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Alt 18.02.2009, 17:46   #1 (permalink)
Wirrvogel
 
Registriert seit: 06.03.2008
Beiträge: 13
Schattenarbeit

Hallo ihrs,

Durch etliche Gespräche online wie in RL, stelle ich jedesmal erstaunt fest, wie "seicht" das Thema Schattenarbeit behandelt wird. Da ich mich seit Jahren mit diesem Thema befasse und immer wieder feststellen muss, wie wichtig ordentliche Arbeit an sich selbst ist, möchte ich persönlich etwas genauer darauf eingehen...

Erst einmal gibt es einige Aussagen, die mich persönlich stutzig machen. Ich möchte diese Themen behandeln, doch darauf hinweisen, dass sich hier niemand getreten fühlen sollte, wenn er sich in diesen Aussagen wiedererkennt.

Schattenarbeit ist ein psychologischer Ausdruck
Auch wenn Schattenarbeit psychologisch ist, ist der "wirkliche" psychologische Ausdruck Psychanalyse.
Wichtig dabei ist eher, dass Schattenarbeit klarmacht, dass Spiritualität und Psychologie Hand in Hand gehen.

Man muss den Schatten integrieren
Ein klares NEIN!
Der Schatten ist bloss der Ausdruck, wohin man Aspekte seiner selbst versteckt hat, und um diese Aspekte geht es. Dabei ist es wichtig, die scheinbar als negativ erkannten Aspekte nicht als solche zu integrieren. Damit gibt man unserem Ego bloss wieder die Entschuldigung, sich weiterhin als Opfer zu fühlen oder einen miesen Charakter an den Tag zu legen.

Ich kenne meinen Schatten
Mag sein, aber ihn zu kennen reicht nicht aus. Schatten ist bloss eine Methode zu erklären, dass man Charaktereigenschaften ins Un(ter)bewusstsein gedrängt hat und alles tut, dass diese auch da bleiben... mit dem Resultat, dass sie in negativer Weise ausbrechen.

Diese oder jene Eigenschaft aus meinem Schatten ist doch negativ, ich möchte sie nicht integrieren
Dies ist leider eine Fehlinterpretation der Schattenarbeit. Niemand verlangt von uns, negative Eigenschaften einfach anzunehmen. Es geht darum, den wirklichen - neutralen - Aspekt zu finden und diesen zu integrieren.
Aber genau dort liegt der Haken: Da nicht jeder versteht, was im Schatten passiert, weiss auch nicht jeder, was man da wieder integrieren kann.

Ich möchte euch mit einem Beispiel erklären, was eigentlich passiert, wenn es um Schatten geht und welche Bildnisse man noch benutzen kann.

Ein Beispiel
Stellt euch vor, ein Kind wird so erzogen, dass es immer mit jedem teilen muss, und immer den anderen Vorrang lassen soll. Ihm wird eingebleut, Egoismus sei etwas "Böses". Nun wird dieses Kind im Laufe der Zeit auch den gesunden Egoismus in seinen Schatten stellen. Da dieser Egoismus, der uns beibringt, auch mal nein sagen zu können, nun nicht mehr bewusst beobachtet wird, entwickelt er sich entweder zu einem Zuviel oder einem Zuwenig: Diese Person wird späterhin entweder egozentrische Ausbrüche haben, oder aber wird sich immer wieder aufopfern. Ganz oft vertragen diese Menschen dann auch keinen auch noch so kleinen egoistischen Aspekt bei anderen, diese werden entweder verurteilt, weil sie dem Spiegelgesetz gehorchen oder aber weil sie nicht vertragen, dass andere etwas wagen, was sie selbst nicht für sich zulassen.

Schattenarbeit hilft demnach, diesen Aspekt aus dem Schatten hervorzuheben, den wirklichen - neutralen - Aspekt (in diesem Fall als den gesunden Egoismus) herauszuarbeiten und diesen zu integrieren.

