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Magie allgemein Alle Fragen und Gedanken zum Thema Magie sollen hier besprochen und diskutiert werden

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Alt 01.02.2009, 11:02   #1 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
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Magie und wie sie erst richtig wirken kann

Hallo zusammen,
damit ein Zauber wirklich wirken kann, so die Ansicht mancher, müssen so viele Dinge, wie möglich zusammen passen.
Sei es der Zeitpunkt, seien es aber auch die richtigen Utensilien und Hilfsmittel.

Es soll wichtig sein, auf die Wochentage und die dazu gehörige Planetenstunde(n) zu achten, die richtige Kleidung in der richtigen Farbe zu tragen, und soviele Dinge bereit zu halten, die das Ziel darstellen oder symbolisieren, damit auch das Ziel sich tatsächlich manifestiert.
Ein großes Stück von Sympathie-Magie.

Begründet wird dies oft mit dem hermetischen Prinzip: "Wie oben so unten".
Sehr simplifiziert:
"Wenn oben und unten alles stimmt, richtig vorbereitet und ausgeführt wurde, dann kann sich der Zauber auch erst tatsächlich manifestieren, bzw. dann wirkt der Zauber erst richtig!"
Manche gehen auch soweit zu sagen, das jeder Zauber oder Wunsch sofort zum Scheitern verurteilt ist, der nicht zur exakten Zeit, am exaten Ort, mit den entsprechenden Hilfsmitteln gewirkt wurde.


Was sind Eure Erfahrungen und Meinungen dazu?


LG
Siat
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Alt 01.02.2009, 12:03   #2 (permalink)
Skaldenmetbrauerlehrling
 
Benutzerbild von Bernd
 
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Der Wille allein zählt.

Bernd
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Alt 01.02.2009, 12:16   #3 (permalink)
Fliegevieh
 
Benutzerbild von Tanael
 
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Magie bedeutet für mich die Instrumentalisierung der Psyche, somit sind der Stand des Mondes, der Wochentag usw. nur bewusste Plazebos, (bei manchen natürlich auch unbewusst^^..) deshalb aber nicht weniger wert.
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Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt Licht?
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Alt 01.02.2009, 13:31   #4 (permalink)
Asperula odorata
 
Benutzerbild von silberquell
 
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Es kommt wohl wieder einmal auf die Sichtweise an.
Ich bin keiner "magischen" Gemeinschaft angeschlossen.

Ich sehe Magie als eine fließende Energie, die ähnlich wie das Atmen ist (wirkt?..).
Demnach benötigt sie kein "Darumherum", um zu wirken.
Ein schönes Umfeld vorzubereiten stört aber nicht, sondern fördert die Konzentration auf die Sache.

Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Umstände gibt, die es nicht zulassen irgendetwas vorzubereiten.

Als ich mit nur einer Socke in den Trekkingschuhen, den Pulli auf links, mitten in der Nacht ungeduscht und verstrubbelt durch den Stall gesprungen bin, mit einer Stecknadel statt einem Messer bewaffnet, um Schaden von meinem Rosse abzuwenden, hat alles bestens gewirkt.

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werde was du warst
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Alt 01.02.2009, 15:42   #5 (permalink)
fee
feenomen
 
Benutzerbild von fee
 
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@ ja...

Atmen ist ein gutes Stichwort, der " od em" das "inspirative" das angeschlossen sein an das netzwerk des Seins, die worte können kaum die Grösse dessen beschreiben was in Magie wirkt und das Magie webt.

meine Erfahrungen mögen dem hinterherhinken was möglich ist, doch wenn es notwendend ist, ist alles da was ich brauche und umstände und vorraussetzungen sind gleich gültig.

Schön wenn ich immer die Zeit hätte wunderbare Rituale zu wirken ist aber meist net so, dann aus dem grossen Topf intuitiv das zu schöpfen was wirkt ist ein "Geschenk"

grüssles fee
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Alt 01.02.2009, 16:32   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Bock von Mendes
 
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Ich bin auch eher der Typ, der Rituale ad hoc zusammenstellt. Die Zauberbücher mit den astrologischen Zeitpunkten, Duftstoffen, Ritualgegenständen usw. verstauben im Schrank.

