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Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür

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Alt 21.06.2009, 23:21   #1 (permalink)
Grinch vom Dienst
 
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Feste mit Christen? Unmöglich?

Tja...Leute...
Die Krux des Polytheisten mal angesprochen...
Was machen Celtoi (oder meinetwegen auch andere pagane Richtungen) mit christlichen Partnern an den Festen die man im Kreise der lieben verbringt, wenn diese der Überzeugung sind sich dann an ihrem Gott zu versündigen das dieser ja "der EINZIGE" Gott ist und alles andere des Teufels oder bestenfalls Aberglauben ist.
Als Polytheist hat man ja mit anderen Pantheons keine Probleme, auch wenn man dem Christengott unterstellen muß die unwahrheit zu sagen wenn er behauptet der Einzige zu sein (dabei steht sogar in der Bibel das es viele Götter gibt).
Als Christ hat man keine andere Wahl als alles ausserhalb Jhawes als Teufelszeug ab zu tun.
Also kann man an Christlichen feiern durchaus tolleranz üben.....Aber man sollte nicht mit solcher rechnen von Christen.
Hat damit einer Erfahrungen?
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Alt 22.06.2009, 00:00   #2 (permalink)
Somersetswampthing
 
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Doch... geht eigentlich schon!

Ein Freund von mir ist erzkonservativer Katholik und gehört zum Bodenpersonal. Dennoch hat er grossen Respekt vor meinem Altar und dem, was ich Glaube und sage. Selten kann ich mich mit einem "Aussenstehenden" ungezwungener über spirituelle Dinge austauschen als mit ihm.

Eine zweite Story:
Spirituell gehöre ich zu den Leuten die in Glastonbury den Goddestemple am laufen halten und jährlich die Goddessconfernce durchführen. Vor einigen Jahren nun wurde im Rahmen einer Zeremonie eine Friedensflamme im Temple angezündet - unter anderem mit Feuer der Friedensflamme aus Hiroshima und des ewigen Feuers der (St.) Brigid von Kildare/Irland. Letzteres wird vom kath. Orden der Brigiden bewahrt, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das Erbe St. Brigids zu bewahren. Die Leiterin des Ordens nahm höchstpersönlich an der Zeremonie teil. Jeder ist übrigens in Kildare willkommen - für Gebet, Meditation und auch bei den Feierlichkeiten, z.B. zu Imbolc.


Was du ansprichst, ist in der katholischen Kirche offiziell längst von höchster Stelle ad acta gelegt - heute geht es um ein respektvolles Miteinander der Religionen. Natürlich gibt es Querschläger und fundamentalistische Vereinigungen, die gibt es aber auch bei uns "Heiden".
Andy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 00:35   #3 (permalink)
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warum bringt man seine lieben denn dann überhaupt erst in die situation, daß sie das gefühl bekommen, sich an ihrem gott versündigt zu haben?
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 00:44   #4 (permalink)
Grinch vom Dienst
 
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Tut keiner....
Es geht um den Respekt vor den Festen des anderen....
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Alt 22.06.2009, 09:29   #5 (permalink)
argumentatives Grauen
 
