PanPagan
 


Zurück   PanPagan > Gesundes Leben > Meditation

Meditation Hier soll rund um die Fragen zu Techniken, Anleitungen, Sinn ... der Meditation gesprochen werden

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
Alt 09.11.2008, 18:25   #1 (permalink)
An Ocean Soul
 
Benutzerbild von Kalypso
 
Registriert seit: 09.11.2008
Ort: Ganz im Osten von Österreich
Alter: 27
Beiträge: 10
Meditieren - es funktioniert einfach nicht

Hallo!

So gerne ich meditieren würde, ich schaffe es einfach nicht und ich habe keine Ahnung, was mich eigentlich blockiert. Meine Versuche gehen nun schon seit mehreren Jahren, allerdings unregelmäßig, weil die Erlebnisse einfach nie "schön" sind...:-(

Es geht los bei der richtigen Position: Am Boden sitzen (Schneidersitz) oder knien (Fersensitz) geht nicht, da ich Nervenentzündungen im Ischias, Blockade im ISG und neuerdings auch ständige Knieschmerzen habe, welche laut Arzt keine klare Ursache haben.
Die einzige Möglichkeit ist für mich, auf einem Stuhl zu sitzen (Was aber nicht lange ruhig geht, da sonst mein ISG wieder schmerzhaft blockiert) oder eben am Bettrand, da weich (geht aber irgenwann auch schmerzhaft in den Rücken).

Sitze ich also am Bettrand, habe eine Kerze vor mir und das Licht wohlig gedimmt, versuche ich ruhig zu werden. Dem Atem zu lauschen. Was passiert? Mein Herz fängt an wie wild zu hämmern, mein Blutdruck schnellt in die Höhe, ich habe das Gefühl, ständig tief durchatmen zu müssen, da ich keine Luft mehr bekomme. Überall fängt es an zu jucken, und mein Körper will nur eines: Sich endlich wieder bewegen. In meinem Kopf rasen sowieso Gedanken, die sich nicht stillegen lassen. Wenn ich dann endlich aufgebe, ist mein gesamtes System erleichtert. Nur ich nicht.

Hat jemand vielleicht irgendwelche Anregungen für mich?
__________________
My hands are tied / All I've seen has changed my mind / But still the wars go on as the years go by / With no love of God or human rights / Cause all these dreams are swept aside / By bloody hands of the hypnotized / Who carry the cross of homicide / And history bears the scars of our civil wars
Kalypso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2008, 20:02   #2 (permalink)
Ⓩ Ⓔ Ⓝ
 
Benutzerbild von Bock von Mendes
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
Es ist bei der Meditation wichtig, sich nicht selbst unter Druck zu setzen, was nach Deiner Beschreibung körperlicher Reaktionen aber passiert. Ich glaube, das ist Dein primäres Problem.

- Versuche, möglichst regelmäßig zu meditieren. Wenn Du psychosomatische Schmerzen hast, stehst Du unter dem Druck, etwas tun zu müssen. Das sind aber keine guten Voraussetzungen für Meditation. Meditiere also am Anfang, wenn Du keine Probleme hast. Dann klappt es später vielleicht auch zur akuten Schmerzbehandlung.

- Du brauchst keine bestimmte Körperhaltung einzunehmen. Wichtig ist die Kontrolle über Deine Gedanken. Ideal ist es, an nichts zu denken, aber das ist gar nicht so leicht. Als weniger schwierige Alternative bietet sich an, sich optisch auf etwas zu konzentrieren (z.B. Kerzenlicht) und/oder immer wieder ein Mantra (laut oder in Gedanken, z.B. das klassische "AUM"/"OMM") aufzusagen. So wird der Geist gezwungen, sich zu fokusieren und nicht ständig umher zu springen. Nach einer Weile wird der Geist auch dadurch "leer".


