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Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür

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Alt 25.05.2009, 10:20   #1 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
Registriert seit: 20.01.2007
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"Tägliche Andachten" oder doch eher "Feiertags-Heiden"?

Hallöle zusammen!

Mich würde einmal interessieren, wie Ihr es mit Eurer Religion im Alltag haltet.
Bindet Ihr "religiöse Handlungen" in Euren Alltag mit ein (z. B. in Form einer kleinen Andacht oder eines Rituales) oder reichen Euch die Feiertage (Esbate und Sabbate, evtl. auch noch "spezielle" Feiertage)?

Welchen Stellenwert haben bei Euch überhaupt irgendwelche "religiösen" Handlungen bzw. Riten im Alltag oder habt Ihr überhaupt gar keine ?

Liebe Grüße
Siat
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Alt 25.05.2009, 10:33   #2 (permalink)
argumentatives Grauen
 
Benutzerbild von Carda
 
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Manche Sachen mache ich wirklich nur an Feiertagen oder dann, wenn ich frei habe. Anderes passiert automatisch jeden Tag beim kochen z.B.
Da ich jedoch arbeite, ist meine Zeit eingeschränkt und ich kann z.B. nicht jeden Tag räuchern oder meditieren, so wie ich gern würde. In meinen Alltag eingeflossen sind eine Menge Infos und Ideen aus verschiedenen Zweigen der Heilkunde. Wenn ich auf etwas warte oder hoffe halte ich auch Zwiesprache, es ist schon ein permanentes Beschäftigen mit alten Geschichten und Archäologie und dergleichen vorhanden. Ich war allerdings auch noch nie jemand, der ständig irgendwelche Zeremonien und Opferungen abhält, das ergibt sich einfach. Zeremonien gehören für mich eher zu Feiertagen, im Alltag halte ich mich an kleinere Sachen.
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Mancher sagt, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht können. Ich sage, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht müssen.
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Alt 25.05.2009, 12:54   #3 (permalink)
Freifliegerin
 
Benutzerbild von Holle
 
Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 356
Huhu Siat: das ist ein interessantes Thema und eine Frage, die mich schon lange beschäftigt. Es scheint im Wesen des Menschen zu liegen, Rituale quasi als Kürzel/ Symbole/ Erinnerungshilfen für komplexe Zusammenhänge zu erstellen. Wenn ich mir institutionalisierte Religionen/ Kulte anschaue, scheinen sich mir drei Effekte von Ritualen zu verdeutlichen. Sicher bin ich mir nicht mit meinen Erkenntnissen, ich denke, das kann ich erst sein, wenn ich eine vollkommen andere Perspektive als die des leibgebundenen Lebens einnehmen werde.

Zum Ersten soll die ritualisierte Symbolik ein Erfassen und Lenken von Energieflüssen der Anderswelt darstellen und darüber hinaus noch die aus diesen gelenkten Energieflüssen resultierenden Effekte provozieren. Das kann geschehen, wenn Teilnehmer am Ritual mit diesen Energien verbunden sind.

Zum Zweiten: Ist dies nicht der Fall, ist für mich das Ritual tot. Dies geschieht häufig, wenn die essentiellen Quellen und Zusammenhänge nicht klar sind. Menschen versuchen immer wieder, durch Niederschrift und Übungen diese Essenzen zu speichern. Das ist aus meiner Sicht nicht möglich, nur die lebendige Verbindung schafft Ergebnisse. Das Ergebnis toter Rituale kann man nicht nur in der christlichen Kirche anschauen, sondern in allen Handlungen, in denen die zu Erinnerungszwecken ritualisierten Handlungen von der lebendigen Quelle abgeschnitten sind.

Zum Dritten: es gibt allerdings noch die Möglichkeit, dass Menschen, die auf der Suche nach der essentiellen Daseins-Quelle sind, also quasi "offen" für das Geschehen in der Anderswelt, durch ein Ritual quasi "verbunden" werden.

Aus diesen Erkenntnissen heraus habe ich mir das Ziel gesetzt, zum Ende meines Lebens alles Gute, was ich auf meinem freifliegenden, nicht durch andere Menschen initiierten Wege gelernt habe, so verinnerlicht zu haben, dass es mir selbst dann, wenn ich nicht mehr in der Lage sein sollte, nach außen zu kommunizieren, oder sich mein Bewusstsein in mich selbst zurückzieht, immer noch in mir wirkmächtig bleibt, unabhängig von allem existenten niedergeschriebenen rituellen Wissen.

