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Alt 05.01.2008, 15:06   #21 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
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Zitat:
Zitat von Theoderich Beitrag anzeigen
Mir war gar nicht bewußt, dass es da so ausgearbeitete Systeme gibt, von Crowley mal abgesehen.
Die Kabbala ist schon einige Jahrhunderte alt. Da gibt es eine sehr feste Tradition und gründliche, schriftliche Überlieferungen. Andere System sind leider oft verlorengegangen oder nur bruchstückweise erhalten.

Zitat:
btt: Diesen Dualismus - hier die Bäume - gibt es ja nun sehr häufig, und wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist Lillith hier so eine Art Mittlerin bzw. Manifestation des einen Baumes.
Wenn die Figur der Lillith aber schon so alt ist, dass sie aus dem sumerischen herüberschwappt, ist dann das ganze Baumgleichnis auch so uralt, oder ist der Erkenntnisbaum mosaischen Ursprungs?
In der Bibel hast Du zwei Bäume. Den Baum des (ewigen) Lebens und den Baum der Erkenntnis (des Wissens). In der Genesis nachzulesen. (Nicht auszudenken, wenn die menschlichen Prototypen von beiden gegessen hätten, oder?)

Zitat:
Und weiß zufällig jemand, warum dann nur ein Baum in der Schöpfungsgeschichte vorkommt? Außerdem hatte ich dass doch so verstanden, dass nachdem die beiden vom Erkenntnisbaum gegessen hatten, sich ihrer selbst erst bewußt wurden.
Wie gesagt - in der Original-Genesis wirst du zwei Bäume erwähnt finden *g*

Zitat:
@starfire: hm, könnte man nicht auch sagen, dass man es aber nur zu wahrer Meistzerschaft bringen kann, wenn man sich einem Zweig widmet?
Es ist definitv schwieriger. Aber ein Meister kann man nur werden, wenn man das gesamte Gebiet beherrscht und nicht nur einen von zwei gleichermaßen wichtigen Zweigen. Ansonsten ist man nur ein Spezialist. Die meisten echten Kabbalisten (nicht so "Mode-Kabbalisten" wie Madonna etc.) bewegen sich gleichermaßen in allen Bereichen. Wenn Du mal etwas sehr unterhaltsames und fundiertes darüber lesen willst, dann kann ich Dir dieses Buch empfehlen:


ISBN: 3980856003



Zitat:
Und bewegen sich nicht sowieso alle anderen in der Grauzone zwischen beiden Strömungen?
Vollkommen korrekt - es macht aber einen gravierenden Unterschied, ob man das bewusst oder - wie die meisten Menschen - unbewusst tut.

lg
SF
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StarFire ist offline  
Alt 05.01.2008, 19:43   #22 (permalink)
Panta rhei
 
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@Alheris

Zitat:
Ich beziehe mich auf Lilith als Initiatorin des linken Pfades. Sie ist wie die Torwächterin zu betrachten. Man soll ja auch Naamah anrufen um sie zu "öffnen".
..mmh.. Diese Naamah? --->

Zitat:
In der jüdischen Sage und in der Kabbala ist sie ein Engel der Unzucht und Hurerei, mit Lilith und Agrat bat Mahlat zugleich eine Sexualpartnerin Sammaels. Man sagt ihr auch nach, sie habe den Dämon Aschmodai geboren
Zitat:
Und Lilith ist nun mal ein Qlipha, welches von Naamah regiert wird. Naamah ist Liliths jüngere Schwester und beherrscht das Qlipha, aber Gamaliel wird als anima mundi von Lilith beherrscht, denn sie ist die Königin.
Zitat:
Dort agiert Lilith dann als Königen, als Frau der Nacht, als die Sexbombe überhaupt, die mich jedenfalls unglaublich geil macht. In Gamaliel herrschen zwar die Dämonen des Hexenkults (Pan, Dionysos, Freyr, Baphomet und der mittelalterliche Teufel), aber da Lilith die Chefin ist, darf sie dort als dämonische Herrscherin nicht vergessen werden. Vor dem Qlipha Lilith brauch man nicht warnen, aber vor dem "Dämon" Lilith schon, sie ist Blut, Sex und Tod (Sex ohne Reproduktion).
Sie ist auf jedem Fall auch für mich überhaupt nichts schlimmes - und als Dämonin - naja, ich hab` ja schonmal angedeutet, dass mir diese Wesenheiten keine Angst machen - allerdings braucht dies natürlich auch einen Umgang.
"Lilith" als verteufeltes Wesen, welches gegen Adam aufsässig und von Gott dafür bestraft worden sei, möchte ich so nicht bestehen lassen - in mir. Alleine deshalb, damit genau solche Gedankenstrukturen (gefärbt durch Ungerechtigkeiten, Unterdrückungsmechanismen und dogmatischen Vorgaben) aufgebrochen werden.
Sie initiiert - keine Frage und dafür muss man vielleicht auch was Durchmachen - Sie sagt mir immer alles schonungslos ins Gesicht und verleiht über ihre Schönheit hinaus ein hohes Mass an Intigrität!

Ich kann sie natürlich bei anderer Sichtweise auch für "Unzucht", "Überheblichkeit", Übel u.s.w verantwortlich sprechen - weil sie dadurch wirken würde - doch das tut sie meiner Meinung nach, dass sie mir damit auch mit dem Zaunpfahl zuwinkt
Für mich ist sie die immer als Verurteilt Stigmatisierte - was ich persönlich eben nicht so sehe. Sie braucht ja nicht mal Mitleid und ist auch nicht bemittleidenswert, weil sie weiss wo es langgeht und die Mäuler sich gern über sie zerfressen lassen können - sie tut was sie will. Punkt hihi
Eine meiner intensivsten Erfahrungen mit ihr war eine Situation, in der ich mich öffnete und sie darum bat, mir zu helfen - das tat sie, sie hat Anteile an mir gebannt (u.a. verwesentlichte Eigenheiten, die ich mir bei der einen oder anderen Auseinandersetzung aufgebürdet habe) - und zwar mittels meiner eigenen Möglichkeiten, die in mir vorhanden waren, ich hab sie einfach machen lassen. oha.. na, dass kann ma ja schön anders verstehen jetzt, hihi Jedenfalls ist ihre initiatorische Gestalt meiner Meinung nach abhängig von den eigenen Bezugspunkten und Beschaffenheiten. Wer ihr ehrlich ggü. tritt (das impliziert natürlich auch ehrlich zu sein sich selbst ggü.), hat von ihrer "dunklen" Seite nichts zu fürchten.

Nochmal zu Naamah - ich dacht' da spontan eigentlich an Neshamah.. *Grübel

Die Kabbala unterteilt die Seele ja in drei grundlegende Teile. In Neshamah, Ruach und Nephesh. Neshamah wird als der erste und höchste Teil aufgefasst. Sie entspricht den drei Sephiroth Kether, Chokmah und Binah und entspricht der kabbalistischen Theorie gemäss dem höchsten Streben der Seele.

Neshamah selbst wird wiederum in drei Teile unterteilt. Diese ist Jechidah, Chiah und Neshamah. Jechidah ist in Kether zentriert und entspricht von Esoterikern, Mystikern und anderen religiös geprägten Menschen der Vorstellung eines wahren, unsterblichen und göttlichen Seins.

Chiah, lokalisiert in Chokmah, ist unser wissensdurstiger Verlangen und der Antrieb uns zu vervollkommnen, es ist unser wahrer Wille.

Die letzte Unterteilung, Neshamah ist in Binah zentriert. Es symbolisiert unser grösstes Sehnen, unser wahres Wünschen und Begehren und den höchsten Zustand unseres Bewusstseins, die intuitive Kraft, die die Menschheit mit dem Göttlichen verbinden soll.

Das Erwecken von Neshamah, der drei Sephiroth, im menschlichen Bewusstsein wird gemäss der kabbalistischen Theorie durch die "heilige Vereinigung" des Königs und der Königin (dies sind Tiphareth und Malkuth) vollzogen.

..mmh passt schon irgendwie oder bin ich jetzt in Tüdel..

