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| Schamanismus Grundlegende Informationen und Diskussionen über Schamanismus und seine praktische Anwendung, seine Herkunft, wie man daran eilhaben kann... |
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| | #1 (permalink) |
| Reisende Registriert seit: 06.11.2008 Alter: 41
Beiträge: 97
| Mythologie der Anderswelt Ich möchte hier mal ein Thema zur Diskussion stellen, dass vielleicht vielen von euch zu selbstverständlich ist, als dass es bisher diskutiert worden wäre. Vielleicht ja doch - dann macht mich bitte auf den entsprechenden Thread aufmerksam. Was mich beschäftigt ist die Tatsache, dass sich mir die Anderswelt in mythologischer Hinsicht nicht einheitlich präsentiert. Wenn ich mir hier so die Rubriken durchlese, dann ist alles hübsch sortiert. Da gibt es die Anhänger der "nordischen Richtung", der keltischen, dann die ägyptische Fraktion und noch einige andere. Der Eindruck, der bei mir daraus erwächst ist der, dass sich den Anhängern der jeweiligen Richtung die "Anderswelt" oder "nicht alltägliche Wirklichkeit" entsprechend der gewählten Richtung präsentiert. Oder ist es umgekehrt? Die Anderswelt präsentiert sich in einer bestimmten mythologischen Gestalt und dementsprechend haben die einzelen ihre Richtung gewählt? Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich zum einen auf Lehrer/Lehrerinnen stoße, die bestimmte Archetypen repräsentieren, die sich mit nordischer oder keltischer Mythologie in Übereinstimmung präsentieren. Gleichzeitig kristallisiert sich aber ein Bezug zu Afrika (Kenia, Tansania) heraus (Bezug in der Oberen Welt), einer meiner Führer ist Schwarzafrikaner. Auch halten sich meine "Lehrer" oder Krafttiere nicht an die Ebenen, wie sie im "schamanischen Lehrbuch" stehen. (z.B. Harner oder auch Sandra Ingerman). Meine Krafttiere sind mir in der Mittleren Welt begegnet. Und das erste Wesen mit dem ich in der Unteren Welt verschmolzen bin, war kein Tier, sondern ein Baum. Auch meinem ersten Lehrer bin ich in der Unteren Welt begegnet. Hier also meine Frage: Wie ist das bei euch? Liegt diese mythologische Uneinheitlichkeit die ich als schamanisch Reisende erlebe daran, dass ich mich bisher keiner heidnischen Richtung einheitlich zugeordnet habe oder ist das üblicherweise so, dass man einem Sammelsurium begegnet??? Freue mich darauf eure Erfahrungen zu hören. |
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| | #2 (permalink) |
| gelernte Schmarrnahnin Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Berlin Alter: 47
Beiträge: 263
| ich habe die erfahrung gemacht, je mehr wissen in bezug auf andere länder, deren mythen, deren geschichten, deren symboliken, etc., umso mehr "durcheinander" in den reisen, die man macht, in bezug auf bestimmte "richtungen". das früher schamanInnen in ihrem ureigenen ethnologischen kosmos gereist sind, ist ganz normal, denn sie haben ja nur von dem gehört. waren schon als kind bei den ritualen, haben die märchen und schöpfungsmythen der eigenen kultur gehört und gelernt und landeten natürlich dann dort beim schamanisieren. unsere kultur ist allerdings so, daß wir schon als kinder mit anderen kulturen(auch wenns oft klischeeerzählungen sind) konfrontiert werden durch kinderbücher, fernsehsendungen, etc. entwickelt jetzt jemand dann auch noch extremes interesse an mythen aus aller welt, an geschichte, etc. und beginnt dann auch noch mehr darüber zu lesen, umso mehr möglichkeiten hat die nicht alltägliche wirklichkeit für sie/ihn. das ist auch nicht unbedingt leichter. denn ist