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Nordische Wege Informationen und Diskussionen rum um die Themen des Asatru, die germanische Glaubenswelt und Religion, Geschichten, Mythen usw.

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Alt 17.06.2009, 18:42   #1 (permalink)
Heidschnuckel
 
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Beziehung mit Christen und Kind taufen

Die Faq von Asentr.eu scheint zu behaupten, dass Beziehungen mit Christen verboten seien. Ich nehme aber an, dass ich später mal eine 0815Freundin habe nach dem Bild: Ich glaube an eine höhere Macht und ende. Keine große Kirchlichkeit aber gesetzlich Christ.
Ich wollte mein Kind wohl dann taufen lassen. Warum? Ich denke, dass es leichter haben wird als Christ aufgezogen zu werden und es soll später selbst entscheiden und vorher dem Christentum angehören, dass nun mal für ein Kind eine gute Grundlage bietet: Nächstenliebe
zu mal ich sowieso nicht die Existenz von Jahwe anzweifle und diesen Gott auch respektiere, aber nicht anbete.
Auch würde ich zumindest standesamtlich auch heiraten.
Kann ich mich mit so einer Einstellung denn noch als Heide sehen? Wäre es trotzdem möglich einer Asatrugemeinschaft neizutreten und da auch zu bleiben?
Quintus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2009, 19:16   #2 (permalink)
Nordlichtlein*blinkblink*
 
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Warum sollte man als Ásatrú/Heide nicht auch eine Beziehung mit einem Christen/Christin eingehen können. Meiner Meinung nach ist das genau dasselbe, wie es bereits im Thema Sexualitæt und Ásatrú angesprochen wurde.
Mit wem man eine (sexuelle) Beziehung eingeht, geht im Prinzip nur die jeweilig Betreffenden was an - wenn dies natuerlich auf gegenseitigem Einverstændnis beruht.
Mir persönlich geht es nicht um den Glauben einer Person, sondern mir ist die Person und dessen Persönlichkeit selber wichtig, und da lass' ich mir nichts von (Religions)Gemeinschaften vorschreiben, mit wem ich da jetzt eine Beziehung eingehe. Eine Beziehung sollte nicht von der Religion abhængig sein und davon bestimmt werden, aber wie schon gesagt - das ist meine Meinung.
Wie ein Paar dann mit dem jeweiligen Glauben des anderen umgehen, sollte deren persönliche Angelegenheit sein. Ich spreche da aus Erfahrung, da mein Verlobter Christ ist, ich aber eben nicht, und es funktioniert.

Was das Taufen der Kinder anbelangt; warum haben es getaufte Kinder heutzutage einfacher? Warum reicht es nicht, eine Feier zu organisieren, wo man den Namen des Neugeborenen bekannt gibt und "offiziell" in die Gesellschaft aufnimmt. Die christliche Taufe ist im Prinzip ja nichts anderes als ein Ritual, wo ein Neugeborenes in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Ein "Rite de passage" wie es seit langer Zeit in wohl fast jeder Gemeinschaft vollzogen wird, egal wo man sich auf der Erdkugel befindet.

Es gab hier bereits irgendwo eine Diskussion zum Thema Heiden und Christen...vielleicht finde ich den noch...

Gruesse,
Ástríður
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Ástríður ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2009, 19:22   #3 (permalink)
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Klingt ja nicht sehr ermutigend, später eine 0815 Freundin zu haben...

Ich würde das jetzt noch nicht so sagen, wir haben ja noch beide Zeit bis wir eine Freundin haben, bei der man überlegen muss, ob man Kinder haben/heiraten will. Weiß zwar jetzt nicht auf was für einer Schule du bist, aber falls du auf dem Gymnasium bist und später studierst, stimmt das auf jeden Fall, mit Realschule/Hauptschule geht das etwas schneller, aber selbst da hast du ja noch Zeit (musst jetzt unbedingt sagen, wo du bist, wenn dir das zu persönlich ist).

