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Nordische Wege Informationen und Diskussionen rum um die Themen des Asatru, die germanische Glaubenswelt und Religion, Geschichten, Mythen usw.

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Alt 11.06.2007, 10:09   #61 (permalink)
der Stilkam
 
Benutzerbild von Volker
 
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Zitat:
Zitat von Mime Beitrag anzeigen
Tieropfer? Wenn man ein Tier tötet hat man garnichts geopfert, höchstens das Tier hat was geopfert(sein Leben)
Hi,

da wir uns im Unterforum "Nordische Wege" befinden, setzen wohl die wenigsten Leute hier ein indianisches Verständnis von Opfern voraus. Im konkreten Fall: Vieh war Besitz der Germanen s. die Verknüpfung der Fehu-Rune mit monetärem Reichtum, mobilen Werten usw. Was mir gehört, kann ich opfern, so muß es wohl in diesem Kontext verstanden werden.
(Nicht daß mir die Sichtweise der Indianer unsympathisch wäre.)

Grüße,
Stilkam
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Alt 11.06.2007, 10:23   #62 (permalink)
Grossmeistergeier
 
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Zitat:
Zitat von Stilkam Beitrag anzeigen
Was mir gehört, kann ich opfern, so muß es wohl in diesem Kontext verstanden werden.
Das läßt sich nach altgermanischer Sicht auch auf Menschen erweitern.
Jedenfalls wenn dieser im Besitz und Eigentum eines andern war.

Zitat:
Zitat von Stilkam Beitrag anzeigen
(Nicht daß mir die Sichtweise der Indianer unsympathisch wäre.)
freies Radikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 16:22   #63 (permalink)
Rude Boy Action
 
Benutzerbild von Sarevok
 
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Zitat:
Das läßt sich nach altgermanischer Sicht auch auf Menschen erweitern.
Jedenfalls wenn dieser im Besitz und Eigentum eines andern war.

Da es aber zu bezweifeln ist, dass sich hier irgendjemanden einen Haussklaven hält(vom Ehepartner bzw der kleinen Schwester vielleicht abgesehen), ist das weitestgehend irrelevant
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Alt 11.06.2007, 16:50   #64 (permalink)
Grossmeistergeier
 
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Blinzeln

Es soll auch nur die Probleme aufzeigen, bei einer Übertragung ins heute...
freies Radikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 17:30   #65 (permalink)
Rude Boy Action
 
Benutzerbild von Sarevok
 
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Zitat:
Zitat von freies Radikal Beitrag anzeigen
Es soll auch nur die Probleme aufzeigen, bei einer Übertragung ins heute...

Schon klar, aber bei einer solchen 'Übertragung' müssen die Voraussetzungen natürlich erst einmal gegeben sein und was Sklaven angeht ist dem - nach dem hierzulande geltenden Gesetz - nunmal nicht so
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Alt 12.06.2007, 09:44   #66 (permalink)
Grossmeistergeier
 
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Alter: 32
Beiträge: 349
Blinzeln

Ich würde sogar einbringen, dass einige Rechte unveräußerlich sind, also auch wenn man wollte kann man diese nicht abtreten.
freies Radikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2007, 12:58   #67 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Earonn
 
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Alter: 38
Beiträge: 131
hm, das heißt, ich darf meine chefin nicht opfern? schaaaadeee...

aber mal im ernst: ich halte mir für gewöhnlich eine kleine pflanze auf dem altar, die dann meine trankopfer erhält. (wein auf parkett = unschö-klebrig ).
neulich habe ich eine zeichnung von mir als opfer verbrannt, als symbol für meine schöpfungskraft.
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Du tust Menschen nicht weh, sondern Menschen tun sich an dir weh.
Was kann das Messer dafür, wenn ich mich an ihm schneide?
Die korrekte Maßnahme ist doch nicht, das Messer stumpf zu schleifen
(dann funktioniert es nämlich nicht mehr),
sondern zu lernen, korrekt und vorsichtig damit umzugehen.
Earonn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2007, 22:18   #68 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von svart
 
Registriert seit: 04.06.2007
Ort: Kölle
Beiträge: 91
das mit dem opfern is so ne sache da ich wie viele anderen auch iner großstadt lebe und nicht allzuviel platz ist um ungestört zu sein(sprich der nächste ungestörte ort in der natur ist ne ganze ecke entfernt) , wird meist nur räuscherzeug (am fenster bzw ritualabhängig) oder halt etwas von nem getränk (zb en kurzen für die götter) geopfert. ich verbinde opfern mit ruhe(zb meditieren), besinnlichkeit und nähe zur natur



grütze svart
svart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 00:29   #69 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 541
ich opfer ständig massenweise lebensmittel.....hat was für sich sein eigener gott zu sein :HARR:










macht dummerweise nach einiger zeit irgendwie dick ^^
Ullr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 13:20   #70 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Earonn
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Dortmund
Alter: 38
Beiträge: 131
So wie ich das sehe, drücken wir im und durch das Opfer ja auch etwas aus, was man allein mit Worten nicht oder nicht so deutlich sagen kann. Sprich: es geht um das, was im Herzen ist.

