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| Meditation Hier soll rund um die Fragen zu Techniken, Anleitungen, Sinn ... der Meditation gesprochen werden |
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| | #1 (permalink) |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Schleswig Holstein Alter: 23
Beiträge: 9
| Euer Meditationsritual + Frage Hi, ich befass mich jetzt seid ~9Monaten mit dem Thema Mediation, mein Hauptanliegen/ Ziel ist es im Moment mich aufmerksamer zu machen und mir mehr Geisteruhe zu bescheren. Ich hab einiges gelesen, (aber mich auch zurück gehalten, also mir nicht zu viel Bücher gekauft) meiner Meinung bringt es mich nur wieter wenn ich es ausprobiere. (Leider habe ich keinen Meditationsmeister, deshalb möchte ich mich gerne mit anderen Austauschen) Wie sehen eure Rituale aus ? Ich frage, weil meines, nachdem ich hier lese, doch anders wirkt. Im Prinzip mache ich nur die Übung oder Sache die ich mir vorgenommen habe, fast überall (klar, einiges geht nur Zuhause) aber selbst Zuhause meine ich das Türabschließen reichen sollte. Ich zünde keine Räucherstäbchen an, oder ziehe extra ein Gewand an usw. Wie seht ihr das? Leider habe ich bis jetzt nicht so viel Aufmerksamkeit gewonnen um genau sagen zu können wieviel nun eine Übung bringt. Das bringt mich zu meiner zweiten Frage: Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr gemerkt habt, das eure Bemühungen für euch Erfolg bringen? (Denn auch nach meiner langen (was ist Lang) Zeit, kann ich zu Früher ja eigentlich nicht feststellen das ich Aufmerksamer geworden bin oder ruhiger, ich meine, das ich bis jetzt nur Wissen hinzugewonnen habe (was nicht schlecht ist)) Das macht mich manchmal traurig. Danke für eure Antworten, Bis bald C.M. |
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| | #2 (permalink) | |||
| Mächte des Chaos Registriert seit: 29.01.2007 Ort: Mark Brandenburg Alter: 34
Beiträge: 177
| Zitat:
Vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen ist unser Unterbewußtsein in der Regel am weitesten geöffnet. Zitat:
Zitat:
__________________ "Jeder Augenblick unseres Lebens ist Ewigkeit - und Ewigkeit ist nichts anderes als dieser Augenblick; sie sind ineinander versunken und identisch." ( aus dem ZEN ) | |||
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| | #3 (permalink) |
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| Wenn man z.B. durch ZA-ZEN ruhiger und aufmerksamer werden will, sollte man möglichst viel ZEN in sein normales Leben integrieren; ansonsten kann es passieren, dass es eine reine, wenn auch sehr effektive Entspannungsübung bleibt. Ein Meditiatonsritual habe ich übrigens nicht. Ich setze mich einfach hin und los gehts.
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca |
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| | #4 (permalink) |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Schleswig Holstein Alter: 23
Beiträge: 9
| erstmal Danke für euere Antworten @Uranus32: Ich versuch mal deine Unbekannten zu füllen, die Übungen sind inspiriert von OSHO und Rob Nairn ("Auf den Spuren des erleuchteten Drachen"). Zuerst habe ich nur versucht meinen Atem zu beobachten. Nur klappt es nicht so wie ich meinte das die Übung erfolgt bringt, also Atem loslassen und beobachten, mir kam es immer so vor das ich den Atem zu 99% steuerte und mich dadurch nicht dem Beobachten hingeben konnte. Ich habe die Übung über mehrere Monate traniert. (Ohne das Steuern abstellen zu können). Seid ~ 1 Monat mache ich aktiv nichts, fast jeden Tag lasse ich meine Gedanken einfach kommen, sitze irgendwo still herum, das wars. Oft mache ich die nachfolgende Übung genau danach; seid etwa 2 1/2 Wochen beobachte ich eine Kerzenflamme, die Erfahrungen aus der ersten Übung habe ich mit einfließen lassen. Ich habe den "Fehler" darin gesehen das ich zu konzentriert war und konzentriere mich kurz ganz aktiv auf die Flamme und warte dann und gucke was passiert (das Warten und Gucken klappt nicht immer manchmal ist mein Verstand sofort wieder vorne). Das Nichts-Tun tut mir gut, weil ich dann oft bemerke das mein Verstand sehr aufgebracht ist, und ganz viel tun möchte (Das Erledigen und wenn Das fertig ist sofort das nächste usw.) Trotzdem ist es dann öfters schwer sitzen zu bleiben und nicht sofort wieder aufzuspringen. (Dann sage ich mir innerlich das alle Gefühle und Gedanken in ordnung sind mich aber im Moment nicht berühren, was bis zu einem gewissen Grad auch funktioniert) Wie du schon sagst sind atmen und loslassen das beste, wie du siehst kann ich es noch nicht, werde aber weitermachen da mein Weg nun besser wird, ich betrachte ich neue Übung mehr als ein Spiel, dann wird ein "Scheitern" nicht so schlimm. Meine Ambition zu Meditieren war/ist mein Verstand oder wie OSHO sagt Mind (wo noch viel mehr dahinter steck), er ist unruhig - aufgebracht. Und macht mir Vorwürfe usw. (führt jetzt zu weit). Ich meine das niemand ohne Grund leiden sollte, es hat aber auch jeder selber in der Hand, ich sehe den Anfang darin sich selbst zu reflektieren, ja beobachten zu können. Um halt überhaut irgendwas verändern zu können. Danke für den Tip mit BR - Alpha. *Zu viel Text?* (Oder noch nciht :P?) Fragen an dich wie du etwas gemeint hast stelle ich noch nicht, da du ja noch nciht alles wußtest. Ich bemühe mich so kurz wie möglich zu sein und trotzdem den gesamten Inhalt rüberzubringen. Alles gute C.M. |
