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| Weltenreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: NRW Alter: 43
Beiträge: 601
| Die Lütte Den ganzen Tag schon ist sie traurig. Sie sitzt im Hintergrund, ihre Puppe in dem Armen, als wolle sie sich hinter ihr verstecken, und schaut mich aus großen, blauen Augen an. Schon eine ganze Weile versuche ich, ihre Trauer nicht wahrzunehmen, weiterzumachen, was ich machen muss. Weil ich meine, doch keine Zeit zu haben, sie zu trösten und ihr zuzuhören. Beharrlich, nicht ignorierbar hält mich ihr Blick gefangen, greift mit engem Druck an meine Kehle. Ich versuch’ es ihr zu erklären: Ich muss los, die Termine, keine Zeit. Stumm schaut sie mir weiter zu. Ich setze mich, rufe sie zu mir: “Komm Lütte, einen Moment habe ich Zeit.“ Da rennt sie herbei, umgreift mich mit ihrer ganzen Kraft und schluchzt mit meiner Kehle. Und weint und weint und weint. Lange sitzen wir beide so da, wir brauchen keine Worte. Wir wissen. Endlich sind die Tränen leer, auch wenn die Trauer anhält. Ich wische ihr ihr kleines Gesicht trocken, küsse ihre Wangen und streiche ihr die Haare aus dem Gesicht. Ich frage sie: „Was kann ich tun?“ Sie sagt: „Vergiss mich nicht, halt' an, wenn ich weinen muss, schreib' meine Geschichte auf, erinner' mich an die guten Zeiten. Und, egal wo Du hingehst, nimm mich mit!“ Ich frage:“ Was machst DU besonders gern?“ Sie sagt: „Spielen, Tanzen, Schmusen, Träumen.“ Ich verspreche ihr, am Nachmittag mit ihr und dem Hund spazieren zu gehen. Da springt sie auf, dreht sich um sich selbst und klatscht in die Hände. Lange habe ich meine Augen nicht mehr so leuchten sehen. Geändert von Sîdhwen (20.02.2007 um 21:20 Uhr) |
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