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Der hermetische/zeremonialmagische Weg Alles um die Fragen und Diskussionen der hermetische und zeremonialmagische Lehre

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Alt 27.01.2007, 17:14   #1 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
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Tabula smaragdina hermetis-Die Smaragdtafel d. Hermes Trismegistos

Die Grundlagen der hermetischen Magie soll von den "Smaragdtafeln des Hermes Trismegistos" gebildet werden.
Da nicht jeder eine Vorstellung hat, um was es sich dabei handelt oder, was dort geschrieben steht, folgt hier, was dort geschrieben steht.

LG
Siat

Tabula smaragdina hermetis-Die Smaragdtafel d. Hermes Trismegistos

  1. Verum, sine mendacio, vertum et verissimum
  2. Quod est inferius, et sicut quod est superius, et quod es superius, es sicut quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.
  3. Et sicut omnes res fuerunt ab uno, meditatione unius: sic omnes res natae ruerunt ab hac una re, adaptione.
  4. Pater eius est Sol, mater eius est Luna; portavit illud ventus in ventre suo; nutrix eius terra est.
  5. Pater omnis thelesmi totius mundi est hic.
  6. Vis eius integra est, si versa fuerit in terram.
  7. Seperabis terram ab igno, subtile a spisso, suaviter cum magno ingenio.
  8. Ascendit in coelum, iterumque descendit in terram, et recipit vim superiorum et inferiorum. Sic habebis gloriam totius mundi. Ideo fugiat a te omnis obscuritas
  9. Hic est totius fortitudinis fortitudo fortis; quia vincet omnem rem subtilem, omnemque solidam penetrabit.
  10. Sic mundus creatus est.
  11. Hinc adaptiones erunt mirabiles, quarum modus est hic.
  12. Itaque vocates sum HERMES TRISMEGISTUS, habens tres partes Philosophiae totius mundi.
  13. Completum est quod dixi de operatione Solis.


Und das Ganze auf Deutsch
  1. Wahr ist es, ohne Lüge und gewiss-
  2. Was oben ist, ist gleich dem, was unten ist, und was unten ist, ist gleich dem, was oben ist, vermögend, die Wunder des Einen zu vollbringen.
  3. Und wie alles aus Einem entspringt, durch das Sinnen des Einen, entspringt auch alles Gewordene durch Angleichung aus diesem Einen.
  4. Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter ist der Mond; der Wind hat es in seinem Bauche getragen; die Erde ist seine Nährerin.
  5. Dies ist der Vater der Allgestaltung.
  6. Ungeteilt und vollkommen ist seine Kraft, wenn sie sich der Erde zukehrt.
  7. Trenne die Erde vom Feuer, das Feine vom Groben, sanft, mit großem Geschick.
  8. Es steigt von der Erde zum Himmel empor und steigt wieder herab auf die Erde und empfängt die Kraft des Oberen und des Unteren. So wirst du die Herrlichkeit der ganzen Welt erlangen. Und alle Finsternis wird von dir weichen.
  9. Hier ist die Kraft der Kräfte, die alles Feine überwindet und alles Feste durchdringt.
  10. Solcherart wird die Welt erschaffen.
  11. Hiervon stammen die Angleichungen, deren Wesen hier mitgeteilt ist.
  12. Darum heißt man mich den Dreimalgroßten Hermes, der ich die drei Teile der Weltenphilosophie besitze.
  13. Vollendet ist, was ich über das Werk der Sonne verkündete.

(Aus dem Lateinischen von Frater V.D.)
Quelle:Schule der Hohen Magie v. Frater V.D.


ISBN: 3778771825

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Siat ist offline  
Alt 27.01.2007, 18:05   #2 (permalink)
Alchemistin
 
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Auf Adam MacLeans Seite Alchemy Web finden sich ein paar interessante Artikel und Kommentare zur Tabula Smaragdina, allerdings auf englisch.
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VITRIOL !
luzifeivel ist offline  
Alt 27.01.2007, 19:50   #3 (permalink)
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Benutzerbild von Bock von Mendes
 
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Insbesondere der zweite Satz gilt als Grundsatz der Esoterik schlechthin. Er beschreibt das Prinzip der Entsprechungen. Wo die Wissenschaft keine kausale Erklärung mehr hat, beginnt man solche Entsprechungen zu benutzen, und eben dort fangen Religion und Esoterik an. Wer z.B. die Bibel wörtlich nimmt, der hat dieses Prinzip nicht verstanden. Deshalb ist Religion Esoterik, und Esoterik ist Religion.

