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Sitten und Bräuche Hier könnt Ihr über die Sitten und Bräuche unserer Altvorderen diskutieren. Wie können diese ins heutige Leben integriert werden? Welchen Sinn hatten und haben diese?

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Alt 29.03.2007, 15:32   #1 (permalink)
Asen- und Vanentreuer MOD
 
Benutzerbild von Germane
 
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Totenruhe und Gedenken

Heilsa!

Eine Frage die mich, in meinen jungen Jahren, zur Zeit gerade beschäftigt, betrifft die Totenruhe.

Genauer gesagt, gibt es ja nicht wenige "hier", die Ihre Asche unter einem Baum auf einem Friedwald später (viiiiel später ) wissen möchten.
Nun gibt es ja bestimmt auch Angehörige, die einem sehr nahe stehen und einen Glauben hegen, nach seinem Tod nur dann nahe zu sein, wenn man an dessen Grab gelangt. Die Friedwälder ansich sind aber nicht so häufig und flächendeckend gesät, daß ein jeder dort mal eben hingelangt.

Nun werden ja auch einige argumentieren, daß beim Tod, nur die Hülle stirbt und diese von seinem Glauben her (wie auch für mich), nicht wirklich wichtig ist. Und man einem verstorbenen Menschen/Tier überall gedenken und dessen Anwesenheit spüren kann.
Aber dann muß man sich ja auch die Frage eines Angehörigen gefallen lassen, wenn einem "die Hülle" nicht so wichtig ist, warum dann extra in einem Friedwald?

Wie seht Ihr das? Ist es Euch wichtig, wo Euer Körper begraben liegt? Seid ihr in dem Punkt egoistisch und sagt, das ist MEIN Körper oder schließt Ihr die Meinungen Eurer Angehörigen/Lieben mit in die Entscheidung ein?

Und bitte keine Antworten alá "Über meinen Tod habe ich mir noch keine Gedanken gemacht ... "Ich lebe hier und jetzt was dann kommt ist mir wurscht ..."
Danke!


Asenkraft und Wanensegen
Germane
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Germane ist offline  
Alt 29.03.2007, 15:47   #2 (permalink)
Tannhäuser
 
Benutzerbild von Kidolfr
 
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Lächeln

Schwierige Frage, aber ich denke es wäre mir schon wichtig wo ich begraben werde. Ein bischen der Seele bleibt auch im Körper, finde ich. Ja, ein Waldfriedhof wäre schon sehr schön. Wie in "Friedhof der Kuscheltiere" von S.King. Der wirkt auf mich, ohne Scherz, sehr anziehend.
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Und ich ging in den Wald, denn ich wollte bewußt leben
Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen
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Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hätte.
Kidolfr ist offline  
Alt 29.03.2007, 19:48   #3 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
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Mir persönlich ist es wirklich wurscht, was nach meinem Tod mit meinen sterblichen Überresten geschieht.
Ob ich nun in einem Friedwald unter einer Eiche oder Eibe liege oder einfach in den Wind gestreut oder in einer Urne auf einem anonymen Friedhof liege...
*Schulter zuck*

Zu meinen verstorbenen Verwandten gehe ich auch nicht ans Grab, zum einen, weil es einfach zu weit weg ist (Fürth und Hamburch liegen ja nu doch schon ein paar Kilometer auseinander =^^=) zum anderen, weil ich persönlich eben keinen besonderen Ort brauche, um mich meiner Lieben zu erinnern oder ihnen zu gedenken.

Dazu reicht auch schon mein Zuhause bzw. mein Altar, wenn ich etwas für sie hinstellen oder machen möchte (z. B. eine Blume oder Räucherwerk verbrennen, letzteres kann auf einem Friedhof nicht sonderlich gut kommen =^^=)



Liebe Grüße
Siat
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Siat ist offline  
Alt 29.03.2007, 19:48   #4 (permalink)
Heidschnuckel
 
Registriert seit: 12.03.2007
Beiträge: 98
Da würdest Du nur mit den deutschen Vorschriften schwere Probleme bekommen, bzw. deine Hinterbliebenen.
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Cuchulainn ist offline  
Alt 29.03.2007, 19:53   #5 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
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Beiträge: 3.641
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*Kopfkratz*
Auf welche meiner Aussagen bezogst Du Dich?
Aufs Räuchern auf einem Friedhof?

