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#1 (permalink)
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| Drache vom Dienst (Admin) | Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt Bitte beachten : © 2006 by Badland Warrior & StarFire All Rights Reserved / Alle Rechte vorbehalten Hier ist der Link zur Bildergalerie ... und zu kaufen gibt's das Ding hier: Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt Der Dogmadachs Ein grantliges Tierchen, das die meiste Zeit darüber nachsinnt, wie wahr doch „seine“ Lehre ist und wie auch die kleinsten Nuancen als Abweichung davon nicht mehr tolerabel sind. Die Lautäusserung erinnert an ein grollendes Predigen. Dogmadachse haben ein recht enges Revier und neigen zur Inzucht, da sie sich nur mit Angehörigen der eigenen Spezies verpaaren. Allerdings gibt es auch trotz dieser engen Sicht mehrere Unterarten davon. Da gibt es den nordeuropäischen Eddadachs, welcher stark behaart ist und eine Vorliebe für vergorenen Honig hat sowie den sinaitischen Bibeldachs, mit der Unterart römischer Klerikaldachs und einer weiteren Unterart, welche Protestandachs genannt wird. Letztere ist in Nordeuropa und ehemaligen europäischen Kolonien anzutreffen. Ferner gibt es da den Femidachs, von dem nur Weibchen bekannt sind. Lautäusserung dieser Unterart ist ein weinerliches Keifen und lautes Wehklagen. Das Fell dieser interessanten Abart ist lila, und meist sind die Exemplare erstaunlich wohlgenährt. Zwar ausgesprochen häufig, aber meist sehr unauffällig sind Kreuzungen aus sinaitischen Bibeldachsen und römischen Klerikaldachsen mit Tuntentukanen. Die sich daraus entwickelnden, sehr unauffälligen Hybriden werden als Tuntendachse und Dogmatukane klassifiziert. Eine Unterart davon erfreut sich im esoterischen Wald meist allergrösster Verachtung und Missgunst. Sie vergreift sich nämlich gerne und oft an kleinen, jungen und wehrlosen Tieren. Werden diese Hybriden bei ihrem heimlichen Tun erwischt, dann findet man sie innerhalb kürzester Zeit über den gesamten Wald verteilt ... in ziemlich kleinen Stücken. Der Wirrvogel Der Wirrvogel ist eine recht bunte Spezies, die zur grossen Familie der schrägen Vögel gezählt wird. Er wirkt meist etwas desorientiert, als ob er gerade UFO-Durchsagen channelt. Der Wirrvogel ist sehr belesen, bevorzugt dabei aber leichte und seltsame Kost. Seien es gerade erst erfundene Schriften, die angeblich aus biblischer Zeit stammen, Kristallschädel „Made in Taiwan“, die Furore machen, „originale“ Merlinabschriften oder Channelings ohne Ende, Hauptsache es ist lieblich und von keiner Art Fundierung geprägt. Der Wirrvogel lästert ab und an über den Dogmadachs und bringt einen mehrstimmigen, sehr verwirrten Gesang zustande, der in der Lage ist, sämtliche Tiere des Waldes konfus zu machen, bis auf den „Struppigen Streuner“. So schillernd wie sein Gesang ist auch das Erscheinungsbild des Wirrvogels, der aus allem möglichen zusammengestückelt scheint, von dem nichts zum anderen zu passen scheint. Leider leidet der Wirrvogel unter starken Blähungen, die er aber abbaut, indem er noch wirrere Gesänge ablässt. Der düstergruftige Biberdachs Der düstergruftige Biberdachs ist dunkel. Er ist so dunkel, dass selbst Schwarz dagegen aussieht wie die strahlende Sonne. Er ist nachtaktiv und verträgt kein Sonnenlicht. Anzutreffen ist er bei friedhofsschänderischen Aktivitäten oder bei anderen Dingen, die dem Autor die gute Erziehung verbietet genauer zu beschreiben. Düstergruftige Biberdachse bauen sich meist tief unter der Erde gelegene Höhlen, nehmen aber auch gern Katakomben und Industrieruinen in Beschlag. Diese staffieren sie dann mit Ästen aus, die wie umgedrehte Kreuze aussehen. Sie intonieren satanische Gesänge, wenn sie nicht gerade in eine Art beschwörendes Murmeln oder manisches Gelächter übergehen. Düstergruftige Biberdachse sind bei anderen Tieren im Wald nicht sehr beliebt, weil sie dazu neigen, unappetitliche Dinge mit Blut zu tun, vorzugsweise dem anderer Tiere. Die Wahnwachtel Hysterisch kreischend ist dieser zerfledderte Zeitgenosse, der zur Spezies der Puhvögel gehört, nicht gerade eins der sympathischsten Wesen im esoterischen Wald. Lauthals lamentierend und unhaltbares Zeug von sich gebend, tanzt die Wahnwachtel auf den Nerven anderer herum und flattert von Ast zu Ast, um ihren Kot auf andere Waldbewohner fallen zu lassen. Wird sie daraufhin von anderen kritisiert, zetert sie nur noch lauter und ritzt sich die Flügel mit Dornen. Das putzige Putznickel Das putzige Putznickel ist hauptsächlich eins: putzig. Es hat grosse Kulleraugen und ein samtweiches Fell. Glücklich strahlt es in den Tag hinein, nährt sich von erlesenen Gräsern und Früchten und sumselt von Licht und Liebe, wobei es Wohlbehagen und Freude verströmt. Hauptsächlich wirkt das Putznickel mit den knuffigen Öhrchen und dem putzigen Gesichtchen etwas neben sich, vielleicht, weil es zu oft Sonne tankt, aber es wirkt allerliebst, wenn es in Meditation versunken irgendwo sitzt und liebliche Dinge gurrt. Das putzige Putznickel gräbt nach Bergkristallen, welche es sich zurechtnagt. Der Zweck ist nicht wirklich bekannt, aber goldig ist das allemal.
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. Geändert von StarFire (03.10.2007 um 21:33 Uhr) |
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| Drache vom Dienst (Admin) | Der kaotische Waldkater Dieses Tier kann sehr gross werden und hat furchterregende Krallen und Fänge. Es ist ein sehr soziales Tier, das manchmal in schnurrenden Gruppen beobachtet wird. Es ist possierlich, aber nicht nur das. Der kaotische Waldkater hat den Überblick, denn er beobachtet alle Waldtiere ganz genau, unter anderem deswegen, weil sie auf seinem Speisezettel stehen - jedenfalls die meisten davon. Der Waldkater ist nicht an die drei normalen Dimensionen gebunden, sondern kann urplötzlich aus dem Nichts auftauchen und wieder dahin verschwinden. Das ist etwas, das die anderen Waldbewohner ziemlich nervös macht. Oftmals markiert der Waldkater Bäume mit kryptischen Zeichen, unter anderem den typischen Kreis mit den acht Pfeilen. Die Lautäusserungen reichen von genussvollem Schnurren bis zu einer Art tiefen Intonierens oder schalkhaften Gelächters. Das Nest von Waldkatern sieht wie ein Sammelsurium aus und ist es auch, aber jedes Ding liegt wohlbedacht und mit Grund dort, wo es sein soll. Der struppige Streuner Der struppige Streuner hat einen sehr bezeichnenden Namen. Zwar hat er ein weiches Fell, aber seine Fänge sind gnadenlos. Er ist absolut nicht pflegeleicht, und wie der Waldkater frisst er sehr gern andere Waldbewohner. Auf seinem Speisezettel stehen nicht nur Wirrvögel, Wahnwachteln und Dogmadachse, mit denen er sich oft stundenlange Kämpfe liefert, ehe er die Fänge in sie senkt, sondern auch putzige Putznickel. Die struppigen Streuner streunen durch alle Winkel des Waldes, zerren Dreck hervor und knurren andere Waldbewohner an, was das denn soll. Am liebsten erleichtern sie ihren Darm in die Nester der bodenbrütenden Wahnwachteln und die Baue der Dogmadachse. Das zeigt, dass die struppigen Streuner zwar äusserst haarig, aber reinlich sind, allerdings nicht zur Freude der Betroffenen. Der struppige Streuner frisst alles, was nicht Stein oder Metall ist, trinkt so ziemlich alles, was flüssig ist, und hat die Neigung, auch Angehörige anderer Waldbewohnerspezies zu besteigen. Mit dem kaotischen Waldkater lebt er in friedlicher Koexistenz. Manchmal sieht man sie auch gemeinsam auf Jagd gehen. Es ist nicht ganz klar, ob der struppige Streuner zur Gattung der Wutwölfe oder der krummen Hunde gehört oder ganz woanders eingestuft werden soll. Die Aktivitäten des struppigen Streuners drehen sich um die Mondzyklen und im Jahreskreis, und er kehrt oft dorthin zurück, wo die Gebeine seiner Vorfahren sorgfältig verscharrt sind. Seine Lautäusserungen gehen von einem geilen Hecheln über kehliges Knurren bis zu dumpfem Grollen, von heiserem Bellen hin zu einem schauerlichen Gejaul, das die anderen Tiere nervös macht, da sie dann an alle verdrängten Dinge erinnert werden. Oftmals gebärdet sich der struppige Streuner völlig wahnsinnig, ist aber eines der berechnendsten Tiere im Wald. Der Tantratiger Golden glänzt das Fell des Tantratigers, das mit dem OM-Zeichen bedeckt ist. Tantratiger wirken oft gemächlich, sind aber die mächtigsten Tiere im esoterischen Wald. Sie neigen dazu, stundenlang irgendwo zu verharren und ihre Beute zu dematerialisieren. Anschliessend verpaaren sie sich mit anderen Tantratigern, wobei das Geschlecht manchmal egal ist. Von wohligem Schnurren bis zu alles erschütterndem Gebrüll ist von ihnen jedes Geräusch bekannt. Das Wort „majestätisch“ umschreibt den Tantratiger am besten. Obwohl Tantratiger meist Pflanzen zu sich nehmen, verschmähen sie auch ein Jammergnu nicht. Das Jammergnu Das Jammergnu steht meist selbstmitleidig irgendwo herum und jammert allen die Ohren voll, wie schlecht es ihm geht. Selbstmitleid ist ihm Lebenszweck. Es ernährt sich von der Lebensenergie anderer Waldbewohner und ist dementsprechend unbeliebt. Dafür steht es auf dem Speisezettel aller Fleischfresser im Wald, vom Dogmadachs über den kaotischen Waldkater und den struppigen Streuner bis hin zum Tantratiger. Das Jammergnu ist zottelig, stinkt widerlich und hat immer ein langes Gesicht. Seine Lautäusserungen sind alle klagend und vorwurfsvoll, aber hauptsächlich eins: selbstmitleidig. Wie das Jammergnu bis heute überleben konnte, ist nicht bekannt. Die kichernde KaosKobra Ein wunderschön anzusehendes Wesen ist die kichernde KaosKobra, welche die Farbe von dunklem Curry hat und mit faszinierend schillernden Ornamenten bedeckt ist, die schon beim Anblick hypnotisieren. Doch Vorsicht! Die KaosKobra, welche ein an und für sich friedfertiges Wesen ist, kann auch Gift verspritzen, wenn sie angegriffen wird oder den Verdacht hat, dass jemand aus ihrem Rudel in Not ist, denn KaosKobras leben in Koexistenz mit anderen Wesen des esoterischen Waldes. Kaoskobras dringen in dunkelste Tiefen und lichteste Höhen vor und sind nicht zu fassen, denn ahnt man sie eben noch vor sich, sind sie schon hinter einem und umgekehrt. Durch ihr leises Summen und Zischen bringen sie Subquantenverzerrungen hervor, welche ihnen dies ermöglichen. Kaoskobras haben eine breite Variation an Tonlagen. Sie besitzen einen Kampfruf, der sich anhört, wie „VATER, ich will SINGEN!“, was aber wahrscheinlich eine akustische Halluzination ist. Ungewöhnlich ist, dass KaosKobras auch einem Getränk von sonnenvergorenen Trauben nicht abgeneigt sind. Kaoskobras ernähren sich unter anderem von putzigen Putznickeln, Wahnwachteln, Wirrvögeln und manchmal auch von Dogmadachsen. Es wurden allerdings auch schon sehr grosse Exemplare gesichtet, welche in der Lage waren, ein ganzes Jammergnu auf einmal zu verschlingen. Das liegt daran, dass KaosKobras innerlich grösser sind als äusserlich.
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| Drache vom Dienst (Admin) | Das Ätzhörnchen Ei guck, was für ein hübsches Wesen. Doch halt, was ist das? Es ist ein Ätzhörnchen. Niedlich anzusehen mit dem hübschen Fell und den grossen klimpernden Augen, aber das ausfahrbare Gebiss zeigt, was es wirklich damit auf sich hat. Das Ätzhörnchen ist zu zutraulich, um wahrhaftig zu sein, und verbreitet liebend gern Gerüchte zwischen Wurzel und Baumwipfel und allen Tieren, denen es begegnet, wobei dann angeblich immer der Eber dies und der Hirsch das gesagt haben soll und noch Schlimmeres. Es spielt gezielt die Raubtiere gegeneinander aus, aber auch die anderen werden nicht verschont. Und es ist blitzschnell verschwunden. So verhindert es auf hinterlistige Art, selbst gefressen zu werden. Tiere, die zuviel Zeit mit dem Ätzhörnchen verbringen, leiden an Hirnverflüssigung und enden auf dem Speiseplan des widerlichen kleinen Nagers, auf den zutrifft, dass „Eichhörnchen auch nur Ratten mit einer guten PR sind“. Denn das wohlklingende Zwitschern des kleinen Monsters täuscht darüber hinweg, dass es beim Sprechen kleinste Mengen an äusserst ätzender Flüssigkeit mit der Atemluft ausscheidet. Angeblich ernährt es sich gelegentlich von der Lebensenergie anderer. Dafür, dass das Ätzhörnchen nicht zuviel Schaden anrichten kann, ist gesorgt. Seine Lebensspanne ist recht kurz, denn gerade KaosKater, Kaoskobras, Struppige Streuner und Tantratiger, aber auch mancher Dogmadachs laben sich gern an dem doch köstlichen Fleisch des perfiden kleinen Nagers, mitunter mit so etwas wie Schadenfreude. Der Grossmeistergeier Der Grossmeistergeier ist mit einer Flügelspannweite von etwa vier Metern und einem ausgesprochen grossen Paarungsorgan gesegnet. Er schwebt in den Lüften über dem esoterischen Wald und neigt zu ausgedehnten Flügen, bei denen er die Gegend erkundet, sich öfter niederlässt, um Bodenhaftung zu bewahren, und gleichzeitig einen leckeren Happen zu essen, z.B. ein Putznickel oder ein Jammergnu, das er genüsslich verschlingt. Grossmeistergeier können in allen drei Welten auftauchen und machen selbst dem Tantratiger die Beute streitig. Ihre Nester sehen rustikal aus, und sie wissen, was Sache ist. Sie blicken durch. Deshalb sind sie nicht nur über den Dingen, sondern erst recht in den Dingen. Ein Schnabelhieb des Grossmeistergeiers ist absolut tödlich, denn sein Schnabel ist so hart wie Diamant und so scharf, dass jede Wilkinsonrasierklinge dagegen aussieht wie ein alter morscher Baumstamm. Der Grossmeistergeier ist ein freundliches Wesen, dem man jedoch nicht doof kommen darf. Daher ist er einer der heftigsten Feinde von Wirrvögeln und Ätzhörnchen. Die Crowleykröte „Quak wie du willst, soll sein das Ganze von dem Gesetz!“ Die Crowleykröte ist eine imposante Erscheinung, die nicht nur in den Tümpeln und Teichen des esoterischen Waldes anzutreffen ist, sondern auch auf dem Festland. Irgendwie schafft es die Crowleykröte, recht beliebt zu sein, auch wenn das Putznickel Reissaus nimmt und die Lichtlibelle zittert, wenn sie nur ein Platschen hört. Die Fleischfresser wissen, dass die Crowleykröte die härtesten Partys im Wald schmeisst und interessante Pflanzen kennt. Die Crowleykröte ist absolut konsequent im Handeln und gnadenlos. Der düstergruftige Biberdachs hält sich oft dort auf, wo auch Crowleykröten zu finden sind, allerdings nur nachts und unterirdisch, denn Crowleykröten mögen ebenso wie sie düstere Erdgänge. Sie leben friedlich nebeneinander. Crowleykröten und Dogmadachse sind Todfeinde, wobei sie auch Nahrungskonkurrenten sind. Denn beide fressen Wirrvögel und Wahnwachteln, vor allem letztere. Das liegt daran, dass die Wahnwachtel die Crowleykröte ständig verleumdet, was deren Appetit allerdings anregt. Crowleykröten sind nicht wählerisch, was die Wahl der Sexualpartner angeht, denn Erregung macht sie kurzsichtig. Die kritische Ketzerkatze Sie ist ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Die schön anzusehende Ketzerkatze ist samtpfotig und hat ein rauhes Fell. Sie ist verspielt, kommentiert aber alles und zerfetzt besonders gern die Lieder der Wahnwachtel und des Wirrvogels, aber auch das Brummen des Dogmadachses. Die Ketzerkatze jagt ihre Opfer, indem sie ihnen durch Zerreden Existenz- und Sinnkrisen beschert. Werden die so verunsicherten Tiere selbstmordgefährdet, eilt die Ketzerkatze gern zur Stelle und hat hernach einen gut gefüllten Bauch, um sich die Pfoten zu schlecken. Besonders gern hält sie sich in der Nähe von Dogmadachsen der verschiedenen Unterarten auf und wetzt dort von Appetit erfüllt ihre Krallen. Ihre Laute sind verschiedene Arten von mildem Schnurren, das allerdings erst unter die Haut geht und dann ins Hirn. Das monosynaptische Magiemäuschen Das monosynaptische Magiemäuschen glaubt jeden Müll und hält sich, da es oft an den falschen Pflanzen nagt, für andere Tiere. Es ist aber weder prächtig wie der Tantratiger noch schlau wie der Struppige Streuner, auch nicht flink wie die KaosKatze, sondern einfach nur strunzblöd und völlig daneben. Es ist eins der erbärmlichsten Tiere im Wald, neigt aber dazu, wenn es sich angegriffen fühlt, mit lautem Kreischen zuzubeissen, selbst dann, wenn der Angreifer längst fort ist. Diese dummen Tiere können allein durch ihre Anzahl schon ziemlichen Schaden anrichten. Der Struppige Streuner pimpert sie meist erst und frisst sie dann, die KaosKatzen und KaosKobras beissen sie kurzerhand tot und lassen sie liegen. Auch die Crowleykröte hat Geschmack an den monosynaptischen Magiemäuschen, die manchmal vor Trotteligkeit überall gegen laufen und noch dümmer sind als die Wirrvögel.