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Hm, also ich sitze da mitten zwischen vielen Arten des Glaubens, auch wenn einige davon Christlich, die anderen Buddhistisch sind und ich meine Natur und meine Geister hab.
Nehmen wir mal meine Schwiegeroma, eine herzensgute Frau mit Riesenklappe (könnten fast blutsverwandt sein *g*), ist trotz ihrer fast 80 Jahre topfit, sagt allen ihre Meinung und kümmert sich um jeden, inklusive Wildfremde. Sie ist Christin und so wie sie das lebt finde ich das toll. Ich weiß nur ziemlich genau, dass ich mit ihr über meine Sachen jetzt nicht so wirklich groß diskutieren könnte, also tu ichs nicht. Einfach aus Respekt. Ich weiß wie christliche Ansichten aussehen und wenn eine Frage aufkommt dann hab ich ihr immer zugestimmt. Weil ich fand dass die Antwort aus ihrer Sichtweise logisch und richtig war. Das drumherum, ob "der liebe Gott" oder "Mutter Natur" oder wer auch immer nun gemacht hat dass irgendetwas so ist, ist Wortklauberei. Es geht ja um den Wert, der vermittelt wird und der stimmte. Viele meiner Tanten und Onkel sind auch einfach Christen, manche öfter, manche nur an Sonn- und Feiertagen.
Dann haben wir meinen Mann, der mit meinem Geisterkrempel nichts anfängt. Er stimmt aber in philosophischen Fragen mit mir überein, da macht es nichts, dass er nunmal nicht an Geister (sowohl die spukigen als auch die Erdgeister, im allgemeinen eben) glaubt.
Meine Oma kann Christentum absolut garnicht haben, sagt sie ist Heidin und schimpft auf Pfarrer und Papst und all solche Leute.
Und das beste ist, wir feiern alle ein super Weihnachten ^^ Ich sag sogar Weihnachten dazu weil das für mich einfach geweihte Nächte sind. Fertig Ich hör mir gern dazu Christengeschichten an, aber auch andere Weihnachtsgeschichten, Märchen etc, und jetzt kommt allerdings das große Aber.
Das ist leider nur mein Leben und meine Sicht der Dinge. Ich hab da zwar wirklich Glück gehabt, dass wir uns alle liebhaben, egal was der andere jetzt glaubt oder eben nicht. Bei manchen ist das eben anders, besonders wenn das Lebensabschnittsgefährten sind, mit denen man vielleicht erst seit Monaten zusammen ist. Man rückt nur ungern ab von seinen Ansichten und lässt sich weder zum Atheismus (der ja cool ist) noch zum Heidentum (das ja so'n bisschen Öko-Alternativ ist) bekehren, und die meisten Diskussionen gehen dann leider in die Richtung, dass der eine (egal welcher) mehr Recht hat als der andere, meistens unbeabsichtigt. Mensch lässt sich eben nur ungern aus seinen alten Schienen raushebeln. Ich würd mich auch wehren wenn mein Mann jetzt ankäme und mir eins erzählen würde. Ich glaube meinen Krempel schließlich auch schon ein paar Jahre. Was Religion anbetrifft (Religion, keine Geldmacherei und auch keine Machtspielchen von irgendwelchen Spinnern mit Kompensationsdrang für zu klein geratene ...*hust*) hat nunmal einfach jeder Recht. Und wenn jemand mit mir nicht feiern will weil er nicht erträgt dass das Kartoffelbrot in Form einer Triskele daherkommt dann... ist er einfach Panne in meinen Augen. Ich sterbe ja auch nicht davon in Haushalte zu gehen in denen Kreuze hängen. Wenn mir jemand so kommt, dann sage ich bisweilen immer "Des Menschen Wille ist sein Himmelreich", zucke mit den Schultern und lasse ihn.
Aber ich bin ja auch in einer Welt aufgewachsen wo Jesus im Schlafzimmer hing und in der Vitrine dieser kleine Fruchtbarkeitsgott mit dem Riesenpenis stand, daneben der tanzende Faun und eine barbusige Göttin mit zwei Schlangen in den Händen. Ich denk da bin ich auch als letztes n Maßstab Aber Diplomatie und Feinfühligkeit klappen in 90% meiner Fälle ^^
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Mancher sagt, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht können. Ich sage, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht müssen.
Carda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 11:26   #6 (permalink)
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Hm........ ob jetzt Heiden soooo viel respektvoller........ da hab ich doch schon andere Erfahrungen gemacht.

Aber zu Thema: Geht's jetzt darum dass man die Feste der christlichen Lieben respektiert, sie aber nicht die eigenen heidnischen? Und sie tun das nicht weil sie dann in Gewissenskonflikte mit ihrem Glauben kommen? So nach dem Motto: Wenn ich die heidnischen Feste akzeptiere akzeptiere ich auch andere Götter und das ist nach "Paragraph 1 der Christenordnung" (1. Gebot) verboten. Wenn's so ist dann ist es doch Teil des christlichen Glaubens die heidnischen Feste nicht zu respektieren. Dann sollte man dass den Christen doch einfach zugestehen und akzeptieren dass es so ist. Es verändert ja nichts an den Festen und ich nehm mal an den Göttern wird's auch relativ schnuppe sein.

Mit einem Christen zu leben bedeutet u.a. das die eigene Spiritualität belächelt und nicht ernst genommen wird. Das mag einen traurig machen und einem das Gefühl geben, nicht vollständig akzeptiert und respektiert zu sein vom Partner/Freund/etc. aber es gehört einfach dazu.

