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| Sitten und Bräuche Hier könnt Ihr über die Sitten und Bräuche unserer Altvorderen diskutieren. Wie können diese ins heutige Leben integriert werden? Welchen Sinn hatten und haben diese? |
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| | #23 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 20.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 2.370
| mal was zum verstreuen der asche... natürlich ist das in deutschland illegal und ich will damit auch niemanden anstiften es ist nur so, daß mir bei der bestattung meiner mama (friedwald) die urne mit ihrer asche in die hand gedrückt wurde. diese brachte ich selbst in den wald, zu dem baum. auch die bestattung als solche haben mein mann und ich allein gemacht - der förster blieb weit entfernt am weg stehen und konnte nicht einsehen, was wir gemacht haben. will sagen: wir hätten ohne weiteres die asche meiner mutter umfüllen können (zumal wir einen großen rucksack dabei hatten), es hätte wirklich niemand mitbekommen. ich für meinen teil hätte das nicht gekonnt und nicht gewollt, aber die möglichkeit war definitiv gegeben... |
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| | #24 (permalink) |
| Amalas Wikinger Registriert seit: 21.01.2007 Ort: im blanken Loch Alter: 37
Beiträge: 322
| Ich empfinde Bestattungen als wichtigen Teil eines Abschiedsprozesses. Deshalb sage ich JA, die Hülle ist genau dazu noch gut. Denn es ist für viele Angehörige wichtig zuletzt noch einmal Zuneigung zu zeigen und sei es nur, wenn man bei einer Bestattung noch einmal die Lieblingsblumen ablegt. Wenn es soweit ist, will ich verbrannt werden und dann auf schlichte Art bestattet werden. Kein Redner, der mich nicht kannte, keine Musik, die ich nicht mochte. Aber wer will, soll meine Urne anfassen dürfen. (Für die Menschen, für die es bis dahin noch nicht real ist, kann es durch die Berührung real werden.) Dort darf und soll getrauert und geweint werden und dann muss es aber gut sein, denn mein Tod ist auch ein Anfang und ein Aufbruch. Danach will ich auf keinen Fall, dass jemand zu meiner Grabstelle kommen MUSS. *brrrr* Dort liegt nur das, was in den Kreislauf der Natur zurückkehren soll. Klar, kann aus einer Urne nichts heraus, aber vielleicht verschüttet man ja zufällig etwas von meiner Asche Als wichtig empfinde ich nur, dass meine Hülle einem Baum oder einem Ort zugute kommt, den ich selbst ausgesucht und für sympathisch befunden habe. Von meinen Hinterbliebenen soll sich keiner gezwungen sehen dorthin zu kommen, denn dort bin ich nicht mehr. Meine Hülle verrottet auch ohne Zuschauer oder Besucher Auch will ich, dass meine Grabstelle nur solange erhalten bleibt, wie gesetzlich notwendig oder vorgeschrieben, denn ich will allen, die nach mir kommen auch keine Kosten verursachen. Die, die mit meinem Tod verdient haben, haben ihren Teil dann nämlich schon gehabt Ein Friedwald ist also für mich eine optimale Sache. Und ein Holzkreuz oder dergleichen würde ich auch nicht wollen, wodurch "normale" Friedhöfe nicht so meine Wahl für die Bestattung meiner Hülle wären. Das alles habe ich schon in meinem Testament verfügt, wodurch ich mir da mal keine Sorgen mehr machen muss. der lebenslustige Haigal
__________________ Von Insel zu Insel steuernd jeden Tag eine neue Welt entdecken und nun endlich angekommen. |
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| | #26 (permalink) |
| Streunerin Registriert seit: 28.02.2007 Ort: Nähe Hagen
Beiträge: 221
| Hmm... im Grunde kann es mir egal sein was nach meinem ableben mit meinem Körper passiert. Ich wohne ja dann nicht mehr in ihm. Wünschen würde ich mir allerdings das meine Asche entweder verstreut wird ( falls möglich und gesetzlich erlaubt) oder das ich in einem Friedwald beigesetzt werde. Am liebsten wäre mir jedoch das mein Körper eine letzte Ruhestätte bekommt die meine Angehörigen nicht belastet und zu sehr in Anspruch nimmt. Ich möchte auf keinen Fall das meine Familie sich dazu verpflichet fühlt mal mein Grab zu pflegen. |
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| | #27 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.029
| Ich hab das so ähnlich wie Haigal in mein Testament geschrieben. Ob meine Asche dann anonym oder in einer Grabstätte beigesetzt wird, ist mir egal. Das müssen meine Nachkommen entscheiden. Sie brauchen vielleicht einen Platz zum Gedenken - oder nicht. Auf Grabstätten stehen nicht von allein Holzkreuze - nur wenn die Nachkommen eins aufstellen wollen - das müsst ihr dann schon mit euren Kindern und Enkeln regeln.... Trauerfeier und Reden ist nicht vorgeschrieben - kann so gemacht werden, wie ihr das wollt. In unserem Bekanntenkreis gabs meist Live Musik in der Trauerhalle oder am Grab - entweder vom Chor, wenn der Verstorbene in einem solchen Mitglied war, oder auch von Freunden, die eins der Lieblingslieder des Verstorbenen sangen und spielten....
