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Schamanismus Grundlegende Informationen und Diskussionen über Schamanismus und seine praktische Anwendung, seine Herkunft, wie man daran eilhaben kann...

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Alt 03.02.2007, 18:13   #1 (permalink)
Gedanke und Erinnerung
 
Registriert seit: 24.01.2007
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Sparsamer Umgang

Denkt ihr das es als Schamane aus animistischer Weltsicht auch verpflichtend ist sparsam mit seiner Umwelt umzugehen? Soll heißen: Das Wasser heiligen, wenig essen und (moderner) wenig Strom vergeuden.
Thask ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2007, 22:16   #2 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Ich denke, dass es nicht nur für Schamanen wichtig ist, achtsam mit Umwelt, Nahrung und Energie umzugehen. Man sollte sich auch öfter mal bewusst machen, dass sauberes Wasser eine Kostbarkeit ist, an der nicht jeder auf diesem Planeten teil hat. Und dann mal ab und zu in diesem Bewusstsein ein einfaches Glas Wasser trinken............
__________________
Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist.
Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten.

Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2007, 22:51   #3 (permalink)
Celta Schamagierin
 
Benutzerbild von Dana
 
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Ich bin heut ein wenig draußen rumgelaufen.

Als ich gesehen hab, was da am Waldrand alles für Dreck und Schrott in die Gegend geworfen wurde, da könnt ich grad kotzen.

Und die allerbeste Ecke waren dann ein paar abgebrannte Teelichter und noch eine andere Kerze und lila Papierservietten auf einem Haufen, grad so, als wären sie von der letzten Pseudohexe da liegen gelassen worden. Da krieg ich Zustände.

Wie will man sich damit brüsten, schamanisch zu arbeiten, aber nicht sparsam mit der Umwelt umzugehen?

Dazu gehört für mich auch Sparsamkeit mit den kosmischen Energien, besonders am richtigen Fleck. Wenn ich draußen rumlaufe, und grad so mit Ki um mich sprühe, werd ich bestimmt alle Viehcher aufschrecken. Wenn ich mich aber "klein mach", dann stör ich so wenig wie möglich, und die Energie fließt immer noch. Will ja kein Trampeltier im Naturporzellanladen sein.

Grrrrr-Dana.

Geändert von Dana (03.02.2007 um 22:56 Uhr)
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2007, 23:27   #4 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 2.370
ich kann diese frage nur aus persönlicher sicht beantworten - und ich bin keine schamanin, sondern arbeite nur mit schamanischen techniken.
für mich gehört es zu meiner auffassung von naturrel. glauben dazu, auf die natur zu achten, mit ressourcen respekt- und verantwortungsvoll umzugehen und einen möglichst kleinen ökologischen fußabdruck zu hinterlassen.
ich könnte gar nicht nachvollziehen, wie man sich naturreligiös nennen könnte, ohne halbwegs umweltbewußt zu sein. für mich ist das untrennbar miteinander verbunden.

lg,

amala
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2007, 14:52   #5 (permalink)
Interdimensionaler Zwölfender
 
Benutzerbild von Salzliebe
 
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Ich denke, eine Religion oder Glaubensrichtung, welche die Natur so extrem vernachlässigt, muß definitiv keine rechte Sache sein, aber ich habe noch nicht gehört, daß Schamanen das thun.
__________________
Wenn dir alle Stricke reißen, bleibt dir immer noch der Galgenhumor...
Salzliebe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2007, 16:26   #6 (permalink)
Gedanke und Erinnerung
 
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Ort: Hürth
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Beiträge: 63
Zitat:
Zitat von amala krähenfeder Beitrag anzeigen
ich könnte gar nicht nachvollziehen, wie man sich naturreligiös nennen könnte, ohne halbwegs umweltbewußt zu sein. für mich ist das untrennbar miteinander verbunden.
Ja das denke ich eigentlich auch, aber wenn man den Text von Dana beachtet ist es fraglich ob sich auch alle dran halten.
Thask ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2007, 16:54   #7 (permalink)
Amalas Wikinger
 