Ich hoffe, das wird Dir helfen,
Bock von Mendes
__________________
Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter.
Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt.
Ein freier Geist ist unbesiegbar.
Bock von Mendes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2008, 23:00   #3 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
Registriert seit: 20.01.2007
Ort: Bergisches Städtedreieck
Alter: 61
Beiträge: 3.029
Versuch doch, dich entspannt hinzulegen. Dann tut dir wahrscheinlich nichts weh und du musst nicht dauernd an deine Beschwerden denken...
__________________
Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist.
Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten.

Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2008, 23:53   #4 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von away
 
Registriert seit: 05.10.2007
Ort: 51° 28 N, 11° 58 O; 87 m ü. NN
Alter: 22
Beiträge: 50
Also das dich dein Körper erstmal wieder dazu bringen will dich zu bewegen, hört/liest man immer wieder (z.b. durch jucken usw.). Das scheint also nichts ungewöhnliches zu sein.
Ich weiß nicht wie Du versuchst deine Gedanken, die, die du nicht haben willst, wieder weg zu bekommen. Aber ich finde es geht einfacher wenn man sie einfach kommen lässt und nicht zwanghaft versucht nur an das eine zu denken und die gedanken dann wieder rausschmeißen will. Wenn du z.b. auf die Kerze schaust, und dann kommen da Gedanken, dann lass sie einfach da sein und schau dabei weiter auf die Kerze. Und wenn du dann ausversehn mit ihnen mitgehst, dann ist das auch nicht schlimm, sobald du merkst was du gerade tust, kannst du ja wieder auf die Kerze schauen. Falls du ein Mantra benutzt dann sag es weiter auf und lass die Gedanken ruhig weiter denken.

Wenn du deinen Kopf -leer- bekommen willst, funktioniert es ganz gut, wenn du dir selbst sagst was du wahrnimmst, das kannst du z.b. so machen, das du dich vor die kerze setzt, und dann 5was aufzählst was du siehst, dann 5was das du hörst, dann 5was das du fühlst, dann 4was das du siehst, was du hörst. was du fühlst, dann 3was, 2was, 1was, und dann hebst du deine hand und sagst: ich hebe jetzt meine hand und wenn ich mich mit dem finger an der stirn berühre, dann falle ich in eine tiefe erholsame trance (oder welchen bewusstseinszustand du auch immer willst), ja und dann berührst du dich halt an der stirn. und blubb...
Ich mache das meißt draußen, mit einer hello kitty candy figur. Ich setze mich dann also hin und sage laut (es funktioniert aber auch wenn dus einfach nur denkst), ich sehe die kitty vor mir, ich sehe die schwarzen augen der kitty, ich sehe den roten apfel in ihrer hand, ich sehe ihre gelbe nase, ich sehe ihre grüne hoße, ich höre meine stimme sagen was ich höre xD, ich höre den bach neben mir langsam plätschern, ich höre die amsel über mir zwitschern, ich höre wie der wind im laub raschelt, und ich höre pookah, der sich von hinten anschleicht, ich fühle wie mein po den boden berührt, ich fühle die kitty in meiner hand, ich fühle wie der wind über meine haut streicht, usw. alles eben fünfmal, wenn du alles fünfmal hast kommen wieder neue sachen dazu (wichtig das du nicht das gleiche nochmal nimmst), und dabei reduzierst du eben jedesmal die anzahl um 1, bis du dich dann irgendwo berührst.

Du sagst, du machst es dir gemütlich, dunkel usw. vlt liegt es auch daran das irgendwas an dir echt was gegen dunkelheit hat, bei manchen leuten klappt meditieren im hellen besser, versuch doch einfach mal das licht anzulassen, oder die fenster auf, bzw. vlt raus zu gehen und dich auf eine wiese zu legen.

Wenn dein Herz dolle anfängt zu schlagen, kannst du ja mal versuchen dein herz zu sein, also dich in seine lage zu versetzen und es aus der perspektive des herzens zu erleben, wie es ist zu pulsieren und die ganze zeit blut zu pumpen und das alles.