:tod:
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Siat ist offline  
Alt 29.03.2007, 19:57   #6 (permalink)
Heidschnuckel
 
Registriert seit: 12.03.2007
Beiträge: 98
Zitat:
Zitat von Siat Beitrag anzeigen
*Kopfkratz*
Auf welche meiner Aussagen bezogst Du Dich?
Aufs Räuchern auf einem Friedhof?

:tod:
uups, da haben gleich mehrere gepostet....nein, auf die Antwort von LornezNoflagor .
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Cuchulainn ist offline  
Alt 29.03.2007, 21:50   #7 (permalink)
Tannhäuser
 
Benutzerbild von Kidolfr
 
Registriert seit: 25.01.2007
Ort: Bergisch Land
Alter: 18
Beiträge: 247
Lächeln

Zitat:
uups, da haben gleich mehrere gepostet....nein, auf die Antwort von LornezNoflagor
Hm? Und wenn der Waldfriedhof ein offizieller Friedhof ist?
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Kidolfr ist offline  
Alt 30.03.2007, 17:31   #8 (permalink)
Trancetanzbär
 
Registriert seit: 09.03.2007
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 47
Ich fände eine Seebestattung sehr anziehend.
Da wäre ich in meinem Element.
Moongazing hare ist offline  
Alt 30.03.2007, 18:02   #9 (permalink)
Keksliebhaber ;)
 
Benutzerbild von Silberfunke
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: Sauerland
Alter: 26
Beiträge: 583
Idee FriedWald

Huhu,

nachdem ich heute die Prospekte von Friedwald.de bekommen habe, steh ich kurz vor der Entscheidung mich in einem Friedwald in meiner Nähe bestatten zu lassen. So kommt meine Asche dem Baum zu gute, er nimmt mich als Dünger und Nährstoff auf, und so werde ich in den ewigen Kreislauf der Natur gut eingebunden und werde auf diese Weise ewig leben *lächel*

Auf einem normalen Friedhof möchte ich nicht begraben sein, denn ich hab mal für 3 Wochen ein Praktikum als Friedhofsgärtner gemacht und weiss genau, dass ein Friedhof alles andere als ein Ort der Stille ist..

Wer sich über die Alternativen eines FriedWaldes (auch in der Nähe) informieren möchte, kann ja mal auf

Friedwald Deutschland surfen gehen.. Es lohnt sich!

Eine Alternative zum Internet ist auch das Telefon: 0700-FRIEDWALD (0700 - 3 7 4 3 3 9 2 5 3) - zu 6 cent die Minute Deutschlandweit

Das soll nicht als Werbung verstanden werden sondern als kleine Hilfe für euch

Hier noch nen Interview aus dem Bad Laaspher Friedwald:

http://www.rentkammer-wittgenstein.d.../friedwald.mp3

Wenn ich mal demnächst den Friedwald besuche, stelle ich eventuell mal ein paar Bilder in die Galerie auf dem Panpagan-Portal

Liebe Grüße,

Silberfunke
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"Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden." (Sokrates)
Silberfunke ist offline  
Alt 31.03.2007, 14:40   #10 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 2.370
meine mama liegt in bad laasphe im friedwald und schläft unter einer herrlichen, 160 jahre alten rotbuche. eines tages werde ich dort auch liegen, vermutlich ziemlich fern von meiner familie (uns zieht´s noch immer in den schwarzwald). mir ist schon wichtig, was nach meinem sterben mit meiner hülle passiert, schließlich war sie eine weile das gefäß für meine seele, und da möchte ich, daß es ihr auch dann gutgeht, wenn ich weiterreise. sie ist kein taschentuch, das ich nach benutzen zusammenknülle und fortwerfe.
amala krähenfeder ist offline  
Alt 31.03.2007, 16:32   #11 (permalink)
Nornenfadenzieher
 
