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Der Hexenkessel Alles, was hier sonst noch besprochen werden kann (z.B. wie habt Ihr Euren Altar eingerichtet? Wie sieht Eure Wohnung aus? ...)

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Alt 28.06.2009, 17:25   #1 (permalink)
Heidschnuckel
 
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Milchpolitur für Pflanzen

Ich habe es als sehr entspannendes Hopy entdeckt Pflanzen mit Milchwassermix zu polieren, wir haben 2 Clivien und 3 Grünlillien zuhause, also die Clivien haben große blätter, da geht das polieren gut aber wie mach ich das mit den grünlillien deren blätter eher dünner sind? will ihnen ja nicht die blätter aus versehen abbrechen.

Wie oft im Monat ist so eine Politur ok? ach ja und wieoft darf man düngen? ich benutze gern kartoffelwasser oder so oder bier also eher hausmittel zum düngen
tessaiga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2009, 18:07   #2 (permalink)
Nebelkrähe
 
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Wie so oft gilt: die Dosis macht das Gift.

Die Milchpolitur ist einigermaßen unproblematisch bei Pflanzen mit harten derben Blättern. Bei Pflanzen mit zarten, weichen Blättern bitte sein lassen. Grünlilie vielleicht vorsichtig mit einem Wattestäbchen?
Einmal im Monat reicht, schätze ich. Dann geht das als verschönernde Blattdüngung durch. Zuviel ist sonst zu stressig für die Pflanze, verstopft die Poren, lässt Staub anhaften, bietet Nährboden für Schädlinge usw.

Düngung: Kartoffelkochwasser ist ganz gut, weil kalkarm und relativ mineralstoffreich. Mit Bier wäre ich vorsichtig. Das könnte ebenfalls Nährboden für Schimmelpilze sein. Grundsätzlich brauchen Zimmerpflanzen beständige Düngung, weil sie die Nährstoffe in der Topferde (die sind 6-8 Wochen nach dem Umtopfen größtenteils verbraucht) verstoffwechseln, ohne dass neue nachwachsen, wie das in der Natur der Fall wäre. Faustregel: in der Wachstumsperiode alle 4-6 Wochen, je nach Nährstoffverbrauch, während der Ruhezeit kaum bis gar nicht.

Außer mit verdünnten Kräutertees habe ich bei meinen Zimmerpflanzen eher kein Glück mit "Hausmittelnaturdünger". Das Topfmillieu ist zu naturfern, als dass eventuelle Keime unschädlich gemacht werden könnten, finde ich. Die handeslüblichen Zimmerpflanzen- und Spezialdünger sind ganz ok. Man muss nur etwas unterhalb deren Dosierungsanweisung bleiben^^
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insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2009, 08:48   #3 (permalink)
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Eine Arbeitskollegin hat mir mal gesagt das sie gelegentlich dem Gießwasser kalten Filterkaffee zusetzt. Das soll auch ein toller Dünger sein.

Zu Milchmix für Pflanzen kenne ich das sonst nur zum Besprühen für Tomatenpflanzen. Das soll Schädlinge auf natürliche Art fernhalten. Bei meiner Schwiegermutti hat das jedenfalls funktioniert.
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Svear ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2009, 09:32   #4 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
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Stimmt. Milchbrühe ist ein gutes Spritzmittel für Freilandtomaten, bzw. Pflanzen, die im Gewächshaus regelmäßig tropfnass gesprüht werden.
Im Topf im Zimmer ist grundsätzlich ein unnatürlicher Lebensraum, d.h. das Immunsystem ist schwächer ausgeprägt und das natürliche Ineinandergreifen eines gesunden Ökosystems fehlt.
Natürlich könnten die meisten klassischen Zimmerpflanzen in den hiesigen klimatischen Verhältnissen auf keinen Fall überleben, wären also wesentlich mehr Stress ausgesetzt, als im Zimmer unter Bedingungen, die die ihres natürlichen Lebensraums einigermaßen gut nachahmen. Eine Zimmerpflanze, die ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend gehalten wird, kann kerngesund, vitaler und langlebiger sein, als eine einheimische Pflanze am falschen Freilandstandort.