Wenn du jetzt auch langsam mit der Zeit mehr Kontakte bekommst, die heidnisch orientiert sind, wird die Chance auch höher, dass du aus diesem Bereich eine Freundin bekommst. Von daher würde ich mir jetzt noch nicht sooo viele Gedanken darüber machen... Man kann ja nicht sagen, wie tolerant die Freundin ist, ob sie will, dass das Kind getauft wird, ob es ihr recht ist, dass das Kind einfach ungetauft bleibt, von allem einen Eindruck bekommt und sich später einscheidet, etc. ...

Verboten ist ja erstmal nix. Deswegen sind wir ja Heiden, damit wir frei sind und uns nicht alles von irgendjemandem vorschreiben lassen. Wenn du keine Probleme damit hast, dass deine Freundin christlich ist und dein Kind getauft ist, warum nicht?

Zur Asatrugemeinschaft: Die haben evtl. schon Regeln, da müsstest du dich bei den einzelnen Gemeinschaften erkundigen, ob es geht. Aber eine ordentliche Gemeinschaft sollte so tolerant sein, dass sie so etwas erlaubt (meine Meinung ).
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Alt 17.06.2009, 19:31   #4 (permalink)
Heidschnuckel
 
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Zitat:
Zitat von Ástríður Beitrag anzeigen
Warum sollte man als Ásatrú/Heide nicht auch eine Beziehung mit einem Christen/Christin eingehen können. Meiner Meinung nach ist das genau dasselbe, wie es bereits im Thema Sexualitæt und Ásatrú angesprochen wurde.
Mit wem man eine (sexuelle) Beziehung eingeht, geht im Prinzip nur die jeweilig Betreffenden was an - wenn dies natuerlich auf gegenseitigem Einverstændnis beruht.
Mir persönlich geht es nicht um den Glauben einer Person, sondern mir ist die Person und dessen Persönlichkeit selber wichtig, und da lass' ich mir nichts von (Religions)Gemeinschaften vorschreiben, mit wem ich da jetzt eine Beziehung eingehe. Eine Beziehung sollte nicht von der Religion abhængig sein und davon bestimmt werden, aber wie schon gesagt - das ist meine Meinung.
Wie ein Paar dann mit dem jeweiligen Glauben des anderen umgehen, sollte deren persönliche Angelegenheit sein. Ich spreche da aus Erfahrung, da mein Verlobter Christ ist, ich aber eben nicht, und es funktioniert.

Was das Taufen der Kinder anbelangt; warum haben es getaufte Kinder heutzutage einfacher? Warum reicht es nicht, eine Feier zu organisieren, wo man den Namen des Neugeborenen bekannt gibt und "offiziell" in die Gesellschaft aufnimmt. Die christliche Taufe ist im Prinzip ja nichts anderes als ein Ritual, wo ein Neugeborenes in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Ein "Rite de passage" wie es seit langer Zeit in wohl fast jeder Gemeinschaft vollzogen wird, egal wo man sich auf der Erdkugel befindet.

Es gab hier bereits irgendwo eine Diskussion zum Thema Heiden und Christen...vielleicht finde ich den noch...

Gruesse,
Ástríður
Naja nur würde das auch die Religionsgemeinschaft akzeptieren?

Naja mit der Taufe meinte ich, dass es einfacher ist, weil seine Freunde und Bekannten in Kindergarten und Schule Christen sein werden und wenn er ihnen dann was von heidnischen Göttern erzählt, werden ihm erst mal die anderen was erzählen. Ich denke das dies ein Grund für Mobbing sein könnte. Auch wenn die Lehrer oder Kindergartentanten was von seinem Glaube mitbekommen und diese vllt etwas christlicher sind, dass er auch da misstrauisch beäugt werden könnte.
Auch denke ich, dass es nicht schadet, dass ein Kind nach Geboten wie Nächstenliebe lebt.