Das bedeutet für meinen Alltag, die mich umgebende Anderswelt so weit wie möglich lebendig in mein Sein zu integrieren, auch mit eigenen, sich ad hoc ergebenden Ritualen. Ich kann auch nicht umhin, durch das, was ich in den Foren lese, dieses oder jenes in mein Leben zu integrieren, wie Festtage oder besondere Zeiten, oder auch die Runen, die mir wichtig sind. Ich werde aber nicht mein Denken einer ausformulierten Lehre unterordnen, sondern immer versuchen, meine eigenen Impulse aus der Anderswelt als Maßstab zu nehmen.

Die Voraussetzung einer bewussten Erdung und der Möglichkeit, dass es Verständnisebenen mit anderen Menschen/Wesen gibt, die sich mir noch nicht erschlossen haben und die Ebene der schriftlichen Rituale überflüssig machen, beziehe ich in diese Gedanken mit ein.

Ich bin davon überzeugt, dass, wenn der Weg, den ich gehe, wahr und lebendig ist, ich jederzeit mit dem Ursprung meines Daseins per se verbunden bin.

LG, Holle (die sich vermutlich wieder viel zu kompliziert ausgedrückt hat, wenn sie das Schwirren in ihrem Kopf so anhört )
Holle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2009, 13:02   #4 (permalink)
Wasserfrau
 
Registriert seit: 25.04.2007
Ort: Mülheim an der Ruhr
Alter: 42
Beiträge: 86
Also ich habe keine tägliche Rituale ,dafür bin ich Abends nach der Arbeit echt zu müde aber ich reinige jede Woche meinen Altar und schmücke ihn mit neuen Blumen und ich "rede" oft am Tage mit der Göttin.
Das hab ich mir so angewöhnt dass ich es schon gar nicht mehr merke.
Ianthe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2009, 21:48   #5 (permalink)
Seiðkona in Ausbildung
 
Benutzerbild von Ferun Namid
 
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Gute Frage......ich denke keiner hier ist nur "Feiertagsheide"
Ich verpenne auch mal gerne Feiertage...zumindest nach dem Kalender, denn ich feier sie wenn es sich danach anfühlt. Im Alltag habe ich auch zu viel zu tuen.
Aber ich denke viel nach und da kommen mir auch die Götter immer wieder in den Sinn. Gebetet habe ich schon lange nicht mehr. Zumindest nicht dieses Wünsche beten.
Meine kleinen Rituale sind das spezielle Tanzritual vor dem Training und Spaziergänge. Aber ich räuchere nicht regelmäßig und zum Meditieren bin ich zu hibbelig.
Also ist alles was ich mache um die Götter zu ehren aus dem Augenblick geboren.
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Zwischen zwei Welten schwebt das Leben wie ein Stern, Zwischen Nacht und Morgen, am Rande des Horizonts Wie wenig wissen wir über das, was wir sind! Wie viel weniger über das, was wir sein könnten!

Ich verlange von den Leuten nicht, daß sie mir angenehm sind, weil es mich vor dem Problem bewahrt, sie zu mögen.-Stolz und Vorurteil~Jane Austen
Ferun Namid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2009, 23:28   #6 (permalink)
Murphy´s Wife
 
Benutzerbild von Silberfliege
 
Registriert seit: 22.08.2008
Ort: Warscheinlich nicht in deiner nähe
Alter: 31
Beiträge: 2
Also ich finde die offiziellen Feste sind dazu da sich mit seiner Gemeinschaft, Gleichgesinnten als grosses Ganzes an die Götter zu wenden. Diskussionen, Danksagungen u.s.w. gewinnen dadurch für mich mehr an gefühlsmäßigem Wert. Man legt seine Liebe vor allen dar um sie zu stärken.
Im Alltag Opfere ich selten etwas, villeicht zu persöhnlichen Daten mal ein bemaltes Salzgebäck. Jedoch stehe ich in "freundschaftlichem Zwiegespräch" zu den Göttern. Da gehts mir so wie Ianthe, das ist schon ganz normal geworden. Ein Außenstehender würde, könnte er mich hören, an ein Gespräch unter Freunden denken....
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Sol Lucet Omnibus - Die Sonne scheint für alle
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Alt 26.05.2009, 00:06   #7 (permalink)
Fliegevieh
 
Benutzerbild von Tanael
 
Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Nähe Freiburg
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Beiträge: 219
Wann immer ich es schaffe, beim Sonnenaufgang wach zu sein, geh ich kurz raus in den Garten und grüße die Sonne, den Tag. Genauso wenn mir der Mond auffällt, ich schaue nur irgendwie sehr selten nachts aus dem Fenster...