Zitat:
wer stellt Lilith in der nordischen Mythologie dar?
Ist zwar nicht meine Baustelle, aber wie wär's mit
Nerthus, die Erdmutter /Freyr und Freyja/ Jörd, die personifizierte Erde..
Im übrigen find ich die Idee sehr interessant, den Lebensbaum mit Yggdrasil in Korrespondenz zu setzen.
Tomegatherion hat das ganze u.a auf ägyptische Götter bezogen.. Ich kenne sogar eine "arabische/islamische" Variante - hat ordentlich für Aufschrei gesorgt.. höhö
Der Lebensbaum ist jedenfalls ein interessanter Fahrplan, ein kosmologischer Erklärungsansatz und bringt scheinbar zerlegte Erscheinungen, Bilder und Korrespondenzen schön zusammen.
Methodisch meiner Meinung nach zu empfehlen, vor allem wenns um z.B Reflektionen geht - von den initiatorischen Hinweisen ganz zu schweigen

Gruss
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Was trifft der Sinn, und was ihn trifft, bist du. *Rumi
ahira ist offline  
Alt 06.01.2008, 23:58   #23 (permalink)
Ewiger Zweifler
 
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Guten Abend

@starfire: Von der Kabbala hatte ich schon gehört, aber ich hatte damit nie irgendwie eine konkrete Anleitung zum "magischen" (tut mir leid, ohne Gänsefüßchen sträubt sich mein Innerstes gegen das Wort) Handeln in Verbindung gebracht, ich habe diese mehr als Auslegung - ähnlich den Mystikern des Mittelalters mit der Bibel - verstanden.

Und danke für den Hinweis mit den zwei Bäumen. Hab's gleich mal flugs nachgelesen, mein Gott ja, des sind ja wirklich zwei. Ist mir vorher noch nie aufgefallen, dass es zwei gab. Der wird beim Luther zumindest auch nicht mehr erwähnt. Tja, da hätt' die Eva aber nu auch noch mal von abbeißen können...
Oder ist der aus dem Gilgamesh-Epos einfach mit reingenommen?

Heißt das jetzt, dass es in einer der apokryphen Schriften auch noch einen dritten Baum gab, also den Baum des Todes, den Alheris genannt hatte?

Oder ist der jetzt eine aus dem im vorhinein angenommenen Dualismus als Notwendigkeit entstandene Form der Negation zum Lebensbaum?

Und - möglicherweise ganz anderes Thema, ich weiß - ist eigentlich schon mal allen Verfechtern jedweder dualistischen Sicht hier im Forum aufgefallen, dass sich ihre Ideen alle auf Zarathustra zurückführen lassen?

Ob der gewußt hat, wie sehr er die Zeit bis zum heutigen Tage prägen wird?

Erneut eine gute Nacht,
Theoderich
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"Ich glaube, die Erschlagenen [Toten] kümmert es wenig, ob sie schlafen oder auferstehen werden." (irgend so ein alter Grieche)

"Audiatur et altera pars." (ein alter Römer)

"Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern. (Adenauer, ein alter Rheinländer))
Theoderich ist offline  
Alt 07.01.2008, 09:30   #24 (permalink)
XVIII - Der Mond
 
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Zitat:
Zitat von Theoderich Beitrag anzeigen
Heißt das jetzt, dass es in einer der apokryphen Schriften auch noch einen dritten Baum gab, also den Baum des Todes, den Alheris genannt hatte?
Genau das ist der Punkt an dem sich die Diskussionen scheiden. Es gibt Bibelforscher die behaupten, dass es nur einen Baum gibt, dieser aber mehrere Namen hat. Somit sind der Baum des Wissens und der Baum des Lebens ein und der selbe Baum. Dann gibt es wieder eine Fraktion die meint, dass zwei Bäume im Paradies standen, auch wenn nur zwei verschiedene Namen genannt werden. Immer etwas abhängig von der Übersetzung und der Bibel, lässt sich das gar nicht genau sagen, da vielleicht auch nur zwei Namen benutzt wurden. Immerhin ist im original altgriechischen immer nur vom Baum in der Mitte des Paradies die rede. Was Luther da am Ende daraus macht ist dann noch was ganz anderes. Ich hätte nichts gegen einen dritten Baum einzuwenden, mir kam dieser Gedanke bisher überhaupt noch nicht.

Für mich gab es bisher einen mythologischen Welten-/Lebensbaum, dieser war ausgeglichen und wird z.B. im Vatan beschrieben. Die Familie Holländer hat sich dem ganzen auch mal angenommen und den Vergleich mit der nördlichen Mythologie gezogen. Diesen Baum empfand ich persönlich als sehr einleuchtend, hat er doch all meine anfänglichen Probleme mit der Kabbala verschwinden lies.

Aber das Thema weicht von Lilith jetzt etwas ab, gerade da der Weltenbaum schon Teil dieses Threads ist: http://www.panpagan.com/forum/nordis...ibe-esche.html

Dort habe ich auch mal das Buch der Familie Holländer verlinkt. Meiner Meinung nach lässt sich der Baum vor dem Fall sehr gut so beschreiben, auch wenn die Autoren davon ausgehen, dass es nur diesen Baum gibt und der Baum der Gnostiker/Semiten/Griechen/Christen/Kabbalisten eine Fiktion ist, da es den Sündenfall nie gab. Nun das ist eben eine reine nordische Interpretation.

In meiner Sicht der Dingen gab es im Paradies einen Baum, der eben mit dem Uno Mystico, dem einen sehenden Auge Gottes etc. gleich gesetzt wird. Die von der Schöpfung getrennte Dualität wie wir sie kennen gab es eben noch nicht und somit auch keine zwei Bäume, es gab eben nur Astra- & Mentalebene. Erst als Lilith den Adam und die Eva von diesem Baum naschen lies, sie quasi verführte, wurde der Keim für den "bösen" Baum gelegt, dem Baum des Wissens/Todes. Der Lebensbaum wurde zu einem Baum des Wissens nachdem Adam und Eva die Frucht aßen und das Wissen um die Dualität erhielten. Denn erst durch das Wissen von der Dualität zwischen "Gut" und "Böse" etc. entstand diese.

Ein dritter Baum ist mir bisher noch nicht unter gekommen, viel mehr wird sogar in der einschlägigen Literatur nur von einem Baum gesprochen. Dessen dunkles Gegenstück wird selbst von Hardcore-Kabbalisten zu gerne verschwiegen, da die Dualität im Baum des Lebens bereits vorhanden ist. Aber genau diese zwei äußeren Säulen machen eine Interpretation des dunklen Baumes auch so interessant.

@Starfire

Danke für den Buchtipp, ist bereits auf meiner Liste und wird demnächst von mir angegangen.
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glaubet den Büchern nicht,
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glaubet nur das, was ihr
selbst sorgfältig geprüft
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Buddha
Alheris ist offline  
Alt 08.01.2008, 01:07   #25 (permalink)
Panta rhei
 
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Tjo, so irgendwie ist mir die Formulierung in meinem vorherigen Posting nicht so gut gelungen..
hmm..
Nämlich in Bezug zur Frage, ob Lilith in z.B anderen Mythologien dargestellt wird..
Natürlich habe ich in meinen geschriebenen Sätzen ein "Vergleichsmoment" aufgezogen - ob das Charakteristikum aber so in etwa dasselbe wäre, kann ich persönlich garnicht sagen - wollte dies nur nochmal der Klarheit wegen zum Ausdruck bringen!

Weiterhin stellt sich mir die Frage des christlichen oder vor allem wohl jüdischen Kontextes, soll heissen, dass die Gestalt Lilith u.a und meistens (z.B in Bezug zur Kabbala, die garnichtmal unbeeinflusst durch ägyptische Mythologie ist!) aus diesen heraus definiert wäre und weiterhin die Frage einer persönlichen Einschätzung dazu..
Wie immer das alte Testament auch entstanden ist - die Schrift erwähnt sie in einen bestimmten Kontext und hat über die Zeiträume der Religionsgeschichte und der kollektiven Erwägungen hinweg ein prägnantes Bild von ihr gezeichnet -
Was ich damit sagen will ist, dass es für mich persönlich einen Unterschied gibt zwischen der biblischen Gestalt / Person / Wesenheit (im Rahmen der hier vorliegenden Definitionen, Interpretation aus einer Schrift heraus, die Funktionen, Bedeutungen und Denkmuster vorgibt) und dem eigenen Wahrnehmen über dieses Wesen, der daraus erzählten Geschichte und der Beziehung zueinander.
mmh.. ja, so kann ich das jetzt stehenlassen

Nochmal zur Ausgangsfrage angereichert..

Ergänzend zum bisher Gesagten -zur Info:
Lilith selbst sei schon bekannt aus der babylonischen Dämonologie (wie Lif schon sagte), sie sei dort als Lilitu oder ardat Lili bekannt. Sumerisch-Lil, akkadisch Zakidu - Sturm - später zum "Nachtgespänst" erklärt.