Wie genau das Opfer dann aussieht, wird der jeweiligen Gottheit doch wohl weniger wichtig sein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Wesen mit göttlichem Status kein Verständnis dafür haben können soll, daß z.B. Svart in Köln nun mal kein ganzes Schwein mehr auf dem Domplatz opfern kann (falls aber doch, Svart, sag mir bitte Bescheid, dann komm ich runter. ).
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Earonn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 14:23   #71 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Registriert seit: 21.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 349
Mit den opfern vernimdet man schon einen "Wert".
Diese können schin individuell verschieden sein. Nicht jeder hat ja die gleichen Möglichkeiten. Aber immer beim Minnimum zu bleiben wird schon auffallen.
freies Radikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 17:40   #72 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von svart
 
Registriert seit: 04.06.2007
Ort: Kölle
Beiträge: 91
earonn klar ich schlachte das tier vor allen leuten brauch halt nurn paar leuts die mir diese tierschützer vom hals halten



grütze svart

Geändert von svart (14.06.2007 um 18:09 Uhr)
svart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 19:13   #73 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Earonn
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Dortmund
Alter: 38
Beiträge: 131
@freies Radikal
*nick* Ja, sowas meinte ich. Es kommt sozusagen mehr darauf an, wieviel man prozentual von dem gibt, was man geben *kann*, als wieviel es tatsächlich ist.

@Svart
Hehe, kein Problem....und wenn eine von meinen Ratten nochmal die Bücher annagt, bringe ich das Opfertier gleich selbst mit.

Sorry fürs OT...und an alle: nein, das ist NICHT ernst gemeint!!!
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Earonn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2007, 02:41   #74 (permalink)
Guggeda
 
Registriert seit: 23.06.2007
Beiträge: 4
opfern sehe ich aber auch als Moment der Besinnung,mit meinen ganzen Sinnen bei dem Gott/Göttin zu sein für den ich etwas opfer, etwas was mir lieb und teuer ist, aber es hat nix mit Verzicht zu tun..z.B. opfer ich den ersten Schluck meines Morgenkaffees meinem Gott, ich begrüß ihn dadurch und gebe ihn einen Moment meines Lebens
__________________
Heilsa
Briga & Lodur
Briga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2008, 01:45   #75 (permalink)
Mimes Padawan
 
Benutzerbild von Suzukuvlad
 
Registriert seit: 21.03.2008
Ort: Abensberg
Alter: 17
Beiträge: 204
hallo,

jetz mal ne dumme frage von mir, aber was ist mit hungeropfern?
in gewisser weise opfert man ja nahrung nach der man verlangt....
Suzukuvlad ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2008, 09:49   #76 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
Registriert seit: 21.01.2007
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Beiträge: 1.425
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@ Suzukuvlad

grundsätzlich jein .Beim Opfern geht es um Ausstausch von Energie, also gehört "hungern" oder fasten da erst mal dazu. Man verzichtet und jetzt Energie frei. Im germanischen Kontext würde ich das erstmal verneinen, weil Speiseopfer da eher die Qualität "mit den Göttern teilen", "mit den Göttern feiern", "die Früchte der gemeinsam erbrachten Leistung" haben. So verstehe ich das jedenfalls. Traditionell sieht es so aus, dass die Menschen Mittel- und Nordeuropas klimabedingt öfter von Hungersnöten existentiell bedroht waren. Da wird wohl keiner auch noch mutwillig gehungert haben. Für mich hat das irgendwie eine christliche Attitüde.
Im schamanischen Zusammenhang wäre da noch Odins Selbstopfer. Neun Tage ohne Essen und Trinken im Weltenbaum. Nur ist das Fasten da ein Teil des Ent-Setzens, des außer sich werdens, des symbolischen Todes und der Wandlung. Alles andere als alltagstauglich.