Warum willst Du überhaupt meditieren, also was erhoffst Du dir davon?
__________________
eat the children!
cause i love the way you say good morning =)
danke ^u^
away ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2008, 00:41   #5 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von B-Lizard
 
Registriert seit: 28.10.2008
Ort: Buchholz
Alter: 20
Beiträge: 97
also ich mach das immer so, dass ich mich irgendwo hinsetze (liegend hab ichs noch nicht versucht, könnte aber klappen), wo ich es gemütlich finde, am liebsten im freien auf nem baumstumpf oder so. dann dem wind lauschen und was so um einen rum passiert. wenns drinnen is, gibts da auch ganz entspannende musik. tja und dann einfach immer gezielt dazu ein und ausatmen. selbst wenn es dann irgendwo juckt oder zuckt, ignoriere ich das und konzentrier mich weiter ganz auf meine atmung. man darf sich dabei nicht irgendwie ablenken lassen, aber auch nicht unter zwang versuchen was zu erwirken. es muss irgendwie ein gleichgewicht zustande kommen. du könntest auch mal bachblüten versuchen, um ruhiger zu werden...
also einfach immer weiter versuchen, du musst ja auch nicht stundenlang meditieren. zehn minuten sind ja auch schon ok, übung macht den meister
gruss lizard
B-Lizard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2008, 19:52   #6 (permalink)
Lif
Sky Moonwalker
 
Benutzerbild von Lif
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: aachen
Alter: 21
Beiträge: 205
Ich hatte am Anfang auch Probleme beim Meditieren, es war mir immer zu langweilig. Ich bin dann erst mal auf Yoga umgestiegen, weil es auch entspannt, man aber "was zu tun hat". Mittlerweile kann ich schon kurzzeitig so meditieren, am liebsten lege ich mir aber dazu eine entspannende Musik auf.
Lif ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2008, 18:08   #7 (permalink)
inderPupilleellipuPredni
 
Benutzerbild von Regenbogen
 
Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.113
Blog-Einträge: 27
Hmmmm ....

Grüss Dich Kalypso

für Dich mit Deinen körperlichen Einschränkungen ist "Meditieren" einfach einen Tick schwieriger (oder sogar mehrere Ticks ) als für Otto Normalmeditierer.

Vllt. ist es jetzt auch schon so negativ besetzt ... mit "Es wird ja eh wieder nicht klappen" ... oder ähnlichem .... dass "Es" Dir den Gefallen tut und tatsächlich nicht klappt.

Gibt es kein anderes Entspannungsverfahren, wo der Körper mit dabei sein kann und Du "wacher" bleiben kannst ; mir scheint, das wäre momentan das, wo "Es" unverkrampfter gehen könnte ...

Herzlich
__________________
"Grün – warmes und gutes Licht. Magenta – aztekisch. Tlapali, altes Kaktusfeigenblut, die lebendigste und älteste [Farbe]. (Erde. (Gelb) Teil der Sonne und der Freude. (Blau) Elektrizität und Reinheit Liebe. (Blattgrün) Blätter, Traurigkeit. (Blau) Entfernung. Auch Zärtlichkeit kann von dieser Farbe sein. (Rot) Blut? Ach, wer weiß!" - Frida Kahlo

Regenbogen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2008, 16:33   #8 (permalink)
Wanderin
 
Benutzerbild von blitha
 
Registriert seit: 20.11.2008
Ort: Nürnberg
Alter: 36
Beiträge: 2
Hallo Kalypso,
ich meditiere gerne beim gehen, weil ich zum stillsitzen manchmal zu hibbelig bin. Da habe ich einfach zuviel Energie im Körper die einen Weg braucht. Also gehe ich durch den Wald, auf einem Weg, damit ich mich nicht darauf konzentrieren muss und denke nur an grün, also die Bäume, den Geruch des Bodens, die Vögel. Das füllt den Kopf mehr und mehr, alles andere verblasst und dann kommt die tiefe Stille... der Körper geht ganz normal weiter (bin bislang auch noch nicht im Graben gelandet).
blitha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2008, 08:16   #9 (permalink)
Ⓩ Ⓔ Ⓝ
 
