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| Trancetanzbär Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 43
| Arabische Naturreligion vs. Islam Ich hab mich etwas mit Islam beschäftigt und festgestellt, dass im Islam - genau wie im Christentum, Elemente aus dem europäischen Heidentum übernommen wurden- so wurden auch im Islam einige Elemente aus der Naturreligion der vorislamischen Araber übernommen. Sie verehrten wie die Altarabische Gottheiten An sich nichts Ausergewöhnliches. Aber wenn man die heiligen Schriften des Islam näher betrachtet, dann stellt man fest, dass es im Koran sehr viele Widersprüche gibt: So wurde der heidnische Mondgott "Allah" (arab.: Al Illah = der Gott) zum monotheistischen Gott der Juden, Moslems und Christen ernannt. Gleichzeitig verbietet der Islam jede Form von Götzenanbetung und alle heidnischen Bräuche und Symbole. Das islamische Halbmond-Symbol ist in Wirklichkeit aber das Symbol des arabischen Mondgottes. Die wichtigste Quelle des altarabischen Heidentums ist das Götzenbuch. Dararaus wurde die Verehrung der Sterne in den Islam übernommen und ist in den Satanischen Versen (Suren) zu finden. Vergleich: Arabischer Allah, über ihm der Mond: Islamischer Allah darf nicht abgebildet werden. Dafür der Mond und Allahs Töchter "die Sterne". Die heiligtümer in Mekka basieren auf der Heidnisch-Arabischen Steineverehrung. ![]() ![]() ![]() ![]() Mohammed hat sich in Mekka und Medina als Prophet Allahs ausgegeben und verkündete die angeblich "frohe Botschaft", es gäbe keinen Gott außer Allah. Als er merkte, dass der Islam sich friedlich kaum verbreiten ließ, begann er mit dem "Djihad" die kriegerische Verbreitung des Islam. Mit der islamischen Expansion wurden die heidnischen Araber getötet oder versklavt. Sie bekamen als Polytheisten alle Menschenrechte aberkannt und waren somit Vogelfrei. Die zu der Zeit bereits christianisierten Araber und Juden in Syrien und Palästina bekammen als Dhimmis den Status: Menschen 2. Klasse. Sie wurden zwar geduldet. Durten aber als Nichtmoslems diskriminiert werden. Der Islam unterscheidet also deutlich zwischen Moslems (Menschen mit allen Rechten), Dhimmis (Menschen 2. Klasse: nichtmuslimische Monotheisten. Juden, Christen usw.) und Ungläubigen (Polytheisten. Menschen 3. Klasse ohne Rechte). Der Umgang mit Heiden aus islamischer Sicht ist eindeutig: Es gilt der Djihad: Man kann davon ausgehen, dass die Islamisierung der Araber größtenteils gewalttätig war. Zitat:
Geändert von optimusprime (23.09.2007 um 23:57 Uhr) | |
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| | #2 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| Im Christentum ja teilweise so ähnlich... ein "Hass", der eigentlich wohl auf Furcht beruht, weil man weiß, man steht auf unsicherem Boden... über jahrtausendealten Strömungen und Energien, die sich nicht so einfach ein zweckentfremdetes Mäntelchen umhängen lassen.
__________________ omnia mutantur ~ nihil perit ~ mare aeternum est |
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| | #3 (permalink) | |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.024
| Zitat:
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. | |
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| | #4 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 43
| da steht klar und deutlich "heiden" nicht "angreifer". wenn der djihad ein verteidigungskrieg ist, dann versteh ich nicht, warum man es mit religion verbindet denn der verteidigungskrieg ist politisch und nicht missionarisch. man unterscheident im djihad zwischen moslems und nichtmoslems. die nichtmoslems teilen sich auf in: polytheisten [heiden] (die im islam keine rechte haben), dhimmis (nichtislamische monotheisten; mit begrenzten rechten) und ketzer (moslems, die vom islam abgefallen sind. sie werden mit den tode bestraft.) |
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| | #5 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.024
| Schaust du mal nach oben? Das Zitat ist aus deinem geposteten Zitat und da steht ebenso klar und deutlich, dass man nicht das Recht hat gegen die Ungläubigen zu kämpfen, wenn sie sich nicht feindlich verhalten zum Islam. Ich weiß, dass wie bei allen Buchreligionen jeder das Geschriebene nach seinem Verständnis auslegt. Aber der größte Teil der Muslime versteht unter Djihad immer noch den inneren Kampf gegen die eigenen Unzulänglichkeiten und die eigenen Zweifel im Glauben. Im Islam kennt man auch keine Unterscheidung zwischen Politik und Islam, genausowenig, wie zwischen Privatleben und Islam, denn der Islam regelt das gesamte Leben.
