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| Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür |
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| | #1 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 15.06.2009 Alter: 15
Beiträge: 58
| Zwei Religionen Ich wollte mal fragen, ob es hier Personen gibt, die gleichzeitig Götter aus verschiedenen heidnischen Richtungen verehren. Wenn ja, wie tut ihr das? Wie kann man zwei Schöpfungsgeschichten unter einen Hut bringen? Wie kann man zum Beispiel die ägyptischen Götter zum Beispiel mit in die Vorstellung von Yggdrasil (wenn auch nur symbolisch) mit einbringen? Wo leben die dann? Haben die eine eigene Welt oder so? Mag nach einer komischen Frage klingen, aber das interessiert mich sehr. MfG Quintus |
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| | #2 (permalink) |
| Bragitru | Auch dazu gibt es hier schon viele viele Themen. Mag aber gerade nicht suchen... Daher nur ein kurzes Statement von mir. Klar geht das! Ob in Poltheistischen Pantheons jetzt ein Gott mehr oder weniger vorkommt ist nicht so wichtig. Die Römer haben sich zb. gerne neue Tempel für neue Götter in die Stadt gestellt, wenn sie mal wieder jemanden unterworfen haben. Ein Nebeneinander gab es auch schon in der Antike. Die ägyptische Isis wurde zb. auch im Alpengebiet verehrt, als dort römische Truppen stationiert waren. Zudem gibt es auch viele Überschneidungen in den verschiedenen Religionen. Zb. zwischen der Geschichte um die Geburt Jesus und die Geburt und eines Mythos um einen Gott aus der Ägyptischen Mythologie, dessen Mutter ebenfalls jungfräulich Schwanger wurde. Namen und sonstiger Rahmen sind zwar völlig anders, aber es gibt da eine interessante Ähnlichkeit. Auch bei vielen anderen Mythen gibt es überschneidungen. Tacitus hat zb. die germanischen Götter mit den Aspekten der römischen gleichgesetzt, die widerum gerne mit den Aspekten der griechischen gleichgesetzt werden... Inwiefern Zeus, Odin, Jupiter und Osiris nun die gleichen Wesenheiten sein sollen, oder auch nicht, muss und kann letzten Endes jeder für sich entscheiden. Ebenso bei den anderen Götter natürlich. Liebe Grüße Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] |
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| | #3 (permalink) | |
| Heidschnuckel Registriert seit: 15.06.2009 Alter: 15
Beiträge: 58
| Zitat:
Von diesem InterpretatioRomanum oder so, habe ich schon mal gehört. Ist der überhaupt noch verbreitet? Und trotz Gleichheiten, bleibt dann immer noch die Frage wie nun letztendlich alles entstanden ist, wenn man gleichzeitig Asatru und Ägyptergötterheide (kenne den Begriff nicht) ist. Ich meine klar muss das jeder mit sich selbst vereinbaren, aber mich würde mal interessieren wie andere, die so glauben, da vorgehen. Klingt vllt absurd, aber naja | |
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| | #4 (permalink) | |
| FroIng *plingpling* ^^ Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Ossenbrügge Alter: 26
Beiträge: 1.116
| Thalion du faules Stück ![]() http://www.panpagan.com/foren/heiden...mit-haben.html http://www.panpagan.com/foren/heiden...-verehren.html wären da zB zwei Anlaufstellen ..
__________________ Zitat:
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| | #5 (permalink) |
| Wanderer | Naja, Schöpfungsmythen sind sowieso eher symbolisch zu verstehen, wie Yggdrasil, wir sind ja keine Kreationisten (hoffe ich mal). Aber es stimmt schon, man kann schlecht ägyptische Götter in Yggdrasil einpflanzen... kommt drauf an, wie wörtlich man alles nimmt.