Entsprechungen (a.k.a. Gleichnisse, Parabeln, Metaphern etc.) wirken sowohl zw. Körper und Geist, wie zw. Mikro- und Makrokosmos.
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Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter.
Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt.
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Bock von Mendes ist offline  
Alt 28.01.2007, 17:26   #4 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
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Zitat:
Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter ist der Mond; der Wind hat es in seinem Bauche getragen; die Erde ist seine Nährerin.
Ist der original Text wirklich in Lateinisch? Hmm.. wenn dem so ist dann wird die Geschlechtereinteilung relativiert. Im deutschen ist der Mond männlich im lateinischen weiblich(luna). Ich weiß zwar nicht ob das von Bedeutung ist, aber wenn man es nach Geschlechter einteilt, dann kann es sich über die unterschiedilchen Übersetzungen nicht halten.
Es sei denn die Geschlechter sind hier nur als Symbol gesehen und sollen keinen weiteren Sinn haben, dann erübrigt sich meine Spinnerei
Wolfgard ist offline  
Alt 30.01.2007, 19:56   #5 (permalink)
Gedanke und Erinnerung
 
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"Die Schule der hohen Magie" ist recht gut und beschäftigt einen sehr lange.
Thask ist offline  
Alt 30.01.2007, 20:35   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Bock von Mendes
 
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Zitat:
Zitat von Wolfgard Beitrag anzeigen
Es sei denn die Geschlechter sind hier nur als Symbol gesehen und sollen keinen weiteren Sinn haben, dann erübrigt sich meine Spinnerei
Ich glaube, die Geschlechter sind nicht so wichtig. Nach meiner Interpretation geht es im vierten Satz um den Menschen (=Mikrokosmos), welcher auf astrologische Weise in Verbindung mit den Himmelskörpern (=Makrokosmos) steht.

Dass es um diese Verbindung geht, zeigt auch der dritte Satz, in dem gesagt wird, dass alles einen gemeinsamen Ursprung hat (=Elementarteilchen). Und natürlich zeigt es sich auch im zweiten Satz, wo das Äquivalenz-Prinzip beschrieben wird.
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Bock von Mendes ist offline  
Alt 30.01.2007, 21:57   #7 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
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Habe ich mir gedacht. Es stach mir nur zufällig ins Auge. Manchmal können Übersetzungen doch viel kaputt machen. Hier ist es zum Glück nicht so.
Wolfgard ist offline  
Alt 03.02.2007, 20:20   #8 (permalink)
Doppelter Merkurianer
 
Benutzerbild von Wotan
 
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Zitat:
Zitat von Wolfgard Beitrag anzeigen
Ist der original Text wirklich in Lateinisch? Hmm.. wenn dem so ist dann wird die Geschlechtereinteilung relativiert. Im deutschen ist der Mond männlich im lateinischen weiblich(luna). Ich weiß zwar nicht ob das von Bedeutung ist, aber wenn man es nach Geschlechter einteilt, dann kann es sich über die unterschiedilchen Übersetzungen nicht halten.
Es sei denn die Geschlechter sind hier nur als Symbol gesehen und sollen keinen weiteren Sinn haben, dann erübrigt sich meine Spinnerei
der Mond (luna) ist weiblich, ihm wird der Montag und das Silber zugeordnet, das auch als das gedemütigte Gold bezeichnet wird.

Es vermittelt die Lebenskräfte des weiblichen Urprinzips.

Flüssigkeitsprozesse, Schlaf, Verdauung, Wasseraufnahme und Zyklus stehen mit dem Mond in Verbindug.
Pflanzen haben eine blassweisse Farbe (z.B. Teichrose).
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"Tretet an die Wege und seht, forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei; den geht, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele."