Als Kinder der Lilith wurden in der grichischen Mythologie angeblich die Lilim bekannt, die wahrscheinlich unter diesem Namen aus Palästina nach Griechenland gelangten, wo sie mit den Empusen identifiziert wurden. Als weibliche Dämonen, deren Hinterteil das einer Eselin war, galten sie hier als die Kinder der Hekate. In Kanaan war Lilith angeblich identisch mit Hekate, der eigentlichen Herscherin des Tartaros.
Angaben ohne Gewähr*


Gruss
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ahira ist offline  
Alt 09.01.2008, 09:10   #26 (permalink)
ein Suchender
 
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Lilith

Ist ja interessant.
Ich (immer noch Christ) habe mal meine Pastor nach Lilith gefragt,
Trotz Theologiestudiums meinte er: Kenne ich nicht.
Mir war es nur bekannt, erste Frau Adams, aber widerspenstig.
Darum eben Eva.
Ich bin nie auf die Idee gekommen, hier mal nachzufragen.

Das sie in der Kabbala beschrieben ist wußte ich schon.
der Nachtfalke ist offline  
Alt 09.01.2008, 14:55   #27 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
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Bisschen OT:

JHVH (der jüdische Gott) hatte ja noch einen weiblichen Gegenpart bis dann ca. 300 v. Chr. die Monolatrie und später der Monotheisums durchgesetzt wurde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aschera_%28Göttin%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Astarte
http://de.wikipedia.org/wiki/Astaroth

Archäologen haben vor alten JHVH-Tempeln und Heiligtümern fast immer Reste eines Kultpfahls oder einer Aschera-Stele gefunden. Inwieweit sich Lilith mit dieser Gottheit in Bezug setzen lässt, weiß ich allerdings nicht.

Da die jüdischen Gelehrten durchaus keine Hemmungen hatten die Realität mit Propaganda und Schriftfälschung zurechtzurücken, könnte es da durchaus Verbindungen geben.

lg
SF
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StarFire ist offline  
Alt 11.01.2008, 19:29   #28 (permalink)
Panta rhei
 
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Danke für die Hinweise
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ahira ist offline  
Alt 19.03.2008, 02:09   #29 (permalink)
Bewusster-SEIN
 
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Beiträge: 13
Lilith?
Sie ist doch die akkadisch/sumerisch-jüdische Dämonin der Nacht... und wird auch der Schwarze Mond genannt...

auch die Geheimlehren erwähnen zwei Monde.. von dem einen geht ein wohlwollender Einfluss aus, vom anderen ein destruktiver... über die helle Seite des Mondes herrscht der Erzengel Gabriel (christliche Lehre) mit seinen weißen Lilien verweist er auch auf die Schattenseite... der christliche dunkle Mond wird Lilith, Mutter des lilin oder Dämonenbrut genannt.. man darf aber nicht vergessen das die christliche Lehre die umfangreichen heidnischen Überlieferung über das lilin und die Dämonen ungenügend übersetzt hat.. kein Wunder.. die Kirche war ziemlich bestürzt über die Vielzahl an Dämonologien.. besonders umfangreich tauchen die Dämonen in der gnostischen Lehre auf..

Aleister Crowley hat die Dualität des Mondes in Licht u Dunkelheit übrigens anerkannt...

das Bild der auf dem Mond stehenden Jungfrau (Isis + Maria haben ja die selbe Geschichte: Kind Horus / Jesus, vom Geistigen geschwängert etc..) findet sich in tausenden von Bildern in der christlichen, wie auch in der ägyptischen Welt.. es bedeutet soviel wie: das die niedrigen dämonischen Energien unter Kontrolle sind..

das bringt uns zur Isis-Symbolik (ihr wird die helle Seite des Mondes zugeschrieben sowie Gabriel) und ihrer Schwester Nephtys (sowie Lilith die dunkle Seite des Mondes).. das Christentum hat leider viele alte Lehren zum dunklen Mond unterschlagen..

in der frühen Kosmologie galt der Mond als der Beherrscher des menschlichen Schicksals..

zu den Planeten gibt es nicht nur eine weltliche/physische Ansicht, also Planeten/Körper im Weltraum, sondern auch eine innere/geistige Betrachtungsweise..

nach den Aussagen von Mark Hedsel:

A.P. Sinnett unterhielt enge Verbindungen zur Theosophischen Gesellschaft (Blavatsky) und bekam so auch einiges über die sogenannte achte Sphäre (siehe unten) mit.. er war der erste der mit dem Geheimwissen bzgl Mond an die Öffentlichkeit ging.. nur hat er einiges dazu unbewusst im falschen Licht dargestellt.. Blavatsky kritisierte seine Äußerungen in ihrem Buch, stellte seine Aussagen jedoch nie richtig.. (Warum? --> Um vielleicht für Verwirrung zu sorgen?)

Glücklicherweise versuchten Okkultisten wie C.G. Harrison oder Steiner seine "unabsichtlichen" (?) Fehlinformationen richtig zu stellen..

Das aufgrund der Äußerungen Sinnetts (Mond, achte Sphäre) ein interner Krieg unter den Gruppen/Vereinigungen entbrannte ist nur wenigen Leuten bekannt.. Besagtes Wissen das an die Öffentlichkeit gebracht wurde wollten viele Gruppen geheim halten und vor der normalen Bevölkerung verstecken.. C.G. Harrison (sowie Steiner) stellte - wie bereits erwähnt - einige Falschaussagen richtig und berichtete über den Konflikt zwischen den Geheimschulen Europas und Amerikas im 19. Jhd...


aber nun zum Mond..

Zitat:
Auf gewisse Weise bildet der Mond das größte Problem für die esoterische Lehre. Denn er ist nicht, was er scheint. Als Ergebnis einer Unstimmigkeit zwischen verschiedenen Mitgliedern geheimer Schulen kam es gegen Ende des letzten Jahrhunderts zu einer erstaunlichen Enthüllung. Bislang von den geheimsten Orden eifersüchtig bewachte Erkenntnisse wurden veröffentlicht. Die offenbarten Geheimnisse betrafen eine weit tiefere Wissenebene als alles, was die Schulen in unserem Zeitalter der Erleuchtung zuvor preisgegeben hatten. (S. 279, Hedsel, Der geheime Bund)

...Während dieses Konflikts zwischen den Schulen wurde die Wahrheit enthüllt, dass unser Mond eine Art Gegengewicht zu einer anderen Sphäre bildet, die für das gewöhnliche Auge unsichtbar bleibt. In esoterischen Zirkeln wird sie als Achte Sphäre bezeichnet.

Ich muss meine Worte sorgfältig wählen, da es sich entgegen meiner Behauptung bei dieser Region nicht um eine Sphäre und auch nicht um einen Mond handelt. Sie hinter dem physischen Mond anzuordnen, ist auch nicht korrekt, da im spirituellen Reich andere Räume und Entfernungen bestehen. Wahr ist, dass diese Achte Sphäre in nichts dem ähnelt, was wir auf der physischen Ebene kennen, und doch müssen wir Worte aus unserem Wortschatz verwenden, wenn wir auf ihr Bestehen verweisen wollen...

„Die vermutlich passendste Bezeichnung für diese Sphäre ist „Vakuum“. Vakuum ist vermutlich zutreffender als Sphäre, da die Achte Sphäre alles in ihr schattenartiges Wesen aufsaugt.“

„Diese Sphäre (...) wirkt als dämonisches Rohr, das gewisse degenerierte spirituelle Formen der Erde aufsaugt. Als Schattensphäre wird sie von Schattenwesen beherrscht.“

Die Tatsache, dass es sich um Schattenwesen handelt, sollte uns nicht dazu verleiten, den Fehler zu begehen, ihre Fähigkeiten und Intelligenz zu unterschätzen. In vielerlei Hinsicht sind sie intelligenter als der Mensch, da sie im Gegensatz zur Menschheit nicht durch die Kraft der Liebe eingeschränt werden.“

Die Achte Sphäre besitzt eine komplizierte Funktionsweise. Die Schattenwesen, die die Sphäre bewohnen, streben danach, ihre Heimat mit Menschlichkeit oder (um genauer zu sein) mit menschlichen Seelen zu bevölkern. Bisher errichteten sie auf Erden etwas, das wir als Terminals bezeichnen könnten. Diese Terminals sind Seelenrohre, die eine gewisse Form von auf der Erde entstandener, materialisierter spiritueller Energie in die niedrigen Sphären saugen...