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| Drache vom Dienst (Admin) | Das Kreischbeinbaaremanickel Das Kreischbeinbaaremanickel ist so gross wie ein Dachs, stinkt erbärmlich, ist fett und hässlich, will aber immer recht haben. Anscheinend ist es mit den Dogmadachsen verwandt, ganz sicher ist man sich aber nicht. Es jammert und zetert, weiss angeblich alles und vor allem besser, und geht allen Tieren auf die Nerven. Da es ungeniessbar ist, wird es meist nur getötet, nicht gefressen. Es hat rote Augen, säuft ungemein viel und hat lange Achselhaare, die über den Boden schleifen. Manche Tiere müssen kotzen, wenn sie es sehen. Es hält sich gern in der Nähe von Wirrvögeln, Wahnwachteln und Jammergnus auf. Wovon es sich ernährt, ist nicht ganz klar, aber irgendwoher muss es kommen, dass es so fett ist. Der dickschwänzige Dödeldämon Der dickschwänzige Dödeldämon ist haarig und wirkt wie ein Faun, ist aber eindeutig tierisch. Das grösste Attribut ist sein enormes Glied, mit dem alles gepimpert wird, was nicht bei „drei“ auf dem Baum ist. Dödeldämonen sind flink und rabiat. Sie fressen auch Putznickel und verbringen den Tag mit dem Sammeln von Nahrung, Schlafen und Poppen. Manchmal nehmen sie für kurze Zeit die Gestalt anderer Tiere an, um diese dann durchzunageln und sich mit einem manischen Meckerlachen ins Unterholz zu verziehen. Sie lieben Partys über alles und hängen gern mit den Crowleykröten zusammen ab. Der Trancetanzbär Nimm das Leben nicht zu schwer, hier kommt der Trancetanzebär. Ein behäbiges, freundliches und einfach liebes Wesen, das brummend durch die Gegend tanzt, dabei meist völlig weggetreten ist und sich in anderen Welten befindet, auch mal etwas seltsames Kraut nascht und ansonsten ein freundlicher Zeitgenosse ist, dem man nur nicht zu blöd kommen darf. Er ist knuddlig, wuschlig und herzallerliebst, mag die schönen Dinge des Lebens, steht aber auf dem Boden der Tatsachen. Er hat keine natürlichen Feinde. Das winselnde Weicheihörnchen Immer am Zittern und paranoid Umsichblicken; das ist das winselnde Weicheihörnchen. Es hat stumpfes Fell und will „immer nur Schönes“ sehen, weil es Angst hat, nur durch die Erwähnung von etwas anderem dieses anzuziehen. Seine Lautäusserung ist ein moralisierendes ängstliches Winseln, das dann die Raubsäuger und andere Fleischfresser im Wald auf den Plan ruft. Weicheihörnchen hören sowohl den Wahnwachteln als auch den Wirrvögeln gern zu und sind dementsprechend desorientiert. Sie sehen zwar irgendwo putzig aus, gehen aber einem doch recht schnell auf die Nerven, da sie jede Auseinandersetzung scheuen und sich wehklagend in tiefe Gänge und Baumhöhlen zurückziehen. Ohne ihre extrem hohe Vermehrungsrate wären diese ängstlichen, anfälligen Tierchen schon längst ausgestorben. Das panschende Platschlama Das panschende Platschlama ist ein halbaquatischer Säuger, der sich gern ins Wasser fallen lässt und dabei um sich spuckt. Dort verharrt es dann stundenlang in Meditation, ganz eins mit sich und dem Kosmos. Es lächelt unentwegt und hat für jedes Tier einen guten Rat. Manchmal löst aber auch sein weises Schweigen schon manche Frage. Wirrvögel meiden es aus unbekannten Gründen, und selbst die Fleischfresser zeigen Achtung. Anscheinend strömt das panschende Platschlama eine Art Hormon aus, welches die Tiere friedlich stimmt.
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| Drache vom Dienst (Admin) | Die prüde Planschkuh Dieses Wesen mault, zickt und meckert sich durch den Wald und geht allen auf die Nerven. Es trägt selbst im Hochsommer ein hochgeschlossenes zottiges Fell und zuckt zusammen, wenn der struppige Streuner und der dickschwänzige Dödeldämon zusammen mit der Crowleykröte ihre Zoten reissen, um am ganzen Körper rot zu erglühen. Enthaltsamkeit ist ihr Ideal. Verfällt sie dennoch in Brunft, jammert und wehklagt sie nach dem Geschlechtsakt, und vertreibt den männlichen Planschbullen, der sofort Reissaus nimmt. Die prüde Planschkuh findet jedes Fettnäpfchen und hat völlig wirre Idealvorstellungen. Planschkühe leben im Wasser, wo sie sich gegenseitig ihr Leid klagen. Nur selten gehen sie an Land, weil sie glauben, dass sie unansehnlich sind. Tatsächlich ist die ständige Hängefresse nicht wirklich attraktiv. Manchmal sind sie in Gesellschaft von Jammergnus und sterben dann an innerer Auszehrung. Ihr ständiges Gemaule veranlasst die etwas zynischeren Vetreter der Tierwelt, sie öfter zu ärgern. Die arrogante Arschratte Dieses boshafte Tier ist – wie das Ätzhörnchen – ziemlich verhasst, ausser bei den ebenso boshaften Ätzhörnchen, Kreischbeinbaaremanickeln und schlicht dem Gesocks im esoterischen Wald. Die Arschratte sieht freundlich aus, benimmt sich meist am Anfang auch so, in einer fast hypnotischen Weise, um dann in arroganter Selbstherrlichkeit üble Verdrehungen und Lügen über das neu kennengelernte Tier zu verbreiten. Arschratten sind gekennzeichnet durch einen riesigen roten Hintern und ein winziges hässliches Paarungsorgan, provozieren ständig und erkennen keinerlei Kompetenz an, da sie meinen, sie wüssten alles besser. Sie sind durch und durch boshaft und neigen zu selbstzerstörerischem Verhalten, wobei sie aber noch so vielen anderen wie möglich vorher schaden wollen. Ihre Arroganz und Verlogenheit ist ohne jeden Vergleich. Sie sind in ihrem Vorgehen weitaus gerissener als die Ätzhörnchen und damit um Meilen widerlicher. Arschratten schrecken vor keiner Bosheit und Gemeinheit zurück. Deswegen werden sie auch von einigen Raubsäugern erbarmungslos gejagt und gnadenlos niedergemacht, sobald sie erkannt sind. Arschratten jagen meist einzeln oder paarweise, denn mehr als zwei davon beginnen unweigerlich, sich gegenseitig umzubringen. Das Wiccander Wiccander sind sehr gesellige Tiere, wobei die männlichen Exemplare ein schönes grosses Geweih tragen und die Weibchen mit ihren grossen, ausdrucksvollen Augen sehr hübsch sind. Sie tanzen manchmal zu bestimmten Zeiten im Jahr auf Waldlichtungen. Wiccander haben fröhliche, aber ritualisierte Verhaltensweisen, sind recht humorvoll, verlieren selten den Bezug zur Realität und haben meist ein männliches und ein weibliches Alphatier. Sie treten in Herden zu 13 Exemplaren auf. Wiccander tauschen sich auch mit anderen Tieren aus, mögen aber den Dogmadachs nicht, der sie nur nervt. Dafür werden sie von den tierischen Jägern im Wald auch in Ruhe gelassen. Sie haben ein oft schwarzes Fell mit einer Art Pentagramm-Rosettenmuster darauf. Manche Forscher halten sie für die sehr archaischen Abkömmlinge des steinzeitlichen Megashamanus forestalis, wobei aber ein gewaltiger Expertenstreit besteht. Der philosophische Eitererpel Unter den Vogelartigen ist er zwar ein schönes Exemplar, mit einem gut geformten Schnabel und einem bunten Federkleid, aber er nervt. Ständig muss er alles bis ins kleinste Detail zerreden und schnattert dabei den ganzen Tag, wobei dann eine grosse Leere zurückbleibt. Er selbst aber kriegt nichts wirklich auf die Reihe. Seine Nester sind schludrig, die Eiterenten zetern, und die Küken sehen auch nicht wirklich hübsch aus. Zudem tropft es immer eitrig aus ihnen heraus. Das ist weder vom Anblick noch vom Geruch schön. Darum gehen die meisten anderen Tiere ihnen auch aus dem Weg. Der findige Schmunzelfuchs Er ist, so klein und unscheinbar er wirkt, der Partylöwe im esoterischen Wald. Er findet zu allem und jedem eine Anekdote, geht frohgelaunt durch das Leben und bringt die etwas maukligeren Tiere völlig aus der Fassung, weil er immer zu einem augenzwinkernden Scherz bis hin zum Brüller aufgelegt ist. Er findet auch immer etwas, um Schlimmes zu relativieren. Sein Motto scheint zu sein: „Wenn es dich nicht umbringt, kann es immer noch für einen Witz taugen.“ Er frisst viel und gern, trinkt viel und gern und vögelt viel und gern, auch schon mal ausserhalb seiner eigenen Spezies. Wo der findige Schmunzelfuchs unterwegs ist, da grölt der Wald. Allerdings hat der findige Schmunzelfuchs auch ganz andere Eigenschaften. Er spiegelt nämlich gnadenlos die spirituellen und anderen Missstände, und es soll schon so manchem Wirrvogel das Lachen so im Halse steckengeblieben sein, dass er tot vom Baume fiel.
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| Drache vom Dienst (Admin) | Das plüschige Erdstrahlmännchen Dieses äusserst putzige Wesen ist naiv. Es glaubt nicht nur an die kindliche Unschuld, sondern auch an Erdstrahlen und channelt Durchsagen von Teddybären, trinkt niemals berauschende Getränke und tappst plüschig und mit grossen Kulleräuglein durch den esoterischen Wald, jeden Baum und Strauch anstaunend. Erdstrahlmännchen und ihre verstrahlten Weibchen leben in Höhlen unter der Erde und leuchten im Dunkeln. Ihre Lautäusserungen ähneln einem „Uiiiiii!“ oder einem entsetzten Quieken. Sie begreifen nicht viel, basteln sich ihre eigene gemütliche heile Welt zusammen und polstern ihre Bauten mit den Federn verschiedener Vögel aus, die sie natürlich vorher ausgiebig bestaunt, aber nicht wirklich begriffen haben. Manchmal verpaaren sie sich irrtümlich mit Putznickeln. Die Mischlinge nennt man Verstrahlnickel. Der eschatologische Erklärbär Dieser muntere Geselle ähnelt einem Nasenbären, allerdings hat er einen Aalstrich auf dem Rücken, in dem sich abschiessbare Stacheln befinden, und am Ende des Schwanzes eine dornige Keule. Der eschatologische Erklärbär erklärt allen, warum es sowieso bergab geht und man sich vorbereiten sollte. Er ist dämmerungsaktiv, rottet sich mit anderen seiner Gattung zusammen und übt dann das Bauen von Palisaden, Angriff und Verteidigung und natürlich die Auslegung von Endzeitprophezeiungen. Der eschatologische Erklärbär ist seltsamerweise trotz seiner etwas makabren Tätigkeiten ein ganz liebes Tier, ankuschlig und mit viel Humor. Man darf es allerdings nicht in die Enge treiben, sonst wird es zur reissenden Bestie. Viele Tiere, wie die Putznickel und Erdstrahlmännchen, aber auch die Wahnwachteln und Wirrvögel, haben höllische Angst vor dem eschatologischen Erklärbären, der auch für seinen gesegneten Appetit bekannt ist. Das verkorkste Kratzbürstel Das laute Schmatzen im Unterholz verrät das Kratzbürstel. Es hat einen torkelnden Gang, ist recht mager und knickt manchmal beim Gehen ein. Es will sich spirituell orientieren, kriegt aber nichts auf die Reihe, weil es ständig giftige Pflanzen frisst, die es nicht verträgt. Warum das so ist, das weiss keiner so richtig. Sie leben meistens in Partnerschaften, wobei das Männchen ein ausgesprochenes ********* ist und das Weibchen dumm und hörig (wobei Hörigkeit ja auch eine Form der Dummheit ist). Meist haben verkorkste Kratzbürstel viele Narben von Kämpfen untereinander. Ihr Fell besteht aus Stacheln, die Injektionsnadeln ähneln und mit Giften getränkt sind, die sich in ihrem Körper angereichert haben. Ausserdem übertragen Kratzbürstel alle möglichen Krankheiten, lassen ihren Dreck überall liegen und sind allgemein unbeliebt. Sie sind aber auch recht kurzlebig. Ihre Laute sind Krächzen, Winseln und jammerndes Keifen. Der komatöse Kiffkudu Der komatöse Kiffkudu ist, wie der Name schon sagt, ein Huftier und in der Lage, mit speziellen Lippenfortsätzen Kräuter zusammenzurollen und zu rauchen. Er ist spirituell gebildet, sieht aber alles durch eine etwas drogenverklebte Brille. Meistens sitzt er dumpf kichernd in einer Ecke des Waldes und ist ziemlich zugedröhnt. Er ist von grosser Reizbarkeit und Arroganz, kann hektisch und laut werden, stolpert dann aber über seine eigenen Hufe. Irgendwann wird er dann aufgefressen. Genauso verdreht wie seine Ansichten sind seine Hörner. Manchmal sitzen Kiffkudus in kleinen Herden zusammen, kiffen und kichern oder sagen gar nichts und finden sich dabei wahnsinnig cool, werden aber von der Crowleykröte und anderen nur ausgelacht. Ein anderer Name ist „peinliche Pot-Antilope“. Der grantlige Einsiedlergrumpfel Am Rande des esoterischen Waldes, nahe der Hashimalayaberge, lebt in Höhlen der Einsiedlergrumpfel. Er hält sich fern von den anderen Tieren, da er schlechte Erfahrungen gemacht hat oder einfach genervt ist. Selten kommt mal eins der Kaoswesen vorbei, um tiefschürfende Gespräche zu führen. Der grantlige Einsiedlergrumpfel schläft viel; ansonsten wühlt er in alten Folianten und sammelt Erkenntnisse, die er für sich selbst umsetzt. Einsiedlergrumpfel sind behaart ums Maul, ausserdem haben sie ein dünnes schwarzes Fell, das im Winter dicker wird. Sie sind behäbig und recht sicher, da dort, wo sie wohnen, selten mal eine Arschratte, ein Ätzhörnchen oder etwas ähnliches vorbeikommt. Sie halten sich aus allem heraus, und andere halten sich von ihnen fern, bis auf gelegentliche Besuche der etwas intelligenteren Tiere. Manchmal sieht man vor der Höhle des Einsiedlergrumpfels den Grossmeistergeier oder den struppigen Streuner, die KaosKatze oder die KaosKobra hocken, vereinzelt auch mal einen verirrten Wiccander. Dann ertönt ein dumpfes Grummeln aus der Höhle, und leise Gespräche sind zu hören. Danach sind beide Seiten schlauer, und der Einsiedlergrumpfel rollt sich zusammen, um in lange Meditationsstarre zu verfallen. Nur selten verpaaren sie sich, dann aber richtig.