Ursache für diese Herangehensweise ist mein überwiegend psychologischer Standpunkt zur Magie. Ich programmiere im Ritual mein Unterbewusstsein. Alles, was mir für mein Ziel als angenehm und symbolträchtig erscheint, kann ich verwenden. Denn all das wirkt auf mein Unterbewusstsein. Wenn ich später durch bewusstes Handeln versuche, mein Ziel zu erreichen, hilft mir das entsprechend programmierte Unterbewusstsein, indem es mich stärkt und unbewusste Handlungen (z.B. Körpersprache und Tonfall) in die richtige Richtung lenkt.

Es gibt aber auch einen übernatürlichen Aspekt, der durch magische Rituale befördert wird. Meine Aura, die von anderen Wesen wahrgenommen wird, programmiere ich nämlich ebenfalls.
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Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter.
Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt.
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Alt 01.02.2009, 16:42   #7 (permalink)
blümche
 
Benutzerbild von Kuchen
 
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Beiträge: 375
hallo alle,

das oben was Siat zitiert hat, дhnelt der ritualdurchfьhrung.
es gibt leute, die bestimmte vorgeschriebene rituale bevorzugen. es ist oft fьr sie wichtig zu wissen, dass dieses ritual von einer autoritдttragenden personen unterstьtzt wird.und es funktioniert in den rahmen, in die sie sich selbst stecken und auf die sie sich gerne stьtzen.

es gibt leute, eigene rituale machen, mixen, ausdenken,teils plagiatieren, zu denen zдhle ich.. so ganz fest vorgeschrieben mцchte ich es nicht haben...
mein weg funktioniert auch perfekt

man konnte aber auch ohne jeglcihe rituale etwas unternehmen, warum nicht?
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komm auf die dunkle Seite, wir haben Kekse

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Alt 01.02.2009, 16:57   #8 (permalink)
Lif
Sky Moonwalker
 
Benutzerbild von Lif
 
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Ort: aachen
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Beiträge: 205
Ich richte mich mit meinen Ritualen nach keinem bestimmten System. Ich fühle einfach, wann es Zeit ist, ein Ritual durchzuführen. Dabei brauche ich auch keine vorgeschriebenen Gegenstände, sondern die, die ich für angemessen halte und die erreichbar sind. Für mich ist allein meine Psyche entscheidend für den Ausgang des Rituals. Wenn ich mich mit diesem oder jenem Gegenstand wohler fühle, dann unterstützt mich das, aber theoretisch ginge es auch ohne.
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Alt 01.02.2009, 18:46   #9 (permalink)
Wiccander
 
Benutzerbild von Wolfjunge
 
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Ich folge sozusagen meinen Trieben. Wenn die sagen, dass ein passender Zeitpunkt gekommen ist, arbeite ich. Ob ich dabei mich an iregndwelche Systeme halte? Eher nein, ich folge meiner Stimmung. Wenn die sagt, heute kannst ein bisschen Bimbamborium gebrauchen mach ich das, wenn sie sagt, heute mal ganz einfach, folge ich dem Rat...
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Glaube mir, denn ich habe es erfahren,
du wirst mehr in den Wäldern finden
als in den Büchern
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werden dich lehren,
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Bernhard von Clairvaux
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Alt 02.02.2009, 19:16   #10 (permalink)
Der QuantenOnkel (TM)
 
Benutzerbild von Tagesfleiss
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: in der Materialisation des Möglichkeitsfeldes
Beiträge: 550
Zitat:
Zitat von Siat Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
damit ein Zauber wirklich wirken kann, so die Ansicht mancher, müssen so viele Dinge, wie möglich zusammen passen.(..)

Es soll wichtig sein, auf die Wochentage und die dazu gehörige Planetenstunde(n) zu achten, die richtige Kleidung
Das wäre mir zu komplex und zu anstrengend.
ME funzt es sowieso nur, wenn ich in einem gewissen "Flow" / Kontakt mit mir und dem Universum bin.
Dann gelingt auch ein Ritual o.ä. spontan "aus dem Bauch"

Bin eher "Chaosmagiker" und diese Energie folgt meiner (chaotischen) Aufmerksamkeit.
Hat sich heut bei meiner (sehr selten vorkommenden! *) JAGD nach Klamotten wieder rundum bestätigt: Kam zu 90% wie bestellt, und im "Run in the City" hätte ich gar keine Ritualgegenstände dabei -ausser meinen Gedanken

Nur der Tag war gut gewählt:
Lt. Mondkalender bzw. Angaben eines Freundes sollte man für Vertragsabschlüsse / Anschaffungen bis HEUTE warten!