Benutzerbild von Bock von Mendes
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
Man kann auch bewusst mit einem gewissen Schmerz meditieren. Schmerz ist ja auch Konzentration/Fokusierung des Geistes - nur eben auf den Schmerz. Z.B. ist der Lotossitz eine Yoga-Übung, die zu Beginn einer Meditation sicher nicht ganz schmerzlos ist . Nachdem sich der Geist darauf fokusiert hat, setzt eine Dehnung ein, und der Schmerz läßt nach - womit der Geist befreit wird.

Die kleinen Plagegeister, die oft am Anfang einer Meditation den Körper beißen und zwicken, kenne ich übrigens auch. Da hilft nur Geduld.

PS: "Das Orangene Buch" von Osho soll ganz gut sein, um Meditation zu lernen.
__________________
Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter.
Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt.
Ein freier Geist ist unbesiegbar.
Bock von Mendes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2008, 13:08   #10 (permalink)
Amanita´s Freund
 
Registriert seit: 29.01.2007
Ort: im Belchendreieck unten am Fluß
Alter: 50
Beiträge: 101
Meditation ist für mich ein Zustand reinen Gewahrseins, nichts was man aktiv macht.
Um in diesen Zustand zu kommen muss man zuerst Körper und Geist in Gleichklang bringen.
Ich empfehle hierzu immer eine kurze TaiJiQuan-Form zu erlernen
(dein Rücken wird es dir danken!).

Eine Möglichkeit das Gedankenpferd und den Herzaffen anzubinden ist folgende:
Stelle Dir drei Lichtkugeln vor, eine in der Mitte des Kopfes,
eine in der Brustmitte und eine in der Bauchmitte.
Halte alle drei Kugeln gleichzeitig im Bewusstsein und in einer Linie übereinander.
Die Kugel im Bauch hat die Qualität von grenzenloser Energie wie ein Ozean,
die Herzkugel strahlt in vollkommener Harmonie (aufgehende Sonne) und
das Kopfzentrum(Höhle des ursprünglichen Geistes) erstrahlt im weissen Licht der Weisheit.

Zunächst wird dein Geist, wie beabsichtigt, von einem Zentrum zum anderen springen
wie auf Trittsteinen durch einen Bach.
Mit der Zeit wird er langsam, sehr langsam und dann ....


Happy Qi!
Eichenmann
__________________
Liebe und tu was Du willst, singe und geh Deinen Weg,
tanze, sonst wissen die Götter mit dir nichts anzufangen.
Eichenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2008, 13:39   #11 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Benutzerbild von Madron die Wanderin
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Hannover
Alter: 42
Beiträge: 346
Zitat:
Zitat von Kalypso Beitrag anzeigen

Hat jemand vielleicht irgendwelche Anregungen für mich?
hast du eine badewanne zu hause ?
versuchs mal - badewasser einlassen, abgenehme temperatur, als badezusatz etwas was die entspannung unterstützt und eine (oder mehrere) kerzen anzünden .....

ich kann mich in der badewanne sehr gut entspannen

zudem dürfte das für deinen rücken angenehmer sein ....

lg
madron
Madron die Wanderin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2008, 16:29   #12 (permalink)
Ⓩ Ⓔ Ⓝ
 
Benutzerbild von Bock von Mendes
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
"Das Orangene Buch" von Osho habe ich jetzt übrigens da. Meine Vermutung hat sich bestätigt: Sehr gut. Nach einleitenden Kapiteln, in denen Osho u.a. eine Definition von Meditation gibt, folgen eine große Anzahl von Meditationen für jede Tageszeit.