man in einem bestimmten kulturellen kontext aufgewachsen, mit zuordnungen für symboliken etc. dann lassen sich diese beim reisen ja auch gut und eindeutig deuten. jemand, die allerdings ganz viele symboliken, geschichten, mythen etc. "im kopf hat", hat dann tatsächlich nicht so eindeutiges an antworten, weil mehr möglichkeiten bestehen ... das wird auch erst mit viel arbeiten besser durch erfahrungswerte, worauf man sich denn nun zumeist stützt. hoffe, das ist jetzt nicht zu kompliziert. wenn jetzt jemand aus unserer kultur tatsächlich nur - ich nenns mal so - ein bezugssystem hat.... vll. wirklich, weil sich die person so stark drauf eingestellt hat. wobei ich persönlich - ganz persönlich - das ein bissle bezweifle, weil man entkommt seinem unterbewußten nicht, und da ist halt mehr wie ein bezugssystem mittlerweile abgespeichert. selber kann ich dazu nix sagen, weil ich selber eben auch nicht ein einziges bezugssystem habe, was ich mir aufgrund der obig geschrieben erklärung deute. was mir aber auch noch nie wirklich zum problem wurde, außer hin und wieder auseinanderfrickeln, was denn jetzt gemeint ist... meistens komm ich aber drauf bzw. wirds mir hinterher klar, und ich kann diesen erfahrungswert es nächste mal nutzen. zum harnerschen betriebssystem .... tja, das ist ein anleitungssystem, an dem man sich lang hanteln kann. zum einsteigen. das ist kein dogma. wenn sich die geister an harner halten würden, tät ich ihnen aber nimmer vertrauen. *ggg* typisches beispiel.. lt. harner muß sich ein krafttier von verschiedenen seiten zeigen, damit es überhaupt das krafttier ist. in einem anderen forum hat ein schon etwas versierter schamanisierender erzählt, was sein krafttier auf diese aufforderung gemacht hat. es hat sich in einem busch versteckt und ihm den hintern gezeigt ... klare ansage, möchte ich meinen. grützli lucia
__________________ Designierte Shamharin und Förderin der Alten-Pfand-Religion |
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| | #3 (permalink) |
| Bragitru | Lucia, kann es dann auch sein, dass wenn man sich sehr viel und intensiv mit einer ausgedachten Mythologie beschäftigt, einem dann Götter und Wesen dieser nicht realen Mythologie begegnen? Ich denke da zb. an die Mythen und Wesen aus dem Herrn der Ringe, oder die zum Teil sehr detailiert ausgebauten Götterwelten in machen Fantasy-Rollenspielen. LG Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] |
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| | #4 (permalink) |
| gelernte Schmarrnahnin Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Berlin Alter: 47
Beiträge: 263
| ah ... das wird jetzt eine glatteispartie.... *ggg* ok - ich versuchs, meine höchstpersönliche meinung..... die gibts alle! die sind echt! nicht unbedingt unter den namen, wie wir sie da kennen lernen. da wandeln auch freya und odin, pan und artemis unter anderen namen drinne rum, in diesen teilen. diese spiel- und buchmythologien mit geistern, göttern, etc.... die wurden ja von höchst kreativen menschen geschaffen. kreative menschen haben immer einen zugriff, einen zugang zu den anderen wirklichkeiten. die aufklärung, die wissenschaft... mit denen haben wir die geister und götter bei der tür rausgejagt. durch fantasie und kreativität kommen sie in büchern, spielen, auch horrorfilmen und dergleichen mehr, durchs fenster wieder rein. oftmals verwandelt, oftmals zornig - aber da sind sie wieder! und ja, deswegen kann man mit ihnen arbeiten ... nur, obs brainfuck ist, oder "wirklich" stellt sich da genauso raus, wie bei leuten, die heute eben mit "thor" und "krafttier" arbeiten ... kommt außer wohlgefühl kein ergebnis isses mindfuck. von daher isses wurscht, ob man meint mit sauron zu arbeiten und in wirklichkeit ist das ein mittlerweile unbekannter gott - das ergebnis zählt. kein ergebnis, wärs auch wurscht, wenn man den namen dieses gottes kennen würde - es wär trotzdem brainfuck. ich hoff, ich konnt das in ein paar worten halbwegs erklären ... meine sicht, wohlgemerkt. die ich für recht stimmig halte, aber es muß net jeder teilen. grützli lucia