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| Drache vom Dienst (Admin) | Das Kohnix Das Kohnix ist selten und befasst sich in seiner gemütlich eingerichteten Höhle mit der Kabbala. Freitagnachmittags zieht es sich zurück, um mit sich und seinen Lieben gesellig zu sein. Kohnixe haben lange Löckchen an beiden Seiten des Gesichtes und gespaltene Hufe. Sie sind Wiederkäuer, auch wenn man es ihnen nicht ansieht. Auf ihrem Kopf haben sie einen bunten kreisrunden Fleck. Sie bleiben unter sich - das muntere Treiben in der Umgebung ist ihnen zwar kein Greuel, aber doch fremd -, und sie essen nur bestimmte Pflanzen. Kohnixe sind sehr intelligent, höflich und rücksichtsvoll. Sie sind geprägt durch einen Sinn für Heimeligkeit und Familiensinn. Allerdings neigen sie manchmal auch zu ausgelassenen Feiern. Der böse Bräunling Diese Spezies hatte sich vor vielen Jahren zu einer Seuche entwickelt und den halben esoterischen Wald verwüstet. Bräunlinge sind bösartig, dumm, grausam und gnadenlos. Meist treten sie in Rudeln auf, verballhornen alte mythische Überlieferungen und werden anschliessend von anderen Tieren niedergemacht. Sie sind eine Landplage und daher äusserst unbeliebt bei allen Tieren, ausser vielleicht einigen Dogmadachsen und Wirrvögeln. Ihr Fell ist kackbraun, und sie haben ständig ein Zucken in der rechten Pfote. Sie sind bissig und töten nicht, um zu fressen, sondern einfach aus Spass. Deswegen sind alle Tiere alarmiert, sobald auch nur eins dieser bestialischen Wesen auftaucht. Sie haben die Gestalt von behaarten Käfern und einen sehr kleinen, meist räudigen, Kopf, aber starke Klauenhinterbeine. Glücklicherweise ist ihre Spezies am Aussterben, wahrscheinlich durch Inzucht. Goldfasan (lisp: Goldfaschan) Unterart des bösen Bräunlings. Genauso giftig, doof und radikal. Kann sich gelegentlich aber gewählter und intelligenter ausdrücken. Das ist allerdings ein Mimikry-Effekt und dient deshalb nur der Tarnung, damit er nicht von anderen Tieren im Wald als gemeiner Bräunling erkannt wird. Goldfasane glauben, sie wären etwas Besseres, originaler, origineller und überhaupt! Durch erfolgreiche Mimikry schaffen sie es meist, etwas länger zu überleben als ihre unmutierten Verwandten. Trotzdem verraten sie sich irgendwann und werden dann im nächstbesten Sumpfloch ersäuft oder einfach totgetrampelt. Der Goldfasan hält sich auch für ein recht schönes und elegantes Tier. Leider ist sein Federkleid kein bisschen golden, sondern von einem stumpfen Braun. Seine Ständer sind schwarz, und sein rechter Flügel zuckt genauso wie beim bösen Bräunling. Das Federkleid auf dem Kopf ähnelt einer komischen Kappe, und der Schnabel trällert dumme und einfallslose Lieder, die im Wald zu Recht verpönt sind. Vermehrt sich durch erfolgreiches Mimikry und subtile Anpassung etwas besser als der böse Bräunling, was ihm aber nichts nützen wird, da er letztendlich doch zu doof ist. Der Tuntentukan Ach, was hat der Tuntentukan für schöne Federn. Er schreit dauernd „Prosecco, Prosecco!“ und kichert, gackert und kreischt. Tuntentukane verpaaren sich meist mit anderen Männchen, wobei ungeklärt ist, wie sie sich vermehren. Es sind schräge, aber freundliche und fröhliche Vögel, die auch gern mal Männchen anderer Spezies besteigen und ansonsten mit den Überlieferungen ihr eigenes Ding machen. Magisch sind sie mächtig. Tuntentukane machen prüde Planschkühe und besonders deren Bullen nervös. Und bei Dogmadachsen rufen ihre Schreie Schliessmuskelkrämpfe hervor. Der wonnige Watz Der wonnige Watz ist gross und gemütlich. Er ist stets in Schwarz gekleidet, hat ein kindliches Gesicht mit grossen Kulleraugen, ist nicht in der Lage, böse Absichten zu entdecken und tappst tolpatschig in jede Falle, die ihm von Arschratten, Ätzhörnchen, bösen Bräunlingen und anderen Ekelviechern gestellt wird. Danach ist er sehr traurig, aber nicht lange, denn der wonnige Watz mit seinen weichen Pfötchen und den Katzenohren ist viel zu wonnig, um lange traurig oder böse zu sein. Er hängt gern mit Wiccandern, Trancetanzbären und anderen fröhlichen Gesellen herum und freut sich über das Leben, wobei er die magische Ökologie aber sehr ernst nimmt, jedoch nicht, ohne wonnig zu sein und fröhlich vor sich hin zu kichern. Er ist manchmal etwas träge, aber meist gut drauf, und fast alle mögen den wonnigen Watz. Lautäusserungen bestehen meist aus Brummen, Kichern, Lachen und wonnigem „Hm-hm...“
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. |
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| | #8 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Der Ofeldling Ein schräger Vogel. Er hat ein Federkleid, das perfekt an die verschiedenen Grüntöne und Lichtverhältnisse im esoterischen Wald angepasst ist. Fliegt mit seinen Schwarmgenossen in V-Formation und gibt bei Angriffen Geräusche von sich, die einen direkt in Dokumentarfilme über Fliegerangriffe versetzen. Der Ofeldling hat eine sehr strikte Stimme, weiss, was richtig und falsch ist, diskutiert nicht lange, sondern packt an. Er hat eine golden schimmernde Aura um sich, die Wahnwachteln und Wirrvögel irritiert und abstürzen lässt. Ofeldlinge veranstalten regelrechte Treibjagden auf Arschratten, Ätzhörnchen und das andere Gesocks im Wald, manchmal derartig ausgiebig, dass selbst die Putzlinge und wonnigen Watze protestieren, weil sie die Methoden der Ofeldlinge für masslos übertrieben halten. Bei den Ofeldlingen gibt es strikte Hierarchieränge, und alles Magische läuft fast militärisch ab. Aber sie sind ganz umgänglich, solange man ihre Feinde auch als eigene Feinde betrachtet. Sie sind an ihrem durchdringenden „Tschilp!“ in verschiedenen Tonlagen zu erkennen. Andere Lautäusserungen sind Zetern, Brüllen und Schnarren. Besonders gern fressen sie Ätzhörnchen, Wahnwachteln, Bräunlinge und Arschratten - trotzdem verwechseln sie des öfteren andere, harmlose Tiere mit ihrer Lieblingsbeute. Das Pissbackenhörnchen Dieses Tier pinkelt nicht nur durch Drüsen an der Aussenseiten der Wangen, sondern versucht auch, alle Tiere des esoterischen Waldes gewaltsam zu seinem eigenen erbärmlichen Lebensstil zu bekehren (keine Musik, kein Sex ohne Ehe, keine Drogen, keine Literatur, kein Spass, kein buntes Federkleid), nachdem es sich erst eingeschleimt hat. Wird ihnen nicht gefolgt, poppen sie die Weibchen der anderen Spezies oder explodieren kurzerhand, um Schaden anzurichten, denn es gibt genug, mehr als genug, von ihnen. Neulich haben sie die beiden grössten Bäume im Wald, die Zwillingsbäume, zum Einsturz gebracht. Pissbackenhörnchen sind extrem unbeliebt, obwohl einige der friedlicheren Tiere immer noch versuchen, Gründe dafür zu finden, was sie zu solchem Verhalten treibt. Man will halt nur seine Ruhe und sieht nicht, was die Pissbackenhörnchen für Kroppzeug sind. Insgeheim lachen sich die Pissbackenhörnchen über soviel Dummheit kaputt und hecken die nächste Sauerei aus. Sie ernähren sich von einer öligen dunklen Masse, die sie beim Graben tief unter dem Wald finden. Ihr gefürchtetster Feind sind die Ofeldlinge. Das ausgleichende Anuffel Es hat eine gedrungene Gestalt, ähnelt einem Erdferkel, hat ein schillerndes Fell und ist recht behäbig, kann sich aber auch meist - nicht immer - durchsetzen. Wo immer es Streit gibt, versucht das Anuffel zu vermitteln. Es kauert sich dann erst auf die Hinterbeine, richtet sich dann auf und stösst ein beeindruckendes Grummeln aus. Das reicht dann auch meistens, um die Gegner zu beruhigen. Manchmal nutzt aber auch das nichts. Dann zieht sich das Anuffel zurück und schmollt. Oder es versucht, auf die einzelnen Kontrahenten einzureden. Das nervt oft, denn das Anuffel will auch da vermitteln, wo längst nichts mehr zu retten ist. Manchmal wird es dann aufgefressen oder totgepickt. Das sind aber nur Extremfälle. Das Mimikry-Stöpferchen Ein weibliches Wesen, das Gegenstück zum Dödeldämon. Nimmt teilweise die Gestalt anderer Spezies und deren Verhaltensweise an, um sich zu verpaaren. Das Mimikry-Stöpferchen, auch als Chamäleon-Nymphe bekannt, verpaart sich häufig und gern, daher wechselt es auch oft die Gestalt, verwandelt sich aber nach vollzogenem Akt wieder zurück in die nymphenartige Gestalt, die es eigentlich hat. Ist in jeder Spezies-Verkleidung das zarteste, schönste Wesen und unwiderstehlich für die jeweiligen Geschöpfe. Kann sich in fast alles verwandeln, nur nicht in Tunten-Tukane. Das Popamacho Es stapft majestätisch durch den esoterischen Wald, als ob alles ihm gehört. Klopft grosse Sprüche, hat Muskeln wie Taue und wirkt furchteinflössend. Starrt vor Stacheln und anderen wenig vertrauenerweckend wirkenden Dingen. Mischt sich überall ein, tut von oben herab freundlich. Wenn man an der Hülle kratzt, gibt es einen Knall, und es können einem die Fetzen um die Ohren fliegen, oder man wird verspeist. Denn das Popamacho, dieser Machopopanz, ist nichts weiter als ein aufgeblähtes kleines Schweinchen mit tierischen Komplexen, das magisch so gut wie nichts auf die Reihe bekommt, aber eine grosse Fresse hat. Wird es entlarvt, zieht es sich, Ausreden quiekend, ins Unterholz zurück, um sich zu regenerieren - und hernach wieder den dicken Max heraushängen zu lassen. Denn Selbsteinsicht, nein, die ist dem Popamacho fremd.
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| | #9 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Das Guggeda Das Guggeda ist flauschig, aber etwas zerfleddert und will überall mitsingen, auch wenn es keinen geraden Ton herausbringt. Es ist unterbelichtet wie das monosynaptische Magiemäuschen und weint, wenn es nicht beachtet wird. Kriegt aber nichts auf die Reihe und versteht noch weniger. Fällt manchmal beim Singen vom Ast oder wird von herabfallenden Pan-Tao-Bären zermatscht. Kein sehr ausgefülltes Leben. Guggedas sind sehr häufig, schmecken aber nicht besonders. Meist werden sie ignoriert, versehentlich totgetrampelt oder mit Pflanzen verwechselt. Das sammelnde Gropfemömpf Dieses schwer auszusprechende Tier hat die Gewohnheit, alles zu sammeln - egal, was es ist. Es sammelt Wissen, Versatzstücke und alles, was es kriegen kann, legt riesige Lagerräume an, setzt sich dann auf den Stapel und denkt, es habe das alles für sich gepachtet. Wird von anderen als Ärgernis betrachtet. Das sammelnde Gropfemöpf will alles monopolisieren, auch wenn es keine Ahnung davon hat. Es trampelt durch den Wald und eckt überall an. Irgendwann wird es dann von anderen Tieren ausgelacht oder gefressen oder schmollt sich wegen eines Missverständnisses zu Tode, wonach seine Höhle von den rechtmässigen Besitzern der Wissensinhalte geplündert wird. Der Pan-Tao-Bär Wird von den anderen Tieren für unheimlich weise gehalten, weil sie das, was er sagt, nicht wirklich verstehen. Er trägt einen komischen schwarzen Hut und grinst meistens. Lebt hoch oben in Baumwipfeln. Junge Exemplare fallen gelegentlich aus grosser Höhe und schlagen meist auf anderen Tieren auf. Dabei bleibt selten irgendetwas Erkennbares übrig. Pan-Tao-Bär-Einschlagskrater erkennt man daran, dass darin die schönsten Blumen wachsen. Das schüchterne Pflock-Goggle Steht meistens irgendwo herum und ist unheimlich neugierig, traut sich aber nix zu sagen. Wird es angesprochen, kann man ihm gelegentlich ein dumpfes „Hmphfgrmbl“ oder ein erschrockenes „Giecks“ entlocken. Es wird davon ausgegangen, dass es die Larvenform irgendeines anderen Tieres ist. Leider wurde es noch nicht bei der Verpuppung beobachtet. Man stuft es als Insekt ein, weil es unheimlich grosse Augen (oder auch extrem dicke Brillengläser) hat. Manche Tiere im Wald halten die Pflock-Goggle für ausgesprochene Leckerbissen, obwohl sie nicht gerade selten sind. Der interdimensionale Zwölf-Ender Er erscheint oft als eine Mischung aus mehreren anderen Tieren, hat aber nichts mit dem Wolpertinger gemein. Einmal erscheint er als ein Jammergnu, um sich dann plötzlich wie eine KaosKobra zu verhalten und als nächstes herumzusäuseln, als wäre er ein Putznickel. Man könnte meinen, der interdimensionale Zwölf-Ender wäre schizophren - aber er weiss sehr genau, was er tut, auch wenn er sich wahllos mit fast allen anderen Tieren des Waldes paart (nur nicht mit Jammergnus, auf denen er gelegentlich auf subtile Weise herumtrampelt). Sein Hauptmerkmal: Er ist meist einfach nicht da, nicht zu fassen und steht trotzdem ständig hinter einem, was den meisten Tieren ein ungutes Gefühl beschert. Seine Nahrungsgewohnheiten sind einfach. Er frisst ein wenig hiervon und ein bisschen davon, von allem aber etwas - dazu oft Bratkartoffeln und eine leckere Sosse. Das Endzeit-Schreckchen Das Endzeit-Schreckchen ist ein sehr naher Verwandter des Prophezeiungs-Übels. Es guckt ständig starr in eine Richtung. Befürchtet permanent tieffliegende Klaviere, unregristrierte oder unmarkierte Fallgruben und springende Bäume, die - wenn überhaupt - dann aus völlig anderen Richtungen kommen, als die, in die es gerade guckt. Hängt gerne mit Dogmadachsen und Wirrvögeln herum. Macht andere Tiere mit seinen Befürchtungen und seiner Todessehnsucht völlig kirre. Glaubt an absolut irreale, surreale und subreale Prophezeiungen und/oder Fernseh-Nachrichten gleichzeitig und schafft es sogar, sie gleichzeitig zu vertreten - egal, wie widersprüchlich sie sind. Ein Endzeit-Schreckchen schafft es sogar, einen Wirrvogel zum völligen Durchdrehen zu bringen. Diese komischen Lebewesen sind gelegentlich in der Gesellschaft von eschatologischen Erklärbären zu finden, von denen sie aber nicht wirklich ernst genommen werden.