„Gewisse Formen von Spiritismus gehen von der irrigen Annahme aus, dass dem Lebenden das Reich des Todes zugänglich ist. In Wirklichkeit kann das Medium nicht in das wahre Reich des Todes vordringen. So befasst es sich lediglich mit Schatten. Auf diese Weise erzeugt es Futter, das die Achte Sphäre nährt. Das Aufsaugen menschlichen Seelenmaterials in die Achte Sphäre geschieht nicht zum Vorteil der Menschheit. Die Bewohner dieser Welt beabsichtigen, eine Welt zu stärken und zu bevölkern, die wahrlich als das Reich der Verdammten bezeichnet werden kann. Die Bemühungen dieser Bewohner oder Dämonen stehen im Gegensatz zu der für die Welt geplanten evolutionären Entwicklung. ...Seit das Wissen über die Achte Sphäre bekannt gemacht wurde, ist weniger als ein Jahrhundert vergangen. Zunächst herrschte Empörung über die Veröffentlichung des Wissens über diese dämonische Gefahr. Heute erkennen wir jedoch auch die Vorteile davon, denn in gewisser Weise ist es einfacher, gegen einen sichtbaren Feind anzukämpfen. Jene, die sich in einer scheinbaren Kommunikation mit den Toten und dem Land der Geister versuchen, das sie sich gerne auf der anderen Seite des Vorhangs vorstellen, blieben nicht ungewarnt.“ (S. 280; Mark Hedsel, Der geheime Bund)
Zitat:
"...Diese Materialisierungen oder Entstehungen finden in Séancen und an Orten statt, an denen Menschen entgegen dem kosmischen Gesetz den Versuch unternehmen, in die niedrigen ätherischen Ebenen vorzudringen." (S. 280, Hedsel, Der geheime Bund)
Zitat:
(Ausführliche Fußnote dazu auf Seite 500 "Die angesprochenen ätherischen Ebenen schienen den Punkt nicht genau zu treffen, waren jedoch in jedem Fall überaus wichtig. [...] Heute weiß ich, dass Geisterbeschwörungen durch Medien, Hellseherei und Channelling nicht dem angestrebten spirituellen Reich angehören, weil sie nicht in die astrale Welt vordringen. Sie bleiben mit der Ätherebene verbunden, die im Gegensatz zum Lichtreich des Astralen kaum mehr als eine Schattenebene darstellt. Daher bieten sie keine Möglichkeit, mit den höheren Wesen zu kommunizieren. Ihre große Gefährlichkeit erklärt sich teilweise aus der Tatsache, dass sie sich auf das Schattenreich beschränken. Der frühe Spiritist Andrew Jackson Davis erkannte die Gefahr und brachte sie in einem bemerkenswerten Buch (The Diakka and Their Earthly Victims) zum Ausdruck."
Dazu passend aus Gustav Meyrinks Buch "Das grüne Gesicht":

Zitat:
"Hüte dich vor der Lehre der Spiritisten wie vor Gift, - sie ist die furchtbarste Pest, die jemals die Menschen befallen hat; auch die Spiritisten behaupten, mit den Toten verkehren zu können, - sie glauben, die Toten kämen zu ihnen; - es ist eine Täuschung. – Es ist gut, dass sie nicht wissen, wer die sind, die da kommen. Wenn sie’s wüssten, würden sie sich entsetzen."
Um nun wieder zurück zu Hedsels Werk zu kommen (S. 192/3):
Zitat:
"Die Geschichte des Spiritismus ist vorwiegend eine der Täuschungen, wie jede gründliche Untersuchung verdeutlicht (siehe z.B. Ronald Pearsall, The Table Rappers) [Im weiter oben erwähnten Werk "The Diakka, and Their Earthly Victims: Er, A.J. Davis, geht davon aus, dass bei Séancen und in der Hellseherei Wesen eines sehr niederen Grades mit einer selbstsüchtigen Einstellung angesprochen werden, die kein Interesse an Rechtschaffenheit besitzen und nur aus dem einen Grund Informationen liefern, um ihre vampirhafte Beziehung zu den Menschen aufrechzuerhalten. Hedsel, S. 471/2 Anmerkung] [...] und bin mir darüber hinaus durchaus bewusst, dass 99 Prozent der sogenannten spiritistischen Phänomene Betrug sind. Ich treffe diese Aussage auch in dem vollen Bewusstsein, dass es sich bei dieser "anderen Ebene" in keiner Hinsicht um eine höhere Ebene und gewiss nicht um das Reich des Todes handelt."

"Wie so oft, wenn ein Mensch in eine höhere Ebene aufsteigt und ihm die Möglichkeit zu weiterer Entwicklung geboten wird, offenbarten sich die dämonischen Kräfte auf der Astralebene. In der Esoterik wird dies als natürliche Folge der Fission gesehen, die bei jeder Entwicklungsstufe stattfindet. Die Vorstellung von einem höheren Licht, dass das dunklere Mondelement zertritt, wird in alchimistischen Abbildungen häufig in der Gestalt einer Frau ausgedrückt, die auf dem Mond steht..." siehe Isis + Maria (S. 227, Hedsel, Der geheime Bund)
Mond und Erde waren ursprünglich mal eins.. der Mond stellt laut Eingeweihten die Fissionsüberreste der Erde dar..


Zitat:
"In der griechischen Mythologie galt Artemis als Mondgöttin, die Selene gleichgestellt war. Wie wir erfahren werden, verführte letztere den schlafenden Endymion und hielt ihn in jenem traumähnlichen Zustand der Schläfer gefangen, auf dem jeder Wanderer auf dem Pfad zu erwachen trachtet."(Hedsel, S. 214)
Hier kommt es auch nochmal sehr deutlich zum Ausdruck:

Zitat:
"Indem er seine dunkle Materie (mitunter auch schwarze Materie) abstreift, ist er befähigt, die prima materia, d.h., Isis als die weiße Materie zu erblicken. Er entkommt somit der dunklen Seite oder dunklen Materie seines Wesens, die ihn im Land der Schläfer zurückhielt. Die Schläfer stellen die menschlichen Sklaven der Mondgöttin Selene dar. Der Mensch trifft nun die Entscheidung zur Selene zu schlafen oder zur Isis zu erwachen. Auf erhaltenen Holzschnitten eines alchimistischen Laboratoriums aus dem 16. Jhd. steht ein lateinischer Spruch der die Eingeweihten auffordert nicht unter den schläfrigen Einfluss des dunklen Mondes zu geraten bzw. nicht in die Vielzahl von Schläfern zurückzufallen." (S. 87/88, Hedsel)
Mit dem obigen Verweis auf die Fission meinte ich eine Trennung von Licht und Dunkelheit..
schwerer Ballast der abgeladen wird, damit sich das Höhere - wie eine Flamme - erheben kann..
es heißt das in dieser kosmischen Fission der Mond die härtere Mineralisation der Erde verkörpert, die die menschliche Evolution zu stark belastet hätte.. und - trotz der Fission - übt der dunkle Mond noch immer einen einschläfernden Einfluss auf die Menschen aus.. der dunkle Mond - Lilith - ist der Platzhalter für diese achte Sphäre (oder Vakuum) und deren Wesen, die die Träumer - Erdenbewohner - lenken..
In den antiken Mysterien offenbarte sich den anstehenden Eingeweihten das Geheimnis, das die Menschheit den flüssigen Schweiß der Erde darstellt. Diese ist dem Mond hörig und der lunaren Macht unterworfen. Im Menschen gibt es einen dunklen Teil der nicht nach dem Licht strebt. Mithilfe der Fission trennt man sich von diesem Teil um evolutionär weiter zu kommen.
Zitat:
"Die Einweihungszentren wussten schon immer um die Abhängigkeit der Menschheit vom Mond, unter dessen machtvollem Einfluss die gewöhnlichen Männer und Frauen schlafen. Dies wird mitunter durch das typische Mondsymbol der ägyptischen Schlange Apep oder der alchimistischen Schlange ausgedrückt, die sich um die menschliche Gestalt windet. (Auch interessant: Die alchimistische Schlange soll das innere Licht des Menschen erdrücken [phos]) Letztere wird üblicherweise als Beherrscher der Wirbelsäule des Mannes und der Frau dargestellt, die ihrerseits unter dem Einfluss des Mondes steht. [...] die in das Haar der Mondgöttin Hekate gewundenen Schlangen als Zeichen, bis zu welchem Grad die Schlange nach wie vor dem Denken der Menschheit Worte der Phantasie einflüstert. Bei diesen Worten der Phantasie handelt es sich um Bilder vom Mond, der als Reich der Imagination gilt." (Hedsel, Der geheime Bund, S. 229)
ANMERKUNG: Die Schlange die sich um die menschliche Wirbelsäule windet, welche unter dem Einfluss des Mondes steht, und das innere Ich (Wesenskern?) oder Licht (phos) des Menschen erdrücken soll, erinnert mich irgendwie an die Kundalini - die Schlangenkraft.