__________________ Designierte Shamharin und Förderin der Alten-Pfand-Religion |
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| | #5 (permalink) |
| Reisende Registriert seit: 06.11.2008 Alter: 41
Beiträge: 97
| Hallo Lucia, danke für die schnelle Antwort. "je mehr Wissen in Bezug auf andere Länder, deren Mythen, deren Geschichten, deren Symboliken, etc. desto mehr "durcheinander" in den Reisen, die man macht, in Bezug auf bestimmte Richtungen" Dann wundert es mich echt, warum sich mir Afrika in der Oberen Welt aufruft (Kilimandscharo). Ich habe absolut keinen Bezug zur afrikanischen Kultur, zum afrikanischem Tanz und keine Ahnung von der Mythologie. Ich war allerdings mit Anfang 20 mal in Kenia. (Als typische Konsumtouristin muss ich zugeben, habe da von der Kultur nicht viel mitbekommen) Sollte diese Reise so einen Eindruck gemacht haben, dass sie in meinem Unterbewusstsein noch wirkt? Vielleicht. Jedenfalls bin ich gespannt, was es da zu lernen gibt. liebe Grüße Leanne |
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| | #6 (permalink) |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Diese schwierige Glatteispartie hast wunderbar gemeistert, Lucia. Für mich persönlich würde ich die Fragen so beantworten: Die Geister/Spirits der NAW sind. Sie haben keine Körper oder Namen die ein menschlicher Verstand verstehen könnte. Die Anderswelt/NAW ist mit dem menschlichen Verstand nicht zu erfassen. Wie also macht sich ein Spirit beim Menschen verständlich? Wie kommuniziert er mit uns? Er nutzt die Bilder, die wir in unserem Verstand gespeichert haben. Diese Bilder kommen von überall her. Alles was wir sehen, lesen, erleben und wahrnehmen wird u.a. in Form von Bilder in unserem Gehirn gespeichert und kann abgerufen werden. Der Spirit bedient sich nun an diesem Vorrat von Bilder und versucht sich uns damit verständlich zu machen. So sind z.B. meine Spirits keine Tiere obwohl sie sich mir, zumindest am Anfang, in Tierform gezeigt haben. Sie nutzten diese Bilder um mir einen Zugang zu ihnen zu erleichtern. Inzwischen kenne ich ihr wahres Sein aber das ist eben nicht mit dem menschlichen Verstand zu verstehen und nicht mit menschlichen Worten zu kommunizieren. Je mehr wir uns mit Mythologien und Kulturen aller Welt beschäftigen, je mehr wie sehen, z.B. wenn wir andere Länder bereisen, umso mehr Bilder sammeln sich in unserem Gehirn an und so kann es durchaus vorkommen das wir Gestalten aus vielen Mythologien in der NAW begegnen. Wichtig ist, hinter die Hülle zu schauen und zu fragen was der Geist von uns möchte. Das gilt natürlich auch für Phantasiewesen. Lucia hat das so gut erklärt das ich mich ihrer Argumentation einfach anschließen möchte. Was Harner und Co. in ihren Büchern anbieten ist eines von vielen möglichen Anleitungssystemen. Das kann man nutzen, muss man aber nicht. Die eigene Erfahrung in der NAW zählt mehr als tausend Worte in tausend Büchern. Man darf nie vergessen dass Harner hier nur seine eigene Art zu Reisen und seine eigene Sichtweise über die NAW erzählt. Das mag ok für ihn sein aber wir müssen das nicht kritiklos übernehmen. Den eigenen Weg zu finden ist viel wichtiger als Buchwissen. Liebe Grüße Wölfin |