__________________ I would rather fly with eagles, to the snow hills I would rather run with wolves, between the trees I would rather be with trees, than in the middle of noisy streets Korpiklaani - With Trees |
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| | #6 (permalink) | ||
| Heidschnuckel Registriert seit: 15.06.2009 Alter: 15
Beiträge: 58
| Zitat:
![]() Zitat:
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| | #7 (permalink) |
| Bragitru | @Jaltix Wieso? Hels Palast liegt irgendwo unterhalb der Wurzel Yggrasils und Anubis wiegt die Seelen dort in einem Kellergewölbe, kurz hinter dem Liefranteneingang. Und was den Mythos eines Baumes ähnlich wie Yggdrasil angeht... tjoa.. Mythologie der Bäume Und die Pharaonen wohnen mit Odin zusammen irgendwo auf der Krone der Weltesche.^^ Geht alles, wenn man will. Ich denke, dass es so viele immer wiederkehrende, aber abgewandelte Formen von ähnlichen Symbolen, Gleichnissen und Geschichten um Prinzipien gibt, könnte daran liegen, dass sich "das" Göttliche einem in Abhängigkeit von Zeit, Ort, Kultur und Wissensstand zeigt. Wenn man sich mit vielen Mythologien beschäftigt und sie im Grundsatz als gleichberechtigt nebeneinander Akzeptiert, warum sollten Freyja und Hathor dann nicht auch mal mit Aphrodite zusammen um die Häuser ziehen? Liebe Grüße Thalion, der sich im pantheonischen Gefüge gerade etwas verheddert hat. ^^
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] |
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| | #8 (permalink) |
| Sternenfussel Registriert seit: 30.04.2009 Ort: Multiversum
Beiträge: 260
| Joseph Campbell hätte da sicher jede Menge Zusammenpassendes zwischen den Götterwelten und Schöpfungsgeschichten beizutragen. Er war Mythologe, hat jahrelang nur gelesen und dann angefangen, die Gemeinsamkeiten zwischen den Mythologien der Welt (von den Schöpfungsmythen aller möglichen Weltgegenden bis hin zu Spielfilmen) herauszuarbeiten und sie auf Anknüpfungspunkt in der menschlichen Erlebenswelt zurückzuführen. Er zeigte auch die Bedeutung von Mythen für die Persönlichkeitsentwicklung. Sein Hauptwerk heißt "Die Masken Gottes". Das hab ich allerdings bisher nicht gelesen, da es vier dicke Wälzer umfasst. Außerdem schreibt er viele Sätze, über die nachzudenken sich lohnt, so dass man beim Lesen eher langsam vorankommt. So, ich hoffe mal, das war nicht neben dem Thema vorbei... |
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| | #9 (permalink) | |
| 'Tis some visitor Registriert seit: 09.04.2009 Ort: King's Forest Alter: 27
Beiträge: 162
| Zitat:
Kurz meine Ansicht dazu: Die alten/älteren Gottheiten wurden ja annodazumal schon fleißig im- und exportiert, samt ihren Mythen, Geschichten, Aspekten... ...und eben auch teilweise übernommen, wie ja bereits erwähnt wurde. Nun leben wir Heute ja im Zeitalter der Information und der Flugzeuge... ..Womit Unsereins nun in diesem Leben die Möglichkeit hat sich mit einer enormen Vielzahl an Mythologien und auch den dazu gehörigen Landstrichen bzw. Gegenden hier auf Mütterchen Erde zu beschäftigen. Ich persönlich empfinde es daher auch als vollkommen normal, das es Menschen gibt, denen verschiedene Gottheiten/Spirits etc. etwas beizubringen haben. Da ich es da ähnlich sehe wie mit den Krafttieren, denke ich das das Göttliche in einer spezifischen Form (also einer der alten Gottheiten in diesem Fall) sich sowieso nur Jenen offenbart, die eben da irgendwelche Anknüpfungspunkte haben. Und die Beschäftigung mit einer Mythologie führt ja (noch) nicht dazu sofort eine (bestimmte) Gottheit zu verehren... zumindest bei mir. Mich persönlich begleiten Gottheiten aus den slavischen, inselkeltischen, griechischen, nordischen Gegenden/Mythologien. Spirits aus Nordamerika, Asien (Japan) und aus der Gegend hier, wo ich lebe. Ich denke auch nicht, dass die Mythologien da so sehr übereinstimmen müssen, ich bin da sowieso eher Synkretist und keine trifft mein gesamtes Weltbild [Shinto noch am ehesten, die Nornen dann aber wiederum, was mein "Schicksal"sbild angeht]. Und wäre das so nicht natürlich... dann wären mir genau diese (verschiedenen) Gottheiten etc. einfach auch nicht begegnet. Den verschiedenen Gottheiten kann man auch Nahe sein/kommen, wenn man nicht die Gesamte Schöpfungsgeschichte "übernimmt", die es bei ihnen gibt. So zumindest meine Erfahrungen... Grüsse
__________________ Is all that we see or seem but a dream within a dream? ~Poe | |
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| | #10 (permalink) |
| Nebelkrähe Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Myrkwid Alter: 47
Beiträge: 1.417
| Zwei Religionen habe ich nicht. Ich habe nur meine ![]() "Den" germanischen Glauben gibt es eh nicht und gab es wohl auch nie in der Form, wie z.B. die Lektüre der Eddas vielleicht vermuten ließe. Klar, gab und gibt es immer Übereinstimmungen, bedingt durch gemeinsame oder ähnliche Sprachen, Kulturen, Lebensumstände. Überhaupt denke ich, wirklich sinnvoller, sinnstiftender "Glaube" oder angewandte Spiritualität ergibt sich aus dem Altag, dem Erleben und den Bedürfnissen der ausübenden Menschen. Deshalb sind Religionen ja auch ständig Wandel und synkretischen Prozessen unterworfen. Ich selbst fühle mich verbunden mit den Göttern und Geistern der Gegend, in der ich lebe, in der ich meine Wurzeln habe, in der wir gemeinsam wurzeln. Deswegen kann ich trotzdem alle anderen Götter respektieren und ihnen auch mal begegnen oder eine Ahnung von ihnen bekommen. Ich muss mich nicht entscheiden. Das ergibt sich.