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| | #6 (permalink) | |
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| Wenn ich mich nicht irre, kommt Rob Nairn aus der Zen-Ecke und das "Atem beobachten" ist auf jeden Fall eine Technik der Zen-Meditation. Um nicht alles nochmal schreiben zu müssen, zitiere ich mich mal frecherweise selbst :Zitat:
Nun weiß ich natürlich nicht, was Rob Nairn genau schrieb und von OSHO hab ich noch nie was gelesen, aber Zen kann - gerade, wenn man nicht nur meditiert, sondern immer mal wieder Zen lebt - auf jeden Fall dazu führen, innerlich ruhiger, gesammelter und konzentrierter zu werden.
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca | |
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| | #7 (permalink) |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Schleswig Holstein Alter: 23
Beiträge: 9
| @Uranus (und auch die anderen ),ist es richtig das ich aus deinen Antworten schließen kann das du mir quasi Zen empfiehlst. Sonst kann leider noch nicht die Überleitung von meinem Problem zu deinen Antworten sehen, so gern ich es auch möchte, ja wir sprechen denke ich mal beide von dem selben. Das man in dem Moment der gerade da ist - ist - und nirgendwo anders, dann gibt es von vielen Leuten entwickelte Herangehensweisen um aufmerksamer zu werden (ich halte Aufmerksamkeit für das Mittel dazu), die Leute beschreiben das Üben meistens so, wie du schon sagst, einfach machen und es nciht bewerten (d.h. es gibt kein Scheitern, kein "gut gemacht" und "schlecht gemacht). Vielleicht war das vorher nicht rübergekommen und auch deshalb habe ich dieses Thema eröffnet das ich nicht davon wegkomme etwas zu bewerten, mich einfach gehen zu lassen, schon gar nicht während einer Übung. Wenn ich einen Beschreibung zu einer Übung lese steht da auch Sachen die ich vermeiden oder besser nicht machen sollte, würde ich mich einfach gehen lassen meine ich das mich es nicht stören würde wenn ich etwas nicht so mache wie beschrieben. Jetzt aber kommt sofort das Gefühl "FALSCH", nur weil ich davon weiß kann ich es aber nicht abstellen. Ich hab euch/ dir beschrieben (es darf sich natürlich gerne jeder andere auch zu Worte melden, freu mich darüber) wie ich meine Übungen gestalte und finde keinen großen Unterschied in dem was Zen ist (außer das das man Zen auch aktiv in den Alltag trägt, also nicht darauf wartet das die Aufmerksamkeit kommt, sondern sie selbst immer lernt). Danke erstmal für eure Antworten alles gute C.M. |
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| | #8 (permalink) |
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| Ich wollte Zen oder Zazen nicht empfehlen, vielmehr - das hast du ja auch bestätigt - erinnerte mich deine Beschreibung daran. Loslassen, Atem beobachten, nicht bewerten, einfach "achtsam" sein, usw., das kenne ich aus dem Zazen. Ob aber Zen der richtige Weg ist? Das kann nur jeder für sich selbst herausfinden; welche Technik auch immer, meiner Meinung nach zählt nur das Ergebnis. Aber mal zur Aufmerksamkeit. Ich sehe das so, dass man Aufmerksamkeit oder "reine Achtsamkeit" lernen muss, um es zu können. Das ist nichts, was einem zufällt. Die Meditation ist aus meiner Sicht eine Art besonderer Übungsstunde dazu, nicht mehr und nicht weniger. Aber es ist vermutlich ein jahrzehntelanger Weg und die Schritte oftmals sehr sehr klein. Für den Alltag nutze ich auch nicht immer Meditation. Da bin ich pragmatischer und mache Autogenes Training. Das lässt sich superschnell erlernen und klappt meist in sehr kurzer Zeit. Wenn es z.B. besonders hektisch ist, nehme ich manchmal eine Auszeit, suche ein "stilles Örtchen" und mache meinen Geist ruhig(er), indem ich den Körper mit Autogenem Training beinflusse. 5 Minuten reichen und ich bin ausgeglichener, ruhiger und konzentrierter. Generell sehe ich persönlich Meditation und auch AT oder vieles andere erstmal nur als Werkzeug. Meditation nutze ich z.B. nicht zur Selbsterkenntnis, sondern als reine Stille-Meditation. Ich bin mittlerweile sogar der Meinung, dass es gerade uns "Westlern" kaum möglich ist, den Beispielen aus dem asiatischen Raum zu folgen, es sei denn, wir würden vielleicht ein paar Jahre aussteigen und in ein fernöstliches Kloster gehen. Mit einer Stunde Meditation am Tag verändert man wenig, das ist übliches Konsumdenken mit dem sich gut Bücher verkaufen lassen - oder warum üben die Meister jahrzehntelang täglich viele Stunden und richten ihr Leben danach aus? Zum Thema Rituale: Ganz klassisch ist z.B. Zazen auch stark rituelisiert. Je nach Schule ist es genau vorgeschrieben, wie man erst um das Sitzkissen schreitet, jede Bewegung, während man sich hinsetzt, die Körperhaltung natürlich und auch der Ausstieg aus der Meditation ist in Einzelschritte festgelegt. Ich bin zu faul dafür , aber ich habe es mal ausprobiert und finde ein festes Ritual sehr nützlich, denn man bereitet sich besser vor und allein die Konzentration auf das Ritual hilft schon den Fokus zu finden. Welches Ritual man macht ist glaube ich nicht allzu wichtig; das ritualisieren der Bewegungen und Vorbereitungen "zwingt" den Geist schon in bestimmte Bahnen.