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| | #7 (permalink) | |
| Der QuantenOnkel (TM) Registriert seit: 27.01.2007 Ort: in der Materialisation des Möglichkeitsfeldes
Beiträge: 550
| Zitat:
![]() @Sterenwoelfin Hallo - Du weisst, dass wir öfters übers Reisen sprachen. Ich habs noch nicht wirklich hingekriegt (aus "KontrollAngst" ??)- will aber kurz in anderen Thread von einer Art "Reise" berichten.. LG Tagesfleiss
__________________ *** >> Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein << Nelson Mandela | |
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| | #8 (permalink) |
| Reisende Registriert seit: 06.11.2008 Alter: 41
Beiträge: 97
| Die Geister/Spirits der NAW sind. Sie haben keine Körper oder Namen die ein menschlicher Verstand verstehen könnte. Die Anderswelt/NAW ist mit dem menschlichen Verstand nicht zu erfassen. Im Grunde weiß ich das. Wahrscheinlich ist es mein sehr strukturierter Verstand, der immer versucht, alles in ein Erklärungsmodell einzuordnen. Eine Seite von mir tendiert dazu. Was die Wirksamkeit betrifft: Ich bin immer noch überrascht von der Wucht der Symbole und wie sie sich im Alltag plötzlich manifestieren. Oftmals raffe ich die Bedeutung erst gar nicht und es zeigt sich erst Wochen, manchmal auch Monate später, was gemeint war. Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass mir die Geister ihre Antworten besonders gerne in bildhafter Rätselform zukommen lassen, eben weil mein Verstand sie dann nicht so einfach zerbröseln kann. Ich erhalte Antworten in verbaler Form daher nur sparsam. |
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| | #9 (permalink) | ||||
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Zitat:
Zudem, die Spirits, die ich so kenne, haben alle Humor. So ein kleines Augenzwinkern seitens der Spirits ist bestimmt auch dabei wenn sie z. B. als Data erscheinen. Am wichtigsten ist aber dass die Kommunikation ermöglicht wird, egal auf welche Art. Ich denke, wenn Menschen wirklich schamanisch Arbeiten lernen sie ihre Spirits mit der Zeit genau kennen und dann braucht's keine Form mehr um sich zu verständigen. Man findet eine andere, viel tiefer gehende Ebene mit den Spirits, die einen begleiten. Aber für den Anfang, zum ersten Kennenlernen, da darfs gerne auch mal ein Data sein - oder, für Star Wars Fans, ein Obi-Wan oder ein Luke Skywalker. ![]() Tagesfleiss: Vielleicht war bisher die Zeit zum Reisen noch nicht gekommen. Manchmal brauchen die Dinge einfach länger Zeit. Oder es braucht noch Erfahrungen die gemacht werden müssen bevor man das Reisen packt. Die Kontrollangst, die Angst, die Kontrolle aufzugeben, also den Verstand auszuschalten und sich ganz auf etwas einzulassen, was jeglichem Verständnis durch den Verstand entgegenläuft, die kann ich gut nachvollziehen. Es hat ein bisschen gebraucht bis ich die ganz aufgeben konnte. In der Anfangszeit meiner Reisen war sie mir ein ständiger Stolperstein. Meine Spirits haben einiges an Arbeit gehabt bis ich wirklich verstanden habe das ich die Kontrolle über mich nicht aufgebe wenn ich reise. Ich schalte nur den wertenden Verstand ab, begebe mich auf eine spirituelle, instinktive Ebene, habe da aber die gleiche Kontrolle wie hier in der AW mit meinem Verstand. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Auch sind Bilder einfacher als Worte. Schau wie viele Worte ich schon wieder brauche, um mich Dir verständlich zu machen. Hätte ich Dir ein Bild schicken können dass Du verstehst, Du hättest mich in einer Sekunde verstanden. Liebe Grüße Wölfin | ||||