Zitat:
Als Polytheist hat man ja mit anderen Pantheons keine Probleme, auch wenn man dem Christengott unterstellen muß die unwahrheit zu sagen wenn er behauptet der Einzige zu sein (dabei steht sogar in der Bibel das es viele Götter gibt).
Ich nehm mal an er meint er sei der Einzige, den die Menschen anzubeten haben. Das es andere Götter gibt weiß er, aber er akzeptiert sie nicht und erwartet von den Menschen das sie nur ihm folgen. (Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir.) Er sieht sich selbst wohl über den anderen Göttern stehen. Das ist seine Warte, seine Sichtweise. Man muss sie ihm lassen, auch wenn man, von einer anderen Warte aus, ein ganz anderes Bild sehen mag.

Liebe Grüße
Wölfin
Sternenwoelfin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 12:07   #7 (permalink)
argumentatives Grauen
 
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Ab dem Zeitpunkt wo ich belächelt werde, vielleicht auch für spinnert gehalten werde, überlege ich mir das Verhältnis, in dem ich zu dieser Person stehe dann doch lieber nochmal. Manche "Meinungen" sollte man sich doch zugunsten der Höflichkeit verkneifen. Vor allem, wenn es da um eine geliebte Person geht.
Andersrum passierts ja genauso. "Pah, Christen, hören alten Säcken zu die von der Kanzel Wasser predigen, Wein saufen und dabei Unaussprechliches mit Messdienern tun." Wär jetzt nicht die feine englische, die ich einem christlichen Freund um die Ohren hauen würde weil ich wüsste, dass es ihn verletzen würde. Auch wenn manche Sachen davon nicht leugbar sind. Man muss definitiv Grenzen ziehen, bis wohin auch geliebte Menschen gehen dürfen. Dass jeder alles darf führt ja nur dazu dass jeder jeden schließlich abmurkst.
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Carda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 13:08   #8 (permalink)
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Benutzerbild von Centaurea
 
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ist denn das Leben mit "Christen" wirklich so problematisch?

Ich meine, derartige Hardcore-Christen gibt es doch kaum noch. Jedenfalls in meinem Bekanntenkreis und so wie ich das beobachtet habe.

Außerdem finde ich es unpassend immer von Christen zu sprechen. Viele sind pro Forma Christen, nicht aber was ihre Weltanschauung betrifft. So sind es eher "Kultur-Christen"

(Das mal so als kleine off-Topic-Bemerkung).
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~ Asato Ma Sadgayama ~ Tamaso Ma Jyotirgamaya ~ Mrytor Ma Amritamgamaya ~
Centaurea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 13:36   #9 (permalink)
Träumer
 
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Ich finde Pseudo-Heiden (welche den Thorshammer nur von Amon Amarth und anderen Metalbands kennen) welche sich als Christenhasser und Revoluzzer sehen schlimmer als der 08/15 Kirchengänger.

Wenn jemand aus der Nachbarschaft/Familie/Bekanntenkreis stirbt, gehe ich sogar aus Respekt ihm gegenüber in die Kirche zur Beerdigung. Ich meine... die Asen und Wanen sind entgegen Christlicher Meinung dort nicht Machtlos

Ich gebe zu dass ich an Weihnachten nicht an Christi gedenke, sondern mehr an "erneuerung, Winterende und Frühlingshoffnung", dennoch schreibe ich auf die Geschenkekärtchen "Frohe Weihnachten" und nicht "Frohe Sonnenwende", weil meine Familie hat doch Christlich orientiert ist. (Auch wenn sie mich nicht als schwarzes Schaf sehen )

Wenn man sich benimmt, darf von mir aus gerne auch der Örtliche Pfarrer an einem Heidnischen Brauch teilhaben.

Ich meine... Menschen sind verschieden und jeder soll daran glauben was ihm Gefällt und wobei es ihm wohl ist.

Gruss
Siharyan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 15:33   #10 (permalink)
Asperula odorata
 
Benutzerbild von silberquell
 
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Zitat:
ist denn das Leben mit "Christen" wirklich so problematisch?

Ich meine, derartige Hardcore-Christen gibt es doch kaum noch. Jedenfalls in meinem Bekanntenkreis und so wie ich das beobachtet habe.

Außerdem finde ich es unpassend immer von Christen zu sprechen. Viele sind pro Forma Christen, nicht aber was ihre Weltanschauung betrifft. So sind es eher "Kultur-Christen"

(Das mal so als kleine off-Topic-Bemerkung).
Genau so erfahre ich es auch.
Ich finde die Bemerkung auch nicht off topic, denn daraus lässt sich wunderbar ableiten, dass man ein Umfeld kennt, in dem christliche und andersgläubige Menschen gemeinsam Feste feiern, ohne sich an abweichenden Lehren zu stoßen.