__________________ insprinc schublandun. |
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| | #11 (permalink) |
| Mimes Padawan Registriert seit: 21.03.2008 Ort: Abensberg Alter: 17
Beiträge: 204
| ich hab teilweise auch scho drüber nachgedacht, ob ich nicht andere Götter wie z.B. Babylonische oder Shintoistische in mein Pantheon aufnehmen sollte ich denke nicht, dass sich da die Götter wie im Kindergarten um nen Platz im Sandkasten streiten und alles an mir auslassen
__________________ Ungewiß ist, kommen alle zusammen, wer der kühnste Kämpe ist: Kühn ist mancher, der die Klinge noch nie gerötet in Reckenblut |
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| | #12 (permalink) |
| Bragitru | Gibt es überhaupt eine Religion, die absolut frei von Einflüssen aus andere Glaubenssystemen ist? Mir ist keine bekannt...
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] |
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| | #13 (permalink) |
| Somersetswampthing Registriert seit: 18.02.2007 Ort: bei Bonn Alter: 38
Beiträge: 162
| Also ich beziehe mich hauptsächlich auf die inselkeltischen Göttinnen, aber auch die Matronen aus meiner rheinischen Heimat sagen mir viel. Zudem lehne ich auch bestimmte christliche Inhalte nicht ab - ich gehe gerne einfach nur zum stillen verweilen und Meditieren in Kirchen. Kaufe dort sogar Kerzen, zünde diese an und stecke sie mit einem Gebet zu den anderen Votivkerzen. Ich sehe dort auch nichts Widersprüchliches. |
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| | #14 (permalink) |
| Kind der alten Welt Registriert seit: 17.06.2007 Ort: FFM/OF
Beiträge: 66
| Ich sehe kein Problem darin, sich Göttern aus verschiedenen heidnischen Richtungen zuzuwenden. Warum auch? Keine heidnische Mythologie hat diesen kranken Anspruch darauf "die einzige Wahrheit" zu sein, wie es im Christentum der Fall ist. Ich sehe jede Mythologie als eine Inspiration oder eine Interpretation von etwas größerem, das wir so nicht ganz verstehen können. Ich ordne keiner einen Wahrheitsanspruch zu, weswegen sie eine andere ausschließen, oder nicht mit ihr kompatibel wäre. Viele Mythologien überschneiden sich, oder behandeln die gleichen Themen - auf ihre Weise. Teils ähneln selbst Götter sich unglaublich untereinander. Namen und Geschichten, haben ihnen die Menschen zugeschrieben - hier und da vermutlich inspiriert, aber auch mit viel eigenem Gutdünken. Daher sehe ich es nicht ein, mich auf so eine Sichtweise zu versteifen. Ich versuche von allen Sichtweisen und damit auch von allen Mythologien etwas zu verstehen und zu lernen. Das Heidentum ist für mich eine Erfahrungsreligion. Das heißt, ich bewahre mir eine Offenheit für alles was mir begegnet - und das was mir begegnet, wird schon seine Existenzberechtigung haben. Selbst wenn es nicht, oder so nicht ganz, in einer Mythologie überliefert ist. Und selbst wenn mir z.B. Thor und Isis mal zusammen begegnen - na dann ist das wohl so, und hat schon irgendwie seine Richtigkeit. Ich versuche lieber zu verstehen, was ich sehe und was es mir sagen will, anstatt mir mein Sichtfeld künstlich einzuengen. Ich hab bei manchen "Heiden" den Eindruck, sie rennen aus ihrer christlichen Kindheitsprägung heraus, werfen die Bibel weg, greifen (z.B.) zur Edda.. und behandeln das Buch auf genau die gleiche Weise, wie das Christentum die Bibel behandelt. Als einzige Wahrheit, mit der sie gegen andere argumentieren können und etwas Rückendeckung haben. Sie machen ihre Religion zu einem Studienfach und schränken ihre Sichtweise auf die Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft ein. Was sich nicht mit einer Quelle belegen lässt, kann es so nicht geben. Diese Leute empfinde ich als genau so engstirnig wie Katholiken.. Ich kann gar nicht sagen wie sehr es mich aufregt, wenn ein Erfahrungsaustausch wieder mal auf eine Diskussion mit Quellenverweisen und Hieben und Stechen verkommt.... das ist nicht Sinn der Sache. Klar, wenn man sich einer einzelnen Mythologie mit so einem verdrehten Anspruch verschreibt, dann kann es keine Vermischungen von heidnischen Richtungen geben. Und dann ist man auch viel zu sehr damit beschäftigt, auf andere Heiden herabzusehen oder mit ihnen zu sticheln - als dass man sich mit ihnen zusammenschließen könnte. |