(*) als Mann kaufe ich ungern und ganz selten ein...
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Nelson Mandela
Tagesfleiss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2009, 11:23   #11 (permalink)
auf der Suche
 
Benutzerbild von Castania
 
Registriert seit: 18.09.2008
Ort: Bremen
Alter: 28
Beiträge: 10
Hallo miteinander!

Ich für meinen Teil glaube, dass "Entsprechungen" helfen können, sich bei einem Ritual einzustimmen. Das müssen allerdings keine Entsprechungen aus Büchern sein. Wenn man halt keine roten Rosen mag, sondern die große Liebe einem immer gelbe Tulpen mitgebracht hat, dann ist die gelbe Tulpe eben die Entsprechung für Liebe! Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Ich denke, man sollte bei einem Ritual, das verwenden, was einem selbst stimmig und "richtig" erscheint. Wenn man dabei auf Aufzeichnungen anderer zurückgreifen will, ist das ok (mach ich auch, um mir Inspiration zu holen), muss aber nicht sein.

Ganz ohne diese Hilfsmittel kann ich mir meine Rituale aber auch nicht vorstellen. Eine Aussage, die ich dazu mal gelesen habe (fragt mich nicht wo) ist: Das Unterbewusste braucht bildliche Anregungen! Es geht auch ohne, aber das ist wie an einem nebligen Tag bei Gegenwind gegen die Strömung zu Rudern.
Ich denke also, wenn man sich ganz sicher ist, was man will und kann, dann schafft man Magie auch ohne jedes Hilfsmittel, aber Hilfe kann ja nicht schaden
Castania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2009, 07:23   #12 (permalink)
Kind der alten Welt
 
Benutzerbild von Coryen
 
Registriert seit: 17.06.2007
Ort: FFM/OF
Beiträge: 67
Ich bin ebenfalls der intuitive Typ.

Kleidung, Farben, Wochentage, Symbole und Utensilien können ein Ritual erleichtern, da man sich quasi selbst besser "überzeugt" von dem was man tut (Symbole üben Macht über einen Menschen aus, positiv wie negativ), aber eigentlich kann man alles runterkürzen bis nichts mehr übrig ist - bis auf Willenskraft und das richtige Gefühl für die Sache.
Je weniger Hilfsmittel und Symboliken ich verwende, desto mehr Willenskraft brauche ich. Ganz ohne Drumherum kann ich allerdings meistens nicht, weil die alltägliche Welt zu stark präsent ist in meinen Gedanken.

Allerdings finde ich minutiös geplante Rituale die eher an einen wissenschaftlichen Aufbau erinnern als an Religion/Magie, persönlich einfach nur als tot..
Coryen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2009, 08:47   #13 (permalink)
fee
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Benutzerbild von fee
 
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@

eine Definition die mir bekannt ist lautet

"Magie ist das Wissen um die Dinge"

eine der gravierendsten Erkenntnisse ist, dass Magie auch bei denen funktioniert, die weder die Auswirkungen in aller Konsequenz noch das Wissen um die Dinge wahrhaft haben.

Weder ungenau ausgeführte Rituale noch wildes Chaosmagieren verhindert dass Magie wirksam wird. ( Leider?)

hm, nachgedenkte fee
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Alt 06.02.2009, 11:54   #14 (permalink)
Der QuantenOnkel (TM)
 