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| | #10 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Der systemimmanente Logiklurch Dieses Tierchen lebt versteckt an dunklen und feuchten Plätzen, wo sie oft den Ausdünstungen gewisser Schimmelpilzarten ausgesetzt sind. In ihrem Bestreben, alles irgendwie logisch oder wissenschaftlich fassbar machen zu können, nehmen sie sogar die abstrusesten Theorien in Kauf, Hauptsache sie klingen irgendwie schön komplex-kompliziert und befriedigen ihren ansonsten simplen Sinn für Realität. Da die Fortpflanzung und der damit einhergehende Spass ihnen eher zuwider ist, ist ihre Art langsam aber sicher vom Aussterben bedroht. Logisch, oder? Als kaltblütiges, bodengebundenes Tier hält der Logik-lurch recht wenig von den anderen Tieren des Waldes, besonders von Vögeln. Das reinplatzende Redeschwall Kann hartnäckig sein, aber meist nur kurzfristig. Platzt immer auf den nettesten und heissesten Partys rein. Labert komischen, einseitigen, selbstgerechten und unreflektierten Stuss, und wenn es dann eins aufs Maul kriegt, schmollt es und zieht sich tagelang in seinen Bau, der meist unter irgendwelchen glitschigen, verdächtig aussehenden Steinen liegt, zurück. Wird dort gelegentlich von Crowleykröten, düstergruftigen Biberdachsen oder anderen, „zufällig“ vorbeikommenden Waldbewohnern (gelegentlich sogar Dogmadachsen) genagelt. Erst wenn das herauskommt, dann ist das reinplatzende Redeschwall richtig pikiert, beleidigt und platzt (oder versinkt im Boden), weil ihm das so ungeheuer peinlich ist. Besonders Crowleykröten haben an so etwas eine Menge Spass. Das Aussehen dieser Art variiert stark. Allen gemeinsam sind aber die grossen Ohren, noch grössere Mäuler und die fehlende Fähigkeit, Dinge zu verstehen, die über ihrem Horizont liegen. Diese Wesen haben gelegentlich sogar einen Horizont mit dem Radius Null - das nennen sie dann ihren Standpunkt. Der Schamanator Dieses Wesen kommt in zwei Formen vor, der normalen und der Killerform. Der Schamanator hat vier Beine und ein unauffälliges bis quietschebuntes Fell. Meist sieht er aus wie irgendein anderes Viech aus dem esoterischen Wald. Er hat allerdings bestimmte Eigenheiten. Er jagt sowohl die Verstrahlhörnchen als auch andere lästige Kleinnager, aber auch Geister und Spuk aller Art. Dann macht er eine Verwandlung durch, entwickelt Reisszähne, Hörner und fürchterliche Klauen, bei der Jagd nach Wirrvögeln sogar Flügel, die er ausklappt. In der Angriffsphase hat der Schamanator rote Augen und ein gesträubtes Fell (gelegentlich auch Schuppen). Man könnte ihn dann für eine Mischung aus Pitbull, Wildschwein, Panther, Bär und noch einigen anderen recht aggressiven Wesen halten. Es ist äusserst ungesund, sich ihm in den Weg zu stellen, wenn er auf Angriff ist. Manchmal zerfleischt er im Eifer des Gefechts auch unschuldige Waldwesen, die nur dummerweise im Weg waren. Das ist dem Schamanator dann peinlich. Er ist aber bekannt dafür, dass er ganze Arbeit leistet. Begegnen sich zwei Schamanatoren, die ohne Absprache auf dem Jagdzug sind (denn sie jagen manchmal auch im Rudel) und geraten aneinander, herrscht im esoterischen Wald Ausnahmezustand, und es bleibt nur ein Krater übrig, in dem sich ein Tümpel für Crowleykröten bildet. Die Lichtlibelle Ein anmutiges Wesen, das über der Erde und über den Wassern schwebt. Es schillert in hellen Farben und sieht aus wie ein überdimensionales Glühwürmchen. Tatsächlich ist es von Licht durchdrungen, hat aber Probleme mit der Bodenhaftung. Es ist jedoch angenehm, in seiner Nähe zu sein, weil das Licht sehr sanft und heilsam ist - allerdings nicht sehr abendfüllend. Das Besserwissi Das Besserwissi mit seinem zerrupften Federkleid gehört zu einer Unterart der Wirrvögel. Es weiss grundsätzlich alles (denkt es), vor allem besser (glaubt es). Das Besserwissi hat einen kreischenden Tonfall, der von Winseln und Keifen unterbrochen wird, wenn es sich äussert. Es glaubt an Channelings und Dimensionssprünge, hat aber eine lange Fresse bzw. eine Art herunterhängende Lefze am Oberschnabel, was dem Besserwissi ein eher lächerliches Erscheinungsbild verleiht. Ausserdem glaubt das Besserwissi an alle möglichen Verschwörungen und nervt alle Tiere im Wald damit. Es hält sich grundsätzlich für schlauer als alle anderen, tut aber immer bescheiden, es sei denn, es wird von anderen Tieren auf Fehler in den Theorien hingewiesen. Dann kreischt und hackt es um sich, verliert noch mehr Federn, nässt sich ein und wird puterrot, was kein schöner Anblick ist. Kaoskatzen, Kaoskobras, Struppige Streuner und Crowleykröten lieben es, ein Besserwissi so zu ärgern, dass es platzt. Dann können sie es nämlich auflöffeln. Schamanatoren fressen Besserwissis im Stück. Dafür, dass es ständig von Licht und Liebe – (oder waren es Gicht und Hiebe?) - krächzt, ist das Besserwissi ungeheuer aggressiv, und ein Schwarm davon wird von allen als Bedrohung empfunden, vor allem, weil das Gehirn davon abdumpft.
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| | #11 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Das Jehozeug Ähnelt einem Hamster mit pomadigem Haupthaar. Tritt immer in mehreren Exemplaren auf, die andere Tiere in aller Fraugöttinfrühe aus dem mehr oder minder wohlverdienten Schlaf reissen, um grenzdebil vor ihnen zu grinsen, mit Blättern vor ihnen zu stehen und zu erzählen, dass eine völlig bescheuerte Lehre, bei der man wenig Spass haben darf, der einzige Weg zur Seligkeit sei. Lungert manchmal auch an Waldrändern herum und versucht, die Blätter, auf denen krauses Zeug in kitschigen Farben gekritzelt ist, anderen Waldbewohnern zu verticken. Das Jehozeug ist ungemein lästig, aber man nimmt es als notwendiges Übel hin oder lacht es aus. Sehr selten verlassen einige Exemplare das Rudel und mutieren kurz darauf zu anderen Tieren des Waldes. Das ist halt Magie. Das Fidelio Fidelios treten in summenden Schwärmen auf. Sie sind immer dort, wo gerade eine Gruppe in der Krise steckt oder niedergeschlagen ist und versucht, diese aufzumuntern. Egal ob Crowleykröte oder Wiccander, jedes gesellige Tier schätzt ihre Anwesenheit - mit Ausnahme der Jehozeugs, der Jammergnus und der Pissbackenhörnchen. Der Urinaltulipan Der Urinaltulipan wird auch als gemeine Pissnelke bezeichnet. Es ist ein ungeniessbares Wesen und – entgegen dem irreführenden Namen – keine Pflanze, jedenfalls keine richtige. Es sieht aus wie eine Ratte, die eine Tulpenblüte als Kopf hat, und ist stets damit beschäftigt, alles schlecht zu machen und in den Dreck zu ziehen. Sie haben vor nichts Respekt und verströmen einen Streitlust erzeugenden, durchdringenden Gestank, der an ein monatelang nicht geputztes Kneipenurinal erinnert - daher der Name. Urinaltulipane sind verhasst, und manche Tiere machen sich einen Spass daraus, sie auszureissen, wenn sie irgendwo Wurzeln zu schlagen drohen, und sie in die erstbeste Ansammlung von Tieren, die sie nicht leiden können, zu werfen. Urinaltulipane sterben meist durch einen gezielten Fusstritt oder konsequentes Unterpflügen. Sie wachsen gern auf den Überresten von Jammergnus. Das Friedliebchen Klein, flauschig und weiss, ist es das Gewissen des Waldes, indem es sich bei irgendwelchen Tieren auf die Schulter hockt oder sich ihnen in den Weg stellt. Dann redet es sanft und betörend auf das Tier ein, etwaige Missstände abzubauen. Viele Tiere hören auf das Friedliebchen mit den grossen lieben Kulleraugen, aber nicht alle. Einige Formen, wie das Ätzhörnchen und die Arschratten, sind dagegen immun. Die Dharma-Ameise Die Dharma-Ameise ist ein kleines Insekt, das in milliardenfacher Stärke, aber unsichtbar, durch den Wald huscht und versucht, Ungleichgewichte auszugleichen, und auch Aas beseitigt, um etwas Schönes zum Erblühen zu bringen. Dharma-Ameisen wirken auf einer höheren Ebene und sind eigentlich eher so etwas wie ein Naturgesetz als ein Tier.
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| | #12 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Das Karmakarnickel Das Karmakarnickel macht sich immer Sorgen um die Folgen seines Handelns und überlegt sich, was es wohl in einem früheren Leben angerichtet haben könnte. Deswegen wirkt es manchmal träge und manchmal konfus. Ansonsten ist es recht harmlos und fristet ein fast unbeachtetes Leben, vermehrt sich dafür aber auch nicht wie normale Karnickel. Das Prophezeiungsübel Es sieht aus wie ein räudiger Terrier, den man mit einer ebenso räudigen Bisamratte gekreuzt hat, besitzt aber kleine Hörnchen. Das Prophezeiungsübel wirkt wie ein Fernsehprediger auf Kokain. Es predigt den ganzen Tag in den düstersten Ausmalungen vom Weltuntergang, dass sich selbst einem Erklärbären, der ja sonst auch ziemlich abgeklärt ist, die Nackenhaare sträuben. „Bereuet, das Ende ist nah!“ kommt in jedem zehnten Satz oder als Zwischenruf vor. Manchmal geisseln sich die Prophezeiungsübel auch mit dem eigenen peitschenartigen Schwanz. Deshalb werden sie auch Maso-Pilamis genannt. Prophezeiungsübel glauben auch an Verschwörungen und blicken immer zitternd und hastig um sich. Sie tragen manchmal ein künstliches Fell, das sie aus weggeworfener Alufolie von Schokolade oder aus Zigarettenpackungen herstellen. Sie glauben nämlich, dass sie dadurch vor der Magie der Verschwörer geschützt sind - die es gar nicht gibt. Das Prophezeiungsübel macht lange zahlenmagische Berechnungen und liebt abstruse Abhandlungen und Herleitungen. Meist ist es in der Nähe von Endzeit-Schreckchen und Wirrvögeln oder Wahnwachteln zu sehen, die dadurch noch hysterischer werden, als sie eh schon sind. Erklärbären fühlen sich durch Prophezeiungsübel genervt und fressen sie dann - auch, wenn sie danach Sodbrennen und Blähungen bekommen. Die Transformationstatze Ein friedliches Lebewesen, das sich in aller Ruhe von den Früchten des Waldes ernährt und auch ab und an einen leckeren Champignon verköstigt – mjam-mjam! Transformationstatzen sind im allgemeinen ruhige Wesen, die daran glauben, dass sich letztendlich - auch wenn im Moment scheinbar alles den Bach hinuntergeht - doch alles zum Guten wendet, meist durch göttlichen Eingriff oder eine tiefe Wandlung. Sie tragen buntes Fell, summen nette Lieder und sind gut zu anderen Tieren, solange es sich nicht um Arschratten, Ätzhörnchen, Pissbackenhörnchen oder Bräunlinge handelt. Den Popamachos gehen sie aus dem Weg oder reissen ihnen die Maske herunter. Sie wollen ihre Ruhe und Behaglichkeit, kümmern sich rührend um ihre Jungen und sind so herzlich, wie man es sich nur vorstellen kann. Werden sie aber geärgert, dann erzählen sie einem auch schon mal das „Wort zum Sonntag“, dass man dann ganz kleinlaut wird. Manchmal sitzen sie mit Erklärbären oder struppigen Streunern zusammen bei einem gemütlichen Imbiss. Mit den Prophezeiungsübeln, Wahnwachteln und Endzeitschreckchen möchten sie nichts zu tun haben, obwohl diese immer versuchen, die Transformationstatze zu bekehren. Transformationstatzen stehen mitten im Leben und freuen sich über alles Schöne. Die Multi-Dreh-Quappe Nimmt täglich eine neue Lehre an, vertritt sie vehement und dogmatisch, um sich am nächsten Tag völlig umzuorientieren. Mutiert im Alter gelegentlich zu einem Dogmadachs, wenn sie nicht vorher explodiert oder gefressen wird. Nur die extrem hohe Vermehrungsrate verhindert ein Aussterben. Das Schenk-Pfui Dieses Wesen wird auch als Ninjahörnchen bezeichnet. Man sagt ihm nach, dass es pechschwarz ist und sich der Umgebung anpasst. Das deswegen, weil selten jemand so ein Hörnchen gesehen hat, um danach berichten zu können. Der Zoologe Wilhelm von Speidorff-Kotzebrüh berichtet aber in seinem „Von denen gar erschröcklych Thieren in dem mysthischen Walde“ davon. Die Höhlen dieser Wesen seien, so von Speidorff-Kotzebrüh „steths eyngerichthet auff dasz sy der Harmonyen der Elementhen eyngedenk seyen“, was auf eine Art tierischen Feng Shuis hindeuten kann. Ninjahörnchen treten manchmal angeblich auch in Rudeln auf. Nachts sieht man vereinzelt Lichtblitze, wenn sie sich unsichtbar machen. Sie jagen nicht einfach ihre Beute, sie liquidieren sie auf lautlose und meist sehr unschöne Art. Manchmal hinterlassen sie am Ort des Geschehens ein kryptisches Zeichen oder ein so geschmackloses Geschenk, dass anderen Tieren sich Fell oder Federn sträuben. Daher der Name „Schenk-Pfui“. Das verursacht oft Panik, selbst unter den abgebrühteren Wesen. Mit Ninjahörnchen ist nicht zu spassen. Allerdings gelten sie als gute Köche, was den Ruf jedoch auch nicht wirklich wettmacht. Aber irgendwie muss ja jeder sehen, wie er sich ernährt. Dafür tauchen die Ninjahörnchen oder Schenk-Pfuis nur sehr selten auf, denn anscheinend haben sie einen sehr langen Verdauungsschlaf, wenn sie einmal gefressen haben. „Als sy nit so lang dem Schlaffe fröhnthen, so wär dies ein grosz Uebel wider die anderen Wesen. Denn so selbst derer mächtygsthe sych zusammenthäten, so wären sie machtlos gegen den schwartz Räuber“, schreibt Wilhelm von Speidorff-Kotzebrüh.
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| | #13 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Die Gaga-Gans Die Gaga-Gans ist ein tolpatschiges Wesen, welches durch den Wald wackelt, nicht fliegen und nicht singen kann, aber gern schnattert - vor allem unzusammenhängendes Zeug. Es springt von „Kahunalomilomi hilft dem Opi auf die Omi“ zu UFOs, geht zu Chemtrails über, mischt alles durcheinander und verursacht bei den anderen Wesen Hirnsausen, ausser bei Besserwissis, anderen Wirrvögeln und monosynaptischen Magiemäuschen. Na gut, bei den etwas unterbelichteteren Wesen auch nicht. Endlos schnattert die Gaga-Gans von Themen, die sie mal aufgeschnappt und von denen sie keine Ahnung hat, verquirlt das alles zu einer hirnzersetzenden Sosse und gakt, quakt und quäkt sie hinaus. Dieses Tier sieht unglaublich bescheuert aus, wie es fett durch die Gegend wackelt, ständig über seine überdimensionierten Platschefüsse stolpert und dummes Zeug von sich trötet. Allerdings gilt es bei den Fleischfressern des Waldes als Leckerbissen. Der garstige Geier Garstige Geier treten meistens in Paaren auf, sitzen nackthalsig auf Bäumen und kichern in sich hinein. Sie halten mit Ultraobjektivaugen Ausschau nach Wesen, die sie verspeisen können. Ihr Jagdlaut hört sich an wie „Hähä, Happi-Happi!“ Dann stürzen sie sich mit scharfen Krallen auf ihr Opfer und zerfleddern es genussvoll. Dabei lachen sie dann hämisch. Diese Flattermänner sind die Gesundheitspolizisten des Waldes, die darauf achten, dass sich Krankheiten und Wirrvögel, aber auch anderes Geviechs, nicht zu sehr ausbreiten. Sie sind sehr verträglich mit den anderen Fleischfressern und selbst mit Crowleykröten. Das ist eben die seltsame Interaktion des esoterischen Waldes. Garstige Geier zeichnen sich durch eine ganzjährige Brunftzeit aus. Das IxGrommek Gehört zur grossen Familie der Wirrvögel, ist flugunfähig, hat dafür eine grosse Klappe. Es hat einen dicklichen, ballon- oder birnenförmigen Körper, den es leicht zu mehrfacher Grösse aufblasen kann. Kommt dann aber nicht mehr durch die Tür. Tritt im allgemeinen paarweise auf. Raubt das Eigentum anderer Tiere und behauptet dann lautstark, es wäre seins. Verstrickt sich gerne in Widersprüche. Klagt Dinge an, die es selbst begangen hat. Verdreht Tatsachen, bis es selbst nicht mehr weiss, was richtig oder falsch ist. Beruft sich gerne auf Experten, die es dann falsch zitiert. Verleumdet andere Tiere, weil es Tatsachen völlig falsch versteht und auslegt. Vertritt gern mehrere Meinungen gleichzeitig, je nachdem, was gerade zu passen scheint. IxGrommek-Pärchen sind ausgesprochen nervig und werden ständig aus den Revieren anderer Tiere verjagt, denen das hirnlose Gesotter einfach nur auf den Geist geht. IxGrommeks haben aber gewöhnlich auch eigene Reviere, in denen sich hauptsächlich die zweifelhafteren Charaktere des esoterischen Waldes versammeln (hauptsächlich Wirrvögel aller Couleur). Ernsthaft gejagt wird das IxGrommek nur selten, und dann auch nur von Raubtieren, die extrem verärgert auf das anmassende und nervige Gehabe der IxGrommeks reagieren. Das IxGrommek hat einen sauren und ranzigen Geschmack (ausserdem riecht es streng), weshalb es nicht unbedingt auf der Speisekarte der grossen Raubtiere steht. Der bekannte Forscher Urs Urbi fand noch weitere faszinierende Tatsachen über diese Spezies heraus: „Wenn man mal eins erlegt, muss mans verbrennen oder das Maul mit Beton ausgiessen, bevor mans verbuddelt. Liegt vielleicht daran, dass Hirn und Maul des Tieres von zwei völlig autonomen Nervensystemen gesteuert werden. Das sogenannte Schnabel- bzw. Maulhirn des Tieres kann noch tagelang weiterfunktionieren, auch wenn der Rest schon daut ist. Sein Kampfschrei, mit dem es andere Tiere, besonders Drachen, angreift, klingt ungefähr so“: „eeeeennneeeelllpppeeee!“ Weiters existieren noch Beobachtungsprotokolle der bekannten Okkult-Genetikerin und Eso-Zoologin Trollus-Tarik: „Das IxGrommek verfügt über ein Beleidigtsein-Gen, das den Dummquatsch-Generator im Schnabelgetriebe anschmeisst, wodurch dann das Hirn beginnt, in auf- und abschwellender Helligkeit zu leuchten. Bei höchster Helligkeit (= maximale Schnabeltätigkeit) sieht man ein kleines Kügelchen einsam durch die weiten Hallen des ebenfalls ballonartigen Kopfes kreisen... Wenn der Schnabel nicht so laut klappern würde, könnte man ein leises „Ist da noch wer?“ hören.“ Die spöttische Nebelkrähe Der Name sagt alles. Die Nebelkrähe zerlegt alles, was ihr nicht in den Kram passt. Mit scharfem Schnabel pickt sie sich die idiotischsten Äusserungen ihrer Beute heraus und haut sie ihr um die Ohren, bis diese völlig meschugge im Dreieck hüpft. Je zäher die Beute, desto mehr Spass hat die Krähe, die sich normalerweise in dichten Nebelbänken aufhält. Wo eine Nebelbank ist, da ist auch eine Nebelkrähe zu finden - und umgekehrt. Nebelkrähen sind nicht unbedingt weise, aber immer sehr unterhaltsam - auch wenn man ihre Meinung oft nicht teilt. Hauptbeute der Nebelkrähen sind IxGrommeks, die so lange gepiesackt werden, bis sie platzen. Drachen (Draco Nobilis) Sind einfach nur Drachen. Sie sind da - oder auch nicht. Wenn‘s ihnen gerade Spass macht, dann stülpen sie mal kurz den Wald um, um eine Bowling-Bahn, einen Golf-Platz oder einen kitschigen Springbrunnen daraus zu machen. Normalerweise gucken sie aber nur dem lustigen Waldtreiben zu und stehen über den Dingen. Es gibt allerdings Tiere, die können auch einen Drachen auf die Palme bringen. Es gibt verschiedene Drachenarten, die leicht voneinander zu unterscheiden sind. Grosse Drachen können verdammt gross werden und bestehen aus reiner Magie. Über die Ernährung ist wenig bekannt, sie dürfte aber den Gewohnheiten des „Interdimensionalen Zwölfenders“ ähneln. Die Paarungsgewohnheiten wurden bisher auch noch nie beobachtet, da man dazu ein extrem starkes Radioteleskop und sehr viel Zeit und Glück braucht.