Auch die kabbalistische Lehre vermittelt deutlich, dass der Mond einen weitreichenden Einfluss auf die menschliche Vorstellungskraft hat. Der Baum des Lebens beinhaltet auch den Pfad vom Mond zur Welt des Menschen - der als Pfad der Fantasie bezeichnet wird. Wobei hierbei erwähnt werden muss das Fantasie an sich nichts schlechtes ist.. aber es gibt einen Unterschied zwischen der vorgegebenen Fantasie des Mondes und dem eigenen schöpferischen Potential der Sonne... das eine hält gefangen, das andere befreit..
Zitat:
"Während die Mondbilder in gewissem Sinn mechanisch sind [...] (da zu ihrer Schöpfung keine Aufmerksamkeit erforderlich ist), entspringen die solaren Bilder der gerichteten Aufmerksamkeit." (Hedsel, S. 342)
Zitat:
"Esoteriker sprechen dem Mond die Macht zu, die vitalen Lebenskräfte des Menschen aufsaugen zu können. Damit fördert er das Wachstum der physischen Form auf Kosten des Spirituellen. Die lunare Macht herrscht über die Imagination und wurde von den Esoterikern in Erinnerung an die griechische Sage der Selene als traumähnlicher oder einschläfernder Einfluss auf die Menschheit betrachtet. Die Bilder strömten in das menschl. Gehirn ein und hielten es in einem natürlichen Schlaf, solange es in diese Mondbilder getaucht war. Dieser natürliche Schlaf bildete die Antithese zu dem von der Einweihung angestrebten spirituellen Wachstum." (Hedsel, S. 341/2)
Zitat:
"In der Kabbala erhielten die aus der gewöhnlichen menschlichen Imagination geborenen Schattenwesen den Namen klippoth. Sie besitzen ein Eigenleben [...] Die Geschöpfe entstammen der vom Mond gesteuerten Imagination und Phantasie und kehren als Schattenwesen (revenants) in die Welt des Menschen zurück (nostoi). Die solare Bildschöpfung, die der im Menschen schlummernden, kreativen Aktivität entspringt, gehört einer anderen Kategorie an als dieser natürliche Imaginationsstrom." (Hedsel, S. 343)
Wie ich schon erwähnte, ist die Darstellung der auf dem Mond stehenden Jungfrau weit verbreitet.. Betrifft die Einweihung.. denn dort findet die Fission statt.. Trennung von Licht und Dunkelheit..
der Hermesvogel (ein Name für das strahlende Licht, was während des Einweihungsprozesses bei der Fission entschwebt) wird zurecht auf Hermes Trismegistos zurückgeführt.. George Ripley stellte ihn über dem Monddrachen dar.. als Zeichen der abgeschlossenen Fission.. wie die Jungfrau, die die Fission abgeschlossen hat und auf dem Mond steht.. d.h. dem beherrschenden, schläfrigen Einfluss des Mondes entkommen bzw. Herr geworden.. der Monddrache ist die zurückgewiesene Dunkelheit, der zerfallene Überrest des Fissionsprozesses (der sich auch in der astrologischen Lehre um die Erde windet)

nun müssen wir uns zur näheren Erklärung dem Schwein des dritten Tages widmen.. das eng mit dem Mond in Verbindung steht.. "das Schwein des dritten Tages" kommt aus den antiken Mysterien... im damaligen Griechenland fanden in dem heiligen Mysterienzentrum Einweihungen statt.. die zur Einweihung bestimmten wuschen ein junges Schwein im Meer und später opferten sie es.. das Blut und den toten Leib weihten sie den Göttern der Unterwelt und begruben es anschließend in der Erde.. das Opfer erfolgte am dritten Tag der großen Mysterien und daher nannte man es das Schwein des dritten Tages.. lustigerweise ist die Bezeichnung des dritten Tages nicht ganz zutreffend.. da die Opferung morgens vollbracht wurde, stellte es eher das Schwein der zweieinhalb Tage dar..

hört sich momentan noch etwas unspektakulär an, aber diese kleine markante Abweichung hatte seine berechtigten Gründe:

die Zeitspanne von 2/1/2 Tagen entspricht einer Mondperiode.. in diesem Zeitraum durchquert der Mond ein Zeichen des Tierkreises.. (ein dreißig Grad Abschnitt) sozusagen 1/12 des Monats.. in der Zahl zwölf steckt noch ein Geheimnis (3 x 4 = 12).. darauf komm ich noch zurück.. wie ich schonmal erwähnte, stellt das Schwein des dritten Tages die Menschheit als flüssigen Schweiß der Erde dar.. wir (die Menschen) sind dem Mond unterworfen.. dem 2/1/2 Tage-Rhythmus, sowie allen übrigen Perodizitäten.. das Schwein des dritten Tages entspricht dem Schwein des Seth.. die zurückgewiesene, finstere Seite der Erdenbewohner.. diese strebt nicht nach dem Licht..

auch war den Einweihungszentren stets die Abhängigkeit der Menschheit vom Mond klar.. die kraftvolle Macht, die die Leute im Schlaf gefangen hält.. [das typische Mondsymbol = ägyptische Schlage Apep ODER die alchimistische Schlange die sich um die menschliche Gestalt windet und dem Einfluss des Mondes angehört.. Beherrscher der Wirbelsäule.. erdrückt das phos (das innere Licht, das Ich) im Menschen]
nicht zu vergessen die Mondgöttin Hekate (mit den Schlangen auf den Kopf) welche dem Denken der Menschen Illusionen einpflanzt... oder Mondgöttin Selene welche Endymion in Schlaf versetzt um ihn sexuell zu manipulieren..

das Schwein des dritten Tages gilt als Symbol der niederen Natur, die begraben werden soll.. bzw. der Unterwelt überlassen werden muss.. der eingeweihte Geist schwebt zur Perfektion empor..
[denke an die große Pyramide: ein Gang führt abwärts in die Erde.. der Gang endet im Schacht der Qualen.. auf halber Strecke jedoch führt der abwärts gerichtete Korridor aufwärts in die Einweihungskammer.. verweist auch auf die Fission, mit der eine Einweihung erst möglich wird.. oben in der Einweihungskammer wartet der offene Sarkophag der urspr. "Fleischesser" genannt wurde.. was auch auf die Fission hinweist.. --> bei Jesus dasselbe: offene Grabkammer.. nach den drei Tagen blieben nur die Binden zurück.. physische Überreste.. wobei hierzu noch mehr zu sagen wäre.. aber zurück zum eigentlichen]

Zum Mysterium der 2/1/2 und der 3:
die Drei symbolisiert die ausgewogenen Kräfte.. (unser Universum besteht aus dem Gesetz der Drei..)
die Drei kann auch auf ein Sigill zurückgeführt werden, welches den Mond darstellt..
auf die drei alchimistischen Prinzipien (Salz-Denken, Schwefel-Wille, Quecksilber-Gefühle)
oder auf die Weisheit, Liebe und den spirituellen Ausdruck..
auch ein altes Sigill der Waage beinhaltet die drei Elemente: die Sonne, die Erde und das dritte Element dazwischen..
Beziehung zwischen Höherem u Niederem..

die zweieinhalb Tage (welche das Schwein verkörpern), bzw. die Mondperiode stellt den unvollständigen, vom Mond beherrschten, schlafenden Menschen dar.. die Drei weißt auf die völlige Ausgewogenheit hin.. symbolisiert den Eingeweihten der "das Schwein" abgestreift hat.. einen vollkommen Menschen der sich von der Macht der lunaren Periodizität befreit hat.. die Zahl 3 ist auch eng verknüpft mit der Auferstehung..
Die Jungfrau (Isis, Maria) steht auf der Mondsichel.. und die Mondsichel verweist auf die 3.. d.h. die Jungfrau ist eine Eingeweihte.. das heutige C, entstammt dem griechischen Gamma..

(Auf Wikipedia findet ihr in der Zeichentabelle unter "Zeichen" das Gamma-Symbol, welches dort auch als Winkel abgebildet wird..) Griechisches Alphabet - Wikipedia dieses steht mit der Zahl 3 im Zusammenhang.. und stellt Gleichzeitig eins der 4 Winkel dar, die eine Swastika bilden, das Sonnensymbol...
4 Gammas ergeben die Gesamtsumme 12 (3 x 4).. genauso wie die 2/1/2 Tage (Mondperiode, ein Zeichen des Tierkreises, 30 Grad Abschnitt entspricht 1/12 des Monats) mit der 12 in Verbindung stehen..
diese Sonnenzahl, Swastika, steht in Beziehung mit der höheren Einweihung!!! (das freimaurerische Zeichen ist eigentlich eine Version des Gammas)
europäische Swastika = Gamma = Erdgöttin Gaia..
Gamma trennt das Innere vom Äußeren..
C = Mondsichel = Gamma..
Gamma = Fissionsbuchstabe, der Geist u Materie trennt.. Der Mond hat die selbe Wirkung.. man denke dabei an die Schattensphäre, die die Menschen in die Irre leitet.. und sie glauben macht mit höheren geistigen Bereichen zu kommunizieren..