Es liegt doch weitgehend an den Beteiligten eine Feier so zu gestalten, dass sie für alle tragbar ist.
Wenn eine Seite natürlich ultrafundamentalistisch ihre Glaubensinhalte verteidigt und alle die dem nicht zustimmen als weit unter dem eigenen Horizont stehend betrachtet, erübrigt sich eine Feier von vorneherein.
Wie schon erwähnt wurde, sollte man eine solche Verbindung vielleicht grundsätzlich überdenken.
Oder sich nur auf neutralem Terrain treffen.
Zum Kaffeetrinken , auf dem Rummelplatz, im Kino...
Man muss ja nicht mit jedem, der einem näher steht, seinen Glauben teilen.
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werde was du warst
silberquell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 15:54   #11 (permalink)
hem netjer tepi
 
Benutzerbild von Merienptah
 
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Hey...

Also ich kann nur sagen, dass ich in meinem privaten Umfeld keine Probleme mit Christen habe. Eine Freundin von mir ist wirklich streng katholisch und lebt diesen Glauben auch. Dennoch respektieren wir unseren Glauben. Ich achte ihren Glauben und sie meinen. Rein philosophisch sind wir meisstens sogar einer Meinung. Diese Gespräche klingen für einen Aussenstehenden bestimmt komisch, wenn sie von Gott redet und ich immer von Göttern oder "dem Göttelichen"...
Ich gehe mit ihr zu Weihnachten in die Kirche (irgendwie find ich das sogar richtig schön), und sie feiert meisst mit mir unser Neujahrsfest oder kommt zu den Lichterfesten. Wenn jemand stirbt geh ich auch mit in die Kirche... Wo ist das Problem? Ich respektiere den heiligen Ort der Christen. Und meine Freunde respektieren meinen. Und das ist die Hauptsache.
Man legt das erste Gebot für sich einfach anders aus.
Zitat:
Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir - Er ist mein Gott und ihn bete ich an, Sie sind deine Götter, und die betest du an.
Funktioniert ganz gut. Und meine Freunde, ob jetzt heidnisch oder christlich (eine ist sogar Zeugin Jehovas) oder muslimisch gehen eigentlich sehr tolerant miteinander um. Andere Freunde schreiben mir sogar zu Beltane oder Samhain Grusskarten... *lach* Das sind halt ihre Feiertage... Also ich find das ganz toll...
Zitat:
Ich meine, derartige Hardcore-Christen gibt es doch kaum noch.
Das halte ich allerdings für ein Gerücht, Centaurea. Die gibt es wohl noch und ich hatte auch schon einen unliebsamen Zusammenstoss mit dieser Fraktion.
Aber religiöse Fanatiker gibt es in jeder Religion, deswegen verurteile ich nicht die gesamte Christenheit. Ausserdem legt selbst die katholische Kirche heutzutage Wert auf ein gutes Verhältnis unter den verschiedenen Religionen.
Zitat:
Hm........ ob jetzt Heiden soooo viel respektvoller........ da hab ich doch schon andere Erfahrungen gemacht.
Da kann ich dir nur recht geben, Sternenwölfin. So tolerant und respektvoll wie die Heiden sich immer so gern selbst bezeichnen sind sie auch nicht. Da hab ich schon heftige Anfeindungen mitbekommen, untereinander genauso wie Christen gegenüber.
Um jetzt mal was aus der Bibel zu zitieren:
Wer frei ist von Sünde, der werfe den ersten Stein...

Also ich hab kein Problem christliche und heidnische Feiertage gleichermassen zu achten. Weder in Familie noch im Freundeskreis. Das wollte ich eigentlich nur damit sagen...

LG Meri
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Folge deinem Herzen solange du lebst und tue nicht mehr, als es dir aufträgt.
Merienptah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 17:31   #12 (permalink)
Mum's and Dads TGV-Jumpy
 
Benutzerbild von morag
 
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Zitat:
Zitat von Celeborn Beitrag anzeigen
Aber man sollte nicht mit solcher rechnen von Christen.
Hat damit einer Erfahrungen?

Ja. Ich.