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Beiträge: 322
Böse Sägen und Dreckschmeisser


Jep, es ist schon schade, wenn man im Wald altes Gerümpel und Müll sieht und sich fragt, wieso die Leute da kein Hirn an den Tag legen können. Entsorgung von Abfall ist doch keine schreckliche Sache. Die Überwindung der Faulheit aber scheinbar schon. Nich schlimmer, wenn es dann so Leute sind, wie Dana das berichtet hat. *brrrr*

Manchmal frage ich mich auch wie es der jeweilige Verschmutzer finden würde, wenn in seinem Wohnzimmer plötzlich ein riesiges Dornengestüpp wachsen würde, oder Bäume in der Couch wurzeln? Leider wird das nicht passieren, aber das Gesicht würde ich schon gern sehen

Was ich aber schon erlebt habe, dass der Wald mich beim Betreten gemustert hat, ob ich auch zu den "Sägen" oder der "Dreckschmeissern" gehöre. War kein so angenehmes Gefühl, bis ich dann weiter durfte. Leider sind viele der Leute, die das angehen würde auf dieser Antenne total blind.

Das mal so allgemein. Um so trauriger (und ärgerlicher), wenn diese Schmutzfinken sich als naturreligiös oder naturnah bezeichnen.

der (nur deswegen!)
etwas grummelige
Haigal
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angekommen.
Haigal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2007, 17:12   #8 (permalink)
FroIng *plingpling* ^^
 
Benutzerbild von Hilda
 
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Ort: Ossenbrügge
Alter: 26
Beiträge: 1.116
Zitat:
Zitat von Thask Beitrag anzeigen
Ja das denke ich eigentlich auch, aber wenn man den Text von Dana beachtet ist es fraglich ob sich auch alle dran halten.
Nein tun viele nicht! Das ist eine Tatsache.. Wie oft hab ich das schon bemängelt, ob nun nur innerlich oder auch mal öffentlich.. Was heute alles rumrennt und sich zu den "Naturreligiösen" zählt.. Da krieg ich Krätze!!! *grml*

Auch sehr geil:

http://www.stonepages.de/db/stonepages.php?id=17

Dritte Bilderreihe rechts, Karlssteine.. Was war das denn? Eine rituelle Geisterbeschwörung, um die Erbauer des Großsteingrabes zu rufen?? ^^ Und sowas rennt in meiner Heimat rum! *narf* Sicherlich so Bravohexchen, wo es hier eine Menge von gibt...

Simsalabim Sabrina..

Sonnengruß,
Hilda
__________________
Zitat:
Zitat von Bölli^^
.. manchmal hab ich das Gefühl, wäre dieser Aspekt "Heiden gegen Christen" nicht existent als Thema für Lyrics, dann wäre auf den meisten Pagan und Black Metal Scheiben nur Rauschen zu hören
De gustibus non est disputandum
Hilda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2007, 14:01   #9 (permalink)
Y Gwyr Yn Erbyn Byd
 
Benutzerbild von Dragonfly
 
Registriert seit: 03.02.2007
Ort: Wien Umgebung
Beiträge: 90
Zitat:
für mich gehört es zu meiner auffassung von naturrel. glauben dazu, auf die natur zu achten, mit ressourcen respekt- und verantwortungsvoll umzugehen und einen möglichst kleinen ökologischen fußabdruck zu hinterlassen.
ich könnte gar nicht nachvollziehen, wie man sich naturreligiös nennen könnte, ohne halbwegs umweltbewußt zu sein. für mich ist das untrennbar miteinander verbunden.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Schamane oder ein schamanisch arbeitender Mensch nicht "umweltbewußt" denkt.
Umweltbewußt schreibe ich absichtlich in Anführungszeichen, weil ich auch die NAW mit einschließe.