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| | #10 (permalink) | |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Zitat:
Ich stell das so in den Raum, weil sich in meinen - aus meinem tiefsten Inneren heraus gemalten - Bildern ein Bezug zur traditionellen Kunst der Kwakiutl-Indianer findet. Mittlerweile habe ich heraus gefunden, dass ich in einem anderen Leben mit einem indianischen Stamm lebte. Dadurch hab ich u.a. auch Zugang zur Kultur weiterer indigener Völker erhalten u. mir ist mein Bezug zu Pachamama erst so richtig klar geworden. edit: ich stimme nicht mit allem überein, was dort geschrieben steht, aber ich erhielt ne Menge Denkanstoß für meinen weiteren Weg. Geändert von PachaMama (05.02.2009 um 17:42 Uhr) | |
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| | #11 (permalink) |
| Reisende Registriert seit: 06.11.2008 Alter: 41
Beiträge: 97
| Zitat:"Vielleicht kennst Du Afrika aus einem anderen Leben? Vll weißt Du nur nichts von Deinem Bezug dazu u. erhältst die Chance, zurück zu finden, auf neue Weise" Interessante Theorie, weil es ja (wieder laut schamanischer Fachliteratur) in der Oberen Welt um überzeitliche Bezüge gehen soll die u.Umständen auch in Verbindung mit dem Ahnenreich stehen. Tja, aber ich weiß nicht recht. Wie soll ich das verifizieren? Vielleicht über weitere Reisen. Mir kam da noch eine andere Assoziation, die für mich aber recht unbequem ist (gerade deshalb vermute ich aber dass ich da auf einer Spur bin...) Ich habe nämlich als Feministin u. Lesbe mit meinem Männerbild zu tun bekommen (sprich: Was verbinde ich mit schwarzafrikanischem Mann und wie gehe ich damit um, einen solchen als Lehrer zu haben ... Da wird es nämlich glatteisig für mich, weil ich mir eingestehen muss, nicht vorurteilsfrei zu sein und ein Akzeptanzproblem besteht. Tja - damit muss ich mich glaube ich auseinandersetzen... Eine weitere Frage stellt sich für mich allerdings noch aus dem verschiedentlich oben Genannten: Wenn sich die Geister der Anderswelt lediglich als Bilder präsentieren, die rein unserer Vorstellungswelt entsprechen, was ist dann mit den Naturgeistern? Steht ein Tier, das mir begegnet oder eine Pflanze mit dem tatsächlichen "indiviuellen Spirit" dieser Tier- oder Pflanzengattung in Verbindung oder ist es lediglich ein Produkt meines Geistes? Denn wenn die Form beliebig wäre, könnte mir ein Tier genausogut als Pflanze oder eben als Fantasyfigur begegnen. In diesem Falle sehe ich dann aber den direkten Bezug zu der mich umgebenden Natur in der Alltagswelt nicht mehr gegeben. Und wie sieht es z.B. mit den Elementargeistern aus? Mir begegnet z.b. das Feuer als energetische Kraft die mich zwischen verschiedenen Ebenen transportiert. Mein Baum "Apfelbaum" als Tor zur Unteren Welt, aber gleichzeitig spiegelt er mir auch den Zustand meiner Seele (will heißen: blüht er, werde ich mit Kindheitsaspekten konfrontiert, trägt er Früchte eher mit der erdhaften mütterlichen Seite usw.) liebe Grüße Leanne |
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| | #12 (permalink) | |||
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Bilder können auch mehrere Symbole haben, wie z.B. bei Deinem Apfelbaum. Wichtig ist immer, was diese Bilder und Symbole uns sagen. Dir zeigt der blühende Apfelbaum Kindheitsaspekte, mir zeigt er z.B. eine Jahreszeit und die, für mich damit verbundenen Ideen und Gedanken. Liebe Grüße Wölfin | |||