Benutzerbild von Thorchen
 
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 72
Zitat:
Zitat von amala krähenfeder Beitrag anzeigen
sie ist kein taschentuch, das ich nach benutzen zusammenknülle und fortwerfe.
Hallo Amala, diese Betrachtung finde ich irgentwie schön.
Ich bin da eher "stiefmütterlich", denn ohne Seele ist der Körper einfach nur Fleisch...meiner kann im Anschluß gerne den Wölfen überlassen werden, aber wo ist hier das nächste Rudel?

Zitat:
Da würdest Du nur mit den deutschen Vorschriften schwere Probleme bekommen, bzw. deine Hinterbliebenen
Diese Vorschriften sind arg bedenklich, da die meisten aus der Zeit des NS-Regimes sind und da ist dennoch nichts zu rühren.
Meine Urgroßmutter wollte gern auf ihrem Gut beerdigt werden... geht nicht, die Toten gehören dem Staat.

Ein Friedwald ist sicher sehr schön. Wie verhält sich das da mit den Kosten? Hinterbliebene trauern ja bekanntlich 2X.

Also, nach mir die Sintflut...Pathologie...Körperwelten...oder eben (am Liebsten) die Wölfe.
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Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.
Aristoteles
Thorchen ist offline  
Alt 31.03.2007, 17:10   #12 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 2.370
zu den friedwald-kosten: zunächst mal kommen die normalen bestattungskosten auf einen zu ( = sarg, einäscherung, trauerfeier etc.). dann muß man den baum bezahlen, wobei sich der preis nach baumalter etc. richtet. wir haben für eine 160 jahre alte buche ca. 5000 euro bezahlt. und dann kostet die bestattung an sich nochmal ca. 400 euro.
allerdings können bei einem baum bis zu 10 menschen beerdigt werden und bei denen spart man sich dann die baumkosten, so daß sich eine friedwaldbestattung wirklich rechnet, vorausgesetzt man weiß, daß man dort nicht allein liegen wird.
für die genauen kosten mußt du dich aber wohl mit dem friedwald in verbindung setzen, es könnte nämlich sein, daß das auch von wald zu wald unterschiedlich ist.

lg,
amala
amala krähenfeder ist offline  
Alt 04.04.2007, 19:14   #13 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
ich bin gerade darüber gestolpert...

Bizarres Gerichtsverfahren: Streit um Papas kostbare Asche - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

...und weiß noch nicht so recht was ich davon halte.
Puck ist offline  
Alt 04.04.2007, 20:44   #14 (permalink)
Rude Boy Action
 
Benutzerbild von Sarevok
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Saarbrücken/Dortmund
Alter: 21
Beiträge: 594
Ich würde einen Friedwald sehr schön finden. Die Ruhe nach dem Leben unter einem alten Baum erweckt in mir eine gewisse Assoziation mit der Hel
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Sarevok ist offline  
Alt 05.04.2007, 05:11   #15 (permalink)
Interdimensionaler Zwölfender
 
Benutzerbild von Salzliebe
 
Registriert seit: 24.01.2007
Alter: 28
Beiträge: 546
Im Prinzip ist es mir nicht mehr allzu hauptsächlich, wo ich begraben werde. In letzter Zeit mache ich mir sogar häufiger die Gedanken, ob ich nicht sogar anonym irgendwo verbuttelt werde, denn so wie es momentan aussieht, habe ich keine Nachfolger, die sich ums Grab kümmern. Ich habe keine Kinder, werde höchstwahrscheinlich auch nie welche bekommen, Geschwister oder andere Familienangehörige habe ich keine, und wenn ich noch irgendwann mal einen Mann haben sollte, dann wird er sicherlich vor mir sterben.
Somit müßte ich letztendlich für mein eigenes Grab schonmal sorgen, das gut einige Tausend Euro kosten würde, da frage ich mich letztendlich, ist es das überhaupt wert? Ich hab eh nix davon, meine Nachzügler (die bis hierhin nicht in der Geschichte stehen) haben auch nichts davon.