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| | #14 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Der Finsterdrache (Draco maleficus) Der Finsterdrache hat dunkle, metallisch glänzende Schuppen und ist sehr gross und mächtig. Seine Flügelspannweite umfasst gut und gerne einen halben Ozean. Manche werden auch grösser. Er ist mit den Elementen verbunden und kann im Handumdrehen riesige Stürme, Feuersbrünste, Erdbeben und Flutwellen verursachen. Ursprünglich war es die Aufgabe der Finsterdrachen, die Elemente im Einklang miteinander zu halten. Doch mit dem Auftauchen des Menschen und dessen Eingreifen in die Naturabläufe änderte sich das. Die Finsterdrachen sind der festen Überzeugung, dass die Erschaffung des Menschen ein Fehlgriff der Schöpfung war, und haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Fehler zu korrigieren. Sie glauben, dass es allen Tieren des Waldes viel besser gehen würde (und dass es vor allem auch sehr viel mehr Wälder und sehr viel weniger von diesen hässlichen Betonklötzen geben würde, mit denen die Menschen überall die Landschaft verschandelt haben), wenn dieses Ungeziefer vom Angesicht der Erde verschwinden würde. Daher betreiben sie jetzt mit all ihrer mächtigen Energie die Ausrottung dieses Gezüchts, wie sie es nennen. Sie benutzen ihre Elementarkräfte, um in der Nähe dicht besiedelter Gebiete Erdbeben hervorzurufen, Vulkane ausbrechen zu lassen oder durch Flutwellen und Wirbelstürme ganze Landstriche zu verwüsten, und betrachten es als einen persönlichen Triumph, wenn durch einen solchen Einsatz wieder Tausende von Menschen umgekommen sind, denn dadurch fühlen sie sich ihrem Endziel, der endgültigen Ausrottung der Menschheit, wieder einen Schritt näher. Ihre Vettern, die Goldenen Friedensdrachen, versuchen ihnen zwar wieder und wieder die Albernheit und Unreife ihres Tuns vor Augen zu führen, doch da die Finsterdrachen die Goldenen für verweichlichte Moralapostel halten, lassen sie sich davon nicht weiter beeindrucken und setzen mit unvermindertem Enthusiasmus ihr Zerstörungswerk fort. Einstmals sind auch die Finsterdrachen golden gewesen, doch sind sie im Lauf der Jahrtausende so finster draufgekommen, dass sie jetzt nur noch extrem niedrigfrequente Nahrung zu sich nehmen können. So ernähren sie sich jetzt von den Vibrationen von Angst, Wut, Hass und Gier, die sie sich bemühen, bei den Menschen hervorzurufen. Ihr Hass macht sie blind für die Tatsache, dass mit der Erreichung ihres Endziels auch ihre Nahrungsquelle versiegen wird. Der Goldene Friedensdrache (Draco Aureus Pacificus) Wer einmal einen Goldenen Friedensdrachen erblickt hat, vergisst diesen Anblick sein Leben lang nicht mehr. Es sind Geschöpfe von majestätischer Schönheit und Anmut, doch muss man schon sehr gut sehen können, um einen zu Gesicht bekommen, denn ihre Körper bestehen nicht aus physischer Materie, sondern aus reiner goldener Energie, und die Ausstrahlung der grössten von ihnen umfasst ganze Universen. Wo ein Goldener Friedensdrache sich zeigt, verstummen Streitgespräche, uralte Feindschaften werden beigelegt, und Kriege enden. Das liegt daran, dass die kämpfenden Gegner auf einmal in der Lage sind, einander ins Herz zu blicken und dort das Ewige und Göttliche zu sehen. Leider ist es für die Goldenen schwer, in stark von Finsterdrachen frequentierten Gebieten in ihrer vollen Präsenz anwesend zu sein, da die Schwingung dort so dicht ist, dass sie sie mit ihrer subtilen Energie kaum durchdringen können. Buddhistisch Praktizierende (besonders in Tibet), Schamanen und Yogis haben jedoch Bewusstseinstechniken entwickelt, die dazu beitragen, die Dichte zu verringern und somit die Zugänge zu dieser Ebene freizulegen. Der Goldene Friedensdrache ist ein Geschöpf, um das sich viele Mythen ranken. Die Kaiser und Könige von China führen ihre Abstammung in direkter Linie auf einen dieser Friedensdrachen zurück. Es heisst, dass dereinst die Goldenen mit den Finsterdrachen verschmelzen werden und aus dieser Vereinigung ein völlig neues Universum hervorgehen wird, wie es bisher noch nie dagewesen ist. Diese Zeit ist jedoch noch lange nicht gekommen. Dracologie ist ein weites Forschungsfeld. Deshalb sind hier nur einige wenige Drachenarten aufgeführt. Klatschianische Sumpfdrachen (Draco Vulgaris Pratchettensis) Klatschianische Sumpfdrachen werden maximal 1,20 Meter lang (ohne Schwanz), haben ein hochkompliziertes Verdauungssystem und neigen dazu, bei Fehlernährung zu explodieren und dabei ihre Eingeweide über ein gutes Dutzend Meter zu verteilen. Das passiert erstaunlich häufig, da sie so gut wie alles fressen oder zumindest probieren. Nur ihre extrem hohe Vermehrungsrate bewahrt sie vor dem Aussterben. Diese Sorte Drachen ist ziemlich oft anzutreffen, während die Grossdrachen eher selten sind (die bemerkt man sowieso erst, wenn man auf ihrer Spielwiese herumtrampelt). Einzige Ähnlichkeit zwischen Grossdrachen und Sumpfdrachen: Wenn sie gehäuft anzutreffen sind, können seltsame Effekte eintreten. Bei Sumpfdrachen entspricht das Ergebnis meist einem tiefen Krater, beissendem Geruch und verstreuten Körperteilen, bei Grossdrachen stülpt sich das Kontinuum um und versucht sich hinter den Bäumen zu verstecken. Bei sehr grossen Grossdrachen kann man auch mal erleben, dass das Multiversum versucht, sich möglichst klein zu machen, um nicht aufzufallen. Fluffy Bunnys Extrem häufige Besucher im esoterischen Wald, allerdings nicht heimisch. Keinerlei magische Kräfte, keine Ahnung und auch sonst ziemlich unterbelichtet. Geschmacksrichtung zwischen extrem fad über knusprig bis ausgesprochen lecker. Ausgezeichnet als Snack und als Nachtisch geeignet. Das Regenbogen-Glimmerchamäleon Das Fell dieser wunderschön anzusehenden Tiere changiert und fluoresziert in allen Farben des Regenbogens und passt sich immer perfekt der jeweiligen Umgebung an. Befindet sich ein Glimmerchamäleon in Gesellschaft von Wiccandern, so zeigt sein Fell ein tiefes Samtschwarz mit silbernem Pentagramm-Muster, in Gesellschaft von Wirrvögeln dagegen nimmt sein Fell eine lustige bunte Färbung an. Glimmerchamäleons sind bei allen anderen Tieren des Waldes gern gesehen, da die meisten irrtümlich davon ausgehen, es handle sich hierbei um ein Tier der eigenen Gattung, und sich in seiner Gesellschaft so richtig heimisch fühlen. Nur die intelligenteren Spezies bemerken, dass das Chamäleon gar keine eigene Farbe zu haben scheint. Wenn mehrere Glimmerchamäleons aufeinandertreffen, geraten sie in Verwirrung, da sie auf einmal nicht mehr wissen, welche Farbe sie annehmen sollen. Dann kommt es zu wilden Übersprungshandlungen. Daher meidet das Glimmerchamäleon im allgemeinen die Gesellschaft der eigenen Artgenossen. Wie es ihnen dennoch gelingt, sich reichlich zu vermehren, ist nicht bekannt.
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| | #15 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Der Grummelgnom Der Grummelgnom ist kein Tier, sondern, wie der Name schon sagt, eine Gnomenart. Er lebt aber ebenfalls im Wald mit den anderen esoterischen Wesen. Er ist klein und gedrungen, und man erkennt ihn daran, dass er stets gesenkten Kopfes durch den Wald läuft und unverständliche Dinge vor sich hingrummelt. Er ist nämlich ganz und gar nicht einverstanden mit dem Lauf der Welt und ist voll und ganz davon überzeugt, dass alles viel besser laufen würde, wenn die anderen nur auf seine Ratschläge hören würden. Für ihn ist die Welt ein Räderwerk, und er weiss natürlich ganz genau, welche Hebel welche Räder in Bewegung setzen und wie das Ganze eigentlich zu funktionieren hätte. Dass die Welt sich darum nicht schert, sondern einfach so läuft, wie sie will, betrachtet der Grummelgnom als persönlichen Affront. Sein weibliches Gegenstück ist das giftige Zankäpfelchen. Die beiden paaren sich nur dann, wenn es sich absolut nicht mehr vermeiden lässt, bringen aber dann aussergewöhnlich miesepetrige und zanksüchtige Nachkommen hervor. Wenn sich in einer Ecke des Waldes eine Grummelgnomenfamilie angesiedelt hat, leert sich diese Gegend wie durch Zauberhand von sämtlichen anderen Bewohnern, bis auf den grantligen Einsiedlergrumpfel, mit dem der Grummelgnom die Weltverachtung teilt. Sie sitzen gern zusammen und klagen über den Verfall der guten Sitten und den Niedergang der Zivilisation. Die Versuche des Einsiedlergrumpfels, den Grummelgnom für seine alten Folianten zu interessieren, stossen bei diesem jedoch auf absolutes Desinteresse. Die bunte Welt der Reiki-Hühnchen Die Reiki-Hühner stammten ursprünglich vom Usui-Stammhahn ab, wiesen eine perlgraue Färbung auf und waren eher bodenständig. Wie bei Hühnern üblich, gibt es wesentlich mehr weibliche als männliche Tiere. Seit Jahren hat diese Hühnerrasse durch Mutationen und wilde Kreuzungen mit anderen Tieren kaum noch einen „reinen“ Stamm. Inzwischen gibt es die kunterbunten Rainbowhühner, nicht relativitätstheoriekonforme Tachyonenhühner, die ultrageilen Tantrahühner, die Healing-SignsÆ-Hühner mit den lustigen Mustern auf ihren Federn, die Goldreiki-Hühner, die so schwer sind, dass sie nicht einmal mehr laufen können, die Violet-FlameÆ-Hühner, die sich wie ein Phönix selbst verbrennen, allerdings nicht wiederkommen (da müssen sie noch etwas üben). Ausserdem die irrelevanten Full-Spektrum-Hühner; die Engel-Ki-Hühner mit Heiligenschein und nervösen Zuckungen; die ständig „Deus Vult“ brüllenden Templar-Degree-Hühner; die „Aufgestiegenen Meister“-Hennen, die immer mit dem Kopf im Sand stecken; Drachen-Reiki-Hühner, mit Schuppen statt Federn (deshalb gackern sie besonders laut und stolz); Shamanen-Ama-Deus-Glucken, mit Knochen und Federn anderer Vögel behängt; Kundalini-Hähnchen, Amara-Hühnchen, Delphin-Hähnchen (mit systemimmanenter Orca-Energie), Celtic-Reiki-Küken, lemurische Inga-Reiki-Hühner und Ra Sheeba-Hühner, die gerne zu Katzenfutter verarbeitet werden. Es gibt noch viele weitere Unterarten, die aber wegen der schieren Menge nicht aufgeführt werden können. Die Erforschung von Reiki-Hühnern hat sich durch die erstaunliche Menge von Unterarten, deren Untergruppen und Mutationen inzwischen zu einem eigenen Forschungszweig ent-wickelt. Die Grundverhaltensweise dieser Spezies ist aber immer gleich: Wenn Ex-emplare un-ter-schied-lich-er Arten auf-ein-an--der-treffen, gibt es immer ein ohrenbetäu-ben-des Gegacker, Geflatter und wildes Rum-gehacke. Die charismatische Kreuzotter Gehört zur grossen Familie der falschen Schlangen. War früher ein Dogmadachs (vermutlich ein Bibeldachs) und verlor durch Mutation ihre Beine und ihr Fell. Sie verbreitet ihr Gift schleichend und heimtückisch. Wer sich von ihr beissen lässt, verliert jeglichen Sinn für Realität - sowie den Humor - und kann nur noch innerhalb engster Grenzen denken und handeln. Mit der Zeit verwandelt sich ein gebissenes Tier selbst in eine solche Schlange. Die charismatische Kreuzotter ist nicht besonders schnell, aber sehr beharrlich. Durch ihr unauffälliges Muster erscheint sie viel harmloser als sie ist. Ihre Mimikry-Fähigkeiten sind nicht besonders gut entwickelt, reichen aber für Wahnwachteln, Wirrvögel und andere irre Wesen völlig aus. Charismatische Kreuzottern erkennt man daran, dass sie nur ein Buch kennen, das sie völlig wörtlich nehmen. Man unterscheidet drei Hauptarten, die sich in Dutzende von Untergruppen aufgliedern. Gegenmittel gegen die Giftbisse existieren, müssen aber in Elefanten-Dosis verabreicht werden. Die gehässigen Voodoo-Vipern Bedienen sich gerne bei allen magischen und religiösen Richtungen, die sie dann in stark verfälschten afrikanischen Geisterglauben einfliessen lassen. Oft gehässig, bissig und hochgiftig - wie alle falschen Schlangen. Trotzdem gehen viele der weniger magiebegabten Tiere zu ihnen, da die Voodoo Vipern eine Begabung für gute Werbung und unhaltbare Versprechungen haben. Zu Voodoo-Wachteln entwickeln sich viele der Voodoo-Vipern, wenn sie ein gesetzteres Alter erreicht haben - was nicht heissen soll, dass sie dadurch netter oder gar harmloser würden. Die graubärtigen Grübelgänse Beschäftigen sich vorzugsweise mit philosophischen Hirnwichsereien (bzw. nur mit sich selbst), dem Karma (vor allem dem anderer Leute) und Gedankenkarussells sowie Kopf-Katzen. Meist drehen sie sich im Kreis, hüpfen im Viereck oder springen im Dreieck - kommen aber nie aus ihren eigenen Köpfen heraus. Entwickeln sich gelegentlich zu Jammergnus oder Wahnwachteln, weil sie merken, dass sie festsitzen und nicht weiterkommen, aber trotzdem etwas sein wollen, was sie nicht sind. Diese dummen Gänse sterben oft an Schädelfrakturen, weil sie immer mit dem Kopf durch die Wand wollen, oder sie verhungern zwischen zwei Strohballen.
