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| | #1 (permalink) |
| Weltenreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: NRW Alter: 43
Beiträge: 601
| Sehnsucht Ich wäre so gerne, wie ich einst war. Früher - früher war ich anders - irgendwie transparent. Ich war so leicht, so offen, so durchlässig, dass ich wie ein flüssiges oder gasförmiges Wesen glücklich durch die Wogen des Lebens glitt. Vieles ging an mir vorbei, einiges durch mich hindurch und wieder anderes nahm ich aus dem mich umgebenden Lebensstrom auf, um mit ihm zu verschmelzen - es zu einem Teil von mir zu machen. Und so wuchs und reifte ich... Aber es geschah etwas, irgendetwas geschah mit mir. Ich verlor an Transparenz und Durchlässigkeit. Ich kann mir nicht erinnern, was es war. War es ein großes, heftiges Ereignis, oder war es die unablässige Abfolge von Kleinigkeiten? Oft versuche ich verzweifelt, mich zu erinnern. Was war es nur, das meine offene, gasförmige Oberfläche erstarren ließ? Wie kam es dazu, dass mein fluktuierender Kern heute umgeben ist von einer unüberwindlichen Schicht aus Wänden, Panzern, Mauern, Polstern? Wie kommt es, dass diese Schicht trotz all meiner Bemühungen, immer noch zu wachsen scheint und immer dicker wird? Und mit dieser Schicht wächst auch die Angst vor der Welt da draußen. Dieser wogende Strom des Lebens, in dem ich mich früher so selbstverständlich treiben ließ, er wirkt jetzt wie ein tosendes Meer auf mich und ich fühle mich wie ein Fremdkörper in ihm, an dem es wütend zerrt und rüttelt. Ich möchte zu gerne diese dicke Schicht um meinen fluktuierenden Kern abbauen, möchte, wieder eins mit mir und dem Leben, frei dahingleiten. Aber ich weiß nicht wie; Weiß nicht, wie ich die Furcht vor dem tosenden, zerstörenden Lebensmeer überwinden soll. Diese Furcht hält mich gefangen. Und sie wächst mit jeder Sekunde, die ich zögere. Ich bemerke, dass dort andere sind. Andere, die mir ihre helfende Hand reichen wollen - manchmal spüre ich sie; und dennoch wage ich es nicht, ihre dargebotene Hand zu ergreifen - die Zweifel haben mich zu fest im Griff: „All die Liebe, Zuneigung und Hilfe... das ist nicht für Dich... die meinen es anders, Du verstehst es nur nicht... Du bist das nicht wert, nicht ohne Gegenleistung.“ Und so bleibe ich hier in meinem Panzer, erstarrt und träume von den fluktuierenden, transparenten, durchlässigen Zeiten. |
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| nado em antecipação Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Bülach beim Flughafen Kloten
Beiträge: 497
| Lauf, renne oh Wölfin. Hinweg von den schreienden Jägern, die dich aengstigen. Hinfort von den droehnenden Jagdhoernern, die von Tod kuenden. Dein Wolfsrudel wartet sehnsüchtig auf dich. Hörst du ihr Klagendes Rufen nicht? Lauf Wölfin, ohne dich umzusehen, deine Sippe harret deiner.... und ihre Heimstatt ist in dir. Sorry, liess mich von deinen Zeilen so mitreissen , ich kenne diesen Zustand der Ohnmacht nur zur Genüge. Ich geb dir Freki mit, er wird deine Schatten fressen, so sie nicht Ruhe geben
__________________ Homo sum. Humani nil a me alienum puto - ich bin ein Mensch. Nichts Menschliches ist mir fremd Si vis amari, ama! Liebe, wenn du geliebt werden willst! |
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| | #4 (permalink) |
| Weltenreisende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: NRW Alter: 43
Beiträge: 601
| Jetzt doch noch eine Art Antwort an Dich Ritchi, zusammen mit meinem Dank. Klickst Du hier |
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