Benutzerbild von Tagesfleiss
 
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Zitat:
Zitat von fee Beitrag anzeigen

noch wildes Chaosmagieren
da hab ich mich dummerweise unscharf ausgedrückt (so "wild" bin ich nicht) - meine eher "spontan, intuitiv" (wie Coryen), d.h. auf die -sich meist ändernde- Situation bezogen... wie ein Bach fliesst, auf ein Hindernis stösst und den Weg dann ändert
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Nelson Mandela
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Alt 06.02.2009, 14:29   #15 (permalink)
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@ oups, lieber Tagesfleiss

hatt net Dich im Blickwinkel beim vermuten der Facts dass es möglicherweise Menschen gibt die nur weil sie ein Ritual abhalten auch Erfolg haben ... schätz Dich als gewissenhaften und verantwortungsbewussten Menschen ein...hm, will ich mal betont haben...

ich mein auch net dass es "das Wilde" an sich ist, sondern einfach dass es eben auch einem Menschen mit wenig Überblick und noch weniger Weitblick gelingt Magie zu wirken, hm das mein ich und das ist nun auf NIEMANDEN speziell bezogen...

der flow in dem sich Magie bevorzugt abspielt, den kann ich net als wild oder ausufernd erkennnen der ist halt so wie er ist...

ja und ich kenn das mit der Magie die ohne dass ich ne Ahnung davon hab was da alles dran hängt ganz einfach von MIR und ich hab eben auch meine Erfahrungen mit dies oder jenem gemacht. Freundlicherweise haben die Konsequenzen "soweit ich weiss" eben auch mich getroffen und keinem unbeteiligt Drumherumstehenden.

Puhh..."mal an so manchen Scherbenhaufen denk"

feengrüssle
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Alt 06.02.2009, 19:08   #16 (permalink)
Der QuantenOnkel (TM)
 
Benutzerbild von Tagesfleiss
 
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Beiträge: 550
*die Firma dankt für die Komplimente*

quantenmechanische Grüße
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Nelson Mandela
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Alt 09.02.2009, 01:04   #17 (permalink)
Panta rhei
 
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Ort: Hamburg
Beiträge: 396
Hallo

Zitat:
damit ein Zauber wirklich wirken kann, so die Ansicht mancher, müssen so viele Dinge, wie möglich zusammen passen.
Sei es der Zeitpunkt, seien es aber auch die richtigen Utensilien und Hilfsmittel.
Was ich auf der einen Seite garnicht so schlecht finde, gerade, wenn gewisse "Anhaltspunkte" quasi zum einen als Verstärkungselement sinnvoll sein können - aber auch Hilfsmittel und Utensilie in einen Kontext zu Zeit - Ort - Rahmenbedingung gestellt werden, die dann ein gewünschtes Ereignis hervorbringen könnten.

Stelle ich mir hierbei allgemein die Frage nach dem, was ein Ritual überhaupt ausmacht, finde ich solche Ansätze mal sehr ausgebaut / komplex, als auch in abgeschwächter Weise - aber mindestens auf bestimmte Faktoren ausgerichtet wieder, die im Prinzip zumindest ersatzweise an die Stelle von z.B Rezepturen, Handlungsanweisungen bis hin zu (vermeintlichen) Traditionen rücken können.

Zitat:
Es soll wichtig sein, auf die Wochentage und die dazu gehörige Planetenstunde(n) zu achten, die richtige Kleidung in der richtigen Farbe zu tragen, und soviele Dinge bereit zu halten, die das Ziel darstellen oder symbolisieren, damit auch das Ziel sich tatsächlich manifestiert.
Ein großes Stück von Sympathie-Magie.
Ohja.. sicherlich die Lieblingsbaustelle u.a für zeremonial magisch Arbeitende, was jedoch für mich persönlich nicht ausschließlich das Mass aller Dinge ist - sicherlich jedoch eine Möglichkeit darstellt.
Ich denke persönlich, dass sehr komplex aufgebaute Rituale sicherlich auch die eine oder andere Erfahrung bereitstellen kann - aber auch eine gewisse Art von "Training" beinhaltet, wenn man sagen könnte, dass z.B Utensilien weggelassen werden können, so ihr Symbol (ihr Ausdruckgehalt) nicht mehr zwingend als "Gegenstand" dargestellt werden müsste.