In seiner erlösten Form (Mond), der 3, stellt er ein harmonisches, perfektioniertes Gleichgewicht dar..
nach dem Tod verbringt man (nach Christentum) seine Zeit im Fegefeuer.. das Schwein als Symbol verweist auf den Zeitraum im "Fegefeuer" (Schwein = dunkler, luzifuger Teil des Menschen = Wesen des Mondes --> Seth) Das Fegefeuer steht auch dafür, dass wir mit unseren Taten auf Erden konfrontiert werden.. der Schweiß, unsere Blutsünden abgewaschen werden.. [die Swastika steht damit im Zusammenhang.. 3 ihrer Winkel, Gammas, stehen für die Zeit des Erdenlebens.. 1/3, 1 Gamma, unserer Lebenszeit auf Erden entspricht dem Zeitraum im "Fegefeuer".. die Swastika entspricht dem Symbol der Reinkarnation, weil sich die 3 und die 1 von Leben zu Leben verbinden..] man sagt, dass das Fegefeuer eine Einrichtung ist, eine "Wäscherei".. sonst wäre die spirituelle Atmosphäre der Erde bereits total vergiftet..

Der Teufel, mit seinen Hörnern auf dem Kopf (sowie allg. die Dämonen) verweist auf den Mond
Die Hörner = Mondsichel --> Verweist sozusagen auf die Heimat der Wesen..

der schwarze Mond (z.b. Hekate) unterscheidet sich vom ERLEUCHTETEN Mond.. in einigen Einweihungszentren erhielt der schwarze Mond auch alternative Namen.. (Lilith etc..)

FAZIT:

In der Einweihung heißt es: streife die schwarze Materie ab.. entkomme der dunklen Materie, die einen im Land der Schläfer gefangen hält.. erst dann wird es möglich unter die Schleier der Isis zu blicken --> die weiße Materie, die prima materia.. die Geheimnisse zu entdecken..

sprich: Entziehe dich der Macht des dunklen Mondes, der achten Sphäre, der Schattenwesen, der unvollständigen 2/1/2 die einen lenkt.. durch Fission, der Trennung in Licht und Dunkelheit.. denn die Schläfer unterstehen nicht dem hellen Mond mit all seinen positiven Eigenschaften, sondern ausschließlich dem dunklen Mond.. erst wenn sich die geläuterte Seele erhebt und die Geheimnisse durchblickt und integriert steht sie über dem dunklen Mond unter den wohltuenden Kräften der Isis, des hellen Mondes.. nicht mehr unter dem Einfluss des Schlafes, der vorgegebenen Phantasie des dunklen Mondes.. sondern, weil der helle Mond von der Sonne angestrahlt wird, unter höheren Einflüssen.. (meine Erwähnungen im Zusammenhang mit der Kabbala u.a. bzgl. Sonne)

Übrigens:
Der Fissionsvorgang und die Einweihung stehen auch im Zusammenhang mit dem fünfzackigen Stern.. und dem Makara-Krokodil..

besagten Stern kann man ziemlich weit in der Geschichte zurückverfolgen..
in der altägyptische Symbolik bedeutete der Stern "sba" eine fünffache ätherische Verzweigung..
die Christen bedienten sich auch dieser Darstellung.. dieser stellt den Ätherleib des Menschen dar..
bei alten Abbildungen gab es eine spezielle Gebetsgeste (orans), die auf das Ätherische verwies...
hier auch eine ätherische Haltung die auf den fünfzackigen Stern verweist..

Pentagramm des Universalgelehrten Henricus Cornelius Agrippa (Agrippa von Nettesheim 1486-1535). Proportionen: Goldener Schnitt. Proportionen des Menschen. Symbole, Symbolik.

der Stern wird auch die fünffach verzweigte Feuerblüte der Götter bezeichnet (Mysterienschriften, Isis, Plutarch etc) Manche Esoteriker behaupten, das fünffache Zeichen verweist darauf, dass die Person eines physischen Körpers beraubt wurde und jetzt Ätherisch existiert... aber man könnte auch einfach sagen, dass es den Ätherleib darstellt (ob physisch tot oder nicht)

es gibt aber noch einen Hinweis auf den Stern:

Eine mit Karma belastete Seele/Mensch wurde früher z.b. mit dem Makara Krokodil (die herumzutragende Last) symbolisiert.. [Blavatsky sagt z.B. noch, dass Unmoral oder falsche Ansichten über die wahre Natur der physischen Welt sich zu dem besagten Krokodil verfestigen, von dem sich die Seele befreien soll...] die Seele mit dem Krokodil als Last, ist zur Wiedergeburt bestimmt.. der Stern des Lichts, der fünfzackige Stern, stellt im Gegensatz dazu den reinen, unbefleckten Ätherleib dar.. von Karma befreit oder (noch) nicht vom Karma belastet.. aber die Definitionen des Karmas gehen teilweise in unterschiedliche Richtung...

Noch ein paar Zusatzinfos:

Die Schlange gilt auch als Symbol der Heilung...

damit meint man ursprünglich den Verweis auf den Merkurstab bzw. Hermesstab.. Einige sagen ja, dass dieser Stab als Symbol für die auf- und abströmenden Energien der Schlange gilt (menschliche Wirbelsäule). [Da muss ich auf den Zusammenhang mit der Schlange verweisen, die das innere Licht, Ich, das phos, des Menschen erdrücken soll.. und sich um die Wirbelsäule windet!!!] Die Flügel versinnbildlichen das FREIE Denken. Das wird als die Darstellung der gegensätzlichen Kräfte gesehen. Grob gesagt: dunkler Mond vs. heller Mond... oder als Hinweis ÜBER den Schlangekräften zu stehen.. es besteht diesbezüglich eine Verbindung zum Thyrsusstab, ein Verweis auf bestimmte Stufen zum Weg der Einweihung..


Der Thyrsusstab soll die niedrigere Stufe des Hermesstabes sein.. --> in den Mysterien sind die Mysten Eingeweihte; Neulinge die Träger des Thyrsus.. [Ein Ausspruch (Platon): Zahlreich sind die Träger des Thyrsus, spährlich hingegen die Mysten] die umgewandelte Version, der Merkur- bzw. Hermesstab, ist ein Element der Erlösung (Gott Merkur = Hermes) also eine erlöste bzw. spirituell gewandelte Version des früheren Stabes.. und das ist bei Hermes Trismegistos passend gewählt: er war ein Heiler, aber auch Eingeweihter Lehrmeister..


Lilith (welche möglicherweise die Schwarze Madonna darstellt) verkörpert den dunklen Mond, sowie Selene oder auch Nephtys u.a. ... Der dunkle Mond verweist auf das Schema: Die Menschen im Schlaf zu halten, sie zu lenken bzw. ihr Schicksal zu steuern und sich von ihnen zu ernähren... er, der dunkle Mond, verweist sozusagen auf diese "achte Sphäre", die Schattenwesen etc..


Die gewöhnliche menschl. Seele, die nicht nach Einweihung strebt, verharrt in den Todeskräften des Saturn. Dieser Planet ist der Herrscher über die Stagnation und den phys. Tod. Er ist, der Gegenpol des Mondes, der auch das Leben der Phantasie regiert.


z.B. die ägyptische Hieroglyphe Ru - () - stellte im Altertum die Schnittstelle zwischen der materiellen und physischen Welt dar (Bezeichnung bei Frühchristen: vesica piscis).. Ru bedeutet "Geburtskanal", "Gang" oder "Vagina".. ein Hinweis auf die sexuelle Bedeutung.. dieses Zeichen war jedoch ein Doppelsymbol: Entweder kam man durch physische Geburt in die materielle Welt oder durch Einweihung in die spirituelle.. das Tor zwischen den beiden Welten sozusagen..

in der christlichen Kunst hat sich das Ru eingeschlichen.. entweder verschnörkelt um Personen herum, sodass diese darin eingeschlossen sind (welches als Zeichen zu verstehen ist, dass sich dieses Individuum in der spirituellen Welt befindet) oder die Person selbst war wie ein Ru geformt.. aber auch als Symbol des Strahlenkranzes..

die besagte Hieroglyphe entspricht ebenso dem aus zwei Mondsicheln geformten kteis (Mund u gleichzeitig Tor in die spirituelle Welt oder eine Einweihungshalle) d.h. es steht auch mit der Einweihung in Verbindung.. auf mittelalterlichen Abbildungen an (in) Kirchen überlebte das kteis in Form der obszönen Abbildung der Sheelah (Ursprung in Ägypten) worin sich auch wieder eine tiefere Bedeutung verbirgt.. jedenfalls werden Maria und Jesus mit dem Strahlenkranz dargestellt, wie jeder weiß, was dem Ru/kteis entspricht..


nicht zu vergessen, dass es ganz nette Abbildungen gibt (z.b. Westfassade, St. Pierre, Moissac) mit einer nackten Frau die von Dämonen befallen ist, bzw. die sich von ihren Energien ernähren.. wobei z.B. zwei Schlangen an ihren Brüsten hängen.. da kommt mir wieder in den Sinn das die Schlange mit dem Mond in Verbindung steht und unsere Phantasie regiert.. (die Schlange steht aber auch in Verbindung mit dem Willen, Löwen stehen für das menschliche Fühlen und die Sphinxen für das Denken.. die drei alchimistischen Prinzipien: Schwefel, Quecksilber und Salz) Die von den Reptilien attackierte Frau (auch eine Kröte an ihrem Geschlechtsteil) wird in ihrem ätherischen Körper dargestellt.. ein anderes Bild mit einem Geizhals und Bettler, welche auch beide von Dämonen beherrscht werden die auf ihrer Schulter sitzen und ihre Ichs lenken..(wobei beide Personen keine Schuhe anhaben, aber sehrwohl Kleidung.. was auf die Astralebene hinweist)...