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. Geändert von Lidania (24.09.2007 um 18:30 Uhr) |
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| | #6 (permalink) | |
| Wille zur Macht Registriert seit: 30.01.2007
Beiträge: 314
| Zitat:
Das sieht bei den Juden übrigens nicht anders aus. Im Talmud existieren ähnliche Passagen, wie du sie oben aus dem Koran zitierst. Djihad bedeutet Heiliger Krieg und man unterscheidet dort zwischen dem Großen (nach innen gerichtet) und dem Kleinen (nach außen gerichtet).
__________________ Warum ist so viel Leugnung, Verleugnung in eurem Herzen? so wenig Schicksal in eurem Blicke? Und wollt ihr nicht Schicksale sein und Unerbittliche: wie könntet ihr einst mit mir siegen? Und wenn eure Härte nicht blitzen, schneiden und zerschneiden will: wie könntet ihr einst mit mir schaffen? Alle Schaffenden nämlich sind hart. ~ F. Nietzsche | |
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| | #7 (permalink) | |
| Trancetanzbär Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 43
| Zitat:
innerer djihad bedeutet auch, dinge zu tun, die einem widerstreben. | |
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| | #9 (permalink) | ||
| Panta rhei Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 395
| Hoi Zitat:
Ebenso die Sharia, die als islamisches Gesetzbuch bezeichnet wird! Diese wurde sogar erst nach Zusammenstellung des Quràn zusammengestellt! Nun klingt diese "Kritik" vielleicht so, wie sie typischerweise aus westlich intellektuellen Kreisen angeführt wird, doch sogar aus verschiedenen islamischen Strömungen und Abspaltungen, wie z.B der Shia (Shiiten) und anderen islamischen Abspaltungen, die unter dem Sunnitentum als abtrünnig, verkehrt oder gar ketzerisch angesehen werden (so natürlich auch der Vorwurf unter - und gegeneinander), gibt es Vorbehalte, Vorwürfe und harte Diskussionsstränge bezüglich Vollständigkeit, Auslegung, Weglassen von Koranpassagen! Nicht zuletzt die Frage nach der "echten" Nachkommenschaft der islamischen Lehre! Wo wir gerade bei altarabischen Elementen sind - da gibt es ganz eindeutige Widersprüche im Umgang mit der Religion und Praktiken. Innerhalb des Islam wird gerne mal auf z.B "magische Elemente" zurückgeriffen, die aus dogmatisch - fanatischen Abteilungen als "Shirk" (Beigesellung zu Allah) bezeichnet werden. Z.B der Gebrauch von Talismanistik (Der Nazar-Stein), arabische Numerologie (nach der Abjad-Methode), Sigilenherstellungen, Djinkommunikationen (Geisterglaube), Tieropfer, die schützende Hand Fatimas mit dem Auge auf der Handinnenfläche, Orakelmethoden mit Kaffeesatz, Bohnen oder mittels z.B Spiegeltechniken (schon zur Zeit des Propheten, innerhalb seiner Verwandtschaft durchgeführt) u.s.w.. All diese Dinge sind noch sehr sehr anwesend und kommen auch innerhalb eines sog. "Volksislam" zur Geltung. Den Quràn halte ich dennoch für ein sehr interessantes Werk, vor allem, wenn man in Auslegungen nicht institutionalisierter, dogmatischer Strukturen anknüpft - doch ich brauch`es wohl nicht erwähnen, dass dies`als reines Ketzertum bezeichnet wird! Zitat:
Das Götzenbuch Kitâb al-asnâm des Ibn al-Kalbi Gruss
__________________ Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, im Herzen hier die Liebeschrift bist du. Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, das Gift und auch das Gegengift bist du. Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du. | ||
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| | #10 (permalink) | |
| Immernoch dagegen! Registriert seit: 25.01.2007
Beiträge: 35
| Zitat:
Woher nimmst Du diese Sicherheit? Ich habe andere Erfahrungen gemacht, nämlich eine "sowohl als auch"-haltung, der Djihad nach außen wird gerne als Notwehr gegen den Westen, wenigstens moralisch befürwortet, der nach innen ist Privatsache... grüßle, kvasir | |