Zitat:
Manche gehen auch soweit zu sagen, das jeder Zauber oder Wunsch sofort zum Scheitern verurteilt ist, der nicht zur exakten Zeit, am exaten Ort, mit den entsprechenden Hilfsmitteln gewirkt wurde.
Ja und Nein. Ja, wenn man eben auch tatsächlich dem Zwang unterliegt, dass fehlende Abläufe zu misslungenen Resultaten führen.
Nein, wenn man im Umkehrschluss in ganz anderen Rahmen denkt oder gänzlich andere Herangehensweisen hat.

Dennoch steckt hinter einer solchen Aussage für mich persönlich das Fünkchen Wahrheit auf eine andere Ebene bezogen.. auch wenn z.B im Rahmen der Zeremonialmagie (hermetisch) tatsächlich sowas wie fixe Daten wie Zeit, Ort, Rezept, Ablauf e.t.c gemeint sind..

Die Frage nach einem exakten Zeitpunkt beispielsweise - sie spricht den Augenblick an, der zur Verfügung stünde, wann die Gelegenheit am günstigtsten ist und somit zum Erfolg führt.
Für den, der zur Erfüllung eines Zwecks eine Zeittafel hat, kann das ganze relativ einfacher sein, als für den, der intuitiv seine Zeit bestimmt.

Beide Herangehensweisen sind letztlich für den Ausführenden relevant - der eine, der seinen Zeitpunkt auf einer Tafel abwartet - und sein Beiwerk symbolisch darzustellen hat, sehr genau arbeiten muss und am Ende seiner Sache sich die Schulter klopft - schließlich hat er alles genau beachtet, was im wirken der Kräfte ein Verstärkungselement darstellt. Der andere wiederum, der auf seine Intuition horcht, gänzlich andere Wege gehen kann und damit aber auch einer Vielzahl an Möglichkeiten begegnet, die auch zumindest erstmal zu händeln wären. So ein Umgang (also auch eine Art von "to do") vorliegt, ist ihm seine Arbeits/ Handlungsweise eher von Vorteil

Des weiteren habe ich mal ausprobiert, "Rituale" mit Abläufen, Angaben, Beiwerk e.t.c "geplant" durchzuführen und selbiges ohne einen solchen Fahrplan zur Ausführung zu bringen. Das Experiment war interessant. Die Erfahrung ist einfach eine jeweils andere und holt einen an jeweils verschiedenen "Standorten" ab. Das Ergebnis ring auch um die Frage nach Kontrolle, die nun einerseits abgegeben werden musste, andererseits "Selbstkontrolle" wesentlich stärker in einen Vordergrund rückte.
Beides könnte für mich also sinnvoll sein, so ich das eine dem anderen nicht ausschließlich deswegen seinen Sinn abspreche, weil ich gebunden an mein Setting ja "doch" nur eine andere Form von Fixpunkten aufstelle, die für mich z.T genauso anstrengend und komplex erscheinen könnten.

Stelle ich mir darüber hinaus die Frage nach "Bezugspunkten" und damit zu "Bezugssystemen" stelle ich fest, dass gerade in Verbindung zur Zeremonialmagie mit sehr komplex erscheinenden z.B alchemistischen Zuordnungen / Entsprechungen ein Modell vermeintlich übergreifender Natur als universelle Formel aufgestellt wird, die natürlich für sich selbst gesprochen einer interessanten Logik und Dingsicht folgt - aber wie in den Ausgangsfragen geschildert, Definitionsrecht in Hinblick auf "Durchführung oder Wirkung von Magie" in Anspruch zu nehmen scheint (was aber auch eine Finte in Hinblick auf Förderung von "Disziplin, Lerneifer" sein kann, um innerhalb dieses speziellen magischen Systems gewisse Zusammenhänge begreifbar zu machen).

Jedes Bezugssystem ist - mit welchem Beiwerk oder was für Faktoren auch immer, an seinen selbst auferlegten "Gesetzmässigkeiten" und bis zu den Rändern gedachter Möglichkeiten gebunden, was sowohl positiv als auch negativ im Rahmen von Bedeutungszumessungen auf die eigene Historie ausgerichtet wird - aber als für sich genommen jeweils als funktionierende Methode bestimmt wurde.
Regeln der "Allgemeingültigkeit" gibt es demnach wohl so viele, wie jedes Wesen eigene für sich in Anspruch nimmt, sich darin findet und diese nun bewusst oder unbewusst auf seine Umgebung projeziert, wobei die Umgebung nicht mal bewusst eingebunden sein muss - aber kann.