"Unsere Gelehrten sind so ängstlich in ihre Systeme eingeschnallt, dass eine ungewohnte Vorstellungsart ihre mit dreifach Erz umpanzerte Brust nicht durchdringen kann"
Wotan ist offline  
Alt 07.02.2007, 02:48   #9 (permalink)
Panta rhei
 
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Zitat:
4. Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter ist der Mond; der Wind hat es in seinem Bauche getragen; die Erde ist seine Nährerin.
Ich denke auch, dass hier nicht Geschlechterrollen explizit zum Ausdruck kommen sollen und damit quasi eine qualitative Zuordnung getroffen wird. Ließt Mensch aufmerksam, so entsteht zumindest für mich ein Paradoxon.. Die Erde-->
Zitat:
seine Säugamme aber ist die Erde
(eine angeblich ältere Übersetzung aus dem phönizischen).
Interessanter Ausgangspunkt. Ein Kreis scheint sich zu schließen
Ansonsten denke ich, dass mit Analogien und Symbolgehalten "gespielt" wird. Sonne - Mond - Luft - Erde lassen sich nun zwar unterschiedlich übersetzten - die Anordnungen sind jedoch zumindest für mich nicht hierarschisch, so dass das eine über dem anderen stünde, sondern sie stehen quasi nebeneinander und bedingen sich.
Sonne wäre z.B Feuer, ausstrahlendes Element. Mond wäre das subtile, das "schwarze Licht".. Luft als Träger - als Gedanke in menschlichen Kategorien (das Denken selbst aus sich selbst heraus). Erde wäre für mich wieder ein Hinweis auf Naturbegebenheit.. was hervorgebracht wird als Existenz.
Dabei würde ich jeden Ausdruck als Energieform betrachten, die als Summen dem Menschen was zu sagen hätte.
Ferner erschließt sich ein grösserer Kontext, wenn die hermetischen Prinzipien betrachtet - oder ver-inner-licht werden

1. Das Prinzip der Geistigkeit
"Das All ist Geist, das Universum ist geistig"

2. Das Prinzip der Entsprechung
"Wie oben, so unten; wie unten, so oben"

3. Das Prinzip der Schwingung
"Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich, alles ist in Schwingung"

4. Das Prinzip der Polarität
"Alles ist zwiefach, alles hat zwei Pole, alles hat sein Paar von Gegensätzlichkeiten; gleich und ungleich ist dasselbe; Gegensätze sind identisch in der Natur, nur verschieden im Grad; Extreme berühren sich; alle Wahrheiten sind nur halbe Wahrheiten; alle Widersprüche können miteinander in Einklang gebracht werden"

5. Das Prinzip des Rhythmus
"Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, alle Dinge steigen und fallen, das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem; das Maß des Schwunges nach rechts ist das Maß des Schwunges nach links; Rhythmus kompensiert"

6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung
"Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig, Zufall ist nur der Name für ein unbekanntes Gesetz. Es gibt viele Ebenen der Ursächlichkeit, aber nichts entgeht dem Gesetz"

7. Das Prinzip des Geschlechts
"Geschlecht ist in allem, alles hat männliche und weibliche Prinzipien, Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen"


Gruss
ahira ist offline  
Alt 07.02.2007, 22:21   #10 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
Benutzerbild von Solveig
 
Registriert seit: 25.01.2007
Ort: Bayern
Beiträge: 224
Danke, ahira und Siat, für die Übersichten. Die richtigen kleinen Häppchen, um zu verstehen zu beginnen, worum es bei der Hermetik geht! Habe mir das mit Verlaub rauskopiert, werde darüber nachdenken.
Solveig ist offline  
Alt 07.02.2007, 22:42   #11 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
Benutzerbild von StarFire
 
Registriert seit: 20.01.2007
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Beiträge: 2.699
Blog-Einträge: 34
In unserer Bibliothek wirst Du einige der alten hermetischen Schriften finden.

lg
SF
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Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.

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StarFire ist offline  
Alt 13.02.2007, 06:52   #12 (permalink)
nado em antecipação
 
Benutzerbild von Ritchi der Poet
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Bülach beim Flughafen Kloten
Beiträge: 492
Lächeln weiblich oder männlich