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| | #11 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.024
| Ich kenne recht viele Muslime und es stimmt schon, einige würden den Kampf gegen einige westliche Regierungen als Djihad ansehen. Aber widerspricht das den Aussagen über Verteidigung des Islam, wenn beispielsweise Bush von Kreuzzügen spricht und den Irak angreift, obwohl von da kein Angriff gegen die USA erfolgte? Die meisten Muslime, die ich kenne, verurteilen Terror aufs schärfste, weil er eben Unschuldige trifft - was schlicht verboten ist laut einigen Quransuren. Die vorislamischen Religionen dieser Gegenden interessieren mich aber auch sehr. Vieles ist wohl in den Volksbräuchen erhalten geblieben - ebenso wie bei uns vorchristliche Bräuche Eingang gefunden haben ins Christentum. Ich erinnere mich, dass vor Jahren auf meine Fragen ein damals 75 jähriger alevitischer Kurde aus Ostanatolien mir sagte, der Mond werde bei ihnen auch Fatma ana - also Mutter Fatma - genannt, weil er ein Symbol für die Tochter Muhammeds sei. Ich denke, dass sich da auch was Altes mit Neuerem vermischt hat....
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. Geändert von Lidania (25.09.2007 um 21:41 Uhr) |
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| | #12 (permalink) | |
| Panta rhei Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 395
| Zitat:
![]() Aleviten - Wikipedia
__________________ Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, im Herzen hier die Liebeschrift bist du. Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, das Gift und auch das Gegengift bist du. Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du. | |
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| | #14 (permalink) |
| Gast
Beiträge: n/a
| Hallo zusammen, ich finde dieses Thema sehr interessant, da auch ich mich viele Jahre mit dem Islam auseinandergesetzt habe. Dass Mohammed viele Dinge aus dem Juden- bzw. Christentum in seine Religion integriert hat, wußte ich ja. Aber dass auch heidnische altarabische Alemente mit einflossen, ist mir neu. Somit ist der islamische Allah nichts anderes, als ein "veredelter" Mondgott Ich werde mich mit dem Thema mal weiterhin befassen. Es wäre ja interessant, ob es auch quasi "islamische Hexen" gibt; solche, die innerhalb des Islam die altarabischen Riten praktizieren |
| | #15 (permalink) | |||||||
| Gesperrt Registriert seit: 12.01.2008 Ort: Ennepe-Ruhr-Kreis Alter: 41
Beiträge: 265
| Zitat:
Al Kaida, genau wie El Qaida. Sogar die Muslime machen den Unterschied nicht..! Zitat:
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Zitat:
Um es deutlich zu machen, ich verteidige weder den Islam, noch hetze ich gegen Juden oder Christen! Ich finde nur, den Weg unserer 'Gegner' sollten wir uns nicht zu Eigen machen! Ich toleriere jeden, reinen Glaubens. Nur die Anhänger des "Kirchentums" (..so nenne ich blinde Gefolgschaft unter einer machtpolitischen Irrlehre, also auch Al Kaida, Scientologen, usw. - nicht alleine Christen!), die sind IMHO echte Ungläubige - und Irre!!! | |||||||
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| | #16 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.024
| Ich möchte mal kurz etwas zu diesem "El" und "Al" anmerken. So viel ich weiß sind das lediglich die Artikel, die zu einem Wort gehören und klarmachen, dass es ein Name ist. Mein arabischer Ex-Mann hat mir erklärt, dass die arabische Schrift auf Konsonanten basiert. Dazu gibt es kleine zusätzliche Ausprachezeichen, aus denen man entnehmen kann, ob da jetzt a, e, i oder u gesprochen wird. Diese Zeichen kann man beim Schreiben aber auch weglassen. Deshalb ist es regional unterschiedlich, ob der Artikel "l" nun al, el, il oder ul ausgesprochen wird. Auch das Wort für Sohn kennt deshalb in der Europäisierung mehrere Schreibweisen: ben, bin - sogar ibn bedeutet das gleiche, denn man schreibt im arabischen nur die Zeichen für b und n.