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. |
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| | #28 (permalink) |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 25.01.2007 Ort: He Sapa - the heart of everything that is
Beiträge: 7
| Meine beerdigung [verbrennung] ist im voraus bezahlt damits auf keinem haengenbleibt. Die asche wird auf dem land wo ich lebe zerstreut. Ist erlaubt. Das land [Lakota land] ist in einem "living trust" und geht zur zeit meines todes durch meine beste seelen freundin als "successor trustee" direkt an die Lakota organization die sie leitet, und damit an ihr volk, zurueck. Ich tue nichts auf "meinem" land ohne einstimmung der Lakota, denen es gehoert. Lakota elders und spiritual leaders die ich kenne, gaben mir erlaubnis fuer die asche zerstreuung - die asche meiner mutter [die in Deutschland lebte, aber hier starb] ist auch hier zerstreut. Verbrennung ist nicht Lakota sitte, deshalb musste ich mich mit meinen freunden arrangieren. Es ist aber Lakota way die wuensche von menschen ausserhalb ihrer kultur zu respektieren. Auf eine feier oder "gottesdienst" leg ich keinen wert. Aber meine freunde werden es nach ihrer kultur behandeln, was eine art ceremony-honoring fuer mich sein wird, wie es fuer alle ist, die in die spirit world ueberkreuzen. Ueber viele jahre bin ich tief in diesem heiligen land hier verwurzelt und mit den menschen des landes verbunden. Das land ist voll von Lakota spirits, ueberall sind sie! Ich weiss ich darf einmal mit ihnen sein auf der anderen seit, anderswelt bei den alten germanischen voelkern[?] Viele meiner freunde, alles traditionals, moechten ein scaffold begraebnis haben. So beerdigten viele plains indianer voelker ihre toten frueher, der koerper eng in bueffelfelle oder andere tierfelle eingeschnuert und in einen baum oder platform aus aesten gelegt. Aber das erlaubt ihnen die amerikanische regierung nicht. Natuerlich kenne ich nicht die gesetze in Deutschland, z.b. dass asche zerstreuen verboten ist. Und von friedwaeldern hoer ich hier das erste mal! Aber die idee gefaellt mir sehr gut! Es war schwer fuer meine verwandten in Deutschland zu akzeptieren dass ich nicht den koerper meiner mutter nach Deutschland zurueckflog fuer beerdigung, weil es daher fuer sie kein closure/abschid gab wie sie erwartet hatten. Meine freunde erlaubten mir gerne die zerstreuung ihrer asche, denn sie war eine freundin ihres volkes. bdh[boondockheretic] |
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| | #29 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 04.05.2007 Ort: Sauerland Alter: 35
Beiträge: 36
| Ich wünsche mir eine Seebestattung, dies ist auch ohne Seefahrer Hintergrund möglich man wird aber vorher verbrannt. Alternativ könnte man sich auch in Holland einäschern lassen dort bekommt man die Urne mit. |
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| | #30 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 86
| Nabend, ganz ehrlich habe ich auch schon darüber nachgedacht,was ist denn ich mal tot bin?Erst letztens habe ich mit erlebt wie jemand dem es am Freitag noch brilliant ging,am Sonntag schon nicht mehr unter uns weilte... .Meine Mutter sucht nie das Grab ihrer Mutter auf,warum genau weiß ich nicht aber ein Grund ist aufjedenfall das der Friedhof weit weg ist,deswegen ist es mir "egal" wo mein Körper nach meinem Tod liegt,ich hatte nur überlegt ob ich mich vielleicht verbrennen lassen soll,wenn es denn nicht zu teuer ist.Aber in der Hoffnung das ich noch lang Zeit habe bis ich versterbe,habe ich den Gedanken weggeschoben,aber ich lege das einfach für den Moment in die Hände meiner Familie,sollte diese vor mir versterben oder wir uns nach meinem volljährigwerden aus den Augen verlieren,werde ich noch einmal darüber nachdenken,aber solang meine Eltern in meinem Umfeld sind,überlasse ich es ihnen,damit sie vielleicht zumindestens einen toten aus der Familie in der nähe begraben wissen. MFG Misaria