Man könnte als Bildnis auch erklären, dass man in einem Haus eine Kammer im Keller (Unterbewusstsein) hat, zu der nur das Ego den Schlüssel hat.


Diese neutrale Aspekte wird von Steve Wolf und Connie Zweig in ihrem Buch "Romancing the Shadow" (Leider nie übersetzt) als "Hidden Gold", also "Verstecktes Gold" bezeichnet, da diese wichtig für ein gesundes psychisches Leben sind.
Die beiden Autoren erklären die Schattenarbeit wie die Artusrunde, in welcher jeder Schattenaspekt an der Tafelrunde Platz nehmen darf und gleichberechtigt dazugehört, doch wir immer auf dem Thron sitzen sollen um die verschiedenen Aspekte handhaben zu können.

Ein weiteres, recht interessantes, Buch zu diesem Thema ist "Tarot Shadowwork" von Christine Jette (auch nie übersetzt). Die Idee, durch Tarot hinter den Schatten blicken zu können und die neutralen Aspekte zu erkennen (so wie eine Tarotkarte ja auch subjektiv gesehen bloss negativ oder positiv betrachtet werden kann, aber eigentlich an sich neutral ist) finde ich persönlich durchaus hilfreich.


Auch das berühmte Schattenbuch hat eigentlich rein gar nichts damit zu tun, dass man Rituale niederschreibt. Es ging dabei immer darum, die eigene Entwicklung im Auge zu behalten, doch es klang natürlich mystischer und magischer, daraus ein Buch mit geheimen Formeln zu machen.

Wer von euch dringt mit Schattenarbeit so tief ein, wie es eigentlich notwendig ist? Und welche Methoden und Tipps habt ihr auf Lager?

Natürlich möchte ich diesen Thread auch eröffnen für Leute, die Frage bezüglich dieser Integrationsarbeit haben.


Liebe Grüsse



Kangiska
Kangiska ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2009, 11:36   #2 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
Registriert seit: 20.01.2007
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Beiträge: 3.641
Blog-Einträge: 8
Hallo Kangiska,
Deine Sichtweise finde ich recht interessant, bereitet mir aber schon ein wenig Magengrummeln.
Allein schon von der Tatsache her, dass es die Schattenarbeit (TM) so nicht gibt und auch nie geben wird.


Ich beschäftige mich ebenfalls seit etlichen Jahren mit der Schattenarbeit, muss Dir allerdings in einigen Dingen widersprechen.

Die Frage ist: Was wird als Schatten verstanden?
Du beschreibst es als:
Zitat:
Der Schatten ist bloss der Ausdruck, wohin man Aspekte seiner selbst versteckt hat
Allerdings ist das nicht alles.
Schatten sind auch die Dinge, die uns in unserem Leben widerfahren sind, die wir verdrängt haben und die dadurch unterbewusst unser Leben (mit)bestimmen.
Zum Beispiel Traumata die einem zugefügt wurden und die nicht bearbeitet wurden, die dann aber weitere Auswirkungen auf unser Leben, auf unsere Weltsicht, (psychologische) Glaubenssätze, unser Verhalten usw. usf. haben.
Es ist meines Erachtens also ein wenig sehr kurz gegriffen zu sagen, dass es sich bei "Schatten" schlicht um die eigenen Aspekte handelt, die man im Schatten versteckt hat, weil ich unter "Aspekt" einen Teil von mir selbst verstehe (dies als Erläuterung. Kann sein, dass Du es anders siehst).