Kommt darauf an. ist wohl Tagesformabhängig
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Verfechterin des Neutrachats
der tee schmeckt sanft nun, das leben ist oft bitter
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morag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 19:22   #13 (permalink)
FroIng *plingpling* ^^
 
Benutzerbild von Hilda
 
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Zitat:
Zitat von Merienptah Beitrag anzeigen
Das halte ich allerdings für ein Gerücht, Centaurea. Die gibt es wohl noch und ich hatte auch schon einen unliebsamen Zusammenstoss mit dieser Fraktion.
Aber religiöse Fanatiker gibt es in jeder Religion, deswegen verurteile ich nicht die gesamte Christenheit. Ausserdem legt selbst die katholische Kirche heutzutage Wert auf ein gutes Verhältnis unter den verschiedenen Religionen.
Meri, ich glaub da kommt es aber sehr drauf an WO man lebt. Sie meinte ja die gäbe es kaum noch, nicht das es sie nicht gäbe. Ich glaub hier in NDS und NRW und so hält sich das wirklich in Grenzen mit den Hardcore Christen.. Also ich hab hier in meinem Leben eine einzige "echte" Christin getroffen und die war zwar etwas "strange" aber eigentlich ganz nett.. irgendwie^^ Ansonsten hab ich hier in keinster Weise Probleme... weder wenn man "Heide" ist (wen dann eher politisch), noch wenn man ungetauft ist, blabla. Das Mobbing von Ungetauften u.ä. kenn ich nur aus Erzählungen des Forums


Und wie schon erwähnt wurde ist "Christentum-bashing" von Heidensseite aus nicht zu gering..
Ich persönlich würd mich auch nich als tolerant bezeichen, ich hab aber manchmal mehr Probleme "Heidengedinge" zu tolerieren als' Christentum , "wir" beherben genug Fanas in "unseren" Reihen
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Zitat:
Zitat von Bölli^^
.. manchmal hab ich das Gefühl, wäre dieser Aspekt "Heiden gegen Christen" nicht existent als Thema für Lyrics, dann wäre auf den meisten Pagan und Black Metal Scheiben nur Rauschen zu hören
De gustibus non est disputandum
Hilda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 13:22   #14 (permalink)
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Benutzerbild von Centaurea
 
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Zitat:
Zitat von Merienptah Beitrag anzeigen
Das halte ich allerdings für ein Gerücht
Ich meine ja in meinem Umfeld und nach dem zu urteilen, was ich bisher so beobachten konnte.
Natürlich gibt es auch heute extreme Exemplare, das bestreite ich nicht. Aber es klingt oft so als würde ein Großteil der "Christenheit" in diese Kategorie fallen. Und das sehe ich eben nicht so. Wiw schon gesagt, die meisten sind eher Traditions- bzw. Kultur-Christen
__________________
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Centaurea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 15:53   #15 (permalink)
Somersetswampthing
 
Benutzerbild von Andy
 
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ich habe die Erfahrung gemacht, dass "belächelt werden", Intoleranz und Ablehnung immer aus Unwissenheit heraus geboren werden.

Das gilt beim Thema Heiden<->Christen übrigens in beide Richtungen. Ich erkläre warum eine Kerze auf meinem Altar brennt, welche Symbolik die Dinge haben die darauf liegen, welche Inhalte meine Feiertage haben, was ich für Zeremonien abhalte oder welchen ich beiwohne. Ich verschweige nichts und gebe zu allen Fragen antworten. Ich habe auch schon mit einem Diakon gefeiert und eine Zeremonie abgehalten, da dieser Interesse bekundet hat und gerne mal dabeisein wollte.

leider ist es so, dass viele "heidnische" Strömungen sich - zumindest in Deutschland - aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen sich doch immer sehr bedeckt halten, bloss nichts über sich erzählen! Immer schön geheimnisvoll wirken, damit man ja sooooo anders ist und sich von den Mainstream-Religionen abhebt...

Ich bin da anders, viele meiner Freunde auch - wir Missionieren zwar nicht, aber wir machen durchaus Werbung und Aufklärung. Das trägt zum Verständinss bei.

Ich gehe auch gerne in die Kirche, auch hebe ich nicht bei jedem christlichen Fest den neunmalklugen, belehrenden heidnischen Zeigefinger - "....na, das habt ihr aber von den xxxx oder xxxxxxxx übernommen..." usw.

