die heilig, ne? Und weil die heilig sind, so irgendwie, weil die ja halt erschaffen wurden, sind die unseren heidnischen Vorfahren auch irgendwie heilig gewesen. Die Argumentation ist von einer bestechenden Logik und inneren Schlüssigkeit.

Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Wenn unsere Ahnen nicht so respektvoll mit der gesamten Natur umgegangen wären, hätten wir keine mehr.
*Pruuuust* Nee klar. Unsere Ahnen sind respektvoll mit der Natur umgegangen: Die Kelten haben nie giftige Stoffe in die Gewässer geleitet bei ihrem Erzabbau, die Siedler auf Island haben nicht dafür gesorgt, dass alle ach so heiligen Bäume auf der Insel abgeholzt wurden, usw...

Und was Halloween betrifft: Nur weil die Kelten früher in ihrer Gesamtheit ein Fest zu der selben Zeit gefeiert haben, mit dem Schwerpunkt auf Opfer- und Ahnenkult, wie hier heute ein paar Leute in der Spaßkultur ein wenig verkleiden spielen, und anderen der Tag völlig gleichgültig ist, und zwischendrin ein langer, langer Zeitraum war, in dem der Tag allerhöchstens kirchlich konnotiert war, kann man da von keiner Kontinuität sprechen, aber mir dazu den Mund fusselig zu reden, bin ich langsam leid, da die Neuheiden das partout nicht hören wollen, und lieber auf ihren romantischen Vorstellungen beharren, in ungebrochener Linie irgendein uuuuraltes Erbe übernommen zu haben.
Wælceasig ist offline  
Alt 17.11.2008, 12:43   #59 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Registriert seit: 21.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 349
Zitat:
Zitat von krawalloo Beitrag anzeigen
Das ist wohl etwas anderes als die Qualen des Jesus von Nazareth.
Odin hing 9 Tage in einem Baum, an einem Ast, von dem man nicht mehr wußte, aus welcher Wurzel der Ast entstammte. Ein uralter Baum also.
Ich sehe da Sehrwohl Parallelen, beide erleiden ein Martyrium um eine Rangstufe höher zu steigen.
Nebenbei sei erwähnt, dass diverse Kreuzigungsszenen auch frische Sprösslinge aus altem Holz zeigen…
Jedenfalls versumpft dies hier wieder in einseitigen Ansichten über gute, friedvolle, ökologische Heiden und das soviel unter dem Kreuz gestorben sind.
Da hinkt halt die heidnische Tradition, oder war Odin nicht ein Kriegsgott?
Da prallt zeitgenössische Auslegung auf Überlieferung, welche sich nach dem Crash in Entgegengesetzte Richtungen bewegen.
freies Radikal ist offline  
Alt 17.11.2008, 13:27   #60 (permalink)
Katzenschwester
 
Benutzerbild von Arctica
 
Registriert seit: 14.11.2008
Ort: Hammerfest\Norwegen
Alter: 60
Beiträge: 74
Antwort til Wælceasig:

Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass wir uneinig sind!

Um meinen Beitrag etwas zu konkretisieren:
Meine Quelle ist: Jul gjennom alle tider - Author: Ingrid Sahlin-Sveberg, erschienen bei Orion, Oslo 2004.
Das mit dem Weihnachtsbaum in Riga 1510 hat die Autorin im Buch "Weihnachtsgeschenke und Weihnachtsbaum" von L. Weiser, Stuttgart 1923 gefunden. Für eine mögliche Verbindung mit Yggdrasil gibt sie keine Quellen an. Allerdings ist unsere Paganistenscene soweit übersichtlich, dass es einfach wäre, paganistische Kuturhistoriker und Anthropologen herauszufinden, da die meist unter ihren beiden Namen publizieren.

Meine persönliche Meinung zu alledem geben zwei Zitate bestens wieder, das erste habe leider nicht im französischem Wortlaut:
"Ich hasse Ihre Meinung, aber ich könnte dafür sterben, dass Sie sie äussern können" - Voltaire
und: "Jeder kann nach seiner Facon selig werden" - der Alte Fritz.

Sollten diese Zitate irgendwie falsch sein, kannst Du mich ja verbessern.

Lg Arctica
__________________

Panta rhei
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist den Augen unsichtbar.
Arctica ist offline  
Thema geschlossen

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Thorshammer selbst gemacht Thor Metall 26 29.10.2009 09:53


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:43 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 3.3.0
© by Starfire | all rights reserved