Spüren tue ich dabei meist nicht viel, vll. ist es ein "totes" Ritual, vll. bin ich aber auch einfach noch am lernen. Trotzdem mache ich es gerne und hätte gerne auch mehr Motivation, um das regelmäßiger zu machen.
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Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt Licht?
Tanael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2009, 01:09   #8 (permalink)
Bragitru
 
Benutzerbild von Thalion
 
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Wenn ich meinen alten Freund, den Mond sehe, dann lächle ich immer und grüße ihn. Begegnet mir ein Baum, der mir irgendwie auffällt, verweile ich bei ihm einen Moment. Im Alltag.. es gibt viele viele Kleinigkeiten, um seine Götter zu ehren, oder seine Religion zu erfahren/ritualen/begehen/leben/"wort fehlt..." Im Grunde kann man alles, wirklich alles, auf 'heilige Weise' tun. Davon bin ich aber noch weit entfernt...
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Alt 26.05.2009, 09:14   #9 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
Registriert seit: 20.01.2007
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Hallo zusammen,
ich muss gestehen, dass es mir sehr gut tut, in meinem Tagesablauf auch ganz bewusst mir Zeit nehme (meistens ist das Morgens, wenn mein Männe aus dem Haus ist), noch mal inne zu halten und den Tag zu begrüßen.
Das selbe mache ich abends.
Natürlich fließt auch bei mir ein, was Ihr schreibt:
Ich halte auch über den Tag Zwiesprache, oder es ergeben sich ganz spontan Situationen oder dergleichen.

Ich habe mich vor einiger Zeit ziemlich intensiv mit der hinduistischen Religions-Praxis auseinander gesetzt, weil sie mich einfach sehr, sehr stark anspricht und mich ähnlich stark fasziniert, wie mich die altägytpische Religion anspricht und anzieht (und es ist höchst interessant, was für Ähnlichkeite es durchaus zwischen den beiden gibt ^^ ) und einige Dinge habe ich auch für mich mittlerweile auch übernommen.
Das ich auch nicht immer Zeit habe, ist klar. Aber mir ist mittlerweile mein ganz bewusstes "Zurückziehen" (und wenn es nur für ein paar Minunten ist) und inne halten, um mich zu erden, zu zentrieren und mich ganz bewusst mit mir und dem Göttlichen zu verbinden sehr lieb und wichtig geworden.
Ebenso wie ich es sehr genieße und es mir gut tut, morgens auf meinem Altar ein Räucherstäbchen und ein Teelicht (in einer aufgehängten Glaskugel) anzuzünden, und ein wenig davor zu verharren.



Liebe Grüße
Siat
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Alt 26.05.2009, 09:25   #10 (permalink)
Hedgewitch
 
Benutzerbild von nightwing
 
Registriert seit: 30.08.2007
Ort: Erlangen
Beiträge: 129
Also ich habe es mir angewöhnt, sowohl morgens, als auch abends
kurz ein kurzes Gebet (oder Ansprache?) zu sprechen. Oftmals
nehme ich mir auch nach der Arbeit länger Zeit, ziehe einen Kreis,
begrüße meine Krafttiere und bedanke mich für die Dinge, die mir
der Tag gebracht hat.
nightwing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 14:57   #11 (permalink)
TGVJumpy mit Reisestopp
 
Benutzerbild von morag
 
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abends vor dem Schlafengehen ist meine "Nachtgebetszeit". Dort wird der Tag revue passieren gelassen, Wünsche gesprochen, gebetet (derzeit sehr um den Zugang zu meiner Kraft und zu mir selbst zu finden), gedankt und gebeten.

Morgens (wenn ich in der Tageshektik die dann schon losbrennt daran denke) wird gebeten und gedankt.

Und zu den Feiertagen...klaro.

Und alltagsrituale..beim Kochen, beim Ölansetzen, Spülen (ja, die Töpfe werden mit einem kleinen Spruch und der Gegen-den-Uhrzeigersinn-Wischtechnik tatsächlich schneller sauber *gg)...