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| | #16 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Der rauchende Alchemisten-Käfer Diese Wesen erkennt man meist schon am Geruch - lange, bevor man sie sieht oder hört. In ihren unterirdischen Behausungen graben sie nach Chemikalien, mischen oder destillieren erstaunliche Mixturen und forschen nach interessanten Dingen. Alchemistenkäfer besitzen einen schillernden Panzer, meist gefleckt mit Resten der Substanzen, die sie in ihren Höhlen zusammenmischen. Nicht selten stossen sie Rauchwolken und wilde Geruchsmischungen aus. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Experiment danebengeht bzw. zu gut funktioniert - mit dem Ergebnis, dass sich der Bau eines solchen Käfers, nebst undefinierbaren Chemikalien und noch undefinierbareren Insektenteilen, über eine grössere Waldfläche verteilt. Alchemistenkäfer bleiben meist unter sich. Zwar geht das Gerücht um, dass sie durchaus magisch arbeiten, allerdings gehen ihre komplizierten und geheimniskrämerischen Methoden oft weit über den begrifflichen Horiozont der meisten Tiere hinaus. Alchemistenkäfer sind nicht gerade häufig anzutreffen, aber nicht so selten, wie man gemeinhin annimmt. Das überaus bissige Kratzbürstel Dieses Wesen erinnert an ein kahlgeschorenes Schaf und sieht auch dememtsprechend peinlich aus, hat aber eine gespaltene Zunge und Augen, die es nach allen Seiten drehen kann. Das überaus bissige Kratzbürstel ist egoistisch und sehr gemein. Es biedert sich bei anderen Tieren an, indem es hypnotische Farbmuster auf seine Haut projiziert, quetscht sie aus, und bei passender oder unpassender Gelegenheit haut es ihnen eine rein, entweder durch Intrigen oder durch Gewalttätigkeit. Es kann hervorragend austeilen, jedoch nicht einstecken. Kratzbürstel haben eine Behinderung an ihren Augen. Sie können nur schwarzweiss sehen und damit recht holzschnittartig. Ist jemand nicht ihrer Meinung, wird er automatisch zum Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Überaus bissige Kratzbürstel sind streitsüchtig und können von gleich auf jetzt übelste Anfälle haben, von Gewalttätigkeit angefangen bis zu Beleidigungsschwallen. Wo selbst Dogmadachse Fünfe grade sein lassen würden, gehen sie zum Angriff über, denn sie haben recht, recht und nochmals recht. Sie kommen auch noch Jahre später an und geifern andere Tiere voll, was bei diesen schmerzhafte Entzündungen verursacht. Grossmeistergeier sind viel zu erhaben, um sich mit solchen Geschöpfen einzulassen, und Gemeine Geier kriegen das Göbeln, wenn sie das Gezicke dieser Wesen hören. Hinzu kommt, dass überaus bissige Kratzbürstel auch lügen, dies mit Halbwahrheiten vermischen und damit den ganzen Wald in Aufruhr versetzen können. Das führt meist zu endlosen Streitereien unter den anderen Waldbewohnern und einer Ausdünnung anderer Spezies. Oft hängt das überaus bissige Kratzbürstel mit Jammergnus, Ätzhörnchen und anderem widerlichem Viehzeug herum. Es wurde auch beobachtet, wie es zitternd an Dornbüschen kratzte. Diese Unart, sich selbst zu verletzen, ist aufgrund der Dünnhäutigkeit dieser Wesen noch unschöner. Manchmal haben UBKs tatsächlich magische Fähigkeiten, die sie aber nur dazu benutzen, anderen eine reinzuwürgen, denn sie sind ja die Besten und Schönsten überhaupt - glauben sie. Die Grummelgnome und Einsiedlergrumpfel, so wird von führenden Esozoologen angenommen, entstanden aus verschiedenen Restspezies, die sich zurückzogen, als die UBKs Mitte des Katholizoikums überhand nahmen. Treffen verschiedene UBKs aufeinander, kommt es meist zu Mord und Totschlag zwischen ihnen. Das macht ihnen aber nichts aus, da sie sich dominant mit Ätzhörnchen und Jammergnus verpaaren, also eine Zwischenstellung einnehmen. UBKs machen ihre Partner fertig, wo sie nur können, nehmen ihnen metaphorisch die Luft zum Atmen, wollen aber nicht verlassen werden. Haben sie den Partner dann kaputt gemacht, verachten sie ihn auch noch. Und Schuld, nein, das haben immer nur die anderen. Wie ist dieser Plage beizukommen? Nun, manchmal schaffen es Struppige Streuner tatsächlich, diese Spezies so zu ärgern, dass sie „flatscht“. Das ist kein schöner Anblick. Es gibt einen fürchterlichen Furz, und dann platzt das UBK, verteilt seine Innereien und geht in kurzlebigen Flammen auf. Ein zufälliger Todfeind der UBKs ist das hibbelige Hippelfratzel. Das hibbelige Hippelfratzel Erst getan, dann nachgedacht: das ist das hibbelige Hippelfratzel. Immer oder meist nervös um sich blickend, ständig sich am Kratzen, mit den Beinen wippend, popelnd oder kichernd, so kennen wir es. Das Hirfz, wie es auch genannt wird, hat ein Fell ähnlich dem des Nasenbären, erinnert aber eher an eine Mischung aus Lemur und Katze. BOING! Schon ist es weggehüpft. Nur manchmal, wenn etwas sie besonders fasziniert, sitzen sie still da, ihr Schwanz ist hoch aufgerichtet, und die Spitze zittert. Versucht ein anderes Tier, sich lange mit ihm zu unterhalten, muss das Gespräch interessant sein, sonst verfällt das hibbelige Hippelfratzel in eine Art Trance und nimmt nichts mehr wahr. Eine gute Methode, die sich während des letzten Erdzeitalters herausbildete, als die Wirrvögel ihre Blütezeit hatten. Auch Hirfze sind oft impulsiv, aber sie stecken nun einmal voller Adrenalin. Auch sind sie schnell genervt oder überfordert, es sei denn, sie haben etwas besonders Interessantes gefunden. Dann sind sie aber auch ganz dabei. Hirfze fressen alles, es muss nur auf mehrere Mitglieder der Gruppe verteilt werden, denn jedes Tier hat völlig andere Vorlieben. Oft mampfen sie Kakaobohnen. Weil sie den anderen Tieren auf die Nerven gehen, ernten sie oft Ohrfeigen und werden manchmal depressiv. Sie können aber nichts dafür, und jede magische Technik, die sie ausprobieren, scheitert an ihrem Naturell. Dabei wären sie oft gern wie die anderen Tiere (jedenfalls die sympathischeren Exemplare). Hirfze sind dafür bekannt, dass sie die dreckigsten Komapartys feiern, was sie bei den Crowleykröten, struppigen Streunern und vielen anderen Wesen recht beliebt macht. Dass sie aber ehrlich ihre Meinung auskotzen, egal wann, wie und wem gegenüber in welcher Situation, bringt die kritikunfähigen ungemein bissigen Kratzbürstel auf die Palme, und sie haben eine Zielscheibe gefunden. Glücklicherweise können Hirfze böse austeilen, haben fiese Klauen und Rückenstacheln, die sie gezielt abschiessen können und die dann im Opfer zersplittern. Und zumindest ihr Maulbereich ist unempfindlich gegen die Säuren des UBK. Im Gegensatz zu diesem Tier sind Hirfze nicht nachtragend, lassen sehr oft und grosszügig Fünfe grade sein und versuchen, sich mit allen zu verstehen. Oft schiessen sie über das Ziel hinaus, bekommen nur die Hälfte mit und sind auch sonst etwas anstrengend, aber sie sind liebenswerte Chaoten, denen man nicht lange böse sein kann, es sei denn, man sei ein Ätzhörnchen oder UBK. Ihre Magie ist seltsam und verschroben, immer etwas neben der Spur, aber sie ist wirksam. Zwar sind auch Hirfze stur und beharren auf ihrer Meinung, aber ebensogut können sie plötzlich umschwenken und von anderen Auffassungen genauso begeistert sein. Das beruht dann aber auf langer und tiefer Überlegung. Aber egal, was sie machen, sie sind die kleinen Strahlepöter des Waldes. Fressfeinde haben sie kaum, ausser vielleicht den Dogmadachs, aber sie sind auch viel zu flink. Dafür jagen sie selbst gern und zerfleddern fröhlich Wirrvögel jeder Art. Das brummkreiselige Drogadon Dieses seltsame Wesen hat etwas Reptilienartiges, ist aber Warmblüter. Fühlt es sich kalt an, dann ist es meist tot. Drogadons testen so ziemlich alle Pflanzen im Wald auf psychoaktive Wirkung. Sie kochen sie auf, machen Warm- oder Kaltauszüge oder futtern das Zeug roh. Haben sie wieder einmal etwas Bedröhnendes gefunden (was bei der Artenvielfalt im Wald nicht selten ist), dann versammeln sie sich, experimentieren mit wilden Mischungen und tauschen Meinungen über Wirkungsweisen aus. Drogadons sind eigentlich ziemlich harmlos und meist daran zu erkennen, dass sie sich selbst jagen und manchmal auch fressen, wenn sie sich selbst erwischen. Ein Drogadon ohne Schwanz und Hinterläufe gilt als erfolgreicher Jäger. Die meisten Tiere im Wald halten Drogadons für meschugge, gehen sie aber trotzdem gerne an, wenn sie ausgefallene Drogen für angesagte Partys brauchen. Das Frödelknödel Das Frödelknödel sieht man selten allein, und es ist auch selten leise, es sei denn, in der Nähe von planschenden Platschlamas. Frödelknödel sind, äh ... nun ja ... Sie sind nicht wirklich die Schlausten. Intellektuell gefordert ist etwas untertrieben, aber eine sehr milde Umschreibung. Das Frödelknödel sieht aus wie ein weisser Plüschball mit Antennenaugen oben drauf. Es bewegt sich auf vier Beinen fort. Meist scharen sich diese Wesen um irgendwelche Redner verschiedener Art, um dann in Jubel auszubrechen und es jedem weiterzuerzählen. Sie nehmen dann die Farbe des jeweiligen Redners an und sind einfach begeistert, auch, wenn sie nicht einmal ein Zehntel verstanden haben. Dann belästigen sie die anderen Tiere im Wald, um ihnen die halbgaren Ideen vorzukauen. Wonnige Watze und andere Bärenartige benutzen Frödelknödel gern, um sich den Hintern damit abzuwischen, auch wenn sie fusseln. Manchmal steigern sich Frödelknödel auch in Sachen hinein und mutieren dann zu anderen Wesen. Das ist eben die Magie des Waldes, aber auch das einzige, was sie magisch zuwege bringen. Ansonsten sind sie ausgesprochen lästig und unausstehlich. Dogmadachse sind die einzigen Tiere, welche solche hüpfenden und quiekenden Applaudierer um sich scharen und ertragen können. Weibliche Tiere schätzen allerdings die Frödelknödel an manchen Tagen wegen der Saugfähigkeit ihres Fells.
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| Drache vom Dienst (Admin) | Die Ehrenechse Dieses gepanzerte waranähnliche Tier geht aufrecht durch den Wald und ist ziemlich humorlos. Mit scharfem Blick sondiert es alles und jeden nach unehrenhaften Handlungen. Samurais wären Weicheier gegen die Ehrenechsen. Fordert eine Ehrenechse ein anderes Tier heraus, dann ist das meist endgültig, für die eine oder andere Seite. Manchmal geraten auch Exemplare der gleichen Spezies aneinander. Ihre Kampflaute klingen dann wie „Su-shi!“ oder „Mitsu-bishi!“ Ihre Magie ist eher egozentriert, und sie nehmen sich sehr wichtig. Da ist es gut, dass einige der eher lästernd veranlagten Tiere im Wald schnell laufen und springen können, denn Ehrenechsen sind recht schwerfällig. Wenn sich eine Ehrenechse aufrichtet, wird sie fast so gross wie ein Tantratiger, ist diesem aber an Stärke unterlegen. Ein Prankenhieb von ihm, und „pfiiiiiiuiiiiii!“ jagt die leere Hülle des waranartigen Wesens durch den Wald und dient danach als Grundlage für Handtaschen und andere praktische Gegenstände. Denn meist sind die Ehrenechsen doch nur eine leere Hülle. Wie sie sich vermehren, ist nicht wirklich bekannt, aber nach dem wenigen, was man weiss, sollen die Paarungsrituale sehr umständlich und zeremoniell sein. Am liebsten legen sie sich mit Popamachos an, sind dann aber meist siegreich. Wovon sie sich ernähren, ist nicht bekannt. Gerüchte sprechen von rohem Fisch und Entengrütze. Das Müslipeterchen Diese Tiere gehören zu einer alten esoterischen Rasse, die inzwischen vom Aussterben bedroht ist. Mit viel Glück kann man jedoch hin und wieder noch einen durchs Unterholz huschen sehen. Das Müslipeterchen ernährt sich hauptsächlich von Körnern und Tofu (Angehörige einer bestimmten Unterart nehmen ausserdem auch noch regelmässig Hanfpflanzen zu sich) und spricht meist mit einem schwäbischen Akzent. Typische Lautäusserungen klingen wie „Griiinpiiis, Griiinpiiis!“ Sein Fell ist juteartig, fällt schlabbrig um den Körper und ist von unbestimmter graubrauner Farbe. Manche Müslipeterchen haben auch noch eine Art grünen Latz auf der Brust. Ob die grüne Färbung jedoch ein Teil des Balzverhaltens ist oder einfach eine genetische Mutation darstellt, konnte bislang nicht zufriedenstellend geklärt werden. Bekannt ist aber, dass die gelben kreisrunden Flecke, die oft auf seinem Oberkörper zu sehen sind, seine friedliebende Gemütsart zum Ausdruck bringen. Durch die Gelbfärbung signalisiert es den anderen Waldbewohnern, dass es in friedlicher Absicht kommt und jeglicher Gewalt abhold ist. Seine natürlichen Feinde sind demgemäss die arrogante Arschratte und der böse Bräunling. Mit allen anderen Tieren im Wald verträgt es sich aufgrund seiner Friedlichkeit gut, wobei es eine heilige Scheu vor Tuntentukanen hat. Da diese sich jedoch üblicherweise in ganz anderen Habitats aufhalten, stellt das kein grösseres Problem dar. Die Weibchen dieser Art sind meist lilafarben oder grün und tragen eine kreisrunde Zeichnung um die Augen. Sie ernähren sich von Körnern und Kräutern. Zur Paarung ziehen sich die Müslipeterchen auf erhöhte Standpunkte zurück, die nur mit Hilfe einer Leiter zu erreichen sind. Deshalb konnte das genaue Paarungsverhalten bis jetzt nicht erforscht werden. Die rückläufigen Populationszahlen lassen jedoch den Schluss zu, dass nur wenige Nachkommen gezeugt werden. Das brüllende Spamelin Wenig ist über die brüllenden Spamelins bekannt. Sie tauchen meist kurz auf belebten Partys auf, lassen einen Schrei los und setzen eine Duftmarke. Dann sind sie auch schon wieder verschwunden. Selten einmal kann man einen Blick auf ihre Gestalt erhaschen, aber die Wahrnehmung der Beobachter lässt sich dabei leider nicht auf einen Nenner bringen. Über die Nahrungs- und Paarungsgewohnheiten der Spamelins ist leider wenig bekannt. Man nimmt an, dass sie Spontanmutationen anderer Tiere sind und sich deshalb nicht geschlechtlich vermehren. Es wurden auch bereits mehrere Unterarten von Spamelins beobachtet. Hartnäckige Jäger versuchen gelegentlich, den Duftspuren des Spamelins zu folgen, selten mit Erfolg, da das Wild seine Spuren gerne verwischt. Findet man doch trotzdem zufällig den Bau eines Spamelins, wird man durch den Gestank, die Unordnung und die entsetzliche Auswahl der Tapeten von näherer Erforschung abgehalten. Das Schweinigel Das Schweinigel hat magische Kräfte, aber auch ein ständig geiles und leicht ordinäres Grinsen um die Rüsselpartie. Es sieht aus wie eine Mischung aus Igel und Wildschwein, wie der Name schon sagt. Wie der Dickschwänzige Dödeldämon und einige der anderen sexuell etwas aktiveren Tiere im esoterischen Wald paart sich das Schweinigel oft und gern, wobei ihm Geschlecht und Spezies oft egal sind. Allerdings hat das Schweinigel auch die unangenehme Eigenschaft, ungeheuer zotig zu sein, was manchmal einfach nervt. Es macht dauernd unanständige Anspielungen, und es liebt sich z. B. an prüde Planschkühe heranzuschleichen, während diese am Äsen oder Wiederkäuen sind, und plötzlich zu brüllen: „Schluck‘s runter, du Luder!“ So manche Planschkuh ist daran schon verendet, indem sie sich vor Schreck verschluckte. Bei den verschiedenen Kratzbürstel-Arten ist es wegen solcher Sprüche regelrecht verhasst, und es wurden auch schon Kämpfe auf Leben und Tod zwischen Kratzbürsteln und Schweinigeln beobachtet, wobei das Schweinigel aufgrund seiner Stacheln und mächtigen Hauer zwar einen Vorteil hat, aufgrund seiner Grösse, die etwa der eines normalen Rindes entspricht, aber nicht so wendig ist. Auf Partys von Crowleykröten ist fast immer auch mindestens ein Schweinigel vertreten, denn ohne das Schweinigel wäre es keine richtige Party, darüber sind sich die Gäste der Crowleykröte und diese selbst einig. Die soziale Stellung dieses Tieres ist nicht eindeutig. Einige Tiere hassen es, andere lieben es, und manchmal kassiert es auch Watschen von Tieren, die eigentlich in das Freundschema gehören, weil das Schweinigel es immer übertreiben muss. Das Schweinigel mag eine alte Dreckigelsau sein, was die Art der Kommunikation betrifft, und sein Humor ist manchmal extrem unpassend, aber es ist eigentlich trotz seiner Borstigkeit ein herziges Geschöpf. Zumindest setzt es die nervigeren Vertreter der Tierwelt, die gern und viel jammern und herumzicken, auf den Topf und lacht sich eins. Das Schweinigel hat halt ein sehr einfaches Gemüt. Chamäleonnymphen wurden des öfteren in der Gesellschaft von Schweinigeln gesehen. Selbst im Schlaf stöhnen Schweinigel brünstig. Sie ernähren sich von Würmern, Insekten und allem, was der Wald so an Pflanzlichem zu bieten hat. Das Arrogantli Das Arrogantli ist trotz seines Namens nicht mit der arroganten Arschratte verwandt, denn während diese sich am liebsten in Fiesheiten und Verleumdungen ergeht, ist die Art des Arrogantlis eher schweigend-verachtungsvoll. Arrogantlis tragen die Nase so hoch in der Luft, dass man von ihrem Gesicht meist nur die Kinnspitze sieht. Wie es ihnen dabei gelingt, sich im Wald zu orientieren, ist der Wissenschaft bislang ein Rätsel, aber irgendwie schaffen sie es. Das Arrogantli glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, und fühlt sich deshalb allen anderen Tieren überlegen, die nicht die gleiche Menge an hochintellektuellen, magischen oder hermetischen Büchern gelesen haben (die Unterarten dieser Gattung unterscheidet man an der Art des von ihnen konsumierten Wissens). Richtet ein solches Tier eine Frage an das Arrogantli, reckt dieses die Nase noch etwas höher in die Luft und blickt über das betreffende Tier hinweg, wobei es den Anschein erweckt, als nehme es dessen Anwesenheit nicht wahr. Dies enthebt es der Notwendigkeit einer Antwort. Die meisten Tiere versuchen nur ein einziges Mal, ein Arrogantli etwas zu fragen, da dessen Reaktion gewöhnlich alle weiteren Versuche entmutigt. Das ist genau das, was das Arrogantli erreichen will – dass alle „Unwissenden“ und „Banausen“ seine Nähe meiden und es sich nur noch mit denen abzugeben braucht, die es geistig als auf seiner Höhe stehend betrachtet. Neben den eigenen Artgenossen sind das vor allem Crowleykröten, Grossmeistergeier und gelegentlich auch mal ein Logiklurch oder Einsiedlergrumpfel. Arrogantlis stimmen in regelmässigen Abständen Klagegesänge darüber an, dass die übrige Welt so dumm und unwissend ist, dass niemand ihr Genie zu würdigen versteht. Warum können die anderen Tiere nicht erst einmal zwanzig Jahre lang Geschichte und Magie studieren, bevor sie es wagen, in der Gegenwart des Arrogantlis den Mund aufzumachen? Das ist etwas, was das Arrogantli einfach nicht begreift. Schliesslich hat es doch auch selbst Jahrzehnte mit gründlichen Studien verbracht, bevor es zum ersten Male wagte, sich zu äussern. Gelegentliche Versuche der Transformationstatzen und Schmunzelfüchse, dem Arrogantli einen etwas toleranteren Standpunkt nahezubringen, stossen bei diesem auf taube Ohren. Das ist äusserst bedauerlich, denn mit seinem immensen Wissen könnte es sehr vielen anderen Tieren weiterhelfen und eine Bereicherung für den gesamten Wald sein. Leider sammelt es das Wissen jedoch nur, damit es mit den wenigen Gleichgesinnten eine Elite bilden und sich gemeinsam mit diesen über alle anderen erhaben fühlen kann. Seine bevorzugte Nahrung ist der düstere Brandpilz, gelegentlich verschmäht es jedoch auch einen Kampftofu nicht, den es mit seinem eisigen Blick lähmt, bevor es ihn verzehrt. Arrogantlis gibt es nur wenige, da diese Tierart ausschliesslich männliche Exemplare hervorbringt (eine sehr seltene biologische Besonderheit) und das Arrogantli deshalb darauf angewiesen ist, sich mit Weibchen anderer Gattungen zu paaren. Die Partnersuche gestaltet sich allerdings schwierig, da die meisten weiblichen Tiere, mit Ausnahme der Schweinigelinnen und Chamäleonnymphen (denen es egal ist, mit wem sie schlafen, solange sie nur irgendwie Sex haben können), Arrogantlis abstossend finden. Diese kommen jedoch für das Arrogantli als Partnerinnen nicht in Frage – sie sind ihm einfach zu dumm. Bisweilen findet sich aber eine weibliche Arschratte oder Crowleykröte bereit, sich mit dem Arrogantli zu paaren. Meist findet dieser Beischlaf auf einer der drogenschwangeren Parties der Crowleykröten statt. Die betreffenden Weibchen können sich hinterher an nichts erinnern – bis sie das Ausbleiben ihrer Periode bemerken. Da Arrogantli-Gene dominant sind, gehen aus solchen Vereinigungen immer nur weitere Arrogantlis hervor. Allein diese Tatsache hat das Arrogantli bis jetzt vor dem Aussterben bewahrt.