Wie gesagt, wenn es alt genug ist soll es sich selbst seinen religiösen Weg suchen, aber wird es wohl für das Kind leichter sein von Christentum auf eine andere Religion zu wechseln als vom Heidentum.
Ich finde Christentum in solchen Fällen immer eine gute Basis. Man muss ja nicht mit dieser Moses-Noah-Jesus-Mythologie kommen.
Man kann ja einfach von einer höheren Macht sprechen, die auf einen aufpasst. Das wiederrum könnte man dann als Reinkarnation der Götter sehen.
Quintus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2009, 20:47   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Quintus Beitrag anzeigen
Naja mit der Taufe meinte ich, dass es einfacher ist, weil seine Freunde und Bekannten in Kindergarten und Schule Christen sein werden und wenn er ihnen dann was von heidnischen Göttern erzählt, werden ihm erst mal die anderen was erzählen. Ich denke das dies ein Grund für Mobbing sein könnte. Auch wenn die Lehrer oder Kindergartentanten was von seinem Glaube mitbekommen und diese vllt etwas christlicher sind, dass er auch da misstrauisch beäugt werden könnte.
Auch denke ich, dass es nicht schadet, dass ein Kind nach Geboten wie Nächstenliebe lebt.
Über den Aspekt habe ich auch schon mal überlegt, aber im Kindergarten habe ich nicht über Gott geredet. Und ungetaufte Kinder gibt es immer mehr, Probleme könnte es erst geben, wenn man es jedem unter die Nase bindet (also den heidnischen Glauben, nicht die fehlende Taufe) ... leider.
Nächstenliebe muss ja nicht mit Christentum verbunden sein. Die germanischen "Grundregeln" (bzw. die, die heutige Gemeinschaften so erarbeitet haben), sprechen ja auch von Toleranz, Respekt und Hilfe von Mitmenschen (hier aber hauptsächlich auf Familien-/"Sippen"mitglieder bezogen, aber Sippe lässt sich ja ausdehnen). Nur weil ich jetzt kein Christ mehr bin, heißt es ja nicht, dass ich asozial werde.

Zitat:
Zitat von Quintus Beitrag anzeigen
Wie gesagt, wenn es alt genug ist soll es sich selbst seinen religiösen Weg suchen, aber wird es wohl für das Kind leichter sein von Christentum auf eine andere Religion zu wechseln als vom Heidentum.
Wenn ich mies wäre, würde ich jetzt sagen, warum es wohl vom Christentum weg einfacherer ist...
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Jaltix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2009, 21:10   #6 (permalink)
FroIng *plingpling* ^^
 
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Ort: Ossenbrügge
Alter: 26
Beiträge: 1.116
Du solltest tatsächlich mehr die Forumssuche betätigen statt 100te Threads zu eröffnen
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Zitat:
Zitat von Bölli^^
.. manchmal hab ich das Gefühl, wäre dieser Aspekt "Heiden gegen Christen" nicht existent als Thema für Lyrics, dann wäre auf den meisten Pagan und Black Metal Scheiben nur Rauschen zu hören
De gustibus non est disputandum
Hilda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2009, 22:59   #7 (permalink)
Nebelkrähe
 
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Zitat:
Zitat von Jaltix Beitrag anzeigen
mit Realschule/Hauptschule geht das etwas schneller,
Also ich muss doch sehr bitten, junger Mann . Will heißen, meinem Sohn, mitten in der Ausbildung, würd ich helfen, ey.
Ok, was der und seine Freundin anstellen, könnte ich nicht ändern ... Trotzdem, das sind doch sowas von ungelegte Eier.


@ Quintus

wenn das Alter stimmt, das du hier angibst, dann heißt das doch, du bist jung, du bist motiviert, aber du musst dir jetzt deshalb nicht Probleme und nen Kopf machen über Sachen, die noch soweit weg sind. Manche Sachen ergeben sich ganz von selbst.
Die Menschen, mit denen man seine private Zeit verbringt, kann man sich aussuchen, und wenn die ein Problem damit hätten, mich so zu akzeptieren, wie ich bin, dann wollte ich meine Zeit nicht mit ihnen verbringen.

Ástríður hat das sehr treffend auf den Punkt gebracht. Und gerade in dem Thread, auf den sie verwiesen hat (und in vielen anderen auch), wird u.a. auch angesprochen, dass nicht alle Gemeinschaften gleich sind, dass man da auch was finden kann, was zu einem passt. Und wenn nicht, man muss nicht irgendeinem Verein angehören, um sich Heide nennen zu dürfen.

Und Hilda hat auch was wichtiges angesprochen. Das heißt nicht nur "Suchfunktion des Forums" sondern auch: lass dir Zeit, überstürze nichts, lies hier was immer dich interessiert und lass das alles erst mal sacken.
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insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2009, 09:54   #8 (permalink)
die Rote
 
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Beiträge: 79
Du solltes Texte etwas sorgfältiger lesen, bevor du irgendwelche Behauptungen aufstellst!

