![]() |
| |||||||
| Sitten und Bräuche Hier könnt Ihr über die Sitten und Bräuche unserer Altvorderen diskutieren. Wie können diese ins heutige Leben integriert werden? Welchen Sinn hatten und haben diese? |
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
| | #1 (permalink) |
| blümche Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Ukraine Alter: 22
Beiträge: 375
| euer Verhalten bei Festen Tag Leute, an diesen Sonntag war Ostern bei Ortodoxen. Bei christlichen Festen darf man nichts im HAushalt (nähen, aufräumen, etwas reparieren) oder sonst welche schwierige oder grosse Arbeit (pflanzen, pflücken u.s.w.) nicht. das kennt ihr aber auch, oder? so war es auch diesen Sonntag. Einige machen nichts an diesen TAgen, weil es Kirche verbietet, die anderen,weil sie Angst haben, dass sonst etwas schlimmes dabei passieren kann (es gibt genung erzählunen im Volksmunde darüber), noch welche - weil es halt so ist. die erste frage: ist es auch so bei anderen heidnischen festen in verschiedenen alten kulturen (greichisch bis salwisch...oder was auch immer) oder modernen esotherischen wellen..? da kenne ich mich leider nicht aus, weil ich eher nach meinem Gespür diese Feste erlebe, (im sinne ob ich etwas im haus an diesen TAgen mache oder nicht) ich habe auch mal überlegt und bin zum punkt gekommen, dass grosse oder kleine , aber wichtige für mich Feste eine kraft haben, die ich gerne spüren würde. Zum Beispiel, ich besticke grade einige Stoffmuster für mein neues kleid, und dieses kleid ist mir wichtig, so würde ich es gerne auch an grossen festen besticken, damit es kraft von denen hat, damit ich es auch beim tanzen spüren kann...so war meine idee, und ich spüre es ist wichtig für mich, das so zu machen. ich habe auch mal gedacht, dass diese tradition, nichts schwieriges oder wichtiges an diesen tagen zu machen, damit verbunden werden kann, dass man das sakrale fest ganz erleben zu versucht, ohne von etwas abgelenkt zu werden. aber es gibt sicher handlungen, durch welche (in meinem fall war es nähen zu ostern) ich dieses fest noch tiefer erleben kann und damit unterstützen kann. man soll ja nicht unbedingt auf alles verzichten. die zweite und damit auch dritte fragen wären: wie macht es euch an wichtigen für euch festen? Was lenkt sie: eher konzept eures Glaubens oder eher die eigene Intuition oder Gespür?
__________________ komm auf die dunkle Seite, wir haben Kekse Äå Áîã òåáå ïîñ³ÿâ, òàì öâ³òè. Àôðèêàíñüêå ïðèñë³â'ÿ. Lingua mortua sola lingua bona est. The only good language is a dead language. |
| |
| | #2 (permalink) |
| Wurzeldepp Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Im Naabtal- südlich des Fichtelgebergs Alter: 33
Beiträge: 97
| Hallo! :] Also zunächst mal gebe ich grundsätzlich meiner Intuition den Vorzug- es sei denn, meine Hilfsgeister geben mir irgendwelche Hinweise, was ich machen soll- was aber ja im weitesten Sinne dann auch in die Kategorie "Intuition" fällt. An zweiter Stelle stehen dann meine eigenen kreativen Vorstellungen von einem Hochfest und drittens lasse ich mich gerne von allen möglichen Anregungen von aussen inspirieren, mache aber dann mein ganz eigenes Ding draus. Was bei mir auf jeden Fall dabei sein muss, wenn ich ein Fest begehe, ist ein Feuer schüren. Das ist für mich das zentrale Element. Ein Feuer muss brennen, und darum spielt sich dann der Rest des Zeremoniells ab. Opfergaben zum Beispiel übergebe ich an solchen Tagen in der Regel dem Feuer. Irgendwelchen Tabus fröne ich an Festtagen nicht, da mir mein Gespür einfach nichts entsprechendes vorgibt. Deswegen würde ich jetzt niemanden kritisieren der das tut; es fühlt sich halt nur für mich persönlich nicht stimmig an. Das einzige Tabu, das ich beachte, ist, während einer Visionssuche oder am Tag einer Medizin- Schwitzhütte zu fasten, also nichts essen, nicht rauchen, keinen Alkohol und keine kohlensäurehaltigen Getränke. Das tue ich allerdings dann weniger aus gesundheitlichen Gründen, sondern einfach als kleine Geste an die Naturgeister. Es soll zeigen, dass ich bereit bin, für die spirituelle Entwicklung gewisse Opfer zu bringen. Und bei der Visionssuche unterstützt natürlich das Fasten den schamanischen Bewußtseinszustand. Jou- so is des beim Xreature. Salut! ;]
__________________ Geselle ist, wer was kann. Meister ist, wer was ersann. Lehrling ist jedermann. Inschrift der Handwerkersäule in Trier Mier wissmer ahnn Scheisdrähgg. A. S., steinpfälzischer Energetiker |
| |
| | #3 (permalink) | |
| Sucherin - Finderin Registriert seit: 07.10.2007 Ort: Hennef (Rheinland) Alter: 44
Beiträge: 55
| Zitat:
Meiner Überzeugung nach bestehen diese Tabus (zwischen Weihnachten + Neujahr keine Wäsche waschen, kein Spinnen und ähnliches) einfach deswegen, damit die Frauen zumindest einen Hauch von "Urlaub" hatten - also einfach eine Pause, in der sie guten Gewissens sich und anderen gegenüber ein wenig kürzer treten konnten im Haushalt. Ein wenig - selbst dann dürfte noch genug Arbeit angefallen sein, allein mit Essen kochen und die Kühe müssen auch gefüttert und ggf. gemolken werden. Ein weitere Grund dürfte auch tatsächlich das Bedürfnis gewesen sein, diese Tage herauszuheben aus dem Alltag - Festkleidung, besseres Essen, eben keine schwere Arbeit.
