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Alt 05.05.2008, 00:19   #1 (permalink)
Matrone
 
Benutzerbild von Nimue
 
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Gundelrebe

Hallo!
Ich ersticke im Moment unter einem Berg von Gundelrebe (die überwuchert meine beste Komposterde). Wißt Ihr noch andere Verwendungen außer als Tee gegen Husten und Magenbeschwerden?

LG Nimue
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Alt 05.05.2008, 09:47   #2 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
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Hm - ausrupfen und kompostieren?
(Tschulligung, hab' heut' einen Clown gefrühstückt ...)

lg
SF
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Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.

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Alt 05.05.2008, 10:06   #3 (permalink)
Nebelkrähe
 
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Schneiden, abbrausen, kleinschnippeln. Dann:

- einfrieren für den Winter
- aufs Butterbrot, in den Kräuterquark, in den Salat, überhaupt als Gewürzkraut und Wildgemüse

- zusammen mit anderen Kräutern in Wodka einlegen und feinen Kräuterschnaps kreiren. Oder Kräuterwein würzen.
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Alt 05.05.2008, 16:11   #4 (permalink)
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Irgendwie habe ich schon zwiespältige Erfahrungen mit Gundelrebe hinter mir:

Ein frisches "Köpfchen" aus dem Garten (blühend, etwa 7 cm hoch) als Tee zubereitet, das bereitete mir kürzlich ganz gehörige Darmkrämpfe, einige Stunden nach Konsum.

Könnte es sein, dass die Gundelrebe mal deutlich weniger, mal deutlich stärker wirkt, oder dass es sogar zwei Sorten davon geben könnte? Ich mein man liest ja regelmässig dass man mit Überdosis Gundelrebe sogar Kühe und Pferde zum Umstehen bringt... vielleicht weiss jemand einen Trick, wie die Gundelrebe etwas "bekömmlicher" wird - trocknen, länger kochen, zuerst kalt extrahieren und Auszug verwerfen, oder sowas???

Grüssle
insomnia.
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"In Elvish tongues, I go by the name of Rávanrándir - they call me the Winged Wanderer. Alone I roam through those irksome ages. But I will be delighted to encounter you again and to bear in mind our youthful delights of bygone aeons."
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Alt 05.05.2008, 17:30   #5 (permalink)
Nebelkrähe
 
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Stimmt, ganz ohne ist er nicht, der Gundermann. Bevor die Meerschweinchen ins Freigehege dürfen muss ich den immer gründlich jäten. Die bekämen davon schwere Koliken.
Ich hab keine Probleme damit und ess den immer so. Mitgekocht als Gewürz hat sich auch noch keiner beschwert. Auch als frisches Gewürzkraut im Salat oder Kräuterdipp hatte noch keiner unerwünschte Nebenwirkungen bei uns.
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Alt 06.05.2008, 00:37   #6 (permalink)
Seo a-nis
 
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meine Oma gibt Gundelrebe immer in die Frühlingskräutersuppe mit rein.
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Alt 06.05.2008, 01:52   #7 (permalink)
selten hier, oft dort...
 
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vielleicht ist's mit dem Gundermann wie mit scharfem thailändischem Chili: Erst verträgt man ihn nicht, dann wird's allmählich fein, und am Ende geht's nicht mehr ohne... mal dranbleiben...
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Alt 06.05.2008, 02:02   #8 (permalink)
Seo a-nis
 
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hast du zum Tee die Blüte genommen ?
wir nehemen nur die Blätter, habe mal gehört, wenn sie blüht sollte man sie nicht mehr verwenden,
ob das stimmt, weiß ich nicht.
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Alt 06.05.2008, 02:12   #9 (permalink)
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^^ja die stand (und steht immer noch) in voller Blüte. Ich fand im Vorfeld sowieso widersprüchliche Angaben bezüglich eines Nichtverwendens bei oder nach Blüte. Die Pfnaze (?!) Pflanze... ist doch immergrün - inwiefern das den Gehalt an allerlei Wirkstoffen beeinflusst, das ist wohl ebenfalls nicht erforscht?

Lieber bastelt unsere Pharmaindustrie an exotischem Zeugs und dem Marsflug herum - aber was in jedem Vorgarten am Heckenrand gedeiht, das sind doch die wahren Geheimnisse der Existenz.