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| | #13 (permalink) |
| Reisende Registriert seit: 06.11.2008 Alter: 41
Beiträge: 97
| Danke Sternenwölfin! Ich stimme mit vielem, was du gesagt hast überein. In dem Fall "was Afrika in der Oberen Welt betrifft", kann ich das tatsächlich erst einmal so stehen lassen, auch was den schwarzafrikanischen Mann betrifft. Es wird sich zeigen. Es gibt aber tatsächlich Situationen, in denen für mich die Unterscheidung ob ich es mit dem [I]tatsächlichen[I] Naturgeist oder "nur" mit einem einem Bild, einer Methapher zu tun habe, für mich wesentlich ist um die richtige Schlussfolgerung aus einer Reise zu ziehen. Um etwas deutlicher zu erklären, was ich meine, möchte ich ein Beispiel anführen: 1. Wenn ich mit meiner Yuccapalme in meinem Zimmer während eines Trancetanzes in Verbindung trete und sie mir in einer Angelegenheit einen Rat erteilt, ich dann anschließend eine Reise zu ihrem nichtalltäglichen Aspekt in der Anderswelt unternehme, so bin ich in diesem Fall sicher, dass ich es mit dem Geist dieser Pflanze zu tun habe, der mich berät. 2. So: wenn mir auf der gleichen Reise der Löwe der Tarot-Karte "Die Kraft" erscheint, dann weiß ich andererseits, dass ich es keinesfalls mit einem neuen Krafttier oder Tiergeist zu tun habe, der mit der Tiergattung "Löwe" in Verbindung steht, sondern eben mit einer Personifizierung dieser Karte, die mir diese Aspekte näher bringen will, die für mich gerade bedeutsam sind. 3. Wenn dieser Löwe, der im Rahmen der Reise durchaus als echter Geist, also Helfer unterwegs ist mich in der Mittleren Welt einer Heilbehandlung unterzieht, indem er mich zu einem Kaktus führt, dessen Milch ich trinken soll, weil das für meine Heilung förderlich ist, dann kann ich das in der NAW tun. So jetzt stellt sich aber die Frage, ob mir da der nichtalltägliche Aspekt eines Kaktus gezeigt wurde, der tatächlich einer meiner anderen Zimmerpflanzen ist, und ob es also ratsam ist einen Teil dieser Pflanze zu mir zu nehmen. Da ich nicht einfach irgendeine tropische Pflanze kosten möchte, die ich nicht kenne, lass ich das erst mal lieber, fände es aber schon hilfreich in diesem Fall unterscheiden zu können, womit ich es zu tun habe. |
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| | #14 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Ich halte mich an die Erfahrung: "Du siehst, was Du mitbringst". Wäre natürlich einfacher, wenn die Symbole der NAW sich nicht auf das anpassen würden, was Du schon als Assoziationsmöglichkeit mitbringst. Mache Dir Deine eigenen Symbole klar - was Du damit verbindest, wie sie auf Dich wirken und vor allem auf welchen Ebenen sie welche Bedeutung haben. Das kann sehr komplex werden. lg SF
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. |
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| | #15 (permalink) |
| Wiccander | Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einerseits eine vollkommen fremde Welt erlebt habe, die mir unbekannt war, andererseits aber auch schoon sozusagen eine erweiterte "normale Welt" erlebt habe, wenn ihr versteht was ich meine. Wenn ich also gewisse Dinge mit der Anderswelt assoziiere sollte das normal sein oder? Meiner Erfahrungen nach, brachte mich mein Spirit immer dann in die erweitere "normalo Welt, wenn es dort einen bestimmten Bezug zu etwas gab, das mich aktuell beschäftigte. Wenn es mir nur um Rat ging, oder mir mein Spirit mir etwas mitteilen wollte, ging es meist in eine Welt, die eben anders war... Naja, jetzt etwas umständlich formuliert, aber es geht grad nicht anders.