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| | #15 (permalink) | ||||
| Bragitru | Zitat:
Zitat:
Auch den Vorwurf des Synkretisierens, also das Verschmelzen von Ideen auch aus anderen Religionen, empfinde ich als unnötig. Es amüsiert mich aber ehrlich gesagt schon ein wenig, wenn der Synkretismusvorwurf aus dem christlichen Lager kommt. Als wäre das Christentum aus sich selbst entstanden und absolut rein christlich. Zitat:
Zitat:
Ich frage mich gerade, ob das wirklich daran liegt, dass sich manche auf eine ganz bestimmte Mythologie aus (momentanes) Studienobjekt versteifen, oder ob es nicht evtl. am ethisch-moralischen Unterbau im Charakter derjenigen begründet liegt. Noch vor einigen Jahren war ich von dem Gedanken an "meinen Weg" so bessesen, dass ich in vielen Bereichen des Lebens blind auf Stur stellte, und im Grunde nur meine Meinung gelten ließ. Ich hielt mich zwar für den Tolleranz in Person, fand gleichzeitig aber auch befriedigung darin, wenn ich andere Menschen mit meinen Argumenten überzeugen konnte. Mir war nicht bewusst, dass ich unbedingt immer Recht haben wollte, dass ich mich über die intelektuelle Schiene über andere profilieren wollte. Mir wurde das zwar manchesmal gesagt, aber natürlich stimmte das nicht, denn ich wusste es ja besser... Ich klammerte mich an meine Meinung und Ansichten, als würde ich ertrinken, würde ich sie los lassen. Dabei spielte es überhaupt keine wirkliche Rolle, worum es eigentlich ging. Es konnte sich um Philosophie drehen, oder um die Art und Weise den Haushalt zu führen, ein Buch zu lesen oder Fahrrad zu fahren.... Ich sah, ohne zu sehen. Ich hörte, ohne zu hören. Als ich mir dessen sehr schmerzlich bewusst wurde, konnte ich endlich anfangen zu lernen meine Augen und Ohren (wieder) zu benutzen. Und es tat sich mir eine Welt auf, die mich wieder Kind sein lässt, in der es Wunder gibt, und unzählige Dinge, die es zu entdecken gilt. Schöne wie furchtbare. ![]() Vielleicht geht es den Quellenfanatikern ja ganz ähnlich? Dass sie aus einer unbewussten Angst heraus fallen zu können sich krampfhaft an Begriffe und Fakten klammern? Nur wenn man am Boden hängt, kann man nicht fliegen. Liebe Grüße Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] | ||||
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| | #16 (permalink) |
| Katzenschwester Registriert seit: 14.11.2008 Ort: Hammerfest\Norwegen Alter: 60
Beiträge: 74
| Ich habe der Göttin Hekate mein Wort gegeben. Sie ist für mich - nicht die Einzige! Obgleich sie meinem Herzen am nächsten steht. Aber ich sehe in den Gottheiten Aspekte einer Wirklichkeit, einer Kraft die ich nicht einmal andeutungsweise begreifen kann. Die Götter sind also weniger konkrete Personen als verschiedene Aspekte. Und da ist es selbstverständlich, dass ich mich nicht nur auf einen einzigen Teil dieser undendlichen göttlichen Kraft konzentriere. Da werden eben Bastet und Sekhmet angerufen, wenn die Katze wieder einmal verschwunden ist, und Athene, wenn Weishet und klare Gedanken dringend erforderlich sind. Ich werde dadurch nicht meiner geliebten Mutter Hekate untreu. Wenn ich irgendwo hier auf dem Fjell sitze oder wo auch immer, und mit den Wesenheiten da Kontakt aufnehmen möchte, wende ich mich nicht nur an die Geister aber eben auch " an alle Göttinnen und Götter dieses Gebietes". Ich glaube auch, man kann sogar Namen für die Götter erfinden. Übrigens, in einem spätantiken Isis-Papyros steht: "Niemand kann geeehrt werden, ohne dass ich nicht davon weiss". Das sind die Worte, der Göttin in der Mund gelegt. Marion Zimmer Bradley hat einmal sehr schön in ihrem grossen Roman "Die Nebel von Avalon" gesagt:" Alle Göttinnen sind eine Göttin und alle Götter sind ein Gott." Sie war Christin und doch sehr der heidnischen Welt verbunden.