....Ich kann mir doch ernsthaft nicht erwarten, daß wenn ich einen Misthaufen im Wald hinterlasse, mich der Waldgeist und die anderen Bewohner wieder mit "offenen Armen" empfangen.....
Das selbe gilt heutzutage für das Umweltdenken.
Ich bin der Auffassung, daß Menschen, die nicht nachdenken wollen, ihren Müll nicht korrekt entsorgen und auch in anderen Bereichen nicht mitdenken (wollen), nur minimalste Chancen auf irgendeine Form von "Hilfe" haben.
- Solche "Mitmenschen" sind leider oft auch sowas von "dicht", daß sie nicht Mal den Großen Geist bemerken würden, wenn er ihnen erschiene.

Ich ärgere mich auch sehr oft - hinter unserem Haus ist ein schöner Berg.
Nicht selten gehe ich an Plastikflaschen, Dosen, Taschentücherverpackungen und anderem Müll vorbei.
Es gibt Schulklassen und Pfadfindergruppen die Reinigungsausflüge machen und Müll sammeln - nur müssen die Kids auch in die Schule gehen und sind nicht dazu da, die Parks, Hausberge und die "ach so schöne Natur" für die anderen zu puten.
Die Leute sollten auch das Bedenken und ihren Dreck einstecken.
....oder lassen sie auch zu Hause ihren Dreck liegen und die Kinder räumen auf??? grrr
Die Kinder sollen in der Natur spielen, sie genießen und einatmen und nicht mit Handschuhen und Müllsack ausgestattet ihre immer knapper werdende Freizeit verbringen.


Dragonfly
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People will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.
Dragonfly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2007, 08:55   #10 (permalink)
Schamanenstube
 
Benutzerbild von Catweazle
 
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Beiträge: 56
Ich grüsse Euch!

Vielleicht gibt es einen anderen Ansatz an die ganze Geschichte. Wenn man eine Pflanze erntet, um sie für Heilzwecke einzusetzen, dann vertraut ein schamanisch lebender Mensch nicht einfach auf die Wirkstoffe in der Pflanze, sondern sieht eher den Geist der Pflanze als das eigentliche Heilmittel. Das aus der Gesinnung, aus dem Sein der Pflanze Wirkstoffe entstehen, ist eher ein Nebenprodukt zu Unterstützung der Heilwirkung.

Wenn wir Wasser in ein Glas füllen und es trinken, um den Durst zu stillen, können wir dies auch auf verschiedenste Weisen tun. Einmal ohne darüber nachzudenken, und einmal auch, indem man sich des Wesens des Wassers bewusst wird und es als solches in seinen Körper aufnimmt.
Die Wirkungsweisen von diesem kleinen Unterschied der Art des Umgangs mit Dingen können sich enorm unterscheiden.

Auch wir sind Produzenten von "Rohstoffen". Auf der Toilette seinen Urin mit dem Gedanken des Abtransports von Schadstoffen, von schädlichen Einflüssen fliessen zu lassen, ist oft ein ganz reinigender Vorgang.

Ich denke, mit dieser, doch kleinen Weise des Bewusstwerdens seiner Umwelt und seiner selbst als Teil davon, löst sich das Thema Umweltverschmutzung. Niemand wirft Abfall irgendwo hin, der den Ort dort als Umwelt wahrgenommen hat.

*smile*
Catweazle
Catweazle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2007, 12:35   #11 (permalink)
Draco Nobilis
 