Sollte ich doch mal Kinder haben, dann werden diese besseres zu tun haben, als ihr gutes Geld für eine extravagante Bestattung raus zu schmeißen. Meine Oma wollte damals auch eine Seebestattung, aber das war für uns auch nicht möglich. Und ich glaube, große spezielle Ansprüche kann man nach seinem Tod eh nicht mehr stellen. Dann kommt noch dazu, das man im Prinzip sowieso urplötzlich verstirbt und Angehörige eh keine Zeit für große Überlegungen mehr haben, was den nun mit dem Körper passieren soll. Ich weiß selber, wie hektisch das urplötzlich auf einen einbricht und man erstmal gar nicht weiß, man man als erstes tun soll, wenn jemand verstirbt.

Tja, ansonsten vielleicht änder ich meine Meinung mit den Jahren noch, wer weiß. Aber der momentane Stand sieht eben so aus, wie grad oben erwähnt.
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Wenn dir alle Stricke reißen, bleibt dir immer noch der Galgenhumor...
Salzliebe ist offline  
Alt 05.04.2007, 05:17   #16 (permalink)
Interdimensionaler Zwölfender
 
Benutzerbild von Salzliebe
 
Registriert seit: 24.01.2007
Alter: 28
Beiträge: 546
Achso, ich hab was vergessen. Sollte ich vor meinen Eltern und meinem Opa sterben, dann komm ich natürlich als nächstes in unser Familiengrab, wo bis jetzt nur meine Oma liegt. Aber ich sehe es einfach mal so, daß ich wohl der Letzte sein werde, der von uns übrig bleibt
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Salzliebe ist offline  
Alt 05.04.2007, 10:02   #17 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Myrkwid
Alter: 47
Beiträge: 1.422
Sonnigen Morgen zusammen,

seit dem letzten Wochenende bin ich mehr und mehr überzeugt, dass auf Deutschlands Friedhöfen eine Art Fluch lastet. Da war ich nämlich mit meiner Mama (mal wieder) nach dem Grab meiner Großeltern sehen.
Es ist wie verhext. Meine Mutter fand das Aufheben, das hier bei uns um Gräber gemacht wird, eigentlich immer idiotisch und verlogen. Da wird beobachtet, getratscht, beurteilt, wer wie aufmerkasam seine Angehörigen bzw. deren Grab pflegt und betüttelt. Am Sonntag jedenfalls hatte ich den starken Eindruck, dass meine Mutter sich gegen ihren erklärten Willen immer tiefer in diesen Strudel, diesen Kult um den Reihenhausvorgarten des Himmels (oder der Hölle?) ziehen lässt. Und mich mit zieht, weil sie langsam zu alt wird, um die Kraft dazu alleine aufzubringen.
"Mir ist das ja nicht sooo wichtig, aber was sagen die Nachbarn...man kennt uns doch...blablabla"
Es war gruselig und ich war extrem genervt, als ich nach Hause kam.

Die Konsequenz für mich: Friedwald oder beherzte Angehörige, die meine Asche heimlich von einem Berg herunterstreuen. Auf einem Friedhof begraben zu sein, empfinde ich nach jenem Sonntag als Akt der Geiselnahme und Sklaverei.
__________________
insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline  
Alt 05.04.2007, 10:59   #18 (permalink)
Erdentochter
 
Benutzerbild von Serena
 
Registriert seit: 01.02.2007
Ort: Bielefeld (aber eigentlich bin ich Schwabe)
Alter: 28
Beiträge: 124
Ich habe mir auch schon sehr oft Gedanken darüber gemacht, was mit meinem Körper passiert, wenn ich mal sterbe. Durch einen Todesfall in der Familie weiß ich, dass es ganz unerwartet, plötzlich und schnell soweit sein kann und darum möchte ich das geklärt wissen.
(Auch wenns hoffentlich noch lange ist bis dahin .)