Ich zitiere den Text auf den du dich beziehst einmal vollständig
Zugehörigkeit zur Alten Sitte Unterpunkt 10 und frage dich " Wo steht da, daß eine Beziehung zu Christen verboten ist?" :
"Mein Partner ist Christ /Muslim/ Satanist… gibt das Probleme?
Auch diese Frage wird immer wieder diskutiert. Man muß sie vor dem Hintergrund der Aussagend er jeweiligen anderen Religion sehen. Bei Christen ist es ja z.B. so, dass sie einen Missonierungsauftrag haben, dass sie nicht mit Heiden am „Götzenopfer“ teilnehmen dürfen.
So kann auch eine christliche Eheschließung für Heiden kein Thema sein, von einer christlichen Taufe der eigenen Kinder ganz zu schweigen. Bleibt umgekehrt der christliche Partner vom Opfer weg, dann verletzt er die Pflicht, das gemeinsame Heil der Familie/Sippe zu mehren. Bei Muslimen ist das noch extremer, da sind wir Heiden ja nur Harbis, d.h. Ungläubige, die bekämpft werden müssen. Ich halte prinzipiell nicht viel von solchen Beziehungen, aber besonders schwierig wird es, wenn gemeinsame Kinder dazukommen.
Der christliche Partner will dann eine Taufe, der heidnische will das verhindern. Zusammenfassen kann man das so: In einer solchen Beziehung muß immer mindestens einer grundlegende Werte seiner Religion mit Füssen treten, um einen Kompromiß zu finden.
Da muß jeder selbst entscheiden, ob er sich in einer so primären Sache wie der eigenen Religion so extrem verbiegen möchte.“

Ein Mitglied des VfgH hat gerade seinen Eid als Schwurmann abgelegt, heiratet aber in diesem Monat eine Christin. Das ist seine eigene Entscheidung, und so soll es auch sein.

Asatru kennt keine 10 Gebote nach denen du dich richten kannst und mußt.
Das erste Gebot könnte aber heißen: Du sollst selber denken!

Gruß,
Ylva
Ylva ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2009, 16:22   #9 (permalink)
Kung Fu Panda
 
Registriert seit: 02.02.2007
Ort: 86152 Augsburg
Alter: 26
Beiträge: 313
viel einfachere Lösung, QUintus: Such dir ne passende Frau, Problem gelöst. ne tiefgläubige Christin, Muslima o.ä. würd mir net ins Haus kommen. Einfach, weil ich mi die Diskussionen nciht antun will. Frau sollte Heidin sein oder offen für solceh Dinge (Magierin o.ä.) dann passt das, Frage stellt sich nicht.
Du bsit jetz 14? wart mit dem Taufthema, bisses ma so weit is-das wird ja hoffentlich no ne Weile dauern, und da ändert die Welt sich oft rapide. Es gib gar ent so wenig Ungetaufte...und da gibbet massig Wege
__________________
wer Tippfehler findet, darf sie behalten
Schwertglanz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2009, 16:43   #10 (permalink)
Wanderer
 
Benutzerbild von Jaltix
 
Registriert seit: 24.05.2008
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Zitat:
Zitat von wetterleuchten Beitrag anzeigen
Also ich muss doch sehr bitten, junger Mann . Will heißen, meinem Sohn, mitten in der Ausbildung, würd ich helfen, ey.
Ok, was der und seine Freundin anstellen, könnte ich nicht ändern ... Trotzdem, das sind doch sowas von ungelegte Eier.
Naja, bis zum Abitur ist man schon mindestens 18, vllt. 19 (z.B. Klasse wiederholt), dann für junge Männer Wehr-/Zivildienst, wäre es schon mal 19/20. Dann kommt eine ewige Studienzeit und schon ist man mindestens 25. Also in meinem Bekanntenkreis sind andere ohne Studium schon im Durchschnitt früher mit Kinder als Studenten... Heißt ja nicht, dass dein Sohn dazugehört, war nur so mein Eindruck. Könnte auch ein Vorurteil sein, dass man uns hier vermittelt.
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