Benutzerbild von Harser
 
Registriert seit: 23.01.2007
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Beiträge: 175
Der Schamane wird eher seinen Geisthelfern verpflichtet sein als einem Umweltbewusstsein, das aus rational-humanistischen Grundsätzen entspringt. Das kann sich dann so äußern, dass sich den Naturschützern die Nackenhaare sträuben, wenn ein Schamane eine Pflanze einer vom Aussterben bedrohten Art mit der Wurzel ausgräbt. (Und so etwas wird aus verschiedenen Kulturen berichtet.)
Zitat:
sparsam mit seiner Umwelt umzugehen
Achtsam würde ich unterschreiben. Aber sparsam ... nee, warum sollen Schamanen nicht zuweilen aus dem Vollen schöpfen? Das Wort sparsam impliziert, das Umwelt eine verbrauchbare Ressource wäre, aber dieses Denkschema werden Schamanen eher ablehnen. Sicherlich würde ein Schamane kaum seinen Müll und Krimskrams herumliegen lassen, aber aus ganz anderen Gründen als der Naturschützer: es geht eher darum, die Bindung an vergangene Ereignisse zu vermeiden.
Zitat:
Wasser heiligen
Das ist wieder ein ganz anderer Denkkontext, den sicher nicht alle Schamanen teilen würden - es ist (meist) kein praktisch-pragmatisch handhabbares Konzept.
Zitat:
wenig essen
Also das gar nicht ... manchmal fasten sie, aber wenn es für ein bestimmtes Ritual, oder ein Manöver von Nutzen ist, dann würden sie auch sehr viel essen. Ich kenne einen Schamanen, der sogar eher rundlich ist, und das geht sicher nicht ohne essen.
Zitat:
wenig Strom vergeuden.
Die Achtsamkeit (eines Schamanen) gebietet, niemals irgendetwas zu vergeuden, aber auch, wenn es erforderlich ist, Ressourcen voll auszuschöpfen. Der Ökologe hingegen darf etwas vergeuden, wenn es das Biotop nicht stark stört, aber er würde sich hüten, bis zum Äußersten zu gehen. Aber das "bis zum Äußersten gehen" gehört mit zu den wichtigsten Charakteristiken schamanischen Tuns.

Kurz gesagt, schamanisches Tun mag an der Oberfläche wie umweltbewusstes Tun aussehen, aber die Hintergründe und Motivationen sind grundverschieden.
__________________
Grüße
Harser
Harser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2007, 03:07   #12 (permalink)
Amalas Wikinger
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: im blanken Loch
Alter: 37
Beiträge: 322
@Harser:
Danke für diese Augenöffner. Interessante Gedanken.

der
Haigal
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Von Insel zu Insel steuernd
jeden Tag eine neue Welt entdecken und nun endlich
angekommen.
Haigal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 11:55   #13 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von Adrian
 
Registriert seit: 24.01.2007
Alter: 39
Beiträge: 61
Hallo Harser!
Sehr schöne Gedanken, denen ich mich hier einmal anschließe. (Ich schränke das Mich-Anschließen ein Stück weit ein, weil ich auf deiner Homepage Texte gefunden habe, die ich so nicht vertreten würde. Jedenfalls kannst du gut schreiben.)

Adrian
Adrian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2007, 18:28   #14 (permalink)
Draco Nobilis
 
Benutzerbild von Harser
 
Registriert seit: 23.01.2007
Ort: Berlin (Nordrand)
Alter: 39
Beiträge: 175
Danke für die Blumen!

Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
...Texte gefunden habe, die ich so nicht vertreten würde.
Wäre auch beunruhigend, wenn das nicht so wäre. Aber lass es mich ruhig wissen, welche Punkte das sind, per PN oder Thread, ganz wie du magst!
__________________
Grüße
Harser
Harser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2007, 20:13   #15 (permalink)
Piratentöppeltier ~Arrr!~
 
Benutzerbild von Sabrina
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Kiel
Alter: 28
Beiträge: 236
Zitat:
Zitat von Hilda Beitrag anzeigen
Simsalabim Sabrina..
OT: GRRR! :wütend:

__________________
Yoho yoho, a pirate's life for me...

Avatar gebastelt mit South Park Studio
Sabrina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2008, 22:29   #16 (permalink)
Axel
 