Ich verachte Hobby-Heiden, heidnische Selbstdarsteller genauso wie diese ätzenden Metall-Black-Unsinn-Ooooooooodiiiiin-Gröööööööl-Bands und Christenbaschern gehört der Hintern versohlt....
Andy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 16:57   #16 (permalink)
Bragitru
 
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Zitat:
Zitat von Andy Beitrag anzeigen
Ich verachte Hobby-Heiden, heidnische Selbstdarsteller genauso wie diese ätzenden Metall-Black-Unsinn-Ooooooooodiiiiin-Gröööööööl-Bands und Christenbaschern gehört der Hintern versohlt....
So hat jeder eine Gruppierung, die er verabscheut, und auf die er, in welcher Form auch immer, "einprügeln" kann.

Was mich stört, ist fehlendes Konservenliedgut (CDs und so) über die anderen Götter. Die Musikrichtung ist mir da Wurst, so lange es aus mehr als 2 Akkorden und deren Umkehrungen besteht. Bragi zum Beispiel.. über ihn fand ich nur ein Gebet und das musste ich erst umschreiben, da ich es ohne Aussage fand und für mich inhaltlich nicht stimmig.

Christen haben es da einfacher, die finden in fast jeder Musikrichtung unzähliges über JHWE und Jesus. Hm... ob es bei "denen" auch nervige "true/untrue Diskussionen" gibt, ob die Band auch wirklich christlich ist und das worüber die Singen blasphemisch ist?

Liebe Grüße
T.
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"Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda]

"Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.]

„Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle]
Thalion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 17:27   #17 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
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@ Thalion

"Was mich stört, ist fehlendes Konservenliedgut (CDs und so) über die anderen Götter... Christen haben es da einfacher, die finden in fast jeder Musikrichtung unzähliges über JHWE und Jesus..."

hmmm, wie wäre es z.b. mit einem remake von santa esmeraldalalalal:

"cause i'm just a soul whose intentions are good
oh loki, please don't let me be misunderstood"


Puck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 19:32   #18 (permalink)
Freifliegerin
 
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Zitat:
Thalion schrieb: Hm... ob es bei "denen" auch nervige "true/untrue Diskussionen" gibt, ob die Band auch wirklich christlich ist und das worüber die Singen blasphemisch ist?
Thalion: die gibt es und Diskutierer argumentieren immer mal wieder gern mit dem Teufel. Scheint ne Tradition zu sein.

Christliche Gesänge historisch gesehen hatten ihren Ursprung in den Psalmen. Also: Lobgesänge und Verzweiflungsgebete sozusagen.

Zunächst mal einstimmig / gregorianisch. Jede Neuerung musste sich zunächst gegen das Urteil des "Teuflischen" etablieren, sei es der Einbezug von halben Noten, mehreren Stimmen, Frauenstimmen, Instrumenten.... ja sogar die Orgel wurde als ursprüngliches Jahrmarktsinstrument zunächst einmal als Teufelswerk verdächtigt.

Das war in der neueren Zeit nicht anders. In den 70ern, als im Rahmen der Jesus-People-Bewegung die ersten christlichen deutschen Rockgruppen entstanden, wurden auch sie zunächst einmal als "fleischlich" und "Teufelswerk" - jedenfalls voll untrue aus der Sicht vieler älterer und gesetzlicherer Christen - beurteilt.... true waren Gesangbuchstücke oder - in freien Gemeinden - die jeweils eigenen Liederbücher, deren musikalische Konzepte stark an volkstümliche Melodien angelehnt waren.

Ich denke, dass sich explizit heidnische Musik ähnlich entwickelt - nämlich aus den Gemeinschaften heraus - z.B. die Chants - aber natürlich auch aus Musikgruppen, die ihre Musik für die heidnische Zielgruppe entwickeln ... nicht zuletzt, um damit Geld zu verdienen.

Ich würde mir eine Musik wünschen, die aus der Anderswelt herübertönt. Die aus unserem Ursprung zu uns spricht. Es ist mir egal, welche Stilrichtung sie transportiert. Sie sollte nur in der Form "sprechen", dass sie ein Echo in mir hervorruft und mich weiter zu meinem Ursprung zurück bringt.