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca |
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| | #9 (permalink) | ||
| Mächte des Chaos Registriert seit: 29.01.2007 Ort: Mark Brandenburg Alter: 34
Beiträge: 177
| Ist einerseits schon richtig, kann sich aber auch postiv auswirken, denn wenn die vorbereitenden Abläufe immer die Selben sind, prägt sich das im Unterbewußtsein ein und mit der Zeit kann es dann leichter für einen werden sich zu entspannen. Während der Vorbereitungen ahnt unser Unbewußtes was kommt und stellt sich darauf ein; verstehst Du was ich meine? @ Crom Zitat:
Zitat:
Denn der Weg ist das Ziel! Gruß Uranus32!
__________________ "Jeder Augenblick unseres Lebens ist Ewigkeit - und Ewigkeit ist nichts anderes als dieser Augenblick; sie sind ineinander versunken und identisch." ( aus dem ZEN ) | ||
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| | #10 (permalink) | ||
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| Zitat:
Zitat:
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca | ||
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| | #11 (permalink) | ||
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Schleswig Holstein Alter: 23
Beiträge: 9
| Ich nahm mir etwas Zeit um über euere Antworten nachzudenken, leider bin ich noch immer aufgebracht, von den Gedanken bzw. den "Vorfällen" (das selbst nach viel Übung für mich sich noch nichts verändert hat, was ich wahrnehme) die mich zu diesem Thema bewegt haben, bin. @Gaheris Ich finde es persönlich schade das du die Gedanken hast das "Westler" in wohl ihrer gewohnten Umgebung kaum so meditieren können wie es im asiatischen Raum passiert. Aber abwegig finde ich deine Gedanken nicht, nur möchte ich mich persönlich nicht damit zufriedengeben das die Gesellschaft jeden so sehr beeinflussen kann das er irgendetwas normales an sich, als Grund zu leiden ansieht (Begriff "Leiden" verwende ich jetzt mal aus dem buddhistischen Kontext, hier ist der Begriff weiter definiert als im "westlichen). Aber habe ich mich hier auch auf die Leute bezogen die z.B. hier schreiben oder im alten Forum Texte verfasst haben, viele von denen schienen schon große Fortschritte gemacht zu haben und alle leben wohl in diesem Raum. Die alle haben es doch auch irgendwie geschafft ihre Erfahrungen zusammeln, auch tiefgehende, welche ich nur guter Meditation zuordnen würde. @Uranus Zitat:
Was hälst du/haltet ihr von meiner Übung ? (ich möchte wie ja schon beschrieben nicht sofort wieder die Übung wechseln, ich ziehe es in Betracht wenn es wirklich nichts bringt, Zen auszuprobieren. Obwohl ausprobieren bei solcher Art der Übung sehr lange sein kann). Zitat:
(Wörter sind wahrscheinlich immer schlecht um soetwas zu beschreiben, egal ob die Beschreibung hier oder in einem Meditationsbuch) Danke für eure Antworten alles gute C.M. | ||
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| | #12 (permalink) |
| Seiðkona in Ausbildung | Also das mit dem ruhig hinsetzen funktioniert bei mir nicht. Bei mir ist tanzen eine Art Meditation.Wenn es mich überkommt tanze ich halt. Statt mich auf die Atmung zu konzentrieren, konzentriert man sich auf die Bewegungen. Gerade wenn man sich langsam bewegt. Wirkt ähnlich wie Tai Chi. Und zum Thema Westlich oder nicht. Ich komme aus dieser Kultur und tanze orientalischen Tanz. Also auch kulturübergreifend. |
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