Zitat:
Zitat von Wolfgard Beitrag anzeigen
Ist der original Text wirklich in Lateinisch? Hmm.. wenn dem so ist dann wird die Geschlechtereinteilung relativiert. Im deutschen ist der Mond männlich im lateinischen weiblich(luna). Ich weiß zwar nicht ob das von Bedeutung ist, aber wenn man es nach Geschlechter einteilt, dann kann es sich über die unterschiedilchen Übersetzungen nicht halten.
Es sei denn die Geschlechter sind hier nur als Symbol gesehen und sollen keinen weiteren Sinn haben, dann erübrigt sich meine Spinnerei
Wenn du die praktischen Rituale der hermetischen Magie näher studierst, so siehst du, dass für die planetaren Evokationen (Anrufungen) immer ein weibiches und männliches Bild zur Visualisierung zur Verfügung steht.
Der zeugende Faktor wird in fast allen Kulturen als männlich betrachtet und je nach Sichtweise wird das männliche oder weibliche Bild bevorzugt.
Für die Ägypter beginnt die "Zeugung" des 24 Stundenzyklus mit dem Sonnenaufgang - Ra, der männliche Sonnengott
Für die germanischen Völker ging die Nacht dem Tage voran, ergo geschieht die Erstzeugung durch den Mond, der wiederum männlichen Charakter aufweist und die Sonne weiblich definiert wird.
Es handelt sich also um bipolare Definitionen des Mond und Sonnenkultes und nicht um eine starre bzw. verbindliche Einteilung in männlich bzw. weiblich.
Odins Met mit dir
Richi

PS: Was die Smaragdtafel angeht....... Wer Wissenschaft und okkulte Erkenntnis zu verbinden wusste, der zog schon seit Trismegistos (auch Toth, der Schnatterer genannt) seinen praktischen Nutzen daraus. Von Leonardo da Vinci bis Johannes Keppeler und Viktor Schauberger....... Es geht um das magisch-mystische Prinzip, sich die Kraft innerer Welten in den äusseren Welten nutzbar zu machen. Und dies geht durchaus auch über eine materiell-technische Schiene. (siehe technische Magie und Hightechmagie)
__________________
DIn necessariis unitas, in dubiis libertas,in omnibus caritas - In den nötigen Dingen, Einigkeit, in den zweifelhaften Freiheit, in allem Nächstenliebe
Homo sum. Humani nil a me alienum puto - ich bin ein Mensch. Nichts Menschliches ist mir fremd
Si vis amari, ama! Liebe, wenn du geliebt werden willst!

Geändert von Ritchi der Poet (13.02.2007 um 07:25 Uhr)
Ritchi der Poet ist offline  
Alt 13.02.2007, 17:59   #13 (permalink)
Doppelter Merkurianer
 
Benutzerbild von Wotan
 
Registriert seit: 02.02.2007
Ort: Munichen
Beiträge: 123
Die grün bemalte Holztafel beeinhaltete im Mittelalter vor allem die Kunst, Schwefelsäure herzustellen, die Ausgangspunkt für weitere Stoffe in der Alchemie war. (siehe Anfangsbuchstaben, zusammengesetzt. 'VITRIOL').
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"Tretet an die Wege und seht, forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei; den geht, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele."

"Unsere Gelehrten sind so ängstlich in ihre Systeme eingeschnallt, dass eine ungewohnte Vorstellungsart ihre mit dreifach Erz umpanzerte Brust nicht durchdringen kann"
Wotan ist offline  
Alt 15.02.2007, 16:25   #14 (permalink)
∞∞∞
 
Benutzerbild von fiinix
 
Registriert seit: 23.01.2007
Ort: köln
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Beiträge: 125
Zitat:
Zitat von Bock von Mendes Beitrag anzeigen
Wer z.B. die Bibel wörtlich nimmt, der hat dieses Prinzip nicht verstanden. Deshalb ist Religion Esoterik, und Esoterik ist Religion.
wer die bibel wörtlich nimmt betreibt exoterik
die bekannten monotheistischen religionen halten es ja im großen und ganzen nur so
somit verstehe ich das wort religion eher als ein oberbegriff -
in den esoterischen religionen darf man die erfahrungen selbst machen---
gibt aber auch gurus die sich esoteriker nennen
aber dann nur von ihnen vorgekautes bei seinen anhängern dulden
fiinix ist offline  
Alt 18.03.2007, 18:39   #15 (permalink)
Heidschnuckel
 