Du schreibst:
Zitat:
Man muss den Schatten integrieren
Ein klares NEIN!
Der Schatten ist bloss der Ausdruck, wohin man Aspekte seiner selbst versteckt hat, und um diese Aspekte geht es. Dabei ist es wichtig, die scheinbar als negativ erkannten Aspekte nicht als solche zu integrieren. Damit gibt man unserem Ego bloss wieder die Entschuldigung, sich weiterhin als Opfer zu fühlen oder einen miesen Charakter an den Tag zu legen.
Auch das halte ich persönlich nach meinen Erfahrungen für falsch.
Aber vermutlich ist das halt alles eine Frage der Definition.
Meine persönliche Ansicht geht in die Richtung, in der Du schreibst:

Zitat:
...erklären die Schattenarbeit wie die Artusrunde, in welcher jeder Schattenaspekt an der Tafelrunde Platz nehmen darf und gleichberechtigt dazugehört, doch wir immer auf dem Thron sitzen sollen um die verschiedenen Aspekte handhaben zu können.
Es ist wichtig, seinen Schatten zu integrieren, weil er sich erst dadurch auflösen kann.
Der Mensch besteht nicht nur aus "Licht und Liebe", dazu gehören sowohl seine "negativen" Aspekte als auch seine Erlebnisse und Erfahrungen, die ihm in seinem Leben geprägt haben.
Integration bedeutet nicht, das man einen Schatten halt in sein Leben integriert und dann nach Lust und Laune auslebt.
Integration bedeutet Annahme.
Es bedeutet, dass man sich dessen bewusst wird, dass man Seiten an sich hat, die nicht so toll sind, die vielleicht auch absolut konträr zu dem (bisherigen) Selbstbild stehen, die man nicht wahrhaben wollte oder konnte.
Erst durch diese Annahme kann man dann diesen dann auch auflösen, was auf unterschiedlichen Wegen geschehen kann.
Bei Traumata zum Beispiel dadurch, dass man (nachdem die Schatten der Wut und des Hasses angenommen und, ja, auch ausgedrückt (!) wurden) endlich seine Heilung zur Ganzheit und seinen seelischen Frieden findet.

Erst die Integration verhilft dazu, dass man Schatten fast restlos auflösen kann.
Ansonsten kommen sie immer wieder.



LG
Siat
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Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 18:22   #3 (permalink)
Edelschwirre
 
Registriert seit: 04.02.2007
Ort: München
Alter: 41
Beiträge: 263
Zitat:
Man muss den Schatten integrieren
Ein klares NEIN!
Der Schatten ist bloss der Ausdruck, wohin man Aspekte seiner selbst versteckt hat, und um diese Aspekte geht es. Dabei ist es wichtig, die scheinbar als negativ erkannten Aspekte nicht als solche zu integrieren. Damit gibt man unserem Ego bloss wieder die Entschuldigung, sich weiterhin als Opfer zu fühlen oder einen miesen Charakter an den Tag zu legen.

Integrieren Ja, aber nicht 1 zu 1. Der Schatten muß seinen Raum bekommen, und eine Form, die ihn für mich gut lebbar macht. Schrittweise übe ich Formen ein, ihn auszuleben und mit ihm umzugehen, so daß er mich nicht mehr beherrscht (als Furcht oder Ausbruch), daß ich seine Kraft lenken und im Idealfall nutzen kann. Meiner Erfahrung nach geht das nur mit heftigen Rückschlägen voran, aber es lohnt sich. Hilfreich finde ich hierzu, mir klarzumachen, welchen Zweck der Schatten haben kann:Beispielsweise entfesselt Wut in einer Verteidigungssituation große Kräfte, wenn sie mich nicht beherrscht.

Zitat:
Ich kenne meinen Schatten
Mag sein, aber ihn zu kennen reicht nicht aus. Schatten ist bloss eine Methode zu erklären, dass man Charaktereigenschaften ins Un(ter)bewusstsein gedrängt hat und alles tut, dass diese auch da bleiben... mit dem Resultat, dass sie in negativer Weise ausbrechen.

Das kann natürlich nur der erste Schritt sein. Es ist aber m.E. ein unbedingt nötiger Schritt, weil ich mich meinen Schatten nur stellen kann, wenn ich sie (er)kenne und akzeptiere.