LG, Holle
Holle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 20:36   #19 (permalink)
WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH
 
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Zitat:
Zitat von Holle Beitrag anzeigen
Ich würde mir eine Musik wünschen, die aus der Anderswelt herübertönt. Die aus unserem Ursprung zu uns spricht. Es ist mir egal, welche Stilrichtung sie transportiert. Sie sollte nur in der Form "sprechen", dass sie ein Echo in mir hervorruft und mich weiter zu meinem Ursprung zurück bringt.
Ja, mir fallen dazu spontan z.B. Trommeln u. Didgeridoo ein, bringt im richtigen Kontext/Rhythmus Saiten in mir zum schwingen, spricht etwas Archaisches an, dass bei mir seeehr tief reicht u. Ur-Wissen anregt, mich mir selber nahe bringt, Intuition weckt/vertieft.
Ich könnte mir vorstellen, dass solcher Art Musik im Christentum auch als "teuflisch" verschrien ist/ sein könnte, weil sie etwas mit dem Menschen macht, seine Sinne an-regt... Sinnlichkeit und was daraus entstehen kann, ist ja, meines Wissens nach, unerwünscht im christlichen Kontext...
... und wird dem "Heidentum" zugeschrieben... wild, ausgelassen, erdverbunden, vermeintlich gott-los...

Schöne Grüße
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Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.

Gautama Buddha
PachaMama ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2009, 20:55   #20 (permalink)
Bragitru
 
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Zunächst mal einstimmig / gregorianisch. Jede Neuerung musste sich zunächst gegen das Urteil des "Teuflischen" etablieren, sei es der Einbezug von halben Noten, mehreren Stimmen, Frauenstimmen, Instrumenten.... ja sogar die Orgel wurde als ursprüngliches Jahrmarktsinstrument zunächst einmal als Teufelswerk verdächtigt.
Die Gregorianik entstand selbst aus noch viel älteren mündlich tradierten Stilen und Musikarten. Hans Heinrich Eggebrecht verwendet in seinem tollen Buch "Musik im Abendland" (sehr dick und schwierig, aber auch sehr faszinierend und spannend) den schönen Begriff der "bereitliegenden Momente". Zum teil lagen die in der römischen Kultur, teilweise sicherlich auch in der heimischen "französischen", und sonstige Kirchen-Orte an denen Musik entwickelt wurde. Eine spannende Sache, wenn auch nur bedingt zum Topic passend.

Zitat:
Das war in der neueren Zeit nicht anders. In den 70ern, als im Rahmen der Jesus-People-Bewegung die ersten christlichen deutschen Rockgruppen entstanden, wurden auch sie zunächst einmal als "fleischlich" und "Teufelswerk" - jedenfalls voll untrue aus der Sicht vieler älterer und gesetzlicherer Christen - beurteilt.... true waren Gesangbuchstücke oder - in freien Gemeinden - die jeweils eigenen Liederbücher, deren musikalische Konzepte stark an volkstümliche Melodien angelehnt waren.
Selbst Johan Sebastian Bach hatte seiner Zeit auch immer mal wieder Probleme seine geistliche Musik unters Volk, bzw. in die Kirchen zu bringen. Er war seiner Zeit voraus... Antonio Vivaldi baute Teile seiner zahlreichen geistlichen Werke in seine "Vier Jahreszeiten" ein, nachdem er das Priesteramt niedergelegt hatte. J.S.Bachs und Vivaldis Musik sind zwei von vielen Beispielen, in denen auch christliche Musik den Weg in die profane Welt fanden. hm...

Zitat:
Ich denke, dass sich explizit heidnische Musik ähnlich entwickelt - nämlich aus den Gemeinschaften heraus - z.B. die Chants - aber natürlich auch aus Musikgruppen, die ihre Musik für die heidnische Zielgruppe entwickeln ... nicht zuletzt, um damit Geld zu verdienen.
Vielleicht muss ich dann wohl einfach noch ein bischen warten. Selber schreiben kann ich (noch) nicht..

Zitat:
Ich würde mir eine Musik wünschen, die aus der Anderswelt herübertönt. Die aus unserem Ursprung zu uns spricht. Es ist mir egal, welche Stilrichtung sie transportiert. Sie sollte nur in der Form "sprechen", dass sie ein Echo in mir hervorruft und mich weiter zu meinem Ursprung zurück bringt.


Hast du dich schon mal an einen Bach, Weiher, oder auch an eine Brandung, Klippe, Strand am Meer gesetzt und den Liedern des Wassers gelauscht? Kennst du die Symphonien der Wälder und die Choräle der Vögel? Den stillen Gesang der Sterne in der Nacht?

Liebe Grüße
Thalion
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"Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda]

"Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.]

„Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle]
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