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Alt 18.02.2007, 10:37   #1 (permalink)
Weltenreisende
 
Benutzerbild von Sîdhwen
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: NRW
Alter: 43
Beiträge: 601
Geborgenheit?

Rastlos suchend
gehe ich von Arm zu Arm.
Nirgendwo ich bleiben darf,
weil die Umarmung nicht gibt,
was meine Seele bedarf.

Erfolglos forschend
geh’ ich einsam durch die Welt.
Nicht in Geschriebenen oder Gesagtem,
nicht in Worten oder Taten
fin ich Freiden der mich hält.

Es ist vorbei
nicht nachzuholen ist der Unterlass.
Was mir als Kind versagt geblieben
reißt unauffüllbare Lücken,
so ohne Boden ist das Fass

Man sagt mir:
Freigeben musst Du diese Gefühle!
Doch fruchtlos sind meine Versuche,
sie hinaus zu lassen in die Welt,
zurück bleibt nur verächtlich Kühle.

Sie sitzen fest,
in meinem Körper und verhindern,
dass ich mit dem, was mich umgibt
den Menschen, Wesen und der Liebe
mich kann verbinden.

Kein Adressat
ist mehr zu finden für die Klage,
für Bitten, Tränen, Schmerz
Laulos verhallen meine Fragen
hängt fest der Schrei in meinem Herz.

Ich hört’
“Lass tragen Dich von Mutter Erde,
vom Vater Himmel nimm die Hut,
von der Natur nimm Dir die Lehren
dann wird’s im Innern wieder gut.

Mein Geist
verstehet gut diese Gedanken
und in Momenten - kurz - auch das Gefühl.
Doch oft kann ich es nicht empfinden,
die Seel’ verharrt in dem Gewühl.

Zum ersten Mal
beschreib’ ich diese Wünsche,
hab’ als Erwachsene mich nie getraut:
Ich möchte schlafen in des Vaters Armen,
mich geborgen fühlen und vertraut.





(Holprig und nicht schön, aber "gefühlsecht"
Sîdhwen ist offline  
Alt 18.02.2007, 14:24   #2 (permalink)
nado em antecipação
 
Benutzerbild von Ritchi der Poet
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Bülach beim Flughafen Kloten
Beiträge: 497
Lächeln

Schau bei Douval einmal das Kapitel über Gedankenstille durch.
Deine Gedanken sind wie wilde scheue Rosse. Kaum beruhigt reicht eine Mücke um sie in Panik zu versetzen.
Wie willst du die Gedanken je ordnen können, wenn sie sich nicht beruhigen?
Tief in deinem Inneren von dir sitzt ein kleines verletztes, verängstigtes und verunsichertes Mädchen, das sehnlichst darauf wartet von der grossen Schwester tröstend in den Arm genommen zu werden...... und beide sind du.
Da der Schlüssel in dir verborgen liegt, kannst auch nur du selber ihn ergreifen.

Auch der kleine Junge in mir brauchte die Kraft des grossen Bruders. Heute spielt der kleine Junge unbeschwert und der grosse Bruder wacht über ihn......

Was ich fast vernachlässigt hätte (schäm)
du kannst deine inneren Bilder wunderbar beschreiben
__________________
DIn necessariis unitas, in dubiis libertas,in omnibus caritas - In den nötigen Dingen, Einigkeit, in den zweifelhaften Freiheit, in allem Nächstenliebe
Homo sum. Humani nil a me alienum puto - ich bin ein Mensch. Nichts Menschliches ist mir fremd
Si vis amari, ama! Liebe, wenn du geliebt werden willst!

Geändert von Ritchi der Poet (18.02.2007 um 14:49 Uhr)
Ritchi der Poet ist offline  
Alt 18.02.2007, 23:19   #3 (permalink)
die Seelenreisende
 
Benutzerbild von Brigida
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: am Fuße der schwäbischen Alb
Alter: 49
Beiträge: 79
Hallo schwarze Wölfin,

ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Man ist Gefangener seiner selbst und vielleicht das schreckliche Wissen, dass kein Mensch diese Sehnsucht füllen kann. Ich hofffe, es richtig zu sehen.
Ich wünsche dir einfach Mut deine Sehnsucht anzuschauen und sie gut zu heißen. Vielleicht will sie dich führen in innere Räume, die noch unentdeckt sind.
Wünsche dir viel Vertrauen
Brigida
__________________
Draußen ist, was ich drinnen lebe,
und hier und dort ist alles grenzenlos
Rilke
Brigida ist offline  
Alt 19.02.2007, 00:42   #4 (permalink)
Celta Schamagierin
 
Benutzerbild von Dana
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Bruchsal
Alter: 38
Beiträge: 503
Hallo Wölfin,

Ich wünsch dir jetzt einfach mal,
im Geiste wieder ganz jung zu werden.
Das Alter ist nur eine Illusion,
die dir die andern wollen glauben machen.
Denn all die Lücken kannst du füllen,
wenn einfach wieder nur ein Kind du wirst.
Das ist der natürliche Zustand.

Der Frieden, den du suchst,
den kenn ich nur als blankes Gottvertrauen.
Wenn hingibst dich der göttlichen Macht,
dann sinkst ein in eine Welt von Urvertrauen,
Wie ein Kind, in der Mutter göttlichem Schoße.
Und dann wird jede Umarmung ein wunderbar Erlebnis sein,
weil sie nehmend keine Lücke mehr füllen muss,
sondern weil sie nur noch geben will.

Liebe Grüße

Dana
Dana ist offline  
Alt 19.02.2007, 00:48   #5 (permalink)
Im siebten Himmel ;-)
 
Benutzerbild von die freie Frau
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Basel, CH
Alter: 42
Beiträge: 902
Das hast Du wundervoll beschrieben Dana

Wölfin, Du hast mein vollstes Mitgefühl und ich wünsche Dir alles Liebe und Gute

E liebs Nachtgriessli vo dr medusa
__________________
Das Glück für den Menschen liegt in der Liebe zum Leben.

Erich Fromm



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die freie Frau ist offline  
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