Ein ganz schräges Beispiel von Hungeropfer hab ich kürzlich gelesen. Da schrieb eine sehr schwer an Magersucht erkrankte junge Frau über die "Herausforderung" des Hungerns. Auffällig war die starke Personifizierung ihrer Krankheit. Ja, auch solchen Wesenheiten kann mensch opfern

Und ja,ich hab ein gespanntes Verhältnis zu "Hungeropfern"
__________________
insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2008, 12:59   #77 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Nordian
 
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Beiträge: 28
Ob man fasten nun als Opfer sehen kann,weiss ich nicht,dennoch finde ich,dass man es gut in Asatru einbinden kann.Wie wetterleuchten schon schrieb,haben unsere Vorfahren sehr oft naturbedingt Hunger leiden müssen,somit würde man sich durch fasten sicher besser in alte Zeiten reinversetzen können und die Ursprünge unseres Glaubens begreifen.Weiterhin soll das Fasten ja auch spirituelle Erfahrungen begünstigen.Für mich ist Fasten nicht christlich besetzt und ich werde es sicher mal ausprobieren,nachdem ich mich genügend informiert habe.Mich würden Erfahrungen in dem Bereich sehr interessieren.
Nordian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2008, 14:00   #78 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Myrkwid
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Beiträge: 1.425
Blog-Einträge: 1
Fasten und Entbehrungen erweitern ganz gewiss deinen Horizont @ Nordian.
Das mit der christlichen Attitüde möchte ich mal an einem Beispiel deutlich machen, der traditionellen 40-tägigen Fastenzeit zwischen Fasnet und Ostara. Bis weit in die Neuzeit war das die Zeit zwischen Winter und Frühling, in der die meisten Vorräte aufgebraucht waren, spätestens jetzt das Hungern begann und die Menschen das erste frische Grün herbeisehnten. Die Heuvorrräte für das Vieh waren womöglich auch allmählich aufgebraucht usw. Fasten war als ein natürlicher Bestandteil des Jahreslaufs, wenn auch nicht ganz ungefährlich.
Ich halte unsere germanischen Vorfahren nicht für Asketen aus Überzeugung. Verzicht und Askese als Tugend stammt nach meiner Auffassung eher aus dem jüdisch-christlichen Kulturkreis sowie einigen antiken griechischen Philosophen. Vielleicht sehe ich das auch zu eng, dann korrigiert mich.
Jeder Perspektivwechsel erweitert den Horizont und fördert das Einfühlungsvermögen. Und Verzicht kann ein gewaltiger Perspektivwechsel sein. Von daher, interessante Idee, Nordian.
Nur beim Thema Hunger/Selbstbeschneidung und Opfer bin ich halt etwas empfindlich. Aber wie gesagt, meine persönliche Sichtweise.
__________________
insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2008, 14:07   #79 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Registriert seit: 21.01.2007
Alter: 32
Beiträge: 349
Beim fasten opfert man zumindest den Lebensstil der Konsum und Überflussgesellschaft.
Also rein modern wäre es akzeptabel, als Mittel auf Konzentration auf anderes sicherlich auch…
freies Radikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2008, 14:21   #80 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Nordian
 
Registriert seit: 30.05.2007
Ort: Lübeck
Beiträge: 28
Zitat:
Zitat von wetterleuchten Beitrag anzeigen
Fasten und Entbehrungen erweitern ganz gewiss deinen Horizont @ Nordian.
Ich halte unsere germanischen Vorfahren nicht für Asketen aus Überzeugung. Verzicht und Askese als Tugend stammt nach meiner Auffassung eher aus dem jüdisch-christlichen Kulturkreis sowie einigen antiken griechischen Philosophen. Vielleicht sehe ich das auch zu eng, dann korrigiert mich.
Damit hast Du absolut Recht und das habe ich auch nicht behauptet.Da sie sowieso einfach aus Nahrungsmangel hungern mussten,werden sie es sicherlich nicht noch zusätzlich den Göttern zu Liebe oder aus anderen Beweggründen getan haben.Da sich Asatru aber,meiner Meinung nach,durchaus entwickeln darf und sich der Germanische Glaube der damaligen Zeit sowieso nicht zu 100% auf heute übertragen lässt,kann man Verzichtsrituale(nenne ich einfach mal so) gut mit einbauen.Denn so kann man vielleicht besser verstehen,wie wichtig die Natur,die Sonne u.s.w. für unsere Vorfahren waren und warum sie diese kultisch verehrt haben.
Ich weiss nicht in welchem Kulturkreis das Fasten entstanden ist und es ist mir auch nicht wirklich wichtig,denn mittlerweile sind sehr viele Einflüsse in unserer Glaubensauslebung vertreten,die damals sicherlich nicht oder nur von einer Minderheit praktiziert wurden.Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen,das sich ein damaliger Bauer einfach mal so hingesetzt und meditiert hat.
Gerade in der heutigen Zeit des Überflusses kann eine Grenzerfahrung,wie das Fasten,sicherlich neue Horizente öffnen,aber dies hast Du ja auch erwähnt.
Nordian ist offline   Mit Zitat antworten
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