/QUOTE]

Wichtige Instrumente für die Schattenarbeit sind für mich das Enneagramm
http://www.enneagramm.de/typen.htm (Ich finde jetzt ad hoc nur den evangelischen Link, das Enneagramm hat seinen Ursprung soweit ich weiß aber bei den Sufis und ist somit Panpagan-tauglich) und das schamanische Arbeiten, speziell mit dem Geier.

lg

isarkiesel
Isarkiesel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2009, 12:17   #4 (permalink)
Der QuantenOnkel (TM)
 
Benutzerbild von Tagesfleiss
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: in der Materialisation des Möglichkeitsfeldes
Beiträge: 550
Zitat:
Zitat von Siat Beitrag anzeigen
Integration bedeutet Annahme.
Es bedeutet, dass man sich dessen bewusst wird, dass man Seiten an sich hat, die nicht so toll sind, die vielleicht auch absolut konträr zu dem (bisherigen) Selbstbild stehen, die man nicht wahrhaben wollte oder konnte.
Erst durch diese Annahme kann man dann diesen dann auch auflösen, was auf unterschiedlichen Wegen geschehen kann.
Bei Traumata zum Beispiel dadurch, dass man (nachdem die Schatten der Wut und des Hasses angenommen und, ja, auch ausgedrückt (!) wurden) endlich seine Heilung zur Ganzheit und seinen seelischen Frieden findet.

Erst die Integration verhilft dazu, dass man Schatten fast restlos auflösen kann.
Ansonsten kommen sie immer wieder.



LG
Siat
Ich kann das nur bestätigen, ausdrücklichst.

Zum Beispiel möchte ich dieses Jahr einige neue Bilder malen, u.a. auch ein Altartuch. Der Wunsch bzw. der WILLE ist da, jedoch sind momentan derartige Spannungen in mir, die mir sagen: Es ist nicht Zeit!

Es gibt ein "bildnerisches" Thema aus einer GemäldeSerie, das momentan sehr stark ruft: Es hat mit Gewalt/Zerstörung zu tun, und bezieht sich auf die Mai-Unruhen in Berlin in den 80/90zigern.
Ich habe dies bei meinen Besuchen in Berlin immer abgelehnt, negiert (und damit meinen "unbewussten" Wunsch/Wille, auch mal symbolisch eine Stadt zu "verwüsten")

In dem Bild, das ich ab Neumond male, wird dies gelebt und -mit etwas Witz kombiniert- ausgedrückt !

So sei es.
__________________
***

>> Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein <<

Nelson Mandela
Tagesfleiss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2009, 00:17   #5 (permalink)
WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH
 
Benutzerbild von PachaMama
 
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Zitat:
Zitat von Siat Beitrag anzeigen
Allerdings ist das nicht alles.
Schatten sind auch die Dinge, die uns in unserem Leben widerfahren sind, die wir verdrängt haben und die dadurch unterbewusst unser Leben (mit)bestimmen.
Zum Beispiel Traumata die einem zugefügt wurden und die nicht bearbeitet wurden, die dann aber weitere Auswirkungen auf unser Leben, auf unsere Weltsicht, (psychologische) Glaubenssätze, unser Verhalten usw. usf. haben.
[...]
Es ist wichtig, seinen Schatten zu integrieren, weil er sich erst dadurch auflösen kann.
Der Mensch besteht nicht nur aus "Licht und Liebe", dazu gehören sowohl seine "negativen" Aspekte als auch seine Erlebnisse und Erfahrungen, die ihm in seinem Leben geprägt haben.
Integration bedeutet nicht, das man einen Schatten halt in sein Leben integriert und dann nach Lust und Laune auslebt.
Integration bedeutet Annahme.
Es bedeutet, dass man sich dessen bewusst wird, dass man Seiten an sich hat, die nicht so toll sind, die vielleicht auch absolut konträr zu dem (bisherigen) Selbstbild stehen, die man nicht wahrhaben wollte oder konnte.
Erst durch diese Annahme kann man dann diesen dann auch auflösen, was auf unterschiedlichen Wegen geschehen kann.
Bei Traumata zum Beispiel dadurch, dass man (nachdem die Schatten der Wut und des Hasses angenommen und, ja, auch ausgedrückt (!) wurden) endlich seine Heilung zur Ganzheit und seinen seelischen Frieden findet.