Registriert seit: 12.03.2007
Beiträge: 98
Zitat:
Zitat von Wolfgard Beitrag anzeigen
Ist der original Text wirklich in Lateinisch? Hmm.. wenn dem so ist dann wird die Geschlechtereinteilung relativiert. Im deutschen ist der Mond männlich im lateinischen weiblich(luna). Ich weiß zwar nicht ob das von Bedeutung ist, aber wenn man es nach Geschlechter einteilt, dann kann es sich über die unterschiedilchen Übersetzungen nicht halten.
Es sei denn die Geschlechter sind hier nur als Symbol gesehen und sollen keinen weiteren Sinn haben, dann erübrigt sich meine Spinnerei
als tip sei hier j.evola: die hermetische tradition erwähnt. die o.g. symbolik bezieht sich auf den alchemistischen Prozess. dabei sind nicht "geschlechter" i.S. von Männlein und WEiblein gemeint...glaube ich...puh, lange her.
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Cuchulainn ist offline  
Alt 27.03.2007, 13:44   #16 (permalink)
Franzosen von Dienst
 
Benutzerbild von Abraxas
 
Registriert seit: 27.03.2007
Ort: Düsseldorf
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Beiträge: 14
Also doch nicht latein...

Hallo,

Interessant währe zu wissen woher stammt diese Übersetzung in Deutsch, da es existiert ein Menge von verschiedene Übersetzung von diese text. Der original text ist arabisch, und würde erstmal in Latein übersetzt.

Ich hab ein paar Kommentar…

1. Wahr ist es, ohne Lüge und gewiss-

Da fehlt ein Wort und zwar „verissimum“ was bedeutet „sehr richtig“. Newton übersetz es so : „Tis true without lying, certain & most true.” Die Überstetzung in Französich von Fulcanelli, Eliphas levy oder Stanislas de Guaita sind genau so. Man kann hier mehrere Kommentar machen, zu eins, handelt es sich um Aussagen die in jeder form wahr sind (und zwar in alle art und weise der Realität, von Théorie bis Praxis, von mental Welt bis materielle Welt) und zur zweite ist das ein vierer Quadrate, man kann hier ein parallel machen zu der heilige tetragramme (Yod Hé Vav Hé) und die Vier Elementen (dieses sind auch später erwähnte).

3. Und wie alles aus Einem entspringt, durch das Sinnen des Einen, entspringt auch alles Gewordene durch Angleichung aus diesem Einen.

Also hier gibt es verschiedene Varianten, entweder findet man „meditatione“ (Meditation), oder „mediatione“ (Vermittlung), gleichfalls findet man „adaptatione“ (Anpassung) oder „adoptionis“ (Adoption). Die französische Übersetzung lautet :“ Et de même que toutes choses se sont faites d’un seul, par la médiation d’un seul, ainsi toutes choses sont nées de cette même unique chose, par adaptation.“ Genau so überstetzt auch Newton : „And as all things have been & arose from one by ye mediation of one: so all things have their birth from this one thing by adaptation“

4. Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter ist der Mond; der Wind hat es in seinem Bauche getragen; die Erde ist seine Nährerin.

Also, da ist ein sehr klar referenzierung gemacht zu den Vier Elementen. Und zwar sehr deutlich, die drei Stütze der kaballistisches Baum sind auch oft mit Sonne (links, Feuer, männlich) Mond (rechts, Wasser, weiblich) Luft (mittle, Gleichgewicht, hebräisches „Shin“, der Atmung, der Bewegung) und Erde (Malkuth die letzte sephirot, der materielle welt). Traditionell werden auch die Elementen genau in diese reinfolge genannt. In der rest der texte, ist es mein Meinung nach nur ein Darstellung wie der gesamt Kosmos, von diese vier Elementen kreiert wird, es ist ein Anleitung. Das er sagt am ende „damit ist der werk der sonne vollenendet“ kann das nur bestätigen, da man oft sagt das alles von Feuer abstammt…

5. Dies ist der Vater der Allgestaltung.

Hier ist man nicht wirklich sicher was „thelesmi“ bedeutet, einige Übersetzung lauten „Vater der Talisman“. In französisch die Übersetzung lautet „C’est le père de l’universel télesme du monde entier“. Das Wort telesmi ist griechisch und zwar in sein Ursprung form ist es „yelesma“ was bedeutet „steuer“, und weil es kein sinn macht haben viel Übersetzer ein parallel gemacht mit das Wort tilsam was in arabisch bedeutet Talisman (weil das Ursprung der tabula smaragdina ist eigentlich ein arabisches text). Man könnte aber ein parallel machen mit ein andere griechischen Wort und zwar Thelema, das bedeutet „Wille“. Also ein Übersetzung könnte sein „Es ist der Vater alle Wille, der ganze Welt ist in ihn [enthalten]“.