Nochmal zum Thema Politur. Ich habe jetzt nochmal in meinen Büchern über Zimmerpflanzen nachgelesen. Dummerweise sind da aber nur die Blattglanzöle beschrieben, die man in höherer Dosierung auch zur Schädlingsbekämpfung einsetzt. Da steht allerdings, dass Präparate auf Rapsölbasis besser vertragen werden als solche auf Paraffinbasis. Ich denke mal, das liegt an der "kompatibleren" Zusammensetzung des natürlichen Rohstoffes und lässt sich so auch auf Milchzubereitungen übertragen.
Es steht allerdings auch da, dass die empfindlichen Poren der Blätter bei zu häufigem Gebrauch verklebt werden können, weshalb man nur die Blattoberseite und nur von robusten, hartlaubigen Arten behandeln soll (außer bei Schädlingsbefall natürlich weil die Biester gerne auf der Unterseite hocken).

Andererseits wird die Pflanze beim polieren ja geputzt und gepflegt, was allemal besser ist, als wenn sie langsam verstaubte.
Ich würde meine Pflanzen halt sehr gut beobachten, dann merkst du schon, was zuviel wird und was nicht @ tessaiga.
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wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2009, 15:30   #5 (permalink)
Heidschnuckel
 
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Danke für die netten Infos
Bei meinen Großeltern habe ich auch min. einmal im Monat Pflanzen poliert, da haten wir vor allem Bogenhänfe, Oma meinte immer das durch die Politur Staub entfernt wird und die Blätter dann besser atmen können. Außerdem denke ich das ertwas nähe und "Streicheleinheiten" den Pflanzen ganz gut tun, ich rede dabei ja auch mit ihnen.

ach ja es gibt da so kleine Säckchen mit einem Pulver für Schnittpflanzen die ich beim arbeiten in den einkaufswägen finde. Kann man Pulver für tote Pflanzen auch lebenden geben? quasi als Belebung ins wasser oder wäre das eher schlecht?
tessaiga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2009, 03:51   #6 (permalink)
WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH
 
Benutzerbild von PachaMama
 
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Schnittblumen sind ja noch nicht tot ... das kannst Du ja allein schon daran sehen, dass Tulpen manchmal am Tag in der Vase einige Zentimeter wachsen... wären sie tot, wär das ja unmöglich! Das "Pulver" besteht zum größten Teil aus Glukose, also Zucker. Ich könnte mir vorstellen, dass man dieses den Topfpflanzen eher nicht geben sollte, weil das Schimmelbildung begünstigen könnte. Wenn man die verblühten Schnittblumen länger in dem Pulverwasser stehen lässt, verfaulen sie schneller. Daraus schließe ich, dass es für Topfpflanzen ungünstig ist.
Ich gieße meine Blatt-Pflanzen öfters mal mit verdünntem schwarzen Tee, das macht die Blätter glänzend. Von der Milchpolitur hatte ich bisher noch nix gehört.

Zitat:
von tessaiga:
Außerdem denke ich das ertwas nähe und "Streicheleinheiten" den Pflanzen ganz gut tun, ich rede dabei ja auch mit ihnen.
Das genießen die Pflanzen auf jeden Fall
Ich berühre meine auch jeden Tag, sie gedeihen besser, wenn ich ihnen Aufmerksamkeit zukommen lasse, auch wenn ich sie "nur" betrachte ohne sie zu berühren. Sie gedeihen besser, wenn auch ich ausgeglichener bin. Außerdem werden sie regelmäßig mit Ambient u. elektronischer Musik u. Rhythmen aller Arten beschallt - sie stehen im selben Zimmer. Das kommt gut an! Musik, die Mensch gern hört, gefällt vermutlich auch den Pflanzen, so lange sie spüren, dass es dem Menschen gut geht damit.
__________________
Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.

Gautama Buddha
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