Benutzerbild von lutherart
 
Registriert seit: 24.10.2008
Ort: Oberfranken
Alter: 58
Beiträge: 22
Vor einiger Zeit sah ich am Vierwaldstätter See im zeitigen Frühling etwas Buntes leuchten. Ich war wahrscheinlich wieder mal ohne es zu wollen "nicht ganz da".
Es leuchtete auf allen Ebenen und war ein----
Bonbonpapier.
Ich gehöre sonst zu den Leuten die den Müll ganz privat aus dem Wald tragen, aber in dem Zustand war es nur schön. Ist vielleicht unsere Vorstellung von Müll zu elitär und Kulturgeprägt. Als alter Naturforscher muß ich sagen das gerade gestörte Lebensräume wie alte Müllkippen, Abraumhalden etc.interessante Lebensstätten für die Extremisten unter unseren Mitgeschöpfen sind. Und viele davon sind auch selten. Das soll aber nicht heißen das ich Umweltverschmutzung gutheiße, aber unseren ästhetisch Extremismus könnten wir doch manchmal infrage stellen.
Mich stört leider auch das Papier und Plastik im Wald aber der Maulwurf den ich in Italien unter einer vollen Mülltüte auf der Jagd nach Würmern und Insekten fand, hatte sicher solche Vorstellungen nicht. Sein Versteck hab ich dann doch liegen gelassen. Und falls er darin zu Tode kommen sollte, freuen sich die Schmeißfliegen,Bakterien, Pilze und Käfer. Oder sind das keine Lebewesen.
Im Dao oder Zen gibt es ein schönes Gleichnis von jemand der im Dunklen aus einem Totenschädel seinen Durst stillte.....
Oh wie bin ich doch Böse, aber das musste jetzt sein. Bin auf die Prügel der Gutmenschen (So diese Spezies hier existiert) gespannt.
Grüsse Axel
lutherart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2008, 07:20   #17 (permalink)
Zaubein
 
Benutzerbild von Ajana rincewind
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Köln
Alter: 51
Beiträge: 1.132
Blinzeln

sorry- Axel- mir gefällt dein Vergleich

Ist es nicht immer ein halten des rechten Maßes?

Ich habe auch schon mal die Schönheit einer Benzinschliere in einer Pfütze bewundert. Die Sonne zauberte die wunderschönsten Farbreflexe in dieses
kleine stinkende Kunstwerk.
Ajana
Ajana rincewind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2008, 00:18   #18 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von away
 
Registriert seit: 05.10.2007
Ort: 51° 28 N, 11° 58 O; 87 m ü. NN
Alter: 22
Beiträge: 50
Zitat:
Denkt ihr das es als Schamane aus animistischer Weltsicht auch verpflichtend ist sparsam mit seiner Umwelt umzugehen? Soll heißen: Das Wasser heiligen, wenig essen und (moderner) wenig Strom vergeuden.
Ich denke bewusst mit der Umwelt umgehen und Sie heiligen, echt toll.

Aber ich finde nicht dass das heißt das ich weniger Strom verbrauchen soll, das ich weniger essen soll, das ich weniger Wasser verbrauchen soll, das ich Papierschnipsel oder mein Zeug nicht irgendwo in der Welt liegen lasse usw. Für mich gehören die Abgase aus den Autos, das Öl und das Spülmittel im Wasser, der Müll auf den Müllkippen, die Brennstäbe in Atomkraftwerken, und der ganze andere "Scheiß" den der "Mensch" in die "Natur" kippt, genauso der Natur an, wie alles andere auch.
Wenn plötzlich im Meer, tausende Tiere verenden weil n Öltanker ausläuft ja und, es verenden auch tausende lebewesen wenn ein vulkan ausbricht, klar ist das ******* und für die lebewesen, die dabei verenden auch nicht toll (nehme ich mal an, mir würde es jedenfalls nicht gefallen), aber dadurch geht doch nichts verloren, ein Vulkanausbruch verändert seine Umwelt rottet teile davon aus, und schafft nebenbei einen neuen veränderten lebensraum, dadurch wird der natur die chance gegeben neue lebewesen zu erschaffen, die sonst nie hätten existieren können, genau wie wenns jetzt irgend nen komischen atomkrieg gibt, oder alle tanker auf einmal auslaufen.
Ich finde das Problem was der Mensch heute hat, ist nicht das er die Natur zu sehr verschmutzt, sondern das er sich von der Natur abgrenzt, sich selbst und das was er tut, als getrennt von ihr sieht, und das er sich anmaßt sich für so wichtig zuhalten, dass das was er tut, der natur irgendwie schaden könnte.