__________________ ________________ In Goddess we trust! | |
| |
| | #4 (permalink) | |
| Shiva wird ewig tanzen Registriert seit: 12.09.2007
Beiträge: 28
| Zitat:
Die Herleitung aus der Schöpfungsgeschichte (wonach Gott für seine Schöpfung sechs Tage verwendete und am siebten Tage ruhte) ist allgemein bekannt. Die genannten Aspekte wie Besinnung und körperliche Ruhe sind aus physisch/psychischer Sicht sicherlich genauso ernst zu nehmen. Was nun das eigenen Tun an diesem Tag betrifft, gibt es ja bekanntermaßen kein Gebot ohne Ausnahme. Denke ich an Ärzte und Krankenschwestern wäre das ein recht offenkundiges Beispiel. Aber es gibt auch ein (abgewandeltes) Bibelzitat: Der Feiertag ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Feiertag. Anders gesagt: Das Ruhegebot soll den Menschen schützen. Ihm wird also nahegelegt, den Tag der Ruhe für sich selbst und andere zu achten und zu beachten. Aber wenn daraus ein Zwang wird, vielleicht sogar Leid daraus resulitert, dann wird der positive Zweck ja konterkariert! Aus meiner Sicht: Zum einen sollte Deine feier- oder sonntägliches Tun nicht andere Menschen stören oder belästigen, damit diese den Tag als Tag der Ruhe begehen und genießen können. Zum anderen spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, wenn Du den Tag mit Tätigkeiten füllst, die der Würde des Tages entsprechen und Dir Erfüllung/Erholung geben. Hinsichtlich des Nähens wäre beispielsweise zu unterscheiden zwischen dem gewerbsmäßigen Nähen, daß einfach Arbeit ist und dem bei Dir anscheinend spirituell angelegten Nähen. Letzteres ist meines Erachtens vereinbar mit diesem Feiertag. | |
| |
| | #5 (permalink) |
| blümche Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Ukraine Alter: 22
Beiträge: 375
| Danke schön für ihre ANtworten Leute. es sit schön, dass es sich verschiedene blickweisenda ergeben
__________________ komm auf die dunkle Seite, wir haben Kekse Äå Áîã òåáå ïîñ³ÿâ, òàì öâ³òè. Àôðèêàíñüêå ïðèñë³â'ÿ. Lingua mortua sola lingua bona est. The only good language is a dead language. |
| |
| | #6 (permalink) |
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Rüsselsheim (He) Alter: 51
Beiträge: 275
| Hi, im jüdischen Glauben und der christl. Glaube ist nun mal ein Derivat des jüdischen, wobei weite Züge des AT ziemlich übergangen werden, ohne deren Gültigkeit zu nehmen, ist es so dass aufgrund des bliblischen Tätigkeitsverbot jegliche arbeit zu ruhen hat. Wobei von einigen früheren hardcore Denkern jegliche form der bewegung schon als Arbeit eingestuft wurde und es gab lediglich auf bekleiden, Nahrungsaufnahme ohne Zubereitung, trinken und verrichten der Notdurft keine Ausnahmen. Nach strenger auslegung der bibel dürfen auch keine Aktivitäten unternommen werden, die in richtung der Lebensrettung gehen. Später wurde dieses Verbot so aufgeweicht, dass Lebensrettung ohne Werkzeug erlaubt wurde. Werkzeug war in dem Fall auch Stock oder Leiter. Wie es bei den heutigen Juden ist keine Ahnung Wobei ich mich für die Darlegung des christl. Orthodoxen Auffassungen bedanken möchte. ich grüße euch Jürgen
__________________ 'http://blogs.dhd24.com/derReisende/ |
| |
| | #7 (permalink) |
| Guggeda Registriert seit: 10.05.2008
Beiträge: 3
| Wenn der Sinn des Festes die Besinnung ist - und du dich beim Sticken (als Beispiel) besinnst.... dann ist das doch was völlig anderes, als wenn du hektisch sticken würdest, weil du das Kleid unbedingt zu einem gewissen Zeitpunkt fertigbekommen willst. Nur als Beispiel. |
| |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Link: Quelle zu Festen und Bräuchen | Aichenberc | Links und Webringe | 1 | 10.03.2007 11:20 |