Bei einer schamanischen Betrachtung der Pflanze erkannte ich ein ambivalentes Wesen in ihr. Die Wirkung/Nebenwirkung könnte man in Kombination mit einer zweiten Pflanze in den Griff bekommen, aber da bin ich noch nicht ganz schlüssig.
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Alt 06.05.2008, 15:07   #10 (permalink)
Eichelhäher
 
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Aktuell verwende ich die Gundelrebe (Blätter und Blüten) im Salat - ohne irgendwelche Nebenwirkungen (ausser, dass der Geschmack Appetit auf mehr macht ). Allerdings sind die so konsumierten Mengen ja doch eher bescheiden...
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der firno situ - alte sitte schweiz
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Alt 06.05.2008, 21:47   #11 (permalink)
Wiccander
 
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Ich find den Salat-Tip auch richtig gut. Bei mir ersetzen Gundermann und Knoblauchsrauke zur Zeit in Essig-/Öl-Dressing zu Tomate-/Gurke/-Paprika - Salaten die im Winter benutzte glatte Petersilie vom türkischen Laden um die Ecke. Schmeckt deutlich kräftiger und schön nach Frühling
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Alt 07.05.2008, 11:40   #12 (permalink)
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Könnte es da sein, dass die Gundelrebe erst durchs Kochen problematisch wird?
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Alt 07.05.2008, 12:21   #13 (permalink)
Nebelkrähe
 
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Ich könnte mir eher vorstellen, dass die ätherischen Öle in wässriger Lösung reizend wirken können. Vielleicht ähnlich wie Knoblauch, Bärlauch oder Chili-Inhaltsstoffe. Da hängt ja auch viel von Zubereitung, persönlichen Verträglichkeiten, Tagesform, Mageninhalt usw. ab.

Wie verträglich ist eigentlich dein Gundelrebenbier @ Insomnia?
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Alt 07.05.2008, 15:37   #14 (permalink)
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das Gundelrebenbier?
..äh, man kann damit prima Chromstahl polieren oder Dinge entkalken.

Nee, das Bier war ein Unfall. Ich habe Gundelrebe viel zu hoch dosiert. Das Bier wurde während der Hauptgärung so acide, dass die Hefe abgenibbelt ist. Das Experiment ist bei Gelegenheit zu wiederholen. Geschmacklich wäre es nämlich eine höchst interessante Angelegenheit geworden. Keltenbier...

und apropos Verträglichkeit in wässeriger Lösung: ich habe gelesen dass man die Gundelrebe in Milch extrahieren solle. Das werd ich heute abend mal probieren. Es muss ja nicht immer "Tee" sein.
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Alt 07.05.2008, 16:27   #15 (permalink)
Seo a-nis
 
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da bin ich mal gespannt.
bitte berichte !
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Alt 07.05.2008, 17:21   #16 (permalink)
Nebelkrähe
 
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Ich auch gespannt bin.
Ich könnte mir vorstellen, dass Fett oder Eiweiß ein Puffer für bessere Verträglichkeit sind. Was mich auf die Idee bringt, Gundelrebe als ölauszug anzusetzen, ähnlich wie Kräutertinktur, und dann bei Husten tropfenweise einzunehmen.
Ich muss jetzt doch mal in meinem gaaanz dicken Kräuterbuch nachsehen.

Schade ums Bier, Ravanrandir, aber ich denke, du versuchst das bestimmt noch mal, oder?
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Alt 07.05.2008, 17:31   #17 (permalink)
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Klar wird das mit dem Bier nochmals versucht. Aber erst mal nicht mehr als 20 Liter... ist sonst einfach zu schade um es wegzuschütten.

Die ersten Resultate mit Gundelrebe und Milch kann ich euch dann morgen präsentieren.
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Alt 08.05.2008, 15:01   #18 (permalink)
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Gestern Abend genehmigte ich mir also eine heisse Milch mit Gundelrebe drin. Die Milch wurde langsam erhitzt und zusammen mit der Gundelrebe wie ein Tee lange genug ziehengelassen. Die Menge Gundelrebe war ziemlich genau gleich wie beim ersten Versuch mit wässerigem Auszug.

Resultat: das Gebräu schmeckte schon ein bisschen besch.. ..eiden. Nicht so schlimm nach Katzenpinkel wie ein Tee aus frischem Kraut, aber schlimm genug. Den Rest den ich nicht mehr trinken mochte, den bekam jedenfalls unser Holunderstrauch zu trinken - er lebt auch noch. Beschwerden gabs keine, nur gestern ein bisschen flaues Gefühl im Magen plus ein bisschen Blähungen (..). Ich bekam jedoch einen extrem ausgetrockneten Gaumen (und habe den immer noch). Ansonsten ist alles okay mit mir
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Alt 08.05.2008, 16:08   #19 (permalink)
Seo a-nis
 
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na dann lass das lieber mit der Gundelrebe
scheint dir nicht gut zu tun *gg*
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Alt 08.05.2008, 17:21   #20 (permalink)
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Reden

ha wa' ! Chemiker neigen zu Selbstversuchen.
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