Viele der Anleitungen können im Alltag, selbst bei der Arbeit, angewendet werden. Der Vorteil der großen Anzahl vorgestellter Meditationen besteht darin, dass jeder für seinen Alltag und seine persönlichen Vorlieben etwas findet. Nachdem man seine Lieblings-Meditationen gefunden hat, sollte man sich laut Osho auf eine oder zwei beschränken, die regelmäßig ausgeführt werden.

PS: Es lohnt sich, den Artikel über Osho auf Wikipedia zu lesen. Er war neben Maharishi einer der bekanntesten Yogi aus der Hippie-Zeit.
__________________
Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter.
Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt.
Ein freier Geist ist unbesiegbar.
Bock von Mendes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2008, 15:27   #13 (permalink)
Der QuantenOnkel (TM)
 
Benutzerbild von Tagesfleiss
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: in der Materialisation des Möglichkeitsfeldes
Beiträge: 551
Zitat:
Zitat von Bock von Mendes Beitrag anzeigen

- Versuche, möglichst regelmäßig zu meditieren. Wenn Du psychosomatische Schmerzen hast, stehst Du unter dem Druck, etwas tun zu müssen. Das sind aber keine guten Voraussetzungen für Meditation.
@Kalypso:

Ich sehe hier einen Ansatzpunkt:
Versuche erst einmal, Dich ruhig hinzusetzen (Stuhl) und zu Erden: heisst, Sitzfläche und/oder Füsse zu spüren (Wahr-zu-nehmen) -nicht denken (wenn möglich)
Dann forsche nach:
1) Schmerzen im Körper
2) Gedanken (was denke ich?, Gedankenrasen?..)
3) Gefühle (was fühle ich? Trauer, Wut, Freude, Begeisterun/Euphorie..etc?)

ME ist diese EbenenTrennung sehr wichtig für die Wahrnehmung.
Wenn Schmerz wahrgenommen und bewusst anerkannt wird, kann er sich mindern, wandeln.. und den Weg für andere Dinge öffnen

LG TF
__________________
***

>> Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein <<

Nelson Mandela
Tagesfleiss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2008, 17:53   #14 (permalink)
An Ocean Soul
 
Benutzerbild von Kalypso
 
Registriert seit: 09.11.2008
Ort: Ganz im Osten von Österreich
Alter: 27
Beiträge: 10
Hallo und vielen Dank für eure Antworten!

Es tut mir leid, daß ich so lange offline war - das Chaos meines Studienabschlusses ist über mich hereingebrochen :-)
Jetzt werde ich erst einmal in Ruhe all eure Tipps und Ansatzpunkte studieren, probieren und mit neuen Erkenntnissen wieder hier schreiben.

Nochmal vielen vielen Dank!!
~Kalypso~
__________________
My hands are tied / All I've seen has changed my mind / But still the wars go on as the years go by / With no love of God or human rights / Cause all these dreams are swept aside / By bloody hands of the hypnotized / Who carry the cross of homicide / And history bears the scars of our civil wars
Kalypso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2009, 02:15   #15 (permalink)
Fauler Sack
 
Benutzerbild von Mino
 
Registriert seit: 11.02.2007
Ort: Lucilinburhuc
Alter: 23
Beiträge: 125
Wieder mal will ich was altes aufwühlen.

Hast du mittlerweile einen Erfolg gehabt?
Mino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2009, 23:51   #16 (permalink)
Komatöses Kiffkudu
 
Benutzerbild von Desillusionator
 
Registriert seit: 18.05.2009
Alter: 42
Beiträge: 18
@Kalypso

Also obwohl es ein paar angesehene Lehrer gibt, welche die Wichtigkeit von Lotussitz und Selbstdisziplinierung betonen, habe ich da eine andere, vielleicht modernere Meinung als die. Und stehe damit sicher nicht allein da.