Solche Bilder wurden stets als Hölle/Fegefeuer-Darstellungen assoziiert, obwohl diese Aussage nicht wahr ist.. Blickt man hinter die oberflächliche Fassade geht es eigentlich um ganz gewöhnlich physisch lebende Menschen und die Darstellung von Energieräubern oder Beherrschern..

"Eingeweihte" die mit ihrem dritten Auge neben dem Mineralischen auch die ätherische (Vegetabilis) und die astrale (Animalis) Ebene betrachten können sehen das...


Geist und Materie stellen eigentlich keine Dualität dar.. hierbei handelt es sich um unterschiedliche Aspekte des Geistes.. Materie = Geist der sich schlafen gelegt hat.. der Weg abwärts (schlafen) und der Weg aufwärts (bewusst werden) sind identisch.. das stellte schon Hermes Trismegistos fest..


Wie sagen es die Alchimisten so schön: Man muss auch beim Thema Wissen die Gedanken mehrmals erhitzen um ein endgültiges, reines Destillat zu erhalten.. genau wie bei der Retorte


Im übertragenen Sinne stellt auch der Mensch eine Retorte dar..
Dalija ist offline  
Alt 29.04.2008, 13:53   #30 (permalink)
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Hallo Dalija

über das meiste, was du da schreibst, will ich mir gar kein urteil erlauben, ist mir alles sehr fremd.

Aber seit wann bitte hat Apep etwas mit dem Mond zu tun?? jedenfalls nicht im alten Ägypten.
Und das ägyptische Wort für Stern ist in der Tat 'sba', aber von einer "fünffachen ätherischen Verzweigung" habe ich noch in keiner altägyptischen Quelle etwas gefunden.
Und was bitte meinst du mit 'ru'? Die ägyptische Hieroglyphe 'r'? Die stellt einen Mund da, keine zwei Mondsicheln (obwohl das eine interessante Interpretation dieser Form ist). 'r' als Wort bedeutet primär 'Mund' oder 'Ausspruch', hat aber auch die figurative Bedeutung 'Öffnung'. Es gibt auch ein Wort 'rutj', welches 'Löwenhöhle' und metaphorisch 'Vagina' bedeutet. In dem allerdings kommt die 'r'-Hieroglyphe überhaupt nicht vor.

Mir kommt das hier so vor, als hätte jemand ein paar ägyptische Brocken aufgeschnappt und ganz nach Belieben in sein eigenes System eingebaut, nur um dem ganzen so einen Touch von uralter ägyptischer Weisheit zu geben. Soll doch jeder nach seinem eigenen System der Einweihung oder was auch immer glücklich werden, aber müsst ihr dafür unbedingt mein geliebtes Ägypten mit durch den Fleischwolf drehen??


liebe grüße

Ma'en
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"Sei nicht eingebildet auf dein Wissen und verlasse dich nicht darauf, dass du ein Weiser seist,
sondern besprich dich mit dem Unwissenden so gut wie mit dem Weisen."
Ptahhotep
Ma'en ist offline  
Alt 30.04.2008, 03:57   #31 (permalink)
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Zitat:
Und was bitte meinst du mit 'ru'? Die ägyptische Hieroglyphe 'r'? Die stellt einen Mund da, keine zwei Mondsicheln (obwohl das eine interessante Interpretation dieser Form ist). 'r' als Wort bedeutet primär 'Mund' oder 'Ausspruch', hat aber auch die figurative Bedeutung 'Öffnung'. Es gibt auch ein Wort 'rutj', welches 'Löwenhöhle' und metaphorisch 'Vagina' bedeutet. In dem allerdings kommt die 'r'-Hieroglyphe überhaupt nicht vor.
Falscher Ausgangspunkt..

Verschiedene Bezeichnungen des dritten Auges (des Ru - () - oder der Eingang zwischen den Augen)
Ursprung liegt beim ägyptischen Ankh-Symbol
Frühchristen nannten es vesica piscis..

Zitat:
Ankh
Name eines ägyptischen Symbols, das für Lebenskraft und ewiges Leben steht.
Es besteht aus einem T mit einer aufgesetzten Ellipse, die der ägyptischen Hieroglyphe Ru = "Mund, Geburt, Uterus" entspricht. Später nimmt es die Form eines Henkelkreuzes an. Die frühen Christen betrachteten Ankh (T steht für Kreuz) als den in Christus zu Fleisch gewordenen Logos. Aus diesem Symbol entwickelten sich die für die rituelle oder zeremoniale Magie so wichtigen geometrischen Symbole wie Kreis und Kreuz.
Ankh | El Arabia | Hammady © Die Orient Community

Zitat:
Und das ägyptische Wort für Stern ist in der Tat 'sba', aber von einer "fünffachen ätherischen Verzweigung" habe ich noch in keiner altägyptischen Quelle etwas gefunden.
Plutarch zitiert Hesiod aus einer Mysterienschrift die schon zu seiner Zeit alt gewesen ist.. er befasst sich mit der Frage warum die Priester der Isis rasiert und ausschließlich in Leinen gehüllt erscheinen.. da spricht er von:
"..der fünffach verzweigten Feuerblume der Götter..."
der Stern "sba" war eng mit dem Tod verbunden.. man stellte ihn im Inneren der Grabkammern dar.. (gerade in der 6ten Dynastie sind die Wände voll davon)
Die Geheimbedeutung des Sterns erhielt nicht die gebührende Aufmerksamkeit der Wissenschaftler.. In F. Gettings "Dictionary of Occult, Hermetic and Alchemical Sigils" wird der Stern mit der christlichen Oransgeste verbunden. In der ägyptischen Kunst gibt es gewisse Darstellungen von Göttern die erstaunliche Übereinstimmungen mit dieser Gebetsgeste aufweisen. Zum Stern gäbe es zwar noch mehr zu sagen, aber ich hab jetzt nicht die Zeit das alles rauszusuchen.

Zitat:
Aber seit wann bitte hat Apep etwas mit dem Mond zu tun?? jedenfalls nicht im alten Ägypten.
Hm..
Ich hab keine Ahnung ob und wo (es war ja erwähnt in dem Zitat) das genauer erläutert wird/wurde.. alles kann ich mir auch nicht merken.. lol ..müsste mich erstmal wieder damit beschäftigen und das braucht Zeit..

Zitat:
Mir kommt das hier so vor, als hätte jemand ein paar ägyptische Brocken aufgeschnappt und ganz nach Belieben in sein eigenes System eingebaut, nur um dem ganzen so einen Touch von uralter ägyptischer Weisheit zu geben.
seh es wie du willst

Was ich oben schrieb ist EIN Blickwinkel, sicher nicht der ULTIMATIVE, ALLESERKLÄRENDE.. Mark Hedsel hat in seinem Buch viele interessante Darstellungen (welche Infos davon korrekt sind oder nicht kann jeder für sich entscheiden), was nicht heißen soll, es gäbe nicht auch viele andere.. was man damit anfängt, bleibt jedem selbst überlassen..

ich häng mich dabei nicht bei der Schlange Apep auf.. mir ging es primär um den dunklen Mond, Lilith und das Dämonische..