__________________ Kauft ein Mann an einem tag 5, am nächsten Tag 10 und darauf den Tag 50 Mottenkugeln. Fragt ihn der Verkäufer, wofür. Antwortet der Mann: Die Motten sind so schwer zu treffen... |
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| | #31 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 30.12.2007 Ort: Oberösterreich Alter: 27
Beiträge: 56
| ich würd gern bei nen Ahornbaum begraben werdfen da dies mein Kraftbaum ist, oder wenn es geht würd ich gern meinen Körper der Medizin zugute kommen lassen, wenn damit anderen geholfen werden kann |
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| | #32 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 01.09.2008 Ort: Nürnberg Alter: 37
Beiträge: 38
| Mir ist es egal was man mit meinem Körper macht wenn ich die Hufe gerissen habe. Ich brauche niemanden der zu meinen Grab pilgert und meiner gedenkt. Meine Mitmenschen sollten sich lieber um mich kümmern solange ich noch atme. ![]() Meine Eltern (Jahrgand 1934 und 1936) halten auch nichts vor "Grabbesuchen" deshalb haben sie testamentarisch verfasst das sie eingeäschert und anonym auf einer unmarkierten (aber zu diesem Zweck gedachten) Wiese begraben werden. Finde ich gut so und würds auch machen, aber da ich keine Nachkommen habe und voraussichtlich auch nicht haben werde soll sich jemand darum kümmern der dafür zuständig ist, wenn es so weit ist. Mir tun alte Leute einfach nur leid die sich mühsam ihre Bestattungskosten vom Mund absparen nur um "würdig" begraben zu werden. Das Geld sollten sie lieber in was investieren wovon sie zu Lebzeiten was haben. Aber wie gesagt ich bin da elterlich geprägt. |
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| | #33 (permalink) |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Hm...... ich glaube die ganze Sache mit Begräbnis und Grab ist eher für die Hinterbliebenen. Sie können beim Begräbnis Abschied nehmen und haben mit dem Grab einen Ort an dem sie während der Trauerzeit das Gefühl haben, dem Toten nahe sein zu können, die Verbindung nicht ganz abbrechen zu lassen von jetzt auf gleich. Für mich, als Toten, ist es wirklich wurst was meine Hinterbliebenen mit meiner Hülle machen. Ich bin eh nicht mehr da. Wenn es ihnen also wichtig ist sie in einer bestimmten Art und Weise zu beerdigen ist mir das recht. Mir ist auch egal welchen religösen oder sonstigen Ritus sie dazu verwenden. Es ist für sie, nicht für mich. Und solange meine Hülle auf die ein oder andere Art und Weise Gaia zurückgegeben wird bin ich mit allem einverstanden. Liebe Grüße Wölfin |
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| | #34 (permalink) |
| Sucherin - Finderin Registriert seit: 07.10.2007 Ort: Hennef (Rheinland) Alter: 44
Beiträge: 55
| Ich bin auch für Friedwald - schon allein, weil dann für evtl. Angehörige der ganze Pflegeaufwand entfällt (sowas kann auch ins Geld und in die Zeit reissen). Denke, es ist wichtiger, dass man sich an die Leute erinnert und nicht unbedingt wo und wie sie begraben sind. Das Grab meiner Oma, die mir sehr wichtig war, ist zu weit weg, als dass ich öfters hin könnte. Ich habe ein Foto von ihrem Grabstein und das hängt bei mir in der Ahnenecke. Und wenn es an ihrem Geburts- und Todestag oder zu sonstigen Gelegenheiten Zwiesprache und Likör gibt, dann passiert das eben vor dem Foto (hängen auch Fotos von ihr dabei). Man kann auch eine Blume vom Grab mitnehmen und diese trocknen. Bei den Wikingern war es auch üblich, Bautasteine zu setzen, für Männer (Frauen waren ja eher selten auf grosser Fahrt), die in fernen Landen gefallen sind. Da stand halt dann der Stein in Skandinavien mit dem Text: Dieser Stein ist für xxx, er fiel im fernen Byzanz (oder so ähnlich). Kurz gefasst, das ganze Brimborium mit sauteurem Grabstein und aufwendiger Grabpflege finde ich ziemlich übertrieben. Aber Schein ist hierzulande ja oft wichtiger als Sein.