__________________ Panta rhei Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist den Augen unsichtbar. |
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| | #17 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Bayreuth Alter: 34
Beiträge: 58
| Hallo! Da das Heidentum stets davon ausging, daß auch die Götter der anderen Realität seien, sehe ich darin kein Problem an sich - auch wenn es ungewöhnlich ist. Bei Homer - so ich mich nicht arg irre - gibt es eine Stelle, laut der Zeus gerade in Griechenland nicht eingreifen kann, weil er diese Woche bei den äthiopischen Göttern zum Essen sei. red-light-in-my-eye
__________________ Optimismus ist die feste Überzeugung, dass alles auf der Welt wunderbar ist, bevor es sich nicht als Sch***se erwiesen hat. |
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| | #18 (permalink) | |
| Bragitru | Zitat:
Liebe Grüße Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "Du darfst niemals vergessen: Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität!" [Master Yoda - Star Wars Episode V. od. VI.] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] | |
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| | #19 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 22.01.2007 Ort: Bayreuth Alter: 34
Beiträge: 58
| Hallo Thalion! Zweifelsohne hast Du damit recht: Ich verwende einen extern konstruierten Begriff um damit rückblickend ein Phänomen zu betiteln. Doch ich denke, daß man den Sinn meiner Aussage trotz dieser sprachlichen Unzulässigkeit verstehen kann. red-light-in-my-eye
__________________ Optimismus ist die feste Überzeugung, dass alles auf der Welt wunderbar ist, bevor es sich nicht als Sch***se erwiesen hat. |
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| | #20 (permalink) | |||
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 13.09.2009 Alter: 22
Beiträge: 8
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Aber nun zu Quintus: Wie die Anderen, kann auch ich dir nur sagen, dass du dir bezuglich der Herkunft der von dir angebeteten Götter keinen Kopf zu machen brauchst. Auch in meinem Hausschrein verehre ich neben vorwiegend römisch-griechischer Götter auch ägyptische, indische und slawische Götter. Falls du befürchtest, das ein solches Konglomerat an Göttern aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen zu sehr an New Age erinnert und daher unseriös genommen werden könnte, dann lass dir von mir sagen, dass ein solcher Mix authentisch genug ist, denn die Polytheisten innerhalb der Grenzen des römischen Reichs verehrten auch verschiedene Götter neben einander: In Trier an der Mosel stand einst ein griechisches Asklepion, und in Belgien hat man einen Kultort entdeckt der sowohl von Mithraisten wie Kybeleanhängern (= Kubisten?) benutzt wurde. Und was die Schöpfung angeht, auch wenn du dich zum Beispiel nur für die ägyptischen Götter entscheiden würdest, dann müsstets du dich immer noch entscheiden, welcher Schöpfungsmythos der "echte" ist: Die Ägypter kannten vier (Laut 'nen Buch von Lucia Gahlin) und wahrscheinlich noch einige mehr. Und laut Robert Graves gab es auch in Griechenland verschiedene Schöpfungsmythen. | |||
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