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| | #1 (permalink) |
| gehörntes fellwesen Registriert seit: 13.05.2007 Ort: CH Alter: 28
Beiträge: 378
| Moralische Bedenken oder nicht? hi ihrs wie immer wusst ich nicht wohin mit dem thread und hab ihn mal hierhin gestellt, aaaalso, ich weiss grad gar nicht wo ich anfangen soll... schon seit ein paar jahren geh ich kräuter sammeln für öle, tinkturen, tees etc. und wenn wer was braucht mach ich das auch sehr gerne. des öfteren schon wurd ich gefragt, warum ich nicht nen marktstand oder so mache mit den sachen, weil scheinbar bedarf besteht. irgendwie bin ich aber einfach nicht dazu gekommen... jetzt hat mich eine massagetherapeutin gefragt, ob ich mich mit ihrer praxis kurzschliessen würd, sie mit ölen etc. versorgen könnt, diesmal auch gegen geld und meinte, ich solle doch bei ihr in der praxis auch muster für ihre kundschaft aufstellen, mir so quasi einen grösseren kundenstamm aufbauen (der jetzt beschränkt sich eigentlich auf familie und freunde und ich hab nie geld verlangt). einerseits bin ich total begeistert weil es schon insgeheim ein traum von mir ist, mich auf diesem wege vielleicht irgendwie "zu verselbständigen"(auch weil man von zuahus aus arbeiten kann) auf der anderen seite hab ich plötzlich überlegt wenn es tatsächlich klappen würde, das interesse da wär und grösser würde, woher sollte ich die rohmaterialien nehmen? ich muss dazu sagen, ich hab eine bekannte, die restaurants beliefert mit wildkräutersachen und da schon hatte ich das problem, dass ich es einerseits super fand auf der anderen seite aber eben denke, dass es ne haarscharfe gratwanderung zur ausbeutung ist... ich weiss nicht ob ich schon wieder viel zu weit denke, aber alleine für einen marktstand braucht man tonnen an material und mir ist es verdammt wichtig, dass ich immer was zurücklass etc. teilweise bau ich auch schon auf terasse an, damit ich die wildpflanzen in ruhe lassen kann. hmja eben denk ich zu weit oder was gäbs da für wege? bin da gedanklich grad ziemlich zwiegspalten. danke für eure meinungen, a. |
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| | #2 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 20.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 2.370
| eigentlich eine einfache sache, obwohl ich nicht genau weiß, wie das bei euch in der schweiz ist. für tees, tinkturen und co. darf man in deutschland keine wildgesammelten kräuter verwenden, sondern muß auf kräuter mit sog. apothekenqualität zurückgreifen, da nur bei denen wirkstoffgehalt und belastungen geprüft werden - und auch, ob man da nichts mit einem anderen kraut verwechselt. eine freundin von mir wollte sich mit naturkosmetik selbständig machen, hat es aber schließlich gelassen, weil man da soviele auflagen erfüllen muß, daß es sich nicht lohnt. |
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| | #3 (permalink) | |
| gehörntes fellwesen Registriert seit: 13.05.2007 Ort: CH Alter: 28
Beiträge: 378
| Zitat:
und die freundin von mir die muss einfach, öh, wie heissen die lebensmitteltesterduingsbums-tests zu lassen wie andere aufm amrkt auch und dann ist gut. und eben mir gehts eher um den ausbeuterischen apsekt des ganzen, aber vielleicht, wohl denk ich schon wieder zun weit, ist ja nicht so, dass schon ein imperium in planung wäre. | |
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| | #4 (permalink) |
| *gähn* Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
| Also abgesehen davon, dass du dir damit einen Haufen Arbeit machst wenn du den Bedarf tatsächlich per Hand in der Wildnis sammeln willst - es ist auch so das es mal Jahre gibt wo du im Umkreis kein einziges Stängelchen Johanniskraut oder Salbei findest und gerade Nachtkerzen sind ja auch oft auf lustiger Wanderschaft. Allein das dürfte schon ultra schwer sein, wenn du konstant arbeiten willst. Die Pflanzen in der Wildnis passen sich dem geschäftlichen Treiben der Menschen ja nicht an. Du musst wohl oder übel - selbst wenn es diese Auflage (die amala erwähnte) nicht gäbe - Kulturpflanzen nehmen. Da du da aber auch erst mal Geld rein stecken musst ist das auch wieder so ne Sache, wenn man nicht schon im Besitz von Anbaufläche ist oder einen günstigen Großhändler gefunden hat. Andererseits, wenn du so ein kleines Privatgeschäft mit deiner Massagetherapeutin aushandelst wäre das doch auch nicht schlecht, du musst ja nicht gleich ein Gewerbe anmelden und dir einen Kundenkreis von 10 000 aufbauen. Allgemein finde ich es sehr schön wenn die Leute im Umfeld so gut auf die selbstgemachten Dinge von einem zu sprechen sind. Das zeigt doch auch das viele Menschen gutes Handwerk immer noch schätzen. Ich würde es bei diesem Stück Besonderheit belassen. Das ist aber nur meine Meinung und Ansicht. Wie du es letztendlich machst wird es für dich wohl auch das Richtige sein. Liebe Grüße Abendstern