Erst die Integration verhilft dazu, dass man Schatten fast restlos auflösen kann.
Ansonsten kommen sie immer wieder.
Das hast Du sehr treffend formuliert, Siat, und dem schließe ich mich voll umfassend an.

Auch ich befasse mich seit vielen Jahren eingehend mit Schattenarbeit (früher kannte ich allerdings nicht diesen Begriff dafür). Seit gut 15 Jahren schreibe ich Tagebuch, wann immer ich Gedanken dazu hege... und betrachte, reflektiere... mich, mein Leben, meine mittlerweile integrierten Anteile sowie auch die Anteile meiner Selbst, die ich bisher noch nicht so klar definieren und dadurch bisher noch nicht integrieren konnte... sowie auch meinen Bezug zur Welt und den Bezug der Welt zu mir. Durch diese Beschäftigung u. die Möglichkeit, das von mir selbst (auch gerade in "düsteren" Zeiten) Notierte nach einiger Zeit nochmals lesen zu können, gebe ich mir selbst die Möglichkeit, wiederum (u.a. beim Lesen) aufkommende Assoziationen aufzuschreiben u. anhand dessen wiederum weiter an den (nicht nur) "dunklen" Aspekten meiner Selbst u. meines Lebens zu arbeiten. Auf diese Weise bin ich schon oft zu tief greifenden Erkenntnissen gelangt.
Mit Schattenarbeit hab ich vor vielen Jahren i.R. von Psychotherapie begonnen. Auch damals schon habe ich alle Gedanken, Assoziationen, alles, was mir spontan in den Kopf kam (auch wenn es scheinbar nichts mit dem gerade angesprochenen Thema zu tun hatte) ausgesprochen u. bin dadurch zu weiter führenden Denkanstößen gelangt, die mich wiederum zu tieferen Erkenntnissen geführt haben. Ebenso habe ich damals u. auch heute meine Träume u. meine aus meinem Innersten, Emotionalen heraus gemalten Bilder mit einbezogen, denn damals hatte ich noch keine Worte dafür...

Es erscheint mir wichtig, hervor zu heben, dass die Arbeit an den Schatten wirkliche Arbeit ist, die durchaus extrem schmerzhaft sein kann u. die anstregend ist, die aufreibt u. oftmals auch schwer zu bewältigen ist.
Es ist nicht damit getan, irgendwelche Bücher zum Thema zu lesen, aber nicht selbst wirklich an sich zu arbeiten. Das wäre m.E. zu rational, zu sehr vom Verstand her betrachtet, wobei das Emotionale völlig außer Acht gelassen wird, was aber m.E. außergewöhnlich wichtig für die Schattenarbeit ist.
Ich betrachte Schattenarbeit sehr emotional, was für mich der richtige Weg ist - mich persönlich haben die schmerzhaftesten Prozesse zu den tief gehendsten Erkenntnissen geführt.
PachaMama ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2009, 19:24   #6 (permalink)
Tita Merula Corleone
 
Benutzerbild von Runenhex
 
Registriert seit: 10.10.2008
Ort: Landkreis Ansbach
Alter: 41
Beiträge: 39
Also, ich kann mich da auch den Ausführungen von Siat anschließen.

Ich habe jahrelang vermieden, mich um sog. "Schattenarbeit" zu kümmern. Bis es mich letztendlich - aufgrund meiner eigenen Entwicklung - natürlich geradezu überfallen hat.

Ich bin mir aber inzwischen darüber völlig im Klaren, das ich solange damit gewartet habe, weil ich sonst nicht damit klar gekommen wäre. Jetzt kann ich das. Jetzt ist die richtige Zeit.

Deshalb finde ich es sehr wichtig, darauf zu achten, dass man nicht grade in einer ungefestigten Situation anfängt mit dem Schatten zu arbeiten, evtl. nur weil man andere darüber reden hört o.ä.