Na ja, das war erstmal für mein kleine Beitrag.

Ihr entschuldigt natürlich alle sprachen und Rechtschreibfehler da ich kein deutsche bin, kann ich auch nicht perfekt deutsch schreiben, und auch mich nicht perfekt ausdrücken…

Ich füge bei zwei sehr unterschiedliche Übersetzung in franzosisch, ein kommt von Fulcanelli (übersetzung gefunden in Stanilas de Guaita’s werk) und die andere stamm direkt aus der Secretum secretorum von der pseudo-artistoteles, das ist angeblich die älteste Quelle für diese text.

Zitat:
Il est vrai, sans mensonge, certain et très véritable : Ce qui est en bas est comme ce qui est en haut, et ce qui est en haut est comme ce qui est en bas ; par ces choses se font les miracles d'une seule chose. Et comme toutes les choses sont et proviennent d'un, par la méditation d'un, ainsi toutes les choses sont nées de cette chose unique par adaptation. Le Soleil en est le père, et la Lune la mère. Le vent l'a porté dans son ventre. La terre est sa nourrice et son réceptacle. Le Père de tout, le Thélème du monde universel est ici. Sa force ou puissance est entière si elle est convertie en terre. Tu sépareras la terre du feu, le subtil de l'épais, doucement avec grande industrie. Il monte de la terre et descend du ciel, et reçoit la force des choses supérieures et des choses inférieures. Tu auras par ce moyen la gloire du monde, et toute obscurité s'enfuira de toi. C'est la force, forte de toute force, car elle vaincra toute chose subtile et pénétrera toute choses solide. Ainsi, le monde a été créé. De cela sortiront d'admirables adaptations, desquelles le moyen est ici donné. C'est pourquoi j'ai été appelé Hermès Trismégiste, ayant les trois parties de la philosophie universelle. Ce que j'ai dit de l’oeuvre solaire est complet
Zitat:
I. Vrai, certain, sans nul doute.II. L’inférieur appartient au supérieur, et le supérieur appartient à l’inférieur.III. L’œuvre des miracles vient d’une chose unique par un unique procédé, tout comme les choses proviennent d’une matière unique.IV. Son père est le soleil, et sa mère est la lune. Le vent l’a porté dans son ventre, et la terre l’a nourri de son lait.V. Il est le père des talismans, le gardien des miracles, parfait en forces.VI. Le feu devient terre.VII. Ôte la terre du feu — le subtil est plus noble que le grossier — avec prudebce et sagesse.VIIIa. Il monte de la terre au ciel et retombe sur la terre. De la il reçoit la force du supérieur et de l’inférieur. La lumière des lumières étant avec toi, devant toi fuiront les ténèbres.IX. Il est la force des forces, qui surmonte toute chose subtile ; il pénètre toute chose épaisse.X. Tout cela se produit selon la disposition du macrocosme.XII. C’est ma gloire, et c’est pourquoi j’ai été nommé Hermès triple en sagesse.
Grüß

Abra
__________________
Carita bene ordonata incipit a se met ipso

Geändert von Abraxas (27.03.2007 um 13:47 Uhr) Grund: habe ein links balise vergessen
Abraxas ist offline  
Alt 08.12.2008, 16:02   #17 (permalink)
Sepanios (kelt."Schüler")
 
Registriert seit: 24.01.2007
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Zitat:
Zitat von Wolfgard Beitrag anzeigen
Ist der original Text wirklich in Lateinisch? Hmm.. wenn dem so ist dann wird die Geschlechtereinteilung relativiert. Im deutschen ist der Mond männlich im lateinischen weiblich(luna). Ich weiß zwar nicht ob das von Bedeutung ist, aber wenn man es nach Geschlechter einteilt, dann kann es sich über die unterschiedilchen Übersetzungen nicht halten.
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IMHO bezieht sich der Teil im Original auch auf die Gottheiten Sol und Luna...

Thot ist ein Sohn des Ra (Ra = Helios = Sol).

Die deutschen Begriffe kommen ja noch von den Germanen, Manuz und Sunna, was sich nicht mit den römisch-griechischen Vorstellungen von Sol und Luna deckte.
Samonios ist offline  
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