- Wenn Dein Körper und vielleicht Dein "Bauchgefühl"/"Inneres Kind"/Unterbewusstsein (was auch immer) Dir deutliche Signale "dagegen" gibt, und nur Dein Verstand, aufgrund irgendwelcher Annahmen, auf diese "traditionelle" Weise meditieren will, unter Missachtung der Gegenstimmen von Körper/Unterbewusstem etc., dann glaube ich nicht dass Du im Sitzen großen Erfolg haben wirst.

Wenn in Dir ein Kampf tobt und "Ihr" (Dein Verstand, Dein Gefühl, Dein Körper, die verschiedenen Facetten Deiner Person) nicht am selben Strang zieht bzw. in der Art von "Tauziehen" an unterschiedlichen Enden des selben Strangs zieht, dann schwächt Dich das nur.
Schafft Dein Verstand es, dem rebellierenden Körper wiederholt und nennenswert lang, die schmerzhafte Körperstellung aufzuzwingen, wird der Körper sich rächen!
Er wird einen Weg finden, sich zu rächen!
Vielleicht bekommst Du Ischias und Knieprobleme ...
- Achte lieber auf die Facetten Deiner Persönlichkeit. Stelle ihnen die Frage, warum sie sich sträuben. Achte ihre Meinung, auch wenn der Verstand die Gründe nicht nachvollziehen kann.

Ich selbst kam auch nie mit sitzender Meditation zurecht.
Auch mit dem Murmeln von Mantras und dem Bewegen der Perlen einer Mala (Meditationskette) konnte ich mich nie anfreunden.
Ich halte das alles für Hilfsmittel, die wohl für sehr viele Menschen geeignet sind, daher so gelehrt werden, aber nicht jeder verträgt die selbe Kopfschmerztablette ...


Außerdem: Was möchtest Du mit Deiner Meditation eigentlich erreichen?

- Möchtest Du Dich nur entspannen?
- Möchtest Du einfach schöne Erlebnisse visueller Art haben?
- Möchtest Du bestimmte Eigenschaften von Dir stärken?
- Möchtest Du mit körperlosen Wesen kommunizieren?
- Strebst Du nach Erleuchtung?


Zum Entspannen ist ein warmes Bad oder Autogenes Training ganz prima. Also beides mehr im Liegen als im Sitzen.

Auch für bildhafte Erlebnisse hat sich bei mir bequemes Liegen viel besser bewährt. Dort, an der Grenze zwischen Schlaf und Wachzustand, kommt bei mir mitunter eine unglaubliche visuelle Klarheit durch, die ich liegend am besten halten und vertiefen kann.

Zum Stärken persönlicher Eigenschaften (mehr Selbstsicherheit und so) rate ich zum NLP.
Interessant: Die Übergänge zwischen NLP und tantrischem Buddhismus empfinde ich als sehr fließend und behaupte sogar, NLP hat diese uralten Techniken in ein neues Gewand gehüllt, um sie mit anderer Zielsetzung, den modernen Menschen nutzbringend anbieten zu können.

Um mit körperlosen Wesen in Kontakt zu geraten, empfehle ich, in menschenleerer Natur zu schlendern und dabei mit Offenheit und respektvoller Wertschätzung im Herzen allen Phänomenen zu begegnen.
Eine animistische Grundeinstellung ist da ganz hilfreich, würde ich sagen.
Bei jedem Schritt achtsam sein, kein noch so kleines Lebewesen zu schädigen. Die Geschichte eines jeden Felsen erahnen, die er still flüstert. Mit den "Augen" eines Baumes die Umgebung erleben, seine Wurzeln im Erdreich spüren ...

Und wenn Du nach Erleuchtung strebst, dann schreibe ich lieber nichts, denn obgleich ich sie für existent halte, habe ich sie noch nicht gefunden, kann den besten Pfad leider nicht zeigen ...
Der beste Pfad scheint aber der eigene Pfad zu sein. Nicht jeder kann den tantrischen Weg der Identifikation gehen; gar zu abstrakt ist er für Viele.
Mit etwas Animismus und NLP bekommt man aber wohl schon einen guten Zugang. Und dazu braucht man keinen Lotussitz, behaupte ich.