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. Geändert von Lidania (21.01.2008 um 19:05 Uhr) |
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| | #17 (permalink) |
| Panta rhei Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 395
| Yep, kann da Lidania nur zustimmen.. zu Allahu noch: Gebildet aus dem Artikel al und ilahu (Gott). Durch Zusammenziehung nach einer Gewohnheitsregel wurde aus al-ilahu Allahu - in der Mehrzahl (alliha:die Gottheiten) kam die Bezeichnung schon in der vorislamischen arabischen Dichtung als unpersonaler göttlicher Name vor. Es gibt über die Herkunft des Namen Allah unterschiedliche Ansätze: 1. Ähnlichkeit mit dem hebräischen El (z.B El-okim) 2. Ableitung vom aramäischen Alaha Ferner ist die Silbe Il (El, Elim) in allen semitischen Sprachen zu finden. Besonders die Namen der vorislamischen südarabischen Gottheiten endeten mit Il. In weiteren Auslegungen kennt man noch gut zehn andere Ableitungen, etwa berufen auf die Wurzel `ih (anbeten; wiederum abzuleiten aus der Wurzel Lyh-laha, erhaben, verborgen sein, gemäss der Schule aus Basra) Andere verstehen den Namen aus laha (erschaffen), wieder andere aus `wl und `yl (Vorrang). Abu al-Baqa `al-Kaffawi war z.b der Ansicht, Allah sei aus dem Pronomen ha`= Mehrheit und der besitzanzeigenden Nachsilbe lam entstanden. Die islamische Scholastik kennt darüberhinaus die sog. "99 schönsten Namen" als Attribute des Göttlichen.. Auch hier unterscheiden sich die Auslegungen von stumpf dogmatisch bis ketzerisch Die "Übernahme" vorislamischer Gottheiten dürfte hierin eingewoben worden sein. So könnte man beispielsweise die vorislamische Gottheit al-Lat Al-Lat - Wikipedia mit dem islamischen Namen al-Latif in Verbindung stehen. Latif kann zwei verschiedene Bedeutungen haben. Zum einen heisst es "fein, dünn, zart". Al-Ghazzalli (islam. Mystiker) stellt so auch die Geistseele dar: "Ein zartes Gebilde, dessen Quelle die Höhlung des fleischlichen Herzens ist." Im weiteren Sinn meint es "Gespinste". Zum anderen bedeutet es "freundlich, zart, wohlwollend". In der weiblichen Form Latifa bedeutet es "Feinheit, Zartheit" und ist gleichbedeutend mit daqiqa "etwas Dünnes, Feines, Zartes" Als Wirkattribut schenke Gott freundliche Huld (lutf), um beizustehen. Für die Sufis des z.B Dscherrahiordens weist der Begriff auf die Eigenschaft der "höchsten Schönheit" und die Eigenschaft des Erkennens und Spendens von Schönheit. Ein weiteres Beispiel: der in der islmaischen Scholastik bekannte Name "Dhu al-Dchalaliwa al-ikram": Dhu bedeutet "derjenige, der innehat, der besitzt." Dhu al-Qarnain bedeutet "der die Hörner hat" --->Bezug z.B auf "Sohn des Jupiters Ammon", einer als Widder dargestellten Gottheit, was auch als "derjenige, der ein Talent, eine Eigenschaft, eine Fähigkeit hat" übersetzt wird. -->(Amen, Amun, Amon, Amoun) Ammon Interesant aber etwas off wäre der Zusammenhang zu Pharao Amenophis IV. alias Echnaton, der eine neue Religion gründete. Echnaton glaubte, daß der Sonnengott der einzige Gott sei und daß es neben Aton keine anderen Götter gebe. Er errichtete in Theben angeblich ein Heiligtum mit dem Namen „Aton ist gefunden“. („Wirkender Geist des Aton“). In ihm wirkte also der Geist des Aton, und deshalb nannte er sich später auch „Größter der Propheten“. Spekulationen wollen den Tempel Atons an das Heiligtum in Mekka mit der Kaaba oder an den Petersplatz in Rom mit dem Obelisken oder auch an den Tempel des Herodes in Jerusalem mit seinen Höfen und Vorhöfen in Verbindung bringen.. Darüberhinaus wird Echnaton in der heutigen islamischen Welt auch als sog. Prophet verehrt.. Schließlich macht der Gott Echnatons das vor, was der Gott des Moses nachmachte: Er duldete keine anderen Götter neben sich. Für