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| Nordische Wege Informationen und Diskussionen rum um die Themen des Asatru, die germanische Glaubenswelt und Religion, Geschichten, Mythen usw. |
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| | #61 (permalink) | |
| der Stilkam Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Neuwied Alter: 43
Beiträge: 50
| Zitat:
da wir uns im Unterforum "Nordische Wege" befinden, setzen wohl die wenigsten Leute hier ein indianisches Verständnis von Opfern voraus. Im konkreten Fall: Vieh war Besitz der Germanen s. die Verknüpfung der Fehu-Rune mit monetärem Reichtum, mobilen Werten usw. Was mir gehört, kann ich opfern, so muß es wohl in diesem Kontext verstanden werden. (Nicht daß mir die Sichtweise der Indianer unsympathisch wäre.) Grüße, Stilkam | |
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| | #62 (permalink) | |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 21.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 349
| Zitat:
Jedenfalls wenn dieser im Besitz und Eigentum eines andern war. | |
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| | #63 (permalink) | |
| Rude Boy Action Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Saarbrücken/Dortmund Alter: 21
Beiträge: 594
| Zitat:
Da es aber zu bezweifeln ist, dass sich hier irgendjemanden einen Haussklaven hält(vom Ehepartner bzw der kleinen Schwester vielleicht abgesehen), ist das weitestgehend irrelevant
__________________ My mom's always complaining, That nothing can save my soul. I don't give a damn about anything, Just football, drinks and Rock'n'Roll! | |
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| | #65 (permalink) | |
| Rude Boy Action Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Saarbrücken/Dortmund Alter: 21
Beiträge: 594
| Zitat:
Schon klar, aber bei einer solchen 'Übertragung' müssen die Voraussetzungen natürlich erst einmal gegeben sein und was Sklaven angeht ist dem - nach dem hierzulande geltenden Gesetz - nunmal nicht so
__________________ My mom's always complaining, That nothing can save my soul. I don't give a damn about anything, Just football, drinks and Rock'n'Roll! | |
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| | #67 (permalink) |
| Suchende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Dortmund Alter: 38
Beiträge: 131
| hm, das heißt, ich darf meine chefin nicht opfern? schaaaadeee... ![]() aber mal im ernst: ich halte mir für gewöhnlich eine kleine pflanze auf dem altar, die dann meine trankopfer erhält. (wein auf parkett = unschö-klebrig ).neulich habe ich eine zeichnung von mir als opfer verbrannt, als symbol für meine schöpfungskraft.
__________________ Du tust Menschen nicht weh, sondern Menschen tun sich an dir weh. Was kann das Messer dafür, wenn ich mich an ihm schneide? Die korrekte Maßnahme ist doch nicht, das Messer stumpf zu schleifen (dann funktioniert es nämlich nicht mehr), sondern zu lernen, korrekt und vorsichtig damit umzugehen. |
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| | #68 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 04.06.2007 Ort: Kölle
Beiträge: 91
| das mit dem opfern is so ne sache da ich wie viele anderen auch iner großstadt lebe und nicht allzuviel platz ist um ungestört zu sein(sprich der nächste ungestörte ort in der natur ist ne ganze ecke entfernt) , wird meist nur räuscherzeug (am fenster bzw ritualabhängig) oder halt etwas von nem getränk (zb en kurzen für die götter) geopfert. ich verbinde opfern mit ruhe(zb meditieren), besinnlichkeit und nähe zur natur grütze svart |
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| | #70 (permalink) |
| Suchende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Dortmund Alter: 38
Beiträge: 131
| So wie ich das sehe, drücken wir im und durch das Opfer ja auch etwas aus, was man allein mit Worten nicht oder nicht so deutlich sagen kann. Sprich: es geht um das, was im Herzen ist. Wie genau das Opfer dann aussieht, wird der jeweiligen Gottheit doch wohl weniger wichtig sein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Wesen mit göttlichem Status kein Verständnis dafür haben können soll, daß z.B. Svart in Köln nun mal kein ganzes Schwein mehr auf dem Domplatz opfern kann (falls aber doch, Svart, sag mir bitte Bescheid, dann komm ich runter.
__________________ Du tust Menschen nicht weh, sondern Menschen tun sich an dir weh. Was kann das Messer dafür, wenn ich mich an ihm schneide? Die korrekte Maßnahme ist doch nicht, das Messer stumpf zu schleifen (dann funktioniert es nämlich nicht mehr), sondern zu lernen, korrekt und vorsichtig damit umzugehen. |
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| | #71 (permalink) |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 21.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 349
| Mit den opfern vernimdet man schon einen "Wert". Diese können schin individuell verschieden sein. Nicht jeder hat ja die gleichen Möglichkeiten. Aber immer beim Minnimum zu bleiben wird schon auffallen. |
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| | #73 (permalink) |
| Suchende Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Dortmund Alter: 38
Beiträge: 131
| @freies Radikal *nick* Ja, sowas meinte ich. Es kommt sozusagen mehr darauf an, wieviel man prozentual von dem gibt, was man geben *kann*, als wieviel es tatsächlich ist. @Svart Hehe, kein Problem....und wenn eine von meinen Ratten nochmal die Bücher annagt, bringe ich das Opfertier gleich selbst mit. Sorry fürs OT...und an alle: nein, das ist NICHT ernst gemeint!!!