Kürzlich habe ich versucht mit meinem Vater darüber zu sprechen.

Grundsätzlich möchte ich auf jeden Fall eingeäschert werden.

Ich möchte auf keinen Fall auf einem Friedhof liegen mit einem christlichen Holzkreuz über mir. Ich war erst kürzlich auf einer Beerdigung und fand es grauenvoll, wie oft und intensiv da vom christlichen Gott gesprochen würde. Das mag für denjenigen ok sein, aber ich will das nicht: Ich bin im Leben keine Christin, warum sollte man mich also nach meinem Tod so behandeln.
(Kurze Zwischenfrage: Wie ist das eigentlich, wenn man aus der Kirche ausgetreten ist???)

Friedwälder finde ich auch nicht schlecht, aber eigentlich möchte ich meine Asche am liebsten dem Wind oder einem Fluss anheim gegeben wissen.
Ein Problem: Der Friedhofszwang in Deutschland.
Mit einigem Aufwand lässt sich der zum Glück umgehen: Wie man den Friedhofszwang für Totenasche unterlaufen kann Aber hierfür braucht man auch jemanden, der bereit ist, diesen Aufwand auch wirklich auf sich zu nehmen, jemanden, dem man diesen letzten Willen im Vertrauen in die Hände legen kann, denn in einem offiziellen Testament darf er ja nicht vorkommen. Also ein (geheimes) Zweittestament für eine Person des Vertrauens.
Eigentlich sehr traurig, dass man solche "Spielchen" treiben muss, um seinen letzten Willen erfüllt zu bekommen.

Allerdings war mein Vater dann in dem Gespräch der Meinung, dass es doch viel weniger wichtig sein, wie man selbst bestattet sei, als wie es die Angehörigen sich vorstellen, weil das ein sehr wichtiger Teil des Umgangs mit der Trauer ist. Da kann ich ihm natürlich nicht widersprechen.
Es wäre sehr schön, wenn man für sich _und_ die Hinterbliebenen eine akzeptable Lösung findet.

Ein schöner Gedanke ist z. B. folgender: Ich pflanze noch zu Lebzeiten einen Baum, hege und pflege ihn und habe eine starke Verbindung zu ihm. Irgendwann wird der Baum für meine Hinterbliebenen zu einem Anlaufpunkt. Dort können sie um mich trauern, obwohl meine Asche im Wind verstreut wurde. Das ist leider in der heutigen Zeit mit den vielen Umzügen usw. nicht so leicht möglich. (Aber andererseits ... wie viele Menschen leben hunderte von Kilometern von den Gräbern ihrer Lieben weg.)


(Seebestattungen sind, meines Wissens, in Deutschland nur dann möglich, wenn sich für den Verstorbenen ein sehr starker Bezug zum Meer nachweisen lässt (z. B. Seeleute).)
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Wieder auf uralten Pfaden zu wandeln,
Wieder Deiner Schönheit gewahr zu werden, Mutter Erde
An jedem Tag unter Deinen Gestirnen,
Ist eine Freude, größer, als ich sie mir jemals erträumt habe.
Es ist ein Taumel aus Glück und Staunen über Deine Schönheit und Wunder.


Meine Autorenhomepage: www[punkt]tanjamaier[punkt]de

Geändert von Serena (05.04.2007 um 11:05 Uhr)
Serena ist offline  
Alt 05.04.2007, 11:54   #19 (permalink)
Nornenfadenzieher
 
Benutzerbild von Thorchen
 
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 72
hier mal eine besondere Variante:
CBC.ca Arts - Stones guitarist Richards claims he snorted Dad's ashes

ziemlich krass, but it's Rocks
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Aristoteles
Thorchen ist offline  
Alt 05.04.2007, 12:13   #20 (permalink)
Erdentochter
 
Benutzerbild von Serena
 
Registriert seit: 01.02.2007
Ort: Bielefeld (aber eigentlich bin ich Schwabe)
Alter: 28
Beiträge: 124
Echt makaber, wenn's wahr ist ...
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Serena ist offline  
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