ihn gab es keinen anderen Gott als Aton. Er erklärte des Priestern des mächtigen Ammon den Krieg, so wie später der jüdische König Josia den Baalspriestern den Krieg erklärte. Al-Ydschi und Al-Amidi bringen die Bedeutung des oben genannten Namens schließlich mit Al-Dschalilu (das Majestätische) in Korrespondenz. Aus sufischer Überlegung sei es innerhalb dieses Namens offensichtlich, dass es keine Vollkommenheit gäbe, die dem Göttlichen nicht zukomme (gleich welcher Bezeichnung) und das es jedoch ein Bedürfnis des Menschen sei, (den) Gott zu preisen. Aus gleicher Schlussfolgerung jedoch wird der Name als Inspiration gewertet, welcher mystische Abhandlungen zum Ausdruck bringe. Nochmal was zum Begriff Dschihad aus anderer Perspektive: In diesem Zusammenhang: Der göttliche Name al-Quddusu gehört nach koraníscher Lehre in den Zusammenhang von taqaddus, taqdy (Zustand eines transzendenten Charakters oder oft "Heiligkeit" genannt) und von Mu-qaddas ("die heilige Sache"). Daher ist die Übersetzung Dschihad (Anstrengung) mit "heiliger Krieg" schlichtweg falsch. Im Koran (20,111) entspricht dieser Name Qayyumu (Beständig) und Qaimu bi Dhatihu (der aus seiner eigenen Essenz Bestehende). Der Name besagt kurzum, dass der Begriff "Göttlichkeit" - "Frei von Unvollkommenheit" ein menschlicher Begriff ist und jenseits menschlicher Deutung und Anschauung sei. Da göttliche Eigenschaften sich dem menschlichen Verständnis angeblich entziehen, wurde sich auf das Begreifen des Menschen in dogmatischer Form derart bezogen, das Gott für seine Vollkommenheit zu loben wäre - und zwar ohne Vermenschlichung, weshalb die Doktrin Shirk in einen Fordergrund rückte, was sowiel wie "Beigesellung zu Allah" bedeutet, worin auch und vor allem der Polytheismus gemeint ist. "Shirk" wird u.a von Extremisten an vorderster Front genannt, wenn es um den sog. heiligen Krieg geht.. so, ich habe fertig mit Kauderwelsch hoff es war dennoch etwas verständlich.den Götter/innen zum Grusse
__________________ Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, im Herzen hier die Liebeschrift bist du. Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, das Gift und auch das Gegengift bist du. Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du. |
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| | #18 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.024
| Danke ahira - mir ist nun vieles noch etwas klarer geworden, was ich bisher nicht wirklich verstanden hatte.
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. |
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| | #19 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 27.08.2007 Ort: Bochum Alter: 44
Beiträge: 45
| alah Mondgott? Das paßt. Danke für das Thema bin beim schauen hier auf diesem tread gestoßen. Jetzt verstehe ich das. 2005 war ich für 10 Tage in der Türkei. Wir kamen mit den Flieger in Antalya an. Als wir auf dem Bus, der uns zu dem Hotel fahren soll, wartete, sah ich in die Weite, zu den Bergen hin. Ich erspürte die Gegend. Da ich mich mit Schamanismus beschäftige, bin ich feinstofflich sehr sensibel. Ich bekam ein Gefühl von der Weite des Landes. Ich fühlte das Wesen des Landes bzw des nahen Ostens. Spontan dachte ich, obwohl ich keine Moslem und auch nicht religiös bin, "alah ist weit, alah ist groß!" Ich verstand auf einmal , was die Leute in diesem Gebiet dachten. Ich fing mich an, für die vormoslimischen Geschichte zu interessieren. viel erfuhr ich nicht. Die reklamhefte waren aber interessant darüber. Das Wesen des Landes und Engel später auch, erzählten mir, dass sie noch älter sind als das Christentum und dem Islam. das waren ein paar cents von mir. Gruß tine |
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