Als ich neulich von der Arbeit, in der Bahn nach Hause gefahren bin. Saß dort ein Kind mit seiner Mutter. Das Kind betrachtet ein paar Kratzer an der Scheibe, und sagt seiner Mutter: "Mutti guckmal ein Bild" und da schnauzt die Mutter das Kind an, dass das kein Bild ist, sondern das ein paar bescheurte, ungezogene, Rotzlöffel die Scheibe kaputt gemacht haben.

Meiner Meinung nach, ist das was Ihr Umweltverschmutzung nennt, das worüber ihr euch hier aufregt, ein großes Wunder, in dem für die Natur viele Chancen stecken sich weiter zu entwickeln. Meiner Meinung nach sind unsere Handlungen Mittel mit denen sich die Natur ausdrückt, sich selbst gestaltet. Wir sind Pinsel und Farbe, Hammer und Nagel, Zirkel und Winkel für die Natur die damit ein Kunstwerk aus sich selbst gestaltet.
Aber wie gesagt, das ist meine Meinung, und ich will nicht sagen, dass es große ******* ist was ihr meint, denn am Ende habt ihr recht und wir zerstören die Natur, das einzige was ich damit ausdrücken möchte, ist das ich es eben im Moment anders (er)lebe als ihr. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Wahrheit, außer auf meine eigene.
__________________
eat the children!
cause i love the way you say good morning =)
danke ^u^
away ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 19:03   #19 (permalink)
Wiccander
 
Benutzerbild von Wolfjunge
 
Registriert seit: 05.10.2008
Ort: Niefern, Ba-Wü
Alter: 24
Beiträge: 155
Blog-Einträge: 10
Von weniger essen halte ich auch nicht viel. Von "bewusst" essen ja. Auch von bewusst leben oder trinken. Ich denke, das Problem mit der Umweltverschmutzung wird sich von alleine regeln -wenn der Mensch sich selbst ausgerottet hat! Oder wir denken alle, nicht nur wir paar Hansel, um und retten, was zu retten ist.
Und ja, ich finde es auch zum kotzen, wenn jemand seinen Müll in der Natur abladet. Wobei ich sagen muss, dass es bei uns noch geht...

Dinge aus der Natur nehmen... Ja, ist ok, haben wir Menschen schon immer gemacht, wie alle anderen Lebewesen auch. Man sollte eben mäßig damit umgehen und nicht alles mit vollen Händen rausschmeißen...
__________________
Glaube mir, denn ich habe es erfahren,
du wirst mehr in den Wäldern finden
als in den Büchern
Bäume und Steine
werden dich lehren,
was du von keinem Lehrmeister hörst
Bernhard von Clairvaux
Wolfjunge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 20:37   #20 (permalink)
WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH
 
Benutzerbild von PachaMama
 
Registriert seit: 19.03.2008
Ort: im waldreichen Hessen
Alter: 41
Beiträge: 537
Blog-Einträge: 2
ich denk auch, dass bewusstes Essen das Stichwort ist... vll auch wichtig, hierbei zu bemerken, dass Nahrungsaufnahme mit Achtsamkeit und Zeit einhergehen sollte... also nicht, wie es wohl leider so viele tun, einfach so beim Fernsehen oder Arbeiten nebenher essen, runter schlingen...
sondern sich auf das Schmecken, das Kauen, das Schlucken konzentrieren... natürlich auch darauf achten, WAS mensch isst... immer nur Fastfood und viel Fleisch macht m.E. schwer und behindert die Leichtigkeit im Denken... ich persönlich esse nie Fastfood und höchstens zweimal im Monat Bio-Fleisch, wenn überhaupt... ich koche immer frisch... viel Gemüse... ernähre mich bewusst... wenn achtsam gegessen wird, braucht mensch auch weniger, weil es anders wirkt, satter macht, wirklich nährt...