__________________ ________________ In Goddess we trust! |
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| | #35 (permalink) |
| Sucherin - Finderin Registriert seit: 07.10.2007 Ort: Hennef (Rheinland) Alter: 44
Beiträge: 55
| oh, nochwas - das Grab an sich oder Feuer- oder Erdbestattung ist mir nicht so wichtig - aber das was ich mitkriege!!! Ich will auf alle Fälle mein Ritualgewand (mit Mantel), ordentliche Schuhe und zwei oder drei spezielle Schmuckstücke, ein Messer, Met oder Wein und was zu essen dabei!!! Also eine klassische heidnische Bestattung, denn der Weg nach dem Tod (egal wo er nun hinführt) kann weit sein. Schaut Euch die Gräber an, in allen Kulturen vor dem Christentum bekamen die Toten was mit. Manche mehr, manche weniger, aber für was zu essen hats eigentlich immer gereicht. Und jetzt stellt Euch vor, Ihr wacht im Jenseits auf und habt nix dabei ausser einem dünnen Leichenhemdchen aus Polyester. Na Mahlzeit. Ach ja, und meine Oma bekommt auch immer was von diesem Totengeld verbrannt, was in der asiatischen Kultur verwendet wird und in asiatischen Lebensmittelläden verkauft wird. Diese Banknoten der Himmel- und Höllenbank (man geht da auf Nr. Sicher, egal wo die liebe Verwandschaft nun gelandet ist). :-) Die Banknoten sind zwar aus einem anderen Kulturkreis aber das Konzept find ich sehr heidnisch. Ich hoffe mal, wenn ich tot bin, macht jemand das gleiche für mich (Schnaps und Totengeld meine ich).
__________________ ________________ In Goddess we trust! |
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| | #36 (permalink) |
| Tita Merula Corleone Registriert seit: 10.10.2008 Ort: Landkreis Ansbach Alter: 41
Beiträge: 39
| Also ja, jetzt wird ja sogar bei uns Lkr. Ansbach, in Ansbach, über die Friedwaldanlegung beraten. So einen darf es nämlich in einem Ort nur geben, wenn ein christlicher Friedhof da ist. Dazu kommt, dass die Kirche die Idee mit dem Friedwald wohl recht "werbewirksam" findet und sich die neu anzulegenden Friedwälder gern als christliche Gottesacker untern Nagel reissen möchte... soweit ich weiß. Trotzdem wär mir so ein Friedwald am liebsten. Zuerst halt in Feuer auf gehen. Was möchte ich dabei haben? Den Ring, der mich an meine Göttin bindet. Mein erstes und damit auch mein höchstprivates Runenfuthark. ... mein Amulett mit meiner "Heimat" drin. ....ähem, und wenns geht meine Kuscheldecke. Das sind einfach Dinge, die nur mit mir in Zusammenhang stehen und für niemanden nach mir geeignet wären. Deshalb nehme ich sie lieber mit. Wobei, was mir am wichtigsten ist, ist sowieso Bestandteil meiner Seele. Aber ich möchte auf gar keinen Fall eine christliche Bestattung!!!!! Soweit soklar Tita |
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| | #37 (permalink) |
| Asen- und Vanentreuer MOD Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Im Lande Widukinds Alter: 33
Beiträge: 358
| Seid gegrüßt Ihr Lieben! Da niemand von uns "Lebenden" sagen kann, in welchem Bewusstsein wir unsere Beerdigung mitbekommen, ist mir die entsprechende Trauerfeier nicht egal. Dies hat "Haigal" auch schon schön geschrieben. Ich will auch auf keinen Fall einen Redner haben, der mich nicht kannte. Das größte Greul für mich wäre es, wenn eine Rede aus einem religiösen Kontex vorgetragen werden würde, die nicht im entferntesten mit meinem "Weltbild" konform geht. Sprich, einem momotheistischem "Geistlichen". Auch einen Musikwunsch habe ich meiner Liebsten schon mitgeteilt ![]() Den Göttern zum Gruße Germane
__________________ Das einzig Beständige ist der Wandel! |
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| | #38 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 09.03.2007 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 47