Interessant bleibt für mich die Erforschung einer Schnittmenge verschiedener Arbeitsweisen, die angereichert aus Inhalten und Verbindungen eine Methode auf sich selbst justiert und den Fluss der Möglichkeiten im Wirken von Magie nur bereichern kann und damit zur Verfügung stünde, für die, die aus all diesen Inspirationen schöpfen können, woher und wie auch immer dies dann Zustande kommt.

Darin funktioniert "Magie" ja schon, ohne das auch nur irgendwelche Abläufe bewusst eingehalten wurden, als ob hier ungeahnt viele Faktoren einfach aufeinandergefallen und eine Wirkung erzielt haben und sich die Frage nach einem "wie" stellen.

Ich finde, dass dieser Effekt (das Wirken von Magie), den man vermutlich zwecks "Reproduktion" in Ritualplänen wiederzufinden meint (je nach Glaubensauffassung und damit auch all den eigenen Herangehensweisen) schon stattgefunden hat, bewusst (sichtbar und begreifbar) zu machen gesucht wird - und zwar in Abstimmung auf eigenen Verhältnissen, Bezugspunkten, Weltbildern e.t.c - und Komplexität in welcher Ausformung auch immer dann zustandekommt.
Magie hat damit meiner Meinung nach nichts zu tun, sie ist nicht daran gebunden, sondern derjenige, der sie für sich begreifbar machen will und hierzu seine Wege auslotet.

Gruss
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Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, im Herzen hier die Liebeschrift bist du. Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, das Gift und auch das Gegengift bist du. Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du.
Was trifft der Sinn, und was ihn trifft, bist du. *Rumi
ahira ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2009, 11:52   #18 (permalink)
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Zitat:
Jedes Bezugssystem ist - mit welchem Beiwerk oder was für Faktoren auch immer, an seinen selbst auferlegten "Gesetzmässigkeiten" und bis zu den Rändern gedachter Möglichkeiten gebunden, was sowohl positiv als auch negativ im Rahmen von Bedeutungszumessungen auf die eigene Historie ausgerichtet wird - aber als für sich genommen jeweils als funktionierende Methode bestimmt wurde.
Regeln der "Allgemeingültigkeit" gibt es demnach wohl so viele, wie jedes Wesen eigene für sich in Anspruch nimmt, sich darin findet und diese nun bewusst oder unbewusst auf seine Umgebung projeziert, wobei die Umgebung nicht mal bewusst eingebunden sein muss - aber kann.

Interessant bleibt für mich die Erforschung einer Schnittmenge verschiedener Arbeitsweisen, die angereichert aus Inhalten und Verbindungen eine Methode auf sich selbst justiert und den Fluss der Möglichkeiten im Wirken von Magie nur bereichern kann und damit zur Verfügung stünde, für die, die aus all diesen Inspirationen schöpfen können, woher und wie auch immer dies dann Zustande kommt.
Dem schliesse ich mich gerne an.

Momentan - heute - genauer: um 15.52 - findet für viele das "Lichterfest"/Imbolc statt. Damit können wir z.B. Schattenanteile, Negative Erfahrungen (vor allem auch "Unbewusstes"!) ans "Licht bringen" (zu Tage fördern (durch Träume, Reisen etc) )und wandeln...
Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es wirkt
__________________
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Nelson Mandela
Tagesfleiss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2009, 19:59   #19 (permalink)
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Benutzerbild von Bock von Mendes
 
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Zitat:
Zitat von Tagesfleiss Beitrag anzeigen
Momentan - heute - genauer: um 15.52 - findet für viele das "Lichterfest"/Imbolc statt.
War das nicht erst letzte Woche?
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Bock von Mendes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2009, 09:39   #20 (permalink)
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Zitat von Bock von Mendes Beitrag anzeigen
War das nicht erst letzte Woche?
Ich persönlich halte Imbolc ebenfalls für ein Mondfest und feier es in der Regel auch entsprechend (für mich allein) und dann am Vollmond


LG
Siat
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