Denn Schattenarbeit tut weh - auch wenns natürlich lohnenswert ist.

Schattenarbeit ist der Naudhiz-Energie sehr nahe. Manches muss irgendwann erlebt werden, um damit umgehen zu können. Wenn man sich nicht selber drum kümmert, schiebt einen halt das Leben in den Keller - erst erschrickt man und dann geht man halt auf Entdeckungsreise. Naudhiz ist Notwendigkeit. Einerseits Not andererseits wendigkeit. Eine Situation oder eine Eigenschaft die einem an sich selbst nicht gefällt, die einem durch ein Ereignis aufgeladen wurde... notwendigerweise zu ertragen und im Bestfall zu wandeln um diese Eigenschaft und die Kraft, die darin steckt nutzen zu können. Um sich weiterzuentwickeln.

....Das Thema ist jedenfalls irre spannend.
__________________
Mögest Du ein Lied in Deinem Herzen haben,
ein Lächeln auf Deinen Lippen tragen,
und nichts als Freude in Deinen Händen halten.[
CENTER][/CENTER]
Runenhex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2009, 00:43   #7 (permalink)
Trancetanzbär
 
Registriert seit: 13.08.2007
Ort: bei Berlin
Beiträge: 27
weil ich mich nicht so auskenne in der Psychoanalyse:

Beschreibt der sog. Schatten verdrängte Aspekte des eigenen wollens oder Eigenschaften des Charakters, welche nicht bewußt sind ?

(mir ist schon bewußt, daß beide Begriffe in einem Zusammenhang stehen, allerdings haben Charaktereigenschaften meistens Ursachen in der Erahrung während dem Willen i.d.R. letztlich Instinkte zugrunde liegen).
__________________
was noch nicht ist kann werden
Dain ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2009, 19:53   #8 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Benutzerbild von Madron die Wanderin
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Hannover
Alter: 42
Beiträge: 346
hallo dain

schatten können verdrängte / abgelehnte aspekte / eigenschaften der person oder des charakters oder des ICHS sein.
auch ängste und traumata können als schatten bezeichnet werden.

ich gehe dabei auch von bewußtem oder unbewußtem handeln aus, sowie von anerzogenen oder erlernten erfahrungen.

lg
madron
Madron die Wanderin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2009, 10:20   #9 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Angela
 
Registriert seit: 25.01.2007
Ort: NRW Bielefeld
Alter: 38
Beiträge: 44
Huhu

Das Tehma Schattenarbeit gehe Ich gerade durch .Es ist Wirklich nicht einfach seine Verdrängten Wesensanteile (die für mich die dinge sind die man an sich selbst nicht fühlen , sehen, wahrhaben möchte) aufzudecken, um sie sich in einer Meditation o.ä. anzusehen , auszuhalten oder zu intergrieren ! Es geht mir auch nicht darum immer gleich die Ursache für mein Negatives verhalten zu kennen , sondern darum das vorherrschende "Gefühl" wie Angst, Trauer, Melancholie anzuschauen , und es schließlich in mein Herz (als ein teil von mir zu)schließen.
Ich suche also nicht in der Vergangenheit herum, warum oder wiso Ich so bin wie Ich heute bin , sondern Ich versuche jedes noch so kleine Missempfindliche Gefühl was in mir hervorbricht in der Gegenwart zu neutralisieren !
Schattenarbeit betreibe Ich erst seid einigen Wochen , und Ich weiß das es eine arbeit an SICH SELBST ist die Disztiplin, Ausdauer und Mut erfordert, denn was über Jahre hinweg Suggeriert, Interpretiert, Anerzogen o.ä. wurde, kann nicht in ein paar Wochen aufgelöst, b.z.w. Integriert werden !

Lg Angela

P.S. Gute Bücher dazu sind : Lassen Sie der Seele Flügel wachsen/ Wege aus der Lebensangst (Peter Lauster)

Die dunkle Seiter der Lichtjäger (Debby Ford)
Angela ist offline   Mit Zitat antworten
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