| Ich habe meine Beerdigung bereits fest in Auftrag gegeben ![]() Hintergrund ist der: Als ich 27 Jahre alt war, bekam ich eines Abends einen Anruf: "Ihr Großvater ist grad verstorben. Was sollen wir denn mit seinem Leichnam machen?" Ich wäre bald hintenüber gekippt. Also habe ich aus 400 km Entfernung die Beerdigung organisiert, bin hingefahren und in der Trauerfeier waren wir gerade 3 Personen! Erst dacht ich, es kommt überhaupt keiner und ich müßte ihn allein unter die Erde bringen ![]() Da ich selbst keine Kinder habe, möchte ich nicht, daß es meiner Nicht oder meinem Neffen auch mal so ergeht, und so habe ich einen festen Vertrag vereinbart mit einem Seebestattungsunternehmen. Kostet gar nicht viel. War auch total komisch! Ich kam da an an einem irre heißen Sommertag, der Kapitän in weiß gekleidet, entschuldigt sich: "Entschuldigung, daß ich so leger gekleidet bin." Ich sage: "Oh, das macht doch nichts. Ich wollte nicht heute schon in die Kiste hüpfen oder wollen sie mich gleich heute über Bord schmeißen?" Komisch war es jedoch, daß man mit der Unterschrift genehmigen mußte, daß der später mal meine Leiche transportieren darf.... |
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| | #39 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.029
| Du bist noch relativ jung......was ist, wenn der vor dir stirbt oder sein Unternehmen pleite geht, so lange du noch fröhlich weiter lebst? Ich meine, weil sich das so nach einem persönlichen Vertrag anhört.....
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. |
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| | #40 (permalink) |
| Sucherin - Finderin Registriert seit: 07.10.2007 Ort: Hennef (Rheinland) Alter: 44
Beiträge: 55
| Hm, da steht was von "Vertrag". Das muss ja nicht heissen, dass jetzt gleich alles gezahlt werden muss. Vielleicht eine Anzahlung? Die vielleicht sogar verzinst wird und das auf die endgültigen Kosten angerechnet? Immerhin kann das ja (hoffentlich) Jahrzehnte dauern, bis die Leistung angefordert wird. Das mit dem "pleite gehen" ist so eine Sache. Kann Dir ja bei jedem Unternehmen passieren, mit dem Du einen längerfristigen Vertrag abmachst. Wäre aber schon interessant, die einzelnen Modalitäten zu wissen. Grad wenn`s einem nicht egal ist, WIE es nach dem Tod mit dem eigenen Körper weitergeht. An ausgefalleneren Sachen wäre da übrigens noch die Diamanten aus Totenasche. Dabei wird nach der Einäscherung die Asche unter hohem Druck verfestigt und so ein oder mehrere künstliche Diamanten hergestellt. Die kann man sich dann in ein Schmuckstück fassen lassen oder auch z.B. auf mehrere Kinder/Verwandet aufteilen. Gerade wenn die Nachkommen weit verstreut wohnen vielleicht gar nicht so schlecht. Hier ein Link dazu: Christ-All Bestattungen in Berlin - Diamantbestattungen, Diamantbestattung, Diamant, Bestattung, Algordanza, Erinnerungsdiamant, Diamanten, Erinnerungsdiamanten, Asche, Lifegem, Juwel, Schmuck, individuell, Rene, Andree, Schweiz, Holland, Niederlande Auf den ersten Blick fand ich die Idee eigentlich ganz gut - in einem Forum habe ich allerdings die Frage gelesen, ob evtl. die Seele dann nicht für die "Lebenszeit" des Diamanten darin gefangen sein könnte.... Ups. Nicht auszuschliessen... falls sie sich bei der Einäscherung nicht davonmacht... die Vorstellung, Aonen in einem CO2 Gitter gefangen zu sein... dann doch lieber Friedwald!!
__________________ ________________ In Goddess we trust! |
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