Wasserverbrauch sollte auch bewusst geschehen, denn wir sollten nicht vergessen, dass es auf dieser Welt auch Menschen gibt, die nicht mal einen Liter Trinkwasser am Tag haben, während wir hier das kostbare Trinkwasser im Klo runterspülen oder beim Händewaschen einfach so in den Ausguss fließen lassen. Diesbezüglich find ich es schon wichtig, achtsamer damit umzugehen und den Hahn z.B. während des Einseifens der Hände abzudrehen.

Ich find den Ansatz gut, immer einen Beutel dabei zu haben und aufzusammeln, was an Müll gefunden wird. Ich ärger mich über die Nachlässigkeit und Rücksichtslosigkeit der Menschen, die einfach ihren Plastikmüll im Wald zurück lassen. Auch, wenn das nicht mein Müll ist, bin ich doch gern bereit, was ich finde, mit raus zu nehmen. Wenn das jeder machen würde, gäbe es viel weniger Müll im Wald. Klar hat nicht jeder Lust, den Müll anderer aufzusammeln, aber wenn jeder so denken würde, wär auch keinem geholfen - besonders nicht dem Wald. Besserer Ansatz wär ganz sicher, die Verursacher des Mülls im Wald dafür verantwortlich zu machen, doch leider trifft man sie ja niemals an. Insofern ist das Raustragen des Mülls das Einzige, was wir zur Besserung beitragen können, nicht wahr?

Zitat:
Wenn plötzlich im Meer, tausende Tiere verenden weil n Öltanker ausläuft [...] dadurch geht doch nichts verloren
Dadurch geht nichts verloren? Was ist mit dem Leben der ölverseuchten Tiere? Die sterben am Öl. Ebenso gehen dadurch Lebensräume verloren, teilweise unwiederbringlich.
Bei Vulkanausbrüchen sterben zwar auch Tiere u. gehen Lebensräume kaputt, aber durch die Lava entstehen nach einiger Zeit auch wieder fruchtbare Gegenden, die neuem Leben Chancen geben.

Beim Lesen des Beitrags von lutherart ist mir ein Projekt eingefallen, dass vor einigen Jahren dazu aufrief, gefundenen Müll im Findezusammenhang zu photographieren und auf eine Webseite zu stellen... dazu muss ich sagen, dass ich solche Ansätze ablehne, weil Menschen, denen es nur um Fun geht, sich dadurch gerade erst verleitet sehen könnten, Müll hinzuwerfen, um diesen dann abzulichten und ihn hinterher nicht wieder mitnehmen... dann ginge es mal wieder um völlig hirnloses Konsumieren... ... wenn es allerdings unter dem Aspekt des Darauf-Hinweisens geschehen würde, als Mahnung sozusagen, und der Müll dann auch gleich mitgenommen werden würde, wäre es vll ein guter Ansatz...

@ lutherart - versteh mich bitte nicht falsch! Ich kritisier jetzt nicht Deinen Beitrag, sondern nur das, was mir dazu in den Sinn gekommen ist! Ich stimm Dir zu, was Du zu den gestörten Lebensräumen schreibst, auch, dass dort Raum entsteht für bestimmte seltene Lebewesen, die dort Ruhe finden, weil solche Gebiete meistens durch "Betreten verboten"-Schilder abgeschirmt und somit quasi geschützter Lebensraum sind.
Ebenso kann ich mir richtig vorstellen, wie das Bonbonpapier geleuchtet haben muss.

Mir fällt der Urwald ein, in dem alles so liegengelassen wird, wie es gerade umfällt... da stirbt auch allerhand und aus den Hinterlassenschaften ernähren sich Pilze und Tiere und daraus entsteht Neues... im ewigen Jahreskreislauf...
das ist ne konstruktive Verwertung... daraus können wir lernen, find ich...
__________________
Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.

Gautama Buddha
PachaMama ist offline   Mit Zitat antworten
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