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| | #18 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Der nihilistische Müffi Der nihilistische Müffi ist ein Allesfresser. Dank seiner gedrungenen Gestalt ist er für die andere Tierwelt nicht einfach auszumachen, doch hört man ihn schon von weiter Entfernung heranstampfen. Sein tonnenförmiger Körper thront auf 4 kurzen, säulenartigen Beinen, im Gesicht zeigt er einen langen Rüssel sowie entsprechend lange, aufgerollte Stosszähne. Seine Ohren sind im Verhältnis zum Kopf recht klein, was bedeutet, dass er nicht sehr gut hört. Der Körper ist von langem wolligem Fell in grau-grün gescheckter Farbe bewachsen, der Schwanz als Kontrapunkt zum Rüssel ist ebenfalls nicht sehr lang. So stampft der nihilistische Müffi durch den Wald und versucht, die übrige Tierwelt zu überzeugen, dass nur er die Wahrheit kennt. Seine Wahrheit ist: dass es keine Wahrheit gibt. Alles ist Schein, nichts ist richtig, alles ist irgendwann vorbei. Der nihilistische Müffi hat – da er aufgerollte Stosszähne hat – nur beschränkte Ernährungsmöglichkeiten. Er ist ein Pflanzenfresser. Die übrige Tierwelt hat keinen guten Zugang zum Müffi, da er – er hat ja kleine Ohren – ihre Laute nicht sehr deutlich verstehen kann. Die Tiere, die sich mit dem nihilistischen Müffi befassen (z.B. das verständnisvolle Seelchen, welches noch weniger erforscht ist), brauchen äusserst viel Geduld mit dem nihilistischen Müffi, ansonsten ist eine Kommunikation nicht möglich. Deswegen lebt er auch am Rande des Waldes. Sein Liebesleben wurde – da er aufgrund der Differenzen mit den anderen Tieren lieber für sich bleibt – noch nicht häufig beobachtet. So ist auch nicht bekannt, ob der Müffi immer ein Männchen ist. Hat eins der Tiere einen Müffi als Freund gewonnen, so hat es einen standhaften, treuen Begleiter. Das Nietzscheentchen Diese kleine, eher unscheinbare Tierchen hält sich gerne in den brackigen und wenig durchsichtigen Gewässern des Philosophensumpfes am Rande des esoterischen Waldes auf. Es baut sich dort aus Altpapier imposante, aber meistens recht unstabile Nester, wobei es ihm egal ist, ob die dazu verwendeten Seiten noch in irgendeiner Weise in einem Gesamtkontext stehen. Es verbringt den Grossteil des Tages damit, zu zetern und verächtliche Blicke in Richtung der Tiere zu werfen, die sich am Waldrand zeigen. Kommt eines der Tiere nahe genug an das Nietzscheentchen heran, um es hören zu können, füllt es seinen beeindruckenden, knallroten Kehlsack mit heisser Luft und lässt seinen Ruf ertönen: „GGGGooonnnGGGGoooonnnGGGGooootttisssssdoooood!“ Ansonsten ist das Nietzscheentchen mit seinem graubraunschwarzen Federkleid eher unansehnlich und wenig beeindruckend. Nietzscheentchen sind Einzelgänger, vor allem, weil sie sich für etwas ganz Besonderes halten und sich nicht gerne mit anderen Lebewesen abgeben, die ihrer Ansicht nach intellektuell unter ihnen stehen. Zur Fortpflanzung suchen sie sich eigentlich nur Partner ihrer eigenen Spezies, da sie aber von Natur aus sehr kurzsichtig sind, kann es vorkommen, dass sie sich aus Versehen auf einen Goldfasan setzen. P.S.: Da diese Spezies noch recht unerforscht zu sein scheint, ist der Entdecker dankbar für jede weitere Information, die seiner Abhandlung hinzugefügt wird. Das Donarkeilchen Eine gesellige Vogelart, die im allgemeinen für jeden Spass zu haben ist. Zur Brunftzeit - also praktisch das ganze Jahr über - hallt aus tausend Kehlen der Schrei „Ooodiiiiiiiiiiiiiiin! Thoooooorrrrrrrrr!!“ durch den magischen Wald. Donarkeilchen umschwirren gerne Bienennester, um Honig zu stibitzen, aus dem sie eine berauschende Substanz gewinnen. Auch hacken sie mit ihren keilförmigen Schnäbeln eckige Zeichen in Holzstücke, um damit ihre Magie zu üben und die Zukunft vorherzusagen. Ab und zu treten Donarkeilchen auf, die im Gehabe dem bösen Bräunling ähneln. Ob es sich dabei um besonders dumme Exemplare handelt, die vom gemeinen braunen Brandpilz genascht haben, oder um böse Bräunlinge, die durch raffinierte Mimikry die Population der Donarkeilchen unterwandern wollen, ist noch ungeklärt. Das ist aber auch egal, da solche Exemplare in der Regel sofort aus dem Schwarm ausgestossen werden. Eine Unterart des Donarkeilchens ist: Der Donargimpel Donargimpel treten nur in wenigen Exemplaren auf und sind im Gegensatz zu den relativ egalitären Donarkeilchen streng hierarchisch organisiert. Ihrem Alphamännchen, dem sog. Allsherjarsgimpel, glauben sie aufs Wort, egal, ob das, was er sagt, Hand und Fuss hat oder - was bisweilen vorkommen soll - völlig daneben ist. Treffen Donargimpel auf Donarkeilchen, fliegen meist die Fetzen, weil erstere letztere davon überzeugen wollen, dass sie dem Allsherjarsgimpel Gefolgschaft leisten müssen, worauf Donarkeilchen meist recht unwirsch reagieren. Deshalb glauben manche Esozoologen, dass es sich beim Donargimpel um eine Kreuzung aus Donarkeilchen und Dogmadachs handelt. Die rotierende Kopf-Katze Befällt früher oder später jedes Tier - meist in frühen „Selbstfindungs-Phasen“. Manche Tiere, kommen davon nicht wieder los - auch wenn die Katze längst weg ist. Die Kopf-Katze ist so winzig, dass sie andere Tiere durch die Gehörgänge, Nase oder andere Körperöffnungen „betreten“ kann. Dann sucht sie schnurstracks das Gehirn (bzw. den Ort, wo dieses hoffnungslos überschätzte Organ sitzen sollte) auf. Dort fängt sie dann an, sich im Kreis zu drehen oder sehr schnell im Kreis zu laufen - meist mit durchschlagendem Effekt auf die Verhaltensweisen des jeweiligen Tieres. Bei Wirrvögeln fällt das nicht weiter auf, aber ein Tantratiger, Grossmeistergeier, Druisan oder andere höhere Wesen machen dann mit mehr oder weniger heftigen Ausfallerscheinungen auf sich aufmerksam.
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| | #19 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Candy - die Zahnfee Im eigentlichen Sinne kein Tier des esoterischen Waldes, aber auch okkultes Viehzeug zahnt mal. Und hier setzt Candy, die Zahnfee, einen typisch esoterischen Kontrapunkt. Candy ist nämlich ein mutiertes Schenk-Pfui. Statt Leben nimmt sie Zähne und hinterlässt dafür etwas anderes. Gelegentlich weist das Hinterlassene auf ihre Vergangenheit hin, und das zahnende Eso-Tierchen freut sich nicht wirklich über das Geschenk. Manche sind sogar regelrecht entsetzt. Gelegentlich nimmt sich Candy aus reiner Langeweile auch mal ein ganzes Gebiss, was im Fall von bösen Bräunlingen und ähnlichem Gesocks immer für einen Lacher gut ist. Abgeklärtere Tiere warten einfach, bis ihre Zähne wieder nachgewachsen sind. Der grünäugige Grimmgrizzly Diese mittlerweile fast gänzlich ausgerottete Grizzlyart lebt versteckt in den tiefen Märchenwäldern von Grimm. Vor vielen Jahren gab es noch einen ausgesprochenen Artenreichtum, der sich nicht nur über die Ebenen von Grimm, sondern auch weit in die Wüsten von Dschinn erstreckte. Diese possierlichen, wenn auch nicht gerade sehr ansehnlichen Tiere bauen ihre Häuser in den Wäldern bevorzugt aus Zuckerstangen, Lebkuchenschindeln und viel Zuckerwatte, die das Ganze warm und gemütlich halten. Zu erkennen sind diese Wesen sehr leicht an ihrem unterschiedlich farbigen Fell, das um den Kopf herum ein flammendes Rot zeigt, während der Rest des Körpers mit einem tiefschwarzen Fell bedeckt ist. Sehr auffällig sind der grosse Buckel des Tieres, die grosse Warze auf der Nase und die grossen smaragdgrünen Augen. Ihre Vorliebe für zartes Fleisch hat dazu geführt, dass diese Art gefürchtet und gejagt wurde und heute fast gänzlich ausgestorben ist. Sie verfügen über eine besondere Hypnosetechnik, mit der es ihnen gelingt, vorzugsweise Kinder zu ihren Behausungen zu locken und sie dann mit Zuckerwatte und anderen Köstlichkeiten zu mästen. Nebenbei sind sie talentierte Geschichtenerzähler und Poeten, womit sie sich immer wieder ihre Zeit vertreiben. Eine besondere Vorliebe für das Jagen der Grimmgrizzlies haben die Dogmadachse und auch die charismatischen Kreuzottern. Das dickbäuchige Druisan Die Population der einst fast gänzlich ausgestorbenen dickbäuchigen Druisan ist dank evolutionärer Entwicklung rasant gestiegen. Diese possierlich erscheinenden Tierchen vermehren sich durch krankhafte Parthenogenese, was zur Folge hat, dass sich plötzlich in fast jedem Winkel der esoterischen Tierwelt grosse Sippen bilden, in denen auch andere Tiere ein Zuhause zu finden scheinen. Da der Speiseplan der dickbäuchigen Druisan diesen Tieren eine reiche Abwechslung verspricht, scheinen sie nie wirklich Hunger zu leiden, woraus sich auch ihre ungemeine Körperfülle erklärt, mit der sie sich durch die esoterische Tierwelt schlagen. War auch einst das Verhalten der dickbäuchigen Druisan ganz auf das Verständnis anderer Tiere und deren Gewohnheiten geprägt, so hat dies im Laufe der Evolution erhebliche Veränderungen erfahren. Da sich durch die rasche Vermehrung auch der Appetit dieser Tierchen gesteigert hat, sind sie nun auf eine erhöhte Nahrungszufuhr angewiesen, so dass sie eine ausgeklügelte Jagdtechnik entwickelt haben. Zuerst locken sie arglose Tiere mit interessanten Versprechungen (diese Taktik haben sie den Grimmgrizzlys abgeguckt), praktizieren dem geköderten Wesen daraufhin eine Kopfkatze in den Schädel und warten ab, bis sich das Opfer von selbst zersetzt, so dass sie es nur noch aufschlürfen müssen. Oft werden die Druisan aber selbst Opfer ihrer eigenen Methoden, weil sie ein bisschen zu sorglos mit den Kopfkatzen umgehen und diese kleinen Biester halt wirklich überall hinkommen. Das Heidschnuckel Das Heidschnuckel heisst so, weil es sich gern in der Nähe von Heiden aufhält. Da es von folgsamer, devoter Gemütsart und zu selbständigem Denken nicht fähig ist, bevorzugt es jene heidnischen Richtungen, die eine starre hierarchische Struktur, einen festgelegten Wissenskanon und ein guruartiges Oberhaupt aufweisen. Es sitzt dann zu Füssen dieses Gurus und lässt sich von ihm erzählen, wo’s langgeht. Dabei ziert ein verzücktes Lächeln sein ansonsten völlig nichtssagendes Antlitz. Heidschnuckel kommen stets in Herden aus überwiegend wei-bli-chen Tie-ren vor, die sich um ei-nen (meist männlichen) Leithammel scharen. Das Erstaunli-che da-bei ist, dass das Heidschnuckel, obwohl es lange Jahrzehnte zu Füssen seines Meisters verbringen kann, von diesem Meister anscheinend nie genug lernt, um irgendwann selbst die Erleuchtung bzw. die höheren Weihen zu erlangen. Dazu müsste sich das Schnuckel nämlich von seinem geliebten Meister trennen, und davor hat es einfach zu viel Angst. Was soll es denn allein im grossen weiten Wald anfangen? Lieber verzichtet es auf die Erleuchtung, um ewig abhängig zu bleiben. Verwandte Arten sind das Christschnuckel, das Bräunlingsschnuckel und das Satsangschnuckel. Letzteres stammt eigentlich aus Indien, wurde jedoch in den späten 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Amerika und von dort nach Mitteleuropa exportiert, wo es sich inzwischen sehr gut eingelebt hat. Seine ursprüngliche Herkunft erkennt man nur noch daran, dass es weiterhin eine Vorliebe für indische Gurus, indische Räucherstäbchen und wallende indische Gewänder zeigt, die es aus der Urheimat seines Stammes importiert. Manche Satsangschnuckel ergreift bisweilen ein heftiges Heimweh, und sie müssen dann in regelmässigen Abständen nach Indien zurückkehren und einige Monate bei einem dort ansässigen Guru verbringen, damit sie sich ganz wohl fühlen. Da sein Geschmack äusserst fad ist, dient das Heidschnuckel keinen anderen Tieren zur Nahrung. Somit hat es keine natürlichen Feinde, allerdings auch keine Freunde unter den anderen Tieren. Es hält sich am liebsten unter den Angehörigen seiner eigenen Gattung auf, denn das sind meist die einzigen, die die Erhabenheit des jeweiligen Meisters zu würdigen wissen. Beim Anblick von Crowleykröten oder Grossmeistergeiern ergreift eine Schnuckelherde stets panisch die Flucht. Nicht etwa, weil sie um ihr Leben fürchten – nein, sie können einfach die Gegenwart selbständig denkender und handelnder und gar (o Graus!) experimentierender Individuen nicht ertragen, dafür ist ihr Herdentrieb zu ausgeprägt. Das Heidschnuckel vermehrt sich im allgemeinen durch Sex mit seinem Guru (den es als heiligen Akt betrachtet), allerdings sollen speziell bei den Christ- und Satsangschnuckeln auch vereinzelte Fälle von Parthenogenese beobachtet worden sein. Diese beiden Schnuckel-Unterarten sollte man nicht verwechseln, da sie zwar sehr ähnliches Verhalten an den Tag legen (Unselbständigkeit, Gefolgschaftstreue, Herdentrieb), jedoch ganz unterschiedlichen esoterischen Richtungen angehören. Satsang ist eine Tradition aus dem Advaita (nicht-dualistischen) Vedanta und bedeutet ungefähr „Zusammenkommen im Bewußtsein” (sat = Bewußtsein, sangha = Gemeinschaft). Im Zetrum steht ein erleuchteter Meister, zu dem Fragesteller kommen können, um von ihm Unterweisung zu empfangen. Daher der Name Satsang-Schnuckel. Zum Verhalten siehe oben. Bei den Satan-Schnuckeln handelt es sich dagegen um schwarzmagisch-satanisch orientierte weibliche Tiere (manchmal auch Hexenschnuckel genannt), welche sich um einen männlichen Oberpriester scharen, der bei ihren Ritualen die Stelle Satans einnimmt. Allein schon aus religiösen Gründen sind bei ihnen sexuell gefärbte Rituale weitaus häufiger als bei den anderen Schnuckelarten. In puncto Unterwürfigkeit ihrem Meister gegenüber stehen sie den anderen Arten jedoch in nichts nach. Die Satans-Schnuckel glauben, durch die sexuelle Vereinigung mit ihrem Meister könnten sie starke magische Kräfte erlangen und dadurch in der Herdenhierarchie aufsteigen - ein Glaube, in dem der jeweilige Priester sie im allgemeinen gerne beläßt. Da diese Spezies sich weder durch überragende Intelligenz noch eigenständiges Denken auszeichnet, kann es Jahre dauern, bis so ein Schnuckel merkt, daß trotz ausgiebigen rituellen Beischlafes seine magischen Fähigkeiten und Kräfte nicht im geringsten gewachsen sind. Je nach Temperament schreiben die Betroffenen dann entweder Erfahrungsberichte („Ich war eine Satanistin”) oder gehen in Langzeittherapie. In ganz seltenen Fällen mutiert ein solcherart desillusioniertes Schnuckel zum Wiccander und wird von diesen dann meist freundlich in ihre Herde aufgenommen. Dort findet es alles, was es zum Glücklichsein braucht: festgelegte Rituale, neue Alpha-Tiere und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. (Anm.d.Verf.) Der Tao-Frosch Der Tao-Frosch ist ein liebenswürdiger Geselle. Er lebt in der Nähe feuchter, fruchtbarer Gebiete, ist meist gut gelaunt und immer im Hier und Jetzt. Sein Bestreben ist es, stets mit dem Tao im Einklang zu sein. Ursprünglich in China beheimatet, hat sich der Tao-Frosch jedoch durch Quantensprünge inzwischen auf der ganzen Welt ausgebreitet. Seine Haut ist elektromagnetisch geladen und sendet ein Wellenfeld aus, das es ihm und allen, die in seinen Umkreis kommen, ermöglicht, die Tao-Schwingungen zu erspüren und sich nach ihnen auszurichten. Das erklärt die ständige fröhliche Laune, die Tao-Frösche überall verbreiten, wo sie hingehen – denn es ist unmöglich, eins mit dem Tao und dabei depressiv oder schlecht gelaunt zu sein. Grummelgnome, Einsiedlergrumpfe und düstergruftige Biberdachse gehen dem Tao-Frosch deswegen weiträumig aus dem Weg, da fröhliche Laune ihnen zutiefst verhasst ist. Bei den meisten anderen Tieren (ausser Bräunlingen) ist der Tao-Frosch jedoch sehr beliebt, denn auf einer Party, wo ein Tao-Frosch anwesend ist, ist die Stimmung gerettet. Daher werden Tao-Frösche auch immer überallhin eingeladen, wo etwas los ist. Aufgrund der mysteriösen Natur der Quantenprozesse ist das Paarungsverhalten des Tao-Frosches der Wissenschaft bislang ein Rätsel. Es gibt jedoch eine Theorie, die besagt, dass der Tao-Frosch so lange auf den Quantenwellen surft, bis er einen Eingang in eine andere Dimension gefunden hat. Durch diese Öffnung zieht er dann das jeweils zu ihm Passende mittels seiner elektromagnetischen Kraft heran und vereinigt sich damit. Dieser Vorgang wird Quantenflirt genannt. Weitere Forschungen laufen noch ...
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#20 (permalink)
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| Drache vom Dienst (Admin) | Der rechtsdrehende Dreckfuhler-Bazillisk Dieses possierliche Tierchen kommt mitnichten gross, monströs und furchteinflössend daher, sondern ist klein – um nicht zu sagen, mikroskopisch klein – und verfügt über einen unglaublich harten Ignoranzpanzer, der es in kleinen wehrhaften Schuppen umgibt. Er zählt zu der Gattung der rechtsdrehenden 13-Beiner, die dafür bekannt sind, dass sie sich aufgrund ihrer Anatomie (links 7 Beine, rechts 6 Beine) äusserst geschickt und flink in ihrem Lebensumfeld, der Computer-Tastatur, bewegen können. Eine Paarung mit linksdrehenden 13-Beinern ist nicht möglich, denn es käme dabei eine statische Variante von 14-Beinern heraus, der es nicht möglich ist, den schnell hackenden Häkchen so auszuweichen, dass keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Diese Nachkommen wären schlicht nicht überlebensfähig, weil sie vor Erreichung des Erwachsenenlebens garantiert guillotiniert würden. Nun zurück zu unserem rechtsdrehenden Dreckfuhler-Bazillisken. Er ist neben seinem widerstandsfähigen Panzer auch noch mit kleinen, spitzen und sehr scharfen Zähnchen ausgestattet und ernährt sich ausschliesslich von menschlichen Fingerkuppen und –nägeln. Immer, wenn er eine solche zu fassen kriegt, verbeisst er sich in diese und schüttelt die Beute hin und her, was dazu führt, dass die vom Bazillisken befallenen Finger Neologismen erfinden, die die Welt noch nicht gesehen hat, wie z.B. „udn“, „ausegpsrochen“, „Hinrweihce“ und dergleichen Buchstabensalat mehr. Sein Lebensmotto heisst denn auch: „Ich habe die Wechstaben verbuchselt“. Während der Bazillisk sein Opfer schüttelt, um anschliessend klitzekleine Stückchen herauszubeissen, versprüht sein Ignoranzpanzer dünne Schleier einer Flüssigkeit, die es den menschlichen Fingern nicht erlaubt, zum Stillstand zu kommen, um eventuell doch noch die Buchstaben an ihren richtigen Platz zu verfrachten. So erkennt man also einen vom Dreckfuhler-Bazillisken befallenen Menschen daran, dass seine Beiträge von paradoxen Neologismen durchzogen sind. Der Grimmfingerdreher Dieses äusserst unberechenbare Bakterium - eng verwandt mit dem Rechtsdrehenden Dreckfuhler-Bazillisken - hat es unter geschickter Ausnutzung temporär auftretender Grummel- und Wutattacken des Wirtsorganismus geschafft, seine DNA nahezu problemlos selbst an die komplizierten Hirnverhältnisse potentieller Orthographie-Genies anzupassen. Grandios schafft er sich dadurch ein Überlebensumfeld, das seine Art problemlos über mehrere Lebenszyklen sichert. Ausschlaggebend dafür ist ein initiales Affektposting des Wirts, das der Grimmfingerdreher elegant nutzt, um sich Zugang zu weiteren unerschlossenen Grummelpotentialen zu schaffen. Ausdrücklich zu nennen wären hier die Grummelpotentiale aufgrund der vom Grimmfingerdreher verursachten und bereits beim Rechtsdrehenden Dreckfuhler-Bazillisken erwähnten Neologismen. Im Gegensatz zu letzterem verfügt der Grimmfingerdreher jedoch über keinen Ignoranzpanzer; dieser würde ihm die unmittelbare Anpassung an das jeweilig verfügbare Grummelpotential unmöglich machen. Gegenmittel gegen den Befall durch die beiden Arten der Mikroorganismen sind bislang nicht bekannt. Potentiell gefährdet sind alle Lebensformen der esoterischen Tierwelt, es wurde jedoch über eine latente Lichtempfindlichkeit von Dreckfuhler-Bazillisk und Grimmfingerdreher berichtet. Der Weichteilzwicker Die Weichteilzwicker sind eine eher altersgebundene Spezies, die (aktiviert durch Hören von Black Metal oder Headbanging) das Wirtstier an besonders delikaten Stellen zwicken, was einen veitstanzähnlichen Zustand hervorruft, der von der Aussenwelt als Ekstase wahrgenommen wird. Zum sprachlichen Aspekt: Der Weichteilzwicker erwischt beim Zwicken immer die Stelle, die den Wirt weiter oben ein tief empfundenes „Joaaaar“ ausstossen lässt. Der Weichteilzwicker tritt in Rudeln auf und ernährt sich lieber von männlichen als von weiblichen Wirten, weil die männlichen Wirte einfach mehr Zwickfläche bieten. Er hat einen langgestreckten Körper und bewegt sich mittels feiner Kitzelhärchen vorwärts. Sein Kopf besteht fast nur aus Augen, die sich äusserst gut im Dunkeln zurechtfinden. Das Armpaar des Weichteilzwickers dient zum Vorwärtsziehen und ist links und rechts jeweils mit einer kräftigen Schere ausgebildet. Während sich der Weichteilzwicker auf seiner Suche nach geeigneten Paarungspartnern fortbewegt, entsteht eben dieses schwer zu ertragende Gefühl beim Wirtstier.... Der zersetzende Zweifelzapf Man ist sich über die Natur des zersetzenden Zweifelzapfs nicht recht im klaren. Als sicher gilt, dass es sich um eine sehr verbreitete, parasitisch lebende Wurmart handelt, die beliebige Tiere infizieren kann. Es scheinen jedoch einige Wirtstiere bevorzugt befallen zu werden, nämlich jene, die - wie z.B. der Druisan - starke Überzeugungen an den Tag legen. Dogmadachse hingegen scheinen eine gewisse Immunität zu besitzen. Wenn also der Zweifelzapf ein Tier infiziert, beginnt es an allem zu zweifeln, was es sieht und tut. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass der nihilistische Müffi ein Endstadium des Zweifelzapf-Befalls darstellt; hierzu gibt es jedoch keine gesicherten Erkenntnisse. Sicher ist nur, dass sich im Umkreis der Stellen, an denen der nihilistische Müffi bevorzugt defäkiert, die Meldungen von Zweifelzapf-Befall häufen. Der Befall ist daran zu erkennen, dass die Tiere ihre Verhaltensmuster ändern - wo sie bisher forsch und selbstbewusst auftraten, haben sie nun nagende Zweifel im Blick, und in bezug auf Magie geht ihnen meist gar nichts mehr so von der Hand, wie sie es bis dahin gewohnt waren. Einige Tiere, wie der Goldfasan, reagieren mit lautstarken Zornesausbrüchen, andere, wie z.B. der Donargimpel, erleiden tiefe Sinnkrisen und suchen Bestätigung ihrer (nicht mehr wirklich empfundenen) Überzeugung in verschiedensten Foren. Der Dumpfschafleithammel Der Dumpfschafleithammel ist sehr viel gefährlicher als sein Namensvetter bei den weidegebundenen Wollschafen. In seiner Adoleszenz tarnt er sich oft als Dogmadachs, da sich seine charismatische Sabbeldrüse erst vollständig entwickeln muss, bevor er sein destruktives Wirken im Wald wirklich beginnen kann. Meist beginnt er klein und ersabbelt sich eine Anhängerschaft von Wirrvögeln und Jammergnus, auch gelegentliche Putznickel und Wahnwachteln hat man schon gesehen. Mit der Zeit verändert sich diese Anhängerschaft aber durch das Sekret aus der Sabbeldrüse des Dumpfschafleithammels. Die Transformation zum Dumpfschaf ist, wenn sie einmal voll eingesetzt hat, kaum noch aufzuhalten, und wenn sich der Dumpfschafleithammel auf der Höhe seines Sabbelzyklus‘ befindet, sind nur die hartgesottensten Bewohner des Waldes noch in der Lage, sich anders als durch Flucht zu retten. Das infizierte Tier entwickelt eine Vorliebe für bodenlange, fliessende Gewänder, unter denen die tellergrossen Hufe getarnt werden können, die das Dumpfschaf auszeichnen. Die Hufe des Dumpfschafleithammels zeigen in dieser Phase meist bereits einen charakteristischen Goldschimmer, und auch seine Hörner beginnen meist golden zu schimmern. Die wirkliche Gefahr, die von einer Herde Dumpfschafe ausgeht, ist die Stampede. Wenn der Dumpfschafleithammel seine Vergoldung vervollständigt hat, entdeckt er eine grosse Leere in seinem Inneren. Ab diesem Moment reicht der geringste Auslöser, um ihn seinen Schlachtruf ‚Mammogeddon‘ ausstossen und seine Dumpfschafherde zur Stampede aufhetzen zu lassen. Nichts, GAR nichts, kann einer Dumpschafstampede widerstehen. Der Wald wird in einer schnurgeraden Schneise niedergetrampelt, bis die Herde zufällig auf einen Abgrund oder einen massiven Felsen stösst, an dem die Dumpfschafe von ihrer traurigen Existenz erlöst werden. Misanthropischer Riesensperrzwerg Kein Tier, ganz klar. Aber auch im esoterischen Wald muss gelegentlich für Ruhe und Ordnung gesorgt werden, wenn zu sehr über die Stränge geschlagen wird. Dafür sorgt der misanthropische Riesensperrzwerg. Riesensperrzwerge sind selten, misanthropische Exemplare sind noch seltener. Sie zeichnen sich durch elitäre Eigenschaften aus. Sie müssen gross genug sein, um einen Grossmeistergeier mit einem Griff vom Himmel zu holen und sich klein genug machen können, um düstergruftige Biberdachse in ihre Behausungen zu verfolgen. Sie legen sich mit Drachen, Jammergnus, Chaos-Kobras und Urinaltulipanen an. Böse Bräunlinge verspeisen sie zum Frühstück, und Goldfasane werden mit einem gezielten Axtwurf vom Ast geholt. Wirrvögel werden mit knoblauchschwangerem Atem bewusstlosgehaucht und unaufmerksame Guggedas einfach totgetrampelt. Riesensperrzwerge sind daran zu erkennen, dass sie eine grosse runenübersäte Wurfaxt mit sich tragen. Die seltene misanthropische Unterart führt ausserdem ein rosafarbenes, kerbenbedecktes Computerkeyboard mit sich - eine tödliche Waffe, die sogar Grossdrachen gefährlich werden kann. Es ist eine unkluge Idee, einen Sperrzwerg zu reizen - auch wenn man sich im Recht glaubt. Seine Tritte können renitente Tiere weit aus dem esoterischen Wald hinausbefördern - so weit, dass sie den Rückweg nie wieder finden und in der Eiswüste zwischen Aquarianerforen und belanglosen High-Heel-Boards elendiglich verhungern müssen.
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