__________________ - meow - Geändert von Abendstern (22.07.2008 um 20:57 Uhr) |
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| | #5 (permalink) |
| *gähn* Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
| Achso, wegen den moralischen Bedenken. Naja, wie gesagt, es wäre ja schon schwer genug größere Mengen pro Saison durch Sammeln anzuhäufen, wenn man obendrein immer ein paar Pflanzen stehen lässt. Abgesehen davon - mir gefällt das Wort zwar nicht, aber ich persönlich würde sagen: Ja es ist moralisch gesehen eher bedenklich. Ich mein, es gibt sicherlich noch mehr Menschen/Lebewesen die Kräuter sammeln und wenn dann kaum mehr etwas übrig ist, als ein paar "Samenspender" fürs nächste Jahr - naja das fände ich nicht richtig. Ich möchte dich damit nicht angreifen, du hast ja auch gesagt das du auch Bedenken hast. Ich finde diese richtig.
__________________ - meow - |
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| | #6 (permalink) | |
| gehörntes fellwesen Registriert seit: 13.05.2007 Ort: CH Alter: 28
Beiträge: 378
| Zitat:
sie hat mir erzählt, wo sies jetzt bestellt, bei einem der es literweise ansetzt, ok wenn man weiss, dass alles wegkommt, obschon ich mich ja schon frag, wo er es her hat, MUSS fast eigenanbau sein, also bsp. johanniskraut oder der düst mit dem auto irgendwohin und füllt die karre, was mir persönlich auch gegen den strich geht... naja ich werd mal schauen, wie es sich weiter entwickelt, wenns bei ein paar flaschen das jahr bleibt (hält ja ewig, darf man auch nicht vergessen) find ichs ok. konstant arbeiten kann man ja eh nicht, ist ja so saisonal bedingt. es gibt, was es gerade gibt, mehr auch nicht, fertig, will ja auch nicht mein einkommen damit verdienen, eben will ja kein imperium aufbauen ![]() nachtkerzen und johanniskraut hats hier viel, aber eben, gerade durch den "back-to-the-roots"-trip, den ja viele menschen gerade haben sind die heilpflanzen nun mal auch bedroht, seh zum. ich so. und ich hab keine lust da total unüberlegt einfach ernten zu gehen...aber eben, ev. ist garten in aussicht | |
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| | #7 (permalink) |
| *gähn* Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
| Ja also diesen Heilpflanzen-Hype sehe ich auch eher kritisch, weil ja leider doch einige Menschen den Überblick über das Gleichgewicht von nötigen Bedarf und tatsächliches Sammelgut verlieren. Da wird dann gesammelt bis nichts mehr da ist und dann hat man soviele Heilkräuter, die man nicht mal in zwei Jahren aufbrauchen kann. Dann doch lieber nur die Kräuter sammeln, die jene Krankheiten mildern die man öfter hat und den außerplanmäßigen Rest aus der Apotheke kaufen oder von Freunden schenken lassen.
__________________ - meow - |
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| | #8 (permalink) | |
| gehörntes fellwesen Registriert seit: 13.05.2007 Ort: CH Alter: 28
Beiträge: 378
| Zitat:
vieles bau ich jetzt schon im gärtchen an, aber eben, seh das auch bisschen kritisch. ich finds an und für sich ok und gut, wenn man sich damit auseinandersetzt, auch wenn man sammeln geht find ichs ok, aber leider beobachtet man viele, die gleich die ganze pflanze rausreissen, weil sie ein blütenblatt brauchen etc. und das hmja, kann nicht gut sein... und eben, sammeln bei bedarf nicht ins blaue raus und sammeln nur auf nachfrage, denk sind wichtige aspekte. | |
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| | #9 (permalink) | |
| *gähn* Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 1.011
| Zitat:
__________________ - meow - | |
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| | #10 (permalink) | |
| gehörntes fellwesen Registriert seit: 13.05.2007 Ort: CH Alter: 28
Beiträge: 378
| Zitat:
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