Morag
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Verfechterin des Neutrachats
3x3 Wahrheiten: Keiner hat Rechte an mir, und ich an keinem. Ich lebe frei, zufrieden und ehrlich Ich bin mein Weg, ich erkläre mich nicht. Ich strebe für Mich, nicht für andere (copyright: Morag)
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http://moragsschatzkiste.blogspot.com
http://kochen-im-jahreskreis.blogspot.com/
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Alt 27.05.2009, 18:49   #12 (permalink)
Traumfängerin
 
Benutzerbild von Lohe
 
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Hm

Eigentlich feiere ich nur die hohen Feiertage.
Aber manchmal überkommt es mich und muss einfach mal Danke sagen , oder in einem Ritual um Schutz für Verwandte und Freunde bitten, oder sonstiges.
Schön wäre es, wenn man den Tag mit einer kurzen Andacht, oder Meditation beginnen könnte, aber um 5 Uhr ist mir nicht danach, ich schaff es gerade, unter die Dusche zu hüpfen

L G
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Liebe Dich selbst,
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Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern,
als ihr treu zu bleiben.
Lohe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 21:01   #13 (permalink)
Bragitru
 
Benutzerbild von Thalion
 
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Zitat:
Zitat von Lohe Beitrag anzeigen
Schön wäre es, wenn man den Tag mit einer kurzen Andacht, oder Meditation beginnen könnte, aber um 5 Uhr ist mir nicht danach, ich schaff es gerade, unter die Dusche zu hüpfen

L G
Schließt sich das gegenseitig aus?
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Thalion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 23:10   #14 (permalink)
'Tis some visitor
 
Benutzerbild von Israfel
 
Registriert seit: 09.04.2009
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Zitat:
Zitat von Siat Beitrag anzeigen
Hallöle zusammen!

Mich würde einmal interessieren, wie Ihr es mit Eurer Religion im Alltag haltet.
Bindet Ihr "religiöse Handlungen" in Euren Alltag mit ein (z. B. in Form einer kleinen Andacht oder eines Rituales) oder reichen Euch die Feiertage (Esbate und Sabbate, evtl. auch noch "spezielle" Feiertage)?

Welchen Stellenwert haben bei Euch überhaupt irgendwelche "religiösen" Handlungen bzw. Riten im Alltag oder habt Ihr überhaupt gar keine ?

Liebe Grüße
Siat
"Feiertags-Heiden" hört sich irgendwie schon witzig an, erinnert mich an "Wochenend-Goths" oder "Festival-Metaler" *lach*

Zur Frage: Ich denke ich könnte meinen Alltag garnicht ohne meine Religiösität leben, dafür ist meine Religion schon zu lange zu sehr "integriert".

Vieles ist auch einfach schon Gewohnheit, ich halte täglich Zwiesprache mit meinem Krafttier beispielsweise. Und es gibt Orte an denen komme ich nicht vorbei, ohne [Wem- oder Was auch immer] meine Ehrerbietung zu bekunden

Ich begrüsse zudem auch täglich den Mond. Die Sonne ist nicht so mein Freund, dafür nehme ich [mit dem jeweiligen Stein, den ich gerade trage] Morgens immer einen bestimmten Aspekt einer mich führenden Gottheit mit auf meinen Weg.

Hmmm, was sonst noch... achja ich rede relativ täglich auch mit bestimmten Tierarten, wenn sie mir über den Weg laufen, das ist für mich auch im religiösen Bereich anzusiedeln. [Katzen, Schildkröten, Rabenvögel u.A.]

liebe Grüsse
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Is all that we see or seem but a dream within a dream? ~Poe
Israfel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 23:22   #15 (permalink)
Traumfängerin
 
Benutzerbild von Lohe
 
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Zitat:
Zitat von Thalion Beitrag anzeigen
Schließt sich das gegenseitig aus?

Ich brauch dann einfach alles, was wach macht Entspannung und Meditation ist da weniger angebracht.

Grüße
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Lohe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2009, 10:47   #16 (permalink)
TGVJumpy mit Reisestopp
 
Benutzerbild von morag
 
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Zitat:
Zitat von Lohe Beitrag anzeigen
Ich brauch dann einfach alles, was wach macht Entspannung und Meditation ist da weniger angebracht.

Grüße
Lohe...Meditation ist nicht immer nur Ruhe und entspannung...ich hab irgendwo eine gute Meditation für unter der Dusche...moment...ich stelle sie gleich hier rein..

davon wirst du mehr als wach und kannst erfrischt, klar und fit in den Tag starten.


Stelle dich unter die Dusche.