Beste Grüße
Desillusionator

Petition gegen Internetzensur:
http://tinyurl.com/keinezensur
Desillusionator ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2009, 11:14   #17 (permalink)
Kung Fu Panda
 
Registriert seit: 02.02.2007
Ort: 86152 Augsburg
Alter: 26
Beiträge: 313
Im Wesentlichen stimme ich dem Desillusionator zu-nicht alle mediteiren gleich, und manche Dinge gehen anders besser oder einfacher als mit meditation
Ich wär nur bei NLP vorsichtig...ich hbe mcih selbst ne Zeitlang damit befasst und mit einigen Psyhologiedozenten hier an der Uni gesprochen darüber. Das Gefährliche an NLP ist, das ein teil daon zwar klappt-der Rest aber wilde Versatzstücke vershiedener psychologischer Disziplinen sind, die aus dem Zusammenhang gerissen einiger wesentlicher Grundlagen entbehren und deswegen nciht oder anders funktionierne. Auch zB das mit Rapportaufbauen istim NLP stark vereinfacht. Ebenso wie die BEwusstseinsanker...ich wär mit NLP recht vorsichtig,auch wenns teilweise gu klappt

Übrigens kalypso, kann ich asu eigener Erfahrung sagen: mediteiren klappt nicht immer. bei mir gehts über Chanten meistens, oder tanzen. aber ich hab auch oft monatelange phasen, wo ich meine innere Mitte nciht mehr finde
__________________
wer Tippfehler findet, darf sie behalten
Schwertglanz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2009, 20:24   #18 (permalink)
An Ocean Soul
 
Benutzerbild von Kalypso
 
Registriert seit: 09.11.2008
Ort: Ganz im Osten von Österreich
Alter: 27
Beiträge: 10
Wow, ich war wirklich eine halbe Ewigkeit nicht mehr online Aber es freut mich sehr zu sehen, daß ihr euch immer noch Gedanken um mein Problem macht! Danke!
Erst mal will ich eine Frage beantworten, die öfter aufgetaucht ist: Was will ich von der Meditation? Nun ja, eigentlich so ziemlich alles, was ihr so erwähnt habt:
Entspannen können, einen ruhigeren Gang einlegen, die überreizten Nerven zur Ruhe bringen, dadurch meine Schlafstörungen vielleicht etwas lockern.
Erleuchtung, persönliche Probleme lösen, in Kontakt mit anderen Ebenen treten? Ja, ja und ja Da mein Ansatz im Speziellen ein animistischer/schamanischer/magischer ist, weiß ich, daß Meditation eine Grundvorraussetzung ist, um schamanisch/magisch wirken zu können und Kontakt zu den Naturgeistern aufzunehmen - denn wie soll ich die feinstofflichen Energien jemals wahrnehmen, wenn ich meinem Kopf und Körper die Ruhe einer 3spurigen Autobahn zur Stoßzeit herrscht?

Aber in den letzten Monaten hab ich viel mit mir gearbeitet, und mir einiges von euren Tips zu Herzen genommen. Erst ein,al hab ich gemerkt, daß ich ein kleiner Zappelphilipp bin, mir still sitzen oder still liegen per se schwer fällt (ich kann ja noch nicht mal einfach vor dem Fernseher sitzen, ohne daneben etwas anderes zu tun, das wird mir zu langweilig), also hab ich mit einer Powersportart - Kickboxen - angefangen. Und siehe da: Wenn ich jeden Tag mindestens 30 Minuten powere, bin ich schon viel ruhiger und ausgeglichener. Nebenbei bin ich um 7 Kilo leichter geworden Ist das noch immre nicht genug, entrümpele ich meine Wohnung, putze oder tue sonst was in der Richtung. Damit tu ich schon viel für meine innere Ruhe.