__________________ Du tust Menschen nicht weh, sondern Menschen tun sich an dir weh. Was kann das Messer dafür, wenn ich mich an ihm schneide? Die korrekte Maßnahme ist doch nicht, das Messer stumpf zu schleifen (dann funktioniert es nämlich nicht mehr), sondern zu lernen, korrekt und vorsichtig damit umzugehen. |
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| | #74 (permalink) |
| Guggeda Registriert seit: 23.06.2007
Beiträge: 4
| opfern sehe ich aber auch als Moment der Besinnung,mit meinen ganzen Sinnen bei dem Gott/Göttin zu sein für den ich etwas opfer, etwas was mir lieb und teuer ist, aber es hat nix mit Verzicht zu tun..z.B. opfer ich den ersten Schluck meines Morgenkaffees meinem Gott, ich begrüß ihn dadurch und gebe ihn einen Moment meines Lebens
__________________ Heilsa Briga & Lodur |
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| | #76 (permalink) |
| Nebelkrähe | @ Suzukuvlad grundsätzlich jein .Beim Opfern geht es um Ausstausch von Energie, also gehört "hungern" oder fasten da erst mal dazu. Man verzichtet und jetzt Energie frei. Im germanischen Kontext würde ich das erstmal verneinen, weil Speiseopfer da eher die Qualität "mit den Göttern teilen", "mit den Göttern feiern", "die Früchte der gemeinsam erbrachten Leistung" haben. So verstehe ich das jedenfalls. Traditionell sieht es so aus, dass die Menschen Mittel- und Nordeuropas klimabedingt öfter von Hungersnöten existentiell bedroht waren. Da wird wohl keiner auch noch mutwillig gehungert haben. Für mich hat das irgendwie eine christliche Attitüde.Im schamanischen Zusammenhang wäre da noch Odins Selbstopfer. Neun Tage ohne Essen und Trinken im Weltenbaum. Nur ist das Fasten da ein Teil des Ent-Setzens, des außer sich werdens, des symbolischen Todes und der Wandlung. Alles andere als alltagstauglich. Ein ganz schräges Beispiel von Hungeropfer hab ich kürzlich gelesen. Da schrieb eine sehr schwer an Magersucht erkrankte junge Frau über die "Herausforderung" des Hungerns. Auffällig war die starke Personifizierung ihrer Krankheit. Ja, auch solchen Wesenheiten kann mensch opfern ![]() Und ja,ich hab ein gespanntes Verhältnis zu "Hungeropfern"
__________________ insprinc schublandun. |
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| | #77 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 30.05.2007 Ort: Lübeck
Beiträge: 28
| Ob man fasten nun als Opfer sehen kann,weiss ich nicht,dennoch finde ich,dass man es gut in Asatru einbinden kann.Wie wetterleuchten schon schrieb,haben unsere Vorfahren sehr oft naturbedingt Hunger leiden müssen,somit würde man sich durch fasten sicher besser in alte Zeiten reinversetzen können und die Ursprünge unseres Glaubens begreifen.Weiterhin soll das Fasten ja auch spirituelle Erfahrungen begünstigen.Für mich ist Fasten nicht christlich besetzt und ich werde es sicher mal ausprobieren,nachdem ich mich genügend informiert habe.Mich würden Erfahrungen in dem Bereich sehr interessieren. |
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| | #78 (permalink) |
| Nebelkrähe | Fasten und Entbehrungen erweitern ganz gewiss deinen Horizont @ Nordian. ![]() Das mit der christlichen Attitüde möchte ich mal an einem Beispiel deutlich machen, der traditionellen 40-tägigen Fastenzeit zwischen Fasnet und Ostara. Bis weit in die Neuzeit war das die Zeit zwischen Winter und Frühling, in der die meisten Vorräte aufgebraucht waren, spätestens jetzt das Hungern begann und die Menschen das erste frische Grün herbeisehnten. Die Heuvorrräte für das Vieh waren womöglich auch allmählich aufgebraucht usw. Fasten war als ein natürlicher Bestandteil des Jahreslaufs, wenn auch nicht ganz ungefährlich. Ich halte unsere germanischen Vorfahren nicht für Asketen aus Überzeugung. Verzicht und Askese als Tugend stammt nach meiner Auffassung eher aus dem jüdisch-christlichen Kulturkreis sowie einigen antiken griechischen Philosophen. Vielleicht sehe ich das auch zu eng, dann korrigiert mich. Jeder Perspektivwechsel erweitert den Horizont und fördert das Einfühlungsvermögen. Und Verzicht kann ein gewaltiger Perspektivwechsel sein. Von daher, interessante Idee, Nordian. ![]() Nur beim Thema Hunger/Selbstbeschneidung und Opfer bin ich halt etwas empfindlich. Aber wie gesagt, meine persönliche Sichtweise.
__________________ insprinc schublandun. |
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| | #80 (permalink) | |
| Trancetanzbär Registriert seit: 30.05.2007 Ort: Lübeck
Beiträge: 28
| Zitat:
Ich weiss nicht in welchem Kulturkreis das Fasten entstanden ist und es ist mir auch nicht wirklich wichtig,denn mittlerweile sind sehr viele Einflüsse in unserer Glaubensauslebung vertreten,die damals sicherlich nicht oder nur von einer Minderheit praktiziert wurden.Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen,das sich ein damaliger Bauer einfach mal so hingesetzt und meditiert hat. ![]() Gerade in der heutigen Zeit des Überflusses kann eine Grenzerfahrung,wie das Fasten,sicherlich neue Horizente öffnen,aber dies hast Du ja auch erwähnt. | |
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