__________________ Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst Bernhard von Clairvaux |
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| | #16 (permalink) | |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.401
| Zitat:
der Löwe brachte Dich in der NAW zu einem Kaktus und bat Dich, dessen Milch zu trinken. Er meinte damit ganz sicher dass Du die Milch dieses Kaktus in der NAW trinken sollst. Hätte er den Kaktus in Deinem Zimmer gemeint, dann hätte er Dich dort hin geführt und Dir gezeigt dass er diese Pflanze meint. Daher bitte nicht Deine arme Zimmerpflanze essen. Die Milch des NAW-Kaktus die Du dort getrunken hast / noch trinken sollst reicht völlig aus. Liebe Grüße Wölfin | |
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| | #17 (permalink) |
| Reisende Registriert seit: 06.11.2008 Alter: 41
Beiträge: 97
| Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde! Musste letzte Woche alle Energie in mein Berufsleben stecken, um da was auf den Weg zu bringen. Bin jetzt aber wieder da. StarFire: Ja stimmt. Auf der metaphorischen Ebene hat mir der Kaktus auch sehr viel zu sagen. Was das Mitbringen von Symbolen in die Reise betrifft: Ich habe nicht direkt die Tarot-Karte angereist. Wohl aber das Thema. Die Karte hat sich dann in der Reise aufgerufen. Ich hatte sie allerdings auch vor ein paar Wochen gezogen. Wahrscheinlich lässt es sich nicht vermeiden, Symbole mitzunehmen. Wobei es schon so ist: Je mehr Bezugssysteme grad im Unterbewusstsein arbeiten, desto schwieriger wird tatsächlich die Deutung. Am engsten spüre ich momentan die Verbindung zwischen der schamanischen Arbeit und der Chakrenarbeit, die grad in meinem Yogakurs "dran" ist (Intensivarbeit an einem Chakra pro Monat). Es rufen sich die Themen auf, die mit dem jeweiligen Enerigezentrum in Verbindung stehen. Weil das am präsentesten ist. Den jahreszeitlichen Bezug finde ich z.b. auch sehr präsent. "Chakrenarbeit" oder "Jahreszeitlicher Bezug" sind so größere Bezugssysteme bzw. Rhythmen, die einen Rahmen geben können, an das sich dann die anderen Bezugsssysteme und Symbole andocken. (TArot z.B.) Wolfjunge: Was ist eine "vollkommen fremde Welt" für dich im Gegensatz zu einer "erweiterten normalen Welt". Bedeutet letztere, dass du auf eine Umgebung triffst, die du aus deinem Alltag erkennst, also wiedererkennst? Oder bezieht sich das auf das "Inventar"? Also Landschaft und Bewohner, Gesetzmäßigkeiten usw. Ich erlebe z.B. die "mittlere Welt" (die sich vermutlich mit deiner "erweiterten Normalowelt" deckt, genau weiß ichs aber nicht) nicht grundsätzlich verschieden von der "unteren Welt". Letztere erkenne ich daran, dass ich einen Tunnel passiere oder nach unten in die Erde reise. Die Landschaft unterscheidet sich aber nicht wesentlich. Ich kann auf das gleiche "Inventar" treffen. Demgegenüber empfinde ich die "Obere Welt" als deutlich anders in der Wahrnehmung. Es ist viel schwieriger dort überhaupt zu sehen, da alles in einer Art Panoramsicht erscheint. Will heißen, es ist so als wenn man ständig mit einer Kamera mit Weitwinkelperspektive rumläuft. dadurch ist es fast unmöglich Dinge oder Wesen zu fokussieren, die unmittelbar neben einem sind. Auch kann ich da "Wesen" überhaupt eher fühlen als sehen, weshalb ich auch Probleme hatte mit denen zu kommunizieren. Vielleicht ist das Übungssache. Na ja. würd mich interessieren, wie ihr das so wahrnehmt. Sternenwölfin: Nee - ich hab die arme Pflanze nicht zerstückelt. Wenn würd ich sowie so nur einen der Kindl (Ableger), davon hat sie sehr viele versuchen und dann auch nur in homöopathischer Dosis. Weshalb ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, dass sich mir ev. ein Pflanzenverbündeter angeboten hat, war die Tatsache, dass nachdem ich ein Stück von dem Kaktus in der NAW abgeschnitten und verspeist hatte, aus dem Kaktus eine Heuschrecke hervorkam, sich auf meinen rechten Fuß gesetzt hat und dort verweilt hat. (Das war dann auch der Moment in der Reise, wo sich mein Verstand meldete: "Was machst du hier Leanne in dieser gottverdammten Wüste neben einem Kaktus mit einer Heuschrecke auf dem Fuß und was hat das mit meiner Frage zu tun?) Hats aber schon, denn ich hatte nach meiner weiblichen Kraft gefragt. Das hatte ich oben in meinem Beíspiel nicht erwähnt. Wie auch immer meine Zimmerpflanze lebt noch. liebe Grüße Leanne |
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| | #18 (permalink) |
| Wiccander | @Leanne: Naja... Unter der "erweiterten Normalowelt" verstehe ich praktisch die AW, nur eben in die NAW verlagert, sozusagen, kombiniert mit dem, was man eben in der Anderswelt eben anders erleben kann. Sie gleicht in der Landschaft, Gebäuden, Einrichtungen usw der AW, ist aber eben um ein paar Nuancen verschoben. So würde ich das jetzt formulieren. Ich erkenne sie sozusagen wieder... naja, jetzt auch nicht die beste Formulierung, aber mir fällt es immer schwer, das zu beschreiben. Die völlig fremde Welt ereiche ich immer durch einen Tunnel, meist über eine Quelle oder über Wurzeln. Und sie ist eben "anders", also anders als die erweitere Normalowelt. Fremdartig halt, meist duch weite Naturlandschaften geprägt.