In den letzten Wochen hab ich dann sanft wieder mit Meditation angefangen, aber habe einen Weg gesucht, der für mich machbar ist: So stehe ich inzwischen jeden Abend wenigstens ein paar Minuten am offenen Fenster, rieche die Natur und lausche den Grillen mit geschlossenen Augen, habe keine Gedanken im Kopf und spüre einfach in mein Herz. Klappt zwar nur für einige Minuten, bevor ich wieder zu unruhig werde, aber immerhin.

Gestern habe ich es sogar "geschafft" (ist mir passiert), daß ich barfuß in der warmen Abendsonne in einem Stuhl im Garten gesessen bin, die Augen geschlossen und den Vogelgesängen gelauscht habe, ihre Melodien aufgesaugt habe. Auf einmal kam in mir das gefühl hoch, als wären meine Füße mit der Energie der Erde verbunden, die ganze brizzelnde Anspannung meines Körpers entlud sich in die Erde, dafür strömte kühle ruhige Energie durch meine Fußsohlen in meinen Körper. Es war herrlich! Plötzlich bin ich kurz eingenickt, so entspannt war ich, und dabei kann ich NIE einfach so, dann noch im Sitzen und neben der Straße, einschlummern!

Hoffentlich war das kein einmaliges Erlebnis für mich
__________________
My hands are tied / All I've seen has changed my mind / But still the wars go on as the years go by / With no love of God or human rights / Cause all these dreams are swept aside / By bloody hands of the hypnotized / Who carry the cross of homicide / And history bears the scars of our civil wars
Kalypso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 14:58   #19 (permalink)
der Stilkam
 
Benutzerbild von Volker
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Neuwied
Alter: 43
Beiträge: 50
Hi,

Autogenes Training ist ja schon erwähnt worden. Ich finde, daß das wirklich der beste Einstieg in jedwede Art von Meditation ist, gerade weil es nicht von vornherein den Anspruch hat, eine Meditationsübung sein zu wollen. Es ist - als Entspannungsübung - eine gut Vorbereitung auf jede Art von Meditation.

Wenn du sagst, du kannst nicht gut stillsitzen, dann wäre vielleicht auch eine Entspannung mit Bewegung ein guter Einstieg, z.B. Tai Chi Chuan, "Bewegungsmeditation", sanfte Kampfsportart. Du könntest das als Ausgleich zum Kickboxen ja mal probieren.

Viele Grüße
Volker
Volker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2009, 00:56   #20 (permalink)
Ⓩ Ⓔ Ⓝ
 
Benutzerbild von Bock von Mendes
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
Juhu, Kalypso ist wieder da!

Ich glaube, Du bist genau auf dem richtigen Weg - DEINEM Weg zur inneren Ruhe. Mach so weiter! Gerade durch körperlich anstrengenden Sport wird das Belohn-System des Körpers aktiviert, und Du hast nicht das Gefühl, noch irgend etwas für Dein Glück tun zu müssen. Genieße diese Momente nach dem Training!

Nicht an jedem Tag fällt es leicht, zu meditieren. Wenn aufkommende Alltags-Gedanken sofort wieder verfliegen, also nicht weiter verfolgt werden, dann ist man auf dem richtigen Weg. Der Rest ist eine Sache der Meditations-Dauer und des Trainings. An manchen Tagen brauche ich über eine Stunde, um "klar" zu werden.


Das meditierende Böckchen
__________________
Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter.
Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt.
Ein freier Geist ist unbesiegbar.
Bock von Mendes ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wie funktioniert die Zeit Ajana rincewind Filme und DVD 0 14.12.2008 09:59
Tips zum meditieren für Anfänger Mino Meditation 40 31.03.2008 19:18
ich muß einfach protzen.... Lucia Handarbeit 5 13.01.2008 17:16
Astrologie - Zu Einfach? Wolfgard Astrologie 24 05.02.2007 01:08
Wie funktioniert eigentlich ein Coven? Bodvos Wicca und Hexentum 10 23.01.2007 13:56


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:28 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 3.3.0
© by Starfire | all rights reserved