Zitat:
Soll doch jeder nach seinem eigenen System der Einweihung oder was auch immer glücklich werden, aber müsst ihr dafür unbedingt mein geliebtes Ägypten mit durch den Fleischwolf drehen??
Warum so empfindlich? Man kann die Dinge auch etwas lockerer bzw. mit Abstand betrachten und muss sich nicht emotional verstricken.. aber jedem das Seine.. ^^

Geändert von Dalija (30.04.2008 um 04:27 Uhr)
Dalija ist offline  
Alt 30.04.2008, 11:21   #32 (permalink)
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Hmm - wir trennen hier aber immer noch streng zwischen beweisbaren Fakten und persönlichen Systemen/Überzeugungen. Beides hat seine Berechtigung. Aber vermischen und als Wahrheit darstellen, das wird hier nicht so gerne gesehen.

lg
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Alt 01.05.2008, 15:48   #33 (permalink)
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Zitat:
Hmm - wir trennen hier aber immer noch streng zwischen beweisbaren Fakten und persönlichen Systemen/Überzeugungen. Beides hat seine Berechtigung. Aber vermischen und als Wahrheit darstellen, das wird hier nicht so gerne gesehen.
Was ist schon "beweisbar"? Wir sind eigentlich IMMER darauf angewiesen, irgendwelchen Quellen glauben zu schenken. Würde man sich wirklich von der Wahrheit überzeugen wollen, müsste man in die entsprechende Zeit zurückreisen, und sich selbst ein Bild von damaligen Gegebenheiten machen. Man müsste die Anfänge bestimmter Systeme mit eigenen Augen beobachten, sich mit den Urhebern unterhalten - und wer oder was gibt uns die Sicherheit, dass die Hyroglyphen richtig übersetzt sind, und der Sinn von uns überhaupt richtig aufgefasst wird? Wie können wir uns sicher sein, dass sich im Laufe der Jahrhunderte nicht Fehler eingeschlichen haben?

Verstehst Du, was ich sagen will? Wir sind IMMER darauf angewiesen, irgendetwas oder irgendjemandem Glauben zu schenken, weil wir schlicht und ergreifend nicht die Möglichkeit haben, uns mit eigenen Augen von der Richtigkeit bestimmter Behauptungen und Thesen zu überzeugen (und DAS würde ich dann als BEWIESEN ansehen).

Wir haben uns lediglich irgendwann darauf geeinigt, bestimmte Quellen als "glaubwürdig" anzunehmen (deren Theorien sind dann das, was hier als "beweisbar" angeführt wird), und andere eben als "nicht so glaubwürdig". Das alles spiegelt meiner Meinung nach nicht mehr als den momentanen Zeitgeist wider, und die Überzeugungen bestimmter Gruppierungen (viele Esoteriker sehen Channelings als "Beweis" an) - das Ganze ist subjektiv wie nochmal was, und meilenweit von wirklicher Objektivität oder wirklichem Wissen entfernt. Man stützt sich auf Vermutungen - immer und ausnahmslos in diesen Themenbreichen. Wir halten lediglich manche Vermutungen für wahrscheinlicher als andere - und nennen sie dann beweisbare Fakten
Dalija ist offline  
Alt 06.05.2008, 19:59   #34 (permalink)
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Hi Dalija,

ich gebe dir ganz recht, Faktum und Wahrheit in einer absoluten Form, die gibt es wohl nicht, jedenfalls nicht für uns Menschen die wir eben immer von der eigenen Wahrnehmung, vom eigenen Standpunkt abhängig sind.
Das sollte uns aber, finde ich, nicht davon abhalten Dinge zu prüfen und zu recherchieren soweit wir dazu eben in der Lage sind.

Ich 'glaube' bestimmten Quellen und Texten weil ich sie eben für 'glaubwürdig' halte. Beispiel Hieroglyphen: Wenn ich sage, dass Mund-Hieroglyphe weder mit der Vagina noch mit dem Mond noch mit der vesica piscis eine direkte Verbindung hat, dann habe ich dafür Gründe.
Erstens glaube ich den Kram der in meinem Hieroglyphenlexikon steht. Warum? Weil ich nämlich weiß, mit welchen Methoden die Hieroglyphen entschlüsselt wurden und mit welchen Quellen und Grundlagen Prof. Hannig und seine [QUOTE=Dalija;73314]Mitarbeiter das Lexikon geschrieben haben.
Zweitens bin ich der 'r'-Hieroglyphe schon oft im Original begegnet (es ist ein ziemlich häufiges Zeichen) - und habe dabei festgestellt das die in der Wissenschaft anerkannte Bedeutung, die ihr zugeschrieben wird, auf jeden Fall plausibel ist und in den verschiedensten Texten in den jeweiligen Kontext passt.
Drittens 'sehe' ich deine Verbindung von Ankh, vesica piscis und 'r'-Hieroglyphe schlicht nicht. Weil ich nämlich noch nie ein altägyptisches Ankh oder ein koptisches Henkelkreuz mit einer Spitze oben gesehen habe: diese Symbole sehen eben nicht aus wie Kreuze mit einer aufgesetzten 'vesica piscis' (du meinst damit doch diese Form, die man bekommt wenn man zwei Kreise übereinanderschiebt, oder?). Und weil die 'r' Hieroglyphe schlicht nicht so: () aussieht, sondern um 90 Grad gedreht.

Klar, ein absoluter Beweis ist das alles nicht. Ich will damit nur sagen: Obwohl wir's nie genau wissen können, können wir uns zumindest aussuchen an was wir glauben. Indem wir die Quellen, an die wir uns halten kritisch hinterfragen und prüfen - wozu haben wir schliesslich ein Hirn im Kopf? oder um Heine zu zitieren: "Um zu glauben was wir lesen wär ein Aug' genug gewesen"
Ich persönlich habe da ein gewisses Grundvertrauen in akademische Publikationen zum Thema Geschichte, weil ich eben die Methodik dahinter kenne. Da gibt es so coole Dinge wie Zitatangaben, Quellenangaben und Literaturverzeichnisse, welche die im Text aufgestellten Behauptungen schlicht nachprüfbar machen. Klar wird da auch eine ganze Menge Unsinn verzapft - daher muss man halt beide Augen zum lesen benutzen.

In letzter Instanz 'glaube' ich an 'Fakten', die mir plausibel erscheinen, das heißt: die in das Bild reinpassen das ich von der Erde und ihrer Vergangenheit habe. Natürlich ist diese meine subjektive Sicht aller Wahrscheinlichkeit nach ziemlich daneben, aber sie ist nun mal das beste das ich habe.
Und wenn jemand dann was behauptet, was 'meinen' Fakten arg widerspricht, dann erlaube ich mir da solange contra zu geben, bis mir eine plausiblere Erkärung vorgesetzt wird (oder bis ich keine Lust zum diskutieren mehr habe).

Zitat:
Zitat von Dalija Beitrag anzeigen
Falscher Ausgangspunkt..

Verschiedene Bezeichnungen des dritten Auges (des Ru - () - oder der Eingang zwischen den Augen)
Ursprung liegt beim ägyptischen Ankh-Symbol
Frühchristen nannten es vesica piscis..
Siehe oben. Ich kann die Verbindung da nicht erkennen. Und aus einem anderen Internetforum zu zitieren macht es für meine Begriffe auch nicht besser.

Zitat:
Zitat von Dalija Beitrag anzeigen
Plutarch zitiert Hesiod aus einer Mysterienschrift die schon zu seiner Zeit alt gewesen ist.. er befasst sich mit der Frage warum die Priester der Isis rasiert und ausschließlich in Leinen gehüllt erscheinen.. da spricht er von:
"..der fünffach verzweigten Feuerblume der Götter..."
Hier würde mich eine genaue Quellenangabe echt interessieren. Bist du dir sicher, dass es Hesiod war und nicht eher Herodot? Hesiod hat meines Wissens nie über Ägypten geschrieben.

[QUOTE=Dalija;73314]der Stern "sba" war eng mit dem Tod verbunden.. man stellte ihn im Inneren der Grabkammern dar.. (gerade in der 6ten Dynastie sind die Wände voll davon)[QUOTE]
Die Decken, um genau zu sein. Und nicht nur die der Grabkammern sondern auch die der Tempel. Aber ja, das Symbol des Sterns war im alten Ägypten mit dem Tod verbunden. Die Sterne werden oft als Kinder der Nut bezeichnet, der Himmelsgöttin, die auch als eine Beschützerin der Toten galt.

Zitat:
Zitat von Dalija Beitrag anzeigen
In F. Gettings "Dictionary of Occult, Hermetic and Alchemical Sigils" wird der Stern mit der christlichen Oransgeste verbunden. In der ägyptischen Kunst gibt es gewisse Darstellungen von Göttern die erstaunliche Übereinstimmungen mit dieser Gebetsgeste aufweisen.
Kein Wunder, die beiden erhobenen Arme waren ein häufiger Anbetungsgestus im alten Ägypten. Interessanterweise wird das Wort 'Ka' "Seele" (na ja, so eine Art Seele, eher vielleicht die nach dem Tod weiterexistierende Persönlichkeit eines Menschen...) mit einer Hieroglyphe geschrieben, die zwei erhobene Arme darstellt.


liebe grüße

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