__________________ Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst Bernhard von Clairvaux |
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| | #19 (permalink) | |
| Edelschwirre Registriert seit: 04.02.2007 Ort: München Alter: 41
Beiträge: 263
| Zitat:
Meine Töchter behaupten fest, daß es diese neumodischen rosa-glitzernden Pegasus-Einhörner gibt. Mein Einhorn hat behauptet, die gäbe es nicht. Bin ich zu konservativ um sie wahrzunehmen ? Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Pflanzendevas in ihrer Erscheinungsform relativ einheitlich, bzw mit großem Wiedererkennungspotential zumeißt anthropomorph wahrgenommen werden. Interessant wäre hierzu, ob sie Tieren in der entsprechenden Form begegnen. Am vielfältigsten erlebe ich die Erscheinungsformen der Elemente. lg Isarkiesel | |
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| | #20 (permalink) |
| Draco Nobilis Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Berlin (Nordrand) Alter: 39
Beiträge: 175
| Ich kann mich dem von Lucia, Sternenwölfin und anderen gut anschließen, in der Anderwelt gibt es schwer fassbare Energien und Wesen, und sie in eine Form z.B. eines Tieres zu kleiden, ist unsere Aktivität. Ich möchte zu bedenken geben, dass in der Dieswelt praktisch das selbe gilt. Wir können nur das wahrnehmen, was wir kennen (wiedererkennen), und einen kleinen Bereich darüber hinaus. Was jenseits des Bekannten ist, da haben wir die seltsamsten Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen, Fehldeutungen. Ich möchte die vielzitierte Begebenheit eines polynesischen Inselvolkes erwähnen, die das große Schiff der Europäer physisch nicht sehen konnte, obwohl es real eindeutig vorhanden war. Wenn uns etwas Unbekanntes begegnet, ignorieren wir es meistens, oder wir kleiden es, als Krücke, in die bestmögliche vertraute Form. Wir Europäer machen uns die Illusion, dass wir alles sehen, das nichts in der Dieswelt unsere Wahrnehmungskapazitäten übersteigt. Die Wahrheit ist aber, dass wir Meister im Ignorieren geworden sind. Aber wenn das Ignorieren nicht mehr gelingt, dann gibt es die phantasievollsten Erklärungsversuche, es doch in das vertraute enzuordnen. Z.B. für das Phänomen der UFO-Sichtungen. Es wird ignoriert (Spinner), oder es wird rationalisiert (militärisches Testflugzeug), auch wenn es an den Haaren herbeigezogen ist, oder es wird das Märchen von den Galaxisreisenden, die in einem Raumschiff zu uns herbeigeflogen kommen erzählt. Aber die Wahrheit ist wohl, dass da etwas ist, das unsere Wahrnehmungskapazitäten übersteigt (Jaques Valée). Wenn das in der Dieswelt schon so ist, dann erst recht in der Anderwelt, wo unsere Wahrnehmung kulturell bedingt schlecht geübt ist. Ich selber bin immer sehr zurückhaltend, die mir auf den Reisen begegnenden Wesen zu identifizieren. Ich schaue, was ich an Attributen und Charakteristika wirklich erkennen kann, und weniger eine Tierart oder Göttergestalt zu erkennen. Meine Geisthelfer haben keine Namen, sind europäische Tiere oder Pflanzen oder haben Menschengestalt. Aber ich weiß, dass es lediglich Krücken sind, die mir die Arbeit erleichtern.
__________________ Grüße Harser |
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