Spüre den einzelnen Wassertropfen bewusst nach, wie sie über dich rinnen, spüre, wie sie dich reinigen, alles, was sich auf- und angestaut hat, mitnehmen und es gewandelt wird. Stelle dir dabei vor, dass die Elementegeister des Wassers auf Dir wie auf einer "Rutschbahn" herumspielen.

Nun sende deine Aufmerksamkeit nach oben, dehne dich aus, werde groß und sieh, du schwebst über dem Meer. Nun siehst du, dass das Wasser, wie die adern in deinem Leib überall hin geht, es befruchtet und tränkt die ganze welt.

Die Kraft der Göttin dringt über das Wasser überall in die ganze Welt ein. Stärke dich an diesem Wissen. Da du ja auch aus Wasser bestehst, ist auch die Kraft und stärke der Göttin in dir.

Integriere die Kraft und Stärke des Wassers in Dich, Sage Danke und kehre zu Deinem Bewussten ich zurück.
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morag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2009, 10:52   #17 (permalink)
Asperula odorata
 
Benutzerbild von silberquell
 
Registriert seit: 11.03.2007
Ort: An der Via Claudia
Beiträge: 92
Religion im Alltag

Ich würde es weniger Religion als viel mehr Spiritualität nennen.
Oder Präsenz, ja Präsenz passt besser.
Dieses sich hinwenden, gesammelt sein , konzentriert wahrnehmen.

Das habe ich im Alltag immer wieder einen Moment lang.
Einen Moment in dem ich mich bewusst der allumfassenden Kraft zuwende, sie aufnehme, danke oder bitte. Ich bin vollkommen eingewebt in dieses Anwesendsein. Das ist irgendwie schwer zu beschreiben.
Dann gibt es die Rituale.
Ich unterscheide zwischen denen, die ich Situationsgebunden (Divination, Räuchern...) einsetze und denen, die ich an einem Tag/Ereignis festmache (Sonnenwende...).
__________________
werde was du warst
silberquell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2009, 11:26   #18 (permalink)
Traumfängerin
 
Benutzerbild von Lohe
 
Registriert seit: 10.06.2007
Beiträge: 234
Blog-Einträge: 1
Danke

für die Meditation. Ich kenne diese aber auch. In der Bahn zur Arbeit könnte man auch Lichtmeditationen machen, ich mag aber wach und ungesört sein.
Ich hab Morgens 10 Min Zeit im Bad, daher keine Zeit. Ich brauche Stress, um auf Trab zu kommen. Duschen, Kaffee, wech. Zeit nehmen ist mir da wichtig, am besten Abends, um runter zu kommen.
So hat jeder seine eigene Art.
L G
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Lohe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2009, 02:24   #19 (permalink)
hem netjer tepi
 
Benutzerbild von Merienptah
 
Registriert seit: 01.10.2008
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 336
Hallo...

also ich musste sogar erstmal ne Weile über die Frage nachdenken. Mir ist gar nicht bewusst gewesen, wie oft ich am Tag meine Religiosität auslebe. Wie gesagt, ich bin mit meinem Glauben aufgewachsen und ich tu das alles schon irgendwie automatisch.
Morgens begrüsse ich die Sonne, abends den Mond. Im Laufe des Tages halte ich Zwiesprache mit den Göttern, ich danke fürs Essen, für irgendein glückliches Gefühl, dass ich grad hab, oder bitte die Götter um etwas, wenn grad was anliegt.
Und naja, oft genug sind ja Rituale an der Tagesordnung, die zu einem unserer Festtage gehören...

Also ich tu es einfach weil es sich so richtig anfühlt... Und das ist ganz normal in meinem täglichen Leben verankert. Ich denke da nicht drüber nach...

Also als Feiertags-Heide würd ich mich nicht bezeichnen (obwohl wir echt ne Menge Feiertage haben... *lach*)

LG Meri
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Folge deinem Herzen solange du lebst und tue nicht mehr, als es dir aufträgt.
Merienptah ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2009, 22:33   #20 (permalink)
Die Suchende
 
Benutzerbild von Mayria
 
Registriert seit: 29.04.2007
Alter: 33
Beiträge: 77
Hallo,

Ich finde das toll! Ich wollte ich könnte das auch...
Ich sage mir immer wieder : eigentlich sollte ich mehr Spiritualität in mein tägliches Leben bringen, aber dann gewinnt der Alltag wieder die Überhand und plötzlich ist der Tag schon um und ich weiss nicht wie.

Respekt!
Mayria ist offline   Mit Zitat antworten
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